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Dokumentenidentifikation DE202004020953U1 08.06.2006
Titel Einrichtung zur Korrektur der Papierschrumpfung
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202004020953
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.06.2006
Registration date 04.05.2006
Application date from patent application 30.08.2004
File number of patent application claimed PCT/EP2004/009660
IPC-Hauptklasse G03G 15/00(2006.01)A, F, I, 20060309, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers, bei dem ein Aufzeichnungsträger durch eine Druckeinrichtung in einem ersten Druckvorgang mit einem ersten Tonerbild bedruckt wird, das erste Tonerbild in einer Fixiereinrichtung auf dem Aufzeichnungsträger fixiert wird, wobei der Aufzeichnungsträger längs mindestens eine Hauptachse schrumpft, und bei dem anschließend derselbe Aufzeichnungsträger in einem zweiten Druckvorgang mit einem zweiten Tonerbild bedruckt wird.

Es gibt zahlreiche Druck-Betriebsarten, bei denen ein Aufzeichnungsträger nach dem Bedrucken mit einem ersten Tonerbild einen Fixiervorgang durchläuft. Bei diesem Fixiervorgang, der im allgemeinen unter Druck und relativ hoher Temperatur erfolgt, wird die Feuchtigkeit im Aufzeichnungsträger, im allgemeinen Papier, reduziert, wodurch eine Schrumpfung in Längsrichtung und/oder Breitenrichtung erfolgt. In diesen beiden Richtungen kann der Schrumpfungseffekt unterschiedlich sein, abhängig von der Faserrichtung im Papier. Ebenso hängt der Grad der Schrumpfung von den Parametern des Fixierprozesses ab. Wenn anschließend auf denselben Aufzeichnungsträger ein weiteres Tonerbild aufgebracht wird, so sind die beiden Druckbilder bei sonst gleichem Druckvorgang nicht mehr zueinander passgenau, was zu Qualitätseinbußen führt. Typischerweise kann die Schrumpfung in Richtung einer Hauptachse bis zu 1% betragen, d.h. bei einem Blatt der Größe DIN-A 4 kann die Schrumpfung in Längsrichtung mehr als 2 mm sein. Bei noch größeren Formaten wird der Effekt noch deutlicher.

Aus der WO 98/18054 derselben Anmelderin ist ein Verfahren zum Betreiben eines Druckers mit zwei Druckwerken bekannt, bei dem verschiedene Betriebsarten realisiert werden können. Bei einem Duplex-Druckbetrieb werden Einzelblätter beidseitig bedruckt, wobei zwischen dem jeweiligen Druckvorgang eine Fixierung erfolgt. Eine andere Betriebsart ist der Zweifarben-Simplexdruck, bei dem auf der Vorderseite eines Einzelblattes zwei Bildmuster verschiedener Farbe gedruckt werden. Diese Betriebsart ist auch als Highlight-Color-Druck bekannt. Eine weitere Betriebsart ist der Zweifarben-Duplexdruck, bei dem die Vorderseite und die Rückseite eines Einzelblattes mit Bildmustern verschiedener Farbe bedruckt werden. In Verbindung mit der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels wird auf die genannte Druckschrift weiter unten nochmals Bezug genommen. Diese Druckschrift wird hiermit durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung einbezogen.

Weiterhin ist aus der EP 0 699 315 A1 eine elektrografische Druckeinrichtung zum Bedrucken von bandförmigen Aufzeichnungsträgern unterschiedlicher Bandbreite bekannt. Ein Papierband wird an einem einzigen Druckwerk mit einer nutzbaren Breite von mindestens der doppelten Breite des Papierbandes in Nebeneinander-Stellung transportiert und bedruckt. In den verschiedenen Druck-Betriebsarten erfolgt eine Zwischenfixierung des ersten Tonerbildes, wobei eine Schrumpfung der Papierbahn erfolgt. In Zusammenhang mit der Beschreibung von Ausführungsbeispielen wird auf den Inhalt dieses Dokuments näher eingegangen. Dieses Dokument wird hiermit durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung mit aufgenommen.

Es ist möglich, den Schrumpfungseffekt zu reduzieren, indem das Trägermaterial vor dem Druckvorgang durch Trocknung auf eine niedrige relative Feuchte gebracht wird. Bei der anschließenden ersten Fixierung ist dann der Schrumpfungseffekt reduziert. Eine solche Maßnahme ist jedoch mit einem hohen Aufwand verbunden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, nach dem ersten Fixiervorgang das Trägermaterial klimatisch zu behandeln und die beim ersten Druckvorgang herrschende ursprüngliche relative Feuchte wieder herzustellen. Der bei der Fixierung erfolgte Schrumpfungsprozess wird somit rückgängig gemacht. Auch diese Maßnahme ist mit einem sehr hohen technischen Aufwand verbunden.

Aus dem Dokument US-B-6,587,652 ist ein digitaler Farbdrucker mit zwei Druckwerken bekannt, eine Kontrolleinrichtung ist mit Sensoren und einem Datenspeicher verbunden, um Tonerbilder nacheinander passergenau auf ein Einzelblatt zu übertragen und eine Schrumpfung des Papiers auszugleichen.

Aus dem Dokument US 6,055,008 ist ein Farbdrucker bekannt, der ein zweites Ladungsbild auf einem mit Flüssigtoner eingefärbten ersten Teilbild erzeugt und dabei passend versetzt, abhängig von Änderungen des zu bedruckenden Papiers durch Aufquellen oder Schrumpfen.

Aus dem Dokument US 5,839,016 ist ein Farbdrucker bekannt, bei dem mit Hilfe von Testbildern Parameter zur Entwicklung, zum Transfer und zur Fixierung von Tonerbildern angepasst werden, um passgenaue Ausdrucke zu erzeugen.

Aus dem Dokument US 2001/006584 ist ein Drucksystem zum Bedrucken eines Papierbands mit zwei Druckwerken und zwei Fixierstationen für Duplexdrucke bekannt, das ein Heißluftgebläse umfasst, mit dessen Hilfe ein unbedrucktes Einzelblatt getrocknet wird.

Aus dem Dokument US 6,101,364 ist ein Einzelblattdrucksystem mit zwei Druckwerken und zwei Fixierstationen bekannt, bei dem durch die Auswahl verschiedener Wege zur Blattführung eine schnelle und zuverlässige Druckausgabe möglich ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung anzugeben, die es gestattet, mit relativ geringem technischen Aufwand eine hohe Druckqualität auf dem Trägermaterial zu erzeugen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Durch die erfindungsgemäße Einrichtung zum Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers wird die Kompensation des Schrumpfungseffektes ermöglicht.

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im folgenden auf die in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele Bezug genommen, die anhand spezifischer Terminologie beschrieben sind. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Schutzumfang der Erfindung dadurch nicht eingeschränkt werden soll, da derartige Veränderungen und weitere Modifizierungen an den gezeigten Vorrichtungen und/oder den Verfahren sowie derartige weitere Anwendungen der Erfindung, wie sie darin aufgezeigt sind, als übliches derzeitiges oder künftiges Fachwissen eines zuständigen Fachmannes angesehen werden.. Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, nämlich:

1 ein Einzelblatt-Drucksystem mit zwei Druckwerken und zwei Fixierstationen,

2 das Drucksystem nach 1 in der Betriebsart Duplex-Druck,

3 ein Drucksystem für bandförmiges Papier, das zweifach bedruckt wird,

4 eine Anordnung mit einem LED-Zeichengenerator,

5 eine Anordnung mit einer Kompensationsoptik zum Ausgleich der Papierschrumpfung,

6 eine Anordnung mit einer optischen Vorverzerrung und einer optischen Nachverzerrung zum Ausgleich der Papierschrumpfung.

In 1 ist ein Hochleistungsdrucker 10 dargestellt, bei dem die Erfindung eingesetzt werden kann. Der Hochleistungsdrucker 10 dient zum schnellen Drucken von Einzelblättern aus Papier und enthält ein erstes Druckwerk D1 sowie ein zweites Druckwerk D2. Beide Druckwerke D1, D2 arbeiten nach dem bekannten elektrografischen Verfahren. Den Druckwerken D1, D2 sind jeweils Fixierstationen 12, 14 nachgeschaltet, die schematisch durch zwei Rollenpaare angedeutet sind. An den Hochleistungsdrucker 10 ist eine Papiereingabe 16 angeschlossen, die mehrere Vorratsbehälter 18 bis 24 mit Einzelblättern sowie einen externen Papiereingabekanal 26 enthält. Über einen Transportkanal 27 werden Einzelblätter einem Eingabeabschnitt 28 zugeführt. Ausgabeseitig ist an den Hochleistungsdrucker 10 eine Papierausgabe 30 angeschlossen, die mehrere Ausgabebehälter 32 bis 36 enthält. Weiterhin sind zwei Ausgabekanäle 38, 40 vorgesehen, über die Einzelblätter an weiterverarbeitenden Stationen ausgegeben werden können. Der Hochleistungsdrucker 10 gibt die bedruckten Einzelblätter über den Ausgabeabschnitt 42 ab.

Im Inneren des Hochleistungsdruckers 10 sind Transportwege für den Transport der Einzelblätter angeordnet, durch die verschiedene Betriebsarten des Hochleistungsdruckers realisiert werden. Den Druckwerken D1, D2 sind jeweils Umdruck-Transportwege 44, 46 zugeordnet, die jeweils durch Antriebe so eingestellt sind, dass die zugeführten Einzelblätter an den Druckwerken D1, D2 ihre Umdruckgeschwindigkeit haben. Beide Umdruck-Transportwege 44, 46 sind über einen Verbindungskanal 48 miteinander verbunden. Der Transportweg um das erste Druckwerk D1 ist zu einem Ring durch einen Zuführkanal 50 ergänzt, über den auch Einzelblätter vom Eingabeabschnitt 28 dem zweiten Umdruck-Transportweg 46 zugeführt werden können. Der Transportweg für das zweite Druckwerk D2 wird auf ähnliche Weise zu einem Ring durch einen Abführkanal 52 ergänzt, über den vom Druckwerk D1 bedruckte Einzelblätter dem Ausgabeabschnitt 42 zugeführt werden können.

Zwischen dem Eingabeabschnitt 28, dem ersten Umdruck-Transportweg 44 und dem Zuführkanal 50 ist eine erste Weiche W1 angeordnet, die es ermöglicht, dass Einzelblätter vom Eingabeabschnitt 28 wahlweise dem ersten Umdruck-Transportweg 44 oder dem Zuführkanal 50 zugeführt werden. Eine weitere Variante besteht darin, dass auf dem Zuführkanal 50 in Richtung der ersten Weiche W1 transportierte Einzelblätter dem ersten Umdruck-Transportweg 44 zugeführt werden können.

Weiterhin sind eine zweite Weiche W2 und eine dritte Weiche W3 an den Enden des Verbindungskanals 48 angeordnet und verbinden jeweils die angrenzenden Transportwege 44, 48, 52 bzw. 46, 48, 50. Eine vierte Weiche W4 befindet sich in der Nähe des Ausgabeabschnitts 42 und verbindet die angrenzenden Transportwege. Die Papierausgabe 30 enthält eine fünfte Weiche W5, die als Wendevorrichtung arbeitet. Ferner ist noch auf eine Aussteuereinrichtung 54 hinzuweisen, der über eine Weiche W6 Ausschuss-Einzelblätter zugeführt werden.

Durch die in 1 beschriebene Anordnung können verschiedene Betriebsarten des Hochleistungsdruckers 10 verwirklicht werden. Beim Simplex-Druck wird das Einzelblatt von einem Druckwerk D1 oder D2 nur auf einer Seite bedruckt und von der Fixierstation 12 oder 14 fixiert. Das weiter oben beschriebene Schrumpfungsproblem tritt bei dieser Betriebsart nicht auf.

2 zeigt schematisch den Duplex-Druckbetrieb, bei dem die Einzelblätter beidseitig bedruckt werden. Die dem Eingabeabschnitt 28 zugeführten Einzelblätter werden durch die erste Weiche W1 dem ersten Umdruck-Transportweg 44 zugeführt (Pfeil P13). Nach dem Bedrucken durch das Druckwerk D1 und dem anschließenden Fixieren in der Station 12 wird das jeweilige Einzelblatt eine Wendestrecke gemäß dem Pfeil P14 über die Weiche W2 hinausgefördert. Diese Wendestrecke ist ein Teil des Abführkanals 52. Anschließend wird die Fördereinrichtung gemäß Pfeil P15 umgekehrt, und die Weiche W2 leitet dann das Einzelblatt gemäß dem Pfeil P16 in den Verbindungskanal 48. Das Einzelblatt wird dann von der Weiche W3 in Richtung des Pfeils P17 zum zweiten Umdruck-Transportweg 46 umgelenkt. Dem Druckwerk D2 wird also die noch nicht bedruckte Rückseite des Einzelblattes zum Bedrucken zugeführt. Dieses Einzelblatt ist aufgrund des Fixierungsprozesses geschrumpft. Nach dem zweiten Bedrucken folgt ein erneuter Fixiervorgang in der Fixierstation 14 unter Zuführung von Wärme und Druck. Anschließend werden die aufeinanderfolgenden Einzelblätter gemäß dem Pfeil P18 der Weiche W4 zugeführt und in die Papierausgabe 30 entlang dem Pfeil P19 transportiert. Da das Einzelblatt in diesem Zustand mit seiner Rückseite nach oben transportiert wird, ist es vor dem Ablegen in den Fächern 32 bis 36 noch zu wenden. Hierzu dient die Weiche W5. Das Einzelblatt wird zunächst durch die Weiche W5 in Richtung des Pfeils P20 für eine vorbestimmte Wendestrecke geführt. Dann wird die Transportrichtung gemäß dem Pfeil P21 umgekehrt und die Weiche W5 fördert das Einzelblatt in Richtung des Pfeils P22, woraufhin es in den Ablagefächern 32 bis 36 seitenrichtig abgelegt wird.

Eine weitere Betriebsart ist der Zweifarben-Simplexdruck, oft auch als Highlight-Color-Druck bezeichnet, bei dem die Vorderseite eines Einzelblattes mit zwei Bildmustern verschiedener Farbe bedruckt wird. Die beiden Druckwerke D1, D2 drucken dann Bildmuster verschiedener Farbe. Bei dieser Betriebsart wird das Einzelblatt über die Weiche W1 dem Druckwerk D1 zugeführt, bedruckt, und in der Fixierstation 12 zum ersten Mal fixiert, wobei eine Schrumpfung erfolgt. Anschließend wird das Einzelblatt über die Weiche W2 dem Verbindungskanal 48 ohne Wenden und dann über die Weiche W3 dem Druckwerk D2 zugeführt. Das Druckwerk D2 bedruckt die geschrumpfte Vorderseite mit einer von der Farbe des Druckwerks D1 verschiedenen Farbe. Anschließend wird in der Fixierstation 14 das Einzelblatt ein zweites Mal fixiert und über die Weiche W4 an die Papierausgabe 30 ausgegeben. Es ist auch ein Prozessablauf möglich, bei dem zuerst das Druckwerk D2 druckt und nach der Fixierung das Druckwerk D1 das zweite Tonerbild druckt.

Eine weitere Betriebsart mit Zwischenfixierung ist der Zweifarben-Duplexdruck, bei der die Vorderseite und die Rückseite eines Einzelblattes mit Bildmustern verschiedener Farbe bedruckt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Druckswerke D1 und D2 verschiedenfarbige Druckbilder drucken. Zum zweifarbigen Bedrucken der Vorderseite wird wie bei der oben beschriebenen Betriebsart Zweifarben-Simplexdruck vorgegangen. Zunächst wird das Einzelblatt auf einer Seite zweifarbig mit den Druckwerken D1 und D2 bedruckt. Anschließend wird das Einzelblatt erneut dem Druckwerk D1 über den Kanal 48 und die Weiche W1 und W6 zum Bedrucken der Rückseite zugeführt. Damit diese Rückseite dem Druckwerk D1 zugeführt wird, muss auf dem Transportweg zwischen dem Druckwerk D2 und dem Druckwerk D1 das Einzelblatt gewendet werden. Dieses Wenden kann z.B. an der Weiche W4, der Weiche W2 oder der Weiche W3 erfolgen. Die zweite Farbe wird dann durch das Druckwerk D2 auf die Rückseite des Einzelblattes aufgedruckt. Bei den verschiedenen Fixiervorgängen kann das Einzelblatt unterschiedliche Schrumpfungen erfahren.

In der bereits erwähnten WO 98/18054 sind die verschiedenen Betriebsarten detaillierter beschrieben. Auf die dort gemachten Ausführungen wird hiermit Bezug genommen.

3 zeigt ein weiteres Beispiel eines Hochleistungsdrucksystems 58, das mit einem bandförmigen Trägermaterial 60 arbeitet. Abschnitte des Trägermaterials 60 werden zweimal an einer Fotoleitertrommel 68 mit mindestens der doppelten Breite des Bandmaterials vorbeigeführt und bedruckt, wobei eine Zwischenfixierung mit dem unvermeidlichen Schrumpfungsprozess erfolgt.

Um die Fotoleitertrommel 61 gruppieren sich die verschiedenen Aggregate für den elektrofotografischen Prozess. Eine Ladeeinrichtung 62 in Form eines Ladekorotrons zum Aufladen des Zwischenträgers 61, der als Fotoleitertrommel ausgebildet ist; ein LED-Zeichengenerator 63 mit einem Leuchtdiodenkamm zum zeichenabhängigen Belichten des Zwischenträgers 61, der sich über die gesamte nutzbare Breite des Zwischenträgers 61 erstreckt; eine Entwicklerstation 64 zum Einfärben des zeichenabhängigen Ladungsbildes auf dem Zwischenträger 61 mit Hilfe eines Ein- oder Zweikomponentenentwicklergemisches; eine Umdruckstation 65, die sich über die Breite des Zwischenträgers 61 erstreckt und mit der die Tonerbilder auf den Aufzeichnungsträger 61 übertragen werden. Zum Entfernen des Resttoners nach der Entwicklung und dem Umdruck ist eine Reinigungsstation 66 vorgesehen, mit darin integrierter Reinigungsbürste mit zugehöriger Absaugeinrichtung sowie einer Entladeeinrichtung 67. Der Zwischenträger 61 wird elektromotorisch angetrieben und im Druckbetrieb in Pfeilrichtung bewegt.

Weiterhin enthält die Druckeinrichtung 58 eine der Umdruckstation 65 in Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers nachgeordnete Fixierstation 68, die als Thermodruckfixierstation ausgebildet ist, mit einer beheizten Fixierwalze 69 mit zugehöriger Andruckwalze 70, sowie der Fixierstation nachgeordneten Führungsrollen 71, die unter anderem als Ausgabeelemente für eine Stapeleinrichtung 72 für den Aufzeichnungsträger 60 dienen. Anstelle der dargestellten Fixierstation sind auch andere Fixierstationen möglich, z.B. mit einem beheizten oder unbeheizten Zulaufsattel. Der bandförmige Aufzeichnungsträger 60 ist zum Beispiel als vorgefaltetes, mit Randperforationen versehenes Endlospapier konfektioniert und wird ausgehend von einem Vorratsbereich 73 über Zuführrollen 74 der Umdruckstation zugeführt. Es ist auch möglich, einen Aufzeichnungsträger ohne Randperforationen auf diese Weise oder über eine Rollenzuführung zuzuführen.

Der Transport des Aufzeichnungsträgers 60 erfolgt dabei vorzugsweise über eine der Umdruckstation 65 zugeordnete Transporteinrichtung 75 in Form von mit Stiften versehenen Transportbändern, die über Antriebswellen 77 geführt in die Randperforationen des Aufzeichnungsträgers 60 eingreifen. Für den Fall, dass ein transportlochfreier Aufzeichnungsträger verwendet wird, ist eine dem Fachmann geläufige, angepasste Transporteinrichtung vorzusehen, die den Aufzeichnungsträger z.B. durch Friktion, gesteuert durch eine Synchronisationsmarken abtastende Steueranordnung transportiert. Weiterhin ist im Gehäusebereich der Druckeinrichtung zwischen Vorratsbereich 73 und der Fixierstation 68 eine Umlenkeinrichtung 78 angeordnet, über die der Aufzeichnungsträger 60 von der Fixierstation 68 zur Umdruckstation 65 rückgeführt wird.

Die elektrographische Druckeinrichtung ist zum Bedrucken von Aufzeichnungsträgern unterschiedlicher Bandbreite geeignet. Zu diesem Zwecke weist der Zwischenträger 61 (Fotoleitertrommel) eine nutzbare Breite auf, die der größtmöglichen Aufzeichnungsträgerbreite entspricht (z.B. ein Format DIN A3 quer). Diese Breite entspricht der doppelten DIN A4 Breite. Damit ist es möglich, im Bereich der Umdruckstation 65 zwei Aufzeichnungsträgerbreiten DIN A4 längs nebeneinander anzuordnen. Die Fixierstation 68 und die anderen elektrofotografischen Aggregate, wie Entwicklerstation 64, Zeichengenerator 63, Reinigungsstation 66 sind entsprechend dieser nutzbaren Breite ausgelegt.

Eine Anpassung der Breite des Zeichengenerators 63 an unterschiedliche Aufzeichnungsträgerbreiten bedarf keiner mechanischen Änderung am Zeichengenerator, wenn wie in diesem Falle ein LED-Zeichengenerator verwendet wird, mit einer Vielzahl von in Reihen angeordneten LED's. Eine Anpassung an die verwendete Aufzeichnungsträgerbreite erfolgt durch Ansteuerung elektronisch.

Die in einem Rückführkanal für schmale Aufzeichnungsträger von der Fixierstation zur Umdruckstation angeordnete Umlenkeinrichtung 78 hat zwei Aufgaben: Sie dient im Durchlaufbetrieb zum seitlichen Versetzen der Aufzeichnungsträgerbahn und im Wendebetrieb zum Front-Rückseitenverdrehen des Aufzeichnungsträgers 60. Sie ist betriebsartenabhängig umschaltbar ausgestaltet.

Zum beidseitigen einfarbigen Bedrucken eines schmalen Aufzeichnungsträgers (einfarbiger Duplexbetrieb), wie er in der 3 dargestellt ist, wird der schmale z.B. DIN A4 breite Aufzeichnungsträger 60 ausgehend von dem Vorratsbereich 73 über die Zuführrollen 74 der Umdruckstation 65 zugeführt und an seiner Oberseite mit einem Vorderseitentonerbild bedruckt. Die Vorderseite des Aufzeichnungsträgers 60 ist dabei durch ausgezogene Transportpfeile gekennzeichnet, die Unterseite durch gestrichelte Transportpfeile. Danach wird der Aufzeichnungsträger 60 mit dem Vorderseitentonerbild der Fixierstation 68 zugeführt und das Vorderseitentonerbild fixiert, wobei eine Schrumpfung des Aufzeichnungsträgers 60 erfolgt. Über die Führungsrollen 71 erfolgt ein Weitertransport des Aufzeichnungsträgers 60 zur Umlenkeinrichtung 78. Von der Umlenkeinrichtung 78 wird der Aufzeichnungsträger hinsichtlich seiner Vorder- und Rückseite gewendet und über die Zuführrollen 74 der Umdruckeinrichtung 65 erneut so zugeführt, dass seine Rückseite mit einem Rückseitentonerbild versehen werden kann. Danach wird der Aufzeichnungsträger 60 erneut der Fixierstation 68 zugeführt und das Rückseitentonerbild fixiert und anschließend der beidseitig bedruckte Aufzeichnungsträger in der Stapeleinrichtung 72 abgelegt.

Die Druckeinrichtung ist in der Betriebsart „zweifarbiger Duplexbetrieb" auch zum mehrfarbigen Druckbetrieb geeignet. Zu diesem Zwecke ist die Entwicklerstation 64 so ausgestaltet, dass sie auf dem Zwischenträger 61 getrennt einfärbbare Entwicklerzonen E1 und E2 erzeugt. Dabei ist jedem Positionsbereich der schmalen Aufzeichnungsträger 60 beim Durchlauf durch die Umdruckstation 65 eine entsprechende Entwicklerzone E1 bzw. E2 auf dem Zwischenträger 61 zugeordnet. Zur Erzeugung dieser getrennt einfärbbaren Entwicklerzonen E1 und E2 können den Entwicklerzonen jeweils zwei hintereinander angeordnete Entwicklerstationen 64/1 und 64/2 zugeordnet sein. Dabei enthält die Entwicklerstation 64/1 ein Tonergemisch einer ersten Farbe, z.B. rot und die Entwicklerstation 64/2 ein Entwicklergemisch in einer zweiten Farbe, z.B. schwarz. Die Entwicklerstationen 64/1 und 64/2 sind hinsichtlich der Entwicklerzonen E1 und E2 getrennt aktivierbar ausgestaltet.

Um entsprechend der Darstellung der 3 einen schmalen Aufzeichnungsträger 60 beidseitig mit unterschiedlichen Farben bedrucken zu können, wird der Aufzeichnungsträger 60 in der bereits beschriebenen Weise durch die Druckeinrichtung geführt. In einem ersten Durchlauf durch die Umdruckstation 65 erfolgt dabei das Aufbringen eines Vorderseitenbildes in einer ersten Farbe, z.B. rot über die Entwicklerstation 64/1 in der Entwicklerzone E2. Danach erfolgt eine Fixierung in der Fixierstation 68. In einem zweiten Durchlauf durch die Umdruckstation 65, nach dem Wendevorgang über die Umlenkeinrichtung 78, wird über die Entwicklerstation 64/2 in der Entwicklerzone E1 ein Rückseitentonerbild in einer zweiten Farbe, z.B. schwarz, aufgebracht.

Eine weitere Betriebsart ist der „zweifarbige Simplexbetrieb", bei dem ein schmaler Aufzeichnungsträger 60 von beispielsweise der Breite A4 auf einer Seite mit zwei Farben bedruckt wird. Jeder Aufzeichnungsträgerposition auf der Umdruckstation 65 ist dabei eine getrennt einfärbbare Entwicklerzone E1, E2 zugeordnet. In einem ersten Durchlauf durch die Umdruckstation 65 erfolgt dabei der Aufdruck eines Tonerbildes über die Entwicklerzone E2 in einer ersten Farbe, z.B. rot. Danach wird das Tonerbild dieser ersten Farbe in der Fixierstation 68 fixiert, wobei eine Schrumpfung des Aufzeichnungsträgers erfolgt, und der Aufzeichnungsträger 60 wird ohne Wenden der Umdruckstation 65 mit der zugehörigen Entwicklerzone E1 erneut zugeführt. Die Umlenkeinrichtung 28 befindet sich dabei in Durchlaufposition und der Aufzeichnungsträger wird unter Beibehaltung der Vorderseiten-Rückseitenzuordnung nur breitenversetzt. Beim zweiten Durchlauf durch die Umdruckstation 65 wird dem ersten fixierten Tonerbild mit der ersten Farbe (rot) ein zweites Tonerbild mit der zweiten Farbe (beispielsweise schwarz) überlagert und so ein zweifarbiges Gesamtbild erzeugt. Das überlagerte Tonerbild wird dann in der Fixierstation 68 erneut fixiert und der einseitig bedruckte Aufzeichnungsträger in der Stapeleinrichtung 72 abgelegt.

Weitere Einzelheiten zu dem Drucksystem nach 3 sind der bereits erwähnten EP 0 699 315 A1 zu entnehmen, die hiermit in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung mit aufgenommen wird.

Eine weitere Anwendung für die vorliegende Erfindung zur Schrumpfungskompensation ist bei der Anordnung von Druckern als Twin-System gegeben. Hierbei werden zwei Drucker so miteinander gekoppelt, dass zwei Drucker nacheinander zwei Druckvorgänge mit dazwischenliegender Fixierung vornehmen. Beispielsweise bedruckt ein erster Drucker die Papiervorderseite und der zweite Drucker die Papierrückseite. Nach dem ersten Druckvorgang erfolgt die Fixierung, wobei der Schrumpfungseffekt auftritt. Zwischen dem ersten Drucker und dem zweiten Drucker kann eine Wendevorrichtung oder eine Durchlaufvorrichtung angeordnet sein. Auf diese Weise ist der bereits beschriebene Zweifarben-Simplex-Druck oder der Duplex-Druck mit einem Twin-Drucksystem realisierbar.

4 zeigt ein Druckwerk mit einem LED-Zeichengenerator. Auf einem als Wärmesenke ausgebildeten Träger 80 des LED-Zeichengenerators 82 ist eine Modulplatte 84 angeordnet, die eine Vielzahl von Treiber-ICs (integrierte Schaltkreise) 86 sowie eine Zeile 88 mit LEDs (lichtemittierende Dioden) 90 trägt. Jede LED entspricht einem Druckpunkt. Der Abstand der LEDs in der Zeile 90 entspricht der gewünschten Auflösung des Druckbildes. Die Lichtabstrahlflächen der LEDs werden mit einer Glasfaser-Optik, einem sogenannten Selfoc-Baustein 92 oder einem Mikrolinsen-Array, im Maßstab 1:1 auf einen Fotoleiter 94 abgebildet. Auf diese Weise entsteht auf der Oberfläche des Fotoleiters 94 ein latentes elektrostatisches Bild, das durch eine Entwicklerstation mit Toner eingefärbt werden kann. Da für jeden Bildpunkt einer Belichtungszeile 90 eine eigene Lichtquelle vorhanden ist, kann ohne Bewegung von Teilen im Zeichengenerator durch Einschalten aller LEDs zum gleichen Zeitpunkt eine gesamte Bildpunktzeile auf der Fotoleiteroberfläche belichtet werden.

5 zeigt ein Beispiel für eine Schrumpfungskorrektur, wobei ausgehend vom Beispiel nach 4 zwischen der Selfoc-Baueinheit 92 und LED-Zeile 90 des Zeichengenerators 82 eine Kompensationsoptik 96 angeordnet ist. Diese Kompensationsoptik 96 bewirkt, dass auf der Fotoleiter-Oberfläche 94 die abgebildete Zeile 90 mit LED-Leuchtflächen verkleinert ist. Ausgehend von einer Länge L1 der LED-Zeile 90 hat aufgrund der Kompensationsoptik 96 die auf der Fotoleiteroberfläche 94 abgebildete Bildzeile eine verkürzte Länge L2. Als Kompensationsoptik 96 kann z.B. eine Zylinderlinse verwendet werden. Alternativ kann als Kompensationsoptik eine planparallele optische Platte eingesetzt werden, die durch eine Spannvorrichtung nach Art der in 5 gezeigten Kompensationsoptik in einer Achse leicht gewölbt wird. Die Spannvorrichtung kann die optische Platte an den Rändern einspannen. Durch Druck auf diese Ränder wird dann diese Wölbung erzeugt. Alternativ kann die optische Platte durch ein Spannelement im Bereich der Mittelachse 98 verlagert werden, um die Wölbung zu erzeugen.

Die Verwendung einer optischen Platte hat den Vorteil, dass die einzustellende Wölbung abhängig vom Grad der Schrumpfung des Aufzeichnungsträgers in Zeilenrichtung erfolgen kann.

In 5 ist zu erkennen, dass durch das Einfügen der Kompensationsoptik 96 die optische Abbildung leicht verändert wird. Aufgrund der Abbildungswirkung der Kompensationsoptik 96 geht das Licht einer jeden LED von einer virtuellen Zeile 98 aus, wie dies anhand zweier Strahlengänge 100, 102 für eine LED in 5 erkennbar ist. Hierbei ist der Strahlengang 100 derjenige ohne Kompensationsoptik 96 und der Strahlengang 102 derjenige mit Kompensationsoptik 96.

6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei bei jedem Druckvorgang eine Änderung der optischen Abbildung erfolgt. Beim Aufbringen des Tonerbildes durch ein erstes Druckwerk D1 erfolgt eine Streckung der Bildpunktzeile mit Hilfe einer ersten Zylinderlinse 104 mit negativer Brechkraft. Hierbei wird die Länge A1 einer Bildpunktzeile auf die Länge A2 vergrößert. Am Druckwerk D2 erfolgt dann eine Stauchung des Tonerbildes, wobei eine Zylinderlinse 106 mit positiver Brechtkraft die Länge einer Bildpunktzeile A3 verkürzt auf die Länge A4. Selbstverständlich können auch bei diesem Beispiel planparallele Platten verwendet werden, deren Wölbung mit Hilfe eines Spannelements wie beim Beispiel nach 5 eingestellt wird. Beim Beispiel nach 6 wird also die Gesamtkompensation der Schrumpfung auf zwei Vorgänge aufgeteilt. Zunächst wird das Tonerbild mit der vergrößerten Länge A2 (größer als die Länge A1) auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht. Die dann erfolgende Schrumpfung beim Fixieren dieses Tonerbildes führt zu einer Verkleinerung dieses Tonerbildes. Beim Druckvorgang mit dem Druckwerk D2 wird dann ein Tonerbild mit weiter verkleinerter Länge A4 aufgebracht. Die durch die Zylinderlinse 104 bewirkte Vorverzerrung und die durch die Zylinderlinse 106 bewirkte Nachverzerrung kompensiert insgesamt den Schrumpfungseffekt.

Wie anhand der 6 erkennbar ist, kann der Schrumpfungseffekt auch dadurch kompensiert werden, dass alleine beim Druckvorgang im Druckwerk D1 eine Vorverzerrung stattfindet, welche dem Grad der bei der Fixierung erfolgten Schrumpfung entspricht. Beim Druckvorgang am Druckwerk D2 ist dann eine Nachverzerrung nicht erforderlich. Insgesamt wird dadurch bewirkt, dass das zweite Tonerbild in gegenüber dem ersten Druckvorgang gestauchter Form auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht wird.

Eine weitere Möglichkeit, die Auswirkung der Schrumpfung zu kompensieren, liegt darin, auf die Taktfrequenz einzuwirken, mit der ein LED-Zeichengenerator nach 4 angesteuert wird. Nachdem das erste Druckwerk ein Tonerbild auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht hat und dieses Tonerbild zusammen mit dem Aufzeichnungsträger die Fixierstation durchlaufen hat, ist beim Drucken des zweiten Tonerbildes die Schrumpfung zu beachten. Wird dieses zweite Tonerbild ohne weitere Maßnahme auf das durch Schrumpfung verkürzte Papier aufgebracht, und bildet sich später diese Schrumpfung zurück, so ist dieses zweite Druckbild in den jeweiligen Hauptachsen verlängert. Typische Schrumpfungswerte liegen bei 0,1 bis 0,15 % bei 26 relativer Feuchte des Trägermaterials. Entsprechend der vorhandenen Schrumpfung wird beim Ausführungsbeispiel bei sonst gleicher Transportgeschwindigkeit des Trägermaterials wie beim ersten Druckvorgang die Taktfrequenz im gleichen Verhältnis wie die auftretende Schrumpfung vergrößert. Dadurch werden die Zeilenabstände zwischen den Zeilen im selben Verhältnis verkürzt, wodurch das zweite Tonerbild in Zeilenvorschubrichtung in Form gegenüber dem ersten Druckvorgang aufgebracht wird. Umgekehrt kann natürlich auch beim ersten Druckvorgang im Vorgriff auf die beim nachfolgenden Fixierprozeß erfolgte Schrumpfung die Taktfrequenz verringert werden, um die Zeilenabstände zwischen den Zeilen bei gleicher Transportgeschwindigkeit wie beim zweiten Druckvorgang zu vergrößern.

Bei Zeichengeneratoren mit einem einzigen Laserstrahl oder mit einem in mehrere Teilstrahlen aufgefächerte Laserstrahlen erfolgt das zeilenweise Belichten des Fotoleiters mithilfe eines Polygon-Drehspiegels. Die Zeilenfrequenz ist hier abhängig von der Drehzahl des Polygen-Drehspiegels. Um eine Stauchung des Tonerbildes in Zeilenvorschubrichtung zu bewirken, kann diese Drehzahl bei sonst gleich bleibender Transportgeschwindigkeit des Trägermaterials wie beim ersten Druckvorgang erhöht werden, um eine Schrumpfungskompensation zu bewirken.

LED-Zeichengeneratoren und Laserstrahl-Zeichengeneratoren sind beschrieben in „Das Druckerbuch" im Abschnitt 4 „Optische Zeichengeneratoren", ISBN 3-00-001019-X, Ausgabe 4a, Mai 1999, Océ Printing Systems GmbH. Dieses Dokument wird hiermit durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung einbezogen.

Vorteilhafterweise kann eine dynamische Schrumpfungskorrektur durchgeführt werden. Hierzu ist der Grad der Schrumpfung zu messen, beispielsweise durch Messen der Länge und/oder der Breite eines Einzelblatts. Bei Bandmaterial kann diese Länge beispielsweise anhand von Bildmarken festgestellt werden. Zur Längenmessung kann eine Lichtschranke verwendet werden, die vor dem zweiten Druckwerk angeordnet wird. Beispielsweise wird die Zeit des Vorbeilaufs eines Einzelblattes gemessen und daraus auf die Länge dieses Einzelblattes bei konstanter Transportgeschwindigkeit geschlossen. Abhängig vom Grad der Schrumpfung kann dann die Taktfrequenz beim Ansteuern des Zeichengenerators, die Drehzahl des Drehspiegels oder die Durchbiegung einer planparallelen Platte nach den Beispielen der 5 und 6 eingestellt werden. Vorzugsweise werden Lichtschranken an jedem Druckwerk angeordnet. Die Laufzeit des Einzelblattes am ersten Druckwerk D1 kann als Soll-Laufzeit definiert werden. Am zweiten Druckwerk D2 wird dann in Bezug auf diese Soll-Laufzeit die Abweichung und damit der Schrumpfungsgrad festgestellt.

Gemäß einem weiteren Beispiel der Erfindung kann zur Kompensation der Schrumpfung die Transportgeschwindigkeit des Aufzeichnungsträgers beim zweiten Druckvorgang gegenüber der Transportgeschwindigkeit beim ersten Druckvorgang verringert werden. Auch auf diese Weise erreicht man, dass das zweite Tonerbild gegenüber dem ersten Druckvorgang in gestauchter Form auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht wird. Zur dynamischen Kompensation der Schrumpfung kann wie zuvor erwähnt, der Grad der Schrumpfung festgestellt werden und abhängig von diesem Grad die Transportgeschwindigkeit beim zweiten Druckvorgang eingestellt werden. Vorteilhaft ist es, wenn die Transportgeschwindigkeit in den beiden Druckeinrichtungen durch Schrittmotore eingestellt werden. In diesem Fall kann die Signalfrequenz, mit der die Schrittmotoren angesteuert werden, abhängig vom Grad der Schrumpfung geändert werden, um die Schrumpfungskompensation zu bewirken.

Vorteilhafterweise kann der Grad der Schrumpfung des Aufzeichnungsträgers auch empirisch ermittelt werden. Beim zweiten Druckvorgang wird dann die Kompensation der Schrumpfung abhängig von der empirisch ermittelten Schrumpfung eingestellt, beispielsweise indem die Transportgeschwindigkeit angepasst wird, die Taktfrequenz des Zeichengenerators oder die Drehzahl des Drehspiegels verändert oder die Durchbiegung der planparallelen Platten eingestellt wird.

In Bezug auf die Beispiele nach den 1 bis 3 kann die Schrumpfungskompensation vorteilhaft angewendet werden. Beim Einzelblattdrucksystem nach den 1 und 2 kann sowohl das Beispiel nach den 5 und 6 betreffend die Kompensationsoptik als auch die Beispiele betreffend die Änderung der Taktfrequenz für den LED-Zeichengenerator, die Änderung der Drehzahl des Drehspiegels im Falle eines Laserstrahl-Zeichengenerators oder die Änderung der Transportgeschwindigkeit eingesetzt werden. Gleiches gilt auch für das erwähnte Twin-System.

Es sind zahlreiche Varianten für die beschriebenen Beispiele möglich. So kann die optische Kompensation längs einer Achse, nämlich der Zeilenachse, kombiniert werden mit einer Kompensation in der hierzu senkrechten Achse, z.B. durch Änderung der Transportgeschwindigkeit des Trägermaterials oder der Zeilenfrequenz. Auch können in die gleiche Richtung wirkende Kompensationsmaßnahmen kombiniert werden, wie z.B. die Zeilenfrequenzänderung und die Änderung der Transportgeschwindigkeit. Die Kompensationsmaßnahmen können nur an einer Druckeinrichtung vorgenommen werden oder auf beide Druckeinrichtungen aufgeteilt werden, gegebenenfalls auch mit unterschiedlichen Kompensationsmaßnahmen.

Obgleich in den Zeichnungen und in der vorhergehenden Beschreibung bevorzugte Ausführungsbeispiele aufgezeigt und detailliert beschrieben sind, sollte dies als rein beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend angesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrieben sind und sämtliche Veränderungen und Modifizierungen, die derzeit und künftig im Schutzumfang der Erfindung liegen, geschützt werden sollen.

10Hochleistungsdrucker D1erstes Druckwerk D2zweites Druckwerk 12, 14Fixierstationen 16Papiereingabe 18 – 24Vorratsbehälter 26Papiereingabekanal 27Transportkanal 28Eingabeabschnitt 30Papierausgabe 32 – 36Ausgabebehälter 38, 40Ausgabekanäle 42Ausgabeabschnitt 44, 46Umdruck-Transportwege 48Verbindungskanal 50Zuführkanal 52Abführkanal W1 – W6Weichen 58Hochleistungsdrucksystem 60Trägermaterial 61Zwischenträger 62Ladeeinrichtung 63Zeichengenerator 64Entwicklerstation 65Umdruckstation 66Reinigungsstation 67Entladeeinrichtung 68Fixierstation 69Fixierwalze 70Andruckwalze 71Führungsrollen 72Stapeleinrichtung 73Vorratsbereich 74Zuführrollen 75Transporteinrichtung 76Transportband 77Antriebswelle 78Umlenkeinrichtung E1, E2Entwicklerzonen 80Träger 82LED-Zeichengenerator 84Modulplatte 86Treiber-ICs 88Zeile 90LEDs 92Selfoc-Baustein 94Fotoleiter 96Kompensationsoptik L1, L2Länge 98Mittelachse 100, 102Strahlengänge 104Zylinderlinse A1, A2Länge 106Zylinderlinse A3, A4Länge

Anspruch[de]
  1. Einrichtung zum Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers mit einer ersten Druckeinrichtung (D1),

    die einen Aufzeichnungsträger in einem ersten Druckvorgang mit einem ersten Tonerbild bedruckt,

    mit einer Fixiereinrichtung (12, 14; 68), die das erste Tonerbild auf dem Aufzeichnungsträger fixiert, wobei der Aufzeichnungsträger längs mindestens einer Hauptachse schrumpft,

    mit einer zweiten Druckeinrichtung (D2), die anschließend denselben Aufzeichnungsträger in einem zweiten Druckvorgang mit einem zweiten Tonerbild bedruckt,

    mit Mitteln durch die beim zweiten Druckvorgang das zweite Tonerbild in Richtung der Hauptachse in einer gegenüber dem ersten Druckvorgang gestauchten Form auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht wird,

    mit einer als Zylinderlinse ausgebildeten Kompensationsoptik (96), die bei mindestens einem Druckvorgang zum Erzeugen eines der Tonerbilder zwischen einem Zeichengenerator (63, 82) und einem Bildträger angeordnet ist und die die Länge der Zeile des zweiten Tonerbildes relativ zum ersten Tonerbild verkürzt, wobei die Zylinderlinse eine planparallele optische Platte ist, die durch eine Spannvorrichtung in einer Achse gewölbt wird.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckeinrichtung (D2) nach einem elektrografischen Druckverfahren arbeitet, bei dem auf einem Bildträger ein latentes Bild erzeugt wird, das nach Einfärben mit Toner das zweite Tonerbild bildet, dass das latente Bild in Transportrichtung des Bildträgers gesehen zeilenweise erzeugt wird, und dass zum Erzeugen des zweiten Tonerbildes in gestauchter Form die Zeilenabstände zwischen den Zeilen bei gleicher Transportgeschwindigkeit wie beim ersten Druckvorgang verringert werden.
  3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das latente Bild auf dem als Fotoleiter ausgebildeten Bildträger durch Belichten mit einem Zeichengenerator (63, 82) erzeugt wird,

    dass der Zeichengenerator (63, 82) das Latentbild Zeile für Zeile entsprechend einer Zeilenfrequenz erzeugt,

    und dass zum Erzeugen des zweiten Tonerbildes in gestauchter Form die Zeilenfrequenz gegenüber der Zeilenfrequenz beim ersten Druckvorgang erhöht wird.
  4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim zweiten Druckvorgang zum Aufbringen des zweiten Tonerbildes in gestauchter Form die Transportgeschwindigkeit des Aufzeichnungsträgers in der zweiten Druckeinrichtung gegenüber der Transportgeschwindigkeit beim ersten Druckvorgang verringert wird.
  5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgeschwindigkeit in der zweiten Druckeinrichtung durch Schrittmotore eingestellt wird, und dass die Signalfrequenz, mit der die Schrittmotoren angesteuert werden, abhängig vom Grad der Schrumpfung eingestellt wird.
  6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Grad der Schrumpfung des Aufzeichnungsträgers empirisch ermittelt wird, und daß beim zweiten Druckvorgang die verringerte Transportgeschwindigkeit oder die erhöhte Zeilenfrequenz des Zeichengenerators (63, 82) in der zweiten Druckeinrichtung abhängig von der empirisch ermittelten Schrumpfung eingestellt wird.
  7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrumpfung während des Druckbetriebs mithilfe von Detektoren ermittelt wird, und daß beim zweiten Druckvorgang die verringerte Transportgeschwindigkeit oder die Zeilenfrequenz des Zeichengenerators (63, 82) in der zweiten Druckeinrichtung (D2) abhängig von der ermittelten Schrumpfung eingestellt wird.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Aufzeichnungsträger in Form von Einzelblättern die Länge des jeweiligen Einzelblattes vor dem Zuführen zur jeweiligen Druckeinrichtung bestimmt wird, und daß beim zweiten Druckvorgang die Verringerung der Transportgeschwindigkeit oder die Erhöhung der Zeilenfrequenz des Zeichengenerators (63, 82) in der zweiten Druckeinrichtung (D2) abhängig von der Längendifferenz des Einzelblattes eingestellt wird.
  9. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des jeweiligen Einzelblattes mithilfe von Lichtschranken ermittelt wird.
  10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckeinrichtung (D2) zum Erzeugen des zweiten Tonerbildes nach einem elektrografischen Druckverfahren arbeitet, bei dem auf einem Bildträger ein latentes Bild erzeugt wird, das nach Einfärben mit Toner das zweite Tonerbild bildet, dass das latente Bild in Transportrichtung des Bildträgers gesehen zeilenweise durch Belichten mit einem Zeichengenerator (63, 82) erzeugt wird.
  11. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Kompensationsoptik (96) eine Zylinderlinse verwendet wird, die zwischen dem Zeichengenerator (82) und einem Selfocelement (92) angeordnet wird.
  12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung die optische Platte an den Rändern einspannt.
  13. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Platte durch ein Spannelement im Bereich der Mittelachse verlagert wird, um die Wölbung zu erzeugen.
  14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung der optischen Platte abhängig von der Schrumpfung des Aufzeichnungsträgers in Zeilenrichtung eingestellt wird.
  15. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Druckeinrichtung (D1) beim ersten Druckvorgang das erste Tonerbild in Richtung der Hauptachse, in der in der Fixiereinrichtung eine Schrumpfung erfolgt, in einer gestreckten Form aufgebracht wird.
  16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufbringen des ersten Tonerbildes in gestreckter Form eine Zylinderlinse verwendet wird, die eine Streckung des Latentbildes auf dem Bildträger in Zeilenrichtung bewirkt.
  17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderlinse der ersten Druckeinrichtung und die Zylinderlinse der zweiten Druckeinrichtung gleichartig aufgebaut sind, und dass die Zylinderlinsen der beiden Druckeinrichtungen (D1, D2) einander entgegengesetzte Wölbungen haben.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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