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Dokumentenidentifikation DE69831866T2 13.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000987631
Titel Kommunikationssysstem
Anmelder Duaxes Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder NAGOYA, Mitsugu, Tokyo 173-0003, JP
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 69831866
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.05.1998
EP-Aktenzeichen 989218615
WO-Anmeldetag 28.05.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/JP98/02356
WO-Veröffentlichungsnummer 1998055925
WO-Veröffentlichungsdatum 10.12.1998
EP-Offenlegungsdatum 22.03.2000
EP date of grant 12.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse G06F 11/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G01R 31/3185(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem zur Steuerung von Anschlusseinheiten durch Boundary-Scan-Elemente und insbesondere ein Kommunikationssystem, welches schnell Ausgangsdaten von den Anschlusseinheiten übertragen kann.

Ein Boundary-Scan-Testverfahren ist als eins der Prüfverfahren vorgeschlagen worden, wobei eine Mehrzahl von IC-Chips auf einer Platine mit darauf ausgebildeter gedruckter Verdrahtung angeordnet ist, um zu überprüfen ob eine Verbindung zwischen jedem IC-Chip und jeder gedruckten Verdrahtung richtig ausgebildet ist oder nicht und um zu überprüfen, ob eine gedruckte Verdrahtung unterbrochen ist oder nicht.

Dieses Boundary-Scan-Testverfahren kann bei integrierten Schaltungen (IC-Chips), welche Boundary-Scan-Elemente enthalten, angewendet werden. Das Boundary-Scan-Element, zum Beispiel das in 4 dargestellte, weist eine Mehrzahl von Randzellen 114, welche individuell zwischen Eingangs-/Ausgangsanschlüssen einer internen Logik 111 zur Implementierung der inhärenten Funktionen der integrierten Schaltung 110 und Eingangs-/Ausgangsanschlüssen 112/113 der integrierten Schaltung 110 vorhanden sind, eine TAP-Steuerung (TAP-Schaltung) 119 zur Steuerung einer Eingabe und Ausgabe von Daten zu und von den Randzellen 114, einen TDI-Anschluss 120 zur Aufnahme von Testdaten, einen TDO-Anschluss 121 zur Übertragung von Testdaten, einen TCK-Anschluss 122, an welchen ein Taktsignal angelegt wird, und einen TMS-Anschluss 123 zur Aufnahme eines Betriebsartsignals, um die Betriebsart der TAP-Steuerung 119 zu schalten, auf; und es ist, falls es erforderlich ist, darüber hinaus mit einem Überbrückungsregister 115, einem ID-CODE-Register 116, einem Befehlsregister 117, einem TRS-Anschluss 124 zur Aufnahme eines Rücksetzsignals oder Ähnlichem versehen. In diesem Zusammenhang wird das Überbrückungsregister 115 bis zum Befehlsregister 117 als Boundary-Scan-Register (118) bezeichnet.

Um die entsprechenden Anschlüsse oder die Signale, welche durch die entsprechenden Anschlüsse einzustellen/auszugeben sind, im Detail zu beschreiben, ist das TDI (Testdateneingang) ein Signal, um seriell Befehle und Daten einer Testlogik einzugeben, welches bei steigenden Flanken des TCK abgetastet wird. Das TDO (Testdatenausgang) ist ein Signal, um seriell Daten von der Testlogik auszugeben, wobei der Ausgabewert bei fallenden Flanken des TCK wechselt. Der TCK (Testtakt) liefert der Testlogik einen Takt. Er ist ein bestimmter Eingang, um den Einsatz eines seriellen Testdatenpfades unabhängig von dem für die Komponente inhärenten Systemtakt zu aktivieren. Das TMS (Testbetriebsartauswahl) ist ein Signal zur Steuerung des Testbetriebs und wird bei steigenden Flanken des TCK abgetastet. Die TAP-Steuerung decodiert dieses Signal. Das TRST (Test-Reset) ist ein negatives Logiksymbol, um asynchron die TAP-Steuerung zu initialisieren, und ist optional.

Die integrierte Schaltung 110, welche solch ein Boundary-Scan-Element umfasst, kann auf den Betriebszustand davon und auf die Verbindungsbeziehung zwischen dieser integrierten Schaltung 110 und externen Vorrichtungen durch die im Folgenden beschriebenen Verfahren getestet werden.

Zuerst werden, um die Qualität der internen Logik 111 der integrierten Schaltung 110 zu überprüfen, serielle Daten (Testdaten) an dem TDI-Anschluss 120 der integrierten Schaltung 110 angelegt, indem sie eingeschoben werden, und dadurch werden die Testdaten in den entsprechenden Randzellen 114, welche den entsprechenden Eingangsanschlüssen 112 entsprechen, eingestellt. In diesem Zustand wird die integrierte Schaltung 110 betrieben, bevor die Daten, welche in den entsprechenden Randzellen 114 eingestellt werden, die den entsprechenden Ausgangsanschlüssen 113 entsprechen, zur Ausgabe von dem TDO-Anschluss 121 ausgeschoben werden, und auf der Grundlage der entsprechenden Beziehung zwischen den seriellen Daten (Testergebnisdaten), welche erhalten werden, und den Testdaten, welche an diese integrierte Schaltung 110 angelegt werden, wird die interne Logik 111 der integrierten Schaltung 110 auf ihre Qualität getestet.

Das Boundary-Scan-Testverfahren kann auf einer Mehrzahl von integrierten Schaltungen ausgeführt werden, solange die Boundary-Scan-Elemente darin enthalten sind.

Zum Beispiel kann eine Mehrzahl von integrierten Schaltungen 110, welche auf einem Substrat 126 angebracht sind, wie es in 5 dargestellt ist, auch einem Test auf einen Bruch oder Ähnlichem der gedruckten Muster zwischen den integrierten Schaltungen 110 zusammen mit einem Test der integrierten Schaltungen 110 selbst unterzogen werden.

In diesem Fall werden die entsprechenden Boundary-Scan-Elemente, welche in der Vielzahl der integrierten Schaltungen 110 enthalten sind, in Reihe miteinander verbunden. Genauer werden der TDO-Anschluss 121 der ersten integrierten Schaltung 110 (links in der Zeichnung) und der TDI-Anschluss 120 der zweiten integrierten Schaltung 110 (rechts in der Zeichnung) miteinander verbunden, der Ausgangsanschluss 129 einer Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128, welche in einer Hauptcomputereinheit 127 oder ähnlichem vorhanden ist, und der TDI-Anschluss 120 der ersten integrierten Schaltung 110 miteinander verbunden und der Eingangsanschluss 130 der Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 und der TDO-Anschluss 121 der zweiten integrierten Schaltung 110 miteinander verbunden. Die Testverfahren sind wie folgt:

Beim Test eines Bruches, eines Kurzschlusses oder Ähnlichem der gedruckten Muster wird ein Testdatenerstellungswerkzeug 131 oder Ähnliches verwendet, um Testdaten (serielle Daten) zu erstellen, welche von dem Ausgangsanschluss 129 der Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 ausgegeben werden und an den TDI-Anschluss 120 der ersten integrierten Schaltung 110, während geschoben wird, angelegt, wobei die Testdaten in die entsprechenden Randzellen 114, welche den entsprechenden Ausgangsanschlüssen 113 in dieser integrierten Schaltung 110 entsprechen, eingestellt werden. In diesem Zustand werden die Daten, welche in den entsprechenden Randzellen 114 gespeichert sind, von den entsprechenden Ausgangsanschlüssen 113, welche in der ersten integrierten Schaltung 110 vorhanden sind, ausgegeben, wie es in 6 dargestellt ist, und werden durch die entsprechenden gedruckten Muster 133, welche einen Systembus und Ähnliches ausbilden, an die entsprechenden Eingangsanschlüsse 112 der zweiten integrierten Schaltung 110 angelegt und werden weiter in die entsprechenden Randzellen 114, welche diesen entsprechenden Eingangsanschlüssen 112 entsprechen, übernommen.

Anschließend werden die Daten, welche in den entsprechenden Randzellen 114 dieser entsprechenden integrierten Schaltungen 110 gespeichert sind, geschoben und durch die Eingangsanschlüsse 130 der Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 übernommen, wobei sie analysiert werden, indem ein Testergebnisanalysewerkzeug 132 oder Ähnliches verwendet wird, so dass ein Test bezüglich Bruch, Kurzschluss und Ähnlichem in solch einem Testbereich 135, wenn die gedruckten Muster 133 eine Verbindung zwischen den integrierten Schaltungen 110 bereitstellen, durchgeführt werden kann.

Als nächstes werden bei einer Überprüfung der internen Logik 111 der entsprechenden integrierten Schaltungen 110 Testdaten von dem Ausgangsanschluss 129 der Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 ausgegeben und an den TDI-Anschluss 120 der ersten integrierten Schaltung 110 angelegt, indem sie geschoben werden, um so die entsprechenden Randzellen 114, welche den entsprechenden Eingangsanschlüssen 112 dieser integrierten Schaltung 110 entsprechen, einzustellen, wie es in 8 dargestellt ist.

Darauf folgend wird diese integrierte Schaltung 110 betrieben und die sich ergebenden Daten werden in die entsprechenden Randzellen 114, welche den entsprechenden Ausgangsanschlüssen 113 entsprechen, übernommen, bevor die Daten, welche in diesen entsprechenden Randzellen 114 gespeichert sind, geschoben werden, um von dem TDO-Anschluss 121 der ersten integrierten Schaltung 110 ausgegeben zu werden. Dabei wird die zweite integrierte Schaltung 110 durch die Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 in einen Überbrückungszustand gebracht, wie es in 7 dargestellt ist, so dass die Daten, welche von dem TDO-Anschluss 121 ausgegeben werden, durch die zweite integrierte Schaltung 110 hindurch laufen und durch den Eingangsanschluss 130 der Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 übernommen werden. Dann kann das Testanalysewerkzeug 132 oder Ähnliches zur Analyse der übernommenen Daten verwendet werden, um zu testen, ob die erste integrierte Schaltung 110 richtig arbeitet oder nicht.

Als nächstes bringt die Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 für den Fall einer Überprüfung der zweiten integrierten Schaltung 110 in ähnlicher Weise die erste integrierte Schaltung 110 in einen Überbrückungszustand, wie es in 7 dargestellt ist, bevor Testdaten von dem Ausgangsanschluss 129 der Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 ausgegeben und durch die erste integrierte Schaltung 110 hindurch geleitet werden. Dann werden die Testdaten an den TDI-Anschluss 120 der zweiten integrierten Schaltung 110 angelegt, während geschoben wird, um die entsprechenden Randzellen 114, welche den entsprechenden Eingangsanschlüssen 112 dieser integrierten Schaltung 110 entsprechen, einzustellen, wie es in 8 dargestellt ist. Darauf folgend wird diese integrierte Schaltung 110 betrieben und die sich ergebenden Daten werden in die entsprechenden Randzellen 114, welche den entsprechenden Ausgangsanschlüssen 113 entsprechen, übernommen. Danach werden die Daten, welche in den entsprechenden Randzellen 114 gespeichert sind, geschoben, um von dem TDO-Anschluss 121 ausgegeben zu werden und werden weiter durch den Eingangsanschluss 130 der Boundary-Scan-Steuerbaugruppe 128 übernommen. Dann werden die übernommenen Daten analysiert, indem das Testergebnisanalysewerkzeug 132 oder Ähnliches verwendet wird, um so zu testen, ob die zweite integrierte Schaltung 110 richtig arbeitet oder nicht.

Auf diese Weise kann ein Substrat 126, solange integrierte Schaltungen 110 verwendet werden, welche Boundary-Scan-Schaltungen umfassen, bezüglich der Qualität der entsprechenden integrierten Schaltungen 110 selbst und auf die Verbindungsbeziehung zwischen den integrierten Schaltungen 110 und Ähnliches getestet werden, indem das Boundary-Scan-Testverfahren durchgeführt wird.

Nun wurde durch den vorliegenden Erfinder herausgefunden, dass, wenn integrierte Schaltungen, welche solche Boundary-Scan-Elemente umfassen, verwendet werden, um das Substrat oder Ähnliches eines Sensormoduls auszubilden, eine Eingabe und Ausgabe von seriellen Daten zu oder von den entsprechenden integrierten Schaltungen, welche auf dem Substrat 126 angebracht sind, mit einer Rate in der Größenordnung von 20 Mbps ohne den Einsatz von integrierten Kommunikationsschaltungen oder Ähnlichem durchgeführt werden kann.

Dann wurde ein Kommunikationssystem vorgeschlagen, welches die Boundary-Scan-Elemente verwendet, um eine Kommunikation mit Hauptcomputereinheiten und Ähnlichem ohne den Einsatz von Kommunikationsvorrichtungen auszuführen.

9 ist ein Blockdiagramm, welches ein Beispiel des Kommunikationssystems darstellt, bei welchem die Boundary-Scan-Elemente verwendet werden.

Das Kommunikationssystem 140, welches in dieser Figur dargestellt ist, umfasst:

eine Kommunikationssteuervorrichtung 141, um die Übertragung von Steuerdaten, die Auswahl von erfassten Daten und Ähnliches auszuführen; eine Mehrzahl von Sensoreinheiten 142a142c, um die Überwachung eines zu beobachtenden Objektes auszuführen; eine Mehrzahl von Boundary-Scan-Elementen 143a143c, welche für jede dieser Sensoreinheiten 142a142c vorhanden sind, wobei die Boundary-Scan-Elemente eine solche Verarbeitung ausführen, wie ein Übernehmen der Steuerdaten, welche von der Kommunikationssteuervorrichtung 141 ausgegeben werden, um dieselben den entsprechenden Sensoreinheiten 142a142c zuzuführen und ein Übernehmen der erfassten Daten oder Ähnlichem, welche von diesen entsprechenden Sensoreinheiten 142a142c ausgegeben werden, um dieselben der vorher erwähnten Kommunikationssteuervorrichtung 141 zuzuführen;

und Kommunikationsleitungen 144, um eine Verbindung zwischen jedem dieser Boundary-Scan-Elemente 143a143c und der vorher erwähnten Kommunikationssteuervorrichtung 141 bereitzustellen. Die Boundary-Scan-Elemente sind in Reihe mit der Kommunikationssteuervorrichtung 141 verbunden. Genauer ist die Verbindung in solch einer Weise ausgebildet, dass der Ausgangsanschluss 141a der Kommunikationssteuervorrichtung 141 mit dem TDI-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 143a verbunden ist, der TDO-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 143a mit dem TDI-Anschluss des nächsten Boundary-Scan-Elements 143b verbunden ist und so weiter und der TDO-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 143c mit dem Eingangsanschluss 141b der Kommunikationssteuervorrichtung 141 verbunden ist.

Die Funktion dieses Kommunikationssystems 140 ist wie folgt:

Die entsprechenden Boundary-Scan-Elemente 143a143c arbeiten synchron mit dem Taktsignal, welches von dem TCK-Anschluss 141d der Kommunikationssteuervorrichtung 141 übertragen wird, und die Betriebsart jeder TAP-Steuerung wird durch das TMS-Signal, welches von dem TMS-Anschluss 141c der Kommunikationssteuervorrichtung 141 übertragen wird, geschaltet.

Nun werden, indem die entsprechenden Sensoreinheiten 142a142c gemäß dem Befehl von der Hauptcomputereinheit 145 angesteuert werden, Steuerdaten (serielle Daten) von dem Ausgangsanschluss 141a der Kommunikationssteuervorrichtung 141 ausgegeben und den entsprechenden Boundary-Scan-Elementen 143a143c zugeführt und in den Randzellen, welche den Ausgangsanschlüssen entsprechen, eingestellt. Dann werden die Steuerdaten von den Ausgangsanschlüssen ausgegeben und den entsprechenden Sensoreinheiten 142a142c, welche den entsprechenden Boundary-Scan-Elementen 143a143c entsprechen, zugeführt, wodurch diese Einheiten angesteuert werden.

Darüber hinaus werden, wenn die erfassten Daten von den entsprechenden Sensoreinheiten 142a142c gemäß der Anweisung von der Hauptcomputereinheit 145 aufgesammelt sind, die erfassten Daten der entsprechenden Sensoreinheiten 142a142c einmal in den entsprechenden Randzellen, welche den Eingangsanschlüssen der entsprechenden Boundary-Scan-Elementen 143a143c entsprechen; eingestellt. Dann werden sie als serielle Daten von den TDO-Anschlüssen ausgegeben und durch den Eingangsanschluss 141b der Kommunikationssteuervorrichtung 141 übernommen.

Solch ein Kommunikationssystem 140 kann, wenn Steuerdaten in die entsprechenden Boundary-Scan-Elemente 143a143c eingestellt werden oder wenn die erfassten Daten von den entsprechenden Boundary-Scan-Elementen 143a143c ausgegeben werden, auf eine Datenübertragungsrate von 20 Mbps maximiert werden, wodurch die Übertragung von Kommunikationsdaten bei höheren Raten als denjenigen von herkömmlichen Kommunikationssystemen ermöglicht wird.

Die EP 388790 offenbart ein Boundary-Scan-System, wobei unterschiedliche Anschlusseinheiten parallel mit der Kommunikationssteuerung verbunden sind.

Das vorab beschriebene Kommunikationssystem besitzt jedoch ein Problem, dass, wenn die erfassten Daten der Anschlusseinheiten, wie z.B. Sensoreinheiten, welche mit den Boundary-Scan-Elementen verbunden sind, gewaltig sind, wie z.B. bei Bildsignalen oder Ähnlichem, ein Abfall in der Übertragungsrate unbestreitbar ist und der Effekt der hohen Datenübertragungsrate, welcher durch die Anwendung der Boundary-Scan-Elemente als Kommunikationselemente erzielt wird, nicht ausreichend zur Geltung gebracht wird.

Da darüber hinaus die Boundary-Scan-Elemente Information nur in der Form von digitalen Signalen anlegen und ausgeben können, gibt es ein Problem, dass sie keine Information in einer analogen Signalform übernehmen können.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Kommunikationssystem bereitzustellen, welches Daten von Anschlusseinheiten bei höheren Raten übertragen kann.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Kommunikationssystem bereitzustellen, welches analoge Signale von Anschlusseinheiten mit höheren Raten übertragen kann.

Die Kommunikationssteuerung steuert die Anschlusseinheiten, indem Steuerdaten durch die Boundary-Scan-Elemente dorthin übertragen werden. Dann werden Daten, welche durch die Anschlusseinheiten erhalten werden, durch die Datenkommunikationsleitung ohne die dazwischenliegenden Boundary-Scan-Elemente direkt zu der Kommunikationssteuerung übertragen.

Dies ermöglicht die hohe Übertragungsrate von Daten, auch wenn die Ausgangsdaten der Anschlusseinheiten gewaltig sind und ermöglicht die Übertragung der Ausgangsdaten, auch wenn es sich um analoge Signale handelt.

Darüber hinaus werden die Ausgangsdaten durch eine einzige Datenkommunikationsleitung übertragen, so dass eine Verdrahtung des Systems vereinfacht ist. Zusätzlich werden die Boundary-Scan-Elemente synchron gesteuert, so dass, wenn die entsprechenden Anschlusseinheiten derart geschaltet sind, dass sie ihre Ausgangsdaten durch die Datenkommunikationsleitung übertragen, ein kleiner Zeitabstand zwischen den Ausgangsdaten erzeugt wird und eine Behinderung dazwischen vermieden wird.

Bei der vorliegenden Erfindung umfassen die Anschlusseinheiten verschiedene Sensoreinheiten, wie z.B. Beobachtungskameraeinheiten, und die Ausgangsdaten umfassen die erfassten Daten der Sensoreinheiten, wie z.B. Bewegtbildsignale und Standbildsignale.

Die Steuerdaten umfassen nicht nur die Daten, welche zu den Anschlusseinheiten übertragen werden, um die Anschlusseinheiten zu steuern, sondern auch die Zustandsdaten und Ähnliches der Anschlusseinheiten, welche von den Anschlusseinheiten zurück übertragen werden müssen.

Die Boundary-Scan-Elemente umfassen nicht nur unabhängige, getrennte Baugruppen, sondern auch solche, welche in anderen ICs enthalten sind. Darüber hinaus repräsentieren die Eingangsanschlüsse und Ausgangsanschlüsse für den Fall, dass jedes der Boundary-Scan-Elemente eine unabhängige Baugruppe ist, die Eingangsanschlüsse und Ausgangsanschlüsse davon und repräsentieren in dem Fall, dass die Boundary-Scan-Elemente in anderen ICs enthalten sind, die Eingangsanschlüsse und Ausgangsanschlüsse der ICs. Dann sind die vorher erwähnten Ausgangsanschlüsse bzw. die vorher erwähnten Eingangsanschlüsse mit den Eingangsanschlüssen bzw. den Ausgangsanschlüssen der Anschlusseinheiten derart verbunden, dass die Daten der Randzellen an die Anschlusseinheiten ausgegeben und die Daten umgekehrt an die Randzellen angelegt werden.

Darüber hinaus kann das vorab beschriebene Kommunikationssystem derart bereitgestellt werden, dass: die Ausgangsdaten analoge Signale sind; und ein analoger Signalprozessor zur Verarbeitung der Ausgangsdaten zwischen der Kommunikationssteuerung und der Kommunikationsleitung (Anspruch 2) vorhanden ist. Bei dieser Erfindung kann das Vorhandensein des vorher erwähnten analogen Signalprozessors die Belastung der Kommunikationssteuerung derart erleichtern, dass die Verarbeitung der analogen Signale rasch erfolgt.

Darüber hinaus wird das vorab beschriebene Kommunikationssystem derart bereitgestellt, dass: die Randzellen eine Mehrzahl von eingangsanschlussseitigen Randzellen, welche in Reihe verbunden sind und individuell den entsprechenden Eingangsanschlüssen zugewiesen sind, und eine Mehrzahl von ausgangsanschlussseitigen Randzellen, welche in Reihe verbunden sind und individuell den entsprechenden Ausgangsanschlüssen zugewiesen sind, umfassen; und die eingangsanschlussseitigen Randzellen und die vorher erwähnten ausgangsanschlussseitigen Randzellen parallel zwischen dem TDI-Anschluss und dem TDO-Anschluss parallel verbunden sind (Anspruch 3).

Die Randzellen sind nicht in herkömmlicher Weise alle in Reihe gekoppelt, sondern sind in die eingangsanschlussseitigen Randzellen, welche den Eingangsanschlüssen zugewiesen sind, und die ausgangsanschlussseitigen Randzellen, welche den Ausgangsanschlüssen zugewiesen sind, geteilt, welche parallel zwischen dem TDI-Anschluss und dem TDO-Anschluss verbunden sind. Dementsprechend kann, zum Beispiel, wenn Daten von dem TDI-Anschluss in den ausgangsseitigen Randzellen eingestellt werden, eine direkte Übertragung der Daten zu den ausgangsseitigen Randzellen ohne die dazwischenliegenden vorher erwähnten eingangsanschlussseitigen Randzellen vorgenommen werden, was weiter die hohe Datenübertragungsrate zwischen den Boundary-Scan-Elementen und der Kommunikationssteuerung oder den Anschlusseinheiten bewirkt.

1 ist ein Blockdiagramm, welches eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems darstellt;

2 ist ein Blockdiagramm, welches eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems darstellt;

3 ist ein Blockdiagramm des Boundary-Scan-Elements 11a11c in 2;

4 ist ein Blockdiagramm eines herkömmlichen Boundary-Scan-Elements;

5 ist ein Blockdiagramm, welches ein Beispiel eines Boundary-Scan-Tests darstellt, wobei die in 4 dargestellten Boundary-Scan-Elemente verwendet werden;

6 ist eine schematische Darstellung, welche ein Beispiel eines Boundary-Scan-Tests darstellt, wobei die in 4 dargestellten Boundary-Scan-Elemente verwendet werden;

7 ist eine schematische Darstellung, welche ein Beispiel eines Boundary-Scan-Tests darstellt, wobei die in 4 dargestellten Boundary-Scan-Elemente verwendet werden;

8 ist eine schematische Darstellung, welche ein Beispiel eines Boundary-Scan-Tests darstellt, wobei die in 4 dargestellten Boundary-Scan-Elemente verwendet werden; und

9 ist ein Blockdiagramm, welches ein Beispiel eines herkömmlichen Kommunikationssystems darstellt, bei welchem Boundary-Scan-Elemente verwendet werden.

Konfiguration einer ersten Ausführungsform

1 ist ein Blockdiagramm, welches eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems darstellt.

Das in dieser Figur dargestellte Kommunikationssystem 1a umfasst eine Mehrzahl von Boundary-Scan-Elementen 4a4c, Beobachtungskameraeinheiten (Anschlusseinheiten) 6a6c, welche durch Latchschaltkreise 5a5c mit den entsprechenden Boundary-Scan-Elementen 4a4c verbunden sind, eine Kommunikationssteuervorrichtung 3, um die Beobachtungskameraeinheiten 6a6c durch die Boundary-Scan-Elemente 4a4c zu steuern, eine einzige analoge Kommunikationsleitung (Datenkommunikationsleitung) 10, durch welche Bildsignale der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c übertragen werden, und eine analoge Signalverarbeitungseinheit 7, um die Bildsignale, welche von der analogen Kommunikationsleitung 10 übertragen werden, aufzunehmen; darüber hinaus ist eine Betriebsartschaltvorrichtung 2 mit der Kommunikationssteuervorrichtung 3 verbunden und eine Anzeigevorrichtung 8 ist mit der analogen Signalverarbeitungseinheit 7 verbunden, um die Bildsignale, welche von den Beobachtungskameraeinheiten 6a6c ausgegeben werden, anzuzeigen.

Die Boundary-Scan-Elemente 4a4c haben dieselbe Konfiguration, wie diejenige, welche in 4 dargestellt ist, und sind in Reihe mit der Kommunikationssteuervorrichtung 3 verbunden. Genauer ist der Ausgangsanschluss 3a der Kommunikationssteuervorrichtung 3 mit dem TDI-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 4c verbunden, der TDO-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 4c ist mit dem TDI-Anschluss des nächsten Boundary-Scan-Elements 4b verbunden, und der TDO-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 4b ist in ähnlicher Weise mit dem TDI-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 4a verbunden. Schließlich ist der TDO-Anschluss des Boundary-Scan-Elements 4a mit dem Eingangsanschluss 3b der Kommunikationssteuervorrichtung 3 verbunden. Dementsprechend werden die Daten, welche den Boundary-Scan-Elementen 4a4c zugeführt werden oder die Daten, welche von den Boundary-Scan-Elementen 4a4c ausgegeben werden, immer in die Richtung von den Boundary-Scan-Elementen 4c zu 4a übertragen.

Darüber hinaus wird der TCK-Anschluss bzw. der TMS-Anschluss jedes Boundary-Scan-Elements 4a4c mit einem Taktsignal bzw. einem Betriebsartsignal von der Kommunikationssteuervorrichtung 3 versorgt, und dadurch arbeiten die entsprechenden Boundary-Scan-Elemente 4a4c synchron.

Die Eingangsanschlüsse bzw. Ausgangsanschlüsse (nicht dargestellt) der Boundary-Scan-Elemente 4a4c sind mit den entsprechenden Latchschaltkreisen 5a5c verbunden. Steuerdaten, welche in den Randzellen eingestellt sind, werden durch die entsprechenden Latchschaltkreise 5a5c an die entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c ausgegeben und die Zustandsdaten der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c, z.B. Daten, welche anzeigen, ob der Beobachtungsvorgang in Aktion ist oder nicht, Daten, welche die Richtung einer Beobachtung anzeigen, und Daten, welche die Größe der Aufnahmelinse anzeigen, werden durch die Latchschaltkreise 5a5c an die Randzellen angelegt.

Die Beobachtungskameraeinheiten 6a6c sind an Positionen angeordnet, welche zu beobachtenden Objekten entsprechen, führen die Aufnahme der zu beobachteten Objekte aus während die Aufnahmerichtungen und die Größe der Aufnahmelinse gemäß der Steuerdaten gewechselt werden, welche von den entsprechenden Latchschaltkreisen 5a5c ausgegeben werden, und übertragen die Aufnahmebedingungen und Ähnliches als die Zustandsdaten zu den entsprechenden Latchschaltkreisen 5a5c zurück. Zusätzlich übertragen die Beobachtungskameraeinheiten 6a6c die Bildsignale, welche durch die Aufnahme erhalten werden, direkt auf die analoge Kommunikationsleitung 10 ohne die dazwischenliegenden Latchschaltkreise 5a5c.

Die Kommunikationssteuervorrichtung 3 umfasst Hardware-Schaltungen, Mikroprozessor-Schaltungen und Ähnliches und überträgt Steuerdaten gemäß Auswahlanzeigedaten, welche von der Betriebsartschaltvorrichtung 2 ausgegeben werden, zu den entsprechenden Boundary-Scan-Elementen 4a4c, wodurch die Beobachtungskameraeinheiten 6a6c gesteuert werden. Sie empfängt auch die Zustandsdaten von jedem Boundary-Scan-Element 4a4c und analysiert dieselben, um zu überprüfen, ob die Beobachtungskameraeinheiten 6a6c normal funktionieren oder nicht oder Ähnliches. Darüber hinaus steuert sie die analoge Signalverarbeitungseinheit 7 gemäß der Auswahlanzeigedaten, welche von der Betriebsartschaltvorrichtung 2 ausgegeben werden, so dass die Bildsignale, welche von der analogen Kommunikationsleitung 10 übertragen werden, auf der Anzeigevorrichtung 8 dargestellt werden.

Die analoge Kommunikationsleitung 10 ist aus einem Koaxialkabel und Ähnlichem zusammengesetzt und ist zwischen dem analogen Signaleingangsanschluss der analogen Signalverarbeitungseinrichtung 7 und den analogen Signalausgangsanschlüssen der entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c parallel verbunden. Und sie nimmt auch ein Bildsignal, welches von irgendeiner der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c ausgegeben wird, auf und überträgt dasselbe zu dem analogen Signaleingangsanschluss der analogen Signalverarbeitungseinrichtung 7.

Die analoge Signalverarbeitungseinheit 7 umfasst eine analoge Signaleingangsschaltung zur Aufnahme eines Bildsignals, eine analoge Signalverarbeitungsschaltung, um eine bestimmte Bildverarbeitung auf dem Bildsignal durchzuführen, welches durch diese analoge Signaleingangsschaltung aufgenommen ist, eine Bildsignalausgangsschaltung, um das Bildsignal, welches durch diese analoge Signalverarbeitungsschaltung bildverarbeitet ist, in der Form eines analogen Signals oder in der Form eines digitalen Signals auszugeben, und eine Steuerschaltung, um diese Schaltungen gemäß Betriebsartanzeigesignalen von der Kommunikationssteuervorrichtung 3 zu steuern, und Ähnliches.

Gemäß Anweisungen, welche von der Kommunikationssteuervorrichtung 3 ausgegeben werden, übernimmt diese analoge Signalverarbeitungseinheit 7 ein Bildsignal, welches durch die analoge Kommunikationsleitung 10 zugeführt wird, und überlagert dieses mit einem Zustandsbestimmungsergebnis und Ähnlichem der entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c, welches von der Kommunikationssteuereinheit 3 zugeführt wird, bevor dasselbe der Anzeigevorrichtung 8 in einer bestimmten Signalform, entweder der analogen Signalform oder der digitalen Signalform, zugeführt wird.

Die Betriebsartschaltvorrichtung 2 weist eine Mehrzahl von Druckknopfschaltern und Ähnliches auf, um Auswahlanzeigedaten und Ähnliches zu erzeugen, um die Beobachtungskameraeinheiten 6a6c und Ähnliches gemäß dem Betriebsinhalt der entsprechenden Druckknopfschalter auszuwählen und führt dieselben der vorab erwähnten Kommunikationssteuervorrichtung 3 zu. Eine Bedienperson kann diese Betriebsartschaltvorrichtung 2 bedienen, damit das Kommunikationssystem 1a eine bestimmte Verarbeitung ausführt.

Die Anzeigevorrichtung 8 wird aus einer CRT-Einheit, einer Flüssigkeitskristallanzeigeeinheit oder Ähnlichem gebildet, was eine Anzeigekapazität aufweist, die erforderlich ist, um Bilder der zu beobachtenden Objekte anzuzeigen und übernimmt das Bildsignal in der analogen Signalform oder das Bildsignal in der digitalen Signalform, welches von der analogen Signalverarbeitungseinheit 7 ausgegeben wird, um das Bild, welches durch dieses Bildsignal dargestellt wird, anzuzeigen.

Betrieb einer ersten Ausführungsform

Im Folgenden wird mit Bezug auf das in 1 dargestellte Blockdiagramm der Betrieb des Kommunikationssystems 1a im Detail beschrieben. Das Kommunikationssystem 1a kann manuell geschaltet werden, um das Bild und Ähnliches jeder gewünschten Beobachtungskameraeinheit 6a6c anzuzeigen, und kann automatisch geschaltet werden, um das Bild und Ähnliches der entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c nacheinander anzuzeigen.

Manueller Schaltvorgang der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c

Wenn manuelle Auswahlanzeigedaten von der Betriebsartschaltvorrichtung 2 zu der Kommunikationssteuervorrichtung 3 übertragen werden, erstellt die Kommunikationssteuervorrichtung 3 Steuerdaten, welche erforderlich sind, um eine der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c, welche durch die manuellen Auswahlanzeigedaten bestimmt ist, einzuschalten und die anderen Beobachtungskameraeinheiten 6a6c abzuschalten. Diese Steuerdaten werden dann durch die Kommunikationsleitungen 9 übertragen und in den Randzellen an den Ausgangsseiten der entsprechenden Boundary-Scan-Elemente 4a4c eingestellt.

Gleichzeitig wird von der Kommunikationssteuervorrichtung 3 ein Betriebsartanzeigesignal an die analoge Signalverarbeitungseinheit 7 ausgegeben, welches eine Aufnahmebefehl für ein Bildsignal anzeigt, welches die analoge Signalverarbeitungseinheit 7 fertig für den Aufnahmevorgang von Bildsignalen macht.

Als nächstes werden, wenn ein Betriebsartsignal, welches einen Ausgabebefehl für Steuerdaten anzeigt, von dem TMS-Anschluss 3c der Kommunikationssteuervorrichtung 3 ausgegeben wird, die Steuerdaten, welche in den Randzellen auf den Ausgangsseiten der entsprechenden Boundary-Scan-Elemente 4a4c eingestellt sind, zu den entsprechenden Latchschaltkreisen 5a5c ausgegeben und weiter zu den entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c übertragen. Gemäß dem Inhalt der empfangenen Steuerdaten erkennt jede Beobachtungskameraeinheit 6a6c, ob eine Signalausgabeerlaubnis erteilt ist oder nicht, und nur eine der Beobachtungskameraeinheiten, z.B. die Beobachtungskameraeinheit 6c überträgt ihr Bildsignal auf die analoge Kommunikationsleitung 10. Das übertragene Bildsignal wird in die analoge Signalverarbeitungseinheit 7 übernommen und weiter wird ein Bild gemäß diesem Bildsignal auf der Anzeigevorrichtung 8 angezeigt.

Anschließend behalten die Beobachtungskameraeinheiten 6a-6c ihre Zustände, bis die Betriebsartschaltvorrichtung 2 bedient wird; und wenn die andere Beobachtungskameraeinheit 6a oder 6b ausgewählt wird, werden die manuellen Auswahlanzeigedaten neu erstellt und das Bild der ausgewählten Beobachtungskameraeinheit 6a6c wird durch die vorab beschriebenen Verfahren auf der Anzeige 8 angezeigt.

Automatischer Schaltvorgang der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c

Wenn automatische Auswahlanzeigedaten von der Betriebsartschaltvorrichtung 2 zu der Kommunikationssteuervorrichtung 3 übertragen werden, erstellt die Kommunikationssteuervorrichtung 3 Steuerdaten, welche erforderlich sind, um eine der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c einzuschalten und die anderen Beobachtungskameraeinheiten 6a6c abzuschalten. Dies folgt demselben Verfahren wie demjenigen, bei dem vorab beschriebenen anfänglichen Schaltvorgang, so dass das Bild der ausgewählten Beobachtungskameraeinheit, z.B. 6a, auf der Anzeige 8 angezeigt wird.

Dann erstellt nach Ablauf einer bestimmten vorher festgesetzten Zeit die Kommunikationssteuervorrichtung 3 Steuerdaten, welche erforderlich sind, um die Beobachtungskameraeinheit 6b einzuschalten, welche der anfangs ausgewählten Beobachtungskameraeinheit 6a folgt, und schaltet die anderen Beobachtungskameraeinheiten 6a und 6c ab. Diese Steuerdaten werden durch die Kommunikationsleitungen 9 übertragen und das Bild der Beobachtungskameraeinheit 6b wird durch dasselbe Verfahren, wie bei dem vorab beschriebenen Fall, auf der Anzeige 8 angezeigt.

Danach werden die Auswahlvorgänge für die entsprechenden vorab beschriebenen Beobachtungskameraeinheiten 6a6c bei jedem Ablauf der vorher festgesetzten bestimmten Zeit zyklisch wiederholt, so dass die Bilder, welche durch die entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c erhalten werden, nacheinander auf der Anzeigevorrichtung 8 angezeigt werden.

Zustandserfassungsvorgang der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c

Dabei werden parallel zu dem manuell/automatisch geschalteten Bildannahmevorgang oder dem Bildanzeigevorgang der entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c, was vorab beschrieben ist, Zustandsdaten, welche den Betriebszustand und Ähnliches anzeigen, von den entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c ausgegeben. Diese Zustandsdaten werden durch die entsprechenden Latchschaltkreise 55c gespeichert, bevor sie zu den Eingangsanschlüssen der entsprechenden Boundary-Scan-Elemente 4a4c übertragen und in den Randzellen eingestellt werden.

Anschließend werden, wenn ein TMS-Signal, welches eine Leseanweisung anzeigt, von dem TMS-Anschluss 3c der Kommunikationssteuervorrichtung 3 ausgegeben wird, die Zustandsdaten, welche in den Randzellen eingestellt sind, seriell von den TDO-Anschlüssen übertragen und dem Eingangsanschluss 3b der Kommunikationssteuervorrichtung 3 zugeführt.

Die Kommunikationssteuervorrichtung 3 analysiert die empfangenen Zustandsdaten und beurteilt an Hand der Aufnahmebedingungen der entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c, ob die entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c normal funktionieren oder nicht, ob die Kommunikationsleitungen 9 oder Ähnliches unterbrochen sind oder nicht oder Ähnliches. Diese entsprechenden erfassten Ergebnisse und entsprechenden Beurteilungsergebnisse können auch durch die analoge Signalverarbeitungseinheit 7 auf der Anzeigevorrichtung 8 dargestellt werden.

Ergebnis der ersten Ausführungsform

Wie bei der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben worden ist, werden die Bildsignale, welche von den Beobachtungskameraeinheiten 6a6c übertragen werden, durch die analoge Kommunikationsleitung 10 ohne die dazwischenliegenden Boundary-Scan-Elemente 4a4c direkt zu der analogen Signalverarbeitungseinheit 7 übertragen. Dies ermöglicht die hohe Rate einer Übertragung und Verarbeitung von Bildsignalen, ohne dass das Ergebnis der hohen Übertragungsdatenrate aufgrund der Verwendung der Boundary-Scan-Elemente 4a4c beeinträchtigt wird. Darüber hinaus können die Bildsignale der Vielzahl der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c durch eine einzige analoge Kommunikationsleitung 10 übertragen werden, was zu einer einfachen Verdrahtung führt; zusätzlich vermeidet das synchrone Arbeiten der Boundary-Scan-Elemente den Zeitverzug und eine Beeinträchtigung der Bildsignale beim Umschalten der Beobachtungskameraeinheiten 6a6c.

Konfiguration einer zweiten Ausführungsform

2 ist ein Blockdiagramm, welches eine zweite Ausführungsform des Kommunikationssystems gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt.

Der Unterschied zwischen dem Kommunikationssystem 1b, welches in dieser Figur dargestellt ist, und dem Kommunikationssystem 1a, welches in 1 dargestellt ist, besteht darin, dass speziell entworfene Boundary-Scan-Elemente 11a11c anstelle der Boundary-Scan-Elemente mit der in 4 dargestellten Ausbildung verwendet werden; dies realisiert die Steigerung der Übertragung der Steuerdaten und Ähnliches. Andere Konfigurationen und Funktionen sind dieselben, wie diejenigen des Kommunikationssystems 1a; und dieselben Teile sind in 2 mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Im Folgenden wird eine konkrete Beschreibung der Boundary-Scan-Elemente 11a11c vorgenommen.

Wie in 3 dargestellt ist, ist jedes Boundary-Scan-Element 11a11c in einem Chipgehäuse 12 als eine einzelne Baugruppe enthalten und umfasst, in ähnlicher Weise wie das in 4 dargestellte Boundary-Scan-Element, Randzellen 19 und 20, eine TAP-Steuerung 25, um den Eingang und Ausgang von Daten zu und von den Randzellen 19 und 20 zu steuern, einen TDI-Anschluss 14, um serielle Daten aufzunehmen, einen TDO-Anschluss 15, um serielle Daten zu übertragen, einen TCK-Anschluss 17, an welchen ein Taktsignal angelegt wird, und einen TMS-Anschluss 16, um ein Betriebsartsignal aufzunehmen, um die Betriebsart der TAP-Steuerung 25 zu schalten; und es ist, wenn es erforderlich ist, mit einem Überbrückungsregister 21, einem ID-CODE-Register 22, einem Befehlsregister 23 und Ähnlichem (Boundary-Scan-Register 24) versehen.

Bei den Boundary-Scan-Elementen 11a11c der 3 sind jedoch die Randzellen 19 und 20 nicht in Reihe verbunden und sind in Ausgangszellen (ausgangsseitige Randzellen) 20 und Eingangszellen (eingangsseitige Randzellen) 19, welche den Ausgangsanschlüssen 18 bzw. Eingangsanschlüssen 13, die auf dem Äußeren des Chipgehäuses 12 angeordnet sind, entsprechen. Die Eingangszellen 19 und die Ausgangszellen 20 sind individuell in Reihe verbunden und sind parallel zwischen dem TDI-Anschluss 14 und dem TDO-Anschluss 15 verbunden.

Dann, bei einer speziellen Betriebsart, weisen die Boundary-Scan-Elemente 11a11c eine Betriebsart auf, in welcher entweder die Eingangszellen 19 oder die Ausgangszellen 20 allein in ihre betriebsbereiten Zustände und die anderen in ihre nicht betriebsbereiten Zustände gebracht werden.

Dadurch werden, wenn die entsprechenden Eingangszellen 19 in ihre betriebsbereiten Zustände versetzt sind, die Zustandsdaten und Ähnliches, welche durch die entsprechenden Eingangsanschlüsse 13 in die entsprechenden Eingangszellen 19 aufgenommen sind, direkt von dem TDO-Anschluss 15 ausgegeben, ohne durch die Ausgangszellen 20 geschoben zu werden, wie es herkömmlicherweise der Fall ist.

Darüber hinaus können, wenn die entsprechenden Ausgangszellen 20 in ihren betriebsbereiten Zuständen sind, die Steuerdaten und Ähnliches, welche durch den TDI-Anschluss 14 angelegt werden, in die entsprechenden Ausgangszellen 20 geschoben und direkt eingestellt werden und von den entsprechenden Ausgangsanschlüssen 18 nach außen ausgegeben werden, ohne durch die Eingangszellen 19, wie es herkömmlicherweise der Fall ist, geschoben zu werden.

Durch die Verwendung der Betriebsart, welche inhärent bei dem vorab beschriebenen Boundary-Scan-Elementen 11a11c vorhanden ist, wird das Kommunikationssystem 1b, welches aus solchen Boundary-Scan-Elementen 11a11c zusammengesetzt ist, weiter bezüglich der Datenübertragungsrate zwischen der Kommunikationssteuervorrichtung 3 und den entsprechenden Boundary-Scan-Elementen 11a11c im Vergleich mit dem vorab beschriebenen Kommunikationssystem 1a verbessert.

Andere Ausführungsformen

Darüber hinaus können, während bei der ersten und der zweiten vorab beschriebenen Ausführungsform die Bildsignale in der analogen Signalform von den entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c ausgegeben und durch die analoge Kommunikationsleitung 10 an die analoge Signalverarbeitungseinheit 7 angelegt werden, die Bildsignale in der digitalen Signalform von den entsprechenden Beobachtungskameraeinheiten 6a6c ausgegeben und durch eine digitale Kommunikationsleitung (oder einen Bus, ein optisches Faserkabel oder Ähnliches) an eine digitale Signalverarbeitungseinheit angelegt werden.

Zusätzlich können, während bei der ersten und der zweiten vorab beschriebenen Ausführungsform die Beobachtungskameraeinheiten 6a6c als die Anschlusseinheiten der Kommunikationssysteme 1a und 1b gesteuert werden, andere Anschlusseinheiten, z.B. eine Messvorrichtung, um physikalische Werte der zu beobachtenden Objekte zu messen, eine individuelle Computereinheit bei einer verteilten Anordnung und Ähnliches, gesteuert werden, um eine Messung, Verarbeitungsergebnisse und Ähnliches aufzusammeln, was von diesen entsprechenden Vorrichtungen und der entsprechenden Computereinheit ausgegeben wird.


Anspruch[de]
  1. Kommunikationssystem umfassend:

    eine Vielzahl von Boundary-Scan-Elementen (4a, 4b, 4c; 11a, 11b, 11c), welche Eingangs- und Ausgangsanschlüsse beinhalten, eine Vielzahl von Randzellen (19, 20), welche einzeln entsprechenden Eingangsanschlüssen und Ausgangsanschlüssen (13, 18) zugeordnet sind, einen TAP-Schaltkreis (25) zur Steuerung eines Eingangs und Ausgangs von Daten zu oder von den Randzellen (19, 20), einen TDI-Anschluss (14) zur Eingabe von den Randzellen (19, 20) zuzuführenden seriellen Daten, einen TDO-Anschluss (15) zur Datenausgabe von den Randzellen (19, 20) in Form von seriellen Daten, einen TCK-Anschluss (17), dem ein Taktsignal zugeführt ist, und einen TMS-Anschluss (16), dem ein Modussignal zum Umschalten des Betriebsmodus des TAP-Schaltkreises (25) zugeführt ist,

    eine Vielzahl von Anschlusseinheiten (6a, 6b, 6c), von welchen jede mit jedem der Boundary-Scan-Elemente (4a, 4b, 4c; 11a, 11b, 11c) verbunden ist oder mit einem IC versehen ist, der jedes der Elemente beinhaltet, und

    eine Kommunikationssteuerung (3), welche mit den Boundary-Scan-Elementen (4a, 4b, 4c; 11a, 11b, 11c) in Serie geschaltet ist,

    wobei die Anschlusseinheiten (6a, 6b, 6c) mit jedem der Anschlussabtastelemente (4a, 4b, 4c; 11a, 11b, 11c) parallel geschaltet sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Kommunikationssteuerung (3) durch die Boundary-Scan-Elemente (4a, 4b, 4c; 11a, 11b, 11c) Steuerdaten zur individuellen Steuerung der Anschlusseinheiten (6a, 6b, 6c) überträgt/empfängt und,

    dass das Kommunikationssystem weiterhin umfasst:

    eine Kommunikationsleitung (10), welche mit den Anschlusseinheiten (6a, 6b, 6c) parallel geschaltet ist, und

    eine Signalverarbeitungseinheit (7), welche mit der Kommunikationsleitung (10) und der Kommunikationssteuerung (3) zum Empfang von Ausgangsdaten von den Anschlusseinheiten (6a, 6b, 6c) unter der Steuerung der Kommunikationssteuerung (3) verbunden ist.
  2. Kommunikationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsdaten analoge Signale sind und die Signalverarbeitungseinheit analoge Signale verarbeitet.
  3. Kommunikationssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Randzellen eine Vielzahl von eingangsanschlussseitigen Randzellen (19), welche in Serie geschaltet sind und den Eingangsanschlüssen (13) individuell zugeordnet sind, und eine Vielzahl von ausgangsanschlussseitigen Randzellen (20) beinhalten, welche in Serie geschaltet sind und den Ausgangsanschlüssen (18) individuell zugeordnet sind, und die eingangsanschlussseitigen Randzellen (19) und die ausgangsanschlussseitigen Randzellen (20) parallel zwischen dem TDI-Anschluss (14) und dem TDO-Anschluss (15) angeschlossen sind.
  4. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinheiten (6a, 6b, 6c) Beobachtungskameras, Messeinrichtungen zum Messen physikalischer Werte von Objekten und getrennt angeordnete Computereinheiten beinhalten.
  5. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das System weiterhin Latchschaltkreise (5a, 5b, 5c) umfasst, von welchen jeder zwischen jeder der Datenausgangseinheit und jedem der Boundary-Scan-Elemente angeordnet ist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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