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Dokumentenidentifikation DE102004063671A1 13.07.2006
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Registrieren und Messen der Radionutzung sowie des Hörerverhaltens
Anmelder Medialysis GmbH, 39326 Loitsche, DE
Erfinder Körner, Markus, 39124 Magdeburg, DE;
Thumm, Jochen, 39326 Colbitz, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 31.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004063671
Offenlegungstag 13.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse H04H 9/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Unter Nutzung eines flächendeckenden Sendenetzes entweder nur die RDS-PS-Datensignale im Original oder aber je nach Anforderung des Sende/Empfängersystems moduliert, in jedem Fall jedoch in Verbindung mit dem nutzerspezifischen Signal an einen zentralen Empfänger übertragen und dort in Verbindung mit verschiedensten Daten gespeichert. Diese Daten informieren über Zeitpunkt sowie über demografische und soziografische Daten des Probanden. Das Speichermedium, in diesem Fall ein Zentralrechner, wertet sofort mittels einer speziellen Software die via Funk ständig eingehenden Daten aus und stellt diese in Form von Datensätzen oder aber visualisierten Grafiken dem Interessenten zur Verfügung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Registrieren und Messen der Radionutzung, sowie des spezifischen Hörerverhaltens von Rundfunksendungen nach den unabhängigen Ansprüche 1, 5, 13 und 16.

Das Erfassen von Radionutzung und Hörerverhalten hat in der heutigen Zeit für Medienunternehmen, wie auch für die gesamte Werbetreibende Wirtschaft ein zentrale Bedeutung. Die heute eigesetzten, in folge kurz erläuterten, Befragungsverfahren dienen der Hörfunkbranche, wie eine Art Währung. Die Medienanalyse misst die Anzahl Hörer pro Stunde. Dieser Wert entscheidet maßgeblich über Werbepreise und Mediaschaltungen von Werbetreibenden und somit über Erfolg oder Misserfolg von Radiosendern.

Zum Erfassen von Hörerverhalten und der daraus resultierenden Einschaltquote der Radiosender werden von Instituten und institutionellen Organisationen (GfK, AG.MA) im Auftrag der Rundfunkveranstalter zyklische Hörerbefragungen durchgeführt. Diese erfolgen einmal bzw. zweimal jährlich und werden unter Verwendung verschiedener Befragungsmethoden durchgeführt. Hierbei kommen vorrangig persönliche und telefonische, aber auch schriftliche Interviews von Hörern auf der Grundlage einer qualitativen Stichprobenziehung zum Einsatz. Diese Befragungen basieren auf dem subjektiven Erinnerungsvermögen der Probanden und stellen damit ein höchst ungenaues Messverfahren für die Hörfunknutzung dar.

Aufgabe der Erfindung ist es, Verfahren und Vorrichtungen bereitzustellen, mit deren Hilfe die Nutzergewohnheiten von Radiohörern genau und kostengünstig erfasst und ausgewertet werden können.

Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung bieten aufgrund einer Messung des Hörerverhaltens zwei wesentliche Vorteile:

Die Daten über Radionutzung und Hörerverhalten sind nicht nur einmal bzw. zweimal jährlich verfügbar, sondern werden mittels einem technischen Messverfahren jederzeit und fast in Echtzeit zur Verfügung gestellt.

Die erfindungsgemäß erfassten Daten sind sehr genau, da sie nicht auf dem Erinnerungsvermögen von Probanden, sondern auf den technischen Leistungen von Hörfunkempfänger basieren.

Dabei macht sich das erfindungsgemäße Verfahren zu Nutze, dass heutzutage jedes UKW-Radioprogramm inklusive signifikanter Kennsignale übertragen wird. Diese ermöglichen es dem Radioempfängern, die senderseitige Station zu identifizieren. Diese Information über den Radiosender wird bei Autoradioempfängern mit RDS-Technik dann auf dem Display des Autoradioempfängers angezeigt. Diese senderspezifischen Kennsignale können aktuell aber auch zukünftig auf unterschiedlichste technischen Daten, Verfahren oder Übertragungen basieren.

Bei dem erfindungsgemäß Verfahren zur Erfassung der Hörgewohnheiten von Radiohörern ist vorgesehen, dass aus dem empfangenen FM-Signal und dem zugehörigen Kennsignal eines Radiosenders das Kennsignal oder Teile dieses Kennsignals herausgefiltert und mit einem Nutzersignal kombiniert werden. Dieses sogenannte Nutzer-Sender-Signal wird mit Hilfe eines Senders an einen zentralen Empfänger gesendet.

Dadurch ist es möglich, die Benutzung eines Radios und die dabei getroffene Senderwahl eindeutig zu erfassen. Da dieses Verfahren auf technischen Mitteln basiert, ist es nahezu fehlerfrei und außerdem sehr kostengünstig durchführbar.

Falls erforderlich kann das Nutzer-Sender-Signal vor dem Senden in ein sendetaugliches Signal umgewandelt werden.

Um die Menge der zu sendenden Daten zu minimieren, kann weiter vorgesehen sein, dass nur dann ein Nutzer-Sender-Signal gesendet wird, wenn sich das Kennsignal geändert hat und dieses geänderte Kennsignal für eine vorgegebene Zeitdauer, beispielsweise mindestens fünf Sekunden, konstant bleibt.

Dadurch wird gewährleistet, dass nur dann Informationen über den Radiohörer an einen zentralen Empfänger gesendet werden, wenn der Radiohörer den Sender wechselt oder das Radio ein- beziehungsweise ausschaltet.

Um die solchermaßen erzeugten Daten über die Hörgewohnheiten von Radiohörern effizient, informativ und kostengünstig aufbereiten zu können, ist weiter vorgesehen, ein Verfahren zur Ermittlung und Auswertung der Hörgewohnheiten von Radiohörern, bei welchem das Nutzer-Sender-Signal von mindestens einem, bevorzugt jedoch einer Vielzahl von Hörern empfangen wird und dieses Nutzer-Sender-Signal ausgewertet wird. Wenn jedem der Nutzer-Sender-Signale eine bestimmte Person zugeordnet ist, was leicht möglich ist, da beispielsweise ein stationär aufgestelltes Radio nur von einer, höchstens jedoch einer sehr überschaubaren Gruppe von Hörern, wie beispielsweise einer Familie, benutzt wird, können den Nutzer-Sender-Signalen soziologische und andere Daten zugeordnet werden. Dadurch ist es möglich, die Auswertung der empfangenen Nutzer-Sender-Signale qualitativ und unter verschiedenen Blickwinkeln, wie beispielsweise Altersstruktur der Hörer, gesellschaftliche Stellung der Hörer und anderes mehr, auszuwerten.

Um die Auswertungen dokumentieren zu können oder die Auswertungen nicht in Echtzeit, sondern zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen zu können, kann weiter vorgesehen sein, das Nutzer-Sender-Signal vor der Auswertung in auswertbare und/oder speicherbare Daten umzuwandeln.

Vorteilhafterweise können die Nutzer-Sender-Signale in Zeitreihen dargestellt werden.

Durch die bereits erwähnte Verknüpfung mit für demoskopische Untersuchungen relevanten Informationen kann die Qualität der Auswertungen deutlich erhöht werden.

Im Ergebnis ist es somit möglich, mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Erfassung der Hörgewohnheiten von Radiohörern und dem Verfahren zur Ermittlung und Auswertung von Hörgewohnheiten von Radiohörern die Einschaltquote verschiedener Sender in Echtzeit und mit sehr geringen Fehlerquoten zu erfassen und gleichzeitig auch detaillierte und belastbare Aussagen hinsichtlich der demoskopischen Eigenschaften der Hörer spezieller Radioprogramme zu machen.

Diese Vorteile werden auch durch Computerprogramme realisiert, die nach einem der genannten Verfahren arbeiten und durch Vorrichtungen zur Erfassung von Hörgewohnheiten von Radiohörern beziehungsweise Vorrichtungen zur Ermittlung und Auswertung der Hörgewohnheiten von Radiohörern gemäß den Patentansprüchen 13-17. Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Zeichnung und deren Beschreibung entnehmbar. Alle in der Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen genannten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.

Zeichnung

Es zeigt die einzige Figur ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels.

Vor der eigentlichen Figurenbeschreibung wird nachfolgend zunächst das sogenannte RDS-System erläutert, da das Ausführungsbeispiel auf diesen System basiert. Damit ist jedoch keine Beschränkung der Erfindung auf dieses Kennungsverfahren verbunden.

Das Institut für Rundfunktechnik hat in den 80er Jahren ein Verfahren entwickelt, mit dem man in einem UKW Programm zusätzliche Informationen in Form von digitalen Daten übertragen kann. Man hat diesem Verfahren den Namen Radio Daten System (RDS) gegeben.

Das Radio-Daten-System (RDS) erleichtert die Programmwahl, da es Abstimmungshilfen, Schaltsignale und Radiotext unhörbar und digital zusammen mit dem eigentlichen Radiosignal aussendet. Einige dieser Funktionen werden hauptsächlich im Auto genutzt. Neben verschiedenen anderen Funktionen überträgt das System das PS-Datensignal (programm servicename). Dieses zeigt den Namen des Programms bzw. des, Senders mit Hilfe von ASCII-Zeichen auf dem Display an.

Mittels dieser dem Sendesignal beigefügten digitalen Zusatzdaten erkennt das Radiogerät, ob mobil oder stationär, den Absender des Signals und kann ihn sofort identifizieren.

Die Radio-Daten werden in Form eines kontinuierlichen binären Datenstroms mit 1,1875 kbit/s übertragen. Die Daten-Organisation sieht verschiedene je 104 bit lange Gruppen vor, die jeweils aus vier Blöcken zu 26 bit bestehen. Die Blöcke enthalten ein 16-bit-Informationswort und ein 10-bit-Kontrollwort. Grundsätzlich werden im ersten Block jeder Gruppe zur schnellen Programmidentifikation der Programmidentifikations-Code (PI-Code) und im zweiten Block jeder Gruppe die Gruppenadresse, die Verkehrsfunk-Kennung TP und die Programmart PTY übertragen. Die weitere Kapazität in den Blöcken 2 bis 4 wird in Abhängigkeit vom Gruppentyp belegt. Die Aufeinanderfolge der einzelnen Gruppentypen ist senderseitig wählbar.

Bei der Wahl von Modulationsträger und Modulationsart für das RDS-Signal war insbesondere die bestehende Belegung im Stereo-Multiplex-Basisband zu berücksichtigen. Das Audio-Mittensignal (Mono) bis 15kHz, der Stereo-Pilotton bei 19kHz, das Seitensignal (Stereo) von 23-53kHz und das ARI-Signal (herkömmliches Verkehrsfunksystem namens Autofahrer-Rundfunk-Information, welches 2005 vollkommen durch RDS ersetzt wird) bei 57kHz. Das ARI-Signal ist amplitudenmoduliert und wegen der niedrigen Modulationsfrequenzen ist das Frequenzspektrum sehr schmal (max. 57kHz ± 125Hz). Diesem ARI-Signal wird das breitbandigere RDS-Signal überlagert Das RDS ergänzte Multiplex-Signal (MPX-Signal) wird vom VHF-FM-Sender mit Frequenzmodulation übertragen.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die dem Sendesignal beigefügten digitalen Zusatzdaten, wie zum Beispiel die RDS-Signale, mittels eines technischen Filters aus dem gesamten Empfangssignal herausgefiltert und mit zusätzlichen Daten kombiniert. Diese Daten ermöglichen die Identifikation des Hörers und die Erfassung seiner Hörgewohnheiten.

Die einzige Figur zeigt ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erfassung der Hörgewohnheiten eines Radiohörers unter Benutzung des RDS-Systems, wobei die Erfindung nicht auf dieses System beschränkt ist.

In der Figur sind die wesentlichen Komponenten der Erfindung dargestellt, deren Funktionen nachfolgend erläutert werden:

Mit dem Block 1 wird ein mobiler UKW-Autoradioempfänger oder ein stationärer UKW-Radioempfänger bezeichnet, der sowohl das FM-Signal als auch dessen zugehöriges RDS-Signal eines UKW-Radiosenders empfängt und verarbeitet.

In einem daran anschließenden Filter 2 wird das empfangene RDS Signal aus dem gesamten Empfangssignal herausgefiltert. Ausgangssignal des Filters 2 kann das gesamte RDS-Signal oder nur das im RDS-Signal vorhandene PS-Datensignal sein. Der Filter 2 kann auch vor dem Radioempfänger 1 angeordnet sein.

Das Ausgangssignal des Filters 2 wird an ein erstes Modul 3 weitergeleitet, welches nutzerspezifisch programmiert ist. In diesem Modul wird ein eindeutig einem Nutzer zuordenbaren Nutzersignal mit dem im RDS-Signal vorhandene PS-Datensignal kombiniert. Somit steht am Ausgang des Moduls 3 ein Datensignal mit der Nutzerinformation und dem aktuellen PS-Datensignal zur Verfügung. Dieses Signal wird nachfolgend als Probanden-PS-Signal bezeichnet.

In einem zweiten Modul 4 wird das Probanden-PS-Signal in ein sendetaugliches Signal umgewandelt.

Dieses sendetaugliche Signal wird von einem bei dem Radio befindlichen Sender 5 ausgestrahlt. Der Sender 5 ist nicht auf eine bestimmte Technik beschränkt, sondern kann prinzipiell alle verfügbaren Techniken nutzen. Beispielsweise könnte es sich bei dem Sender 5 um eine Mobilfunkeinheit handeln, wie sie aus dem Bereich der mobilen Telefone bekannt ist.

Das von dem Sender 5 ausgestrahlte Signal wird von einem Empfänger 6 empfangen. Hierbei handelt es sich um einen Empfänger 6, der der Technik des Senders 5 entsprechend gewählt wird. Zur Erklärung: Handelt es sich bei dem Sender 5 um eine Mobilfunkeinheit (wie Telephonie), kann es sich bei dem Empfänger 6 wiederum um eine Mobilfunkeinheit zum Empfang der Signale handeln.

Hinter dem Empfänger 6 ist ein Modulator 7 geschaltet, der die Aufgabe hat, das Empfangssignal des Empfängers 6 in Daten umzuwandeln, die in einem zentralen Speicher 8 speicherbar sind und die außerdem auswertbar sind. Hierbei kann das Signal wieder in ein logisches Probanden-PS-Signal moduliert werden.

Der Speicher 8 hat die Aufgabe die vom Modulator 7 gelieferten Signale als Daten zu speichern, so dass die gespeicherten Daten bei Bedarf und mit Hilfe entsprechender Software an eine Rechnereinheit 9 weitergeleitet und dort ausgewertet werden können.

Die Rechnereinheit 9 ist mit einer Analysesoftware ausgestattet Die Analysesoftware hat unter anderem die Aufgabe, die Daten in Zeitreihen zu ordnen und die Probanden-PS-Datensignale auszuwerten. Des weiteren können diese Daten mit für die demoskopische Untersuchung relevanten Informationen, die bereits im Vorfeld in der Software oder im Speicher 8 gespeichert wurden, kombiniert und ausgewertet werden.

Die Endergebnisse der Auswertung können auf einem Datenausgabegerät 10, ausgegeben und/oder beispielsweise in dem Speicher 8 abgespeichert werden. Beispiele für Datenausgabegeräte 10 sind Personal Computer, PC Netzwerke oder das Internet.

Mit der Erfindung ist es möglich, genau, schnell und nahezu ohne Zeitverzögerung die Radionutzungsdaten zur Verfügung zu stellen, da keine oder nur eine sehr kurzzeitige Datenspeicherung beim Empfänger 1 erfolgt und ansonsten die Daten mittels eines Senders 5 zur Rechnereinheit 9 übertragen werden.

Zur Nutzung für demoskopische Forschungsarbeiten ist es unerlässlich, dass zu übertragende PS-Datensignal mit einer nutzerspezifischen Kennung zu kombinieren. Mit Hilfe der Erfindung ist es nicht nur möglich, eine quantitative Messung durchzuführen, sondern es können auch qualitative Untersuchungen des Hörerverhaltens durchgeführt werden. Mittels der zusätzlichem Nutzerkennung ist in Folge nicht nur bekannt, wie viel Probanden welchen Radiosender hörten, sondern welche Personen und Personengruppen. Daraus lassen sich verschiedene Untersuchungen im Bereich der Nutzeranalyse realisieren und in wenigen Sekunden mittels Computer darstellen.

Unter Nutzung eines flächendeckenden Sendenetzes, welches entweder nur die RDS-PS Datensignale im Original oder aber je nach Anforderung des Sende/Empfängersystems moduliert, in jedem Fall jedoch in Verbindung mit dem nutzerspezifischen Signal, an einen zentralen Empfänger 6 übertragt, können die gesendeten Daten über das Verhalten einer Vielzahl von Hörern im Speicher 8 gespeichert und später ausgewertet werden oder unmittelbar in der ebenfalls zentralen Auswerteinheit 9 in Verbindung mit verschiedensten Daten ausgewertet werden. Diese Daten informieren über Zeitpunkt, sowie über demografische und soziografische Daten des Probanden. Die Auswerteinrichtung 9, in diesem Fall ein Zentralrechner, wertet, falls gewünscht auch sofort mittels einer speziellen Software die via Funk ständig eingehenden Daten aus und stellt diese in Form von Datensätzen oder aber visualisierten Grafiken dem Interessenten zur Verfügung.

Mittels eines PC-Netzwerkes oder des Internets können nun die Hörfunknutzungsdaten jederzeit und ständig abgelesen werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Erfassung der Hörgewohnheiten von Radiohörern, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

    Empfangen des FM-Signals und des zugehörigen Kennsignals (RDS-Signal) eines Radiosenders,

    Filtern des empfangenen Kennsignals (RDS-Signal) aus dem gesamten Empfangssignal,

    Erzeugen eines eindeutig einem Nutzer zuordenbaren Nutzersignals und Kombinieren des Nutzersignals mit dem Kennsignal (RDS-Signal) oder einem Teil des Kennsignals (PS-Datensignal) zu einem Nutzer-Sender-Signal (Probanden-PS-Signal) und

    Senden des Nutzer-Sender-Signals (Probanden-PS-Signal) an einen Empfänger (6).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem empfangenen Gesamtsignal nur Teile des empfangenen Kennsignals (PS-Datensignal) herausgefiltert werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Nutzer-Sender-Signal (Probanden-PS-Signal) vor dem Senden in ein sendetaugliches Signal umgewandelt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Nutzer-Sender-Signal (Probanden-PS-Signal) nur dann gesendet wird, wenn das Kennsignal (RDS-Signal) sich geändert hat und dieses geänderte Kennsignal für eine vorgegebene Zeitdauer, insbesondere 5 Sekunden, konstant bleibt.
  5. Verfahren zur Ermittlung und Auswertung der Hörgewohnheiten von Radiohörern, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

    Empfangen des Nutzer-Sender-Signals (Probanden-PS-Signal) und

    Auswerten des Nutzer-Sender-Signals (Probanden-PS-Signal) von einem oder mehreren Radiohörern.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Nutzer-Sender-Signal (Probanden-PS-Signal) vor der Auswertung in auswertbare und/oder speicherbare Daten umgewandelt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Auswertung des Nutzer-Sender-Signals (Probanden-PS-Signal) Zeitreihen erstellt werden.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Auswertung des Nutzer-Sender-Signals (Probanden-PS-Signal) diese Daten mit für die demoskopische Untersuchung relevanten Informationen kombiniert werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ergebnisse der Auswertung auf einem Datenausgabegerät (10) ausgegeben werden.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ergebnisse der Auswertung auf einem Speichermedium (8) abgespeichert werden.
  11. Computerprogramm zur Erfassung und/oder zur Ermittlung und Auswertung der Hörgewohnheiten von Radiohörern, dadurch gekennzeichnet, dass es nach einem der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4 und/oder 5 bis 10 arbeitet.
  12. Computerprogramm zur Erfassung und/oder zur Ermittlung und Auswertung der Hörgewohnheiten von Radiohörern, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem Speichermedium (8) abspeicherbar ist.
  13. Vorrichtung zur Erfassung der Hörgewohnheiten von Radiohörern, mit einem Radioempfänger, wobei der Radioempfänger FM-Signale empfangen kann, mit einem Filter (2) zum Filtern des Kennsignals (RDS-Signal) oder von Teilen des Kennsignals (PS-Signal des RDS-Signals) aus dem empfangenen Gesamtsignal filtert, mit einem ersten Modul (3) zum Erzeugen eines nutzerspezifischen Signals und zum Kombinieren des Nutzersignals und des Kennsignals (RDS-Signal, PS-Signal) zu einem Nutzer-Sender-Signals (Probanden-PS-Signal) und mit einem Sender (5) zum Senden des Nutzer-Sender-Signals (Probanden-PS-Signal).
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Modul (4) vorgesehen ist, und dass das zweite Modul (4) das Nutzer-Sender-Signal (Probanden-PS-Signal) in ein sendefähiges Signal umwandelt.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (5) ein Mobilfunktelefon ist.
  16. Vorrichtung zur Ermittlung und Auswertung der Hörgewohnheiten von Radiohörern, mit einem Empfänger (6) zum Empfangen des Nutzer-Sender-Signal (Probanden-PS-Signal) und mit einer Auswerteeinrichtung (9) zum Auswerten des oder der empfangenen Nutzer-Sender-Signale (Probanden-PS-Signal).
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modulator (7) zum Umwandeln der empfangenen Nutzer-Sender-Signale (Probanden-PS-Signal) in auswertbare und speicherbare Daten vorgesehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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