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Dokumentenidentifikation DE102004062001A1 13.07.2006
Titel Hochleistungsreinigungsspülung mit rotierendem Ansatz
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Hohmann, Eugen, 96191 Viereth-Trunstadt, DE;
Körber, Georg, 96114 Hirschaid, DE;
Grota, Beate, 96103 Hallstadt, DE
DE-Anmeldedatum 23.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004062001
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse B23H 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung stellt eine Reinigungsspülung für Bohrwerkzeuge mit einer Elektrode und einem Rotor bereit, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehscheibe am Rotor befestigt ist, um eine Dralleinführung bereitzustellen, wodurch ein Reinigungsfluid die erodierten Schlammteilchen aus dem Sackloch entfernt, wodurch die Abführ- und Strömungsrichtungsbedingungen im Gewindesackloch festgelegt und reguliert werden. Die Drehscheibe stellt eine Dralleinführung zur Erzeugung von Spülspraygeometrie bereit. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Reinigungsfluid mit einem Druck von bis zu 10 bar geleitet, wodurch sich aufgrund der Dralleinführung eine Reinigungsspraygeometrie ergibt, die dadurch erodierte Schlammteilchen effektiv aus dem Gewindesackloch entfernt.

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft die Reinigung eines erodierten Spalts durch Gewindesacklochbohren.

Im Allgemeinen wird ein Gewindesackloch unter Verwendung von Reinigungsspülung gereinigt. Die Reinigung erfolgt statisch durch Leiten von Reinigungsfluid parallel zur Elektrode. Das Reinigungsfluid, im Allgemeinen Wasser, wird mit einem Druck von bis zu 5 bar geleitet, um die Teilchen von dem Sackloch zu entfernen, wenn das Druckwasser das Sackloch spült. Die Reinigung ist jedoch nicht sehr effektiv, und es verbleiben oftmals einige Teilchen im Sackloch. Des Weiteren werden die Elektroden aufgrund des Vorhandenseins der verbleibenden Teilchen im Sackloch während solcher Bohrvorgänge beträchtlich abgenutzt. Deshalb besteht Bedarf nach einer Reinigungsspülung, die Schlammteilchen effektiv aus dem Sackloch entfernt.

KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Hochleistungsreinigungsspülung zur Reinigung des erodierten Spalts durch Gewindesacklochbohren. Die vorliegende Erfindung stellt eine Reinigungsspülung für Bohrwerkzeuge mit einer Elektrode und einem Rotor bereit, dadurch gekennzeichnet, dass am Rotor eine Drehscheibe befestigt ist, um eine Dralleinführung bereitzustellen, wodurch ein Reinigungsfluid die erodierten Schlammteilchen aus dem Sackloch entfernt, wodurch die Abführ- und Strömungsrichtungsbedingungen im Gewindesackloch festgelegt und reguliert werden. Die Drehscheibe stellt eine Dralleinführung zur Erzeugung von Spülspraygeometrie bereit. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Reinigungsfluid mit einem Druck von bis zu 10 bar geleitet, wodurch sich aufgrund der Dralleinführung eine Reinigungsspraygeometrie ergibt, die dadurch erodierte Schlammteilchen effektiv aus dem Gewindesackloch entfernt.

Die Hochleistungsreinigungsspülung gemäß der vorliegenden Erfindung spült den Schlamm schneller und effektiver als die bestehenden Spülmechanismen. Des Weiteren ist die Abnutzung der Elektroden aufgrund des effektiven Entfernens von Schlamm aus dem Gewindesackloch beträchtlich vermindert.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Hochleistungsreinigungsspülung.

2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Bohrwerkzeugs mit einer Hochleistungsreinigungsspülung daran.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hochleistungsreinigungsspülung (1) für Bohrwerkzeuge zum Entfernen von erodierten Schlammteilchen aus einem Gewindesackloch. Das Bohrwerkzeug umfasst eine Elektrode (10) und einen Rotor (12), wie in 1 gezeigt. Das Bohrwerkzeug ist mit einer Reinigungsspülung (16) versehen, wie in 1 gezeigt. Eine vorzugsweise aus Stahl hergestellte Drehscheibe (18) ist am Drehkopf des Rotors (12) befestigt. Die Drehscheibe (18) wird, wie in 2 gezeigt, durch einen Motorantrieb (20) angetrieben. Ein Reinigungsfluid, vorzugsweise Wasser, wird mit einem Druck von bis zu 10 bar zum Spalt (14) zwischen der Reinigungsspülung (16) und der Elektrode (10) gepumpt.

Während des Bohrvorgangs bewirkt die Drehung der Drehscheibe (18) eine Dralleinführung, die aufgrund eines externen Drehantriebs exzentrisch ist, wodurch ein Reinigungsfluidspray zum erodierten Spalt im Gewindesackloch (22) gespült und der erodierte Schlamm als spiralförmig gewundene Teilchen aus dem Gewindesackloch (22) entfernt wird.

Das effektive Entfernen des Schlamms aus dem Sackloch reguliert dadurch die Abführ- und Strömungsrichtungsbedingungen im Gewindesackloch (22). Die Leitung im erodierten Spalt wird durch die Spannungsbedingungen und die Spulenmenge im Dreheinlass bestimmt und reguliert.

Die Hochleistungsreinigungsspülung ermöglicht, dass der Erosionsprozess stabil und wesentlich schneller als die bestehenden Prozesse ist. Des Weiteren wird die gleichmäßige Abnutzung der Elektroden in Strömungsrichtung beträchtlich vermindert.


Anspruch[de]
  1. Reinigungsspülung für ein Bohrwerkzeug mit einer Elektrode und einem Rotor, dadurch gekennzeichnet, dass eine am Rotor befestigte Drehscheibe eine Dralleinführung bereitstellt, die eine Spülspraygeometrie erzeugt, wodurch die Reinigung den erodierten Schlamm aus dem Sackloch entfernt.
  2. Reinigungsspülung für ein Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, bei der das Reinigungsfluid mit einem Druck von bis zu 10 bar betrieben wird.
  3. Reinigungsspülung für ein Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, bei der der erodierte Schlamm als spiralförmig gewundene Teilchen aus dem Sackloch entfernt wird.
  4. Reinigungsspülung für ein Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, bei der die Drehscheibe durch einen Motor angetrieben wird.
  5. Reinigungsspülung für ein Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, bei der die Drehscheibe aus Stahl besteht.
  6. Reinigungsspülung für ein Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, bei der es sich bei dem Reinigungsfluid um Wasser handelt.
  7. Verfahren zum Entfernen von Schlamm aus einem Sackloch, bei dem man den Rotor mit einer Dralleinführung versieht, um eine Spülspraygeometrie zu erzeugen; Reinigungsfluid mit einem Druck von bis zu 10 bar leitet, wodurch erodierter Schlamm als spiralförmig gewundene Teilchen aus dem Sackloch entfernt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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