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Dokumentenidentifikation DE102004054973A1 13.07.2006
Titel Doppelendprofiler mit Werkstück-Führungsschiene und Verfahren zur Herstellung von Werkstücken hiermit
Anmelder Homag Holzbearbeitungssysteme AG, 72296 Schopfloch, DE
Erfinder Kempkensteffen, Heinz, 33397 Rietberg, DE
Vertreter Thielking und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 13.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004054973
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse B27F 1/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Zur Profilierung plattenförmiger Werkstücke in ihren Längskanten ist ein Doppelendprofiler mit Auflagerschienen vorgesehen, auf denen die Werkstücke von Stützluft getragen und mittels einer Oberdruckvorrichtung vorgeschoben werden. Zur Führung der auf der Stützluft schwimmenden Werkstücke ist eine Führungsschiene vorhanden, für deren Eingriff an den Werkstücken in der Durchlaufrichtung sich erstreckende Führungsnuten eingeschnitten werden. Um im mittleren, flächigen Bereich der Werkstücke eine Materialschwächung zu vermeiden, sind die Führungsschiene und das die Führungsnut einschneidende Werkzeug in der Durchlaufrichtung in einer Flucht angeordnet, die nahe an die Eingriffsbereiche der Profilierungswerkzeuge an den Werkstücken heranreicht oder durch die Werkstückeingriffsbereiche hindurchgeht, wobei sich die genannte Flucht entlang der Außenseite der Oberdruckvorrichtung erstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Doppelendprofiler gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In bekannter Ausführung ist ein solcher Doppelendprofiler derart ausgeführt, daß die Führungsnut entlang einem mittleren Bereich der Werkstücke, insbesondere exakt in der Längsmittenebene der Werkstücke eingeschnitten wird. Hiernach richtet sich die Anordnung des Schneidwerkzeugs für die Anbringung der Führungsnut und die der Führungsschiene für den Eingriff in die Führungsnut an den Werkstücken. Man ist davon ausgegangen, die Werkstücke dann optimal, vor allem verkantungsfrei führen zu können, wenn die Führungsnut an den Werkstücken sich zwischen denjenigen Bereichen befindet, in denen die Werkstücke beim Vorschub auf den Gleitbahnen der Auflagerschienen von den beiden in Abstand voneinander befindlichen Friktionsriemen der Oberdruckvorrichtung beaufschlagt werden. Folglich erstreckt sich die in der Durchlaufrichtung liegende Flucht des Schneidwerkzeugs für die Anbringung der Führungsnut und der Führungsschiene für den Eingriff in die Führungsnut der Werkstücke zwischen den beiden Friktionsriemen der Oberdruckvorrichtung hindurch.

Bei den zu bearbeitenden plattenförmigen Werkstücken handelt es sich vornehmlich um solche, die als Fußboden-, Wand- oder Deckenpaneele verwendet werden. Dafür kommen Laminate zum Einsatz, die in vielen Fällen nur eine geringe Dicke aufweisen. Bei solchen Werkstücken wird im Bereich der Führungsnut die Materialdicke erheblich geschwächt. Bei der weiteren Bearbeitung und Handhabung der Werkstücke können aufgrund der Labilität im Schwächungsbereich die beidseits der Führungsnut liegenden Werkstückbereiche eine winklige Lage zueinander einnehmen, schlimmstenfalls können die Werkstücke im Bereich der Führungsnut auseinanderbrechen. Diese Gefahr ist besonders bei Werkstücken groß, die eine erhebliche Breite haben, so daß von beiden Plattenlängsseiten her ein längerer Hebelarm bis zum Bereich der Führungsnut besteht, über den umso leichter Biegekräfte auf den Schwächungsbereich übertragen werden können.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Doppelendprofiler der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die durch die Anbringung der Führungsnut bedingte Materialschwächung der Werkstücke vernachlässigbar und dennoch eine solche Ausbildung und Anordnung der Führungsnut möglich ist, bei der eine exakte Führung der im Durchlauf zu bearbeitenden Werkstücke beibehalten ist.

Diese Aufgabe wird bei einem Doppelendprofiler der oben genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Für die Erfindung ist wesentlich, daß die Führungsnut in einen der Längsrandbereiche der länglichen plattenförmigen Werkstücke verlegt ist, sich also an einer der Werkstücklängskanten befindet, die im Durchlauf durch den Doppelendprofiler spannehmend bearbeitet wird. Bei den Paneelen, die aus den länglichen plattenförmigen Werkstücken gefertigt werden, wozu entlang den Längsrändern der Werkstücke formschlüssig ineinandersteckbare oder verrastbare Profile angeschnitten werden, wird ohnehin bei der Weiterbearbeitung und Verarbeitung Rücksicht darauf genommen, diese Profile nicht zu beschädigen. Für die Stabilität der plattenförmigen Werkstücke insgesamt spielt die Materialschwächung infolge Einschneidens der Führungsnut in einem der Längsrandbereiche eine vernachlässigbare Rolle, weil die Steifigkeit in der Plattenfläche selbst nicht beeinträchtigt ist. Hinsichtlich der Führung der Werkstücke durch den Doppelendprofiler hindurch hat sich überraschenderweise gezeigt, daß auch dann noch eine geradlinige Führung der Werkstücke über den gesamten Durchlaufweg hinweg mit der erforderlichen Genauigkeit erreicht wird, wenn der Eingriff der Führungsschiene in die Führungsnuten der Werkstücke seitlich neben der Oberdruckvorrichtung außerhalb der Außenseite eines der Friktionsriemen erfolgt, die von dem zweiten, gegenüberliegenden Friktionsriemen abgelegen ist.

Die Führungsnut kann sogar an der betreffenden einen Längsseite der Werkstücke in den Profilierungsbereich verlegt werden. So kann die Führungsnut an den Werkstücken auch einen Teilbereich des daran anzubringenden Profils bilden. In diesen Fällen spielt die Lage der Führungsnut für die Festigkeit, insbesondere die Biegesteifigkeit der plattenförmigen Werkstücke keine Rolle mehr, sie fällt bei den fertig bearbeitenden Werkstücken nicht mehr als Führungsnut auf. Wird in dem Rand- oder Kantenbereich der plattenförmigen Werkstücke, an dem sich die längslaufende Führungsnut befindet, Material beim Profilieren abgetragen, dann wird die Führungsnut so tief eingeschnitten, daß sie nach dem Profilierungsvorgang immer noch mit einer verbleibenden Resttiefe vorhanden ist, damit die Führung der Werkstücke bis zum Auslaufen aus dem Doppelendprofiler nicht verlorengeht. Entsprechend ist die Schnitttiefe zumindest des betreffenden Fräs- oder Profilierungswerkzeugs 13.1 kleiner als die Tiefe der Führungsnut 5.1 zu wählen.

Vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert. Dabei zeigen:

1 eine Seitansicht eines Doppelendprofilers,

2 einen Querschnitt durch die Profilierungszone des Doppelendprofilers nach 1 in einer ersten Anordnung,

3 in vergrößerter Darstellung die in 2 eingekreiste Einzelheit und

4 einen Querschnitt durch die Profilierungszone des Doppelendprofilers nach 1 in einer zweiten Anordnung.

Im einzelnen erkennt man in 1 ein Maschinenbett 1, auf dem mehrere Ständer 2 angeordnet sind, die einen ersten Grundkörper 3 und einen zweiten Grundkörper 9 tragen. An dem ersten Grundkörper 3 ist eine umlaufende Transportvorrichtung 4 angeordnet, die einen endlosen Riemen oder Ketten aufweist. Darauf werden plattenförmige Werkstücke 5 aufgenommen, welche durch den Doppelendprofiler im kontinuierlichen Durchlauf hindurchgeführt werden. Entlang der einen Seite der Transportvorrichtung 4 erstreckt sich parallel zur Durchlaufrichtung ein Anschlaglineal 6, an welchem die Werkstücke 5 mit ihrer einen in Durchlaufrichtung liegenden Längsseite ausgerichtet werden. Mit Hilfe einer ersten Oberdruckvorrichtung 7, welche die Werkstücke 5 auf der Transportvorrichtung 4 niederhält, werden die Werkstücke 5 unter zwei Sägeaggregaten 8.1, 8.2 hindurchgeführt, welche in die beim Durchlauf obenliegende Seite der Werkstücke eine daran außermittig längslaufende Führungsnut einschneiden. Die Sägeaggregate 8.1, 8.2 können auch so im Bereich der Transportvorrichtung 4 angeordnet sein, daß die Führungsnut an der jeweils untenliegenden Seite der Werkstücke 5 angebracht wird. Das Einschneiden der Führungsnut ist lediglich ein vorbereitender Bearbeitungsgang, um nachfolgend die Hauptbearbeitung der Werkstücke 5 vornehmen zu können, die entlang ihrer in Durchlaufrichtung längslaufenden Kanten oder Schmalseiten profiliert werden, um daran einander gegenüberliegend Nut und Feder oder anderweitig formschlüssig ineinander passende oder verrastbare Profilierungen anbringen zu können.

Dies geschieht in einer nachfolgenden Profilierungszone des Doppelendprofilers, und die dazu erforderlichen Einrichtungen sind an dem zweiten Grundkörper 9 angeordnet. Insbesondere zeigen dazu die 2 und 4, daß der Grundkörper in einen parallel zur Durchlaufrichtung sich erstreckenden linken Grundkörperteil 9.1 und einen rechten Grundkörperteil 9.2. aufgeteilt ist, die Grundkörperteile 9.1, 9.2 werden von entsprechend links und rechts auf dem Maschinenbett 1 aufstehenden Ständern 2.1 und 2.2 getragen Auf jedem der Grundkörperteile 9,1, 9.2 ist oberseitig eine Auflagerschiene 10.1, 10.2 angeordnet und diese Auflagerschienen 10.1, 10.2 weisen an ihren Oberseiten jeweils in Durchlaufrichtung durchgehend sich erstreckende Gleitflächen 10.3 auf, wobei die Gleitflächen 10.3 beider Auflagerschienen 10.1, 10.2 in einer gemeinsamen Horizontalebene liegen. Eine dieser Gleitflächen 10.3, nämlich die der linken Auflagerschiene 10.1, ist in 3 zu erkennen, und hieraus wird ferner besonders deutlich, daß in die Auflagerschienen 10.1, 10.2 Luftdüsen 11 integriert sind. Die Mündungen der Luftdüsen 11 liegen in der Ebene der oberseitigen Gleitflächen 10.3 der Auflagerschienen 10.1, 10.2 und hierüber wird Stützluft zwischen die Gleitflächen 10.3 der Auflagerschienen 10.1, 10.2 und der darauf entlanggeförderten Werkstücke 5 eingeblasen. Die Werkstücke 5 werden somit auf einem Luftkissen geringer Dicke schwimmend auf den Gleitflächen 10.3 der Auflagerschienen 10.1, 10.2 transportiert, wobei der Vorschub der Werkstücke 5 ausschließlich von der obenliegenden Seite her erfolgt.

Dazu dient eine Oberdruckvorrichtung 12, die ebenfalls, wie es die 2 und 4 deutlich machen, in einen linken Oberdruckteil 12.1 und in einen rechten Oberdruckteil 12.2 unterteilt sind. Beide Oberdruckteile 12.1, 12.2 sind mit Friktionsriemen 12.3, 12.4 versehen, welchen mit ihren Untertrumen die Werkstücke 5 an deren obenliegender Seite beaufschlagen. Die Friktionsriemen 12.3, 12.4 der Oberdruckvorrichtung 12 verlaufen in vertikaler Richtung gesehen exakt oberhalb der beiden Auflagerschienen 10.1, 10.2, um die Werkstücke 5 gegen den Druck der Stützluft aus den Luftdüsen 11 niederzuhalten und diese in Transportrichtung reibschlüssig mitzunehmen. Auf diese Weise werden die Werkstücke 5 entlang von Bearbeitungsaggregaten befördert, die mit spannehmenden Bearbeitungswerkzeugen 13.1, 13.2, wie insbesondere Formfräsern, die Werkstücke 5 entlang ihrer in Durchlaufrichtung liegenden Längskanten profilieren. Die spannehmenden Werkzeuge 13.1, 13.2 reichen beim Eingriff in die Werkstücke bis nahe an die betreffende Auflagerschiene 10.1, 10.2 heran.

Um die Werkstücke 5 in der Durchlaufrichtung insbesondere gegen ein seitliches Verschieben ausreichend sicher zu führen, greift in deren in der 3 bezeichneten Führungsnut 5.1 eine Führungsschiene 14 ein, die entweder durch die Profilierungszone des Endprofilers hindurch durchgehend ausgeführt sein kann, in bevorzugter Ausführung jedoch segmentiert ist. Ist die Führungsnut 5.1 an den Werkstücken 5 an der obenliegenden Seite, befindet sich die Führungsschiene 14 entsprechend oberhalb der Förderebene für die Werkstücke 5, was 2 veranschaulicht. Ist dagegen die Führungsnut 5.1 in die untenliegende Seite der Werkstücke 5 eingeschnitten, ist die Führungsschiene 14 so angeordnet, daß sie über die Förderebene für die Werkstücke 5 nach oben hin vorsteht, dies zeigt 4. Die jeweils zu wählende Anordnung der Führungsschiene 14 hängt davon ab, ob die Gutseite der Werkstücke 5, die im nachhinein in deren Einbaulage die Sichtseite darstellt, nach unten hin liegend angeordnet wird, was der Darstellung von 2 entspricht. Da die Werkstücke 5 schwimmend auf den Auflagerschienen 10.1, 10.2 transportiert werden, nimmt bei dieser Art der Anordnung der Werkstücke 5 deren Gutseite nicht Schaden. 4 zeigt die Anordnung der Führungsschiene 14 in dem Fall, in welchem die Werkstücke 5 mit ihrer Gutseite nach oben hin liegend durch die Profilierungszone des Doppelendprofilers hindurch befördert werden. Die Führungsnut 5.1 befindet sich immer an der von der Gutseite der Werkstücke 5 abgelegenen Seite, danach richtet sich die Anordnung der Führungsschiene 14 und der ihr vorgelagerten Schneidwerkzeuge der Sägeaggregate 8.1, 8.2.

Unabhängig davon, ob die Führungsschiene 14 von oben her in die an den Werkstücken 5 obenliegende Führungsnut 5.1 oder von unten her in die untenliegende Führungsnut 5.1 an den Werkstücken 5 eingreift, hat sie bezogen auf die Längsrichtung der Werkstücke 5 und somit auf die Längsrichtung der Profilierungszone des Doppelendprofilers eine außergewöhnliche Position. Sie liegt nämlich in einer Vertikalebene, die sich außenseitig an der Oberdruckvorrichtung 12 vorbei erstreckt. Dies trifft sowohl bei Anordnung der Führungsschiene 14 oberhalb der an der betreffenden Längsseite der Profilierungszone angeordneten Auflagerschiene 10.1 als auch bei der Anordnung zu, bei der die Führungsschiene 14 über die Gleitfläche 10.3 dieser Auflagerschiene 10.1 nach oben hin vorsteht. So ist die Führungsschiene 14 quer zur Durchlaufrichtung soweit an eine Seite der Profilierungszone gerückt, daß sie in der Flucht der Durchlaufrichtung gesehen sehr nahe an den Eingriffsbereich der Profilierungswerkzeuge 13.1 heranreicht. Entsprechend nahe dem Längsrand oder der Längskante der Werkstücke 5 wird die Führungsnut 5.1 angebracht, was eine entsprechende Lage der Schneidwerkzeuge der vorgelagerten Sägevorrichtungen 8.1, 8.2 mit geringem Abstand vom Anschlaglineal 6 erfordert.

Um den Schneiddruck der Profilierungswerkzeuge 13.1, 13.2 ableiten und auch von der Oberdruckvorrichtung 12 fernhalten zu können, sind oberhalb der Auflagerschienen 10.1, 10.2 sowie erforderlichenfalls auch seitlich daneben Gleitkufen 15 bis 18 vorgesehen, die, wie es 1 anhand der Gleitkufe 15 deutlich macht, in der Durchlaufrichtung in fluchtend hintereinander liegende Gleitkufen-Segmente 15.1 aufgeteilt sind. Die Gleitkufen-Segmente 15.1 wie auch die in 1 nicht weiter dargestellten Gleitkufen-Segmente 16.1, 17.1 und 18.1 sind jeweils zwischen den in der Durchlaufrichtung hintereinander liegenden Bearbeitungsaggregaten 13 bzw. deren Profilierungswerkzeugen 13.1, 13.2 angeordnet und reichen bis nahe an diese heran. Die Führungsschiene 14 ist – wie vorstehend erwähnt – in bevorzugter Ausführung ebenfalls segmentiert und die Führungsschienen-Segmente 14.1 sind entweder an den oberhalb der Führungsebene der Werkstücke 5 angeordneten Kufensegmenten 15.1 oder an den unterhalb der Förderebene befindlichen Kufensegmenten 17.1 angeordnet, je nachdem an welcher der Breitseiten der Werkstücke 5 die Führungsnut 5.1 vorgesehen wird.

So ergänzen sich die Gleitkufen-Segmente 15.1 bzw. 17.1 und die daran angeordneten Führungsschienen-Segmente 14.1, um die randliche Stützung und Führung der Werkstücke 5 zu übernehmen. Die Gleitkufen-Segmente 15.1 bzw. 17.1 und die Führungsschienen-Segmente 14.1 machen es ferner möglich, die Führungsnut 5.1 an den Werkstücken 5 soweit seitlich nach außen hin zu verlegen, daß sie sich im Profilierungsbereich befindet. Hierbei kann die Führungsnut auch dort angeordnet sein, wo bei der Profilierung der Werkstücke im Längskantenbereich Material abgetragen wird. Wichtig hierbei ist lediglich, daß die Führungsnut 5.1 eine ausreichende Tiefe hat und nach dem Materialabtrag noch mit einer Resttiefe vorhanden ist, welche weiterhin einen Eingriff der Führungsschienen-Segmente 14.1 erlaubt und damit eine Führung der Werkstücke 5 bis zum Auslauf aus der Maschine sicherstellt. Die Schnitttiefe der betreffenden Profilierungswerkzeuge 13.1 wird entsprechend geringer als die Tiefe der Führungsnut 5.1 eingestellt, wobei als Schnitttiefe hier die Eindringtiefe der Profilierungswerkzeuge 13.1 in das Material der Werkstücke 5 im Bereich der Führungsnut 5.1 zu verstehen ist.

Wie 3 weiter zeigt, sind insbesondere in die Gleitkufen 15 bzw. Gleitkufen-Segmente 15.1 und die Gleitkufen 17 bzw. Gleitkufen-Segmente 17.1, welche mit der Führungsschiene 14 bzw. den Führungsschienen-Segmenten 14.1 versehen sind, Luftdüsen 19 integriert, um zwischen die Gleitflächen dieser Gleitkufen 17 und den Werkstücken 5 Stützluft einzublasen, die auch einen Spülzweck hat. Damit wird verhindert, daß sich Späne zwischen die Gleitkufe 14 bzw. deren Segmente 14.1 und die Flanken der Führungsnut 5.1 der Werkstücke 5 setzen. Dadurch wird die Führungsgenauigkeit an der Führungsschiene 14 gesichert, und es entsteht nicht unnötig Reibungswärme, die bei einem Verklemmen der Führungsschiene 14 in den Führungsnuten 5.1 auftreten kann.

Wie die 2 und 4 des weiteren deutlich machen, können unterschiedlich breite Werkstücke auf dem Doppelendprofiler bearbeitet werden, ohne daß hierfür umfangreiche Umrüstungen erforderlich sind. Dazu sind auch die Ständer 2 auf dem Maschinenbett 1 in die rechten Ständer 2.1 und linken Ständer 2.2 untergliedert, welche die Grundkörperteile 9.1, 9.2 und die daran befindlichen Anbauten tragen. Durch Abstandsveränderung der Ständer 2.1 und 2.2 voneinander läßt sich die gesamte Profilierungszone des Doppelendprofilers auf die jeweilige Breite der Werkstücke 5 einstellen.


Anspruch[de]
  1. Doppelendprofiler zur Bearbeitung länglicher, plattenförmiger Werkstücke an ihren Längskanten im Durchlauf mit zwei im Abstand zueinander verstellbaren Auflagerschienen mit die Werkstücke mittels eingeblasener Stützluft tragenden, horizontalen Gleitflächen und einer die Werkstücke darauf vorschiebenden Oberdruckvorrichtung, die jeweils einen endlos umlaufenden Friktionsriemen oberhalb jeder Auflagerschiene aufweist, ferner mit an den beiden voneinander weggekehrten Längsseiten der Auflagerschienen angeordneten Bearbeitungsaggregaten, die bis nahe an die Auflagerschienen heranreichende Fräswerkzeuge aufweisen, und mit einer oberhalb einer der Auflagerschienen nach unten hin oder über deren Gleitfläche nach oben hin vorstehenden Führungsschiene, die sich in der Durchlaufrichtung zum Eingriff in eine Führungsnut an den Werkstücken erstreckt, wobei in der Durchlaufrichtung vor den Bearbeitungsaggregaten zwecks Anbringung der Führungsnut zumindest ein Schneidaggregat mit wenigstens einem Schneidwerkzeug angeordnet ist, welches mit der Führungsschiene in der Durchlaufrichtung fluchtet, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (14) und das Schneidwerkzeug (8.1, 8.2) in der Durchlaufrichtung in einer Flucht angeordnet sind, die nahe an die Werkstückeingriffsbereiche der an der äußeren Längsseite der Auflagerschiene (14) befindlichen Fräswerkzeuge (13.1) heranreicht oder durch diese Werkstückeingriffsbereiche durchgeht und die sich entlang der Außenseite der Oberdruckvorrichtung (7) neben der äußeren Seite des der Führungsschiene (14) nächstliegenden Friktionsriemens (7.1) erstreckt.
  2. Doppelendprofiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (14) in in der Durchlaufrichtung miteinander fluchtende Segmente (14.1) unterteilt ist, die in Abstand voneinander angeordnet sind.
  3. Doppelendprofiler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Durchlaufrichtung nahe den Werkstückeingriffsbereichen der Fräswerkzeuge (13.1) fluchtend oberhalb und/oder in der Auflagerebene der Werkstücke (5) zusätzlich zu der Auflagerschiene (10) die Werkstücke (5) entgegen dem Schneiddruck der Fräswerkzeuge (13.1) mit Gleitflächen beaufschlagende Gleitkufen (15-18) vorgesehen sind und die Führungsschienen-Segmente (14.1) an einer der Gleitkufen (15, 17) an der betreffenden Längsseite der Auflagerschiene (10) angeordnet sind.
  4. Doppelendprofiler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Gleitkufen (15, 17), an denen die Führungsschienen-Segmente (14.1) angeordnet sind, ebenfalls in in der Durchlaufrichtung miteinander fluchtende Kufensegmente (15.1, 17.1) unterteilt sind.
  5. Doppelendprofiler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kufensegmente (15.1, 17.1) mit den Führungsschienen-Segmenten (14.1) jeweils zwischen zwei in der Durchlaufrichtung hintereinander befindlichen Fräswerkzeugen (13.1) an der betreffenden Längsseite der Auflagerschiene (10) angeordnet sind.
  6. Doppelendprofiler nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Gleitkufen (15, 17) bzw. die Kufenabschnitte (15.1, 17.1), an denen die Führungsschiene (14) bzw. die Führungsschienen-Segmente (14.1) angeordnet sind, an ihren die Werkstücke (5) beaufschlagenden Gleitflächen mündende Luftdüsen (19) aufweisen.
  7. Doppelendprofiler nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Auflagerschiene (10.1) an der die Führungsschiene (14) bzw. die Führungsschienen-Segmente (14.1) angeordnet sind, feststehend und die zweite Auflagerschiene (10.2) relativ zu der ersten Auflagerschiene (10.1) abstandveränderbar ausgeführt ist.
  8. Verfahren zur Herstellung länglicher, plattenförmiger Werkstücke, an deren Längskanten Verbindungsprofile im Durchlauf angeschnitten werden, wozu die Werkstücke einen Doppelendprofiler mit Auflagerschienen durchlaufen, auf denen die Werkstücke auf horizontalen Gleitflächen mit Hilfe eingeblasener Stützluft schwebend mittels einer sie vorschiebenden Oberdruckvorrichtung transportiert werden, wobei der Doppelendprofiler entlang den Längsseiten der Auflagerschienen angeordnete Bearbeitungsaggregate mit bis an die Auflagerschienen heranreichenden Fräswerkzeugen aufweist, und ferner die Werkstücke während der profilierenden Bearbeitung an einer Führungsschiene geführt werden, wozu in die Werkstücke zuvor eine Führungsnut eingeschnitten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnut entlang einer der zu profilierenden Längsseiten der Werkstücke nahe an dem zu profilierenden Bereich oder durch diesen hindurch angebracht wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung durch den zu profilierenden Bereich hindurch die Führungsnut mit einer Tiefe eingeschnitten wird, die größer als die Schnitttiefe der betreffenden Profilierungswerkzeuge ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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