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Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit - Dokument DE102004058807A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004058807A1 08.06.2006
Titel Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Aeberhard, Bruno, Studen, CH
DE-Anmeldedatum 07.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058807
Offenlegungstag 08.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.2006
IPC-Hauptklasse B25B 23/145(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B25B 23/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B25B 21/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit (2, 100), mit der ein maximales Drehmoment, das von einem Motorabtrieb (4) auf eine Werkzeugmitnahme (6) übertragen wird, von einem Bediener einstellbar ist, wobei die Drehmomentbegrenzungseinheit (2, 100) eine Federanordnung (24, 102, 110) umfasst.
Es wird vorgeschlagen, dass die Federanordnung (24, 102, 110) unterschiedlich wirkende Federelemente (26, 28, 104, 106, 108) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Handwerkzeugmaschinen, wie beispielsweise Akkuschrauber, akkubetriebene Bohrmaschinen oder akkubetriebene Schlagbohrmaschinen, weisen ein hohes Antriebsdrehmoment auf, dessen Begrenzung für manche Anwendungen wünschenswert ist. Durch eine einstellbare Drehmomentbegrenzung können beispielsweise eine Anzahl von Schrauben mit gleichem Einschraubmoment in ein Werkstück eingeschraubt werden, wobei eine Drehmomentbegrenzungseinheit ausrastet, sobald die Schrauben einem Motorabtrieb einen bestimmten Drehmomentwiderstand entgegensetzen. Zur Anpassung des maximalen Drehmoments an die durchzuführende Aufgabe ist die Drehmomentbegrenzungseinheit von einem Bediener einstellbar. Aus der DE 103 09 057 A1 ist eine Handwerkzeugmaschine mit einer wie oben beschriebenen Drehmomentbegrenzung bekannt.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit, mit der ein maximales Drehmoment, das von einem Motorabtrieb auf eine Werkzeugmitnahme übertragen wird, von einem Bediener einstellbar ist, wobei die Drehmomentbegrenzungseinheit eine Federanordnung umfasst.

Es wird vorgeschlagen, dass die Federanordnung unterschiedlich wirkende Federelemente aufweist. Es kann mit einfachen Federelementen eine nichtlineare Federkennlinie der Federanordnung erreicht werden. Hierdurch kann in einfacher Weise ein maximales Drehmoment in einem Bereich kleiner Drehmomente sehr präzise und zusätzlich über einen weiten Drehmomentbereich eingestellt werden. Üblicherweise liegt ein einstellbares maximales Drehmoment zwischen 1 Nm und 15 Nm, um beispielsweise eine zügige Verschraubung in Holz vornehmen zu können, ohne dass Schrauben oder Holz Schaden nehmen. Eine besonders komfortable Einstellung des maximalen Drehmoments kann erreicht werden, wenn das maximale Drehmoment in einem Bereich kleiner Drehmomente, beispielsweise bis 5 Nm, sehr fein einstellbar ist. Hierzu kann die Federanordnung in diesem Bereich eine Federkennlinie aufweisen, die flacher ist als im Bereich größerer Drehmomente, in dem das maximale Drehmoment gröber einstellbar sein kann. Außerdem kann die Einstellcharakteristik der Drehmomentbegrenzungseinheit durch die Verwendung von unterschiedlich wirkenden Federelementen in der Federanordnung in einfacher Weise an unterschiedliche Handwerkzeugmaschinen bzw. Baureihen von Handwerkzeugmaschinen angepasst werden.

Eine unterschiedliche Wirkung der Federelemente kann erreicht werden, wenn die Federelemente in ihrer Bewegungsrichtung versetzt angeordnet sind. So werden bei einem Betätigen der Federanordnung zuerst nur einige und später alle Federelemente betätigt. Eine besonders einfache Montage und ein kompakter Aufbau der Handwerkzeugmaschine können erreicht werden, wenn die Federelemente unterschiedlich stark federnd sind. Eine unterschiedliche Federung kann durch unterschiedliche Federkennlinien, also durch unterschiedliche Federraten bzw. Federsteifigkeiten, erreicht werden, beispielsweise durch Verwendung dickerer und dünnerer Federn. Eine unterschiedliche Federung kann auch durch eine unterschiedliche größte Federkraft der Federelemente erreicht werden.

Die Federelemente können besonders langlebig und kompakt als Druckfedern ausgestaltet sein, beispielsweise als Tellerfedern oder Spiralfedern. Auch eine Kombination aus zumindest einer Tellerfeder und einer Spiralfeder ist denkbar, wobei in diesem Fall die Tellerfeder zweckmäßigerweise das stärker wirkende Federelement und die Spiralfeder das schwächer wirkende Federelement ist.

Eine in einem kleinen Drehmomentbereich besonders präzise und über einen großen Drehmomentbereich einstellbare Drehmomentbegrenzungseinheit kann erreicht werden, wenn die Federelemente unterschiedlich lang sind. Hierbei sind die Federelemente zweckmäßigerweise auch unterschiedlich in ihrer Federsteifigkeit. Besonders kompakt ist die Anordnung von zumindest einem ersten Federelement und einem zweiten Federelement, das kürzer und federsteifer ist als das erste Federelement.

Eine sehr variable, kompakte und mechanisch stabile Federanordnung kann erreicht werden, wenn die Federanordnung sechs Federelemente umfasst. Diese sechs Federelemente sind vorteilhafterweise hexagonal angeordnet.

Eine in der Federsteifigkeit zweifach gestufte progressive Federanordnung mit einer hohen mechanischen Stabilität kann erreicht werden, wenn die Federanordnung drei Gruppen unterschiedlicher Federelemente umfasst. Durch die unterschiedlichen Federelemente kann eine Progressivität und durch die Gruppen der Federelemente kann eine mechanische Stabilität erreicht werden. Zweckmäßigerweise sind die Federelemente unterschiedlich in Länge und Stärke.

Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Federanordnung ein Federelement einer Überlastkupplung umfasst, die einen Kraftfluss zwischen dem Motorantrieb und der Werkzeugmitnahme unterbricht, wenn das übertragene Drehmoment ein voreingestelltes Überlastdrehmoment übersteigt. Eine Kombination von Überlastkupplung und Drehmomentbegrenzungseinheit kann hierbei sehr kompakt ausgeführt sein.

Das Federelement der Überlastkupplung kann durch seine Federsteifigkeit das Überlastdrehmoment definieren. Hierzu ist das Federelement der Überlastkupplung zweckmäßigerweise das kräftigste Federelement der Federanordnung, also das Federelement mit der größten Federsteifigkeit. Es kann ein Überlastdrehmoment erreicht werden, das sehr weit über einem progressiv verstellbaren, größten maximalen Drehmoment liegt.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Handwerkzeugmaschine ein Stellmittel, mit dem das maximale Drehmoment einstellbar ist, das eine Steuerkurve mit einer gleichmäßig ansteigenden Kurvenbahn aufweist. Durch die gleichmäßig ansteigende Kurvenbahn kann das Stellmittel besonders einfach und zuverlässig blockiert, beispielsweise eingerastet werden, um ein ungewolltes Verstellen des Stellmittels bei einem Betrieb der Handwerkzeugmaschine zu verhindern.

Vorteilhafterweise umfasst die Steuerkurve ein erstes Segment zur Einstellung des maximalen Drehmoments und ein in der Steuerwirkung zum ersten unterschiedliches zweites Segment zur Einstellung eines Bohrbetriebs ohne einstellbare Drehmomentbegrenzung. Das zweite Segment der Steuerkurve kann beispielsweise steiler als das erste Segment ausgeführt sein, so dass mit einer kurzen Betätigung des Stellmittels eine große Veränderung des maximalen Drehmoments zu einer Überbrückungsstellung bzw. zu einem Überlastdrehmoment erreicht werden kann. Es ist auch möglich, das zweite Segment sehr flach bzw. ohne eine Drehmomentänderung auszugestalten, wodurch ein unerwünschtes Herausdrücken des Stellmittels aus der Einstellung des Bohrbetriebs verhindert werden kann.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 einen vorderen Teil eines Akkuschraubers mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit und einer Überlastkupplung in einer Explosionsdarstellung,

2 den vorderen Teil aus 1 in einer Schnittdarstellung,

3 Elemente einer weiteren Drehmomentbegrenzungseinheit mit einer alternativen Federanordnung und

4 eine weitere Federanordnung einer Drehmomentbegrenzungseinheit.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die 1 und 2 zeigen einen vorderen Teil einer als Akkuschrauber ausgestalteten Handwerkzeugmaschine in einer Explosionsdarstellung (1) und einer Schnittdarstellung (2). Die Handwerkzeugmaschine umfasst eine Drehmomentbegrenzungseinheit 2, einen Motorabtrieb 4 und eine Werkzeugmitnahme 6. Zum Antrieb der Werkzeugmitnahme 6 wird ein Drehmoment vom Motorabtrieb 4 auf ein dreistufiges Planetengetriebe mit unter anderem Planetenrädern 8 übertragen, die sich infolgedessen um ihre eigene Achse drehen. Die Planetenräder 8 sind auf einem Planetenträger 10 gelagert, der im normalen Arbeitsmodus ortsfest mit einem Gehäuse 12 der Handwerkzeugmaschine verbunden ist. Die Planetenräder 8 treiben ein Hohlrad 14 an, dessen Innenverzahnung um einen Mitnehmer 16 greift und diesen antreibt. Der Mitnehmer 16 treibt einen Stern 18 an und dieser über einen Innenvierkant die Werkzeugmitnahme 6.

Im normalen Betrieb ist der Planetenträger 10 über zwei Rastscheiben 20, 22, eine Federanordnung 24 aus sechs Federelementen 26, 28 und zwei Druckstücke 30, 32 drehfest mit einer Führungshülse 34 verbunden, die wiederum drehfest am Gehäuse 12 der Handwerkzeugmaschine befestigt ist. Die drehfeste Verbindung kommt über Nocken 36 des Planetenträgers 10 zustande, die in Nocken der ersten Rastscheibe 20 eingreifen, wobei die erste Rastscheibe 20 ihrerseits mit Nocken 38, die in Eingriff mit Nocken 40 der zweiten Rastscheibe 22 stehen, mit der zweiten Rastscheibe 22 verbunden ist. Die zweite Rastscheibe 22 wiederum ist durch Arme 42 des Druckstücks 30 gehalten, die zwischen Erhebungen 44 der zweiten Rastscheibe 22 greifen. Die beiden Druckstücke 30, 32 sind durch Ausformungen 46 in Innennuten der Führungshülse 34 gehalten.

Getriebeseitig hinter dem Planetenträger 10 ist eine Tellerfeder 48 angeordnet, die in einen Halter 50 eingelegt ist. Der Halter 50 umgreift mit Armen 52 die Tellerfeder 48 und den Planetenträger 10 und greift in Taschen 54 der ersten Rastscheibe 20 ein. In diesen Taschen 54 sind die Arme 52 durch Verdickungen 56 gehalten, wobei der Halter 50 unter einer Spannung, mit der die Tellerfeder 48 ein Stück weit zusammengedrückt wird, an der Rastscheibe 20 gehalten ist und den Planetenträger 10 zwischen Tellerfeder 48 und Rastscheibe 20 einklemmt. Hinter dem Halter 50 ist ein Halterad 58 angeordnet, das mit Ausformungen 60 in Innennuten der Führungshülse 34 eingreift und mit dieser drehfest verbunden sowie mit einem Drahtring 64 in der Führungshülse 34 befestigt ist.

Zum Einstellen eines maximalen Drehmoments, das auf die Werkzeugmitnahme 6 übertragen wird, kann der Federdruck der Federanordnung 24 auf die zweite Rastscheibe 22 mit Hilfe eines Stellmittels 66 variiert werden. Hierzu weist das Stellmittel 66 ein Betätigungsmittel 68, einen Kurvenring 70, eine Lochscheibe 72, einen Bolzen 74 und eine Feder 76 auf. Eine Ausformung 78 und eine Nut 80 halten den Kurvenring 70 bzw. die Lochscheibe 72 drehfest im Betätigungsmittel 68. Bei einem Drehen des Betätigungsmittels 68 wird der Kurvenring 70 mitgedreht, wobei auf einer Steuerkurve 82 des Kurvenrings 70 rutschende Arme 84 für eine Bewegung des zweiten Druckstücks 32 in Axialrichtung 86 sorgen. Die Arme 84 greifen durch Ausnehmungen 88 der Führungshülse 34 und werden, durch die Federkraft der Federanordnung 24 belastet, gegen die Steuerkurve 82 gedrückt. Bei einer Bewegung des zweiten Druckstücks 32 in Axialrichtung 86 variiert der Federdruck der Federanordnung 24, mit der die zweite Rastscheibe 22 auf die erste Rastscheibe 20 gedrückt wird. Die Lochscheibe 72 verhindert mit ihren Löchern, in die der Bolzen 74 rastend eingreift, ein ungewolltes Verstellen des Betätigungsmittels 68 während des Betriebs der Handwerkzeugmaschine.

Die Federanordnung 24 umfasst sechs in einem Federpaket angeordnete Federelemente 26, 28, die als Druckfedern in Form von Spiralfedern ausgeführt sind. Die Federelemente 26, 28 sind hexagonal angeordnet und umfassen zwei Gruppen: die vier kürzeren und steiferen – also stärker federnden – Federelemente 28 und die zwei längeren und schwächer federnden Federelemente 26. Durch diese stabile Anordnung kann eine einstufige Progression des maximalen Drehmoments bei gleichförmigem Verstellen des Kurvenrings 70 erreicht werden. Bei einer Einstellung des geringst möglichen maximalen Drehmoments von 1 Nm durch den Kurvenring 70 sind die längeren Federelemente 26 mit einer geringen Vorspannung zwischen der Rastscheibe 22 und dem Druckstück 30 gehalten. Bei einem Verdrehen des Kurvenrings 70 zu einem größeren maximalen Drehmoment werden zuerst die Federelemente 26 zusammengedrückt, wohingegen die kürzeren Federelemente 28 noch mit einem geringen Spiel zwischen der Rastscheibe 22 und dem Druckstück 30 angeordnet sind. Ab einem maximalen Drehmoment von 4 Nm werden bei einem weiteren Verdrehen des Kurvenrings 70 auch die vier Federelemente 28 zusammengedrückt, so dass das maximale Drehmoment bei einem gleichmäßigen Verdrehen des Kurvenrings 70 nunmehr schneller ansteigt, und zwar bis zu einem Wert von 15 Nm.

Im normalen Betrieb der Handwerkzeugmaschine, bei dem ein Drehmoment auf die Werkzeugmitnahme 6 unterhalb des eingestellten maximalen Drehmoments übertragen wird, ruht der Planetenträger 10 relativ zum Gehäuse 12. Erreicht das Drehmoment auf die Werkzeugmitnahme 6 das eingestellte maximale Drehmoment, so wird die zweite Rastscheibe 22 durch schräge Flanken der Nocken 38, 40 gegen die Federanordnung 24 ausgelenkt, und die erste Rastscheibe 20 kann sich zusammen mit dem Planetenträger 10 gegen die zweite Rastscheibe 22 verdrehen. Das Hohlrad 14 ruht, und die Drehmomentübertragung vom Motorabtrieb 4 zur Werkzeugmitnahme 6 ist oberhalb des maximalen Drehmoments unterbrochen.

Zur Überbrückung der Drehmomentbegrenzungseinheit 2 umfasst der Kurvenring 70 neben einem gleichförmig ansteigenden ersten Segment 90 innerhalb der Steuerkurve 82 zur Realisierung eines Bohrbetriebs ein zweites, steiler ansteigendes Segment 92 und ein drittes, flaches Segment 94, das bei einem Verdrehen des Kurvenrings 70 keine Änderung des Federdrucks der Federanordnung 24 bewirkt. Die Einstellung des maximalen Drehmoments von 1 Nm bis 15 Nm wird durch eine Bewegung der Arme 84 über das erste Segment 90 erreicht. Bei einer Einstellung der Überbrückungsstellung liegen die Arme 84 auf dem dritten Segment 94 auf und sind maximal weit in Richtung des Motorabtriebs 4 der Handwerkzeugmaschine ausgelenkt. Die Federelemente 26, 28 sind so weit zusammengedrückt, dass die Federelemente 26, 28 haltende Stifte 96, 98 einander berühren, so dass die Rastscheibe 22 in Axialrichtung 86 unauslenkbar zwischen der Rastscheibe 20 und dem Druckstück 32 gehalten ist. Ein Überrasten der ersten Rastscheibe 20 über die zweite Rastscheibe 22 ist nicht mehr möglich. Außerdem greifen die Arme 42 zwischen die Taschen 54 der Rastscheibe 20, wodurch die Rastscheibe 20 drehfest mit der Führungshülse 34 verbunden ist.

Durch die Drehmomentbegrenzungseinheit 2 könnte in dieser Stellung ein für die Handwerkzeugmaschine schädliches und für einen Bediener gefährliches Drehmoment auf die Werkzeugmitnahme 6 übertragen werden. Um die Übertragung eines solchen Drehmoments zu verhindern, ist am Planetenträger 10 eine Überlastkupplung angeordnet, die den Kraftfluss zur Werkzeugmitnahme 6 bei Überschreiten eines Überlastdrehmoments unterbricht. Wird zur Werkzeugmitnahme 6 ein Drehmoment übertragen, welches das in Bohrstellung durch die Federkraft der Tellerfeder 48 vorgegebene Überlastdrehmoment erreicht, so wird der Planetenträger 10 durch schräge Flanken der Nocken 36 und der Nocken der Rastscheibe 20 in Richtung zur Tellerfeder 48 ausgelenkt und die Tellerfeder 48 gegen ihre Vorspannung weiter zusammengedrückt. Der Planetenträger 10 kann sich nunmehr gegen die Rastscheibe 20 verdrehen, wodurch der Kraftfluss vom Motorabtrieb 4 zur Werkzeugmitnahme 6 zwischen dem Planetenträger 10 und der Rastscheibe 20 unterbrochen ist.

In 3 ist eine alternative Anordnung von Elementen einer Drehmomentbegrenzungseinheit 100 und einer Überlastkupplung gezeigt. Im Wesentlichen gleich bleibende Bauteile sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen beziffert. Ferner kann bezüglich gleich bleibender Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung zum Ausführungsbeispiel in den 1 und 2 verwiesen werden.

Die Drehmomentbegrenzungseinheit 100 umfasst eine Federanordnung 102 mit drei Gruppen von jeweils zwei als Spiralfedern ausgeführten Federelementen 104, 106, 108 unterschiedlicher Länge und Federsteifigkeit. Wie bei der Federanordnung 24 kann mit den Federelementen 104, 106 eine einstufig progressive Einstellung der Federkraft bzw. des maximalen Drehmoments erreicht werden. Die kürzesten Federelemente 108 sind hierbei mit einem Spiel zwischen der Rastscheibe 20 und dem Druckstück 30 angeordnet und tragen zur Kraft der Federanordnung 102 noch nichts bei. Erst bei einem Verstellen des Kurvenrings 70 in die Bohrstellung, in der die Arme 84 auf dem dritten Segment 94 aufliegen, werden die sehr kurzen und sehr steifen Federelemente 108 ebenfalls zusammengedrückt, wobei jedoch zwischen den Stiften 96, 98 noch ein geringes Spiel verbleibt. Das maximale Drehmoment ist durch die sehr steifen, zur Überlastkupplung gehörenden Federelemente 108 nunmehr auf 50 Nm eingestellt und bildet das Überlastdrehmoment.

Erreicht das auf die Werkzeugmitnahme 6 übertragene Drehmoment das Überlastdrehmoment, so wird die Rastscheibe 22 durch die schrägen Flanken der Nocken 36, 40 in Richtung zum Druckstück 30 ausgelenkt, und die Nocken 36, 40 kommen außer Eingriff. Der Kraftfluss vom Motorabtrieb 4 zur Werkzeugmitnahme 6 wird somit an der gleichen Stelle unterbrochen, bei der er auch bei einem außerhalb der Bohrstellung eingestellten maximalen Drehmoment durch die Drehmomentbegrenzungseinheit 100 unterbrochen wird.

Eine weitere Federanordnung 110 ist in 4 gezeigt. Die Federanordnung 110 umfasst zwei Gruppen mit den Federelementen 104, 106, die jeweils in Dreiecken, abwechselnd und insgesamt hexagonal angeordnet sind. Zusätzlich umfasst die Federanordnung 110 eine Tellerfeder 112, die seriell zu den Federelementen 104, 106 angeordnet und ein Element einer Drehmomentbegrenzungseinheit ist. Bei einem Verdrehen des Kurvenrings 70 von einem kleinsten maximalen Drehmoment zu größeren maximalen Drehmomenten werden zuerst die Federelemente 104 und dann die Federelemente 106 zusammengedrückt, bis die Stifte 96, 98 bei einem maximalen Drehmoment von 8 Nm einander berühren. Bei einem weiteren Verdrehen des Kurvenrings 70 wird die Tellerfeder 112 weiter zusammengedrückt und dadurch der Druck der Federanordnung 110 weiter erhöht bis zu einem größten maximalen Drehmoment von 20 Nm.

Es ist auch denkbar, die Tellerfeder 112 einer Überlastkupplung zuzuordnen, die erst bei einem Gleiten der Arme 84 über das zweite Segment 92 zum dritten Segment 94 hin zusammengedrückt wird und ein Überlastdrehmoment definiert. Als weitere Alternative kann die Federanordnung 110 drei Gruppen von Federelementen aufweisen, analog zur Federanordnung 102, jedoch mit weniger steifen Federelementen. Zusammen mit der Tellerfeder 112 kann so eine dreistufige Progression der Federkraft der Federanordnung 110 bzw. des maximalen Drehmoments erreicht werden. Ebenso denkbar ist eine Federanordnung mit zwei oder mehr seriell angeordneten Tellerfedern mit unterschiedlicher Federsteifigkeit.

2Drehmomentbegrenzungsein heit 4Motorabtrieb 6Werkzeugmitnahme 8Planetenrad 10Planetenträger 12Gehäuse 14Hohlrad 16Mitnehmer 18Stern 20Rastscheibe 22Rastscheibe 24Federanordnung 26Federelement 28Federelement 30Druckstück 32Druckstück 34Führungshülse 36Nocken 38Nocken 40Nocken 42Arm 44Erhebung 46Ausformung 48Tellerfeder 50Halter 52Arm 54Tasche 56Verdickung 58Halterad 60Ausformung 64Drahtring 66Stellmittel 68Betätigungsmittel 70Kurvenring 72Lochscheibe 74Bolzen 76Feder 78Ausformung 80Nut 82Steuerkurve 84Arm 86Axialrichtung 88Ausnehmung 90Segment 92Segment 94Segment 96Stift 98Stift 100Drehmomentbegrenzungsein heit 102Federanordnung 104Federelement 106Federelement 108Federelement 110Federanordnung 112Tellerfeder

Anspruch[de]
  1. Handwerkzeugmaschine mit einer Drehmomentbegrenzungseinheit (2, 100), mit der ein maximales Drehmoment, das von einem Motorabtrieb (4) auf eine Werkzeugmitnahme (6) übertragen wird, von einem Bediener einstellbar ist, wobei die Drehmomentbegrenzungseinheit (2, 100) eine Federanordnung (24, 102, 110) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (24, 102, 110) unterschiedlich wirkende Federelemente (26, 28, 104, 106, 108) aufweist.
  2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (26, 28, 104, 106, 108) unterschiedlich stark federnd sind.
  3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (26, 28, 104, 106, 108) Druckfedern sind.
  4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (26, 28, 104, 106, 108) unterschiedlich lang sind.
  5. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (24, 102, 110) sechs Federelemente (26, 28, 104, 106, 108) umfasst.
  6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (102, 110) drei Gruppen unterschiedlicher Federelemente (104, 106, 108) umfasst.
  7. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (24, 110) ein Federelement (108) einer Überlastkupplung umfasst, die einen Kraftfluss zwischen dem Motorabtrieb (4) und der Werkzeugmitnahme (6) unterbricht, wenn das übertragene Drehmoment ein voreingestelltes Überlastdrehmoment übersteigt.
  8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (108) der Überlastkupplung das kräftigste Federelement (108) der Federanordnung (24, 110) ist.
  9. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Stellmittel (66), mit dem das maximale Drehmoment einstellbar ist, das eine Steuerkurve (82) mit einer gleichmäßig ansteigenden Kurvenbahn aufweist.
  10. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkurve (82) ein erstes Segment (90) zur Einstellung des maximalen Drehmoments und ein in der Steuerwirkung zum ersten unterschiedliches zweites Segment (92, 94) zur Einstellung eines Bohrbetriebs ohne einstellbare Drehmomentbegrenzung aufweist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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