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Dokumentenidentifikation DE69831831T2 13.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000884170
Titel Verfahren zum Detektieren von Klebstoff auf einem Zuschnitt, aus dem ein Behälter für Rauchartikel geformt wird
Anmelder G.D S.p.A., Bologna, IT
Erfinder Neri, Armando, 40100 Bologna, IT
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 69831831
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.06.1998
EP-Aktenzeichen 981105802
EP-Offenlegungsdatum 16.12.1998
EP date of grant 12.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse B31B 1/74(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G01N 21/86(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Detektieren von Klebstoff bzw. klebrigem Material auf einem Zuschnitt, aus welchem ein Behälter für Rauchartikel bzw. Tabakwaren geformt wird.

Insbesondere bezieht sich die Erfindung an dem Verfahren zum Detektieren von Klebstoff auf einem Zuschnitt, aus welchem eine Zigarettenpackung mit angelenktem Deckel geformt wird, auf welche sich die folgende Beschreibung lediglich in beispielhafter Weise bezieht.

Klebstoff bzw. anhaftendes Material wird auf Zigarettenpaket- bzw. -verpackungszuschnitte aufgebracht, um Teile des Zuschnitts miteinander zu verbinden, ebenso wie auf Teile eines Kragens und Teile einer Folienumhüllung, die die Zigaretten enthält.

Der Klebstoff wird durch eine Gummiereinheit aufgebracht, umfassend einen Förderer zum Zuführen der Zuschnitte entlang eines gegebenen Pfads und eine oder mehrere Gummiervorrichtung(en), die entlang des Pfads angeordnet ist bzw. sind, um den Klebstoff auf die Zuschnitte aufzubringen.

Eine üblicherweise verwendete Art einer Gummiervorrichtung umfaßt wenigstens eine Gummierwalze, welche Klebstoff in einem Tank kontaktierend positioniert ist und entlang der Zuschnitte rollt bzw. läuft, um den Klebstoff abzuscheiden bzw. aufzubringen, wenn die Zuschnitte entlang der Pfade zugeführt werden.

Alternativ wird Klebstoff durch Sprühpistolen aufgebracht, welche eine Menge an Klebstoff durch Düsen sprühen, wenn die Zuschnitte an den Pistolen vorbei zugeführt werden.

Klebstoff wird auch auf die Zuschnitte mittels Verteilungspistolen aufgebracht, welche ähnlich Sprühpistolen eine gesteuerte bzw. geregelte Menge an Klebstoff durch Düsen angeben, welche jedoch anders als Sprühgummiervorrichtungen im Gegensatz zu einem Sprühen auf den Zuschnitten ausgebreitet bzw. verteilt wird.

Die Gummiereinheit ist zum Aufbringen von Klebstoff auf gegebene Abschnitte bzw. Bereiche des Zuschnitts und in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellt, um sicherzustellen, daß die aus den Zuschnitten geformten Pakete stabil sind.

Die Gummiervorrichtungen, die oben beschrieben sind, stellen nicht immer ein korrektes Aufbringen von Klebstoff und in den richtigen Mengen auf den gegebenen Abschnitten der Zuschnitte zur Verfügung. Das bedeutet, daß die Gummierung überprüft werden muß, um jegliche falsch bzw. nicht geeignet gummierten Zuschnitte unmittelbar zurückzuweisen und daran zu hindern, daß sie in Pakete geformt werden, welche in unvermeidbarer Weise zurückgewiesen werden müssen und geöffnet werden müssen, um die Zigaretten im Inneren zu retten. Dies insbesondere, wenn Klebstoff unter Verwendung von Sprüh- oder Verteilungspistolen-Gummiereinheiten aufgebracht wird, deren Düsen aufgrund von Verunreinigungen in dem Klebstoff oder aufgrund von Klebstoff einem Verklumpen unterworfen sind, der an den Düsenauslässen trocknet oder aushärtet.

Ein bekanntes Verfahren zum Eliminieren der obigen Nachteile ist zu überprüfen, ob der Fluß von Klebstoff entlang einer Zufuhrleitung, die einer Anzahl von Düsen gemeinsam ist, konstant bleibt oder innerhalb vorbestimmter Grenzwerte und in der Zeit mit dem Durchtritt bzw. Durchgang der Zuschnitte vorbei an den Pistolen variiert. Ein derartiges Verfahren versagt jedoch beim Erfüllen von gegenwärtigen Erfordernissen, indem es beim Bestimmen von kleinen Änderungen in dem Fluß versagt und insbesondere in dem Fall von Gummiereinheiten mit einer großen Anzahl von Düsen ungenau ist.

Ein anderes bekanntes Verfahren ist es, den Fluß des Klebstoffs durch jede Düse mittels eines Sensors zu überprüfen, der entlang der Leitung, die den Klebstoff zu der Düse zuführt, oder an dem Auslaß von jeder Düse angeordnet ist. Obwohl dies effektiver ist, verkompliziert diese Lösung das Design der Pistolen, indem ein Flußsensor für jede Düse erforderlich ist.

Ein weiterer Nachteil der obigen Verfahren ist, daß sie versagen, ein Bestimmen zur Verfügung stellen, ob der Klebstoff auf die korrekte Position des Zuschnitts aufgebracht ist. D.h., selbst wenn der Fluß an Klebstoff einen korrekten Betrieb der Pistolen anzeigt, gibt es keine Garantie, daß der Klebstoff an den richtigen Punkten aufgebracht wurde. Darüber hinaus können Verfahren, die auf der Messung des Flusses von Klebstoff basieren, nicht angewandt werden, wenn Klebstoff unter Verwendung von Gummierwalzen, die zuvor beschrieben wurden, aufgebracht wird.

Aus GB-A-2297616 ist es bekannt, die Massen an Klebstoff zu überprüfen, die auf den Zuschnitt aufgebracht sind, um herauszufinden, ob die Massen an Klebstoff in der korrekten Position aufgebracht wurden und eine gegebene Länge überdecken. Gemäß dem oben bezeichneten Verfahren wird eine Überprüfung in einer Vergleichsvorrichtung zwischen einem vorbestimmten linearen Muster und einem detektierten linearen Muster ausgeführt, wobei im Fall, daß die zwei Muster nicht übereinstimmen, die Vergleichsvorrichtung ein Fehlersignal ausgibt.

Dieses Verfahren hat, obwohl es sich als zuverlässiger erwiesen hat als die zuvor beschriebenen Verfahren, den Nachteil, daß die Vergleichsvorrichtung, welche auf einer strikten Übereinstimmung zwischen dem vorbestimmten Muster und dem detektierten Muster arbeitet, ein Fehlersignal erzeugt, selbst wenn die Massen an Klebstoff eine ausreichende Menge an Klebstoff enthalten und in einer akzeptablen Position angeordnet sind.

Darüber hinaus basiert die Detektion von Klebermassen auf dem Unterschied zwischen den Spitzen von Dunkelheit und Spitzen von Helligkeit, welche durch geneigte Lichtstrahlen generiert bzw. erzeugt werden, die auf den Zuschnitt und die Klebermassen einfallen. Die Klebermassen werden in bezug auf den flachen Zuschnitt versetzt und generieren aus diesem Grund Schatten, welche Spitzen von Dunkelheit entsprechen, und reflektieren einen Teil der Strahlen, welche auf diese Weise die Helligkeitsspitzen bzw. Spitzen von Helligkeit generieren. Ein Zuschnitt, aus welchem ein Behälter für Rauchwaren zu formen bzw. zu bilden ist, wird mit voraufgezeichneten Linien zur Verfügung gestellt, entlang welchen der Zuschnitt gefaltet wird bzw. ist. Die voraufgezeichneten Linien sind in bezug auf das Niveau eines ersten Zuschnitts in derselben weise wie die Massen an Klebstoff versetzt, der auf den Zuschnitt selbst aufgebracht wird, wobei dann das Überprüfungsverfahren, das in GB-A-2297616 beschrieben ist, nicht für ein Überprüfen der Anwesenheit von Kleber auf Zuschnitten, aus welchen der Behälter für Rauchwaren zu bilden ist, aufgrund der voraufgezeichneten Linien geeignet ist.

Es ist ein Ziel bzw. Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Detektieren von Klebstoff bzw. klebendem Material auf Zuschnitten zur Verfügung zu stellen, aus welchem Zigarettenpakete bzw. -packungen zu formen sind, und welches ein Überwinden der zuvor erwähnten Nachteile zur Verfügung stellt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Detektieren von Klebstoff, der auf einen Zuschnitt aufgebracht wird, aus welchem ein Behälter für Tabakwaren bzw. Rauchwaren zu formen ist, entsprechend Anspruch 1 zur Verfügung gestellt.

Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ist insbesondere in bezug auf den Stand der Technik vorteilhaft, da es mit nur einem Signal, nämlich dem Abdecksignal möglich ist, eine Information betreffend die Menge an Klebstoff, die in einer Masse enthalten ist, und eine Information zu erhalten, die sich auf die Position bezieht, wobei tatsächlich die Steuerung bzw. Regelung lediglich im Inneren des gegebenen Bereichs durchgeführt wird, und das Abdecksignal lediglich innerhalb dieses Bereichs erhalten wird. Darüber hinaus wird das Abdecksignal mit einem Akzeptanzbereich verglichen, welcher alleine ein Akzeptanzniveau der Position und der Menge von Klebstoff darstellt.

Eine nicht einschränkende Ausbildung der vorliegenden Erfindung wird in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

1 eine schematische Seitenansicht, wobei Teile der Klarheit halber weggelassen sind, einer Gummiereinheit zeigt, die das Verfahren gemäß der Erfindung implementiert;

2 eine Draufsicht auf einen Zuschnitt zeigt, der im Verlauf eines Gummierschnitts gummiert wird;

3 eine schematische elektronische Reproduktion eines Abschnitts des Zuschnitts von 2 zeigt.

Bezugszeichen 1 in 1 bezeichnet eine Gummiereinheit zum Aufbringen bzw. Anwenden von Klebstoff 2 auf Zuschnitte 3, aus welchen bekannte Zigarettenpakete bzw. -packungen mit angelenktem Deckel (nicht gezeigt) zu formen bzw. auszubilden sind.

Die Gummiereinheit 1 ist zwischen einer Versorgungseinheit 4 zum Zuführen von Zuschnitten 3 und einer Zuleitungs- bzw. Zufuhreinheit 5 für die gummierten Zuschnitte 3 angeordnet, d.h. die Zuschnitte 3, auf welche der Klebstoff 2 aufgebracht wurde, und umfaßt einen Förderer 6, eine Sprühgummiervorrichtung 7 und eine Steuer- bzw. Regeleinheit 8.

Der Förderer 6 umfaßt eine Trommel 9, welche im Gegenuhrzeigersinn in 1 um eine entsprechende Achse 10 durch einen Motor 11 gedreht wird, um Zuschnitte 3 entlang eines Pfads bzw. Wegs P und in einer gegebenen Bewegungsrichtung D zuzuführen. Die Trommel 9 hat eine Anzahl von Platten 12, die um eine Achse 10 gleichmäßig beabstandet sind und bekannte Sauglöcher (nicht gezeigt) aufweisen, um einen entsprechenden Zuschnitt 3 auf jeder Platte 12 zurückzuhalten.

Die Sprühgummiervorrichtung 7 ist entlang des Pfads P angeordnet, und umfaßt eine Anzahl von Pistolen 13, die in zwei Reihen 14 und 15 angeordnet sind, die sich quer zur Bewegungsrichtung D erstrecken. Jede Pistole 13 erhält Klebstoff 2 über einen Ventilkörper 16, um klebendes Material bzw. Klebstoff 2 zu dosieren, und umfaßt eine Düse 17, um abgemessene Mengen an Klebstoff 2 zu injizieren, die die Form von Tropfen 18 auf dem Zuschnitt 3 annehmen.

Unter Bezugnahme auf 2 hat der Zuschnitt 3 eine Längsachse 19, und ist in einen zentralen Abschnitt 20, umfassend ebene Platten 21, die voneinander durch quer verlaufende Biegelinien 22 getrennt sind, und in zwei seitliche Abschnitte 23 und 24 unterteilt, die jeweils flache Klappen bzw. Fortsätze 25 umfassen, die mit dem zentralen Abschnitt 20 entlang von Längsbiegelinien 26 verbunden sind.

Der Zuschnitt 3 hat eine relativ grobe Seite bzw. Fläche 27, welche schließlich die Innenoberfläche des Zigarettenpakets (nicht gezeigt) ausbildet und auf welcher durch die punktierten Linien in 2 eine Anzahl von Aufbringbereichen 28 angedeutet ist, die entsprechend der Akzeptabilität des Ortes von Tropfen 18 in bezug auf den Zuschnitt 3 bestimmt sind. D.h., der Ort bzw. die Stelle von jedem Tropfen 18 wird als akzeptabel betrachtet, wenn der Tropfen 18 in einen entsprechenden Bereich 28 fällt.

Die Größe der Aufbringbereiche 28 wird entsprechend der erforderlichen Aufbringpräzision bestimmt, welche wiederum entsprechend dem Ort von Bereichen 28 in bezug auf den Zuschnitt 3 variiert. Beispielsweise müssen Tropfen 18, die nahe dem Außenumfang des Zuschnitts 3 positioniert sind bzw. werden, genauer aufgebracht werden als jene, die auf dem zentralen Bereich des Zuschnitts 3 aufgebracht sind, um Klebstoff 2 daran zu hindern herauszusickern, wenn die Klappen 25 in Kontakt miteinander gebracht werden und die Tropfen 18 komprimieren, wodurch die Oberfläche des Zuschnitts 3, der mit Klebstoff 2 beschichtet ist, vergrößert wird und möglicherweise in einem Lecken von Klebstoff 2 resultiert.

Die Zuschnitte 3 werden entlang von Pfad P in bezug auf die Längsachse 19 senkrecht zur Bewegungsrichtung D zugeführt, und der Klebstoff 2, der durch die Pistolen 13 injiziert ist, wird auf den Zuschnitten 3 in der Form von Tropfen 18 abgeschieden, die entlang von geraden Aufbringlinien 29 im wesentlichen senkrecht zur Längsachse 19 und parallel zur Bewegungsrichtung D angeordnet sind. 2 zeigt Düsen 17 der Reihen 14 und 15 der Pistolen 13, und jede Düse 17 ist mit einer entsprechenden geraden Aufbringlinie 29 ausgerichtet.

Die Steuer- bzw. Regeleinheit 8 umfaßt einen Mikroprozessor 30, mit welchen eine Codiereinrichtung 31 zum Bestimmen der Winkelposition der Platten 12 des Förderers 6 in bezug auf die Achse 10 verbunden ist, und einen Sensor 32, der stromaufwärts von der Gummivorrichtung 7 angeordnet ist und zum Bestimmen der Position des Zuschnitts 3 auf der Platte 12 des Förderers 6 dient. Der Mikroprozessor 30 ist mit jeder Pistole 13, um einen Betrieb des entsprechenden Ventilkörpers 16 zu steuern bzw. zu regeln, und mit dem Motor 11 verbunden, um, wenn notwendig, sowohl eine Injektion des Klebstoffs 2 als auch eine Rotation der Trommel 9 anzuhalten.

Die Steuer- bzw. Regeleinheit 8 umfaßt auch eine Detektionsvorrichtung 33, die entlang des Pfads P unmittelbar stromabwärts von der Gummivorrichtung 7 in der Bewegungsrichtung D angeordnet ist. Die Detektionsvorrichtung 33 umfaßt wiederum eine Lichtquelle 34, um eine Seite 27 der Zuschnitte 3 zu erleuchten; und eine Fernsehkamera 35, die entlang der Lichtquelle 34 angeordnet ist, und um ein Analogbild "IMA" der Seite 27 auszubilden.

Das Analogbild "IMA" entspricht einem Signal in Abhängigkeit von der Helligkeit des Zuschnitts 3 und ist durch eine Matrix von Punkten oder sogenannten "Pixeln" bzw. "Bildpunkten" 36 definiert, von welchem jedem ein Analogwert "VA" in Abhängigkeit von der Helligkeit des Zuschnitts am Bildpunkt 36 und zwei Koordinaten "X" und "Y" zugeordnet sind bzw. werden, die von dem Ort des Bildpunkts 36 in dem Bild abhängen, das durch die Kamera 35 gebildet wurde.

Die Helligkeit des Zuschnitts 3 variiert entsprechend dem Licht, das durch die Seite 27 und durch die Tropfen 18 auf der Seite 27 reflektiert ist bzw. wird. D.h., obwohl sie normalerweise hell gefärbt ist, reflektiert die relativ rauhe Oberfläche 27 weniger Licht als die Tropfen 18, welche normalerweise eine glatte Oberfläche aufweisen und unabhängig von der Farbe des Klebstoffs 2 mehr Licht reflektieren.

Die Kamera 35 ist mit einem Analog-Digital-Wandler 37 verbunden, um die analogen bzw. Analogwerte "VA" der Bildpunkte 36 in digitale bzw. Digitalwerte "VD" umzuwandeln, und welcher wiederum mit dem Mikroprozessor 30 verbunden ist, um die Digitalwerte "VD" und die Koordinaten der Bildpunkte 36 zu dem Mikroprozessor 30 zu übertragen und so ein Analogbild "IMA" in ein Digitalbild "IMD" umzuwandeln.

Die Steuer- bzw. Regeleinheit 8 umfaßt auch eine Anzeigeplatte bzw. -tafel 38, welche mit dem Mikroprozessor 30 verbunden ist und wiederum eine Anzahl von Anzeigelichtern 39 umfaßt, die jeweils den Betriebszustand einer entsprechenden Pistole 13 anzeigen.

Der Abschnitt von 3 des Digitalbilds "IMD" entspricht im wesentlichen einem gegebenen Aufbringbereich 28 eines Zuschnitts 3 und wird durch einen Satz von Bildpunkten 36 in der Form von kleinen Quadraten mit entsprechenden "1" oder "0" Werten repräsentiert und die in geordneter Weise entlang der "X" und "Y" Koordinaten angeordnet sind. Die Werte der Bildpunkte 36 stellen die Digitalwerte "VD" dar, welche, wenn sie gleich 1 sind, die Anwesenheit anzeigen, und wenn sie gleich 0 sind, die Abwesenheit von Klebstoff 2 an den entsprechenden "X" und "Y" Koordinaten anzeigen.

Jeder Satz von Bildpunkten 36, welchem Digitalwerte "VD" gleich 1 zugewiesen sind, definiert einen entsprechenden Bildabschnitt IMD1 entsprechend dem Teil des Zuschnitts 3, der mit Klebstoff 2 bedeckt ist; und jeder Satz von Bildpunkten 36, dem Digitalwerte "VD" gleich 0 zugewiesen sind, definiert einen Bildabschnitt IMD2 entsprechend dem Teil des Zuschnitts 3, das frei von Klebstoff 2 ist.

D.h., im Gegensatz zu dem, was auf der Innenseite 27 des Zuschnitts 3 gezeigt ist, werden die Aufbringungsbereiche 28 einfach elektronisch auf dem Digitalbild "IMD" erzeugt, das durch die Kamera 35 gebildet wird, und sind in einem Speicher des Mikroprozessors 30 vordefiniert, indem gegebene "X1" und "Y1" Werte von Koordinaten "X" und "Y" gespeichert sind bzw. werden.

In einer tatsächlichen Verwendung werden die Zuschnitte 3 durch die Zufuhreinheit 4 zur Trommel 9 transferiert, welche Zuschnitte 3 entlang des Pfads P zuführt und die gummierten Zuschnitte 3 zu der Zufuhreinheit 5 transferiert.

Wenn sich die Trommel 9 dreht, bestimmt die Codiereinrichtung 31 die Winkelposition der Trommel 9 und der Platten 12, während der Sensor 32 die Position des Zuschnitts 3 auf der entsprechenden Platte 12 bestimmt. Die Signale, die durch die Codiereinrichtung 31 und den Sensor 32 emittiert sind, werden zu dem Mikroprozessor 30 übertragen, welcher die Pistolen 13 unabhängig voneinander aktiviert, um Tropfen 18 von Klebstoff 2 auf Aufbringbereiche 28 aufzubringen. Klebstoff 2 wird entsprechend der Position des Zuschnitts 3 in bezug auf die Düsen 17 freigegeben.

Wenn der gummierte Zuschnitt 3 durch die Lichtquelle 34 beleuchtet wird, reflektieren die Seiten bzw. Flächen 27 und die entsprechenden Tropfen 18 teilweise das Licht zur Kamera 35, welche die Helligkeit der verschiedenen Teile des Zuschnitts 3 detektiert. Das analoge Bild-Signal "IMA", d.h. die entsprechenden Analogwerte "VA" und "X" und "Y" Koordinaten der entsprechenden Bildpunkte 36 werden dem Wandler bzw. Konverter 37 übertragen, welcher ein Umwandeln von Analogwerten "VA" in Digitalwerte "VD" zur Verfügung stellt.

Im Wandler 37 wird jeder Analogwert "VA" mit einem Unterscheidungs- oder Schwellwert "VS" verglichen, und wann immer ein Analogwert "VA" größer oder gleich als der Wert "VS" ist, wird dem entsprechende Digitalwert "VD" ein "1" Wert zugewiesen. Umgekehrt wird dem Digitalwert "VD" ein "0" Wert zugewiesen. Die Digitalwerte "VD" und die Werte der "X" und "Y" Koordinaten der Bildpunkte 36 werden zu dem Mikroprozessor 30 übertragen, in welchem die "X1" und "Y1" Werte der "X" und "Y" Koordinaten von jedem Aufbringbereich 28 des Zuschnitts 3 vorher festgelegt wurden und welche ein Signal entsprechend einem digitalisierten Bild "IMD" des Zuschnitts 3 und die "X1" und "Y1" Werte der Aufbringbereiche 28 des Zuschnitts 3 enthalten.

Jeder Bildpunkt 36, dem ein "0" Digitalwert "VD" zugewiesen ist, bildet ein Teil des Bildabschnitts IMD2 und jeder Bildpunkt 36, dem ein "1" Digitalwert "VD" zugewiesen ist, bildet ein Teil von einem der Abschnitte IMD1.

Die Analog-Digital-Umwandlung wird vorzugsweise nur für die Analogwerte "VA" der Bildpunkte 36 in den Bereichen 28 durchgeführt.

Für jeden Bereich 28 zählt und addiert der Mikroprozessor 30 die Bildpunkte 36 mit "1" Digitalwerten "VD", wobei die resultierende Summe den Wert eines Abdecksignals "SR" relativ zu dem entsprechenden Bereich 28 zur Verfügung stellt. D.h., das Abdecksignal "SR" hängt von dem Abschnitt des Aufbringbereichs 28 ab, der durch den ersten Bildabschnitt "IMD1" eingenommen ist.

Der Mikroprozessor 30 vergleicht das Abdecksignal "SR" mit einem vorab festgelegten Bereich von Werten "I", und wenn das Abdecksignal "SR" außerhalb des gegebenen Bereichs "I" liegt, emittiert er ein Fehlersignal "SE", um die Gummiereinheit 1 anzuhalten (d.h., um den Motor 11 der Trommel 9 und die Pistolen 13 zu stoppen).

Der Mikroprozessor 30 weist jedem Fehlersignal "SE" ein Adreßsignal "SI" zu, welches durch die Mittelwerte "X1M" und "Y1M" der "X1" und "Y1" Werte der "X" und "Y" Koordinaten des Bereichs 28 definiert ist, der die Aussendung des Fehlersignals "SE" bewirkt, und aktiviert Licht 39, das den Betriebszustand der entsprechenden Pistole 13 anzeigt, die für ein Aufbringen von Klebstoff 2 auf dem Bereich 28 entsprechend den Mittelwerten "X1M" und "Y1M" verantwortlich ist, wobei das Indikatorlicht 39, das zu aktivieren ist, mittels eines Adreßsignals "SI" bestimmt wird.

Da die Aufbringbereiche 28 entlang gerader Aufbringlinien 29 angeordnet ist, von welchen jeder derselben mit einer entsprechenden Pistole 13 entsprechend einer Variation ausgerichtet ist, wird das Adreßsignal "SI" lediglich durch einen Mittelwert "X1M" des Werts "X1" definiert, welcher den Ort der geraden Aufbringlinie 29 und daher der entsprechenden Pistole 13 bestimmt.

Neben einem Verhindern der Zufuhr von nicht geeignet gummierten Zuschnitten 3 stellt dies daher ein schnelles Bestimmen der fehlfunktionierenden Pistole 13 zur Verfügung.

Das beschriebene Verfahren ist insbesondere vorteilhaft, da nur die Anwesenheit von Klebstoff 2 in den Aufbringbereichen 28 bestimmt wird.

Ein Weg einer Verwendung des beschriebenen Verfahrens, welches insbesondere zum Steuern bzw. Regeln des Betriebszustands von Pistolen 13 geeignet ist, wenn die Trommel 9 mit einer besonders hohen Geschwindigkeit bzw. Drehzahl gedreht wird, ist es, einen kleinen Teil von jedem Zuschnitt 3 zu überprüfen, wenn die Zuschnitte 3 an der Detektionsvorstellung 33 vorbei bewegen, und den kleinen Überprüfungsabschnitt, zyklisch für nachfolgende Zuschnitte zu variieren, die sich an der Detektionsvorrichtung 33 vorbei bewegen. D.h., jeder Zuschnitt 3 wird theoretisch in drei Abschnitte "A", "B", "C" unterteilt, die sich parallel zur Längsachse 19 des Zuschnitts 3 erstrecken, und beispielsweise Abschnitten 23, 20, 24 entsprechen, wie dies in 2 gezeigt ist, und jeder der drei Abschnitte wird alleine bzw. nur alle drei aufeinanderfolgenden Zuschnitte überprüft. Dies bedeutet selbstverständlich, daß nicht alle Bereiche 28 überprüft werden und nicht geeignet gummierte Zuschnitte 3 zu der Einheit 5 zugeführt werden können. Nichtsdestotrotz wird in dem Fall, daß eine Düse 17 oder eine Pistole nicht ordnungsgemäß funktioniert und dies nicht detektiert, die Fehlfunktion definitiv detektiert, wenn die nächsten zwei Zuschnitte überprüft werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Detektieren von Klebstoff bzw. Adhäsionsmaterial (2), der auf einen Zuschnitt bzw. Vorform bzw. Rohling (3) aufgebracht wird, aus welchem ein Behälter für Tabakwaren bzw. Tabakgegenstände zu formen ist, wobei der Klebstoff bzw. das Klebermaterial (2) wenigstens eine kontinuierliche Masse (18) von Klebstoff (2) auf einer Seite bzw. Fläche (27) des Zuschnitts (3) ausbildet; wobei das Verfahren die Schritte umfaßt eines Reproduzierens eines Bilds (IMD) von wenigstens einem Teil der Seite (27), umfassend einen ersten Bildabschnitt (IMD1) entsprechend einem Abschnitt der Seite (27), der mit der Masse (18) abgedeckt wird, und einen zweiten Bildabschnitt (IMD2) entsprechend einem Abschnitt der Seite (27), der frei von der Masse (18) ist; eines elektronischen Definierens eines gegebenen Applikations- bzw. Aufbringbereichs (28) in dem Bild (IMD); und eines Emittierens eines Abdecksignals (SR) in Abhängigkeit von dem Abschnitt des Aufbringbereichs (28), der durch den ersten Bildabschnitt (IMD1) eingenommen wird; wobei das Bild (IMD) durch eine Fernsehkamera (35) generiert bzw. erzeugt wird und durch eine Anzahl von Bildpunkten bzw. Pixeln (36) definiert wird, von welchen jeder einem digitalen Wert (VD) und zwei Koordinaten (X, Y) in Abhängigkeit von dem Ort des Bildpunkts (36) in bezug auf das Bild (IMD) zugeordnet wird; wobei das Bild (IMD) ein digitales Bild ist, das von einem analogen Bild (IMA) erhalten wird, welches durch eine Anzahl von Analogwerten (VA) definiert wird, die den Bildpunkten (36) zugewiesen sind; wobei die Analogwerte (VA) durch die Fernsehkamera (35) als eine Funktion einer charakteristischen Helligkeit von jedem Punkt auf der Seite (27) des Zuschnitts (3) emittiert werden; wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch ein Umwandeln des Analogwerts (VA), der jedem Bildpunkt (36) zugewiesen wird, in einen Digitalwert (VD) von 1 oder 0, in Abhängigkeit davon, ob der Analogwert (VA) über oder unter einem gegebenen Schwellwert (VS) liegt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, und umfassend den Schritt eines Emittierens eines Fehlersignals (SE), wenn das Abdecksignal (SR) außerhalb eines gegebenen Bereichs (I) liegt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Seite (27) des Zuschnitts (3) durch eine Lichtquelle (34) erleuchtet bzw. beleuchtet wird, die entlang neben der Fernsehkamera (35) angeordnet wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei nur der Analogwert (VA), der jedem Bildpunkt (36) zugeordnet wird, in dem gegebenen Aufbringbereich (28) umgewandelt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Summe der Anzahl von Bildpunkten (36), die einem digitalen Wert (VD) von 1 zugewiesen werden, bestimmt wird; wobei die Summe den Wert des Abdecksignals (SR) für den gegebenen Aufbringbereich (28) darstellt bzw. repräsentiert.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das Abdecksignal (SR) des Aufbringbereichs (28) einem Adreßsignal (SI) zugewiesen wird, das durch wenigstens einen Mittelwert (X1M; Y1M) der Werte (X1; Y1) der Koordinaten (X; Y) definiert wird, die für den Aufbringbereich (28) charakteristisch sind.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, wobei der Zuschnitt (3) eine Anzahl von bestimmten bzw. getrennten kontinuierlichen Massen (18) aufweist; wobei ein entsprechender Applikations- bzw. Aufbringbereich (28) bestimmt wird und ein entsprechender erster Bildabschnitt (IMD1) für jede kontinuierliche Masse (18) detektiert wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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