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Druckmaschine und Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine - Dokument DE102005059951A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005059951A1 06.07.2006
Titel Druckmaschine und Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Leichnitz, Hartmut, Dipl.-Ing., 63165 Mühlheim, DE;
Lindner, Bernd, Dipl.-Ing., 63150 Heusenstamm, DE;
Reichardt, Klaus-Peter, Dipl.-Ing., 61118 Bad Vilbel, DE
DE-Anmeldedatum 13.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005059951
Offenlegungstag 06.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.07.2006
IPC-Hauptklasse B41F 33/14(2006.01)A, F, I, 20060329, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit mindestens einem Hauptantrieb (10) und mindestens einer unabhängig von dem oder jedem Hauptantrieb antreibbaren Einrichtung, insbesondere mit mindestens einem eigenmotorisch angetriebenen Zylinder bzw. mindestens einer eigenmotorisch angetriebenen Walze, wobei der oder jeder unabhängig von dem oder jedem Hauptantrieb antreibbaren Einrichtung jeweils ein separater Antrieb (11) zugeordnet ist. Erfindungsgemäß umfaßt die Druckmaschine eine Überwachungseinrichtung (16), die mindestens ein sicherheitsrelevantes Ereignis überwacht, wobei die Überwachungseinrichtung (16) oder eine derselben zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses einen Synchronbetrieb zwischen dem oder jedem Hauptantrieb (10) und der oder jeder eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem jeweiligen Antrieb (11) derselben vorgibt und den vorgegebenen Synchronbetrieb überwacht und wobei die Überwachungseinrichtung (16) oder die derselben zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) dann, wenn bei einem vorgegebenen Synchronbetrieb eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb feststellbar ist, zumindest die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. den Antrieb (11) derselben deaktiviert bzw. stillsetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.

Druckmaschinen verfügen über eine Vielzahl von Einrichtungen, die im Druckbetrieb, Einrichtbetrieb oder Wartungsbetrieb der Druckmaschine angetrieben werden müssen. Bei klassischen Konstellationen werden alle anzutreibenden Einrichtungen einer Druckmaschine von einem sogenannten Hauptantrieb der Druckmaschine angetrieben. Alle anzutreibenden Einrichtungen sind dann mechanisch über Getriebe oder Zahnriemen mit dem Hauptantrieb verbunden. Bei modernen Konzepten für Druckmaschinen sind zumindest einige der anzutreibenden Einrichtungen einer Druckmaschine eigenmotorisch angetrieben. So ist es aus dem Stand der Technik bereits bekannt, Formzylinder bzw. Plattenzylinder von Druckwerken der Druckmaschine eigenmotorisch dadurch anzutreiben, dass jedem der Platten-/Formzylinder ein separater Antrieb zugeordnet ist, so dass die Platten-/Formzylinder unabhängig vom Hauptantrieb und Räderzug für die den Bedruckstoff führenden Zylinder bzw. Trommeln sowie für die Gummituchzylinder in vorgebbarer Weise angetrieben werden können. Ebenso können einzelne Farbwerkswalzen mit je einem separaten Antrieb gekoppelt sein. Ein derartiges Antriebskonzept ist aus EP 0 812 683 A1 bekannt.

Um einen sicheren Betrieb einer Druckmaschine zu gewährleisten, müssen steuerungsseitig für alle Gefährdungen, die durch Antriebe der Druckmaschine verursacht werden, Schutzmaßnahmen implementiert werden. Dies gilt sowohl für den Hauptantrieb als auch für jeden unabhängig vom Hauptantrieb antreibbaren Antrieb einer eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung. So ist üblicherweise nur dann ein sicherer Betrieb eines Antriebs zu gewährleisten, wenn für denselben grundlegende Schutzmaßnahmen bzw. Sicherheitsvorgaben implementiert sind, insbesondere Maßnahmen für ein sicheres Stillsetzen des Antriebs, Maßnahmen gegen ein unerwartetes Anlaufen des Antriebs, Maßnahmen zur Einhaltung maximaler Geschwindigkeiten des Antriebs, Maßnahmen zur Einhaltung maximaler Wege des Antriebs sowie Maßnahmen zur Einhaltung einer korrekten Drehrichtung desselben. Die Implementierung all dieser Schutzmaßnahmen für den Hauptantrieb sowie jeden vom Hauptantrieb unabhängig antreibbaren Antrieb der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtungen der Druckmaschine erfordert steuerungsseitig einen hohen Aufwand. Dies ist insgesamt von Nachteil.

Aus DE 196 00 110 A1 ist ein elektrisches Antriebssystem und ein Sicherheitsmodul, insbesondere in einer Druckmaschine, bekannt. Hiernach ist jedes Druckwerk mit einem Direktantriebs-Synchronmotor antreibbar. Jeder Direktantriebs-Synchronmotor speist ein Antriebsmoment insbesondere auf den Gegendruckzylinder des jeweiligen Druckwerks ein. Bei Auftreten eines sicherheitsrelevanten Ereignisses lässt sich die Druckmaschine antriebsseitig stillsetzen.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde eine Druckmaschine und ein Verfahren der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass für einen Hauptantrieb mit Räderzug und für eine eigenmotorisch antreibbare Einrichtung notwendige Sicherheitsfunktionen gewährleistet sind.

Dieses Problem wird durch eine Druckmaschine gemäß Anspruch 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Druckmaschine verfügt über eine Überwachungseinrichtung, die mindestens ein sicherheitsrelevantes Ereignis überwacht, wobei die Überwachungseinrichtung oder eine derselben zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses einen Synchronbetrieb zwischen dem oder jedem Hauptantrieb mit Räderzug für die Bedruckstoff führenden Zylinder und Trommeln, einschließlich der mittels Hauptantrieb und Räderzug antreibbaren Gummituchzylinder, und der oder jeder eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem jeweiligen Antrieb derselben, insbesondere den eigenmotorisch angetriebenen Form-/Plattenzylindern bzw. mindestens einer eigenmotorisch angetriebenen Walze, vorgibt und den vorgegebenen Synchronbetrieb überwacht, und wobei die Überwachungseinrichtung, oder die derselben zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung dann, wenn bei einem vorgegebenen Synchronbetrieb eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb feststellbar ist, zumindest die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. den Antrieb derselben deaktiviert bzw. stillsetzt.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, für jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung mindestens ein sicherheitsrelevantes Ereignis zu überwachen, wobei bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses ein Synchronbetrieb zwischen einem Hauptantrieb mit Räderzug und der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung vorgegeben wird. Dieser vorgegebene Synchronbetrieb wird überwacht, wobei dann, wenn eine unzulässige Abweichung vom vorgegebenen Synchronbetrieb festgestellt wird, die eigenmotorisch angetriebene Einrichtung sowie vorzugsweise auch der Hauptantrieb mit Räderzug für die den Bedruckstoff transportierenden Zylinder bzw. Trommeln sowie für die Gummituchzylinder deaktiviert bzw. stillgesetzt wird. Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird also vorgeschlagen, Schutzmaßnahmen bzw. Sicherheitsvorgaben des Hauptantriebs mit Räderzug auf die Antriebe der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtungen steuerungsseitig zu vererben. Durch das Vorgeben eines Synchronlaufs zwischen einem Antrieb einer eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung und dem Hauptantrieb mit Räderzug der Druckmaschine bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für die eigenmotorisch angetriebene Einrichtung und durch das gleichzeitige Überwachen des vorgegebenen Synchronbetriebs wird ein sicherer bzw. erzwungener Synchronbetrieb zwischen dem Hauptantrieb mit Räderzug und dem Antrieb der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung etabliert. Hierzu müssen für jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung lediglich zwei Zustände überwacht werden, nämlich einerseits das Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses und andererseits das Einhalten des vorgegebenen Synchronbetriebs, falls das sicherheitsrelevante Ereignis vorliegt.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung überwacht die Überwachungseinrichtung für jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung individuell bzw. separat das Vorliegen mindestens eines sicherheitsrelevanten Ereignisses, wobei die Überwachungseinrichtung oder die derselben zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für mindestens eine eigenmotorisch angetriebene Einrichtung einerseits einen Synchronbetrieb zwischen dem Hauptantrieb mit Räderzug und der jeweiligen eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem Antrieb derselben vorgibt und andererseits diesen vorgegebenen Synchronbetrieb überwacht, wobei dann, wenn für eine eigenmotorisch angetriebene Einrichtung eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb feststellbar ist, zumindest die jeweilige eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb derselben deaktiviert bzw. stillgesetzt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine ist in Anspruch 11 definiert.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

1: ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Druckmaschine.

Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf 1 in größerem Detail beschrieben.

In 1 ist ein stark schematisiertes Blockschaltbild von steuerungsseitigen Komponenten einer erfindungsgemäßen Druckmaschine gezeigt, wobei die erfindungsgemäße Druckmaschine mindestens einen Hauptantrieb 10 mit Räderzug für die Bedruckstoff transportierenden Zylinder bzw. Trommeln, einschließ der Gummituchzylinder, sowie mindestens eine von dem oder jedem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) unabhängig antreibbare Einrichtung aufweist, der ein separater Antrieb 11 zugeordnet ist. Aus Gründen einer einfachen Darstellung ist in 1 lediglich ein Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und ein Antrieb 11 einer eigenmotorisch sowie unabhängig vom Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) antreibbaren Einrichtung gezeigt.

Der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) wird von einer Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12 gesteuert bzw. geregelt. So kann 1 entnommen werden, dass die Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12 ein Stellsignal 13 für den Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) generiert. Der Antrieb 11 der eigenmotorisch antreibbaren Einrichtung wird gemäß 1 von einer dem Antrieb 11 zugeordneten, weiteren Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 gesteuert bzw. geregelt. So erzeugt die Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 ein Stellsignal 15 für den Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung.

Um einen sicheren Betrieb der Druckmaschine, die einen Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) sowie einen unabhängig vom Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) antreibbaren Antrieb 11 umfasst, zu gewährleisten, wird im Sinne der hier vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, dass die Druckmaschine eine Überwachungseinrichtung 16 aufweist, die mindestens ein sicherheitsrelevantes Ereignis überwacht. Im Ausführungsbeispiel der 1 wird als sicherheitsrelevantes Ereignis überwacht, ob eine Schutzeinrichtung 17, die der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung zugeordnet ist, offen oder geschlossen ist. In dem Fall, in dem die Schutzeinrichtung 17 offen und damit ein Gefahrbereich an der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung der Druckmaschine zugänglich ist, liegt ein sicherheitsrelevantes Ereignis für die eigenmotorisch angetriebene Einrichtung vor. Das Vorhandensein bzw. nicht-Vorhandensein des sicherheitsrelevanten Ereignisses wird der Überwachungseinrichtung 16 als Eingangssignal 18 bereitgestellt.

Wird von der Überwachungseinrichtung 16 das Vorliegen mindestens eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für die vom Antrieb 11 eigenmotorisch angetriebene Einrichtung erkannt, so gibt im Sinne der hier vorliegenden Erfindung die Überwachungseinrichtung 16 oder die Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12 einen Synchronbetrieb zwischen dem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und dem Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung vor. Dies visualisiert 1 dadurch, dass die Überwachungseinrichtung 16 ein Stellsignal 19 für die dem Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 vorgibt. Dieses Stellsignal 19 für einen vorgegebenen Synchronbetrieb zwischen dem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und dem Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung wird, wie bereits erwähnt, nur dann von der Überwachungseinrichtung 16 generiert, wenn ein sicherheitsrelevantes Ereignis für die vom Antrieb 11 eigenmotorisch angetriebene Einrichtung vorliegt.

Im Falle eines durch die Überwachungseinrichtung 16 vorgegebenen Synchronbetriebs zwischen dem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und dem Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung wird von der Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 der Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung derart geregelt, dass eine Winkelmaßänderung des Antriebs 11 proportional zu einer Winkelmaßänderung des Hauptantriebs 10 (mit Räderzug) ist. Die Winkelmaßänderungen der Antriebe 10 und 11 werden über Sensoren 20 und 21 erfasst und entsprechende Messwerte 22 und 23 werden der Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 als Eingangsgrößen zugeführt. Im durch die Überwachungseinrichtung 16 vorgegebenen Synchronbetrieb stellt eine Abweichung zwischen den Messsignalen 22 und 23 eine sogenannte Regelabweichung dar, aufgrund derer die Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 das Stellsignal 15 für den Antrieb 11 erzeugt, um den Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung synchron zum Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) zu betreiben.

Gemäß 1 gibt die Überwachungseinrichtung 16 bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für die vom Antrieb 11 eigenmotorisch angetriebene Einrichtung nicht lediglich den Synchronbetrieb zwischen dem Antrieb 11 und dem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) vor, vielmehr überwacht die Überwachungseinrichtung 16 auch diesen vorgegebenen Synchronbetrieb. Hierzu werden die Messsignale 22 und 23 der Sensoren 20 und 21 gemäß 1 auch der Überwachungseinrichtung 16 als Eingangsgrößen zugeführt. Stellt die Überwachungseinrichtung 16 eine unzulässige Abweichung vom vorgegebenen Synchronbetrieb zwischen Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und Antrieb 11 fest, so liegt es im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, dass zumindest die eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb 11 derselben deaktiviert bzw. stillgesetzt wird. Vorzugsweise wird in diesem Fall auch der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) deaktiviert bzw. stillgesetzt.

Das Deaktivieren bzw. Stillsetzen des Antriebs 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bei einer unzulässigen Abweichung vom vorgegebenen Synchronbetrieb erfolgt entweder unmittelbar durch die Überwachungseinrichtung 16 oder mittelbar durch die der Überwachungseinrichtung 16 übergeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12. So übermittelt die Überwachungseinrichtung 16 ein Signal 24 an die Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12, welches eine Information darüber enthält, ob der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und der Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung im Synchronbetrieb sind oder nicht. Bei einer unzulässigen Abweichung vom vorgegebenen Synchronbetrieb ist der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) von der Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12 deaktivierbar.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird demnach bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für die eigenmotorisch angetriebene Einrichtung ein Synchronbetrieb zwischen dem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und dem Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung vorgegeben und dieser vorgegebene Synchronbetrieb wird des weiteren überwacht. Wird eine Abweichung vom vorgegebenen Synchronbetrieb festgestellt, so wird zumindest der Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung und vorzugsweise auch der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) stillgesetzt. Hierdurch ist gewährleistet, dass auf einfache Art und Weise alle Sicherheitsmaßnahmen bzw. Sicherheitsvorgaben des Hauptantriebs 10 (mit Räderzug) auch für den Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung gültig sind bzw. auf diesen vererbt werden. Durch bloße Überwachung des Vorliegens oder nicht Vorliegens eines sicherheitsrelevanten Ereignisses sowie des Synchronbetriebs zwischen Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung kann ein komplett sicherer Betrieb der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung etabliert werden, ohne dass die bereits für den Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) implementierten Schutzmaßnahmen bzw. Sicherheitsvorgaben auch für den Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung separat implementiert werden müssen.

In einem Druckbetrieb bzw. Produktionsbetrieb der Druckmaschine wird bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) sowie der Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung synchron deaktiviert bzw. stillgesetzt. In einem Einrichtbetrieb, Wartungsbetrieb oder auch Waschbetrieb der Druckmaschine wird bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) sowie der Antrieb 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung zuerst synchron deaktiviert und anschließend wird ein Synchronbetrieb zwischen den Antrieben vorgegeben.

Eine Druckmaschine verfügt vorzugsweise über mehrere eigenmotorisch angetriebene Einrichtungen und demnach über mehrere Antriebe 11, die unabhängig vom Hauptantrieb 10 angetrieben werden können. Es liegt dabei im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, dass die Überwachungseinrichtung 16 für jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung separat bzw. individuell das Vorliegen mindestens eines sicherheitsrelevanten Ereignisses überwacht. Bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für mindestens eine eigenmotorisch angetriebene Einrichtung gibt vorzugsweise die Überwachungseinrichtung 16 einen Synchronbetrieb zwischen dem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und der jeweiligen eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem Antrieb 11 derselben vor und überwacht des weiteren auch den vorgegebenen Synchronbetrieb. Dann, wenn für die jeweilige eigenmotorisch angetriebene Einrichtung eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb festgestellt wird, wird zumindest die jeweilige eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb 11 derselben deaktiviert. Ebenso kann auch der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) deaktiviert werden. Auch können dann die übrigen eigenmotorisch angetriebenen Einrichtungen stillgesetzt werden.

Die Erfindung kommt vorzugsweise bei eigenmotorisch angetriebenen Plattenzylindern bzw. Formzylindern von Druckwerken einer Druckmaschine zum Einsatz. Die Platten-/Formzylinder tragen bevorzugt eine Druckform. So liegt es im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, für eine Druckmaschine, die einerseits über einen Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) und andererseits über mit separaten Antrieben 11 eigenmotorisch angetriebene Platten-/Formzylinder verfügt, für jedes Druckwerk mit einem eigenmotorisch angetriebenen Platten-/Formzylinder das Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses zu überwachen. Hierbei wird überwacht, ob eine Schutzeinrichtung des Druckwerks offen und damit ein Gefahrbereich des jeweiligen Druckwerks zugänglich ist.

Ist die jeweilige Schutzeinrichtung offen und damit der Gefahrbereich des Druckwerks zugänglich, so gibt die Überwachungseinrichtung einen Synchronbetrieb zwischen dem Antrieb 11 des Platten-/Formzylinders des jeweiligen Druckwerks und dem Hauptantrieb 10 mit Räderzug der Druckmaschine vor. Des Weiteren überwacht die Überwachungseinrichtung 16, ob der vorgegebene Synchronbetrieb eingehalten wird, ob also eine unzulässige Abweichung vom vorgegebenen Synchronbetrieb vorliegt. Stellt die Überwachungseinrichtung 16 hierbei fest, dass der Antrieb 11 des Platten-/Formzylinders des jeweiligen Druckwerks sich asynchron zum Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) verhält, so wird zumindest der Antrieb 11 des Platten-/Formzylinders des jeweiligen Druckwerks deaktiviert. Auch kann der Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) der Druckmaschine deaktiviert werden. Weiterhin können die Antriebe der Platten-/Formzylinder weiterer Druckwerke deaktiviert werden.

Die dem Hauptantrieb 10 (mit Räderzug) zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12 sowie die dem Antrieb 11 zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 tauschen im Sinne des Doppelpfeils 25 Daten aus. So handelt es sich bei der Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12 in der Regel um einen übergeordneten Leitrechner, welcher der Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 14 der Antriebe 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtungen übergeordnet ist und Randbedingungen für den Betrieb der Antriebe 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtungen vorgibt. Rückmeldungen über den tatsächlichen Betrieb der Antriebe 11 der eigenmotorisch angetriebenen Einrichtungen übermitteln die Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtungen 14 an die übergeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 12.

10Hauptantrieb 11Antrieb 12Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 13Stellsignal 14Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung 15Stellsignal 16Überwachungseinrichtung 17Schutzeinrichtung 18Eingangssignal 19Stellsignal 20Sensor 21Sensor 22Messsignal 23Messsignal 24Signal 25Doppelpfeil

Anspruch[de]
  1. Druckmaschine mit mindestens einem Hauptantrieb und mindestens einer unabhängig von dem oder jedem Hauptantrieb antreibbaren Einrichtung, insbesondere mit mindestens einem eigenmotorisch angetriebenen Platten-/Formzylinder bzw: mindestens einer eigenmotorisch angetriebenen Walze, wobei der oder jeder unabhängig von dem oder jedem Hauptantrieb antreibbaren Einrichtung jeweils ein separater Antrieb zugeordnet ist und der Hauptantrieb mit einem gemeinsamen Räderzug für die Bedruckstoff führenden Zylinder und Trommeln sowie für mindestens einen Gummituchzylinder antriebsseitig gekoppelt ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Druckmaschine eine mindestens ein sicherheitsrelevantes Ereignis überwachende Überwachungseinrichtung (16) aufweist,

    dass mittels der Überwachungseinrichtung (16) oder einer derselben zugeordnete Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses ein Synchronbetrieb zwischen dem oder jedem Hauptantrieb (10) mit Räderzug und der oder jeder eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem jeweiligen Antrieb (11) derselben vorgebbar und überwachbar ist,

    dass mittels Überwachungseinrichtung (16) oder Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) zumindest die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. deren Antrieb (11) deaktivierbar oder stillsetzbar ist, wenn bei einem vorgegebenen Synchronbetrieb eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb feststellbar ist.
  2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Überwachungseinrichtung (16) oder derselben zugeordneten Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) bei einer unzulässigen Abweichung vom Synchronbetrieb der oder jeder Hauptantrieb (10) mit Räderzug und die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. deren Antrieb (11) deaktivierbar bzw. stillsetzbar ist.
  3. Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (16) als ein sicherheitsrelevantes Ereignis überwacht, ob eine Schutzeinrichtung (17) offen und damit ein Gefahrbereich an der Druckmaschine zugänglich ist.
  4. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Druckbetrieb der Druckmaschine mittels Überwachungseinrichtung (16) oder die derselben übergeordneten Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) dann, wenn ein sicherheitsrelevantes Ereignis vorliegt, der oder jeder Hauptantrieb mit Räderzug und die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb derselben synchron deaktivierbar oder stillsetzbar ist.
  5. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Einrichtbetrieb oder Wartungsbetrieb der Druckmaschine mittels Überwachungseinrichtung (16) oder derselben übergeordneten Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) dann, wenn ein sicherheitsrelevantes Ereignis vorliegt, der oder jeder Hauptantrieb (10) mit Räderzug und die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. deren Antrieb (11) zuerst synchron deaktivierbar oder stillsetzbar und anschließend ein Synchronbetrieb zwischen dem oder jedem Hauptantrieb mit Räderzug und der oder jeder eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem Antrieb derselben vorgebbar ist.
  6. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Synchronbetrieb automatisch alle Sicherheitsvorgaben des oder jedes Hauptantriebs (10) mit Räderzug auch für die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. deren Antrieb (11) gültig sind.
  7. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Synchronbetrieb zwischen einem Hauptantrieb und dem Antrieb der jeweiligen eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung dadurch überwachbar ist, dass überprüfbar ist, ob innerhalb gewisser Toleranzen eine Winkelmassänderung des Hauptantriebs mit Räderzug und eine Winkelmassänderung des jeweiligen Antriebs proportional sind.
  8. Druckmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei Überschreiten und/oder Unterschreiten der Toleranzen auf eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb schließbar ist.
  9. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Überwachungseinrichtung (16) für jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung individuell das Vorliegen mindestens eines sicherheitsrelevanten Ereignisses überwachbar ist, wobei mittels Überwachungseinrichtung (16) oder derselben zugeordneten Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für mindestens eine eigenmotorisch angetriebene Einrichtung einerseits einen Synchronbetrieb zwischen einem Hauptantrieb mit Räderzug und der jeweiligen eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem Antrieb derselben vorgebbar und dieser vorgegebene Synchronbetrieb überwachbar ist, wobei wenn für die jeweilige eigenmotorisch angetriebene Einrichtung eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb feststellbar ist, zumindest die jeweilige eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb derselben deaktivierbar bzw. stillsetzbar ist.
  10. Druckmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Druckwerke, wobei jedes Druckwerk einen über jeweils einen Antrieb eigenmotorisch angetriebenen Platten-/Formzylinder aufweist, wobei jeder der Antriebe der Platten-/Formzylinder unabhängig von einem Hauptantrieb mit Räderzug der Druckmaschine antreibbar ist, und wobei mittels Überwachungseinrichtung (16) für jedes Druckwerk individuell das Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses überwachbar ist und mittels Überwachungseinrichtung (16) oder derselben zugeordneten Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtung (12) bei Vorliegen des sicherheitsrelevanten Ereignisses einerseits einen Synchronbetrieb zwischen dem Hauptantrieb mit Räderzug und dem Antrieb des Platten-/Formzylinders des jeweiligen Druckwerks vorgebbar und andererseits den jeweiligen Synchronbetrieb überwachbar ist.
  11. Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine mit mindestens einem Hauptantrieb und mindestens einer unabhängig von dem oder jedem Hauptantrieb antreibbaren Einrichtung, insbesondere mit mindestens einem eigenmotorisch angetriebenen Platten-/Formzylinder bzw. mindestens einer eigenmotorisch angetriebenen Walze, wobei der oder jeder unabhängig von dem oder jedem Hauptantrieb antreibbaren Einrichtung jeweils ein separater Antrieb zugeordnet ist und der Hauptantrieb mit einem gemeinsamen Räderzug für die Bedruckstoff führenden Zylinder und Trommeln sowie für mindestens einen Gummituchzylinder antriebsseitig gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass überwacht wird, ob ein sicherheitsrelevantes Ereignis vorliegt, wobei bei Vorliegen des sicherheitsrelevanten Ereignisses einerseits ein Synchronbetrieb zwischen dem oder jedem Hauptantrieb mit Räderzug und der oder jeder eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem Antrieb derselben vorgeben und andererseits der Synchronbetrieb überwacht wird, wobei dann, wenn bei einem vorgegebenen Synchronbetrieb eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb festgestellt wird, zumindest die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb derselben deaktiviert bzw. stillgesetzt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer unzulässigen Abweichung vom Synchronbetrieb der oder jeder Hauptantrieb mit Räderzug und die oder jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb derselben deaktiviert bzw. stillgesetzt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass für jede eigenmotorisch angetriebene Einrichtung individuell das Vorliegen mindestens ein sicherheitsrelevantes Ereignis überwacht wird, wobei bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses für mindestens eine eigenmotorisch angetriebene Einrichtung einerseits einen Synchronbetrieb zwischen einem Hauptantrieb mit Räderzug und der jeweiligen eigenmotorisch angetriebenen Einrichtung bzw. dem Antrieb derselben vorgeben und andererseits dieser vorgegebene Synchronbetrieb überwacht wird, wobei dann, wenn für die jeweilige eigenmotorisch angetriebene Einrichtung eine unzulässige Abweichung vom Synchronbetrieb festgestellt wird, zumindest die jeweilige eigenmotorisch angetriebene Einrichtung bzw. der Antrieb derselben deaktiviert bzw. stillgesetzt wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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