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Dokumentenidentifikation DE102004061868A1 13.07.2006
Titel Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Plötz, Ernst, 91056 Erlangen, DE
DE-Anmeldedatum 22.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004061868
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse G06F 17/50(2006.01)A, F, I, 20060418, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung. Diese Designvorrichtung weist eine Bauteilebibliothek auf, in welcher für eine Vielzahl verschiedenartiger und verschiedenwertiger Bauteile Daten abgespeichert sind, die das dynamische elektromagnetische Verhalten dieser Bauteile beschreiben, und eine Recheneinheit, die im Rahem der Erstellung des Layouts ausgewählten Bauteilen zugehörige Daten aus der Bauteilebibliothek abruft und verarbeitet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung, beispielsweise einer elektrische Bauteile aufweisenden Schaltung, eines elektrische Bauteile aufweisenden Gerätes oder einer elektrische Bauteile aufweisenden Anlage.

Es sind bereits Designvorrichtungen für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung bekannt. Mittels derartiger bekannter Vorrichtungen erstellt ein in der Regel berufserfahrener Designentwickler das gewünschte Layout. Er achtet dabei unter anderem darauf, dass das zu erstellende Layout in Bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit bzw. das EMV-Verhalten den vorliegenden Erfordernissen gerecht wird. Bei diesem Vorgehen werden EMV-Verträglichkeitsmessungen meist erst am Ende des Designvorganges durchgeführt. Zeigen diese Messungen, dass die vorliegenden Erfordernisse nicht erfüllt sind, dann sind meist ein oder mehrere Redesignvorgänge durchzuführen. Dies hat zur Folge, dass in vielen Fällen ein im Voraus festgelegter Kostenrahmen und auch zeitliche Vorgaben bezüglich der Fertigstellung eines jeweiligen Projektes nicht eingehalten werden können.

In der Fachwelt ist man bereits bemüht, Lösungen zu finden, bei denen das Layoutdesign einer elektrische Bauteile aufweisenden Schaltungsplatine von einem eine Recheneinheit aufweisenden Designwerkzeug erstellt wird. Die Recheneinheit überprüft während des Layoutdesignvorganges, ob die bisher vorhandenen elektrischen Bauteile und deren Zusammenschaltung die geforderte EMV-Verträglichkeit aufweisen und informiert den Schaltungsdesigner darüber, wenn dies nicht der Fall ist.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine neue Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung bereitzustellen, die den Layoutdesigner besser unterstützt als bekannte Layout-Designvorrichtungen.

Diese Aufgabe wird durch eine Designvorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, dass die Recheneinheit im Rahmen der Erstellung des Layouts ausgewählten Bauteilen zugehörige Daten, die das dynamische elektromagnetische Verhalten des jeweiligen Bauteils beschreiben, verwendet, um dem Layoutdesigner auf einem Display in zwei- oder dreidimensionaler Form dynamische magnetische und/oder elektrische Felder anzuzeigen, die sich im Betrieb der jeweiligen Vorrichtung in der Umgebung des jeweiligen Bauteiles ausbilden. Unter dem dynamischen elektromagnetischen Verhalten ist dabei zu verstehen, dass sich das um ein elektrisches Bauteil ausbildende Feld in Abhängigkeit von der Zeit ändert, da die Vorrichtung unterschiedliche Betriebszustände aufweist, in denen beispielsweise durch das jeweilige Bauteil unterschiedliche Ströme fließen. Sind die sich bei verschiedenen Strömen um das jeweilige elektrische Bauteil ausbildenden Felder in einer Bauteilebibliothek der Designvorrichtung abgespeichert, dann können Sie während des Layoutdesigns im Sinne einer dynamischen, sich zeitlich verändernden, quasi pulsierenden Darstellung auf dem Display veranschaulicht werden. Dies erlaubt es dem Layoutdesigner, Problembereiche in Bezug auf das EMV-Verhalten zu erkennen und Layoutveränderungen vorzunehmen, beispielsweise unter Verwendung einer Eingabeeinheit. Eine derartige Layoutveränderung besteht beispielsweise darin, die Winkelposition eines elektrischen Bauteils auf einer Schaltungsplatine zu verändern.

Sind gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bezüglich eines elektrischen Bauteils in der Bauteilebibliothek auch elektrische und magnetische Feldstärkewerte abgespeichert, die unterschiedlichen Winkelpositionen des elektrischen Bauteils auf der Platine zugehörig sind, dann können auch nach einer Veränderung der Winkelposition des elektrischen Bauteils auf der Platine die zu erwartenden elektrischen und magnetischen Felder in der Umgebung des elektrischen Bauteils dynamisch auf dem Display angezeigt werden. So kann der Layoutdesigner beispielsweise durch ein Drehen eines zu positionierenden Bauteils in eine bestimmte Winkelposition erreichen, dass das zu positionierende Bauteil derart positioniert wird, dass vorliegende Erfordernisse in Bezug auf die EMV-Verträglichkeit erfüllt sind.

Zusätzlich oder alternativ dazu können die in der Bauteilebibliothek abgespeicherten Daten, die das dynamische elektromagnetische Verhalten dieser Bauteile beschreiben, von der Recheneinheit auch dazu verwendet werden, während des Layoutvorganges ein Auftreten unerwünschter Feldstärkewerte in der Umgebung eines elektrischen Bauteils zu erkennen und in solchen Fällen dem Layoutdesigner auf dem Display Layoutmodifikationen vorzuschlagen. Der Layoutdesigner hat dann vorzugsweise die Möglichkeit, eine vorgeschlagene Layoutmodifikation zu akzeptieren oder abzulehnen bzw. eine von mehreren vorgeschlagenen Layoutmodifikationen auszuwählen. Vorgeschlagene Layoutmodifikationen können beispielsweise darin bestehen, eine zwischen zwei Bauteilen vorgesehene Leitung zu verlängern, ein Bauteil bezüglich seiner Winkelpositionierung auf der Platine zu verändern, ein Bauteil mit einem anderen Bauteilwert zu verwenden oder eine Abschirmung oder eine Kühlung zwischen zwei Bauteilen anzubringen.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, die Bauteilebibliothek mit einem Speicherbereich auszustatten, in welchem Daten nichtflüchtig abgespeichert sind, die das dynamische elektromagnetische Verhalten einer kompletten Baugruppe beschreiben, die eine Vielzahl miteinander verschalteter Bauteile aufweist, d. h. eines Bauteile-Makros. Ein derartiges Bauteile-Makro kann beispielsweise ein in sich funktionsfähiger Schaltungsteil sein, der beispielsweise eine gewünschte Filterfunktion hat.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, die Bauteilebibliothek mit einem Speicherbereich auszustatten, in welchem Zwischenergebnisse nichtflüchtig abgespeichert sind. Dies erlaubt es dem Layoutdesigner, bei Bedarf den Layoutvorgang nochmals Schritt für Schritt nachzuvollziehen. Diese Reproduzierbarkeit des Layoutvorganges erlaubt es auch anderen Personen, beispielsweise den Kollegen oder dem Vorgesetzten eines Layoutdesigners, einen jeweiligen Designvorgang nachzuvollziehen und erleichtert es anderen Personen, bei Bedarf einen noch nicht beendeten Layoutvorgang fortzusetzen bzw. zu Ende zu führen.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, die Bauteilebibliothek mit einem Speicherbereich auszustatten, in welchem das Endergebnis eines Layoutvorganges nichtflüchtig abspeicherbar ist. In diesem Falle dient die Bauteilebibliothek vorzugsweise auch als Speicher für komplette Layouts, die möglicherweise bei Folgearbeiten mittels derselben Layout-Designvorrichtung oder mittels einer anderen Layout-Designvorrichtung verwendet werden können.

Vorzugsweise weist eine Designvorrichtung gemäß der Erfindung eine Schnittstelle auf, über welche die Recheneinheit mit externen Vorrichtungen verbindbar ist. Dies erlaubt sowohl einen Import als auch einen Export von Daten, die das dynamische elektromagnetische Verhalten eines elektrischen Bauteils oder einer Bauteilegruppe beschreiben. Ferner können über diese Schnittstelle auch Daten, die einem Layout-Zwischenergebnis oder einem fertigen Schaltungslayout entsprechen, importiert oder exportiert werden, beispielsweise von einem bzw. an ein Layout-Entflechtungssystem.

Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus der Erläuterung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren. Es zeigt

1 ein Blockschaltbild einer Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung,

2 ein Beispiel für eine in der Bauteilebibliothek abgespeicherte Tabelle und

3 ein Beispiel für eine Displayanzeige einer Schaltungsplatine, auf welcher elektrische Bauteile und sich um diese ausbildende magnetische Felder veranschaulicht sind.

Die 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung, beispielsweise einer elektrische Bauteile aufweisenden Schaltung, eines elektrische Bauteile aufweisenden Gerätes oder einer elektrische Bauteile aufweisenden elektrischen Anlage. Elektrische Bauteile sind beispielsweise Ohmsche Widerstände, Spulen, Kondensatoren, Transistoren, elektrische Leitungen und integrierte Schaltkreise.

Die in der 1 dargestellte Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung weist einen Rechner 1 auf. Dieser ist mit einer Eingabeeinheit 7, bei der es sich um eine Tastatur handelt, und mit einem Display 24 verbunden. Auf dem Display werden während der Erstellung des gewünschten Layouts Anzeigen vorgenommen. Weiterhin weist der Rechner 1 eine Import-/Export-Schnittstelle 6 auf, über welche Daten von einer externen Vorrichtung importiert und an eine externe Vorrichtung exportiert werden können. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dieser externen Vorrichtung um ein Entflechtungssystem 8.

Der Rechner 1 enthält eine Recheneinheit 2. Diese ist mit einer Bauteilebibliothek 3, einem Ergebnisspeicher 4 und einem Speicher 5 verbunden, in welchem Grenzwerte abgespeichert sind.

Die Bauteilebibliothek 3 weist einen Speicherbereich 3a für Daten einzelner elektrischer Bauteile und einen Speicherbereich 3b für Daten von Bauteilegruppen auf. Unter einer Bauteilegruppe wird dabei eine Mehrzahl von miteinander verschalteten elektrischen Bauteilen gesehen, die in ihrer bestehenden Verschaltung eine gewünschte Funktion ausüben, beispielsweise eine Filterfunktion, eine Verstärkerfunktion, eine Begrenzungsfunktion oder eine Schaltfunktion.

Sowohl abgespeicherte Daten von einzelnen elektrischen Bauteilen als auch Daten von Bauteilegruppen können über die Import-/Export-Schnittstelle 6 an externe Vorrichtungen 8 exportiert werden. Weiterhin können extern erstellte Daten von einzelnen elektrischen Bauteilen oder von Bauteilegruppen über die Import-/Export-Schnittstelle 6 von externen Vorrichtungen 8 importiert werden. Letzteres ermöglicht es auf einfache Weise, die Bauteilebibliothek um Datensätze zu erweitern, die von externen Vorrichtungen bereitgestellt werden. Dies kann beispielsweise Online über eine Internetverbindung erfolgen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Bauteilebibliothek dadurch zu erweitern, dass Daten von elektrischen Bauteilen oder Bauteilegruppen mittels der Eingabeeinheit 7 eingegeben und in die Bauteilebibliothek 3 übernommen werden.

Der Ergebnisspeicher 4 weist einen Speicherbereich 4a für Zwischenergebnisse und einen Speicherbereich 4b für Endergebnisse auf. Im Speicherbereich 4a werden im Rahmen des Designvorganges auftretende Zwischenergebnisse nichtflüchtig Schritt für Schritt dokumentiert. Dies erlaubt es, im Rahmen des Designvorganges bei Bedarf auf vorher erhaltene Zwischenergebnisse zurückzugreifen. Dies ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn ein begonnener Designvorgang nicht zum gewünschten Ergebnis führt und ab einer bestimmten Stelle, bezüglich derer Zwischenergebnisse abgespeichert sind, von Neuem durchgeführt werden muss. Weiterhin erlaubt es diese Zwischenspeicherung, dass auch andere Personen, beispielsweise Kollegen oder der Vorgesetzte des Designentwicklers, den bisherigen Designvorgang nachvollziehen können, was eine eventuelle Fortsetzung des Designvorganges für diese anderen Personen erleichtert. Im Speicherbereich 4b werden Endergebnisse eines Designvorganges abgespeichert, so dass auf das fertiggestellte Design zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt zugegriffen werden kann.

Sowohl abgespeicherte Zwischenergebnisse als auch abgespeicherte Endergebnisse können über die Import-/Export-Schnittstelle 6 an externe Vorrichtungen 8 exportiert werden. Weiterhin können extern erstellte Zwischenergebnisse und auch extern erstellte Endergebnisse über die Import-/Export-Schnittstelle 6 importiert und dann in einem der Speicherbereiche des Ergebnisspeichers 4 nichtflüchtig abgespeichert werden.

Im Speicher 5 sind Grenzwerte abgespeichert, die Informationen darüber enthalten, welche elektrischen Felder und welche magnetischen Felder in den einzelnen Betriebsarten der zu designenden Vorrichtung in der Umgebung der einzelnen Bauteile und in der Umgebung von Bauteilegruppen maximal zulässig sind. Die Recheneinheit 2 überprüft während des Designvorganges bei jedem Designschritt, ob in den einzelnen Betriebsarten der zu designenden Vorrichtung in der Umgebung der bisher vorliegenden Bauteile oder Bauteilegruppen elektrische oder magnetische Felder auftreten, die die vorgegebenen Maximalwerte in unerwünschter Weise übersteigen.

Beim Auftreten derartiger Fälle wird gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung eine entsprechende Information für den Designentwickler am Display 24 dargestellt. Aufgrund dieser Information nimmt der Designentwickler Modifikationen am bisher erstellten Design vor, um zu erreichen, dass die in der Umgebung der Bauteile oder Bauteilegruppen auftretenden elektrischen und magnetischen Felder die vorgegebenen Maximalwerte nicht mehr übersteigen, so dass die gewünschte elektromagnetische Verträglichkeit der zu entwickelnden Vorrichtung gegeben ist bzw. das gewünschte EMV-Verhalten erreicht wird.

Die vom Designentwickler vorgenommenen Modifikationen können beispielsweise darin bestehen, die zwischen zwei Bauteilen vorgesehene Verbindungsleitung zu verlängern oder das zuletzt in das bisherige Design aufgenommene elektrische Bauteil in einer anderen Winkelposition auf einer Schaltungsplatine zu positionieren.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ermittelt die Recheneinheit beim Auftreten derartiger Fälle selbst Vorschläge zur Beseitigung der bestehenden EMV-Probleme und präsentiert dem Designentwickler diese Vorschläge auf dem Display 24. Der Designentwickler hat die Möglichkeit, einen angezeigten Vorschlag durch eine entsprechende Betätigung einer Taste der Eingabeeinheit 7 zu akzeptieren oder abzulehnen oder alternativ dazu einen von mehreren angebotenen Vorschlägen auszuwählen. Von der Recheneinheit 2 ermittelte Vorschläge bestehen beispielsweise darin, eine zwei benachbarte Bauteile verbindende Leitung zu verlängern, das zuletzt in das bisherige Design aufgenommene Bauteil in einer anderen Winkelposition auf der Schaltungsplatine zu positionieren oder eine Abschirmung zwischen zwei bisher im Design vorhandenen Bauteilen vorzusehen.

Die Recheneinheit 2 verwendet bei beiden vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung Daten, die in der Bauteilebibliothek 3 abgespeichert sind. Die Bauteilebibliothek 3 enthält für eine Vielzahl verschiedenartiger und verschiedenwertiger Bauteile Daten, die das dynamische elektromagnetische Verhalten dieser Bauteile beschreiben. Verschiedenartige Bauteile sind dabei beispielsweise Ohmsche Widerstände, Spulen, Kondensatoren, Transistoren, elektrische Leitungen und integrierte Schaltkreise. Unter verschiedenwertigen Bauteilen versteht man dabei beispielsweise Ohmsche Widerstände mit verschiedenen Widerstandswerten, Spulen mit verschiedenen Induktivitätswerten, Kondensatoren mit unterschiedlichen Kapazitätswerten, Transistoren mit unterschiedlichen Betriebsparametern, usw.. Unter dem dynamischen elektromagnetischen Verhalten wird dabei verstanden, dass im Betrieb der zu designenden Vorrichtung eine Vielzahl verschiedener Betriebszustände auftritt, in denen beispielsweise durch ein Bauteil Ströme unterschiedlicher Größe fließen. Für jeden dieser Ströme sind für jedes der Bauteile Daten abgespeichert, die die elektrische und die magnetische Feldstärke des in der Umgebung des jeweiligen Bauteils zu erwartenden elektrischen und magnetischen Feldes beschreiben. Diese Daten können in Form von Tabellen oder in Form von Gleichungen bzw. Formeln in der Bauteilebibliothek 3 abgespeichert sein.

Ein Beispiel für eine in der Bauteilebibliothek 3 abgespeicherte Tabelle ist in der 2 dargestellt. In der ersten Zeile dieser Tabelle sind die Bezeichnung des jeweiligen Bauteils und der jeweilige konkrete Wert des Bauteils angegeben. Ein Beispiel dafür sind die Angaben „Ohmscher Widerstand" und „100 Ohm". Darunter sind die in den verschiedenen Betriebszuständen auftretenden Ströme I1, I2, I3, I4, I5, I6, I7 und I8 durch diesen Widerstand aufgelistet sowie jeweils zugehörige elektrische Feldstärken EF1, EF2, EF3, EF4, EF5, EF6, EF7 und EF8 und magnetische Feldstärken MF1, MF2, MF3, MF4, MF5, MF6, MF7 und MF8, die sich bei den genannten Strömen in der Umgebung des genannten Widerstandes ausbilden.

Hat der Designentwickler im Rahmen des Designvorganges mittels der Bedieneinheit 7 diesen Widerstand als nächstes elektrisches Bauteil ausgewählt und ebenfalls mittels der Bedieneinheit an einer gewünschten Stelle des bisher vorliegenden Schaltungslayouts auf der Platine positioniert, dann ermittelt die Recheneinheit 2 automatisch unter Verwendung der aus der Bautelebibliothek 3 ausgelesenen Daten Anzeigesignale, die das zu erwartende Feld in der Umgebung des Widerstandes visualisieren. Da sich dieses Feld in Abhängigkeit von den verschiedenen Betriebszuständen ändert, werden die aus der 2 ersichtlichen verschiedenen elektrischen bzw. magnetischen Felder zeitlich nacheinander und vorzugsweise wiederholt im Sinne einer Anzeige des dynamischen elektromagnetischen Verhaltens des genannten Widerstandes angezeigt.

Ein Beispiel für eine Displayanzeige einer Schaltungsplatine, auf welcher elektrische Bauteile und sich um diese ausbildende elektrische oder magnetische Felder visualisiert sind, ist in der 3 dargestellt. Auf der dort gezeigten Schaltungsplatine 9 wurden im Rahmen des bisherigen Layoutdesigns elektrische Bauteile 10, 11, 12 und 13 positioniert, die über Leitungen miteinander verbunden sind. In einem bestimmten Betriebszustand fließt durch die Bauteile 10 und 11 ein Strom I1, durch das Bauteil 12 ein Strom I2 und durch das Bauteil 13 ein Strom I3. Das durch den Strom I1 in der Umgebung des Bauteils 10 zu erwartende magnetische Feld ist mit der Bezugszahl 14 bezeichnet. Das durch den Strom I1 in der Umgebung des Bauteils 11 zu erwartende magnetische Feld trägt die Bezugszahl 15. Das durch den Strom I2 in der Umgebung des Bauteils 12 zu erwartende magnetische Feld ist mit der Bezugszahl 16 bezeichnet. Das durch den Strom I3 in der Umgebung des Bauteils 13 zu erwartende magnetische Feld trägt die Bezugszahl 17.

Aus der 3 ist ersichtlich, dass die Felder 15 und 17 einen überlappenden Bereich 22 und die Felder 16 und 17 einen überlappenden Bereich 23 aufweisen.

Vorzugsweise erfolgt die Darstellung der sich nicht überlappenden Felder bzw. Feldbereiche in einer ersten Farbe und die Darstellung der sich überlappenden Feldbereiche 22 und 23 in einer weiteren Farbe, die von der ersten Farbe verschieden ist. Alternativ dazu können die sich überlappenden Feldbereiche auch blinkend angezeigt werden.

Durch diese Darstellung auf dem Display kann der Designentwickler erkennen, ob Überlappungen von Feldern auftreten, und bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen in die Wege leiten, beispielsweise eine Verlängerung einer oder mehrerer der Verbindungsleitungen zwischen den Bauteilen 11, 12 und 13.

Bei der Darstellung in der 3 handelt es sich lediglich um eine Momentaufnahme, die das Vorliegen eines von mehreren Betriebszuständen beschreibt. Durch die Doppelpfeile 18, 19, 20 und 21 ist symbolisiert, dass sich die dargestellten Felder zeitlich ändern, da die verschiedenen Betriebszustände der Vorrichtung zeitlich aufeinanderfolgend dargestellt werden. Bei dieser Darstellung des dynamischen elektromagnetischen Verhaltens der Bauteile ändern sich auch die Überlappungsbereiche der Felder, die größer oder kleiner werden können.

In Abhängigkeit vom jeweils vorliegenden Einzelfall kann es sein, dass ein Überlappen von Feldern grundsätzlich ausgeschlossen werden muss, ein Überlappen von Feldern nur in bestimmten Betriebszuständen zulässig ist oder ein Überlappen von Feldern im Einzelfall sogar gewünscht ist. Dies ist vom Designentwickler bzw. der Recheneinheit 2 bei der Modifikation des bisher vorliegenden Layoutentwurfes entsprechend zu berücksichtigen.

In vorteilhafter Weise enthält die Bauteilebibliothek 3 zusätzlich zu den oben angegebenen Daten auch Angaben über Winkelpositionen des jeweiligen Bauteils relativ zu einer vorgegebenen Achse der Platine, so dass die Bauteilebibliothek Angaben darüber enthält, welches elektrische Feld und welches magnetische Feld in der Umgebung des jeweiligen Bauteils auftreten, wenn das Bauteil beispielsweise in einem Winkel von 0°, 15°, 30°, 45°, 60°, 75° und 90° relativ zur X-Achse der Platine positioniert ist. Diese Angaben erleichtern es dem Designentwickler, ein unerwünschtes EMV-Verhalten eines elektrischen Bauteils zu beseitigen, indem er das Bauteil nicht im Winkel von 0° zur X-Achse der Platine positioniert, sondern beispielsweise in einem Winkel von 90°.


Anspruch[de]
  1. Designvorrichtung für das Layout einer elektrische Bauteile aufweisenden Vorrichtung, aufweisend:

    – eine Bauteilebibliothek (3), in welcher für eine Vielzahl verschiedenartiger und verschiedenwertiger Bauteile (10, 11, 12, 13) Daten abgespeichert sind, die das dynamische elektromagnetische Verhalten dieser Bauteile beschreiben, und

    – eine Recheneinheit (2), die im Rahmen der Erstellung des Layouts ausgewählten Bauteilen zugehörige Daten aus der Bauteilebibliothek (3) abruft und verarbeitet.
  2. Designvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass abgespeicherte Daten in Form einer Vielzahl von Tabellen hinterlegt sind.
  3. Designvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass abgespeicherte Daten in Form von Formeln hinterlegt sind.
  4. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (2) aus den aus der Bauteilebibliothek (3) abgerufenen Daten Anzeigesignale ermittelt, die zur Anzeige auf einem Display (24) vorgesehen sind und Bereiche (14, 15, 16, 17) elektrischer und/oder magnetischer Feldstärken in der Umgebung eines ebenfalls auf dem Display dargestellten Bauteiles veranschaulichen, die das dynamische elektromagnetische Verhalten des dargestellten Bauteils beschreiben.
  5. Designvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche elektrischer und/oder magnetischer Feldstärke farblich markiert sind.
  6. Designvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Display (24) Anzeigesignale dargestellt werden, die einander benachbarten Bauteilen zugehörig sind, und dass einander überschneidende Feldstärkebereiche (22, 23) benachbarter Bauteile hervorgehoben markiert sind.
  7. Designvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einander überschneidenden Feldstärkebereiche (22, 23) benachbarter Bauteile andersfarbig markiert sind als einander nicht überschneidende Feldstärkebereiche.
  8. Designvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einander überschneidenden Feldstärkebereiche (22, 23) benachbarter Bauteile blinkend dargestellt werden.
  9. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Speicher (5) aufweist, in welchem Grenzwerte für in der Umgebung der elektrischen Bauteile maximal zulässige Feldstärken abgespeichert sind, die Recheneinheit (2) zum Vergleichen der abgespeicherten Grenzwerte mit im Rahmen des Layouts ermittelten Feldstärkewerten vorgesehen ist und die Ausgabe eines Signals auf dem Display (24) initiiert, wenn die im Rahmen des Layouts ermittelten Feldstärkewerte die abgespeicherten Grenzwerte übersteigen.
  10. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (2) dazu vorgesehen ist, beim Auftreten unerwünschter Feldstärkewerte Layoutmodifikationen zu ermitteln und auf dem Display zu visualisieren.
  11. Designvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (2) mit einer Bedieneinheit (7) verbunden ist und mittels der Bedieneinheit Bedienbefehle eingebbar sind, mittels derer die von der Recheneinheit vorgeschlagenen Layoutmodifikationen akzeptiert oder abgelehnt werden können.
  12. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilebibliothek (3) einen Speicherbereich (3b) aufweist, in welchem Daten abgespeichert sind, die das dynamische elektromagnetische Verhalten einer Bauteilegruppe beschreiben, die eine Vielzahl von miteinander verschalteten Bauteilen aufweist.
  13. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bauteilebibliothek (3) Daten abgespeichert sind, die das dynamische elektromagnetische Verhalten elektrischer Bauteile in Abhängigkeit von der Ausrichtung des jeweiligen Bauteils auf einer Schaltungsplatine beschreiben.
  14. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (2) mit einem Speicher (4) verbunden ist, in welchem während der Layouterstellung Zwischenergebnisse nichtflüchtig abspeicherbar sind.
  15. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (2) mit einem Speicher (4) verbunden ist, in welchem Daten nichtflüchtig abspeicherbar sind, die dem fertigen Layout einer Schaltung, eines Gerätes oder einer Anlage entsprechen.
  16. Designvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (2) eine Schnittstelle (6) aufweist, über welche Daten, die das dynamische elektromagnetische Verhalten eines elektrischen Bauteils oder einer Bauteilgruppe beschreiben, importierbar und/oder exportierbar sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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