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Dokumentenidentifikation DE102004032554B4 13.07.2006
Titel Verschluss zum Verschließen einer Bauteilöffnung in einem Bauteil
Anmelder Airbus Deutschland GmbH, 21129 Hamburg, DE
Erfinder Schulz, Alexander, Dipl.-Ing., 21723 Hollern-Twielenfleth, DE
DE-Anmeldedatum 06.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004032554
Offenlegungstag 26.01.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse B64C 1/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Verschluss zum Verschließen von Bauteilöffnungen in Bauteilen eines Verkehrsmittels, insbesondere zum Verschließen von Öffnungen in Tragflächen und Leitwerken eines Luftfahrzeugs, mit einem durch Verbindungselemente mit einem Außendeckel verbundenen Innendeckel.

Verschlüsse für Bauteilöffnungen in Bauteilen, insbesondere Mannlochdeckel und andere Inspektionsöffnungen, sind aus dem Stand der Technik in vielfältigen Variationen bekannt. Derartige Bauteilöffnungen weisen häufig kreisförmige oder elliptische Querschnittsgeometrien mit großen Querschnittsflächen auf. Hierdurch kann beispielsweise eine Inspektion des Bauteils von Innen her per Hand oder durch Hineinkriechen einer Person mit dem ganzen Körper erfolgen (Mannloch).

Die bekannten Verschlüsse umfassen unter anderem einen Innendeckel und einen Außendeckel, um die Bauteilöffnung zu überdecken. Zum Verschließen der Bauteilöffnung wird der Innendeckel von der Innenseite des Bauteils auf die Bauteilöffnung aufgelegt, während der Außendeckel von der Außenseite des Bauteils auf die Bauteilöffnung aufgelegt wird. Um einen festen Sitz des so gebildeten Verschlusses über der Bauteilöffnung zu erreichen, werden der Außendeckel und der Innendeckel mittels geeigneter Verbindungselemente, beispielsweise in der Form von Schraub-, Klemmverbindungen oder dergleichen, fest zusammengezogen. Weiterhin können auf der Oberseite bzw. der Unterseite des Bauteils im Bereich der Bauteilöffnung umlaufende Rezesse bzw. Ausnehmungen eingebracht sein, um den Außendeckel bzw. den Innendeckel innerhalb des Bauteils zu zentrieren und so das Verschließen der Bauteilöffnung zu erleichtern und gleichzeitig die Abdichtwirkung zu verbessern und eine hohe Güte der aerodynamischen Fläche zu gewährleisten.

Um die Bauteilöffnung vollständig abzudichten, beispielsweise bei Verschlüssen für Tankanlagen, Tragflächentanks und dergleichen, ist es häufig erforderlich zwischen dem Außendeckel bzw. dem Innendeckel und der Bauteiloberseite bzw. der Bauteilunterseite zusätzliche Dichtmittel anzuordnen. Hierdurch werden etwaige Unebenheiten in der Oberfläche des Bauteils bzw. der Verschlussdeckel ausgeglichen, die andernfalls eine wirksame Abdichtung der Bauteilöffnung durch den Verschluss beeinträchtigen würden. Auf die Dichtmittel kann im Allgemeinen nur verzichtet werden, wenn sowohl die Oberfläche des Bauteils als auch die hiermit korrespondierenden Flächen des Außendeckels bzw. des Innendeckels eine hohe Oberflächengüte aufweisen und somit im Wesentlichen frei von Unebenheiten sind. Eine derartig hohe Oberflächengüte kann beispielsweise durch Schleifen oder Polieren der entsprechenden Dichtflächen im Bereich der Bauteilöffnung bzw. der Verschlussdeckel erreicht werden.

Die Produktion von derartigen Verschlusskomponenten mit einer so hohen Oberflächengüte, dass zusätzliche Dichtmittel im Wesentlichen entbehrlich werden, bedingt jedoch einen deutlich höheren Herstellungsaufwand.

Aufgabe der Erfindung ist es unter anderem, den Herstellungsaufwand im Vergleich zu konventionellen Verschlüssen zu verringern, da der umlaufende Rezess in einem getrennten Arbeitsgang hergestellt werden kann. Hierdurch wird die Bearbeitung des Bauteils vereinfacht und auch ohne eine zusätzliche Oberflächenbearbeitung sind als Dichtmittel beispielsweise Nuten mit eingelegten Dichtringen ausreichend. Flächendichtungen sind im Allgemeinen nicht mehr erforderlich.

Diese Aufgabe wird durch einen Verschluss mit den Merkmalen des Kennzeichens des Patentanspruchs 1 gelöst.

Dadurch, dass ein Einsatz in der Bauteilöffnung angeordnet ist, wobei der Außendeckel zumindest bereichsweise an einer Einsatzaußenfläche und der Innendeckel zumindest bereichsweise an einer Einsatzinnenfläche anliegt, ist eine Fertigung des Einsatzes beispielsweise in Spritzgusstechnik möglich, sodass sich eine hohe Oberflächengüte der entstehenden Dichtflächen ergibt, die weitere Bearbeitungsschritte zur Verbesserung der Oberflächengüte der Dichtflächen entbehrlich macht.

Weiterhin kann durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Verschlusses die Wandstärke im Bereich der Bauteilöffnung unabhängig von der übrigen Materialstärke des Bauteils gewählt werden, sodass unter Umständen Verstärkungen bei geringen Materialstärken des Bauteils im Bereich der Bauteilöffnungen entfallen können. Hierdurch kann sich eine Materialersparnis und damit eine Gewichtsreduzierung ergeben. Im Bedarfsfall können der Einsatz und das Bauteil aus verschiedenen Materialien gefertigt sein.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in den Einsatz eine umlaufende äußere Ausnehmung eingebracht ist, wobei die äußere Ausnehmung eine Verbindungsfläche aufweist.

Hierdurch ist eine einfache und schnelle Positionierung des Einsatzes bei der Montage in der Bauteilöffnung möglich.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Verschluss im Bereich der Verbindungsfläche zumindest bereichsweise an einer Bauteilinnenfläche befestigt, insbesondere mit dieser mittels einer Klebeschicht verbunden.

Durch diese konstruktive Ausführung ist zum einen eine einfache Befestigung des Einsatzes in der Bauteilöffnung bzw. im Bauteil gewährleistet. Zum anderen können mittels der Klebeschicht fertigungstechnisch bedingte Unebenheiten in der Oberfläche des Bauteils und/oder des Einsatzes kompensiert werden, ohne die Dichtigkeit des Verschlusses zu beeinträchtigen. Eine weitere Oberflächenbearbeitung kann entfallen.

Nach Maßgabe einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die äußere Ausnehmung eine Höhe auf, die in etwa einer Materialstärke des Bauteils entspricht, um einen bündigen Abschluss des Außendeckels mit einer Bauteilaußenfläche zu erzielen.

Hierdurch wird eine strömungstechnisch günstige Gestaltung der Bauteilaußenfläche erreicht.

Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass der Einsatz im Wesentlichen scheibenförmig ausgebildet ist.

Hierdurch ist eine besonders einfache Herstellbarkeit des erfindungsgemäßen Einsatzes mittels bekannter Produktionsverfahren sichergestellt.

Weitere vorteilhafte Gestaltungen sind in den übrigen Patentansprüchen niedergelegt.

In der Zeichnung zeigt:

1 Eine Flügelschale mit einer Vielzahl von Bauteilöffnungen mit Verschlüssen sowie einer Verstärkung,

2 eine Darstellung eines Schnittes durch ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verschlusses entlang einer Schnittlinie A-A und

3 eine Darstellung eines Schnittes durch ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verschlusses entlang der Schnittlinie A-A.

Die 1 zeigt eine Flügelschale 1 in einer schematisierten Unteransicht mit einer Vielzahl von Bauteilöffnungen 2, die mit Verschlüssen 3 versehen sind. Die Verschlüsse 3 dienen zum Abschluss von Bauteilöffnungen 2 in der Flügelschale 1. Die Bauteilöffnungen 2 können beispielsweise als Inspektionsöffnungen, Mannlöcher und dergleichen für Flügeltanks von Luftfahrzeugen bestimmt sein, die innerhalb der Flügelschale 1 gebildet sind. In einem äußeren Bereich 4 der Flügelschale 1 ist darüber hinaus eine Verstärkung 5 angebracht. Die Verstärkung 5 ermöglicht die Integration der Verschlüsse 3 in Bereichen der Flügelschale 1, die nur eine geringe Materialstärke aufweisen.

Die 2 zeigt eine Darstellung eines Schnittes durch ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verschlusses entlang der Schnittlinie A-A.

Ein Bauteil 6 weist eine Bauteilöffnung 7 auf. Bei dem Bauteil 6 kann es sich beispielsweise um eine Tragfläche, eine Tragflächenschale, ein Höhenleitwerk, ein Seitenleitwerk, einen Tragflächentank, einen Höhen- und/oder Seitenleitwerkstank, einen Frischwassertank, einen Abwassertank oder dergleichen eines Luftfahrzeuges handeln. Die Bauteilöffnung 7 kann hierbei eine kreisförmige, elliptische oder ovale Querschnittsgeometrie aufweisen. Weitere Querschnittsgeometrien sind denkbar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel der 2 weist die Bauteilöffnung 7 eine elliptische Querschnittsgeometrie auf (vgl. 1). Die lichte Weite der Bauteilöffnung 7 ist hierbei an deren Verwendungszweck, beispielsweise als Mannloch, Handinspektionsöffnung oder dergleichen, anzupassen.

In der Bauteilöffnung 7 ist ein Einsatz 8 mit einer Einsatzöffnung 9 angeordnet. Der Einsatz 8 weist eine umlaufende äußere Ausnehmung 10 auf, die eine erste Anlagefläche 11 bildet. Der Einsatz 8 hat hierbei eine Außenkontur, die in etwa der inneren Kontur der Bauteilöffnung 7 folgt. Der Einsatz 8 liegt mit der ersten Anlagefläche 11 auf einer Bauteilinnenfläche 12 auf. Zwischen der ersten Anlagefläche 11 des Einsatzes 8 und der Bauteilinnenfläche 12 ist eine Klebeschicht 13 angeordnet, mittels derer der Einsatz 8 fest mit dem Bauteil 6 verbunden ist. Die Klebeschicht 13 dient darüber hinaus zum Ausgleich von kleineren Unebenheiten auf der Bauteilinnenfläche 12, sodass in jedem Fall die vollständige Dichtigkeit des Verschlusses in diesem Bereich gegeben ist. Zusätzlich zur Klebeschicht 13 können weitere Verbindungselemente, beispielsweise Nieten oder dergleichen vorgesehen sein, um die Festigkeit der Verbindung des Einsatzes 8 mit dem Bauteil 6 zu erhöhen. Anstatt der Klebeschicht 13 kann beispielsweise auch eine Flächendichtung vorgesehen sein, wobei der Einsatz 8 dann mit Verbindungselementen, wie zum Beispiel Nieten oder dergleichen, mit dem Bauteil 6 verbunden wird.

Die äußere Ausnehmung 10 weist eine Höhe 14 auf, die in etwa der Materialstärke des Bauteils 6 zuzüglich der Dicke der Klebeschicht 13 entspricht. Hierdurch wird ein in etwa bündiger und damit strömungstechnisch günstiger Abschluss des Einsatzes 8 mit einer Bauteilaußenfläche 15 erreicht. Dieser Umstand ist insbesondere von Bedeutung, wenn der erfindungsgemäße Verschluss beispielsweise zum Verschluss von Tragflächentanks in Luftfahrzeugen eingesetzt werden soll. Daneben dient die äußere Ausnehmung 10 auch zur Zentrierung des Einsatzes 8 in der Bauteilöffnung 7 bei dessen Montage.

Zum Verschließen der Bauteilöffnung 7 liegt ein Innendeckel 16 auf dem Einsatz 8 auf. Zwischen einer Einsatzinnenfläche 17 und dem Innendeckel 16 kann eine Dichtung 18 angeordnet sein. Die Dichtung 18 ist nur dann entbehrlich, wenn die Oberflächengüte der Einsatzinnenfläche 17 und der entsprechenden Oberfläche des Innendeckels 16 so hoch ist, dass praktisch keine Unebenheiten mehr vorhanden sind, die zu Undichtigkeiten führen können. Zur Bildung der Dichtung 18 kann beispielsweise eine umlaufende Nut in den Einsatz 8 eingebracht werden, in die ein entsprechend ausgebildeter Dichtring eingelegt wird. Als Dichtring kann beispielsweise ein O-Ring oder dergleichen verwendet werden. Alternativ können auch Flächendichtungen verwendet werden.

Weiterhin weist der Einsatz 8 eine Einsatzaußenfläche 19 auf, in die eine umlaufende innere Ausnehmung 20 zur Bildung einer zweiten Anlagefläche 21 eingebracht ist. Im Bereich der zweiten Anlagefläche 21 liegt ein Außendeckel 22 im Bereich eines Außendeckelrandbereichs 23 an. Die Oberflächengeometrie der inneren Ausnehmung 20 ist hierbei so gestaltet, dass der Außendeckelrandbereich 23 nahezu formschlüssig an der zweiten Anlagefläche 21 anliegt. Durch diese konstruktive Ausgestaltung in Verbindung mit einer entsprechenden Materialstärke für den Außendeckel 22 wird ein zumindest bereichsweise bündiger Abschluss des Außendeckels 22 mit der Bauteilaußenfläche 15 erreicht, sodass sich eine strömungstechnisch günstige Integration des Verschlusses in die Bauteilaußenfläche 15 ergibt. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass sich aufgrund notwendiger Toleranzen zwischen den Bauteilen keine vollständige Bündigkeit erreichen lässt.

Nach Maßgabe der Darstellung der 2 ist der Außendeckel 22 mit dem Innendeckel 16 durch Verbindungselemente 24 verbunden. Als Verbindungselemente 24 kommen beispielsweise Schraubverbindungen, Nieten, Hebelverbindungen, Klemmverbindungen oder dergleichen in Betracht. Weiterhin ist es nicht erforderlich, dass die Verbindungselemente 24 durch den Einsatz 8 hindurch geführt werden. Die Verbindungselemente 24 können beispielsweise auch so angeordnet sein, dass diese die Einsatzöffnung 9 durchsetzen, um den Außendeckel 16 mit dem Innendeckel 22 zu verbinden. In einer alternativen Ausführungsform kann der Außendeckel 22 beispielsweise auch ein Außengewinde aufweisen, das in ein entsprechendes Innengewinde in der Bauteilöffnung 7 zur einschraubbaren Befestigung des Außendeckels 22 eingreift.

Von besonderem Vorteil ist, dass der Einsatz 8, der Innendeckel 16 sowie der Außendeckel 22 in fertigungstechnisch einfacher Weise, beispielsweise im Spritzgussverfahren, mit einer hohen Oberflächengüte hergestellt werden können. Aufwändige Nachbearbeitungsschritte – beispielsweise durch Schleifen, Polieren oder Läppen – zur Herstellung einer für die erforderliche Abdichtungswirkung des Verschlusses ausreichenden Oberflächengüte im Bereich der Bauteilöffnung 7, können entfallen, wodurch sich eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis im Vergleich zu bekannten Lösungen für derartige Verschlüsse ergibt.

Die Dichtung 18 zwischen dem Innendeckel 16 und der Einsatzinnenfläche 17 ist optional. Die Dichtung 18 ist nur erforderlich, wenn die Oberflächengüte der entsprechenden Flächen des Innendeckels 16 und der Einsatzinnenfläche 17 nicht ausreicht, um die gewünschte Abdichtungswirkung des Verschlusses zu erzielen.

Weiterhin ist es möglich, zwischen der zweiten Anlagefläche 21 des Einsatzes 8 und einem Randbereich einer Oberseite des Außendeckels 22 zumindest bereichsweise in der 2 nicht näher dargestellte Dichtmittel vorzusehen, wodurch sich die Abdichtungswirkung des Verschlusses verbessern lässt. Als Dichtmittel kommen beispielsweise Flächendichtungen, Nuten mit eingelegten Dichtringen, elastische Dichtmittel wie zum Beispiel Silikon, Acryl oder dergleichen in Betracht.

Aus Gründen der Gewichtsersparnis ist es ferner möglich, den Innendeckel 16 wegzulassen und den Außendeckel 22 allein mittels der Verbindungselemente 24 mit dem Einsatz 8 zu verbinden, sofern die Festigkeitserfordernisse dies erlauben.

Die 3 illustriert eine Darstellung eines Schnittes durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verschlusses entlang einer Schnittlinie A-A.

Ein Bauteil 25 weist eine Bauteilöffnung 26 auf. Die lichte Weite der Bauteilöffnung 26 ist entsprechend dem geplanten Verwendungszweck des Verschlusses, beispielsweise als Mannlochdeckel, als Handinspektionsöffnung oder dergleichen, zu dimensionieren.

Ein Einsatz 27 ist in dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses als ein scheibenförmiger Ring ausgebildet. Der Einsatz 27 weist wiederum eine Einsatzöffnung 28 auf. Der Einsatz 27 weist weiterhin eine Einsatzinnenfläche 29 und eine Einsatzaußenfläche 30 auf. Die Einsatzinnenfläche 29 und die Einsatzaußenfläche 30 verlaufen hierbei auf Grund der scheibenförmigen Ausgestaltung des Einsatzes 27 in etwa planparallel zueinander. Auf der Einsatzinnenfläche 29 liegt ein Innendeckel 31 auf. Zwischen der Einsatzinnenfläche 29 und dem Innendeckel 31 ist eine Dichtung 32 eingebracht. Die Dichtung 32 kann beispielsweise als eine Flächendichtung ausgebildet sein. Alternativ hierzu ist es möglich, die Dichtung 32 durch eine kleine Nut zu bilden, in die beispielsweise ein Dichtring oder dergleichen eingebracht ist. Sind an die Abdichtungswirkung des Verschlusses keine hohen Anforderungen zu stellen, kann die Dichtung 32 entfallen. Bei hoher Oberflächengüte der Einsatzinnenfläche 29 und einer Oberseite des Innendeckels 31 kann in diesem Fall immer noch eine ausreichende Abdichtungswirkung des Verschlusses erzielt werden.

Die Einsatzaußenfläche 30 liegt in einem äußeren Teilbereich auf einer Bauteilinnenfläche 33 auf und ist mit dieser beispielsweise mittels einer Klebeschicht 34 fest verbunden. Die Klebeschicht 34 dient gleichzeitig zum Ausgleich kleinerer Unebenheiten auf der Bauteilinnenfläche 33 und/oder der Einsatzaußenfläche 30. Zusätzlich zur Klebeschicht 34 können weitere Verbindungselemente, beispielsweise Nieten oder dergleichen, zur Erhöhung der Festigkeit der Verbindung zwischen dem Bauteil 25 und dem Einsatz 27 in den Verbindungsbereich eingebracht werden. Anstatt der Klebeschicht 34 kann beispielsweise eine Flächendichtung vorgesehen sein, wobei der Einsatz 27 dann über Verbindungselemente, zum Beispiel durch Nieten oder dergleichen, mit dem Bauteil 25 verbunden ist.

Im Unterschied zur Ausführungsform des Verschlusses nach Maßgabe der 2 sind sowohl der Einsatz 27 als auch ein Außendeckel 35 scheibenförmig mit in etwa planparallelen Oberflächen ausgeführt. Eine Oberseite des Außendeckels 35 schließt vorzugsweise mit einer Bauteilaußenfläche 36 bündig ab, um den Verschluss bzw. eine Außenfläche des Außendeckels 35 in einer strömungstechnisch vorteilhaften Weise in die Bauteilaußenfläche 36 zu integrieren. Zu diesem Zweck weist der Außendeckel 35 zumindest im Randbereich ungefähr eine Materialstärke auf, die der Summe der Wandstärke des Bauteils 25 im Bereich des Verschlusses zuzüglich der Höhe bzw. Dicke der Klebeschicht 34 entspricht.

Über Verbindungselemente 37 sind der Innendeckel 31, der Einsatz 27 sowie der Außendeckel 35 miteinander und damit mit dem Bauteil 25 fest verbunden. Die Verbindungselemente 37 können beispielsweise als Schraub-, Klemmverbindungen oder dergleichen ausgebildet sein. Alternativ ist es denkbar, ein Außengewinde im Außendeckel 35 und ein hiermit korrespondierendes Innengewinde in der Bauteilöffnung 26 zur Befestigung des Außendeckels 35 im Einsatz 27 vorzusehen. Der Innendeckel 31 kann in diesem Fall unter Umständen weggelassen werden.

Weiterhin ist es auch möglich, zwischen dem Außendeckel 35 und der Einsatzaußenfläche 30 in der Darstellung der 3 nicht näher dargestellte Dichtmittel, beispielsweise Flächendichtungen, Dichtringe in Nuten, elastische Dichtmittel, wie zum Beispiel Silikon und Acryl oder dergleichen vorzusehen, um die Abdichtungswirkung des Verschlusses weiter zu verbessern.

Aufgrund der scheibenförmigen geometrischen Gestalt des Einsatzes 27 kann dieser in besonders einfacher Weise hergestellt werden. Auch bei dieser Ausführungsform ist es unter Umständen möglich, den Innendeckel 31 ganz wegzulassen und den Außendeckel 35 allein mittels des Einsatzes 27 mit dem Bauteil 25 zu verbinden.

Aufgrund der scheibenförmigen geometrischen Gestalt des Außendeckels 35 ergibt sich möglicherweise im Vergleich zur Ausführungsform nach Maßgabe der 2 ein geringfügig vergrößertes Spaltmaß 38 zwischen einem Außenrand des Außendeckels 35 und einer Innenwandung der Bauteilöffnung 26. Ein Außendeckel mit einer geneigten Randfläche, beispielsweise in der Form eines Konus, verringert gegenüber einem zylinderförmigen Außendeckel das zwischen Außendeckel und Bauteil entstehende Spaltmaß.

Die Ausführung des erfindungsgemäßen Verschlusses nach Maßgabe der 3 gewährleistet aufgrund der im Wesentlichen scheibenförmigen Gestalt des Innendeckels 31, des Außendeckels 35 und des Einsatzes 27 eine vereinfachte Herstellbarkeit des Verschlusses. Weiterhin ist es möglich den Einsatz 27, den Innendeckel 31 sowie den Außendeckel 35 beispielsweise in Spritzgusstechnik herzustellen, sodass diese Komponenten von vornherein auch ohne eine aufwändige mechanische Nachbearbeitung der entsprechenden Oberflächen – beispielsweise durch Schleifen, Polieren, Läppen oder dergleichen – über eine hohe Oberflächengüte verfügen, sodass sich eine gute Abdichtungswirkung des Verschlusses ergibt. Weiterhin ist eine Standardisierung der genannten Bauteile möglich. Schließlich lassen sich die genannten Bauteile im Bedarfsfall aus anderen Materialien als das Bauteil 25 fertigen.

Ferner ermöglicht die scheibenförmige Gestaltung des Innendeckels 31, des Außendeckels 35 und des Einsatzes 27 eine effektive Dichtwirkung des erfindungsgemäßen Verschlusses.

In besonders vorteilhafter Weise wird der erfindungsgemäße Verschluss zum Verschließen von Mannlöchern oder dergleichen in Tanks und sonstigen Inspektionsöffnungen an Tragflügeln und Leitwerken aus Faserverbundwerkstoffen in Luftfahrzeugen eingesetzt.

1Flügelschale 2Bauteilöffnung 3Verschluss 4äußerer Bereich 5Verstärkung 6Bauteil 7Bauteilöffnung 8Einsatz 9Einsatzöffnung 10äußere Ausnehmung 11erste Anlagefläche 12Bauteilinnenfläche 13Klebeschicht 14Höhe 15Bauteilaußenfläche 16Innendeckel 17Einsatzinnenfläche 18Dichtung 19Einsatzaußenfläche 20innere Ausnehmung 21zweite Anlagefläche 22Außendeckel 23Außendeckelrandbereich 24Verbindungselement 25Bauteil 26Bauteilöffnung 27Einsatz 28Einsatzöffnung 29Einsatzinnenfläche 30Einsatzaußenfläche 31Innendeckel 32Dichtung 33Bauteilinnenfläche 34Klebeschicht 35Außendeckel 36Bauteilaußenfläche 37Verbindungselement 38Spaltmaß

Anspruch[de]
  1. Verschluss zum Verschließen von Bauteilöffnungen (7, 26) in Bauteilen (6, 25) eines Verkehrsmittels, insbesondere zum Verschließen von Öffnungen in Tragflächen und Leitwerken eines Luftfahrzeugs, mit einem durch Verbindungselemente (24, 37) mit einem Außendeckel (22, 35) verbundenen Innendeckel (16, 31), dadurch gekennzeichnet, dass ein Einsatz (8, 27) in der Bauteilöffnung (7, 26) angeordnet ist, wobei der Außendeckel (22, 35) zumindest bereichsweise an einer Einsatzaußenfläche (19, 30) und der Innendeckel (16, 31) zumindest bereichsweise an einer Einsatzinnenfläche (17, 29) anliegt.
  2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (8, 27) mindestens eine Einsatzöffnung (9, 28) aufweist.
  3. Verschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Einsatz (8) eine umlaufende äußere Ausnehmung (10) eingebracht ist, wobei die äußere Ausnehmung (10) eine erste Anlagefläche (11) aufweist.
  4. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (8) im Bereich der ersten Anlagefläche (11) zumindest bereichsweise an einer Bauteilinnenfläche (12) befestigt ist, insbesondere mit dieser mittels einer Klebeschicht (13) verbunden ist.
  5. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (8) zumindest bereichsweise bündig mit einer Bauteilaußenfläche (15) abschließt, um eine strömungstechnisch vorteilhafte Gestaltung der Bauteilaußenfläche (15) zu erzielen.
  6. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Innendeckel (16) und der Einsatzinnenfläche (17) zumindest bereichsweise eine Dichtung (18) angeordnet ist.
  7. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (8) eine umlaufende innere Ausnehmung (20) mit einer zweiten Anlagefläche (21) aufweist, in die ein Außendeckelrandbereich (23) zumindest bereichsweise formschlüssig einlegbar ist.
  8. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendeckel (22) zumindest bereichsweise bündig mit der Bauteilaußenfläche (15) abschließt, um eine strömungstechnisch vorteilhafte Gestaltung der Bauteilaußenflächen (15) zu erzielen.
  9. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (27) im Wesentlichen scheibenförmig ausgebildet ist.
  10. Verschluss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einsatzaußenfläche (30) zumindest bereichsweise an einer Bauteilinnenfläche (33) befestigt ist, insbesondere mit dieser mittels einer Klebeschicht (34) verbunden ist.
  11. Verschluss nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Innendeckel (31) und der Einsatzinnenfläche (29) zumindest bereichsweise eine Dichtung (32) angeordnet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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