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Dokumentenidentifikation DE60302066T2 13.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001507662
Titel MEHRSCHICHTIGE FOLIE UND IHRE VERWENDUNG FÜR ARZNEIMITTELBEHÄLTER
Anmelder Otsuka Pharmaceutical Factory, Inc., Naruto, Tokushima, JP
Erfinder MANABE, Yuki, Tokushima-shi, JP;
OKAMOTO, Hideshi, Tokushima-shi, JP;
KAWAKAMI, Keiichi, Itano-gun, JP
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60302066
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.05.2003
EP-Aktenzeichen 037232881
WO-Anmeldetag 09.05.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/JP03/05808
WO-Veröffentlichungsnummer 2003097355
WO-Veröffentlichungsdatum 27.11.2003
EP-Offenlegungsdatum 23.02.2005
EP date of grant 26.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse B32B 27/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine mehrschichtige Folie, die die Adsorption eines Medikaments und eines flüssigen Medikaments unterdrückt, und auf einen Medikamentenbehälter, der dieselbe verwendet.

Stand der Technik

Zur Verwendung bei einer kontinuierlichen Infusion werden einige Medikamente in einem Zustand, in dem sie mit einer Infusionslösung gemischt sind, verabreicht. Es wurden Untersuchungen angestellt, um vorher ein Medikament zur Injektion in eine wässrige verdünnte Lösung (nämlich Vormischung) zur Verwendung in einer kontinuierlichen Infusion zu bringen.

Bisher wurden Flaschen und Ampullen, die aus chemisch stabilem Glas hergestellt sind, als Medikamentenbehälter verwendet, der eine Infusion enthält. Seit kurzem werden zum Zwecke der Gewichtsverringerung des Medikamentenbehälters und zur Verbesserung der Handhabungseigenschaften Infusionsbeutel und Infusionsflaschen, die aus pharmazeutisch annehmbarem Kunststoff hergestellt sind, in großem Umfang verwendet. Unter verschiedenen bekannten, pharmazeutisch annehmbaren Kunststoffen ist Polyethylen wegen seiner hohen Sicherheit und Flexibilität in Form einer Folie bezüglich der Handhabungseigenschaften hervorragend ist auch leicht entsorgbar, da während seiner Verbrennung kein toxisches Gas entwickelt wird. Daher wird Polyethylen in großem Umfang als Material für den Medikamentenbehälter eingesetzt.

Da allerdings ein bestimmtes Medikament wie z.B. Nitroglycerin leicht in Polyethylen adsorbiert wird, entsteht im Fall einer gemischten Injektion, die mit der Vormischung interferiert, ein Problem wie z.B. die Abnahme des Gehalts des Medikaments.

US 6,306,473 offenbart eine fünfschichtige Folie für einen medizinischen Behälter, die eine Kernschicht aus Polypropylen und Haut- und Zwischenschichten, die Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymere umfassen, umfasst.

Die veröffentlichte, ungeprüfte Japanische Patentanmeldung (Kokai Tokkyo Koho Hei) Nr. 5-293159 schlägt einen Medikamentenbehälter vor, der zur Unterdrückung einer Adsorption eines Medikaments ein cyclisches Olefinpolymer verwendet.

Allerdings hat das cyclische Olefinpolymer Charakteristika, z.B. geringe Adsorption von Nitroglycerin, aber Nachteile wie z.B. Härte und Brüchigkeit, wodurch das Problem entsteht, dass Eigenschaften wie Festigkeit und Flexibilität des Medikamentenbehälters verschlechtert sind.

Da darüber hinaus das cyclische Olefinpolymer bezüglich Mischbarkeit und Adhäsion mit dem anderen Harz schlechter ist, kann der Medikamentenbehälter delaminieren und in der Festigkeit verringert sein. Wenn das cyclische Olefinpolymer und das andere Harz unter Verwendung eines Kleberharzes miteinander verbunden sind, so tritt ein Problem, wie z.B. Auflösung in ein Medikament, auf. Daher ist die Sicherheit nicht gewährleistet.

Daher besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung einer mehrschichtigen Folie, die bezüglich Festigkeit, Flexibilität, Wärmebeständigkeit und Sicherheit überlegen ist und zur Verwendung als medizinisches Material geeignet ist und auch eine Adsorption eines Medikaments und eines flüssigen Medikaments unterdrückt, und in der Bereitstellung eines Medikamentenbehälters, der dieselbe verwendet.

Offenbarung der Erfindung

Zur Lösung der oben beschriebenen Aufgabe umfasst die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung:

eine Oberflächenschicht mit einer Dicke von 10 bis 50 &mgr;m, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,935 bis 0,950 g/cm3 hat, hergestellt ist,

eine flexible Schicht mit einer Dicke von 100 bis 200 &mgr;m, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3 hat, hergestellt ist,

eine Barriereschicht mit einer Dicke von 10 bis 80 &mgr;m, die aus einem gemischten Harz, das 60 bis 95 Gew.-% eines cyclischen Olefinpolymers und 5 bis 40 Gew.-% eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer Dichte von 0,900 bis 0,965 g/cm3 enthält, hergestellt ist, und

eine Abdichtungsschicht mit einer Dicke von 5 bis 80 &mgr;m, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,910 bis 0,950 g/cm3 hat, hergestellt ist.

Zur Lösung der oben beschriebenen Aufgabe ist der Medikamentenbehälter der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung in einer solchen Weise verwendet wird, dass die Oberflächenschicht die äußere Oberfläche des Medikamentenbehälters bildet.

Bei der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung, wie sie beim Medikamentenbehälter, der die Folie der vorliegenden Erfindung umfasst, gezeigt ist, wird die Oberflächenschicht zur Bildung der äußeren Oberfläche verwendet. Das heißt, die Abdichtungsschicht der mehrschichtigen Folie bildet die innerste Schicht des Medikamentenbehälters und kommt direkt mit einem in dem Behälter enthaltenen Medikament in Kontakt.

Als das Material der Abdichtungsschicht wird ein Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das oft in einem herkömmlichen medizinischen Behälter verwendet wird und Adsorptionsfähigkeit für Nitroglycerin hat, verwendet. Allerdings ist die Dicke auf einen niedrigen Wert im Bereich von 5 bis 80 &mgr;m eingestellt und darüber hinaus wird die Barriereschicht, die einen vorbestimmten Anteil des cyclischen Olefinpolymers enthält, an der Außenseite der Abdichtungsschicht angeordnet. An der Außenseite der Barriereschicht werden die flexible Schicht, die aus einem Ethylen niedriger Dichte-&agr;-Olefin-Copolymer hergestellt ist, und die Oberflächenschicht, die aus einem Ethylen hoher Dichte-&agr;-Olefin-Copolymer hergestellt ist, in der genannten Reihenfolge angeordnet.

Durch die mehrschichtige Folie mit einem derartigen Schichtaufbau und dem erfindungsgemäßen Medikamentenbehälter, der dieselbe verwendet, wird es möglich gemacht, eine Adsorption des Medikaments durch die Barriereschicht zu unterdrücken und ausgezeichnete Festigkeit und ausgezeichnete Flexibilität durch die Abdichtungsschicht, die die Barriereschicht, die flexible Schicht und die Oberflächenschicht bedeckt, während die Mischbarkeit mit der Barriereschicht aufrecht erhalten wird.

In der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung und der mehrschichtigen Folie, die in dem Medikamentenbehälter der vorliegenden Erfindung verwendet wird, umfasst die flexible Schicht vorzugsweise:

  • (a) ein Material, das durch Vermischen eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3 mit 20 Gew.-% oder weniger eines hochdichten Polyethylens mit einer Dichte von 0,940 bis 0,970 g/cm3 erhalten wird, oder
  • (b) ein Laminat aus einer Schicht, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3 hergestellt ist, und einer Schicht, die aus einem Material hergestellt ist, das durch Vermischen eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3 mit 20 Gew.-% oder weniger eines hochdichten Polyethylens mit einer Dichte von 0,940 bis 0,970 g/cm3 erhalten wird.

Durch Verwendung des Materials, das durch Vermischen eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer vorbestimmten Dichte mit dem hochdichten Polyethylen erhalten wurde, wie es in (a) angegeben ist, und des Laminats aus der Schicht aus Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer vorbestimmten Dichte und der Schicht aus hochdichtem Polyethylen, wie es in (b) gezeigt ist, kann die Wärmebeständigkeit verbessert werden, ohne die Flexibilität der mehrschichtigen Folie (und des Medikamentenbehälters, der dieselbe verwendet) beeinträchtigt wird.

In der mehrschichtigen Folie, die in (a) gezeigt ist, kann das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3, das in der flexiblen Schicht eingesetzt wird, ein Gemisch aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860 bis 0,910 g/cm3 und einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,910 bis 0,940 g/cm3 sein. Durch Verwendung des obigen Gemisches als Material der flexiblen Schicht kann die Flexibilität der mehrschichtigen Folie weiter verbessert werden.

In der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung und der mehrschichtigen Folie, die in dem Medikamentenbehälter der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3, das in der flexiblen Schicht verwendet wird, vorzugsweise eines, das durch Polymerisieren unter Verwendung eines Metallocenkatalysators erhalten wird. In ähnlicher Weise wird das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,900 bis 0,965 g/cm3, das in der Barriereschicht verwendet wird, vorzugsweise durch Polymerisieren unter Verwendung eines Metallocenkatalysators erhalten.

Wie oben beschrieben wurde, können durch Verwendung von solchen, die durch Polymerisieren unter Verwendung des Metallocenkatalysators erhalten wurden, als das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das in der flexiblen Schicht und der Barriereschicht verwendet wird, die Gasbarriereeigenschaften und die Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften verbessert werden, während die Flexibilität und Schlagzähigkeit der mehrschichtigen Folie (des Medikamentenbehälters unter Verwendung derselben) zufriedenstellend beibehalten werden.

Da die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung in einem biegsamen Kunststoffbehälter, z.B. Medikamentenbehälter, verwendet wird, hat sie vorteilhafter Weise eine Gesamtdicke von 130 bis 300 &mgr;m.

Da die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung in einem biegsamen medizinischen Kunststoffbehälter, z.B. einem Medikamentenbehälter, verwendet wird, wird die Dicke der Abdichtungsschicht vorzugsweise eingestellt, um die Adsorptionsfähigkeit des in dem Behälter aufgenommenen Medikaments zu verringern und verschiedene Charakteristika (z.B. Haltbarkeit) des Behälters zu verbessern. Spezifischer Weise wird die Dicke der Abdichtungsschicht vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von 5 bis 40 &mgr;m im Fall, dass großen Wert auf die Verhinderung einer Adsorption des Medikaments gelegt wird, eingestellt, während die Dicke der Abdichtungsschicht vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von 40 bis 80 &mgr;m eingestellt wird, wenn großen Wert auf die Haltbarkeit des Behälters gelegt wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine Vorderansicht, die eine Ausführungsform eines Medikamentenbehälters 10 gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

Bester Modus zur Durchführung der Erfindung [Mehrschichtige Folie]

Die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend detailliert beschrieben.

[Barriereschicht]

Wie oben beschrieben wurde, wird die Barriereschicht in der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung aus einem gemischten Harz hergestellt, das 60 bis 95 Gew.-% eines cyclischen Olefinpolymers und 5 bis 40 Gew.-% eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer Dichte von 0,900 bis 0,965 g/cm3 enthält; die Barriereschicht hat eine Dicke von 10 bis 80 &mgr;m.

Beispiele für das cyclische Olefinpolymer, das in der Barriereschicht verwendet wird, umfassen ein Copolymer aus Ethylen und Dicyclopentadienen, ein Copolymer aus Ethylen und einer Norbornenverbindung, ein Ringöffnungspolymer aus einem Cyclopentadienderivat, ein Ringöffnungscopolymer aus verschiedenen Cyclopentadienderivaten und hydrierte Polymere oder Copolymere davon. Unter diesen Polymeren wird vorzugsweise ein hydriertes Copolymer von Ethylen und einer Norbornenverbindung oder ein hydriertes Ringöffnungs-(Co-)Polymer eines oder mehrerer Cyclopentadienderivate verwendet, um der mehrschichtigen Folie hohe Festigkeit und gute Gas- und Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften zu verleihen.

Beispiele für das Harz umfassen Polymer mit einer Repetiereinheit, die durch die folgende allgemeine Formel (1) dargestellt wird, und einer Repetiereinheit, durch die folgende allgemeine Formel (1') dargestellt wird, und ein Polymer mit einer Repetiereinheit, die durch die folgende allgemeine Formel (2) dargestellt wird.

In den Formeln (1) und (1') sind R1, R1', R2 und R2' gleich oder verschieden und stellen Wasserstoff, eine Kohlenwasserstoffgruppe oder eine polare Gruppe wie Halogen, Ester, Nitril oder Pyridyl dar, und R1, R1', R2 und R2' können unter Bildung eines Rings miteinander kombiniert sein; m und m' stellen eine ganze Zahl von 1 oder mehr dar und n und n' stellen 0 oder eine ganze Zahl von 1 oder mehr dar.

In den Formeln (2) sind R3 und R4 gleich oder verschieden und stellen Wasserstoff, eine Kohlenwasserstoffgruppe oder eine polare Gruppe, z.B. Halogen, Ester, Nitril oder Pyridyl, dar; und R3 und R4 können miteinander unter Bildung eines Rings kombiniert sein; x und z stellen eine ganze Zahl von 1 oder mehr dar und y stellt 0 oder eine ganze Zahl von 1 oder mehr dar.

Das Polymer, das Repetiereinheiten hat, die durch die allgemeinen Formeln (1) und (1') dargestellt werden, wird erhalten, indem eine Art oder mehrere Arten von Monomeren unter Verwendung eines bekannten Polymerisationsverfahrens polymerisiert werden oder indem das so erhaltene Ringöffnungspolymer unter Verwendung eines herkömmlichen Verfahrens hydriert wird. Spezifische Beispiele für das Polymer umfassen hydriertes Polymer, hergestellt von ZEON CORPORATION [Marke: "ZEONOR®", realtive Dichte 1,01, Schmelzflussrate (MFR): 70 g/10 min (190°C), Glasübergangstemperatur (Tg): 100°C] und Polymer, hergestellt von Japan Synthetic Rubber Co., Ltd., unter der Marke "AATON®".

Das Polymer, das eine Struktureinheit hat, die durch die allgemeine Formel (2) dargestellt wird, wird durch die Additionscopolymerisation von einer Art, zwei oder mehr Arten von Norbornenmonomeren und Ethylen unter Verwendung eines bekannten Verfahrens oder Hydrieren des resultierenden Polymers nach einem herkömmlichen Verfahren erhalten. Spezifische Beispiele für das Polymer umfassen Polymer, hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd. mit der Marke "APEL® 6509" [relative Dichte: 1,02, MFR: 40 g/10 min (190°C), Glasübergangstemperatur (Tg): 80°C], und Polymer, hergestellt von Ticona GmbH mit der Marke "Topas®".

Unter den Harzen, die das Polymer mit den Struktureinheiten, die durch die allgemeinen Formeln (1), (1') und (2) dargestellt werden, sind hydrierte Harze bezüglich Wärmebeständigkeit, Transparenz und Stabilität zusätzlich zu Gasbarriereeigenschaften und Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften überlegen, da sie gesättigte Polymere sind.

Das cyclische Olefinpolymer, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, hat vorzugsweise eine Glasübergangstemperatur (Tg) von 70°C oder höher und bevorzugter von 80 bis 150°C. Was den Bereich den Molekulargewichts angeht, so liegt das zahlenmittlere Molekulargewicht <Mn>, wie es durch Gelpermeationschromatographie (GPC) unter Verwendung von Cyclohexan als Lösungsmittel gemessen wird, vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von 10.000 bis 100.000 und bevorzugter von 20.000 bis 500.000. Falls eine ungesättigte Bindung, die einer Molekülkette des cyclischen Olefinpolymers zurückgeblieben ist, durch Hydrierung gesättigt wird, ist das Hydrierungsverhältnis vorzugsweise 90% oder mehr, bevorzugter 95% oder mehr und insbesondere bevorzugt 99% oder mehr.

Wenn in der Barriereschicht der Anteil des cyclischen Olefinpolymers weniger als 60 Gew.-% ist, wird der Effekt der Verhinderung der Adsorption des Medikaments verringert. Wenn andererseits der Verhältnisanteil des cyclischen Olefinpolymers 95 Gew.-% übersteigt, wird die Flexibilität der gesamten mehrschichtigen Folie verschlechtert und auch die Adhäsion zwischen der Barriereschicht und der anderen Schicht wird verschlechtert.

Wie es nachfolgend beschrieben wird, sind alle anderen Schichten außer der Barriereschicht in der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer hergestellt oder enthalten das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer als Hauptkomponente. Daher ist das gesamte restliche andere Harz als das cyclische Olefinpolymer unter Harzen, die die Barriereschicht bilden, vorzugsweise ein Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer.

Wenn der Verhältnisanteil des Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers in der Barriereschicht weniger als 5 Gew.-% ist, ist die Adhäsion zwischen der Barriereschicht und der anderen Schicht verschlechtert. Wenn andererseits der Verhältnisanteil des Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers 40 Gew.-% übersteigt, ist der Effekt der Verhinderung einer Adsoption des Medikaments verringert, da der Verhältnisanteil des cyclischen Olefinpolymers reduziert ist.

Das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das zur Bildung der Barriereschicht verwendet wird, hat eine Dichte innerhalb eines Bereichs von 0,900 bis 0,965 g/cm3. Wenn die Dichte des verwendeten Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers zur Bildung der Barriereschicht weniger als 0,900 g/cm3 ist, so entsteht das Problem, dass die Wärmebeständigkeit der mehrschichtigen Folie verschlechtert ist. Wenn andererseits die Dichte 0,965 g/cm3 übersteigt, entsteht das Problem, dass die mehrschichtige Folie hart wird und die Transparenz verschlechtert ist.

Das zur Bildung der Barriereschicht verwendete Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer ist keinen spezifischen Beschränkungen unterworfen, solange es dem obigen Bereich der Dichte entspricht, und es können herkömmlich bekannte verschiedene Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymere verwendet werden. Spezifische Beispiele dafür umfassen Copolymere mit einem &agr;-Olefin, das 3 bis 12 Kohlenstoffatome hat, z.B. Propylen, 1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen, 4-Methyl-1-penten, 1-Hepten, 1-Octen, 1-Nonen, 1-Decen, 1-Undecen, 1-Dodecen oder dergleichen. Das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer ist im Hinblick auf die Flexibilität und Festigkeit bevorzugter linear.

Das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das verwendet wird, um die Barriereschicht zu bilden, wird besonders bevorzugt unter Verwendung eines Metallocenkatalysators produziert. Wenn das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das unter Verwendung des Metallocenkatalysators, wie es oben beschrieben ist, produziert wurde, verwendet wird, können Gasbarriereeigenschaften und Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften verbessert werden, während die Flexibilität und die Schlagzähigkeit der mehrschichtigen Folie zufriedenstellend aufrechterhalten werden.

Die Dicke der Barriereschicht wird innerhalb des obigen Bereiches eingestellt, wobei das Gleichgewicht zwischen dem Effekt der Verhinderung der Adsorption des Medikaments und der Flexibilität der gesamten mehrschichtigen Folie berücksichtigt wird. Wenn die Dicke der Barriereschicht weniger als 10 &mgr;m ist, ist der Effekt der Verhinderung der Adsorption des Medikaments verringert. Wenn andererseits die Dicke 80 &mgr;m übersteigt, ist die Flexibilität der gesamten mehrschichtigen Folie verschlechtert. Die Dicke der Barriereschicht liegt besonders bevorzugt innerhalb eines Bereichs von 10 bis 50 &mgr;m.

[Flexible Schicht]

Wie oben beschrieben wurde, besteht die flexible Schicht in der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3, und die flexible Schicht hat eine Dicke von 100 bis 200 &mgr;m.

Bei der Bildung der flexiblen Schicht wird ein Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte innerhalb des obigen Bereichs verwendet, um so der mehrschichtigen Folie und dem Medikamentenbehälter unter Verwendung derselben hohe Flexibilität zu verleihen.

Das hierin verwendete Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer ist dasselbe wie die, die für das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das zur Bildung der Barriereschicht verwendet wurde, beschrieben wurden, außer dass es eine andere Dichte hat.

Die Dichte des Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers, das zur Bildung der flexiblen Schicht eingesetzt wird, ist besonders bevorzugt 0,890 bis 0,910 g/cm3 innerhalb des obigen Bereichs, um so die Flexibilität der mehrschichtigen Folie weiter zu verbessern. Das Copolymer hat vorzugsweise eine MFR von 0,5 bis 4,0 g/10 min (190°C) und hat vorzugsweise auch einen Schmelzpunkt von 105 bis 120°C.

Das zur Bildung der flexiblen Schicht eingesetzte Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer wird besonders bevorzugt unter Verwendung eines Metallocenkatalysators produziert. Bei Verwendung des Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers, das unter Verwendung des Metallocenkatalysators produziert wird, wie es oben beschrieben wurde, können die Gasbarriereeigenschaften und die Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften verbessert werden, während die Flexibilität und die Schlagzähigkeit der mehrschichtigen Folie in zufriedenstellender Weise aufrecht gehalten werden.

Als das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3 hat und das zur Bildung der flexiblen Schicht eingesetzt wird, kann ein Gemisch aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860 bis 0,910 g/cm3 und einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,910 bis 0,940 g/cm3 verwendet werden. Durch Verwendung des Gemisches kann die Flexibilität der mehrschichtigen Folie weiter verbessert werden.

Das zur Bildung der flexiblen Schicht (und die flexible Schicht) verwendete Harz kann ein Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3 allein oder ein Gemisch des obigen Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit 20 Gew.-% oder weniger eines hochdichten Polyethylens mit einer Dichte von 0,940 bis 0,970 g/cm3, wie in (a) gezeigt, sein.

Wie in (b) gezeigt ist, kann es auch ein Laminat aus einer Schicht, die aus dem obigen Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer hergestellt ist, und einer Schicht, die aus einem Material hergestellt ist, das durch Mischen eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers, das eine Dichte von 0,860 bis 0,930 g/cm3 hat, mit 20 Gew.-% oder weniger eines hochdichten Polyethylens, das eine Dichte von 0,940 bis 0,970 g/cm3 hat, erhalten wird, sein.

Auch im Fall eines Mischens mit dem hochdichten Polyethylen oder des Bildens des Laminats wird die Dichte der gesamten flexiblen Schicht innerhalb eines Bereichs von 0,860 bis 0,930 g/cm3 entsprechend dem Fall der Verwendung des Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers alleine, eingestellt.

Wenn das gemischte Harz (a) oder das Laminat (b) als das zur Bildung zur flexiblen Schicht verwendete Harz (und die flexible Schicht) verwendet wird, kann die Wärmebeständigkeit ohne Verschlechterung der Flexibilität der mehrschichtigen Folie verbessert werden.

Das hochdichte Polyethylen, das mit dem obigen Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer vermischt wird oder mit dem Copolymer laminiert wird, kann ein Homopolymer oder ein Copolymer mit &agr;-Olefin sein.

Das Verhältnis der Dicke der jeweiligen Schichten, die das Laminat (b) bilden, ist nicht spezifisch beschränkt, und es kann ein beliebiges Verhältnis ausgewählt werden. Der Aufbau des Laminats ist nicht spezifisch beschränkt, umfasst aber z.B. eine Dreischichtstruktur, die eine Schicht, die aus einem Gemisch aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer und einem hochdichten Polyethylen hergestellt ist, als Zwischenschicht umfasst.

Die Dicke der flexiblen Schicht wird innerhalb des obigen Bereichs so eingestellt, dass der gesamten mehrschichtigen Folie geeignete Flexibilität verliehen wird. Wenn die Dicke der flexiblen Schicht weniger als 100 &mgr;m ist, wird die Flexibilität der gesamten flexiblen Schicht verschlechtert. Wenn andererseits die Dicke 200 &mgr;m übersteigt, wird die Dicke der gesamten mehrschichtigen Folie zu groß.

Die Dicke der flexiblen Schicht wird selbst dann innerhalb des obigen Bereichs eingestellt, wenn die flexible Schicht aus dem Laminat besteht. Die Dicke der flexiblen Schicht liegt besonders bevorzugt innerhalb eines Bereichs von 130 bis 180 &mgr;m.

[Abdichtungsschicht]

Wie oben beschrieben wurde, besteht die Abdichtungsschicht in der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,910 bis 0,950 g/cm3; die Abdichtungsschicht hat eine Dicke von 5 bis 80 &mgr;m.

Bei der Bildung der Abdichtungsschicht wird ein Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer verwendet, so dass die resultierende Abdichtungsschicht eine Sterilisation unter Hochtemperaturbedingungen (mit der Blockierungsbeständigkeit) aushält und in einfacher Weise hitzeversiegelt werden kann und auch pharmazeutisch akzeptabel ist und keine Komponente enthält, die bei Kontakt mit dem Medikament aufgelöst wird. Das hierin verwendete Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer ist dasselbe wie die, die für das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer beschrieben wurden, das zur Bildung der Barriereschicht eingesetzt wird, außer dass es eine andere Dichte hat.

Die Dichte des Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers, das zur Bildung der Abdichtungsschicht eingesetzt wird, wird im Hinblick auf das Abdichtungsvermögen innerhalb des obigen Bereiches festgelegt.

Die Dicke der Abdichtungsschicht wird innerhalb des obigen Bereichs festgelegt, wobei das Gleichgewicht zwischen dem Dichtungsvermögen und der Adsorptionsfähigkeit des Medikaments berücksichtigt wird. Wenn die Dicke der Abdichtungsschicht weniger als 5 &mgr;m ist, ist das Abdichtungsvermögen verschlechtert. Wenn andererseits die Dicke 80 &mgr;m übersteigt, wird das Medikament wahrscheinlich leicht in die Abdichtungsschicht adsorbiert und daher ist der Effekt einer Verhinderung der Adsorption des Medikaments von der mehrschichtigen Folie verringert.

Wie oben beschrieben wurde, wird die Dicke der Abdichtungsschicht bei Verwendung der erfindungsgemäßen mehrschichtigen Folie in einem biegsamen medizinischen Kunststoffbehälter, z.B. einem Medikamentenbehälter, vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 5 bis 40 &mgr;m eingestellt, wenn großen Alert darauf gelegt wird, dass das Adsorptionsvermögen für das in den Behälter aufzunehmende Medikament verschlechtert ist, während die Dicke der Abdichtungsschicht vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von 40 bis 80 &mgr;m eingestellt wird, wenn darauf Wert gelegt wird, dass verschiedene Charakteristika (z.B. Haltbarkeit) des Behälters verbessert sind.

[Oberflächenschicht]

Wie oben beschrieben wurde, besteht die Oberflächenschicht in der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,935 bis 0,950 g/cm3 hat; die Oberflächenschicht hat eine Dicke von 10 bis 50 &mgr;m.

Für die Oberflächenschicht ist es erforderlich, dass sie eine Schicht ist, die als äußere Oberflächenschicht dient, wenn ein Medikamentenbehälter aus dieser mehrschichtigen Folie gebildet wird, und dass sie hohe mechanische Festigkeit (speziell Zugfestigkeit) und ausgezeichnete Wärmebeständigkeit hat; und daher wird ein Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte innerhalb des obigen Bereichs verwendet. Das hierin verwendete Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer ist dasselbe wie die, die für das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das zur Bildung der Barriereschicht verwendet wird, beschrieben wurden, außer dass eine andere Dichte hat.

Die Dichte des Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers, das zur Bildung der Oberflächenschicht eingesetzt wird, ist vorzugsweise 0,935 bis 0,945 g/cm3 und bevorzugter etwa 0,940 g/cm3, innerhalb des obigen Bereichs, um so die mechanische Festigkeit (speziell die Zugfestigkeit) und die Wärmebeständigkeit der Oberflächenschicht weiter zu verbessern. Darüber hat das Copolymer vorzugsweise eine MFR von 1,5 bis 2,5 g/10 min (190°C) und vorzugsweise auch einen Schmelzpunkt von 120 bis 130°C.

Die Dicke der Oberflächenschicht wird innerhalb des obigen Bereichs festgelegt, wobei das Gleichgewicht zwischen der mechanischen Festigkeit (speziell Zugfestigkeit), Wärmebeständigkeit und Dicke der gesamten mehrschichtigen Folie berücksichtigt wird.

[Verfahren zur Herstellung der mehrschichtigen Folie]

Die mehrschichtige Folie kann unter Verwendung herkömmlicher Weise bekannter verschiedener Verfahren produziert werden, z.B. Wasserkühlungs-Coextrusions-Blasverfahren, Coextrusions-T-Düsenverfahren und dergleichen.

Da die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung in einem biegsamen medizinischen Kunststoffbehälter, z.B. Medikamentenbehälter, verwendet wird, wird die Gesamtdicke innerhalb eines Bereichs von 180 bis 300 &mgr;m bei der Herstellung der mehrschichtigen Folie festgelegt. Wenn die Gesamtdicke weniger als 130 &mgr;m ist, kann die Festigkeit des Medikamentenbehälters leicht vermindert werden. Wenn andererseits die Gesamtdicke 300 &mgr;m übersteigt, wird die Flexibilität des Medikamentenbehälters verringert, und die Handhabungseigenschaften können leicht verschlechtert werden.

[Medikamentenbehälter]

Der Medikamentenbehälter der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend anhand von 1, die eine Ausführungsform des Medikamentenbehälters zeigt, beschrieben.

1 ist eine Vordersicht, die eine Ausführungsform eines Medikamentenbehälters (Beutel für flüssiges Medikament) zeigt, der die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung verwendet.

Ein Medikamentenbehälter 10, der in 1 gezeigt ist, wird produziert, indem zwei mehrschichtige Folien der vorliegenden Erfindung unter Verwendung eines herkömmlichen Verfahrens geschnitten werden, die jeweiligen mehrschichtigen Folien so gelegt werden, dass die Abdichtungsschicht jeweils eine innere Schicht bildet, Heißsiegeln eines Umfangsteils 22 der mehrschichtigen Folien und Befestigen eines Öffnungselements 20 an dem Umfangsteil 22 bzw. peripheren Teil 22 unter Verwendung eines Mittels wie z.B. Heißsiegeln.

Das Verfahren zur Herstellung des Medikamentenbehälters der vorliegenden Erfindung ist nicht auf das obige Verfahren beschränkt und der Medikamentenbehälter kann auch z.B. durch Heißsiegeln nach Formung zu einem Schlauch derart, dass die Abdichtungsschicht der mehrschichtigen Folie nach innen gerichtet ist, geformt werden.

Als Bedingungen zum Heißsiegeln der mehrschichtigen Folie können eine Temperatur im Bereich von 130 bis 220°C angewendet werden. Im Fall einer Folie mit einer Dicke von etwa 250 &mgr;m kann ein Versiegeln in einer kurzen Zeit, z.B. etwa 0,5 bis 6 Sekunden, bei einer Temperatur innerhalb des obigen Bereichs beendet sein.

Es ist bevorzugt, als Öffnungselement 20, ein Harz mit ausgezeichneter Schmelzbarkeit mit der Abdichtungsschicht in der mehrschichtigen Folie, z.B. solche aus Polyethylen, zu verwenden. Wenn das Öffnungselement 20, das aus Polyethylen mit einem Schmelzpunkt von etwa 120 bis 130°C hergestellt ist, kann ein Heißsiegeln durch Vorerhitzen des Öffnungselements für mehrere Sekunden und Erhitzen bei etwa 140 bis 170°C für etwa 0,5 bis 5 Sekunden durchgeführt werden.

Bevorzugte Beispiele für das Medikament, das in dem Medikamentenbehälter enthalten sein kann, umfassen Isosorbidnitrat, Nicardipinhydrochlorid, Midazolam und Edaravon zusätzlich zu dem oben genannten Nitroglycerin. Diese Medikamente können leicht in einen Medikamentenbehälter, der aus Polyethylen besteht, adsorbiert werden, und eine Adsorption kann verhindert werden, indem das Medikament in den Medikamentenbehälter aufgenommen wird, der aus der mehrschichtigen Folie der vorliegenden Erfindung besteht.

Die Form des Medikaments, das in dem Medikamentenbehälter der vorliegenden Erfindung enthalten sein kann, umfasst z.B. Pulver zusätzlich zu der oben erwähnten wässrigen Lösung.

In der Form des Medikamentenbehälters der vorliegenden Erfindung sind z.B. zwei oder mehr Kammern, die durch eine kommunizierbare Trennwand getrennt sind, ausgebildet, wobei eine Kammer ein pulverförmiges Medikament enthalten kann, während die andere Kammer eine Lösung des pulverförmigen Medikaments enthalten kann.

Beispiele

Die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutern die Erfindung näher.

[Bildung einer mehrschichtigen Folie und eines Medikamentenbehälters]

In den folgenden Beispielen und Vergleichsbeispielen sind Harze, die zur Bildung einer mehrschichtigen Folie eingesetzt werden, die folgenden:

Harz A: Ethylen-1-Buten-Copolymer [hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd., Marke: "ULTZEX® 4020B", Dichte: 0,940 g/cm3, MFR: 2,1 g/10 min (190°C)]

Harz B: Ethylen-1-Buten-Copolymer [hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd., Marke: "ULTZEX® 3020B", Dichte: 0,930 g/cm3, MFR: 2,1 g/10 min (190°C)]

Harz C: Metallocenkatalysator, Ethylen-1-Hexen-Copolymer [hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd., Marke: "Evolue®", Dichte: 0,905 g/cm3, MFR: 1,5 g/10 min (190°C)]

Harz D: Hochdichtes Polyethylen [hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd., Marke "HI-ZEX®", Dichte: 0,965 g/cm3, MFR: 15 g/10 min (190°C)]

Harz E: Ethylen-Tetracyclododecen-Copolymer [hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd., Marke "APEL® 6509", relative Dichte: 1,02, MFR: 40 g/10 min (190°C), Glasübergangstemperatur: 80°C]

Harz F: Ethylen-Tetracyclododecen-Copolymer [hergestellt von Mitsue Chemical Co., Ltd., Marke "APEL® 8008", relative Dichte: 1,02, MFR: 40 g/10 min (190°C), Glasübergangstemperatur: 70°C]

Harz G: Hydriertes Ringöffnungspolymer von Norbornenmonomer [hergestellt von ZEON CORPORPORATION, Marke "ZEONOR® 1020R", relative Dichte: 1,01, MFR: 20 g/10 min (190°C), Glasübergangstemperatur: 105°C]

Harz H: Ethylen-1-Buten-Copolymer [hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd., Marke "ULTZEX® 2010B", Dichte: 0,920 g/cm3, MFR: 1,0 g/10 min (190°C)]

Harz I: Ethylen-1-Buten-Copolymer [hergestellt von Mitsui Chemical Co., Ltd., Marke "TAFMER® A0585B" , Dichte: 0,885 g/cm3, MFR: 0,5 g/10 min (190°C)]

(Beispiel 1)

Das Harz A, das Harz C, ein gemischtes Harz, enthaltend das Harz E und das Harz A, in einem Gewichtsverhältnis von 3:1 [Mischungsverhältnis eines cyclischen Olefinpolymers (CO): 75 Gew.-%] und das Harz A, wurden entsprechend als die Oberflächenschicht, die flexible Schicht, die Barriereschicht und die Abdichtungsschicht verwendet.

Die Oberflächenschicht, die flexible Schicht, die Barriereschicht und die Abdichtungsschicht wurden in dieser Reihenfolge aufeinander gelegt und dann wurde eine mehrschichtige Folie mit einer Gesamtdicke von 230 &mgr;m (jede der am Aufbau beteiligten Schichten hat von der Seite der Oberflächenschicht in der oben genannten Reihenfolge eine Dicke von 20 &mgr;m, 170 &mgr;m, 30 &mgr;m oder 10 &mgr;m) nach einem Wasserkühlungs-Co-Extrusionsblasverfahrens gebildet.

Unter Verwendung der resultierenden mehrschichtigen Folie wurde ein Medikamentenbeutel (Medikamentenbehälter) 10, der in 1 dargestellt ist, produziert. Als das Material für ein Öffnungsglied 20 wurde Polyethylen verwendet. Das Einsiegeln des Öffnungselements 20 wurde bei 140 bis 150°C für 3 Sekunden durchgeführt, während ein Versiegeln des Umfangsteils 22 bei 155°C für 4,5 Sekunden durchgeführt wurde.

(Beispiel 2)

Das Harz A, ein gemischtes Harz, enthaltend das Harz C und das Harz D in einem Gewichtsverhältnis von 95:5 [Mischungsverhältnis eines hochdichten Polyethylens (HDPE): 5 Gew.-%], ein gemischtes Harz, enthaltend das Harz F und das Harz C in einem Gewichtsverhältnis von 3:1 [Mischungsverhältnis von CO: 75 Gew.-%] und das Harz B wurden als die Oberflächenschicht, die flexible Schicht, die Barriereschicht und die Abdichtungsschicht verwendet. Die Oberflächenschicht, die flexible Schicht, die Barriereschicht und die Abdichtungsschicht wurden in der genannten Reihenfolge aufeinander gelegt und dann wurde eine mehrschichtige Folie mit einer Gesamtdicke von 230 &mgr;m (jede der gebildeten Bestandteilsschichten von der Seite der Oberflächenschicht aus in der obigen Reihenfolge hat eine Dicke von 20 &mgr;m, 175 &mgr;m, 20 &mgr;m oder 15 &mgr;m) durch ein Wasserkühlungs-Co-Extrusions-Blasverfahren gebildet.

In der gleichen Weise wie in Beispiel 1, außer dass die obige mehrschichtige Folie verwendet wurde, wurde ein Medikamentenbeutel 10, der in 1 gezeigt ist, produziert.

(Beispiel 3)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 2, außer dass die Barriereschicht aus einem gemischten Harz, enthaltend das Harz F und das Harz C in einem Gewichtsverhältnis von 3:2 [Mischungsverhältnis von CO: 60 Gew.-%], hergestellt war, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 230 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Beispiel 4)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 2, außer dass die Dicke der flexiblen Schicht in 160 &mgr;m geändert wurde und die Dicke der Abdichtungsschicht in 30 &mgr;m geändert wurde, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 230 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Beispiel 5)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 2, außer dass die Dicke der flexiblen Schicht in 155 &mgr;m geändert wurde und die Dicke der Barriereschicht in 40 &mgr;m geändert wurde, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 230 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Beispiel 6)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 2, außer dass die Barriereschicht aus einem gemischten Harz, enthaltend das Harz E und das Harz C in einem Gewichtsverhältnis von 3:1 [Mischungsverhältnis von CO: 75 Gew.-%], bestand, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 230 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Beispiel 7)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 2, außer dass die Barriereschicht aus einem gemischten Harz, enthaltend das Harz E, das Harz F und das Harz C in einem Gewichtsverhältnis von 3:3:2 [Mischungsverhältnis von CO: 75 Gew.-%], bestand, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 230 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Vergleichsbeispiel 1)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 1, außer dass das Mischungsverhältnis des Harzes E zu dem Harz A der Barriereschicht in 1:1 geändert wurde [Mischungsverhältnis von CO: 50 Gew.-%], wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke 230 &mgr;m) geformt, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Vergleichsbeispiel 2)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 1, außer dass die Dicke der flexiblen Schicht in 100 &mgr;m geändert wurde und die Dicke der Abdichtungsschicht in 90 &mgr;m geändert wurde, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 230 &mgr;m) geformt, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Beispiel 8)

Das Harz A, ein gemischtes Harz, enthaltend das Harz H, das Harz I und das Harz D in einem Gewichtsverhältnis von 25:70:5 [Mischungsverhältnis von HDPE: 5 Gew.-%], ein gemischtes Harz, enthaltend das Harz G und das Harz A in einem Gewichtsverhältnis von 3:1, und das Harz B, wurden entsprechend als die Oberflächenschicht, die flexible Schicht, die Barriereschicht und die Abdichtungsschicht verwendet.

Die Oberflächenschicht, die flexible Schicht, die Barriereschicht und die Abdichtungsschicht wurden in der genannten Reihenfolge aufeinander gelegt und dann wurde eine mehrschichtige Folie mit einer Gesamtdicke von 240 &mgr;m (jede Bestandteilsschicht, gebildet von der Seite der Oberflächenschicht aus in der genannten Reihenfolge, hat eine Dicke von 20 &mgr;m, 150 &mgr;m, 20 &mgr;m oder 50 &mgr;m) durch ein Wasserkühlungs-Co-Extrusions-Blasverfahren geformt.

In der gleichen Weise wie in Beispiel 1, außer dass die obige mehrschichtige Folie verwendet wurde, wurde ein Medikamentenbeutel 10, der in 1 gezeigt ist, produziert.

(Beispiel 9)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 8, außer dass die Dicke der Oberflächenschicht, die der flexiblen Schicht, die der Barriereschicht und die der Abdichtungsschicht in 20 &mgr;m, 130 &mgr;m, 10 &mgr;m bzw. 80 &mgr;m geändert wurde, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 240 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Beispiel 10)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 8, außer dass die Dicke der Oberflächenschicht, die der flexiblen Schicht, die der Barriereschicht und die der Abdichtungsschicht in 20 &mgr;m, 160 &mgr;m, 10 &mgr;m und 50 &mgr;m geändert wurde, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 240 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

(Vergleichsbeispiel 3)

In der gleichen Weise wie in Beispiel 8, außer dass die Dicke der Oberflächenschicht, die der flexiblen Schicht, die der Barriereschicht und die der Abdichtungsschicht in 20 &mgr;m, 120 &mgr;m, 10 &mgr;m bzw. 90 &mgr;m geändert wurde, wurde eine mehrschichtige Folie (Gesamtdicke: 240 &mgr;m) gebildet, und es wurde ein Medikamentenbeutel produziert.

Die Schichtkonfigurationen der in den obigen Beispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen mehrschichtigen Folien sind in Tabelle 1 und Tabelle 2 zusammengefasst:

In Tabelle 1 und Tabelle 2 bedeutet "C + D", dass zwei oder mehr Arten von Harzen (z.B. Harz C und Harz D in diesem Fall) unter Bildung eines gemischten Harzes vermischt sind, während "C, D" bedeutet, dass zwei oder mehr Arten von Harzen (z.B. Harz C und Harz D in diesem Fall) laminiert sind.

[Beurteilungstest] (Testbeispiel 1)

Jeder Medikamentenbeutel (Medikamentenbehälter), der in den Beispielen 1 bis 7 und in Vergleichsbeispielen 1 bis 2 erhalten worden war, wurde mit 100 ml einer 0,005%igen Nitroglycerin-Lösung gefüllt, einer Dampfsterilisation unter hohem Druck bei 106°C für 40 Minuten unterworfen und dann für 2 Wochen bei 60°C gelagert. Während der Lagerung wurden die Behälter in dem Zustand stehen gelassen, in dem sie auf eine horizontale Oberfläche gelegt waren und der Kontaktbereich zwischen der Nitroglycerin-Lösung und den Behältern auf etwa 160 cm2 kontrolliert wurde. Dann wurde die Konzentration an Nitroglycerin in der Lösung nach Lagerung für 2 Wochen durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC) gemessen und das Verhältnis der resultierenden Konzentration zu der Anfangskonzentration (0,005%) wurde bestimmt und als Retentionsverhältnis (%) genommen.

Als Kontrolle wurde eine Glasampulle mit 100 ml einer 0,005%igen Nitroglycerin-Lösung gefüllt und das Retentionsverhältnis (%) nach Lagerung unter denselben Bedingungen wurde bestimmt. Darüber hinaus wurde die Differenz (Punkt) zwischen dem Retentionsverhältnis (%) dieser Kontrolle und dem Retentionsverhältnis der Beispiele und Vergleichsbeispiele bestimmt.

(Testbeispiel 2)

In der gleichen Weise wie in Testbeispiel 1, außer dass eine 0,005%ige Isosorbidnitrat-Lösung anstelle der Nitroglycerin-Lösung verwendet wurde, wurden eine Dampfsterilisation unter Hochdruck und eine Lagerung bei 60°C für 2 Wochen durchgeführt. Dann wurde die Konzentration an Isosorbidnitrat in der Lösung nach 2-wöchiger Lagerung durch HPLC gemessen und das Verhältnis der resultierenden Konzentration zu der Anfangskonzentration wurde bestimmt und als Retentionsverhältnis (%) in der gleichen Weise wie bei Testbeispiel genommen.

In der gleichen Weise wie in Testbeispiel 1 wurde ein Kontrolltest unter Verwendung einer Glasampulle durchgeführt und die Differenz (Punkt) zwischen dem Retentionsverhältnis (%) dieser Kontrolle und dem Retentionsverhältnis der Beispiele und Vergleichsbeispiele wurde bestimmt.

(Testbeispiel 3)

Was den Medikamentenbeutel (Medikamentenbehälter), die in den Beispielen 8 bis 10 und dem Vergleichsbeispiel erhalten worden waren, angeht, so wurde derselbe Test wie in Testbeispiel 2 durchgeführt.

Die obigen Resultate sind in Tabelle 3 gezeigt.

[Tabelle 3]

Wie in Tabelle 1 gezeigt ist, entsprechen die in den Beispielen 1 bis 7 verwendeten mehrschichtigen Folien und die Medikamentenbeutel der Beispiele 1 bis 7 der mehrschichtigen Folie und dem Medikamentenbehälter unter Verwendung derselben gemäß der vorliegenden Erfindung.

Wie aus den Resultaten des Retentionsverhältnisses, die in Tabelle 3 gezeigt sind, und den Medikamentenbehältern von Beispiel 1 bis 7 entsprechen, konnte die Adsorptionsmenge des Medikaments zum Minimum niedrig gehalten werden. Beispielsweise war die Adsorptionsmenge (Retentionsverhältnis) dieselbe wie die bei Verwendung der Glasampulle oder leicht höher. Darüber hinaus hatten alle Medikamentenbehälter der Beispiele 1 bis 7 ausreichende Festigkeit, die zur Verwendung als Medikamentenbehälter geeignet war, und ausgezeichnete Flexibilität und ausgezeichnete Wärmebeständigkeit. Da der Medikamentenbehälter (speziell eine Abdichtungsschicht) hauptsächlich aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer besteht, war er bezüglich der Sicherheit überlegen, somit zur Verwendung als medizinisches Material geeignet.

Andererseits war in Vergleichsbeispiel 1, wo die Barriereschicht einen geringen Gehalt des cyclischen Olefinpolymers hat, und in Vergleichsbeispiel 2, wo die Abdichtungsschicht, die in direktem Kontakt mit dem flüssigen Medikament ist, zu dick ist, die Adsorptionsmenge des Medikaments sehr groß.

Wie in Tabelle 2 gezeigt ist, entsprechen die mehrschichtigen Folien, die in den Beispielen 8 bis 10 verwendet werden, und die Medikamentenbeutel der Beispiele 8 bis 10 der mehrschichtigen Folie und dem Medikamentenbehälter, der dieselbe verwendet, gemäß der Erfindung.

Wie aus den Resultaten des Retentionsverhältnisses, die in Tabelle 3 gezeigt sind, und den Medikamentenbehältern der Beispiele 8 bis 10 entsprechen, klar wird, konnte die Adsorptionsmenge des Medikaments minimal gehalten werden.

Da darüber hinaus die Abdichtungsschicht eine ausreichende Dicke hatte, war der Medikamentenbehälter selbst bezüglich der Haltbarkeit überlegen.

Andererseits war bei dem Medikamentenbehälter des Vergleichsbeispiels 3, bei dem die Abdichtungsschicht zu dick ist, die Adsorptionsmenge des Medikaments sehr groß.

Wie aus den obigen Resultaten deutlich wird, können die erfindungsgemäße mehrschichtige Folie und der Medikamentenbehälter, der dieselbe verwendet, zur Verwendung als medizinisches Material zur Aufnahme und Lagerung eines Medikaments und eines flüssigen Medikaments und speziell in einer Anwendung, bei der ein Medikament, das leicht in Polyethylen adsorbiert werden kann, wie z.B. Nitroglycerin, vorgemischt ist, geeignet sein.

Industrielle Anwendbarkeit

Die mehrschichtige Folie der vorliegenden Erfindung umfasst eine Barriereschicht, die ein cyclisches Olefinpolymer enthält, und eine flexible Schicht, die aus einem niedrigdichten Ethylen-&agr;-Polyolefin-Copolymer hergestellt ist, eine Oberflächenschicht, die aus einem hochdichten Ethylen-&agr;-Polyolefin-Copolymer hergestellt ist, und eine Abdichtungsschicht, die die Barriereschicht bedeckt, welche auf der Außenseite der Barriereschicht angeordnet sind. Die mehrschichtige Folie kann die Adsorption eines Medikaments durch die Barriereschicht unterdrücken und wegen ihrer ausgezeichneten Festigkeit und ausgezeichneten Flexibilität als Material für die Produktion eines Medikamentenbehälters geeignet.


Anspruch[de]
  1. Mehrschichtige Folie, die folgendes umfasst:

    eine Oberflächenschicht mit einer Dicke von 10–50 &mgr;m, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,935–0,950 g/cm3 hat, hergestellt ist,

    eine flexible Schicht mit einer Dicke von 100–200 &mgr;m, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,860–0,930 g/cm3 hat, hergestellt ist

    eine Barriereschicht mit einer Dicke von 10–80 &mgr;m, die aus einem gemischten Harz, das 60–95 Gew.-% eines cyclischen Olefinpolymers und 5–40 Gew.-% eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer Dichte von 0,900–0,965 g/cm3 enthält, hergestellt ist, und

    eine Abdichtungsschicht mit einer Dicke von 5–80 &mgr;m, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer, das eine Dichte von 0,910–0,950 g/cm3 hat, hergestellt ist.
  2. Mehrschichtige Folie gemäss Anspruch 1, worin die flexible Schicht ein Material umfasst, das durch Vermischen eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer Dichte von 0,860–0,930 g/cm3 mit 20 Gew.-% oder weniger eines hochdichten Polyethylens mit einer Dichte von 0,940–0,970 g/cm3 erhalten wird.
  3. Mehrschichtige Folie gemäss Anspruch 1, worin die flexible Schicht ein Laminat aus einer Schicht, die aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860–0,930 g/cm3 hergestellt ist und einer Schicht, die aus einem Material hergestellt ist, das durch Vermischen eines Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymers mit einer Dichte von 0,860–0,930 g/cm3 mit 20 Gew.-% oder weniger eines hochdichten Polyethylens mit einer Dichte von 0,940–0,970 g/cm3 erhalten wird, umfasst.
  4. Mehrschichtige Folie gemäss mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, worin das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860–0,930 g/cm3, das in der flexiblen Schicht verwendet wird, durch Polymerisation unter Verwendung eines Metallocenkatalysators erhalten wird.
  5. Mehrschichtige Folie gemäss Anspruch 2, worin das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860–0,930 g/cm3, das in der flexiblen Schicht verwendet wird, eine Mischung aus einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,860–0,910 g/cm3 und einem Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,910–0,940 g/cm3 ist.
  6. Mehrschichtige Folie gemäss mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, worin das Ethylen-&agr;-Olefin-Copolymer mit einer Dichte von 0,900–0,965 g/cm3, das in der Barriereschicht verwendet wird, durch Polymerisation unter Verwendung eines Metallocenkatalysators erhalten wird.
  7. Mehrschichtige Folie gemäss mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, die eine Gesamtdicke von 130–300 &mgr;m hat.
  8. Mehrschichtige Folie gemäss mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Abdichtungsschicht eine Dicke von 5–40 &mgr;m hat.
  9. Mehrschichtige Folie gemäss mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Abdichtungsschicht eine Dicke von 40–80 &mgr;m hat.
  10. Medikamentenbehälter, in dem die mehrschichtige Folie gemäss mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9 in einer solchen Weise verwendet wird, dass die Oberflächenschicht die äussere Oberfläche des Medikamentenbehälters bildet.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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