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Dokumentenidentifikation DE69832262T2 13.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000963855
Titel Druckempfindliches Korrekturtransferband
Anmelder Tombow Pencil Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Matsushima, Kojiro, Urawa-shi, Saitama-ken 336-0015, JP
Vertreter Hoefer & Partner, 81545 München
DE-Aktenzeichen 69832262
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.09.1998
EP-Aktenzeichen 981176647
EP-Offenlegungsdatum 15.12.1999
EP date of grant 09.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse B41J 29/36(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B41J 29/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein druckempfindliches Übertragungskorrekturband und insbesondere auf ein druckempfindliches Übertragungskorrekturband mit ausgezeichneten Abdeckeigenschaften, mit Verbesserungen hinsichtlich der zeitlichen Verschlechterung einer Klebschicht, und ausgezeichneten Übertragungsabtrenneigenschaften, ohne dass irgendwelche Stauerscheinungen auftreten.

Hintergrund der Erfindung

Bislang wird ein druckempfindliches Übertragungskorrekturband für die Korrektur schwer löschbarer Zeichen etc., die auf einem Papier etc. irrtümlicherweise aufgebracht wurden, verwendet. Das druckempfindliche Übertragungskorrekturband besteht im Wesentlichen aus (1) einer weissen Korrekturabdeckschicht bestehend aus einem weissen Pigment und einem Harz auf einem flächigen Substrat, und (2) einer darauf vorgesehenen druckempfindlichen Klebschicht, um auf ein zu korrigierendes Material übertragen zu werden. Dieses Band wird als „Korrekturband" bezeichnet und ist allgemein bekannt.

Dieses druckempfindliche Übertragungskorrekturband ist auf einer Spule aufgewickelt und in einem Übertragungshalter eingesetzt und gehalten. Bei Verwendung wird das druckempfindliche Übertragungskorrekturband vom Übertragungshalter gegen ein zu korrigierendes Material gedrückt. Während das Band fest auf das Material gepresst ist, wird der Halter von der Korrekturendstelle abgezogen und abgehoben, so dass die druckempfindliche Klebschicht und die weisse Korrekturabdeckschicht abgetrennt werden und das Korrekturband gleichförmig auf die Korrekturstelle übertragen wird, um den Korrekturvorgang abzuschliessen. Gewünscht wird, dass dieses Korrekturband unmittelbar mit Schreibgeräten, zum Beispiel einem Kugelschreiber oder dergleichen beschrieben werden kann.

Bei dem druckempfindlichen Übertragungskorrekturband, wie es bei einem herkömmlichen Übertragungshalter vorgesehen ist, ist die Eigenschaft des druckempfindlichen Übertragungskorrekturbandes sich vom Substrat zum Zeitpunkt der Übertragungskorrektur abzulösen, schlecht, so dass eine gleichförmige Übertragung nicht möglich ist, das heisst, eine Stauerscheinung auftritt. Dadurch besteht das Problem, dass die Korrekturstelle nicht vollständig abgedeckt werden kann, oder dass das Abwickeln des Bandes vom Übertragungshalter schwierig wird, was Lauffehler und dergleichen verursacht.

Zum Zwecke der Verhinderung dieser Stauerscheinung wurde ein druckempfindliches Korrekturklebeband in zum Beispiel in der japanischen Patentanmeldung Offenlegungsschrift Nr. 276695/1996 vorgeschlagen. Dieses druckempfindliche Korrekturband umfasst eine druckempfindliche Schicht auf einer auf einem Substrat vorgesehenen Abdeckschicht, wobei die druckempfindliche Klebschicht sehr dünn wie etwa 0,8 bis 1,6 &mgr;m ist und das Verhältnis der Dicke der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturabdeckschicht im Bereich von 1:14 bis 1:35 liegt. Da jedoch die druckempfindliche Schicht ein dünner Film ist, sind Fälle aufgetreten, bei denen die Adhäsion dieser Schicht zum Zeitpunkt der Übertragung schwach ist und Übertragungsfehler sowie die Stauerscheinung nicht vollständig behoben worden sind.

Das druckempfindliche Klebband, das in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 49476/1993 vorgeschlagen ist, ist frei von Übertragungsfehlern, da seine druckempfindliche Klebschicht ein relativ dicker Film ist. Jedoch ist das Band nachteilig in Bezug auf seine Abdeckeigenschaften, und ferner verschlechtern sich die Eigenschaften der druckempfindliche Schicht im Laufe der Zeit t, was eine Entfärbung der Abdeckschicht zur Folge hat, so dass das Band als Korrekturband nicht zufriedenstellend ist.

Die vorliegenden Erfinder haben demzufolge früher ein druckempfindliches Übertragungskorrekturband vorgeschlagen, das eine Korrekturabdeckschicht auf einer Seite eines flächigen Substrates und ein Hochleistungssilikonpulver mit einem mittleren Durchmesser von 1 bis 10 &mgr;m aufweist, das auf der Korrekturabdeckschicht vorgesehen ist. Dabei trägt das Verhältnis der Dicke der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturabdeckschicht 1:1 bis 1:4 (japanische Patentanmeldung Nr. 90561/1998). Durch Vorsehen eines Dickenverhältnisses der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturabdeckschicht im Bereich von 1:1 bis 1:4 sind das Loslösungsvermögen des druckempfindlichen Übertragungskorrekturbandes von dem Substrat und die Abtrenneigenschaften zum Zeitpunkt der Übertragung verbessert und kann daher das gewünschte Produkt erhalten werden. Die vorliegenden Erfinder haben jedoch Untersuchungen durchgeführt, um die Abdeckeigenschaften dieses Produktes weiter zu verbessern, um so ein Produkt mit noch überragenderen Eigenschaften zu erhalten.

Gewöhnlich ist ein kontinuierliches druckempfindliches Übertragungsklebband auf einem Übertragungshalter, bestehend aus einem zylindrischen Kern, aufgewickelt, wobei die Dicke insgesamt der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturabdeckschicht vorzugsweise 20 bis 50 &mgr;m oder so beträgt. Übersteigt die Gesamtdicke 50 &mgr;m entsteht das Problem, dass die Abmessung des Kernes mit solchen darum gewickelten Schichten grösser wird und nicht mehr in einem kompakten Gehäuse untergebracht werden kann, oder es werden die Übertragungsabtrenneigenschaften verschlechtert. Wenn unter diesen Umständen die Abdeckschicht dicker ausgebildet wird, um die Abdeckeigenschaften zu verbessern, sollte die Klebschicht dünner ausgebildet werden, was zum Auftreten der Stauerscheinung und von Übertragungsfehlern führt. Wenn ferner die druckempfindliche Klebschicht dicker ausgebildet wird, um die Übertragungseigenschaften zu verbessern, sollte die Abdeckschicht dünner ausgebildet werden, was dazu führt, dass sich die Abdeckeigenschaften verschlechtern, da die druckempfindliche Klebschicht transparent ist, und ferner werden die Abtrenneigenschaften zum Zeitpunkt der Übertragung schlecht und verschlechtern sich ferner die Eigenschaften der Klebschicht leicht im Laufe der Zeit, so dass das gewünschte Produkt nicht erhalten werden kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegenden Erfinder haben daher aufwendige Untersuchungen zur Verbesserung der Abdeckeigenschaften vorgenommen, ohne dass die Übertragungseigenschaften und Abtrenneigenschaften zum Zeitpunkt der Übertragung herabgesetzt werden. Als Ergebnis davon haben die vorliegenden Erfinder gefunden, dass durch Einfügung eines Abdeckfördermittels in die druckempfindliche Klebschicht es möglich ist, nicht nur sowohl die Abdeck- als auch Abtrenneigenschaften zu verbessern, sondern auch verhindert wird, dass der Klebstoff im Laufe der Zeit abgebaut wird, um die vorliegende Erfindung zu vervollständigen. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines druckempfindlichen Übertragungskorrekturbandes mit ausgezeichneten Abdeckeigenschaften, Übertragungseigenschaften und Abtrenneigenschaften.

Das heisst, die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein druckempfindliches Übertragungskorrekturband, welches aufweist eine Korrekturabdeckschicht an einer Seite eines flächigen Substrats und eine darauf vorgesehene druckempfindliche Klebschicht, enthaltend ein Abdeckmaterial, wobei die Dicke insgesamt der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturabdeckschicht 50 &mgr;m oder weniger beträgt und das Dickenverhältnis der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturabdeckschicht im Bereich von 1:1 bis 1:5 liegt. Das Abdeckmaterial ist vorzugsweise Titanoxyd, insbesondere mit einem mittleren Durchmesser von 5 &mgr;m oder weniger.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Das bei der vorliegenden Erfindung verwendete Substrat kann irgendein Kunststoffsubstrat oder Papiersubstrat sein. Das Kunststoffsubstrat besteht vorzugsweise zum Beispiel aus Polyesterfilmen, zum Beispiel Polyethylenterephtalat, oder Polyolefinfilmen wie Polypropylenfilm und Polyethylenfilm. Diese Substrate besitzen vorzugsweise ein Trennmittel, das aufgegeben oder eingefügt ist.

Der Klebstoff, der auf dieses Substrat zur Bildung der druckempfindlichen Schicht aufgegeben ist, kann irgendein Klebstoff vom Typ Gummi, Acrylharz, Rosenharz oder Silikon sein, jedoch wird ein Klebstoff auf Basis Acrylharz bevorzugt verwendet.

Bei der vorliegenden Erfindung ist dieser Klebstoff aufgelöst oder dispergiert in einem Lösungsmittel, in dem ein Deckmaterial anschliessend suspendiert wird. Das Lösungsmittel kann ein organisches Lösungsmittel oder ein wässriges Lösungsmittel sein. Das Abdeckmaterial enthält Titanoxyd, Kalziumkarbonat, Magnesiumkarbonat, Magnesiumsilikat, Polystyrol, Siliciumdioxyd, Aluminiumsilikat, Polymethacrylat etc. Dabei wird Titanoxyd besonders bevorzugt, wobei sein mittlerer Durchmesser vorzugsweise 5 &mgr;m oder weniger beträgt. Ein Abdeckmaterial von 5 &mgr;m oder mehr im Durchmesser kann nicht suspendiert werden und die Dicke seiner Schicht ist gross.

Um Stau zu vermeiden, kann, wenn notwendig, ein Hochleistungssilikonpulver der Klebschicht zugeführt werden. Das Hochleistungssilikonpulver kann sowohl im Klebstoff auf Basis eines organischen Lösungsmittels als auch wässrigen Lösungsmittels dispergiert werden. Der mittlere Partikeldurchmesser des Hochleistungssilikonpulvers, das in dem Klebstoff dispergiert ist, beträgt 1 bis 10 &mgr;m, höchst vorzugsweise 1 bis 5 &mgr;m. Ein Durchmesser von 10 &mgr;m oder mehr hat zur Folge, dass die Klebschicht dick wird und der vorgenannte Effekt nicht zum Tragen kommt. Andererseits ist ein Pulver von 1 &mgr;m Durchmesser zu fein, um in der Klebschicht ausreichend dispergiert zu werden. Bevorzugte Beispiele für Hochleistungssilikonpulver umfassen Harzpulver auf Silikonbasis R-930, R-935, Gummipulver auf Silikonbasis E-605 (Toray Dowcorning Silikon Company, Ltd.). Gewöhnlich ist ene Menge von 1 bis 10% Hochleistungssilikonpulver im Klebstoff ausreichend, jedoch ist diese Menge nicht als einschränkend anzusehen.

Bei der vorliegenden Erfindung besteht die Korrekturabdeckschicht aus einem weissen Pigment, wie Titandioxyd, Magnesiumkarbonat, Siliziumoxyd etc. und einem polymeren Harz, das als Bindemittel dient, wobei diese Materialien nicht von denjenigen abweichen, die gewöhnlich bei Korrekturbändern verwendet werden.

Durch Verwendung eines Verhältnisses der Dicke der druckempfindlichen Klebstoffschicht zu der der Korrekturabdeckschicht im Bereich von 1:1 bis 1:4 wird die Adhäsion des Bandes auf einem zu korrigierenden Material besonders gut und können die Übertragungsabdeck- und Beschriftungseigenschaften verbessert werden. Ein Dickenverhältnis der druckempfindlichen Klebstoffschicht zu der Korrekturabdeckschicht unter dem vorgenannten Bereich würde die Abdeckeigenschaften verschlechternt, während bei einem Verhältnis, das den besagten Bereich überschreitet, die Dicke des erhaltenen Bandes zu gross werden würde, so dass Stauerscheinungen auftreten würden, oder ein längeres druckempfindliches Übertragungskorrekturband nicht aufgewickelt werden könnte.

Beispiele und Vergleichsbeispiele

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung im Detail unter Bezugnahme auf Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutert.

Beispiele 1 bis 2 und Vergleichsbeispiele 1 bis 3.

Eine Dispersion, bestehend aus Titanoxyd und einem Lösungsmittel, wurde auf ein Substrat aus Polyesterfilm von 40 &mgr;m Dicke aufgegeben, um eine Korrekturabdeckschicht zu bilden, die anschliessend mit einer druckempfindlichen Klebstoffschicht versehen wurde, die jeweils die in der Tabelle 1 gezeigten Abdeckmaterialien enthielt. Die Dicke jeder Korrekturabdeckschicht und druckempfindlichen Klebstoffschicht entsprach Tabelle 1.

Das erhaltene druckempfindliche Korrekturband wurde ausgemessen, um seine Staueigenschaften und Abdeckeigenschaften zu bestimmen. Das Ergebnis ist in Tabelle 2 gezeigt.

Die Staueigenschaft, das Mass der Abdeckung, die Übertragungsabtrenneigenschaft und der zeitliche Abbau, wie sie ihn Tabelle 2 gezeigt sind, wurden in der folgenden Weise bestimmt.

Staueigenschaften:

Das druckempfindliche Übertragungskorrekturband wurde an einem Halter befestigt und einem 10 Meter Übertragungstest unter einer bestimmten Belastung auf einem Hochleistungspapier unterworfen, um zu bestimmen, ob ein Übertragungsfehler durch Stau auftritt oder nicht.

O:
Kein Übertragungsfehler
&Dgr;:
Übertragungsfehler an 1 bis 10 Stellen
x:
Übertragungsfehler an 10 oder mehr Stellen

Grad der Abdeckung: Bestimmt mit einem Densitometer
  • O:
    95 bis 100%, d.h. vollständige Abdeckung
    &Dgr;:
    90 bis 95%, d.h. schwache Abdeckung
    x:
    90% oder weniger, d.h. gelöschte Zeichen sind sichtbar
Übertragungsabtrenneigenschaften:
  • O:
    Ausgezeichnete Abtrenneigenschaft
    &Dgr;:
    Abgetrennt, jedoch gedehnt
    x:
    Kaum abgetrennt

Zeitlicher Abbau: Das Band wurde bei 40°C eine Stunde lang gelagert und dann festgestellt, ob es normal ist oder nicht.

Tabelle 1
Tabelle 2

Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein druckempfindliches Übertragungskorrekturband mit ausgezeichneten Staueigenschaften, das keinen Übertragungsfehler hervorruft und frei von zeitlichem Abbau der Übertragungsschicht und der Klebstoffschicht ist, dadurch erhalten, dass man ein Abdeckmaterial in die druckempfindliche Klebstoffschicht einbaut und ein Dickenverhältnis zwischen der druckempfindlichen Klebstoffschicht und der Übertragungsabdeckschicht mit einem bestimmten Bereich einhält.


Anspruch[de]
  1. Druckempfindliches Übertragungskorrekturband, umfassend eine Korrekturabdeckschicht an einer Seite eines flächigen Substrates und eine darauf vorgesehene druckempfindliche Klebschicht, enthaltend ein Abdeckmaterial, wobei die Dicke in der Gesamtheit der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturrabdeckschicht 50 &mgr;m oder weniger beträgt und das Verhältnis der Dicke der druckempfindlichen Klebschicht und der Korrekturabdeckschicht im Bereich von 1:1 bis 1:4 liegt.
  2. Druckempfindliches Übertragungskorrekturband nach Anspruch 1, bei dem das Abdeckmaterial ein anorganisches oder organisches Material wie Titanoxyd rtc. mit einem mittleren Durchmesser von 5 &mgr;m oder mittleren Durchmesser von 5 &mgr;m oder weniger ist.
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