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Dokumentenidentifikation DE10052885B4 13.07.2006
Titel Vorrichtung, welche der Auftriebskraft, die auf eine Pumpstation wirkt, entgegenwirkt
Anmelder Grundfos Management A/S, Bjerringbro, DK
Erfinder Numminen, Leo, Kauniainen, FI;
Mälkiä, Teuvo, Vantaa, FI
Vertreter Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München
DE-Anmeldedatum 25.10.2000
DE-Aktenzeichen 10052885
Offenlegungstag 05.07.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse E02D 31/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F04D 13/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche der Auftriebskraft entgegenwirkt, die auf eine unterirdische Pumpstation wirkt, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine unterirdische Abwasserpumpstation, welche einen Behälter und eine abtauchfähige Pumpeinrichtung umfasst, die darin installiert ist, um das Abwasser zu pumpen, ist einer Auftriebskraft ausgesetzt, die speziell aus dem Grundwasserdruck resultiert und dazu neigt, die Pumpstation anzuheben. Um der Auftriebskraft entgegenzuwirken, wird der Boden des Behälters derzeit an einer Beton-Basisplatte fixiert, die vor der Installation der Pumpstation unter der Pumpstation fixiert worden ist und welche der Auftriebskraft teilweise durch ihr eigenes Gewicht und teilweise mittels einer Erdmasse entgegenwirkt, die auf einem Flansch liegt, der sich außerhalb des Containers erstreckt. Die Beton-Basisplatte, an welcher die Pumpstation befestigt ist, kann aus einem vorgegossenen Element bestehen, oder sie kann alternativ direkt auf dem Erdbauplanum oder einer kompakten Schotterschicht einer Aushebung gegossen werden. Dies ist eine komplizierte und teure Lösung, die eine zeitaufwändige Installationsarbeit notwendig macht.

Die DE 198 08 144 A1 betrifft eine Abwasser-Pumpstation mit einem Schacht, der eine Abwasser aufnehmende Kammer aufweist, in der eine Pumpe angeordnet ist, an die eine Druckleitung angeschlossen ist, wobei zwischen der Druckleitung und der Pumpe Armaturen wie Schieber, Kugelrückschlagventile oder dergleichen angeordnet sind.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile der Technologie gemäß dem Stand der Technik zu eliminieren und einen vollständig neuen Lösungstyp zum Entgegenwirken der Auftriebskraft, die auf eine Pumpstation wirkt, zu erzielen.

Die Lösung der Erfindung verwendet einen Kragen, der an der Kante des Bodens des Behälters angesetzt ist, wie dies im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 spezifiziert ist.

Die Lösung gemäß der Erfindung ist sehr einfach und vorteilhaft. Der Kragen kann zum Transport innerhalb des Behälters angeordnet werden, so dass er während des Transportes nur sehr wenig Platz einnehmen wird, speziell wenn der Kragen aus mehreren Teilen besteht. Die Befestigung des Kragens ist eine sehr einfache und schnelle Tätigkeit. Darüber hinaus kann der Kragen beispielsweise aus überschüssigen Streifen hergestellt werden, die produziert werden, wenn der Behälter aus verstärktem Kunststoff hergestellt wird, so dass das Produkt ebenfalls sehr umweltfreundlich ist.

Im Folgenden wird die Erfindung im Detail anhand eines Beispiels und unter Bezugnahme der Zeichnungen beschrieben werden. Es zeigen:

1 einen Kragen gemäß der Erfindung, der an einer Pumpstation angesetzt ist, und

2 einen Querschnitt beim Punkt A.

Die 1 zeigt eine Abwasserpumpstation, die in einer Aushebung 1 in der Erde verlegt ist und einen zylindrischen Behälter 2 mit einem Durchmesser von beispielsweise 1 m aufweist, wobei darin eine abtauchfähige Pumpausrüstung befestigt ist. Der Behälter 2, der beispielsweise aus verstärktem Kunststoff hergestellt sein kann, hat eine Bodenplatte 3, die aus demselben Material hergestellt ist und eine Kante aufweist, die sich über einen gewissen Abstand, zum Beispiel ungefähr 5 cm, außerhalb der zylindrischen Oberfläche des Behälters erstreckt. Zum Zuführen von Abwasser hat der Behälter ein Rohr 4, das mit seiner Seite verbunden ist.

Um der Auftriebskraft entgegenzuwirken, welche speziell durch Grundwasser ausgeübt wird, ist ein Kragen 5 aus zum Beispiel demselben Material wie der Behälter und mit einer Breite, die von der Stärke der Auftriebskraft bestimmt wird, an der Kante der Bodenplatte angesetzt und erstreckt sich außerhalb der Seitenwand des Behälters 2. Der Kragen kann eine Breite von zum Beispiel 10 cm und eine Dicke von zum Beispiel 5 mm aufweisen. Der Kragen 5 umgibt den Behälter und er kann aus einem oder mehreren Teilen bestehen. Wenn der Kragen 5 aus mehreren Teilen besteht, sind die Teile zum Beispiel über eine Bolzenverbindung 6 miteinander verbunden. Der Kragen 5 ruht auf der Bodenplatte 3, ohne daran befestigt zu sein. Nachdem der Kragen befestigt worden ist, wird die Aushebung 1 mit Schotter 7 aufgefüllt, der sich gegen den Kragen 5 drückt und mittels seines Gewichtes der Auftriebskraft entgegenwirkt.

Es ist für Fachleute auf diesem Gebiet offensichtlich, dass unterschiedliche Ausführungsformen der Erfindung nicht auf das oben beschriebene Beispiel beschränkt sind, sondern innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche variiert werden können.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung, welche der Auftriebskraft, die auf eine unterirdische Pumpstation wirkt, mittels einer Erdschicht (7) entgegenwirkt, die auf der Vorrichtung angeordnet ist, wobei die Pumpstation einen Behälter (2) umfasst dessen Boden (3) eine Kante hat, die sich außerhalb der Seitenwand des Behälters erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Kragen (5) ist, der zumindest teilweise über der Kante angesetzt ist, und dass der Kragen (5) teilweise auf der Kante ruht, ohne daran befestigt zu sein.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen aus einem oder mehreren Teilen besteht.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Kragens (5) durch die Stärke der Auftriebskraft bestimmt wird.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (5) aus verstärktem Kunststoff oder einem entsprechenden Material ausgebildet ist, das zur Verwendung bei einem erdverlegtem Element geeignet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (5) aus demselben Material wie der Behälter hergestellt ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (5) aus mehreren Teilen besteht, die über Verbindungen (6) aneinander befestigt sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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