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Dokumentenidentifikation DE60112014T2 01.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001193669
Titel Plakataufhängevorrichtung
Anmelder Ellingsen, Birgitte Hjelde, Oslo, NO;
Dyrnes, Ralph Petter, Oslo, NO
Erfinder Ellingsen, John Petter, 0753 Oslo, NO
Vertreter Resch, M., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 82166 Gräfelfing
DE-Aktenzeichen 60112014
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.09.2001
EP-Aktenzeichen 016501017
EP-Offenlegungsdatum 03.04.2002
EP date of grant 20.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse G09F 7/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G09F 15/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Aufhängevorrichtung für ein blattförmiges Informationsmedium wie zum Beispiel ein Plakat oder dergleichen, zur Befestigung an einer Wand oder einer anderen Fläche, mit einer oberen und einer unteren Stange, an der das Informationsmedium befestigt werden kann, wobei die obere Stange mit einem Schnursystem verbunden ist, das Rollen aufweist, zum Anheben und Absenken relativ zu Elementen, die an der Wand o. dgl. befestigt sind.

Solche Aufhängevorrichtungen können für alle Arten von blattförmigen Informationsmedien wie beispielsweise Plakate verwendet werden und werden insbesondere als Reklameplakate benutzt. Die Vorrichtungen erlauben ein einfaches Anschlagen und Ersetzen der Plakate, als eine Alternative zum Bekleistern von Wänden o. dgl. Um angeschlagen zu werden, kann ein Poster an der oberen Stange befestigt werden, während diese unter Verwendung des Schnursystems zu einer abgesenkten Position gebracht worden ist, wonach unter Verwendung des Schnursystems das Plakat und die Stangen angehoben werden. Aufgrund ihres Eigengewichts hält die untere Stange das Plakat während des Anhebens gestreckt und am Ende des Anhebens kann die untere Stange in untere, an der Wand befestigte Elemente eingehakt werden, wodurch das Plakat in einem aufgehängten Zustand in vertikaler Richtung gespannt gehalten wird. Hinsichtlich der an der Wand befestigten Elemente wird vorausgesetzt, dass diese in der Lage sind, die Stangen in einem solchen gegenseitigen vertikalen Abstand zu halten, dass dann, wenn die obere Stange vollkommen angehoben ist und gegen die oberen Elemente anschlägt, die untere Stange an den unteren Elementen anschlägt, wodurch das Plakat hauptsächlich in der vertikalen Richtung gespannt gehalten wird. Es ist möglich, Federn in oder auf den Elementen oder in oder auf den Stangen zu montieren, um einen möglichen Unterschied zwischen der Länge des aktuell verwendeten Plakats und der Länge, die das Plakat eigentlich haben sollte, auszugleichen, wodurch das Plakat trotz dieser Längendifferenz gespannt wird.

Ein Schnursystem für eine solche Aufhängevorrichtung ist in der Internationalen Patentanmeldung Nr. WO-A-99/48077 offenbart, die eine Aufhängevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, und dieses umfasst eine einzelne Schnur, die an einem oberen Element befestigt ist, das an der Wand befestigt ist, und die unterhalb von zwei Rollen läuft, die in der oberen Stange in der Nachbarschaft von deren Enden gelagert sind, und die oberhalb einer dritten Rolle läuft, die in einem oberen, an der Wand befestigten Element gelagert ist, und die von dieser dritten Rolle nach unten herunter hängt, um zum Zwecke des Anhebens und des Absenkens gehandhabt zu werden.

Die Handhabung geht somit mithilfe nur einer einzigen Schnur vonstatten. Während des Anhebens kann das Plakat eine geneigte Position einnehmen, was nicht weiter bedeutsam ist, nachdem die obere Stange letztendlich an die beiden oberen Wandelemente anschlagen wird und eine horizontale Position einnehmen wird. Was während des Anhebens passieren kann, ist, dass ein Ende der oberen Stange an einem der oberen Wandelemente anschlägt, bevor das andere Ende am anderen Wandelement anschlägt, d.h. dass die Stange schief hängt, ein weiteres Ziehen der Schnur zieht die Stange jedoch nach oben, bis sie in beide oberen Wandelemente eingetreten ist und somit horizontal ist. Nach dem Anheben des Plakats wird die Schnur in geeigneter Weise befestigt.

Wenn eine solche Aufhängevorrichtung für Plakate mit einer großen horizontalen Abmessung verwendet werden soll, beispielsweise einigen Metern, so tritt ein Problem dahingehend auf, dass die obere Stange eine hohe Biegesteifigkeit aufweisen muss und folglich, um sich nicht durchzubiegen, einen großen Querschnitt aufweist, wodurch sie schwer wird. Das Ergebnis ist, dass ein Anheben der Stange große Kraft erfordert und die Schnur und die Wandelemente einer hohen Belastung widerstehen müssen. Ein Durchbiegen kann ein Faltenwerfen des Plakats verursachen.

Die US 6055754 offenbart eine Aufhängevorrichtung für Plakate mit einer oberen, stationären Stange, die an einer Wand o.dgl. befestigt ist und einer oberen, bewegbaren Stange, an der ein Plakat o. dgl. befestigbar ist. Zwei oder mehr Schnüre sind an der oberen, bewegbaren Stange befestigt und laufen oberhalb einer entsprechenden Rolle, die in der stationären Stange gelagert ist. Da keine Rollen auf der oberen, bewegbaren Stange sind, muss für jede Rolle eine eigene Schnur verwendet werden. Dies impliziert, dass, um das Plakat einigermaßen gleichmäßig anzuheben, die Schnüre gleichzeitig und mit der gleichen Geschwindigkeit gezogen werden müssen, um zu vermeiden, dass die obere, bewegbare Stange während des Anhebens eine geneigte Position einnimmt. Die Entgegenhaltung stellt fest, dass jedwede Anzahl von Schnüren und Rollen verwendet werden kann. Ein Erhöhen der Zahl der Schnüre und Rollen bedeutet jedoch, dass alle Schnüre gleichzeitig und mit der gleichen Geschwindigkeit gezogen werden müssen, um zu erreichen, dass alle Schnüre zum Anheben des Plakats beitragen. Ein solches Ziehen mehrerer Schnüre ist praktisch unmöglich. Alle Schnüre tragen nur dazu bei, dass das Plakat weiterhin hängt, nachdem es vollständig nach oben gezogen wurde, vorausgesetzt, dass alle Schnüre gestrafft wurden.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Aufhängevorrichtung zu schaffen.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist eine Aufhängevorrichtung vorgesehen, wie sie im Anspruch 1 spezifiziert ist. Die Vorrichtung umfasst mindestens ein weiteres Wandelement mit einer Rolle für die Schnur, und die obere Stange umfasst zumindest zwei zusätzliche Rollen, wobei die Schnur über die zusätzlichen Wandelemente oder Elemente läuft. Es kann mehr als ein zusätzliches Wandelement vorgesehen sein und in den Wandelementen und in der oberen Stange kann eine entsprechende Anzahl an Rollen vorgesehen sein. Dadurch wird die obere Stange durch die Schnur in mindestens drei Bereichen getragen und die Stange wird sich nicht durchbiegen, selbst wenn sie eine große Länge aufweist.

Die Erfindung wird aus der folgenden Beschreibung einer lediglich beispielsweise und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen gegebenen bevorzugten Ausführungsform in größerem Detail verständlich werden, wobei in den Zeichnungen

1 eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer Aufhängevorrichtung gemäß der Erfindung zeigt, wobei ein Plakat unter Verwendung der Vorrichtung gerade angehoben oder abgesenkt wird, und

2 einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung und durch einen Abschnitt einer Wand, an der die Vorrichtung befestigt wurde, zeigt.

Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen und insbesondere auf 1 ist ein Plakat 4 gezeigt, welches an einer oberen Stange 1 und einer unteren Stange 2 befestigt ist. Die Befestigung kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass, wie in 2 gezeigt, das Plakat 4 entlang seiner oberen und seiner unteren Kante eine Verdickung 12 aufweist, wobei die Verdickungen in hinterschnittene Nuten 14 in den Stangen 1 und 2 eingefügt sind, wie in 2 gezeigt. Im Rahmen der Erfindung kann jede andere geeignete Einrichtung zum Befestigen verwendet werden.

Drei obere Wandelemente 8, 9, 15 sind beispielsweise mittels Bolzen 19 an einer Wand befestigt, zusammen mit dem aufzuhängenden Plakat 4. Beispielsweise mittels eines Knotens 3 ist eine Schnur 6 an einem Wandelement 8 befestigt, wie in 1 links gezeigt. Die Schnur 6 verläuft unterhalb einer ersten Rolle 5, die, wie in 1 links gezeigt, an der oberen Stange 1 gelagert ist, woraufhin die Schnur 6 horizontal entlang der Stange 1 verläuft zu einer zweiten Rolle 13, die in der oberen Stange 1 gelagert ist, ungefähr in der Mitte der Stange 1, wie in 1 gezeigt. Daraufhin verläuft die Schnur 6 unterhalb der Rolle 13 und nach oben hin zum zweiten Wandelement 15, welches bei der gezeigten Ausführungsform in der Mitte zwischen den Wandelementen 8 und 9 angeordnet ist. Die Schnur 6 verläuft oben um eine Rolle 16 im Wandelement 15 herum, wie in 1 gezeigt. Von der Rolle 16 verläuft die Schnur 6 nach unten zu einer vierten Rolle 17, die in der oberen Stange 1 gelagert ist, und verläuft weiter entlang der Stange 1 zu einer fünften Rolle 18 in der oberen Stange 1 und weiter zu einer sechsten Rolle 7 im Wandelement 9. Von dieser hängt sie Schnur 6 nach unten herunter, um gegriffen zu werden, um das Plakat 4 anzuheben und abzusenken und um in geeigneter Weise fixiert zu werden, wenn das Plakat angehoben worden ist.

Man wird verstehen, dass die Erfindung nicht auf die Verwendung eines einzigen Wandelements in der Mitte und ein Paar von Rollen 13, 17 in der Mitte, wie gezeigt, beschränkt ist, dass vielmehr grundsätzlich jedwede Anzahl von Wandelementen zwischen den Wandelementen 8 und 9 und eine entsprechende Anzahl von Rollenpaaren in der oberen Stange 1 vorgesehen sein kann.

Es kann daher die obere Stange 1 durch Heraufziehen mittels der Schnur 6 in einer Mehrzahl von Punkten angehoben werden, an den Rollen 5, 13, 17, 18, und die Stange 1 wird sich selbst dann nicht durchbiegen, wenn sie eine große horizontale Länge aufweist.

Wie in 1 gezeigt können untere Wandelemente 10 und 11 an der Wand befestigt sein, um das Plakat in vertikaler Richtung im vernünftigen Umfang gespannt zu halten. Diese Elemente können an der Wand mittels Bolzen befestigt sein, entsprechend wie die Wandelemente 8, 9 und 15. Die unteren Wandelemente 10 und 11 stellen Anschläge für die untere Stange 2 dar und vorausgesetzt, dass die Länge des Plakats 4 in vertikaler Richtung dem vertikalen Abstand zwischen den Wandelementen 8, 9 und 10, 11 angepasst ist, wird das obere Ende des Plakats in einem solchen Ausmaß angehoben, dass dann, wenn die obere Stange 1 durch Zug an der Schnur 6 in die Wandelemente 8, 9 und 15 eingeführt worden ist, die untere Stange 2 in die Wandelemente 10, 11 eingeführt worden ist. Es können (nicht dargestellte) Federn in oder auf den Wandelementen oder in oder auf den Stangen verwendet werden, um eine mögliche Differenz in der vertikalen Länge des Plakats 4 relativ zu seiner Solllänge zu kompensieren, falls das Plakat kürzer ist als seine Solllänge, wodurch trotz einer solchen Differenz das Plakat 4 in der vertikalen Richtung im vernünftigen Ausmaß gespannt gehalten wird.

Wie in 2 gezeigt können die Wandelemente 8, 9, 15 und 10, 11 eine Form aufweisen, die das Eintreten der Stangen von unten erleichtert.

Man wird verstehen, dass die beiden Wandelemente 8, 10 links in 1 zu einem vertikalen Träger entlang einer Seite des Plakats und die beiden Wandelemente 9, 11 rechts entsprechend zu einem vertikalen Träger entlang der gegenüberliegenden Seite des Plakats kombiniert werden können. Alternativ kann eine vertikale dekorative Form entlang einer jeden Seite befestigt werden, damit die Wandelemente zusammen mit den Stangen das Aussehen eines kompletten Rahmens haben.

Die Wandelemente 8, 9, 15 und 10, 11 sowie die Stangen 1 und 2 können in jeder geeigneten Weise hergestellt werden, z.B. aus Metall oder Kunststoff. Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Stangen 1 und 2 zweckmäßigerweise aus extrudierten Profielen hergestellt, die mit Bohrungen versehen werden, um die für die Schnur 6 und die Lagerung der Rollen 5, 13, 17, 18 erforderlichen Löcher herzustellen. Auch die Wandelemente 8, 9, 15 und 10, 11 können aus extrudierten Profielen hergestellt werden, und die oberen Wandelemente sind mit Bohrungen versehen, um Löcher für die Schnur 6 und die Bolzen 19 zu machen, und darüber hinaus können die oberen Wandelemente 9 und 15 mit Bohrungen versehen werden, um Löcher für die Lagerung der Rollen 7 und 16 zu machen.

Die Erfindung ist nicht auf die oder durch die spezifische beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern kann beträchtlich variieren, ohne von der Reichweite der Erfindung abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Aufhängevorrichtung für ein blattförmiges Informationsmedium (4) wie beispielsweise ein Plakat o. dgl. zur Befestigung an einer Wand oder einer anderen Fläche, mit einer oberen und einer unteren Stange (1, 2), an der das Informationsmedium befestigt werden kann, wobei die obere Stange (1) mit einem Schnursystem verbunden ist, das an der Wand oder dergleichen befestigte Rollen (5, 7, 13, 16, 17, 18) aufweist, zum Anheben und Absenken relativ zu Wandelementen (8, 9, 10, 11, 15), wobei das Schnursystem eine einzige Schnur (6) umfasst, die an einem an der Wand befestigten oberen Wandelement (8) befestigt ist und die unter zwei Rollen (5, 18) läuft, die in der oberen Stange (1) in der Nähe deren Enden gelagert sind, und die über eine dritte Rolle (7) läuft, die in einem oberen an der Wand befestigten Wandelement (9) gelagert ist, und von der dritten Rolle (7) nach unten hängt, um zum Anheben und Absenken betätigt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung weiterhin zumindest ein weiteres Wandelement (15) umfasst, das zwischen dem ersten (8) und dem zweiten Wandelement (9) angeordnet ist, wobei das zumindest eine zusätzliche Wandelement eine Rolle (16) aufweist, über der die Schnur (6) läuft, und dass die obere Stange (1) zwei zusätzliche Rollen (13, 17) für jedes zusätzliche Wandelement (15) im Bereich bzw. den Bereichen unterhalb des mindestens einen zusätzlichen Wandelements umfasst.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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