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Dokumentenidentifikation DE102004058905A1 14.06.2006
Titel Wälzlager mit segmentierten Lagerringen
Anmelder Aktiebolaget SKF, Göteborg/Gotenburg, SE
Erfinder Herbst, Hubert, 97503 Gädheim, DE;
Neder, Günter, 97422 Schweinfurt, DE;
Brandenstein, Manfred, 97776 Eußenheim, DE;
Horn, Werner, Dr., 97422 Schweinfurt, DE;
Reichert, Jürgen, 97499 Donnersdorf, DE;
Göbel, Werner, 97490 Poppenhausen, DE;
Gessendorfer, Matthias, 97509 Kolitzheim, DE;
Olschewski, Armin, 97422 Schweinfurt, DE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 07.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058905
Offenlegungstag 14.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2006
IPC-Hauptklasse F16C 19/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16C 33/60(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Wälzlager (29 mit einem Innenring (7), der in Umfangsrichtung aus mehreren Innenringsegmenten (19) zusammengesetzt ist, einem Außenring (8), der in Umfangsrichtung aus mehreren Außenringsegmenten (20) zusammengesetzt ist, und Wälzkörpern (9), die zwischen dem Innenring (7) und dem Außenring (8) abrollen. Sowohl die Innenringsegmente (19) als auch die Außenringsegmente (20) sind jeweils in Axialrichtung mehrreihig ausgebildet. Das erfindungsgemäße Wälzlager zeichnet sich dadurch aus, dass der Innenring (7) wenigstens drei Innenringsegmente (19) und der Außenring (8) wenigstens drei Außenringsegmente (20) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wälzlager mit einem Innenring und einem Außenring, die jeweils in Umfangsrichtung aus mehreren Segmenten zusammengesetzt sind. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Lageranordnung mit einem Gehäuse, einem Wälzlager und einer Welle sowie ein Verfahren zum Montieren eines Wälzlagers in einem Gehäuse.

Insbesondere bei großen Wälzlagern, die beispielsweise in Windenergieanlagen eingesetzt werden, ist die Montage oftmals sehr aufwendig, da die einzelnen Lagerbauteile und die gelagerten Maschinenteile sehr große Abmessungen und zudem ein hohes Gewicht aufweisen. In vielen Fällen kommt noch hinzu, dass die Lagerstelle nur schwer zugänglich ist und deshalb umfangreiche Demontagearbeiten in der Umgebung der Lagerstelle erforderlich sind.

Diese Problematik kann durch den Einsatz von segmentierten Lagern vermieden werden, bei denen sich die Lagerringe in Umfangsrichtung aus Segmenten zusammensetzen. Allerdings besteht dann insbesondere im Hinblick auf die Wälzkörper das Problem, dass sehr viele Einzelteile gehandhabt werden müssen und die Montage aus diesem Grund relativ aufwendig ist. Dies gilt in besonderem Maß für mehrreihige Wälzlager, die in Axialrichtung aus mehreren Lagerringen zusammengesetzt sind. In diesem Zusammenhang ist aus der DE 23 27 071 C2 ein käfigloses Radial-Wälzlager bekannt, das zwei Reihen von Wälzkörpern aufweist und dessen Innenring und Außenring jeweils in einer durch die Achse gehenden Ebene geteilt sind und somit aus zwei Segmenten bestehen. Die Enden der inneren und der äußeren Laufringhälften sind unter Einklemmen der Wälzkörper gegeneinander verspannbar. Dieses Verspannen kann beispielsweise mittels Schrauben erfolgen, die zwischen den Wälzkörperreihen angeordnet sind.

Aus der DE-PS 338 589 ist ein geteiltes Kugel- oder Rollenlager bekannt, das zweireihig ausgebildet ist und einen Innenring und einen Außenring aufweist, die jeweils aus zwei Ringhälften in Umfangsrichtung zusammengesetzt sind.

Die DE-PS 846 646 offenbart ein Kugellager mit Laufbahnen aus Draht, wobei der Außenring in Umfangsrichtung in zwei Hälften geteilt ist. Das Kugellager kann ein- oder mehrreihig ausgebildet sein.

Aus der DE 31 12 303 C3 ist ein zweireihiges Pendelrollenlager mit einem Innenring und einem Außenring bekannt, die jeweils aus zwei Segmenten bestehen, welche mittels Schrauben miteinander verschraubt werden. Weiterhin ist noch ein Käfig vorgesehen, der ebenfalls aus zwei Segmenten besteht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mehrreihiges Wälzlager so auszubilden, dass es einfach montierbar und demontierbar ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst.

Das erfindungsgemäße Wälzlager weist einen Innenring auf, der in Umfangsrichtung aus mehreren Innenringsegmenten zusammengesetzt ist und einen Außenring, der in Umfangsrichtung aus mehreren Außenringsegmenten zusammengesetzt ist. Zwischen dem Innenring und dem Außenring rollen Wälzkörper ab. Sowohl die Innenringsegmente als auch die Außenringsegmente sind jeweils in Axialrichtung mehrreihig ausgebildet. Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Wälzlagers besteht darin, dass der Innenring wenigstens drei Innenringsegmente und der Außenring wenigstens drei Außenringsegmente aufweist.

Gegenüber bekannten mehrreihigen Wälzlagern mit jeweils zwei Innenringsegmenten ergibt sich dadurch der Vorteil, dass die Ringsegmente insbesondere in Folge des verringerten Gewichts und auch der mit der größeren Anzahl verbundenen geringeren Umfangserstreckung leichter handhabbar sind. Außerdem ist ab einer Zahl von drei Segmenten gewährleistet, dass beim Austauschen eines Segments die verbleibenden Segmente sich über mehr als den halben Umfang erstrecken und die Lageranordnung somit noch eine gewisse Stabilität aufweist. Gegenüber mehreren nebeneinander angeordneten einreihigen Wälzlagern, die jeweils in Umfangsrichtung segmentiert sind, besteht der Vorteil, dass sich die Anzahl der Einzelteile noch in einem vertretbaren Rahmen hält und keine Positionierung axial nebeneinander angeordneter Segmente erforderlich ist.

Das erfindungsgemäße Wälzlager kann wenigstens einen Käfig zur Führung der Wälzkörper aufweisen, der in Umfangsrichtung aus mehreren, insbesondere wenigstens drei, Käfigsegmenten zusammengesetzt ist. Durch den Käfig wird die Führung der Wälzkörper verbessert und außerdem die Montage erleichtert, da in den Käfigsegmenten jeweils mehrere Wälzköper angeordnet und dann als eine Einheit montiert werden können. Die Anzahl der Käfigsegmente ist vorzugsweise größer als die Anzahl der Innenringsegmente und/oder die Anzahl der Außenringsegmente. Die Anzahl der Innenringsegmente und die Anzahl der Außenringsegmente ist vorzugsweise gleich. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Innenringsegmente untereinander und/oder die Außenringsegmente untereinander jeweils gleich groß ausgebildet sind. Auf diese Weise vereinfacht sich die Montage des erfindungsgemäßen Wälzlagers.

In Umfangsrichtung zwischen wenigstens zwei benachbarten Innenringsegmenten und/oder zwischen wenigstens zwei benachbarten Außenringsegmenten kann ein Spalt ausgebildet sein. Dadurch wird letztendlich eine sehr einfache Einstellung einer gewünschten Vorspannung oder eines gewünschten Spiels möglich. Weiterhin kann in Umfangsrichtung zwischen wenigstens zwei benachbarten Käfigsegmenten ein Spalt ausgebildet sein. Dies hat den Vorteil, dass eine unterschiedliche Wärmeausdehnung zwischen den Käfigsegmenten und den Innenringsegmenten bzw. den Außenringsegmenten ausgeglichen werden kann und dadurch die Entstehung von mechanischen Spannungen verhindert wird.

Das erfindungsgemäße Wälzlager ist bevorzugt als ein Schräglager, insbesondere als ein Kegelrollenlager, ein Schrägzylinderrollen, ein Pendelrollenlager oder als ein Schrägkugellager ausgebildet.

Bei der erfindungsgemäßen Lageranordnung ist das erfindungsgemäße Wälzlager in einem Gehäuse angeordnet und lagert eine Welle relativ zum Gehäuse drehbar. Dabei weist das Gehäuse vorzugsweise ein erstes Gehäuseteil und ein zweites Gehäuseteil auf, die jeweils unterschiedliche Umfangsbereiche des Wälzlagers radial umschließen. Dies erleichtert die Montage und Demontage des Wälzlagers. Zur Einstellung eines definierten Abstandes zwischen dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten Gehäuseteil kann wenigstens ein Abstandselement vorgesehen sein. Auf diese Weise wird eine einfache und präzise Einstellung einer gewünschten Vorspannung oder eines gewünschten Spiels ermöglicht.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Montieren des erfindungsgemäßen Wälzlagers in einem Gehäuse wird das Wälzlager in einem ersten Gehäuseteil angeordnet, welches einen ersten Umfangsbereich des Wälzlagers radial umschließt. Ein zweites Gehäuseteil wird benachbart zum ersten Gehäuseteil angeordnet, so dass das zweite Gehäuseteil einen zweiten Umfangsbereich des Wälzlagers, der außerhalb des ersten Umfangsbereich liegt, radial umschließt. Der Abstand zwischen dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten Gehäuseteil wird so eingestellt, dass sich für das Wälzlager ein gewünschtes Spiel oder eine gewünschte Vorspannung ergibt.

Insbesondere wird so vorgegangen, dass im ersten Gehäuseteil wenigstens ein Außenringsegment und Wälzkörper angeordnet werden, die Innenringsegmente an einer Welle befestigt werden, die Welle mit den Innenringsegmenten im ersten Gehäuseteil angeordnet wird und die restlichen Wälzkörper und Außenringsegmente um die Innenringsegmente herum angebracht werden. Auf diese Weise lässt sich ein guter Kompromiss zwischen der Anzahl der handzuhabenden Teile und dem Aufwand für die Handhabung bei der Montage erzielen. Die Innenringsegmente können beispielsweise mit Hilfe eines Spannelements an der Welle befestigt werden. Die Wälzkörper können mit Hilfe von Käfigsegmenten positioniert werden, so dass dadurch eine Handhabung einzelner Wälzkörper vermieden werden kann.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Es zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Lageranordnung in einer schematisierten Seitenansicht,

2 das in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel in einer schematisierten Schnittdarstellung

3 ein Ausführungsbeispiel eines Lagersegments des erfindungsgemäßen Wälzlagers in einer schematisierten perspektivischer Darstellung und

4 ein Ausführungsbeispiel für die Hohlwelle mit darauf angeordneten Innenringsegmenten in einer schematisierten Schnittdarstellung.

1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Lageranordnung in einer schematisierten Seitenansicht. Eine zugehörige schematisierte Schnittdarstellung ist in 2 dargestellt. Die dargestellte Lageranordnung dient beispielsweise der drehbaren Lagerung eines Rotors einer Windenergieanlage und weist ein Gehäuse 1, ein im Gehäuse 1 angeordnetes mehrreihiges Wälzlager 2 und eine im Wälzlager 2 angeordnete Hohlwelle 3 auf. Das Gehäuse 1 ist aus einem Gehäuseunterteil 4 und einem Gehäuseoberteil 5 zusammengesetzt, die miteinander verschraubt sind. Zwischen dem Gehäuseunterteil 4 und dem Gehäuseoberteil 5 sind zwei Abstandsplatten 6 angeordnet, durch die das Gehäuseunterteil 4 und das Gehäuseoberteil 5 auf einen definierten Abstand zueinander gehalten werden.

Das Wälzlager 2 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als ein zweireihiges Kegelrollenlager in x-Anordnung ausgebildet und weist einen Innenring 7, einen Außenring 8 und zwei Sätze von axial nebeneinander angeordneten Wälzkörpern 9 auf, die jeweils zwischen dem Innenring 7 und dem Außenring 8 abrollen und dabei in Käfigen 10 geführt werden. Alternativ dazu kann das Wälzlager 2 auch in O-Anordnung ausgebildet sein. Der Innenring 7, der Außenring 8 und die Käfige 10 sind in Umfangsrichtung aus mehreren Segmenten zusammengesetzt, wobei für den Innenring 7 und den Außenring 8 bevorzugt die gleiche Zahl von Segmenten und für die Käfige 9 eine deutlich größere Zahl von Segmenten vorgesehen sind. In Axialrichtung sind sowohl der Innenring 7 als auch der Außenring 8 einteilig ausgebildet und nicht aus mehreren Einzelelementen zusammengesetzt. Anstelle des zweireihigen Kegelrollenlagers kann auch ein andersartiges Schräglager, beispielsweise ein Schrägzylinderrollenlager, ein Pendelrollenlager oder Schrägkugellager, vorgesehen sein. Ebenso ist es möglich, ein Wälzlager 2 mit mehr als zwei axial nebeneinander angeordneten Sätzen von Wälzkörpern 9 vorzusehen.

Der Innenring 7 ist auf der Hohlwelle 3 angeordnet und zwischen einer Wellenschulter 11 und einem Dichtungsträger 22 mit einem Spannelement 12 axial eingespannt. Der Außenring 8 liegt an einer Bohrung 13 des Gehäuses 1 an und ist zwischen einer Gehäuseschulter 14 und einem Spannring 23 axial angeordnet. An den axialen Endflächen des Außenrings 8 sind ein erster Gehäusedeckel 15 und ein zweiter Gehäusedeckel 16 angebracht, so dass das Wälzlager 2 vollständig im Gehäuse 1 eingeschlossen ist. Die Gehäusedeckel 15 und 16 sind vorzugsweise zweiteilig ausgeführt, um die Montage und Demontage zu erleichtern. Zur Welle hin sind die Gehäusedeckel 15 und 16 jeweils durch ein Dichtungssystem 17 abgedichtet.

3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Lagersegment 18 des Wälzlagers 2 in einer schematisierten perspektivischen Darstellung. Das Wälzlager 2 weist wenigstens drei der in 3 dargestellten Lagersegmente 18 auf. Jedes Lagersegment 18 weist ein Innenringsegment 19, ein Außenringsegment 20 und mehrere Käfigsegmente 21 mit darin angeordneten Wälzkörpern 9 auf. Vorzugsweise sind sämtliche Innenringsegmente 19 des Wälzlagers 2 identisch ausgebildet. Entsprechendes gilt für die Außenringsegmente 20 und die Käfigsegmente 21. Außerdem sind die Innenringsegmente 19 und die Außenringsegmente 20 bezüglich ihrer Abmessungen in Umfangsrichtung bevorzugt so aufeinander abgestimmt, dass sie sich jeweils über den gleichen Winkelbereich erstrecken. Die Käfigsegmente 21 erstrecken sich in der Regel über einen deutlich kleineren Winkelbereich, der bevorzugt einen ganzzahligen Bruchteil des Winkelbereichs der Innenringsegmente 19 bzw. der Außenringsegmente 20 darstellt. Damit die Innenringsegmente 19 vollflächig auf der Hohlwelle 3 aufliegen können, besteht im eingebauten Zustand zwischen wenigstens zwei benachbarten Innenringsegmenten 19 ein kleiner Spalt. Auch bei den Außenringsegmenten 20 ist ein derartiger Spalt vorgesehen, um die im folgenden noch näher beschriebene Justage durchführen zu können. Ebenso ist auch zwischen wenigstens zwei benachbarten Käfigsegmenten 21 ein Spalt vorgesehen, um der unterschiedliche Wärmeausdehnung der Käfigsegmente 21, die bevorzugt aus Kunststoff gefertigt sind und der aus Stahl gefertigten Innenringsegmente 19 und Außenringsegmente 20 einen gewissen Freiraum zu gewähren.

Die Erstmontage der in den 1 und 2 dargestellten Lageranordnung kann folgendermaßen durchgeführt werden:

Es wird zunächst das Gehäuseunterteil 4, an das eine Hälfte des ersten Gehäusedeckels 15 angeschraubt ist, in einer gewünschten Position angeordnet und anschließend werden bevorzugt geringfügig mehr als die Hälfte der insgesamt vorgesehenen Außenringsegmente 20 in das Gehäuseunterteil 4 eingelegt. Bei der im folgenden beschriebenen Montage einer Lageranordnung mit fünf Außenringsegmenten 20 werden beispielsweise drei Außenringsegmente 20 in das Gehäuseunterteil 4 eingelegt. Anschließend werden Käfigsegmente 21 mit darin enthaltenen Wälzkörpern 9 in die Außenringsegmente eingelegt. Die Anzahl der eingelegten Käfigsegmente wird so gewählt, dass sie in Umfangsrichtung zusammen einen Winkel von maximal 180 Grad einschließen. Anschließend werden alle fünf Innenringsegmente 19 auf der Hohlwelle 3 angeordnet wie dies in 4 dargestellt ist.

4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Hohlwelle 3 mit darauf angeordneten Innenringsegmenten 19 in Schnittdarstellung. Die Schnittebene verläuft dabei parallel zur Achse der Hohlwelle 3. Sämtliche Innenringsegmente 19 werden in Umfangsrichtung aneinander gereiht auf der Hohlwelle 3 angeordnet und mit dem Spannelement 12 und dem Dichtungsträger 22 axial gegen die Wellenschulter 11 gepresst und dadurch auf der Hohlwelle 3 fixiert. Auf dem Dichtungsträger 22 ist bereits das Dichtungssystem 17 montiert. Die so ausgebildete Anordnung bestehend aus der Hohlwelle 3 und den Innenringsegmenten 19 wird derart im Gehäuseunterteil 4 positioniert, dass die Innenringsegmente 19 an den Wälzkörpern 9 anliegen. Anschließend werden die restlichen Käfigsegmente 21 mit den Wälzkörpern 9 um die Innenringsegmente 19 herum angeordnet und mit den beiden noch fehlenden Außenringsegmenten 20 abgedeckt. Danach wird der Spannring 23 seitlich über die Hohlwelle 3 geschoben, bis er an den Außenringsegmenten 20 anliegt. Durch Anbringen einer Hälfte des zweiten Gehäusedeckels 16 an die Außenringsegmente 20, die im Gehäuseunterteil 4 angeordnet sind, wird der Spannring 23 fixiert.

Dann wird das Gehäuseoberteil 5 auf das Gehäuseunterteil 4 aufgesetzt und wirkt mit seinem Eigengewicht auf das Wälzlager 2 ein. Zur axialen Führung des Gehäuseoberteils 5 können die zweiten Hälften der Lagerdeckel 15 und 16 bereits am Gehäuseoberteil 5 angebracht, aber noch nicht vollständig festgezogen sein. Alternativ dazu können die zweiten Hälften der Lagerdeckel 15 und 16 auch später montiert werden. Die Geometrie der Lageranordnung ist so gewählt, dass zwischen dem Gehäuseunterteil 4 und dem Gehäuseoberteil 5 beidseits des Wälzlagers 2, d. h. dort wo in 1 die Abstandsplatten 6 angeordnet sind, jeweils ein kleiner Luftspalt verbleibt. Die beiden Spaltbreiten werden gemessen und es wird daraus ein Mittelwert gebildet. Auf Basis dieses Mittelwerts werden die Abstandsplatten 6 ausgewählt. Zur Erzielung einer gewünschten Vorspannung werden die Abstandsplatten um ein errechnetes oder aus einer Tabelle entnommenen Maß dünner hergestellt als durch den Mittelwert vorgegeben und in den in 1 dargestellten Positionen auf das Gehäuseunterteil 4 aufgelegt. Anschließend werden das Gehäuseunterteil 4 und das Gehäuseoberteil 5 miteinander verschraubt bis auch das Gehäuseoberteil 5 an beiden Abstandsplatten 6 anliegt. Durch die Annäherung zwischen dem Gehäuseoberteil 5 und dem Gehäuseunterteil 4 werden die Außenringsegmente 20 radial einwärts verschoben und dadurch das Wälzlager 2 vorgespannt. Um dies zu ermöglichen, ist der bereits erwähnte Spalt in Umfangsrichtung zwischen wenigstens zwei benachbarten Außenringsegmenten 20 erforderlich. Abschließend werden noch die einzelnen Hälften der Gehäusedeckel 15 und 16 fest angezogen.

In entsprechender Weise ist es auch möglich, eine Spieleinstellung beim Wälzlager 2 vorzunehmen. Hierzu werden die Abstandsplatten 6 um ein definiertes Maß dicker als der festgestellte Mittelwert der Luftspalte zwischen dem Gehäuseunterteil und dem Gehäuseoberteil hergestellt.

Die Demontage kann in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden. Dabei ist es auch möglich, die Hohlwelle 3 und die Innenringsegmente 19 als Einzelteile zu demontieren.

1Gehäuse 2Wälzlager 3Hohlwelle 4Gehäuseunterteil 5Gehäuseoberteil 6Abstandsplatte 7Innenring 8Außenring 9Wälzkörper 10Käfig 11Wellenschulter 12Spannelement 13Bohrung 14Gehäuseschulter 15erster Gehäusedeckel 16zweiter Gehäusedeckel 17Dichtungssystem 18Lagersegment 19Innenringsegment 20Außenringsegment 21Käfigsegment 22Dichtungsträger 23Spannring

Anspruch[de]
  1. Wälzlager mit einem Innenring (7), der in Umfangsrichtung aus mehreren Innenringsegmenten (19) zusammengesetzt ist, einem Außenring (8), der in Umfangsrichtung aus mehreren Außenringsegmenten (20) zusammengesetzt ist und Wälzkörpern (9), die zwischen dem Innenring (7) und dem Außenring (8) abrollen, wobei sowohl die Innenringsegmente (19) als auch die Außenringsegmente (20) jeweils in Axialrichtung mehrreihig ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenring (7) wenigstens drei Innenringsegmente (19) und der Außenring (8) wenigstens drei Außenringsegmente (20) aufweist.
  2. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Käfig (10) zur Führung der Wälzkörper (9) vorgesehen ist, der in Umfangsrichtung aus mehreren, insbesondere wenigstens drei, Käfigsegmenten (21) zusammengesetzt ist.
  3. Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Käfigsegmente (21) größer als die Anzahl der Innenringsegmente (19) und/oder die Anzahl der Außenringsegmente (20) ist.
  4. Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Innenringsegmente (19) und die Anzahl der Außenringsegmente (20) gleich ist.
  5. Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenringsegmente (19) untereinander und/oder die Außenringsegmente (20) untereinander jeweils gleich groß ausgebildet sind.
  6. Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung zwischen wenigstens zwei benachbarten Innenringsegmenten (19) und/oder zwischen wenigstens zwei benachbarten Außenringsegmenten (20) ein Spalt ausgebildet ist.
  7. Wälzlager nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung zwischen wenigstens zwei benachbarten Käfigsegmenten (21) ein Spalt ausgebildet ist.
  8. Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es als ein Schräglager, insbesondere als ein Kegelrollenlager, ein Schrägzylinderrollenlager, ein Pendelrollenlager oder ein Schrägkugellager ausgebildet ist.
  9. Lageranordnung mit einem Gehäuse (1), einem Wälzlager (2) und einer Welle (3), wobei das Wälzlager (2) im Gehäuse (1) angeordnet ist und die Welle (3) relativ zum Gehäuse (1) drehbar lagert, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzlager (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
  10. Lageranordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) ein erstes Gehäuseteil (4) und ein zweites Gehäuseteil (5) aufweist, die jeweils unterschiedliche Umfangsbereiche des Wälzlagers (2) radial umschließen.
  11. Lageranordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Abstandselement (6) zur Einstellung eines definierten Abstandes zwischen dem ersten Gehäuseteil (4) und dem zweiten Gehäuseteil (5) vorgesehen ist.
  12. Verfahren zum Montieren eines Wälzlagers (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einem Gehäuse (1), wobei das Wälzlager (2) in einem ersten Gehäuseteil (4) angeordnet wird, welches einen ersten Umfangsbereich des Wälzlagers (2) radial umschließt, ein zweites Gehäuseteil (5) benachbart zum ersten Gehäuseteil (4) angeordnet wird, so dass das zweite Gehäuseteil (5) einen zweiten Umfangsbereich des Wälzlagers (2), der außerhalb des ersten Umfangsbereichs liegt, radial umschließt und der Abstand zwischen dem ersten Gehäuseteil (4) und dem zweiten Gehäuseteil (5) so eingestellt wird, dass sich für das Wälzlager (2) ein gewünschtes Spiel oder eine gewünschte Vorspannung ergibt.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Gehäuseteil (4) wenigstens ein Außenringsegment (20) und Wälzkörper (9) angeordnet werden, die Innenringsegmente (19) an einer Welle (3) befestigt werden, die Welle (3) mit den Innenringsegmenten (19) im ersten Gehäuseteil (4) angeordnet wird und die restlichen Wälzkörper (9) und Außenringsegmente (20) um die Innenringsegmente (19) herum angebracht werden.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenringsegmente (19) mit Hilfe eines Spannelements (12) an der Welle (3) befestigt werden.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (9) mit Hilfe von Käfigsegmenten (21) positioniert werden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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