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Dokumentenidentifikation DE69926338T2 01.06.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001044346
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR LUFTVERTEILUNG IN RÄUMEN
Anmelder Pluggit International N.V., Curacao, Niederländische Antillen, AN
Erfinder Bernhardsson, Göran, 1050 Brussels, BE
Vertreter Maiwald Patentanwalts GmbH, 40221 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69926338
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.01.1999
EP-Aktenzeichen 999012578
WO-Anmeldetag 04.01.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/SE99/00004
WO-Veröffentlichungsnummer 0099037956
WO-Veröffentlichungsdatum 29.07.1999
EP-Offenlegungsdatum 18.10.2000
EP date of grant 27.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse F24F 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F24F 7/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung ist aus der EP-A-184887 bekannt.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für Ventilationssysteme und eine Vorrichtung für die Verteilung von Luft in Räumen.

Bei herkömmlichen Ventilationssystemen wird die Luft durch Verteilungskanäle, welche mit einem oder mehreren Hauptkanälen verbunden sind, in jeden Raum verteilt. Der Luftstrom wird für jeden Raum durch individuelle Einstellungen der Einlassmittel des Raumes eingestellt. Die Einlassmittel in den Räumen nahe des Einlasses des Hauptkanals müssen ziemlich stark gedrosselt werden, um zu vermeiden, dass diese Räume, verglichen zu den Räumen, welche weiter unterhalb des Hauptkanals liegen, durch einen zu starken Luftstrom beaufschlagt werden. Eine derartige Drosselung verursacht häufig ein störendes Geräusch.

Die individuellen Einstellungen und Anpassungen jedes Raumes des gewünschten Luftstroms ist schwierig und zeitintensiv, da jede Einstellung in einem Raum den Luftstrom in den übrigen verbundenen Räumen beeinflusst. Um ein gewünschtes Gleichgewicht zu erhalten, müssen die Anpassungen und Einstellungen in mehreren Schritten ausgeführt werden. Nichts desto trotz kann das eingestellte Gleichgewicht nach einem endgültigen Gleichgewicht der Vorrichtung durch ein Wiedereinschalten der Einlassmittel in einem der Räume geändert werden, um die Zugluft zu reduzieren oder die Lüftung zu verbessern.

Die wesentliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Möglichkeiten für eine einfache Installierung eines Ventilationssystems zu schaffen, welche eine vorher bestimmte Grundeinstellung des notwendigen Luftstroms in jeden Raum aufweist.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren für die Berechnung des gesamten Ventilationssystems vorzuschlagen, was den benötigten oder gewünschten Luftaustausch für jeden Raum betrifft.

Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, welches ein computergestütztes Berechnungsprogramm mit einer Simulation der Eigenschaften in Verbindung mit der Auslegung des Ventilationssystems verwendet, in welche vordergründig eine ausgezeichnete Ventilation in bestimmten Räumen und für unterschiedliche Belastungen und während verschiedener Bedingungen erreicht werden kann.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ventilationssystem zu schaffen, welches ebenfalls für Nicht-Fachleute einfach zu installieren ist.

Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Ventilationstechnik zu schaffen, in der Durchflussmessmittel in jedem Durchflusskanal zu jedem Raum angeordnet sind und in der Durchflussmessdaten von den Durchflussmessmitteln in einer zentralen mikroprozessorgestützten Steuereinheit zusammengeführt sind, welche betreffend die Änderungen in mehreren oder einzelnen Durchflussmengen in den Durchflusskanälen berechnen kann, welche Änderungen in den Einstellungen der Drosselmittel in allen Durchflusskanälen die am besten erreichbare Ventilation bezüglich der Vorzüge und des Komforts bewirken.

Eine weitere Aufgabe, welche mit der vorliegenden Erfindung gelöst wird, ist eine Ventilationstechnik bereitzustellen, welche sowohl mit einem Überdruck in den Einlassmitteln als auch mit einer Selbstlüftung in den Auslassmitteln verwendet wird, worin eine automatische Drosselung des Durchflusses in den Auslassmitteln durch eine verstärkte Abzugsbetätigung stattfindet, wobei die Drosselung durch das Einfügen eines Wärmetauscherelements in den Ausströmkanälen stattfindet.

Die obenstehend erwähnten Aufgaben werden durch ein Verfahren und ein System erreicht, welche die kennzeichnenden Merkmale in den nachfolgenden Ansprüchen aufweist.

Durch die Anordnung von Verteilungskanälen in verschiedenen Räumen, welche mit einem flexiblen Gehäuse ausgestattet sind, und um diese Kanäle mit einer oder mehreren Luftverteilungsstellen zu verbinden, welche Vorrichtungen für eine individuelle Justage des Luftdurchflusses in jeden einzelnen Verteilungskanal aufweisen, und da diese Kanäle mit einem Druckabfall, welcher im Vergleich zum Druckabfall, der durch Reibung in den Kanälen hervorgerufen wird, klein ist, in den Raum münden, eine Anpassung und Einstellung der Durchflussmenge in jeden Raum für jeden der Verteilungskanäle stattfindet, was bedeutet, dass der Verteilungskanal ohne eine Drosselung in dem Raum münden kann, d.h. dass der gesamte Druckabfall in den Kanal (den Kanälen) und nicht in den Einlassmitteln oder in den Ventilen stattfindet, welche mit dem Raum verbunden sind. Hiermit können Kanäle unterschiedlicher Größe und/oder Anzahl von der Verteilungsstelle in jeden Raum angeordnet werden. Dies kann bereits bei der Installation des Systems gemäß der Erfindung mit dem Wissen bezüglich der benötigten Luftmenge stattfinden, um eine zufriedenstellende Ventilation/Luftaustausch für jeden Raum zu erhalten, wenn dies zuvor bekannt ist. Die Anzahl von Verteilungskanälen ist ebenso bekannt wie die Länge jedes einzelnen Verteilungskanals, welcher in der Vorrichtung enthalten ist, was bedeutet, dass der Druckabfall in jedem Verteilungskanal durch den notwendigen Durchfluss zu jedem Raum berechnet ist. Durch die Möglichkeit der schrittweisen Drosselung des Durchflusses an den Verteilungsstellen auf jedem Stockwerk und durch die Verwendung von Drosselmitteln ist eine vollständige Lösung bezüglich der Anzahl an Verteilungskanälen zu jedem Raum in Anbetracht der Länge von jedem Verteilungskanal möglich, wie beispielsweise wie folgt dargelegt: "1,8 Verteilungskanäle zum Badezimmer/Waschraum auf dem zweiten Stockwerk", was bedeutet, dass ein vollständig geöffneter Verteilungskanal plus eines 20%igen gedrosselten Verteilungskanals kann für diesen Raum verwendet werden. Diese Berechnung und ebenso diese Installationsanweisungen können mit der Lieferung des Ventilationssystems ausgegeben werden. Das bedeutet, dass ebenso Nicht-Fachleute die Vorrichtung installieren können. Gemäß der einfachsten Anwendung der Erfindung muss keine Veränderung oder Justage nach der Installation vorgenommen werden. Die Installation arbeitet insgesamt sehr zufriedenstellend.

Somit ist in einem Ventilationssystem gemäß der Erfindung die Luft durch Verteilungskanäle welche an eine Verteilungsstelle angeschlossen sind, an die verschiedenen Räume verteilt. Das Verteilungssystem umfasst gemäß der vorliegenden Erfindung Einlassmittel mit einem verglichen zum Druckabfall in den Verteilungskanälen unwesentlichen Druckabfall, d.h., verglichen zum Widerstand in dem Kanal. Folglich kann eine Berechnung der Luftverteilung mit dem Wissen des geforderten Luftstroms in jeden Raum gemeinsam mit dem Wissen der Länge der Verteilungskanäle vorgenommen werden.

Die Verteilungsstellen gemäß der Erfindung sind mit justierbaren Drosselmitteln in jeder Verbindung zu den Verteilungskanälen ausgeführt, welche von Anfang an eine endgültige Justage/Einstellung des Luftdurchflusses in jeden Raum ermöglichen, wenn die Druckabfalleigenschaften der Drosselmittel und die Länge der Verteilungskanäle bekannt sind. Diese Einstellung wird im Voraus berechnet. Daher kann das Ventilationssystem gemäß der Erfindung ohne eine Messung des Luftdurchflusses oder des Druckabfalls im System eingestellt und ausgeglichen werden.

Jedoch ist in einer technisch weiter ausgereiften Anwendung der Erfindung eine bessere Möglichkeit gegeben, eine effektivere Ventilation mit einer gleichermaßen einfach ausgeführten Struktur mit einem geringen Geräuschpegel in bevorzugten Räumen anzuwenden, während andere zweitrangige Räume bei bestimmten Bedingungen einen weniger effektiven Luftaustausch aufweisen. In einer Ausführungsform der Erfindung kann ein größerer Teil der Leistung des Ventilationssystems dafür verwendet werden, den Luftstrom in einem Raum zu verwenden, welcher als Trockenkabine oder Trockenraum genutzt wird.

Gemäß der Erfindung ist es ebenfalls einfach, eine Grundkonstruktion des Ventilationssystems gemäß der Erfindung fertig zu stellen, d.h. mit dauerhaft vorinstallierten Justagemitteln für jeden Raum, mit einer mikroprozessorgestützten Steuereinheit und mit Luftdurchflusssensoren in jedem Luftverteilungskanal durch eine Anordnung der Verkabelung für diese Sensoren, welche bereits in der Grundkonstruktion des Systems vorhanden sind.

Die Erfindung wird im folgenden in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben; wobei

1 eine schematische Ansicht einer herkömmlichen Ventilationsstruktur zeigt; und wobei

2 eine schematische Ansicht einer Ventilationsstruktur zeigt, welche gemäß der Erfindung arbeitet.

In 1 ist ein Lüftermittel bzw. eine Verteilungsstelle 1, ein Hauptkanal 2 und Verteilungskanäle 3a, 3b, 3c und 3d gemeinsam mit Einlassmitteln 4a, 4b, 4c und 4d gezeigt. Bei dieser Anlage findet der größte Druckabfall gewöhnlich in den Einlassmitteln statt, welche schnell ein störendes Geräusch verursachen. Die Justage der Luftverteilung muss durch eine Kontrolle aller Einlassmittel und sich wiederholender Messungen von Druckabfällen und Luftdurchlässen erfolgen, um eine ausgeglichene Anlage zu schaffen.

Bei der erfindungsgemäßen Anlage – 2 – sind Lüftermittel oder Verteilungsstellen 5 mit Ventilationskanälen 6a, 6b, 6c, 6d und 6e gemeinsam mit Drosselmitteln 7a, 7b, 7c, 7d und 7e ebenfalls vorhanden. Weiterhin sind Einlassmittel 8a, 8b, 8c, 8d und 8e vorhanden.

Bei dieser Anlage ist der Druck von der Verteilungsstelle 5 im Wesentlichen konstant. Der geforderte Luftstrom kann für jeden Raum mit dem Wissen der Fluss/Druckabfalleigenschaften der Verteilungskanäle 6 und den entsprechenden Eigenschaften des Drosselmittels 7 eingestellt werden. Der Druckabfall in den nicht-justierbaren Einlassmitteln 8 ist nicht maßgeblich. Alle Einstellungen können an einer Position ohne Messungen vorgenommen werden. Bei größeren Anlagen können gemäß der 2 größere Vorrichtungen vorhanden sein, bei denen mehrere Verteilungsstellen 5 mit dem Lüftermittel verbunden sind. Häufig weisen die Hauptkanäle zwischen den verschiedenen Verteilungsstellen 5 so große Bereiche auf, dass die Drücke in den verschiedenen Verteilerstellen 5 nahezu gleich sind. Dies vereinfacht die Berechnungen für die Verteilung und die Justage.


Anspruch[de]
  1. Verfahren in einem Ventilationssystem mit getrennten Verteilungskanälen (6) zu jedem zu belüftenden Raum für eine Verteilung der Luft zu den Räumen in Durchflüssen, welche entsprechend an jeden Raum durch ein oder mehrere Luftverteilungsstellen mit Mitteln, welche zur individuellen Justage des Durchflusses der Luft, an jeden einzelnen Verteilungskanal angepasst sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft zu jedem der einzelnen Räume durch Verteilungskanäle mit einer flexiblen Hülle geleitet wird, welche eine nicht geradlinige Verlegung in einem System von Balken und Wänden ermöglicht und durch Einlassmittel (8) mit einem im Vergleich zum inhärenten Druckabfall aufgrund von Reibungsverlusten in den Kanälen (6) geringen Druckabfall in die Räume einströmt, womit die individuelle Justage des Flusses der Luft durch Drosselmittel ausführbar ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteilungsstelle(n) (5) justierbare Mittel (7) in Verbindung mit dem separaten Verteilungskanal (6) aufweisen, wobei im justierbaren Mittel (7) in Verbindung mit der Installation des Ventilationssystems eine Grundeinstellung vorgegeben ist und wobei die Grundeinstellung unter der Zuhilfenahme eines Berechnungsprogramms berechnet ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellungen des justierbaren Mittels (7) über eine zentrale Steuereinheit mit einem Mikroprozessor und einer Software aktiviert sind, welche für das vorliegende Ventilationssystem mit den geringen Anforderungen und Notwendigkeiten betreffend die Lüfterleistung, die Länge der Kanäle und der Bedarf der Ventilation der verschiedenen Räume eindeutig zuordenbar sind.
  4. Ventilationssystem mit getrennten Verteilungskanälen zu jedem zu belüftenden Raum für eine Verteilung der Luft zu den Räumen in Durchflüssen, welche entsprechend an jeden Raum angepasst sind, wobei die Verteilungskanäle mit einem oder mehreren Luftverteilungsstellen mit Mitteln, welche für die individuelle Justage des Flusses der Luft zu jedem einzelnen Verteilungskanal anwendbar sind, verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungskanäle eine flexible Hülle aufweisen, welche eine nicht geradlinige Verlegung in einem System von Balken und Wänden ermöglicht und dass Einlassmittel, durch die die Luft in die einzelnen Räume eintritt einen Druckabfall aufweisen, welcher im Vergleich zum inhärenten Druckabfall in den Kanälen aufgrund von Reibungsverlusten gering ist, und dass das Mittel für die Verwendung der individuellen Justage des Durchflusses der Luft ein Drosselmittel umfasst.
  5. Ventilationssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Durchflussmesser in jedem Luftstromkanal in das Ventilationssystem angeordnet sind, wobei eine zentrale mikroprozessorgestützte Steuereinheit Signale von den Durchflussmessern empfängt, welche den vorliegenden Durchfluss in jedem Verteilungskanal anzeigt, wobei eine Veränderung in den Einstellungen des justierbaren Mittels (7) dann stattfindet, wenn dies aus Sicht des Komforts oder der Notwendigkeit gefordert ist.
  6. Ventilationssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Wärmeaustauschmittel in den Absaugmitteln in jedem Raum und den daran angeschlossenen Ausströmkanälen angeordnet sind, um die Wärmeenergie in der ausströmenden Luft aufzunehmen.
  7. Ventilationssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeaustauschmittel ebenfalls als Verdunstungsmittel in einem Luftentfeuchter verwendbar ist, und dass der Raum als Trockenraum für Waschgut verwendbar ist.
  8. Ventilationssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungsstelle (A, B) für die Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3 angepasst ist und weiterhin ein äußeres Verbindungsgehäuse aufweist, wobei dieses vorzugsweise ein Kunststoffmaterial mit verschiedenen Anschlussstücken für die Verteilungskanäle umfasst, und wobei justierbare Mittel (7) für die Durchflusskontrolle an jedem Anschlussstück angeordnet sind.
  9. Ventilationssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine mikroprozessorgestützte Steuereinheit Signale von einem Durchflussmesser in jedem Verteilungskanal empfängt und gemäß einem festgelegten Programm das justierbare Mittel (7) aktiviert und die geforderte Ventilation in den Räumen so weit wie möglich wiederherstellt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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B Arbeitsverfahren; Transportieren
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