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Dokumentenidentifikation DE102004059042B3 13.07.2006
Titel Verfahren zum Erstellen einer weißen Wanne
Anmelder Harald Gollwitzer GmbH, 92685 Floß, DE
Erfinder Hallschmid, Thomas, 92670 Windischeschenbach, DE;
Back, Ewald, 92552 Teunz, DE;
Fütterer, Wolfgang, 92685 Floß, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier Graf Glück, 93049 Regensburg
DE-Anmeldedatum 07.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004059042
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse E04G 21/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E02D 31/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E04B 1/35(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einem Verfahren zum Erstellen einer weißen Wanne in einer durch eine Spundwand gesicherten Baugrube wird vor dem Betonieren eines Wandabschnittes der weißen Wanne entlang der Spundwand eine eine verlorene Außenschalung bildende Wandung oder Abstellkonstruktion aus einer Vielzahl von aneinander anschließenden Platten errichtet, anschließend wird der Zwischenraum zwischen der Spundwand und den Platten mit einem ein Bindemittel aufweisenden bzw. abbindenden Füllmaterial verfüllt, um zwischen der Spundwand und den Platten eine tragende Zwischenschicht zu bilden. Anschließend wird unter Verwendung einer Innenschalung der Wandabschnitt betoniert. Nach dem Fertigstellen der weißen Wanne werden die mit einem Betontrennmittel versehenen Bohlen entfernt bzw. gezogen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit der das Errichten einer weißen Wanne innerhalb einer von einer Spundwand gesicherten Baugrube ohne einen die Wanne umgebenden äußeren Arbeitsraum möglich ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt das Errichten bzw. Betonieren der weißen Wanne ohne innere Schalungsverbindungen, d. h. ohne Verbindungen der von den Platten gebildeten, verloren äußeren Schalung und einer inneren Schalung.

Für die äußere, verlorene Schalung (auch Vorstellkonstruktion) können preiswert herstellbare Platten Verwendung finden. Die Vorstellkonstruktion wird dabei in einem so geringen Abstand von der Innenwand der Spundwand errichtet, dass noch ausreichend Platz für ein Ausrichten der Vorstellkonstruktion eingehalten ist und außerdem die Möglichkeit besteht, in den Zwischenraum zwischen den Platten der Vorstellkonstruktion und der Spundwand eine durchgehende Tragschicht aus dem das Bindemittel (Zement) enthaltenden, aushärtenden Verfüllmaterial einzubringen. Als Platten für die Abstellkonstruktion eignen sich solche aus zementgebundenem Material, beispielsweise Filigranplatten, wie sie auch für die Herstellung von Betondecken verwendet werden.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, welches sich beispielsweise aber nicht ausschließlich für die Errichtung von Tiefgaragen und/oder Kellergeschossen von Gebäuden eignet, wird kein äußerer Arbeitsraum benötigt, d. h. die erstellte weiße Wanne reicht bis unmittelbar an den Rand der gesicherten Baugrube, sodass das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere auch bei beengten Platzverhältnissen, beispielsweise bei Bauvorhaben innerhalb von Städten oder Ortschaften in besonders vorteilhafter Weise eingesetzt werden kann.

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

15 jeweils in vereinfachter Darstellung und im Schnitt eine von mehreren Bohlen gebildete Spundwand zusammen mit einer Vorstellkonstruktion zur Erstellung einer weißen Wanne für eine Tiefgarage, bei verschiedenen Arbeits- oder Verfahrensschritten des erfindungsgemäßen Verfahrens;

6 in vereinfachter Darstellung mehrere aneinander anschließende Wandelemente der Vorstellkonstruktion zur Verwendung bei dem Verfahren gemäß der Erfindung;

7 u. 8 in Teildarstellung und im Schnitt eine Platte zur Verwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, zusammen mit einer Tragkonstruktion bzw. im Bereich des Anschlusses zwischen zwei in vertikaler Richtung übereinander angeordneten Platten.

Das nachstehend in Verbindung mit den Figuren beschriebene Verfahren dient zum Erstellen einer weißen Wanne in einer Baugrube 1 ohne einen äußeren Arbeitsraum sowie ohne innere Schalungsverbindungen zwischen einer Innenschalung und einer verlorenen Außenschalung. Die Baugrube 1 ist durch eine Spundwand 2 gesichert, die in bekannter Weise aus einer Vielzahl von dicht aneinander anschließenden Bohlen 3 besteht, die durch Rütteln, Rammen oder dgl. in den Baugrund eingebracht sind, und zwar derart, dass sie auch nach dem Aushub der Baugrube 1 noch mit einer genügenden Länge in den Untergrund 4 unterhalb des Niveaus des Baugrubenbodens reichen.

Zum Erstellen der weißen Wanne deren Außenfläche der der Baugrube 1 zugewandten Seite der Spundwand 2 benachbart liegt, wird entlang der Spundwand 2 am Boden der Baugrube 1 zunächst ein streifenförmiges Hilfsfundament 5 betoniert, und zwar derart, dass dieses Fundament eine horizontale oder im Wesentliche horizontale plane Oberseite 5.1 aufweist.

Auf der Oberseite 5.1 des Fundamentes 5 werden anschließend Tragplatten 6 aus Stahl befestigt, und zwar in vorgegebenen Abständen in Längsrichtung des Fundamentes 5 gegeneinander versetzt. Die Befestigung der Tragplatten 6 erfolgt beispielsweise nach dem Abbinden des Betons des Fundamentes 5 durch Dübel 7. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die Tragplatten 6 mit an diesen vorgesehenen Befestigungsmitteln in den noch weichen Beton des Fundamentes 5 einzudrücken.

Nach dem Verlegen der Tragplatten 6 wird auf diesen eine Tragschiene 8 befestigt, und zwar derart, dass diese Tragschiene 8 mit ihrer Längserstreckung in Richtung der Längserstreckung des Fundamentes 5 verläuft, d. h. sich entlang der Spundwand 2 erstreckt. Die Tragschiene 8 besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einem U-Profil 9 aus Stahl mit zwei Schenkeln 9.1 und einem diese verbindenden Jochabschnitt 9.2 sowie aus einem Winkelprofil 10 aus Stahl, welches mit seinen beiden Schenkeln 10.1 auf dem Rand der Schenkel 9.1 des U-Profils aufliegt und mit dem U-Profil verschweißt ist, sodass das Winkelprofil 10 bzw. dessen Schenkel 10.1 eine zur Oberseite der Tragschiene 8 bzw. zu der dem Jochabschnitt 9.2 des U-Profils 9 abgewandten Seite offene Rinne oder Aufnahme 8.1 bildet, die sich in Längsrichtung der Tragschiene erstreckt. Die beiden Schenkel 10.1 des Winkelprofils 10 bilden dann zwei bzw. einen Winkel von 90° miteinander anschließende und jeweils um 45° gegenüber der vertikal geneigten Anlageflächen.

Mit dem Jochabschnitte 9.2 wird die Tragschiene 8 auf den Tragplatten 6 beispielsweise durch Verschweißen befestigt, und zwar im Bezug auf die Lage der Außenfläche der zu betonierenden weißen Wanne exakt ausgerichtet. Toleranzen bei der lagegenauen Befestigung der Tragschiene 8 insbesondere auch in horizontaler Richtung senkrecht zur Spundwand 2 können vor dem Verschweißen durch Verschieben der Tragschiene 8 auf den Tragplatten 6 problemlos ausgeglichen werden.

In einem weiteren Arbeitsschritt wird dann auf die von den Tragplatten 6 und der Tragschiene 8 gebildete Tragkonstruktion 11 entlang der Spundwand 2 bzw. entlang des zu betonierenden Abschnittes der weißen Wanne mehrere Platten 12 in horizontaler Richtung aneinander anschließend angeordnet, wie dies in der 6 dargestellt ist, sodass diese Platten 12 eine entlang der Innenfläche der Spundwand 2 und von dieser etwas beabstandeten Wandung bzw. Vorstellkonstruktion bilden. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Platten rechteckförmig ausgebildet und besitzen beispielsweise eine Breite von 2,5 m und eine Höhe von etwa 4,28 m. In der Vorstellkonstruktion sind die Platten 12 mit ihren längeren Seiten jeweils in vertikaler Richtung und mit ihren Schmalseiten jeweils in horizontaler Richtung orientiert. Die Dicke der Platten beträgt beispielsweise 7 cm.

An der unteren Schmalseite 12.1 ist jede Platte 12 mit einem Anschlussprofil 13 versehen, welches mit einem Abschnitt in der rinnenartigen Öffnung 8.1 der Tragschiene 8 passend aufgenommen ist und zwar derart, dass sich die betreffende Tragplatte 12 beim Einstellen mit dem Anschlussprofil 13 in die Aufnahme 8.1 an der unteren Schmalseite selbsttätig zentriert. Bei der dargestellten Ausführungsform ist dieses Anschlussprofil 13 von einem Rohrprofil aus Stahl mit quadratischem Querschnitt gebildet, welches mit seiner Längserstreckung parallel zum unteren Rand 12.1 der betreffenden Platte 12 orientiert und in die Platte 12 jeweils teilweise eingebunden ist, und zwar derart, dass die Diagonale D zwischen zwei Eckpunkten des quadratischen Querschnitts des Anschlussprofils 13 parallel zu den Oberflächenseiten der jeweiligen Platte 12 liegt und das Anschlussprofil 13 mit zwei Umfangsseiten 13.1 über die Unterseite 12.1 der Tragplatte 12 vorsteht. Durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise durch angeschweißte Armiereisen 14 ist das jeweilige Anschlussprofil fest im Material der Platte 12 eingebunden.

Die Platten 12 bestehen aus einem zementgebundenem Material. Als Platten 12 eignen sich beispielsweise Filigranplatte, wie sie z. B. zum Betonieren von Gebäudedecken verwendet werden und die an ihrer der Spundwand 2 abgewandten Seite über diese Seite wegstehende Anschlussarmierungen aufweisen.

An der oberen Schmalseite 12.2 ist in jede Platte 12 ein Anschlussprofil 15 in Form des Winkelprofils 10 eingebettet, und zwar derart, dass die winkelhalbierende W zwischen den beiden Schenkeln dieses Winkelprofils parallel zu den Oberflächenseite der Platte 12 liegt und das Winkelprofil an der oberen Schmalseite 12.2 eine rinnenartige Aufnahme 15.1 mit V-förmigen Querschnitt entsprechend der Vertiefung 8.1 der Tragschiene 8 bildet, in die dann das Tragprofil 13 einer in vertikaler Richtung an die Platte 12 anschließende Platte 12a passt, wie dies in der 7 dargestellt ist.

Die in der Tragschiene 8 angeordneten und aneinander anschließenden Platten 12 werden jeweils an ihrer oberen Schmalseite 12.1 an einem Halter 16 gesichert, und zwar derart, dass jede Platte 12 mit ihren Oberflächenseiten exakt in vertikaler Richtung ausgerichtet ist. Die Halter 16 greifen dabei in die Rinnen 15 ein. Zusätzlich können auch weitere Halter oder Fixierelemente vorgesehen sein.

Vor dem Errichten der von den Platten 12 gebildeten Vorstellkonstruktion werden die Bohlen 3 ihrer der Baugrube 1 zugewandten Seite mit einem Betontrennmittel versehen, und zwar beispielsweise mit einer Schicht aus einem Wachs oder einem wachsartigen Betontrennmittel.

Nach dem Erstellen der von den Platten 12 gebildeten Vorstellkonstruktion wird der Zwischenraum 17 zwischen den Platten 12 und der Spundwand 2 zunächst im unteren Bereich mit einem Füllmaterial, welches Zement als Bindemittel enthält, d. h. bei dieser Ausführungsform mit einem Suspensionsschaum auf Zementbasis ausgefüllt, sodass sich dann nach dem Abbinden eine tragende Zwischenschicht 18 bildet, die den Zwischenraum zwischen der Vorstellkonstruktion und der Spundwand vollständig ausfüllt, und zwar zunächst bis zu einem Niveau N1, welches oberhalb des unteren Randes 12.1 der Platten 12, aber deutlich unterhalb des oberen Randes 12.2 dieser Platten liegt. Nach dem Abbinden der Zwischenschicht 18 wird die Bodenplatte 19 betoniert, und zwar derart, dass die Oberseite bzw. Oberkante der Bodenplatte 19 etwa auf dem Niveau N1 liegt. Die Platten 12 sind dann fest zwischen der Bodenplatte 19 und der Zwischen- und Tragschicht 18 eingebunden.

In einem weiteren Verfahrensschritt wird dann der Zwischenraum 17 bis an den oberen Rand der Platten 12 mit dem Suspensionsschaum verfüllt, so das die Zwischen- und Tragschicht 18 dann bis an diesen oberen Rand reicht. Nach dem Abbinden werden dann in weiteren Arbeitsschritten eine aufstehende Wand 20 sowie eine Decke 21 der untersten Bauwerksebene betoniert, und zwar unter Verwendung von nicht dargestellten Schalungen, die in geeigneter Weise abgestützt sind, und zwar ohne eine innere Schalungsverbindung. Die Platten 12 bilden dabei eine äußere, verlorene Schalung. Nach dem Fertigstellen der Decke 21 liegt das Niveau N2 der Oberkante der Decke 21 geringfügig unterhalb der oberen Schmalseite 12.2 der Platten 12.

Für das Erstellen einer darüber liegenden Bauwerksebene werden dann (nach dem Entfernen der Halter 16) auf die Platten 12 als weitere Vorstellkonstruktion Platten 12a aufgestellt, und zwar derart, dass diese Platten 12a mit den an den unteren Plattenschmalseiten vorgesehenen Trag- bzw. Anschlussprofilen 13 in die Aufnahmen 15.1 am oberen Rand 12.2 der unteren Platten 12 eingreifen und sich dadurch an diesen unteren Platten selbsttätig zentrieren und verankern. Am oberen schmalen Rand sind die Platten 12a wiederum mit den Haltern 16 gesichert, sodass jede Platte 12a mit ihren Oberflächenseiten exakt in vertikaler Richtung ausgerichtet ist.

Die Platten 12a entsprechen von dem Material und der grundsätzlichen Ausbildung her den Platten 12, d.h. die Platten 12a sind wiederum rechteckförmige Platten aus zementgebundenem Material. Weiterhin besitzen die Platten 12a bei der dargestellten Ausführungsform die gleiche Dicke und Breite wie die Platten 12, allerdings eine etwas reduzierte Höhe, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform eine Höhe von etwa 2,83 m, da ein Einbetten der Platten 12a in eine Bodenplatte 19 nicht erfolgt.

Nach dem Errichten der von den Platten 12a gebildeten Vorstellkonstruktion wird erneut der Zwischenraum 17 zwischen der Spundwand 2 und den Platten 12a mit dem Suspensionsschaum ausgefüllt, und zwar zur Bildung der Zwischen- bzw. Tragschicht 18. Nach dem Abbinden dieser Tragschicht werden die Wand 20 und die Decke 21 der zweiten Bauwerksebene betoniert. Zur Erstellung einer weiteren Bauwerksebene wird auf der von den Platten 12a gebildete Vorstellkonstruktion eine weitere Vorstellkonstruktion aus den Platten 12a errichtet, der Zwischenraum 17 zwischen der Spundwand 2 wiederum mit der Zwischen- und Tragschicht 18 ausgefüllt und dann anschließend diese Bauwerksebene betoniert usw.

Die Verwendung der Zwischen- bzw. Tragschicht 18 aus dem Suspensionsschaum hat u.a. den Vorteil, dass für die verlorene Außenschalung sehr preiswert herstellbare Platten 12 bzw. 12a aus zementgebundenem Material, nämlich beispielsweise die relativ günstig herstellbaren Filigranplatten verwendet werden können. Die von dem Beton beim Erstellen der Wände 20 vor dem Abbinden herrührenden Belastungen werden über die Zwischenschicht 18 direkt auf die Spundwand 2 übertragen, die Platten 12 bzw. 12a werden also statisch nicht belastet.

Andererseits weist der die Zwischenschicht bildende Suspensionsschaum bei ausreichend hoher Festigkeit nach dem Abbinden auch vor dem Abbinden nur ein geringes spezifisches Gewicht auf, sodass trotz der relativ großen Höhe dieser Platten 12 bzw. 12a keine die Festigkeit der Platten 12 bzw. 12a übersteigende Belastung beim Einbringen des Suspensionsschaums in den Zwischenraum 17 auftritt.

Nach dem Fertigstellen der weißen Wanne werden die Bohlen 3 wieder gezogen, wie dies in der 5 mit dem dortigen Pfeil A angedeutet ist. Dies ist insbesondere auch durch das auf die Bohlen 3 aufgebrachte Betontrennmittel möglich.

Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.

Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne das dadurch der die Erfindung tragende Erfindungsgedanke verlassen wird. Insbesondere ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur für die Erstellung von weißen Wannen für Tiefgaragen geeignet.

1Baugrube 2Spundwand 3Spundwandbohle 4Untergrund 5Streifenfundament 5.1Oberseite des Fundamentes 6Tragplatte 7Dübel 8Tragschiene 8.1Rinne der Tragschiene 9U-Profil 9.1Schenkel 9.2Jochabschnitt 10Winkelstück 10.1Schenkel 11Tragkonstruktion 12, 12aPlatte aus zementgebundenem Material 13Trag- oder Anschlussprofil 13.1Umfangsseiten des Tragprofils 14Armierung 15oberes Anschlussprofil 15.1Rinne oder Aufnahme des oberen Anschlussprofils 15 16Halter 1 7Zwischenraum 18Zwischen- oder Tragschicht aus Suspensionsschaum 19Bodenplatte 20aufstehende Wand 21Decke N1, N2Niveau DDiagonale WWinkelhalbierende

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Erstellen einer weißen Wanne in einer Baugrube (1), die durch eine von einer Vielzahl von Bohlen (3) gebildeten Spundwand (2) gesichert ist, dadurch gekennzeichnet,

    dass vor dem Betonieren eines Wandabschnittes (20) der weißen Wanne entlang der Spundwand (3) eine eine verlorene Außenschalung bildende Wandung oder Abstellkonstuktion aus einer Vielzahl von aneinander anschließenden Platten (12, 12a) gebildet wird,

    dass anschließend der Zwischenraum (17) zwischen der Spundwand (2) und den Platten (12, 12a) mit einem ein Bindemittel aufweisenden bzw. abbindenden Füllmaterial verfüllt wird, um zwischen der Spundwand und den Platten (12, 12a) eine tragende Zwischenschicht (18) zu bilden,

    dass anschließend unter Verwendung einer Innenschalung der Wandabschnitt (20) betoniert wird, und

    dass nach dem Fertigstellen der weißen Wanne die Bohlen (3) entfernt bzw. gezogen werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu Bildung der tragenden Zwischenschicht (18) in den Zwischenraum (17) zwischen den Platten (12, 12a) ein Suspensionsschaum auf Zementbasis eingebracht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Betonieren einer Bodenplatte (19) die die verlorene äußere Schalung bildende Wandung aus den Platten (12) errichtet und der Zwischenraum (17) zwischen der Spundwand (2) und den Platten (12) bis zum Niveau (N1) der Oberkante der Bodenplatte (19) oder annähernd bis zu diesem Niveau mit dem die tragende Zwischenschicht (18) bildenden Material verfüllt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betonieren der Bodenplatte (19) erst nach dem Abbinden der Zwischenschicht (18) erfolgt.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Betonieren des Wandabschnittes (20) der Zwischenraum (17) zwischen der Spundwand (2) und den Platten (12, 12a) jeweils bis zu einem vorgegebenen Niveau (N2) vollständig mit dem die tragende Zwischenschicht (18) bildenden Material verfüllt wird und das Betonieren des Wandabschnittes erst nach dem Abbinden der Zwischenschicht (18) erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in vertikaler Richtung übereinander anschließende Wandabschnitte (20) nacheinander durch Betonieren erstellt werden, und dass vor dem Betonieren jedes Wandabschnittes (20) zunächst vor der Spundwand (2) die von mehreren aneinander anschließenden Platten (12, 12a) gebildete verlorene Außenschalung errichtet und der Zwischenraum (17) zwischen Spundwand (2) und den Platten (12, 12a) mit dem die Zwischen- oder Tragschicht (18) bildenden abbindenden Material verfüllt wird und erst nach dem Abbinden dieses Materials das Betonierendes Wandabschnittes (20) erfolgt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht (18) jeweils wenigstens bis zum Höhenniveau des zu erstellenden Wandabschnittes (20) ausgebildet wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor Errichten der die verlorene Außenschalung bildenden Wandung entlang der Spundwand (2) eine Tragkonstruktion (11) für die Platten (12) errichtet wird, und zwar vorzugsweise auf einem Fundament (5), beispielsweise streifenförmigen Fundament (S) entlang der Spundwand (2).
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Tragkonstruktion (11) wenigstens eine Tragschiene (8) verwendet wird, in der die Platten (12) mit einem unteren Rand (12.1) oder einem dortigen Anschlussprofil (13) passend aufgenommen sind.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragschiene (8) auf am Fundament (5) vorgesehenen Trag- oder Halteplatten (6) ausgerichtet befestigt wird.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von wenigstens zwei in vertikaler Richtung übereinander angeordneten Reihen von Platten (12, 12a) die Platten einer oberen Reihe mit wenigstens einem Profilabschnitt oder einem Anschlussprofil (13) in angepasste Aufnahmen (15) der darunter liegenden Platten (12) eingreifen.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von Platten (12, 12a) aus zementgebundenem Material, beispielsweise Filigranplatten.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung wenigstens einer Tragschiene (8), die eine rinnenartige Aufnahme (8.1), beispielsweise eine rinnenartige Aufnahme mit einem V-förmigen Querschnitt bildet.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von Platten, die an ihrer Oberseite eine rinnenartige Aufnahme (15), vorzugsweise eine rinnenartige Aufnahme mit einem V-förmigen Querschnitt bilden.
  15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von Platten (12, 12a), die an ihrem unteren Rand (12.1) ein Trag- oder Anschlussprofil (13) mit einem V-förmigen Außenquerschnitt aufweisen.
  16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf die den Platten (12, 12a) zugewandte Seite der Bohlen (3) ein Betontrennmittel aufgebracht wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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