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Dokumentenidentifikation DE60114585T2 06.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001265496
Titel FLÜSSIGE VITAMINZUBEREITUNG
Anmelder Adisseo France S.A.S., Antony, FR
Erfinder CREPEAU, Andre, Michel, Pueblo West, US;
DE LANTY, Patrick, F-92340 Bourg-la-Reine, FR;
DOLLAT, Jean-Marie, F-03100 Montluçon, FR;
MUYSSON, David, F-78860 Saint-Nom-la-Breteche, FR
Vertreter BEETZ & PARTNER Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60114585
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.03.2001
EP-Aktenzeichen 019338003
WO-Anmeldetag 23.03.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/03952
WO-Veröffentlichungsnummer 2001070044
WO-Veröffentlichungsdatum 27.09.2001
EP-Offenlegungsdatum 18.12.2002
EP date of grant 02.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.07.2006
IPC-Hauptklasse A23K 1/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B65D 81/32(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine flüssige Vitaminzubereitung, insbesondere eine Zubereitung, die drei oder vier flüssige Vitaminformulierungen umfaßt.

Vitamine werden Tiernahrung zugesetzt, um die Ration des Tiers zu ergänzen. Das Tier braucht mehr als ein bestimmtes Vitamin, und die Vitamine werden als Vitaminmischung, im allgemeinen als Vitaminvormischung bekannt, zugesetzt. Ein bekanntes Verfahren zur Einbringung der Vitaminmischung in die Ration besteht darin, die Vitamine in das Tierfutter einzuarbeiten. Dies kann auf zwei Arten eingearbeitet werden. Das am häufigsten verwendete Verfahren besteht durch Einarbeitung von pulverförmigen Vitaminen dadurch, daß man die pulverförmige Vormischung den Futterbestandteilen zusetzt. Die erhaltene Mischung wird dann pelletiert. Ein Problem bei diesem Verfahren ist, daß bei dem Pelletierverfahren eine hohe Temperatur und ein hoher Druck erforderlich sind. Unter diesen Bedingungen sind manche Vitamine nicht stabil und können sich zersetzen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Vitamine in flüssiger Form für die Zugabe zu Tierfutter bereitzustellen. Ein Problem, das jedoch bei flüssigen Vitaminmischungen existiert, ist, daß viele Vitamine in flüssiger Form stärker reaktionsfähig als in fester Form sind und häufig miteinander reagieren, was in manchen Fällen zur Zersetzung des Vitamins führt.

Es besteht daher nach wie vor ein Bedarf an einer wirksamen Methode für die Bereitstellung einer Vitaminmischung, die zu einem minimalen mengenmäßigen und qualitätsmäßigen Verlust der Vitamine führt. Es wurde nun gefunden, daß die oben genannten Probleme durch ein flüssiges Dreiweg-Vitaminsystem, bei dem jede der drei Vitaminformulierungen stabil ist, gelöst werden können.

Die vorliegende Erfindung stellt daher eine flüssige Vitaminzubereitung bereit, die

  • (a) eine erste flüssige Vitaminformulierung umfassend die Vitamine A, D3, B12 und gegebenenfalls Vitamin E,
  • (b) eine zweite flüssige Vitaminformulierung, umfassend die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6 und H, sowie
  • (c) eine dritte flüssige Vitaminformulierung, umfassend K3, umfaßt,

dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den drei Formulierungen um getrennte Lösungen handelt.

Die erfindungsgemäße flüssige Zubereitung weist im Vergleich zum Stand der Technik den Vorteil auf, daß drei getrennte Vitaminformulierungen in flüssiger Form stabil sind. Es wurde gefunden, daß die spezielle Vitaminmischung in jeder Formulierung zu einer stabilen Formulierung führt, wodurch ein Produkt bereitgestellt wird, das als System mit drei separat vorliegenden Komponenten bereitgestellt werden kann, wodurch die Formulierungen zum Anwendungszeitpunkt zugemischt werden können. Mit dieser erhaltenen Zubereitung kann der Vitaminbedarf des Tiers ohne die mit den Zubereitungen des Stands der Technik einhergehenden Probleme bereitgestellt werden.

Die flüssige Zubereitung umfaßt drei getrennte Formulierungen. Die Zubereitung kann in einem einzigen Behälter mit drei abgetrennten Abteilungen vorliegen. Die Zubereitung kann jedoch auch in drei getrennten Behältnissen in einer gemeinsamen Packung bzw. einem gemeinsamen Packungssystem, das sich für den Verkauf oder Transport oder Vertrieb eignet, bereitgestellt werden. Das Behältnis bzw. die Behältnisse können eine für den erforderlichen Bedarf und Zweck geeignete Größe aufweisen. Geeigneterweise können die Behältnisse ein Volumen von 1 bis 1000 Litern aufweisen.

Die flüssige Vitaminzubereitung umfaßt eine erste flüssige Formulierung umfassend die Vitamine A, D3 und B12. Diese Vitamine liegen zweckmäßig als öliges Derivat des Vitamins, wie Niederalkylester des Vitamins, zum Beispiel das Propionat, wie Vitamin-A-Öl-Propionat, vor. Die erste Formulierung kann gegebenenfalls auch Vitamin E umfassen.

Die Konzentration jedes Vitamins in der ersten flüssigen Formulierung kann entsprechend den jeweiligen Erfordernissen des Futtermittels, dem es zugesetzt wird, schwanken. Vitamin A liegt zweckmäßig in einer Menge von 100 bis 750 MIU/kg, vorzugsweise 100 bis 400 MIU/kg, vor. Vitamin D3 liegt zweckmäßig in einer Menge von 10 bis 300 MIU/kg, vorzugsweise 10 bis 250 MIU/kg, vor. Vitamin B12 liegt zweckmäßig in einer Menge von 0,1 bis 1 g/kg, vorzugsweise 0,2 bis 0,8 g/kg, vor. Liegt Vitamin E in der Formulierung vor, so liegt dieses Vitamin in einer Menge von 45 bis 600 g/kg, vorzugsweise 200 bis 450 g/kg, vor.

Die erste flüssige Formulierung liegt zweckmäßig in der nichtwäßrigen Phase vor und umfaßt mindestens ein nichtwäßriges Lösungsmittel. Zu geeigneten Lösungsmitteln zählen Alkyllactate, z.B. Ethyllactat und Butyllactat, sowie Öle wie Propan-1,2-diol, n-Propylalkohol, pflanzliche Öle und Sojaöl. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Lösungsmittel um ein Alkyllactat, insbesondere um Ethyllactat und Butyllactat.

Die erste flüssige Vitaminformulierung kann einen Emulgator umfassen. Zu geeigneten Emulgatoren zählen ethoxylierte Rizinusöle wie Polyethylenglycolmonooleat 80 und Polysorbitanmonooleat 80.

Die erste flüssige Vitaminformulierung kann ein Antioxidationsmittel umfassen. Das Antioxidationsmittel kann geeigneterweise aus der Reihe Ethoxyquin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol und tert.-Butylhydroxychinon stammen. Das bevorzugte Antioxidationsmittel ist Ethoxyquin.

Die zweite flüssige Vitaminformulierung der vorliegenden Erfindung umfaßt eine Mischung aus den Vitaminen B1, B2, B3, B5, B6 und H. Diese Formulierung kann gegebenenfalls auch Vitamin B9 umfassen. Diese Formulierung liegt vorzugsweise in der wäßrigen Phase vor.

Die Konzentration jedes Vitamins in der zweiten flüssigen Formulierung kann ebenfalls entsprechend den jeweiligen Erfordernissen des Futtermittels, dem es zugesetzt wird, schwanken. Zweckmäßig liegt Vitamin B1 in einer Menge von 0,01 bis 7 g/kg, vorzugsweise 0,1 bis 3 g/kg, vor. Vitamin B2 liegt zweckmäßig in der Menge von 0,01 bis 40 g/kg, vorzugsweise 1 bis 20 g/kg, vor. Vitamin B3 liegt zweckmäßig in der Menge von 0,01 bis 60 g/kg, vorzugsweise 1 bis 30 g/kg, vor. Vitamin B5 liegt zweckmäßig in der Menge von 0,01 bis 60 g/kg, vorzugsweise 1 bis 30 g/kg, vor. Vitamin B6 liegt zweckmäßig in der Menge von 0,01 bis 12 g/kg, vorzugsweise 1 bis 5 g/kg, vor. Vitamin H liegt zweckmäßig in der Menge von 0,01 bis 5 g/kg, vorzugsweise 1 bis 2 g/kg, vor. Liegt Vitamin B9 vor, so liegt es zweckmäßig in einer Menge von 0,01 bis 5 g/kg, vorzugsweise 1 bis 2 g/kg, vor.

Die zweite flüssige Formulierung kann ein Stabilisierungsmittel und/oder ein Gelierschutzmittel umfassen. Zu geeigneten Stabilisierungsmitteln zählen anorganische Salze wie Kaliumsorbat, Sorbit, Propan-1,2-diol und Glycerin. Die bevorzugten Mittel sind Sorbit und Propan-1,2-diol.

Die zweite flüssige Formulierung kann ein Suspendiermittel umfassen. Zu geeigneten Suspendiermitteln zählen Polysaccharide wie Zucker, Xanthangummi und Carrageenan. Das bevorzugte Suspendiermittel ist Xanthangummi.

Die zweite flüssige Formulierung kann ein Antioxidationsmittel umfassen. Geeignete Antioxidationsmittel sind Zitronensäure und Ascorbinsäure. Das bevorzugte Antioxidationsmittel ist Ascorbinsäure.

Die zweite flüssige Formulierung kann auch ein Fungizid umfassen. Es kann jedes geeignete bekannte Fungizid verwendet werden; Kaliumsorbat wird besonders bevorzugt.

Die dritte Formulierung der vorliegenden Erfindung umfaßt Vitamin K3. Vorzugsweise wird dieses Vitamin, das unter der Bezeichnung Menadion bekannt ist, mit einem anorganischen Salz wie Natriumbisulfit komplexiert, wobei dieser Komplex unter der Bezeichnung MSBC bekannt ist; mit einer organischen Verbindung wie Nicotinamidbisulfit komplexiert, wobei die Verbindung unter der Bezeichnung Menadion-Nicotinamidbisulfit bekannt ist. Es ist auch möglich, daß das Vitamin physikalisch durch Bindung mit einer Verbindung wie Styramin geschützt wird, wobei die entstandene Verbindung unter der Bezeichnung Menadion-Styramin bekannt ist.

Vitamin K3 kann jedoch auch mit anderen Vitaminen zu einer stabilen Formulierung vermischt werden. Zu solchen Vitaminen zählen die Vitamine A, D3, E und B12.

Die Vitamin-K3-Konzentration in der dritten Formulierung kann zweckmäßig 1,5 bis 20 g/kg, vorzugsweise 5 bis 10 g/kg, betragen.

Die dritte Formulierung liegt vorzugsweise in der wäßrigen Phase vor und kann auch ein Stabilisierungsmittel und/oder ein Antigeliermittel umfassen. Es können geeignete Stabilisierungsmittel wie anorganische Natriumsalze, Sorbit oder Glycerin verwendet werden.

Vorzugsweise handelt es sich bei dem Stabilisierungsmittel um Sorbit. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Antigeliermittel um Propan-1,2-diol.

Bei der ersten Formulierung kann, wenn Vitamin E nicht in dieser Formulierung vorliegt, dieses Vitamin in der Zubereitung als getrennte Formulierung mitverwendet werden. So kann eine vierte Formulierung gebildet werden; gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird daher eine flüssige Vitaminzusammensetzung bereitgestellt, die

  • (a) eine erste flüssige Vitaminformulierung umfassend die Vitamine A, D3, B12,
  • (b) eine zweite flüssige Vitaminformulierung, umfassend die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6 und H, sowie
  • (c) eine dritte flüssige Vitaminformulierung, umfassend K3, sowie
  • (d) eine vierte flüssige Vitaminformulierung, umfassend Vitamin E, umfaßt,

    dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den vier Formulierungen um getrennte Lösungen handelt.

Bei diesem Vierwegsystem treffen die oben genannten Eigenschaften gleichermaßen auf die ersten drei Formulierungen zu. Bei der vierten Formulierung handelt es sich zweckmäßig um eine wäßrige Formulierung, die das Vitamin in einer Menge von mindestens 60 Gew.-%, vorzugsweise 60 bis 70 Gew.-%, umfaßt.

Die vierte flüssige Vitaminformulierung kann Wasser und einen Emulgator, ein Stabilisierungsmittel und ein Lösungsmittel wie oben definiert umfassen. Die bevorzugte Formulierung umfaßt Vitamin E, Kaliumsorbat, Propylenglycol, Propanol und Polyethylenglycol 400 Monooleat.

Der Vitaminbedarf von Tieren hängt natürlich von dem jeweiligen Tier ab, und ein Vorteil der erfindungsgemäßen Zubereitung besteht darin, daß die Zubereitung so hergestellt werden kann, daß sie in den drei oder vier Formulierungen die gewünschte Vitaminkonzentration für den jeweiligen Bedarf enthält. Im allgemeinen enthalten die erste und die zweite Formulierung bis zu 50 Gew.-% Vitamine.

Die erfindungsgemäße flüssige Vitaminzubereitung wird der Ration des Tiers dadurch zugeführt, daß man das Tierfutter mit der flüssigen Zubereitung versetzt. Typischerweise liegt das den Tieren angebotene Futter in Form von Pellets oder in Form einer Schlempe vor. Wird die Vitaminzubereitung den Pellets zugegeben, so können die erfindungsgemäßen flüssigen Vitaminzubereitungen nach Bildung der Pellets in das Futter eingebracht werden. Wird die Vitaminzusammensetzung der Schlempe zugegeben, so können die drei oder vier Formulierungen in die Schlempe gegeben werden. Das entstandene Futter kann anschließend gemischt werden. Die erfindungsgemäßen flüssigen Vitaminzubereitungen können auch mit trockenen Vitaminen vermischt werden und die erhaltene Mischung dann dem Futter zugegeben werden.

Die flüssigen Vitaminzubereitungen werden als Drei- oder Vier-Komponenten-System, das innerhalb eines einzigen Behältnisses vorliegt, oder in Form von drei oder vier getrennten Behältnissen, die innerhalb einer Einzelpackung bzw. eines Packungssystems vorliegen, bereitgestellt. Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird daher ein Abgabesystem für Tierfutter, das zumindest einen Satz Behältnisse umfaßt, wobei jedes Behältnis eine wie oben definierte Vitaminzubereitung umfaßt, bereitgestellt.

Will man die flüssige Vitaminzubereitung den gebildeten Pellets oder der Schlempe zugeben, so kann dies durch Auftragen der flüssigen Zubereitung auf das Pellet oder die Schlempe auf eine beliebige Art, zum Beispiel durch Sprühen oder durch Gießen der Flüssigkeit oder durch Eintauchen bzw. Tränken des Pellets in der flüssigen Zubereitung durchgeführt werden. Vorzugsweise wird die Flüssigkeit auf das Pellet oder die Schlempe durch Sprühen aufgetragen. Dies kann auf eine beliebige fachbekannte Weise durchgeführt werden. Die drei oder vier flüssigen Formulierungen können getrennt, und zwar entweder gleichzeitig oder nacheinander, aufgesprüht werden. Die drei oder vier Formulierungen können jedoch auch unmittelbar vor dem Versprühen vermischt werden.

Das entstandene Futter-Pellet bzw. die entstandene Futterschlempe umfaßt den gewünschten Vitaminzusatz; gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird daher ein Tierfutter mit Vitaminzusatz, das durch Zugabe einer wie oben beschriebenen flüssigen Vitaminzubereitung zu dem Futter erhalten wird, bereitgestellt.

Die vorliegende Erfindung soll nun anhand der folgenden Beispiele beschrieben werden:

Beispiel 1: Dreiweg-Zubereitung 1.1. Herstellung der flüssigen Vitaminformulierungen: 1.1.1 Erste flüssige Formulierung: Eine Formulierung gemäß Tabelle 1.1 unten wurde folgendermaßen hergestellt:

Vitamin B12 wurde unter Rühren mit Propan-1,2-diol versetzt. Um ein einheitliches Mischen zu gewährleisten wurde noch fünf Minuten weitergerührt. Die Mischung wurde dann mit Butyllactat und anschließend mit Sojaöl versetzt. Unter ständigem Weiterrühren wurde mit Vitamin E versetzt. Die homogene Mischung wurde dann mit Ethoxyquin und den Vitaminen A und D versetzt. Schließlich wurde mit dem Rizinusöl versetzt, wodurch man zu einer homogenen Flüssigkeit gelangte.

Tabelle 1.1
1.1.2: Zweite flüssige Vitaminformulierung: Eine Formulierung gemäß Tabelle 1.2 unten wurde folgendermaßen hergestellt:

Eine wäßrige Lösung von Wasser, Propan-1,2-diol, Sorbit, Ascorbinsäure und Xanthangummi wurde in einem 2 Liter fassenden BecherTM Mischer hergestellt. Der Inhalt wurde mit einem Magnetrührer gerührt. Die Vitamine wurden einzeln in der folgenden Reihenfolge zugegeben: H, B6, B5, B3, B1 und B2. Die entstandene Mischung wurde 15 Minuten lang gemischt.

Tabelle 1.2:
1.1.3: Dritte flüssige Vitaminformulierung: Es wurde eine wäßrige Lösung, die 725 g Wasser, 125 g Propan-1,2-diol und 125 g Sorbit umfaßte, hergestellt. Die Lösung wurde unter Rühren mit 6 g Menadion-Natriumbisulfit-Komplex versetzt. Die erhaltene Lösung enthielt 2 g/l Vitamin K3, ausgedrückt als reines Menadion. 1.2: Stabilitätsbestimmungen

Die Stabilität jeder Formulierung in der Zubereitung wurde jeweils über einen Zeitraum von 4 Wochen bestimmt. Die Vitaminkonzentration in der Formulierung wurde nach analytischen Standardverfahren analysiert (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie). Die Formulierungen wurden über den Prüfzeitraum bei 40°C aufbewahrt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1.3, 1.4 und 1.5 unten ersichtlich:

Tabelle 1.3: Stabilität der ersten Formulierung
  • * T = 0 bedeutet Stabilitätsbestimmungen unmittelbar nach der Herstellung

Aus den obigen Ergebnissen geht hervor, daß die Vitamine in der Formulierung stabil sind.

Tabelle 1.4: Stabilität der zweiten Formulierung
  • * Bestimmt als g % g Lösung
  • ** T = 0 bedeutet Stabilitätsbestimmungen unmittelbar nach der Herstellung

Aus den obigen Ergebnissen geht hervor, daß die Vitamine in der Formulierung stabil sind.

Tabelle 1.5: Stabilitätsbestimmung von Vitamin K3
  • * Bestimmt als g % g Lösung
  • ** T = 0 bedeutet Stabilitätsbestimmungen unmittelbar nach der Herstellung

Aus den obigen Ergebnissen geht hervor, daß Vitamin K in der dritten flüssigen Formulierung stabil ist.

Beispiel 2: Vierweg-Zubereitung 2.1: Herstellung der flüssigen Formulierungen 2.1.1: Erste flüssige Formulierung: Eine Formulierung gemäß Tabelle 2.1 unten wurde folgendermaßen hergestellt:

Propan-1,2-diol wurde mit Vitamin B12 versetzt. Diese Mischung wurde dann mit Propanol versetzt. In einem getrennten Behältnis wurden die Emulgatoren, Ethyllactat, Ethoxyquin und die verbleibenden Vitaminöle vereinigt und vermischt. Dann wurde die zweite Mischung mit der ersten Mischung versetzt und die erhaltene Mischung wurde solange gemischt, bis sie homogen war.

Tabelle 2.1
2.1.2: Zweite flüssige Formulierung: Eine Formulierung gemäß Tabelle 2.2 unten wurde folgendermaßen hergestellt:

Die löslichen B-Vitamine wurden in Wasser gegeben und solange vermischt, bis sie gelöst waren. In einem getrennten Behältnis wurde Propan-1,2-diol mit dem Suspendiermittel versetzt und gründlich vermischt. Dann wurde mit N-Propylalkohol versetzt. Dann wurde die zweite Mischung unter Rühren mit der ersten Mischung versetzt. Dann wurde mit dem Riboflavin und der Folsäure versetzt, um die Mischung zu vervollständigen, und die erhaltene Mischung wurde solange gerührt, bis eine feine einheitliche Suspension entstand.

Tabelle 2.2
2.1.3: Dritte flüssige Formulierung: Eine Formulierung gemäß Tabelle 2.3 unten wurde dadurch hergestellt, daß man das Vitamin-K3-Salz in Wasser gab und solange mischte, bis es gelöst war. Die Lösung wurde dann mit N-Propylalkohol und Propan-1,2-diol versetzt.
Tabelle 2.3
2.1.4: Vierte flüssige Formulierung: Eine Formulierung gemäß Tabelle 2.4 unten wurde folgendermaßen hergestellt:

Propylenglycol wurde mit Propanol und Kaliumsorbat in Wasser vermischt. In einem getrennten Behältnis wurden die Emulgatoren, Ethyllactat und das Vitamin-E-Öl vereinigt und vermischt. Die zweite Mischung wurde dann mit der ersten Mischung versetzt und die erhaltene Mischung wurde solange gemischt, bis sie homogen war.

Tabelle 2.4
2.2 Stabilitätsbestimmungen

Die Stabilität jeder Formulierung in der Zubereitung wurde wie in Beispiel 1 bestimmt; es wurde gefunden, daß sie gleich stabil wie die Zubereitung von Beispiel 1 war.

Beispiel 3: Stabilität der flüssigen Vitaminzubereitung in einem Geflügelfutter

In diesem Beispiel wurde ein normales Geflügelfutter, das ein verdauliches Kohlenhydrat, eine Fettquelle, eine Aminosäurequelle, sowie Vitamine und Mineralien wie in Tabelle 3.1 unten angeführt enthielt, verwendet.

Tabelle 3.1: Geflügelfutterformulierungen

Zwei Vitamin-A-Quellen werden verglichen. Die Mischung A enthielt die erfindungsgemäße Vitaminzusammensetzung in flüssiger Form, während Mischung B die traditionelle pulverförmige Vitaminzusammensetzung enthielt. Das Futter wurde mit den Vitaminvormischungen versetzt. Die Stabilität des Vitamin A in beiden Futterproben wurde über einen Zeitraum von vier Wochen bestimmt. Das Futter wurde bei 20°C und 80% Feuchtigkeit aufbewahrt. Die Vitamin-A-Konzentration in dem Futter wurde nach traditionellen Analyseverfahren bestimmt (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie). Die Ergebnisse sind in Tabelle 3.2 unten angeführt:

Tabelle 3.2: Vitamin-A-Konzentration in Geflügelfutter

Aus den Ergebnissen geht hervor, daß Vitamin A in dem Futter, das die flüssige Vormischung enthält, gleich stabil wie in der traditionellen pulverförmigen Vormischung ist.

Beispiel 4: Stabilität der flüssigen Vitaminzubereitung in einem Geflügelfutter

Die Stabilität der Vitamine A, K3 und B2 in einem Geflügelfutter auf Schrotgrundlage wird für eine erfindungsgemäße flüssige Vormischung, die gemäß Beispiel 1 hergestellt wurde (Futter 1) und eine pulverförmige Vormischung (Futter 2, Vergleichsbeispiel) bestimmt.

100 g Futter umfaßte die folgende Zusammensetzung:

Tabelle 4.1

Die Stabilitätswerte sind in Tabelle 4.2 unten angegeben:

Tabelle 4.2

Aus diesen Ergebnissen geht hervor, daß die Vitamine in der flüssigen Zubereitung auch nach einem Monat stabil und mit der traditionellen pulverförmigen Vitamin zubereitung vergleichbar sind.


Anspruch[de]
  1. Flüssige Vitaminzubereitung, die (a) eine erste flüssige Vitaminformulierung umfassend die Vitamine A, D3, B12 und gegebenenfalls Vitamin E, (b) eine zweite flüssige Vitaminformulierung, umfassend die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6 und H, sowie (c) eine dritte flüssige Vitaminformulierung, umfassend K3, umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den drei Formulierungen um getrennte Lösungen handelt.
  2. Flüssige Vitaminzubereitung nach Anspruch 1, wobei die drei Formulierungen in einem einzigen Behälter mit drei abgetrennten Abteilungen vorliegen oder in drei getrennten Behältnissen in einer gemeinsamen Packung bzw. einem gemeinsamen Packungssystem vorliegen.
  3. Flüssige Zubereitung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die erste Formulierung zumindest ein Lösungsmittel umfaßt.
  4. Flüssige Zubereitung nach Anspruch 3, wobei das Lösungsmittel aus der Reihe Alkyllactate, Propan-1,2-diol, n-Propylalkohol, Pflanzenöl und Sojaöl stammt.
  5. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Formulierung einen Emulgator umfaßt.
  6. Flüssige Zubereitung nach Anspruch 5, wobei es sich bei dem Emulgator um ein ethoxyliertes Öl handelt.
  7. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Formulierung ein Antioxidationsmittel umfaßt.
  8. Flüssige Zubereitung nach Anspruch 7, wobei das Antioxidationsmittel aus der Reihe Ethoxyquin, Butylhydroxyltoluol, Butylhydroxylanisol und tert.-Butylhydrochinon stammt.
  9. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Formulierung weiterhin Vitamin B9 umfaßt.
  10. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Formulierung in der wäßrigen Phase vorliegt.
  11. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Formulierung ein Stabilisierungsmittel umfaßt.
  12. Flüssige Zubereitung nach Anspruch 11, wobei es sich bei dem Stabilisierungsmittel um Sorbit handelt.
  13. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Formulierung ein Suspendiermittel umfaßt.
  14. Flüssige Zubereitung nach Anspruch 12, wobei es sich bei dem Suspendiermittel um einen Xanthangummi handelt.
  15. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Formulierung ein Antioxidationsmittel umfaßt.
  16. Flüssige Zubereitung nach Anspruch 15, wobei das Antioxidationsmittel aus der Reihe Zitronensäure und Ascorbinsäure stammt.
  17. Flüssige Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Vitamin K3 der dritten Formulierung mit Natriumbisulfit oder Nicotinamidbisulfit komplexiert ist.
  18. Flüssige Vitaminzubereitung, die (a) eine erste flüssige Vitaminformulierung umfassend die Vitamine A, D3, B12, (b) eine zweite flüssige Vitaminformulierung, umfassend die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6 und H, sowie (c) eine dritte flüssige Vitaminformulierung, umfassend K3, sowie (d) eine vierte flüssige Vitaminformulierung, umfassend Vitamin E, umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den vier Formulierungen um getrennte Lösungen handelt.
  19. Verwendung einer flüssigen Vitaminzubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche als Tierfuttermittelzusatz.
  20. Abgabesystem für Tierfutter, das zumindest einen Satz Behältnisse umfaßt, wobei jedes Behältnis eine Vitaminzubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 17 umfaßt.
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