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Dokumentenidentifikation DE69832698T2 13.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000976235
Titel AUTOMATISCHES VERFAHREN UND GERÄT ZUR INTEGRATION EINES FERNSPRECHSYSTEMS MIT EINEM ANSAGESYSTEM
Anmelder Siemens Communications, Inc., Boca Raton, Fla., US
Erfinder MARCUS, Tyrone, Rodrigo, San Francisco, US;
BEYDA, Joseph, William, Cupertino, US;
SHAFFER, Shmuel, Palo Alto, US
Vertreter Berg, P., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 80339 München
DE-Aktenzeichen 69832698
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.04.1998
EP-Aktenzeichen 989151121
WO-Anmeldetag 03.04.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/02953
WO-Veröffentlichungsnummer 1998048559
WO-Veröffentlichungsdatum 29.10.1998
EP-Offenlegungsdatum 02.02.2000
EP date of grant 07.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.2006
IPC-Hauptklasse H04M 3/50(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04M 11/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Verfahren und Systeme zur Benachrichtigung eines gerufenen Teilnehmers, dass ein wartender Anruf zur Übernahme zur Verfügung steht, und insbesondere auf die Automatisierung des Durchsagesystems für eine Einrichtung, in der eine Mehrzahl von Telefoneinheiten vorhanden ist.

Beschreibung des bisherigen Standes der Technik

Ein Unternehmen oder eine sonstige Einrichtung, welches) eine Mehrzahl von Telefonen umfasst, kann eine Telefonvermittlungsstelle besitzen, die die Durchwahl (Direct Inward Dialing, DID) zum Arbeitsplatz einer bestimmten Person in dieser Einrichtung ermöglicht. So kann beispielsweise eine private Nebenstellenanlage (NStAnl) eingesetzt werden, um jeder Nebenanschlussleitung der Nebenstellenanlage, die sich zu einem Telefon erstreckt, eine andere Nebenstellennummer zuzuweisen. Das Leistungsmerkmal Durchwahl (DID) sorgt für eine automatische Weiterleitung eines Anrufs von außerhalb der Einrichtung an das Telefon, das dem gerufenen Teilnehmer zugewiesen ist. Ebenso erfolgt die Weiterleitung von Anrufen innerhalb der Einrichtung automatisch.

Wenn eine Einrichtung über ein Durchsagesystem verfügt, beispielsweise ein Lautsprecher-Paging-System, ist die private Nebenstellenanlage häufig so konfiguriert, dass nicht angenommene Anrufe an eine Telefonvermittlungskraft oder an einen Mitarbeiter am Empfang weitergeleitet werden. Zum Beispiel kann zugelassen werden, dass an dem Telefon im Büro eines Kardiologen viermal das Rufsignal ertönt, bevor der Anruf an eine in einem Krankenhaus beschäftigte Telefonvermittlungskraft weitergeleitet wird. Die Telefonvermittlungskraft begrüßt den Anrufer und bietet ihm gegebenenfalls an, den Kardiologen über das Lautsprecher-Paging-System auszurufen. Wenn der Anrufer den Paging-Ruf wünscht, schaltet die Telefonvermittlungskraft den Anruf auf Halten und veranlasst den Paging-Ruf. Danach wird der Anruf überwacht um festzustellen, ob der Anruf von jemandem übernommen wird. Diese Überwachung kann durch die Telefonvermittlungskraft oder durch die private Nebenstellenanlage durchgeführt werden. Die Überwachung durch die Nebenstellenanlage kann implementiert werden, indem ein maximaler Zeitraum festgelegt wird, für den der Anruf geparkt werden kann, und indem ein Rückruf an die Telefonvermittlungskraft erzeugt wird, wenn dieser maximale Zeitraum überschritten wird.

Eine Schwierigkeit bei dieser Verfahrensweise ist, dass häufig Aspekte des Datenschutzes und der Sicherheit berücksichtigt werden müssen. In dem Beispiel des Krankenhauses könnte der geparkte Anruf auch von jemand anderem als dem Kardiologen übernommen werden, da die Durchsage üblicherweise sowohl den Arzt als auch die Nebenstelle angibt, an der der Anruf geparkt ist. Ein Anrufer merkt unter Umständen nicht einmal, dass er mit einer Person spricht, die sich nur als der gewünschte Gesprächspartner ausgibt.

Ein weiterer Nachteil ist, dass diese Verfahrensweise sehr arbeitsintensiv ist. Die Telefonvermittlungskraft bzw. der Mitarbeiter am Empfang muss mit dem Anrufer sprechen, bevor die Durchsage veranlasst werden kann, muss die Durchsage formulieren und muss gegebenenfalls die Rückrufe bearbeiten, wenn der ausgerufene Gesprächspartner den Anruf nicht an der Nebenstelle übernimmt. Bei Rückrufen kann es erforderlich sein, dass die Telefonvermittlungskraft eine Nachricht notiert oder die Möglichkeit anbietet, den Anruf auf ein Voicemail-System umzuleiten.

Noch ein weiterer Nachteil des Einsatzes von Lautsprecher-Durchsagesystemen zur Bereitstellung einer Anrufbenachrichtigung betrifft Unregelmäßigkeiten aufgrund des Faktors Mensch. Verschiedene Personen weisen eine unterschiedliche Qualität, Amplitude und Klarheit der Stimme auf. Infolgedessen kann es Schwierigkeiten mit der Verständlichkeit von Paging-Rufen geben.

Mit der Ausnahme des Sicherheitsaspekts hat es Verbesserungen des Anrufbenachrichtigungsverfahrens gegeben. Beispielsweise kann bei einer anderen Entwicklung im Fall eines Rückrufs aufgrund eines unbeantworteten Paging-Rufs ein Anrufer direkt mit der Voicemail-Box des gerufenen Teilnehmers verbunden werden. Das US-amerikanische Patent Nr. 4.741.020 an Deal et al. beschreibt ein Lautsprecher-Durchsagesystem zum Ausrufen von Verkäufern in einem Markt, die über bestimmte Fachkenntnisse verfügen, um Kunden zu beraten. Wenn der Kunde am Telefon ist, werden Verkäufer in einer zweiteiligen Meldung ausgerufen, wobei der erste Teil, üblicherweise der Name einer Abteilung, bestimmt wird durch eine Taste, die von der Telefonvermittlungskraft des Marktes gedrückt wird, und der zweite Teil aus der Nummer der Telefonleitung besteht. Eine typische Meldung wäre „Sanitär, Leitung 2". Durch die Verwendung von gespeicherten Sprachdurchsagen zur Durchführung des Paging-Rufs werden die Meldungen und Durchsagen standardisiert. Die Sicherheitsprobleme bleiben allerdings bestehen. Darüber hinaus erfordert dieses Durchsageverfahren immer noch das Eingreifen einer Telefonvermittlungskraft der Einrichtung.

Das US-Patent Nr. 5.131.048 an Farenelli et al. beschreibt ein Audio-Verteilsystem für den Einsatz in Wohnbereichen. Dieses System steuert die Ausstrahlung verschiedener Arten von Signalen über Lautsprecher, die in verschiedenen Zonen positioniert sind, wozu ein Steuerschaltkreis eingesetzt wird, der auf den Eingang von Musik, Internrufen, Paging-Rufen und das Klingeln an der Tür reagiert. Ein Telefonhandapparat im Wohnbereich umfasst eine Paging-Taste. Wenn die Paging-Taste gedrückt wird, erzeugt der Telefonhandapparat ein Mono-Paging-Signal. Das System umfasst eine Paging-Schnittstellenschaltung, die auf den Telefonhandapparat reagiert und ein Steuersignal erzeugt, als Stromquelle für den Telefonhandapparat dient und ein Audio-Signal von dem Telefonhandapparat verarbeitet. Dieses System funktioniert in der Wohnumgebung gut, der Einsatz in einer Unternehmenseinrichtung ist jedoch nur eingeschränkt möglich.

Das US-Patent Nr. 5.541.981 an Lynn beschreibt ein automatisiertes Durchsagesystem, das ermöglicht, Meldungen in einem öffentlichen Adresssystem und/oder auf einem Anzeigegerät wiederzugeben gemäß einem vorab definierten Plan, der einen minimalen Zeitabstand zwischen den Meldungen einhält. Das System löst Konflikte zwischen Meldungen, die gleichzeitig wiedergegeben werden sollen, indem es den einzelnen Meldungen Prioritäten zuweist. Ein Beispiel für den Einsatz dieses Systems ist, aufgezeichnete Durchsagen abzuspielen, welche die Kunden über besondere Verkaufsveranstaltungen oder Aktionsangebote informieren. Zusätzlich zu den vorab aufgezeichneten Meldungen können auch Live-Durchsagen ausgestrahlt werden. Diese Live-Durchsagen können mithilfe einer Verbindung zu einem Paging-Ausgang einer privaten Nebenstellenanlage bereitgestellt werden. Das heißt, dass eine Person, die eine Durchsage machen will, gegebenenfalls bei der Nebenstellenanlage anruft. Vorzugsweise wird ein mehrstufiges Passwortschutzschema implementiert, um den Zugriff auf bestimmte Systemfunktionen auf berechtigte Anwender zu beschränken. Für die Nutzung der Live-Durchsageoption kann die Eingabe eines Passworts erforderlich sein.

Neben Lautsprecher-Durchsagesystemen können auch drahtlose Pager eingesetzt werden, um einen Teilnehmer zu benachrichtigen, dass ein Anruf vorliegt. Das US-Patent Nr. 4.825.456 an Rosenberg offenbart eine Vorrichtung zur Bereitstellung von Anrufbenachrichtigungen per Pager. Eine Mehrzahl von Paging-Sendern ist über Schnittstellenschaltungen mit Nebenanschlussleitungen verbunden. Jede Schnittstellenschaltung beinhaltet einen Rufdetektor, über den die Aktivierung der zugehörigen Nebenanschlussleitung erkannt wird. Diese Erkennung löst einen Aktivator für den Paging-Sender aus, der den Pager des betreffenden Teilnehmers aktiviert.

Eine ähnliche Vorrichtung wird in dem US-Patent Nr. 4.642.425 an Guinn, Jr. et al. beschrieben. Ein kommender Anruf wird auf Halten geschaltet, während gleichzeitig der Pager des gerufenen Teilnehmers aktiviert wird. Daraufhin kann der gerufene Teilnehmer den Anruf an einem lokalen Telefon innerhalb der Einrichtung übernehmen. Wenn sich die Zahl der Anrufe und die Zahl der Pager eins zu eins entsprechen, die in Reaktion auf die Anrufe aktiviert werden, wird die Sicherheitsproblematik verringert. Allerdings wird dieser Zuwachs an Sicherheit damit erkauft, dass die Systemkosten im Vergleich zu anderen Lautsprecher-Durchsagesystemen höher ausfallen.

Es besteht also Bedarf für ein Verfahren und eine Anordnung zur Nutzung eines Durchsagesystems für die Bereitstellung der Paging-Funktion in Einrichtungen, die über eine große Anzahl von Telefonen verfügen, wobei die Nutzung vorzugsweise in einer kostengünstigen und den Datenschutz gewährleistenden Weise zu realisieren ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Ein Verfahren und eine Anordnung zur Nutzung eines Durchsagesystems für die Bereitstellung der Paging-Funktion beinhaltet, die Integration einer Telefonvermittlungsstelle, eines Voicemail-Systems und eines Durchsagesystems in einer Einrichtung zu automatisieren, die über eine Mehrzahl von Telefonen verfügt, wobei jedes der Telefone einem bestimmten Teilnehmer zugeordnet ist. Nicht angenommene Anrufe werden an das Voicemail-System weitergeleitet, das dem Anrufer die Möglichkeit anbietet, das Durchsagesystem zu nutzen. Wenn diese Option gewählt wird, wird eine erste Verbindung zwischen dem Voicemail-System und dem Telefon des Anrufers hergestellt. Anschließend wird eine zweite Verbindung zwischen dem Voicemail-System und dem Durchsagesystem hergestellt. Die zweite Verbindung ist von der ersten Verbindung getrennt, wodurch verhindert wird, dass der Anrufer auf eine Live-Durchsage aufgeschaltet wird. Stattdessen wird, als eine automatische Reaktion auf die Herstellung der zweiten Verbindung, eine Durchsage gestartet. Diese Durchsage gibt an, dass der Anruf für die Übernahme durch einen bestimmten gerufenen Teilnehmer zur Verfügung steht. In der bevorzugten Ausführungsform ist der Zugriff auf den wartenden Anruf durch die Überprüfung eines Passworts und/oder durch die Überprüfung eingeschränkt, ob die Verbindung an einem von einer beschränkten Anzahl von Telefonen mit entsprechender Berechtigung abgerufen wurde.

Die bevorzugte Ausführungsform beinhaltet ferner das Parken des von dem Anrufer kommenden Anrufs, bevor die Durchsage gestartet wird, wodurch die erste Verbindung zum Voicemail-System ausgelöst wird und ermöglicht wird, dass der gerufene Teilnehmer sofort auf den Anruf zugreift. Der Anruf wird auf einer bekannten Telefonleitung geparkt, beispielsweise einer „Blindnebenstelle". Die Durchsage beinhaltet die Angabe sowohl der bekannten Telefonleitung als auch des gerufenen Teilnehmers, d. h. des identifizierten Teilnehmers. Ein Zeitschwellenwert für die Anrufübernahme wird vorab festgelegt. Wenn der Anruf nicht vor Ablauf dieser Zeit abgerufen wird, wird der wartende Anruf auf das Voicemail-System zurückgeschaltet.

Es wird weiter Bezug genommen auf die bevorzugte Ausführungsform, in der die Durchsage eine erste Stufe eines mehrstufigen Benachrichtigungsschemas bildet. Die verschiedenen Stufen können sich nach Bereichen richten. Zum Beispiel kann die erste Durchsage eine innerhalb der Einrichtung örtlich begrenzte Durchsage sein, während sie auf der zweiten Stufe nur in einem anderen örtlichen Bereich gehört werden kann oder gegebenenfalls eine Durchsage für die gesamte Einrichtung sein kann. Alternativ können die Unterschiede der einzelnen Stufen in einem mehrstufigen Benachrichtigungsschema auf den Modi für das Paging (d. h. das Suchen) des identifizierten Teilnehmers basieren. Beispielsweise kann der erste Paging-Modus das öffentliche Durchsagesystem sein, während ein Backup-Modus darin bestehen könnte, einen drahtlosen Pager zu benachrichtigen, den der identifizierte Teilnehmer bei sich trägt. Darüber hinaus stehen alternative Durchsagesysteme zur Verfügung. Zum Beispiel kann ein Durchsagesystem über Kopf angebrachte Lautsprecher umfassen, während ein zweites Durchsagesystem das Internruf-Leistungsmerkmal einer Einrichtung nutzen könnte, die mit Telefonen mit Freisprecheinrichtung ausgerüstet ist.

Wie vorstehend erwähnt, wird der Anrufer mit dem Voicemail-System verbunden, bevor eine Verbindung zum Durchsagesystem hergestellt wird. Dementsprechend können dem Anrufer bestimmte Optionen angeboten werden. So kann der Anrufer etwa wählen, ob er eine gesprochene Nachricht hinterlässt oder den Durchsageprozess in Gang setzt. Bei einer Ausführungsform ist der Zugriff auf den Durchsageprozess dadurch eingeschränkt, dass ein Passwort eingegeben werden muss oder geprüft wird, ob der Anrufer sich an einem von einer bestimmten Mehrzahl von Telefonen befindet. Wenn das mehrstufige Benachrichtigungssystem zum Einsatz kommt, können die Übergänge von einer Stufe zur nächsten streng zeitbasiert sein oder nach Wahl des Anrufers implementiert werden; wenn beispielsweise die Nutzung einer Stufe nicht dazu führt, dass der Anruf übernommen wird, wird der nicht beantwortete Anruf zurück an das Voicemail-System geschaltet und dem Anrufer wird die Wahlmöglichkeit angeboten, die zweite Stufe anzustoßen oder eine Nachricht zu hinterlassen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist ein Blockdiagramm einer Einrichtung mit automatisierter Integration einer Telefonvermittlungsstelle, eines Voicemail-Systems und eines Durchsagesystems gemäß der Erfindung.

2 zeigt ein Ablaufdiagramm der Prozessschritte zur Nutzung der systemübergreifenden Anordnung aus 1 zur Bereitstellung der Paging-Funktion.

3 zeigt ein Ablaufdiagramm für die Veranlassung der systemübergreifenden Anordnung aus 1.

Ausführliche Beschreibung

Bezug nehmend auf 1 wird eine Einrichtung 10 dargestellt, die eine Mehrzahl von Telefonen 12, 14 und 16 beinhaltet. Jedes Telefon ist mit einer Telefonvermittlungsstelle 18 jeweils über eine andere Nebenanschlussleitung 20, 22 bzw. 24 verbunden. Bei dieser Telefonvermittlungsstelle kann es sich um eine private Nebenstellenanlage handeln, was jedoch nicht von entscheidender Bedeutung ist. Obwohl dies in 1 nicht dargestellt ist, umfasst die Telefonvermittlungsstelle vorzugsweise „Blindnebenstellen", d. h. Nebenstellen, die nicht unmittelbar mit einem Telefon verbunden sind, sodass dort ein Anruf geparkt werden kann, um später übernommen zu werden.

Ein Anruf von außerhalb der Einrichtung 10 wird über ein Vermittlungsamt 26 an die Telefonvermittlungsstelle 18 geleitet, wie allgemein auf diesem Gebiet der Technik bekannt. Jedes der Telefone 12, 14 und 16 ist einem bestimmten Teilnehmer zugewiesen und hat eine eindeutige Rufnummer. Ein Leistungsmerkmal Durchwahl (Direct Inward Dialing, DID) der Telefonvermittlungsstelle 18 ermöglicht es einem externen Anrufer, ein bestimmtes Telefon eines der Teilnehmer zu erreichen. Auf diese Weise kann der gerufene Teilnehmer anhand der Rufnummer identifiziert werden, die vom Anrufer gewählt wird. Diese Rufnummer wird während des Verbindungsaufbaus in den Anrufdaten empfangen.

Für interne Anrufe von einem der Telefone 12, 14 oder 16 bei einem der anderen Telefone ist von dem Anrufer lediglich die Nebenstellennummer zu wählen. Häufig handelt es sich dabei um eine zweistellige bis fünfstellige Nummer, die den letzten Rufnummerziffern entspricht, die von einem externen Anrufer gewählt werden müssen.

Ein nicht angenommener interner oder externer Anruf bei einem der Telefone 12, 14 oder 16 kann an ein Voicemail-System 28 umgeleitet werden. Die Weiterleitung eines Anrufs an ein Voicemail-System ist auf diesem Gebiet der Technik bekannt. Bei der Weiterleitung handelt es sich üblicherweise um eine automatisierte Umleitung durch die Telefonvermittlungsstelle 18. Zusätzlich zu der Telefonvermittlungsstelle und dem Voicemail-System umfasst die Einrichtung ein Durchsagesystem 30. Das Durchsagesystem stellt Durchsagen über mindestens einen Lautsprecher 32 bereit und ist von einem drahtlosen Paging-System 34 verschieden. Der oder die Lautsprecher können als Hängegeräte ausgeführt oder in jedes der Telefone 12, 14 und 16 integriert sein. Das bedeutet, dass es sich bei den Telefonen um Telefone mit Freisprecheinrichtung handeln kann. Andere Anordnungen für die hörbare Benachrichtigung, dass Anrufe zur Übernahme durch bestimmte Teilnehmer zur Verfügung stehen, können ebenfalls eingesetzt werden.

Im Betrieb wird die Zusammenarbeit zwischen den Systemen erreicht, ohne dass eine Telefonvermittlungskraft erforderlich ist. Wenn ein Anruf nicht angenommen wird, wird eine erste Verbindung 36 zwischen der Telefonvermittlungsstelle 18 und dem Voicemail-System 28 hergestellt, um den Anrufer mit dem Voicemail-System zu verbinden. Bei der bevorzugten Ausführungsform wird dem Anrufer die Option angeboten, entweder eine Sprachnachricht zu hinterlassen oder einen Durchsageprozess zu starten. Beispielsweise kann der Anrufer aufgefordert werden, die Taste „1" des Zifferntastenblocks des Telefons zu betätigen, um die Option zum Hinterlassen einer Nachricht auszuwählen, oder die Taste „2" zu drücken, um den Durchsageprozess in Gang zu setzen. Wenn die Durchsageoption gewählt wird, wird eine zweite Verbindung 38 aufgebaut. Diese zweite Verbindung ist als direkte Verbindung zwischen dem Voicemail-System 28 und dem Durchsagesystem 30 dargestellt, jedoch wird die Verbindung in aller Regel über die Telefonvermittlungsstelle 18 hergestellt. Eine vorab aufgezeichnete Meldung wird über den oder die Lautsprecher 32 ausgestrahlt. Die angestoßene vorab aufgezeichnete Meldung nennt den gerufenen Teilnehmer und eine Nebenstelle, an der der wartende Anruf geparkt ist. Wenn die Telefonvermittlungsstelle 18 dafür genutzt wird, den Anruf zu parken, kann gegebenenfalls die erste Verbindung 36 ausgelöst werden, sobald der Anruf geparkt ist. Wenn dagegen das Voicemail-System 28 zum Parken des Anrufs eingesetzt wird, bleibt die erste Verbindung 36 bestehen. Insbesondere bei Ausführungsformen, bei denen das Voicemail-System zum Parken des Anrufs herangezogen wird, ist ein Anruf-Manager 40 vorteilhaft für die Abwicklung der an das Voicemail-System weitergeleiteten Anrufe. Zwei Speichermodule 42 und 44 werden ebenfalls dargestellt als mit dem Voicemail-System verbunden. Die Funktionen dieser Speichermodule werden nachstehend ausführlich erläutert.

Wahlweise kann das drahtlose Paging-System 34 aktiviert werden, wenn der gerufene Teilnehmer den wartenden Anruf nicht innerhalb eines vorab definierten Zeitraums übernimmt. Der Anruf wird wieder an das Voicemail-System 28 weitergeleitet, das automatisch eine Verbindung 46 zu dem drahtlosen Paging-System herstellt. Die Informationen, die für den Paging-Ruf an den gerufenen Teilnehmer benötigt werden, werden von dem Voicemail-System 28 an das drahtlose Paging-System übermittelt. Diese Informationen können in dem zweiten Speichermodul 44 gespeichert werden. Die Art des Paging-Systems ist für die Erfindung nicht wesentlich. Bei einer Ausführungsform werden Funkfrequenzsignale, die für einen entfernten Pager spezifisch sind, über eine Antenne 48 übertragen.

Ein Vorteil der Erfindung ist, dass durch die Automatisierung der Anrufbenachrichtigungsschritte auf eine Vollzeit-Vermittlungskraft in der Einrichtung 10 verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass vorab aufgezeichnete Meldungen dazu eingesetzt werden können, eine einheitliche Stimme und ein einheitliches Format bereitzustellen und so für ausreichende Klarheit, Amplitude und Qualität zu sorgen.

Ein anderer wichtiger Vorteil bezieht sich die Sicherheit und wird im Folgenden ausführlich beschrieben. Der Zugriff auf die Durchsageprozedur kann eingeschränkt werden, indem ein Passwort verwendet oder eine beschränkte Anzahl von berechtigten Telefonen definiert wird. Darüber hinaus kann der Zugriff auf Anrufe, die durchgesagt wurden, dergestalt eingeschränkt werden, dass hierfür ein Passwort erforderlich ist oder dass lediglich bestimmte Telefone als berechtigte Telefone für die Obernahme eines bestimmten geparkten Anrufs definiert werden. Der automatisierte Prozess ermöglicht, dass jede Person, die ggf. Gegenstand eines Paging-Rufs ist, innerhalb ausgewählter Paging-Bereiche erreicht werden kann, wobei der Paging-Ruf passwortgeschützt ist.

Der Prozess der Anrufbenachrichtigung wird unter Bezugnahme auf 2 ausführlicher beschrieben. In Schritt 50 werden die Durchsageinformationen gespeichert. Typische Durchsagen beinhalten die Angabe eines Teilnehmers und einer Nebenstelle, an der ein Anruf geparkt ist. In einer Krankenhausumgebung etwa könnte die Durchsage lauten: „Doktor Grün, bitte Apparat 2136". Die verschiedenen Durchsagen werden im Voicemail-System 28 gespeichert, können aber auch im Durchsagesystem 30 aus 1 gespeichert werden.

In Schritt 52 werden externe und interne Anrufe erkannt, die an eines der Telefone 12, 14 oder 16 gerichtet sind, und mithilfe von herkömmlichen Verfahren weitergeleitet. Die Telefonvermittlungsstelle 18 wird für die Weiterleitung der Anrufe genutzt. Private Nebenstellenanlagen ermöglichen einem Teilnehmer an einem der Telefone 12, 14 bzw. 16, die Nebenstellenanlage zu benachrichtigen, wenn er an seinem Telefon nicht erreichbar sein wird, sodass kommende Anrufe sofort an das Voicemail-System 28 weitergeleitet werden. Außerdem ermöglichen Nebenstellenanlagen, dass bei dem Telefon das Rufsignal so viele Male wie eingestellt ertönt, danach jedoch anzunehmen, dass der betreffende Teilnehmer nicht verfügbar ist. In Schritt 54 werden Anrufe, die an einen nicht verfügbaren Teilnehmer oder an einen belegten Anschluss gerichtet sind, an das Voicemail-System weitergeleitet.

Herkömmliche Voicemail-Systeme bieten einem Anrufer lediglich die Möglichkeit, eine Nachricht in der Voicemail-Box des gerufenen Teilnehmers zu hinterlassen. Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht jedoch vor, dass dem Anrufer verschiedene Wahlmöglichkeiten angeboten werden. In einer personalisierten Begrüßung kann der gerufene Teilnehmer den Anrufer anweisen, eine bestimmte Taste (z. B. die „1") oder eine Folge von Tasten zu betätigen, um eine Nachricht zu hinterlassen, oder eine andere Taste (z. B. die „2") oder Folge von Tasten zu drücken, um eine Paging-Durchsage zu veranlassen. Der Entscheidungsschritt wird in 2 mit dem Bezugszeichen 56 dargestellt.

Neben der Aufzeichnung der Informationen für eine Paging-Durchsage in Schritt 50 sowie der Aufzeichnung einer personalisierten Begrüßung im Voicemail-System 28 bestehen weitere Optionen und Anforderungen für die Einrichtung. 3 veranschaulicht einige der möglichen Schritte zur Einrichtung. Zunächst kann eine Paging-Hierarchie erstellt werden 58. Wie vorstehend erläutert, kann diese Hierarchie auf dem Bereich, auf dem Paging-Modus oder auf beidem beruhen. Eine bereichsbasierte Hierarchie kann eine erste Ebene umfassen, auf der die veranlasste Durchsage lediglich auf einer Etage des Krankenhauses zu hören ist, und sie kann eine zweite Ebene haben, auf der die Durchsage auf allen Etagen des Krankenhauses ausgestrahlt wird. Eine auf dem Paging-Modus beruhende Hierarchie für die Einrichtung 10 in 1 kann gegebenenfalls das Durchsagesystem 30 nutzen, um die Paging-Durchsage zu senden, wobei das drahtlose Paging-System 34 genutzt wird, wenn nach dieser Paging-Durchsage der Anruf nicht übernommen wird. Bei der bevorzugten Ausführungsform wird die Hierarchie einzeln für jeden Teilnehmer festgelegt. Das bedeutet, dass jeder Teilnehmer eine gewünschte Hierarchie wählen kann. Die Auswahl kann jedoch auch für die gesamte Einrichtung erfolgen. Die ausgewählte Hierarchie wird in dem Speichermodul 44 aus 1 gespeichert.

Der Einrichtungsschritt 60 in 3 stellt eine erste Sicherheitsstufe bereit. Wahlweise sind ausschließlich bestimmte Personen berechtigt, das Durchsagesystem 30 zu nutzen. Alle anderen Anrufer können lediglich eine Nachricht in der entsprechenden Voicemail-Box des Voicemail-Systems 28 hinterlassen. Bei einer Ausführungsform wird der Zugriff auf das Durchsagesystem nur dann gestattet, wenn ein Anrufer ein Passwort eingibt, etwa in Form einer bestimmten Ziffernfolge. Beispielsweise kann eine persönliche Identifikationsnummer (PIN) vorhanden sein, die über die Wähltasten eines herkömmlichen Telefons eingegeben wird. Als Alternative zu dem passwortgestützten Zugriff kann eine Beschränkung der Telefone definiert werden, von denen aus eine Paging-Durchsage veranlasst werden darf. Als ein Beispiel hierfür kann etwa der automatisierte Zugriff auf das Durchsagesystem beschränkt werden auf Anrufe, die von einem internen Telefon 12, 14 oder 16 ausgehen und an ein anderes internes Telefon gerichtet sind. In einem weiteren Beispiel können die Informationen zur Identität des Anrufers, die infolge eines kommenden externen Anrufs empfangen werden, die Grundlage für die Entscheidung bilden, ob der Zugriff auf das Durchsagesystem gestattet wird. Das bedeutet, dass die in Schritt 60 eingestellten Parameter für den Zugriff auf das Durchsagesystem eine Festlegung auf bestimmte externe Telefone beinhalten können, auf welche der Zugriff beschränkt werden soll. Ähnlich wie in Schritt 58 können die Parameter im Schritt 60 individuell oder für die gesamte Einrichtung gelten. Die Einstellungen werden im Speichermodul 42 aus 1 gespeichert.

In Schritt 62 werden Kommunikationssicherheits-Parameter gesetzt. Diese Parameter können verwendet werden, um den Zugriff auf einen wartenden Anruf einzuschränken. Aus Datenschutz- und/oder Sicherheitsgründen können Einschränkungen hinsichtlich der Verfügbarkeit der Anrufübernahme zwingend erforderlich sein. So kann es beispielsweise sein, dass ein Anrufer einen Arzt nicht anhand der Stimme erkennt, sodass jedermann in einem Krankenhaus versuchen könnte, sich als der gesuchte Arzt auszugeben und persönliche Fragen zu stellen. Die Kommunikationssicherheits-Parameter, die in Schritt 62 definiert werden, können es erforderlich machen, dass eine Person, die versucht, einen Anruf abzurufen, ein Passwort eingeben muss (beispielsweise eine PIN), bevor die Teilnehmer miteinander verbunden werden. Bei einer anderen Ausführungsform beziehen sich diese Zugriffsbeschränkungen auf die Definition bestimmter interner Telefone 12, 14, und 16 als berechtigte Telefone. Ein bestimmter Teilnehmer kann ein Telefon in einem zweiten Büro des Teilnehmers als das einzige Telefon bestimmen, das berechtigt ist, Anrufe abzurufen, die Gegenstand von Paging-Durchsagen sind, die den betreffenden Teilnehmer angeben. Die Abrufbeschränkungen werden vorzugsweise einzeln für jeden Teilnehmer ausgewählt. Die Parameter werden in dem Speichermodul 42 aus 1 gespeichert.

Die automatisierte Durchsagefunktion wird dann in Schritt 64 veranlasst. Wie nachstehend noch ausführlicher beschrieben wird, überwacht das System die Nebenstellen, die für das Parken von Anrufen zur Verfügung stehen, die Gegenstand von Paging-Durchsagen sind. Schritt 66 ist enthalten, um den Prozess der Pflege der Nebenstellentabelle zu identifizieren.

Es wird wieder auf 2 Bezug genommen, in der der Entscheidungsschritt 56 auf einer ersten Ebene festgelegt wird durch die Parameter für den Zugriff auf das Durchsagesystem, die in Schritt 60 der 3 gewählt und im Speichermodul 42 der 1 gespeichert werden. Auf einer zweiten Ebene wählt der Anrufer zwischen dem Aufzeichnen einer Nachricht und dem Veranlassen der Ausstrahlung einer Paging-Durchsage. Der Schritt 68, das Aufzeichnen einer Nachricht, wird mithilfe der herkömmlichen Verfahren in Voicemail-Systemen implementiert. Dagegen werden, wenn der Anrufer dazu berechtigt ist und sich für die Durchsage-Option entscheidet, die relevanten Paging-Parameter in Schritt 70 festgelegt. Die im Speichermodul 44 ausgewählte Paging-Hierarchie kann vorschreiben, dass die Paging-Durchsage lediglich in einem bestimmten örtlich begrenzten Bereich ausgestrahlt wird. Bei einigen Ausführungsformen werden dem Anrufer Wahlmöglichkeiten angeboten, die sich auf den Bereich beziehen, in dem die Paging-Durchsage ausgestrahlt werden soll.

Das Voicemail-System 28 parkt anschließend in Schritt 72 den Anruf. Dazu kann in der Telefonvermittlungsstelle 18 eine begrenzte Anzahl von „Blindnebenstellen" konfiguriert sein. An jeder dieser Blindnebenstellen kann ein wartender Anruf gehalten werden. Im Voicemail-System kann dieser Schritt implementiert werden, indem ein Parken-Befehl an die Telefonvermittlungsstelle 18 gesendet wird. Dieser Parken-Befehl könnte beispielsweise „PARK 2136" lauten, wobei „PARK" der Parken-Befehl bzw. die „Parken"-Taste des Systems ist, und wobei „2136" eine der Blindnebenstellen ist. Damit das Voicemail-System die Nebenstellen überwachen kann, müssen die Nebenstellen vorab innerhalb des Voicemail-Systems konfiguriert werden. Wie unter Bezug auf Schritt 66 in 3 erwähnt, verwendet das Voicemail-System gegebenenfalls eine Tabelle der Nebenstellen, um den Prozess des Haltens und Abfragens von Anrufen verfolgen zu können. Für die Zeit, die ein Anruf an einer Blindnebenstelle geparkt ist, hört der Anrufer ein Freizeichen oder auf eine Wartemusik, je nach Konfiguration der Telefonvermittlungsstelle 18.

Das Voicemail-System 28 ist dann in der Lage, die Leitung freizugeben, da der Anruf an der Blindnebenstelle geparkt ist. Anschließend geht das Voicemail-System auf einem verfügbaren Kanal/Port in den Zustand „Hörer abgenommen", um die zweite Verbindung 38 zwischen dem Voicemail-System 28 und dem Durchsagesystem 30 aufzubauen. Diese Kommunikation zwischen den verschiedenen Systemen ist in Schritt 74 in der 2 dargestellt. Zwar wird die Kommunikationsverbindung in 1 als eine direkte Verbindung dargestellt, üblicherweise ist hierfür aber der Betrieb über die Telefonvermittlungsstelle 18 erforderlich. Der Zustand „Hörer abgenommen" des verfügbaren Kanals/Ports bezieht sich auf eine Verbindung zu der Telfonvermittlungsstelle 18. Das Voicemail-System wählt „P", wobei „P" der Systembefehl für den Zugriff auf das Paging-System ist. Dies kann durch den Anruf-Manager 40 gesteuert werden. Anschließend veranlasst der Anruf-Manager, dass die entsprechenden Durchsageinformationen ausgestrahlt werden, beispielsweise „Dr. Grün, bitte Apparat 2136". Die Durchsage wird in Schritt 76 der 2 dargestellt. Die Verbindung zwischen dem Voicemail-System 28 und dem Durchsagesystem 30 kann danach ausgelöst werden.

Die Nebenstelle 2136 ist in der Tabelle der Nebenstellen markiert als durch den wartenden Anruf belegt. Der nächste Anrufer, der eine Durchsage anfordert, kann an einer Blindnebenstelle 2137 geparkt werden, bis alle verfügbaren Blindnebenstellen belegt sind. Wenn für einen Anruf keine Blindnebenstelle zur Verfügung steht, kann das Voicemail-System den nächsten Anrufer an eine verfügbare Telefonvermittlungskraft umleiten.

In Schritt 78 wird die Zeit überwacht, die ein ausgerufener Teilnehmer benötigt, bis er einen Anruf abruft. Vorzugsweise wird eine Rückrufzeit eingestellt, indem das Voicemail-System 28 oder die Telefonvermittlungsstelle 18 entsprechend konfiguriert wird. Wenn im Entscheidungsschritt 80 der geparkte Anruf abgerufen wird, werden in Schritt 82 alle relevanten Zugriffsparameter geprüft. Dies beinhaltet die Einhaltung der Kommunikationssicherheits-Parameter, die in Schritt 62 in 3 eingestellt wurden. Zweck der Sicherheitsprüfung ist es, den Schutz der Daten des Anrufers zu gewährleisten und/oder die Anfälligkeit des systemübergreifenden Prozesses für die unbefugte Verbreitung von Informationen zu vermindern. Unter der Voraussetzung, dass die Person, die versucht, den Anruf abzurufen, dazu berechtigt ist, werden im Schritt 84 die Teilnehmer miteinander verbunden.

Das Voicemail-System 28 beinhaltet vorzugsweise einen Parameter, der eine Wartezeit zwischen dem Parken von Anrufen an einer bestimmten Blindnebenstelle definiert. Sofort nachdem ein Anruf an der Nebenstelle geparkt wird, startet das Voicemail-System den betreffenden Timer. Wenn die Zeit abgelaufen ist, nimmt das Voicemail-System an, dass die betreffende Nebenstelle wieder für das Parken eines Anrufs zur Verfügung steht. Der Parameter sollte um einige Sekunden mehr vorsehen als die Zeit für das Abrufen des Anrufs, die unter Bezugnahme auf den Schritt 78, die Definition der Zeit für das Abrufen des Anrufs, beschrieben wird.

Die Zeit für das Abrufen des Anrufs, die für die Schritte 78 und 80 relevant ist, wird in der Telefonvermittlungsstelle 18 als die maximale Zeit konfiguriert, für die ein Anruf an einer Nebenstelle geparkt bleibt, bevor ein Rückruf veranlasst wird. Bei der Ausführungsform gemäß 2 wird der Anruf, wenn er nicht vor Ablauf der definierten Zeit abgerufen wird, in Schritt 54 wieder an das Voicemail-System geleitet. Das Voicemail-System erhält in der Regel auf dem Signalisierungskanal, sofern ein solcher vorhanden ist (beispielsweise in einer ISDN-Umgebung), einige Informationen zur Identifizierung. Zumindest die Informationen zur Identifizierung des Anrufers werden an das Voicemail-System weitergegeben, zusammen mit dem Hinweis, dass es sich bei dem Anruf um einen Rückruf aus dem „PARKEN"-Zustand handelt. Infolgedessen gibt das Voicemail-System die entsprechende Ansage wieder, also etwa „Dr. Grün hat sich nicht gemeldet". Bei der bevorzugten Ausführungsform beinhaltet die Ansage darüber hinaus verschiedene Wahlmöglichkeiten. Dem Anrufer kann erneut die Wahlmöglichkeit angeboten werden, in Schritt 68 eine Nachricht aufzuzeichnen. In einem mehrstufigen Schema hat der Anrufer gegebenenfalls die Wahlmöglichkeit, eine zweite Stufe der Anrufbenachrichtigung zu veranlassen. Wie vorstehend erläutert, kann die zweite Stufe in Bezug auf den Bereich, in dem die Durchsage ausgestrahlt wird, verschieden sein, oder eine Umschaltung auf ein anderes System bedeuten. In 1 veranlasst u. U. der Anruf-Manager 40 die Verbindung 46, um den entfernten Pager des gerufenen Teilnehmers zu aktivieren. Zwar wird hier die Verbindung 46 als die direkte Verbindung zwischen dem Voicemail-System 28 und dem drahtlosen Paging-System 34 dargestellt, doch wird die Interaktion der beiden Systeme in der Regel über die Telefonvermittlungsstelle 18 erreicht. So kann beispielsweise das Voicemail-System auf einem verfügbaren Kanal/Port zu der Telefonvermittlungsstelle 18 in den Zustand „Hörer abgenommen" gehen und den entsprechenden Zugriffsbefehl für die Aktivierung des drahtlosen Paging-Systems wählen. Bei einigen drahtlosen Paging-Systemen können numerische Codes auf dem Display der entfernten Pager angezeigt werden. Bei einer solchen Ausführungsform kann das Voicemail-System dazu genutzt werden, die erforderlichen MFV-Wähltöne (MFV = Mehrfrequenz-Wählverfahren) auszusenden, um den Teilnehmer zu benachrichtigen, sodass er anrufen und den geparkten Anruf übernehmen kann. Pager, die ein alphanumerisches Display besitzen, werden von dem Voicemail-System mithilfe des entsprechenden Protokolls für das betreffende System kontaktiert.

Entfernte Pager können kurze Sprachnachrichten wiedergeben. In einem solchen Fall kann das Voicemail-System 28 aus 1 das Paging-System 34 kontaktieren und dieselbe Meldung abspielen, die zwecks Ausstrahlung an das Durchsagesystem 30 gesendet wurde. Ein spezielles Leistungsmerkmal für externe Anrufübernahme kann in der Telefonvermittlungsstelle 18 implementiert werden, um einem Teilnehmer die Möglichkeit zu bieten, von einem externen Telefon aus anzurufen und den geparkten Anruf abzurufen. Alternativ hierzu kann der externe Anrufer, an den der Paging-Ruf gesendet wurde, eine Telefonvermittlungskraft in der Einrichtung 10 kontaktieren und darum bitten, dass die Telefonvermittlungskraft die Verbindung zwischen den Teilnehmern herstellt.

Bei Ausführungsformen, die das mehrstufige Benachrichtigungsschema beinhalten, wird die entsprechende Abfolge von Schritten, die auf den Entscheidungsschritt 56 in 2 folgen, ein zweites Mal ausgeführt. Auf diese Weise wird der geparkte Anruf entweder abgerufen, bevor das Zeitlimit aus Schritt 78 abläuft, und werden die Teilnehmer in Schritt 84 miteinander verbunden, oder wird die Verbindung im Entscheidungsschritt 80 zurück auf das Voicemail-System geschaltet. Wenn alle Stufen ohne Erfolg durchlaufen wurden, wird der Anrufer informiert, dass als einzige Option verbleibt, in Schritt 68 eine Nachricht zu hinterlassen.

Alternativ zu der vorstehend beschriebenen Ausführungsform kann der nicht angenommene Anruf logisch oder physisch im Voicemail-System 28 geparkt werden. Der Teilnehmer, der per Paging gerufen wird, würde dann auf den Anruf zugreifen, indem er sich bei dem Voicemail-System anmeldet. Als weitere Alternative zu der vorstehend beschriebenen Anordnung kann das Vermittlungsamt 26 aus 1 die Funktionen der Telefonvermittlungsstelle 18 übernehmen. Das bedeutet, dass eine Telefonvermittlungsstelle vor Ort nicht zwingend erforderlich ist.

Obwohl die vorliegende Erfindung hier mit einer „Parkgelegenheit" aus Blindnebenstellen beschrieben und dargestellt wurde, ist dies nicht wesentlich. Es sind Telefonvermittlungsstellen bekannt, die über integrierte Bereiche zum Parken von Anrufen verfügen, sodass es nicht erforderlich ist, vorab Blindnebenstellen zu konfigurieren.

Ein solcher Parkbereich im System wird manchmal auch als Parksystem, „System-Orbit" oder „Array von Systembereichen" bezeichnet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Nutzung eines Durchsagesystems zur Bereitstellung der Paging-Fähigkeit für Anrufe, die an ein Voicemail-System einer Einrichtung weitergeleitet werden, in der eine Mehrzahl von Telefonen vorhanden ist, wobei jedes dieser Telefone einem bestimmten Teilnehmer zugeordnet ist und wobei das besagte Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

    Empfangen eines Anrufs in dem besagten Voicemail-System, wobei dieser Schritt das Auswählen einer Wahlmöglichkeit einschließt, das besagte Durchsagesystem zu nutzen, sowie Herstellen einer ersten Verbindung zwischen dem besagten Voicemail-System und einem Telefon eines gerufenen Teilnehmers, wobei der besagte Anruf für einen identifizierten Teilnehmer bestimmt ist;

    Herstellen einer zweiten Verbindung zwischen dem besagten Voicemail-System und dem besagten Durchsagesystem, wobei die besagte zweite Verbindung von der besagten ersten Verbindung verschieden ist und

    als automatische Reaktion auf das Herstellen der besagten zweiten Verbindung Veranlassen einer Durchsage bezüglich der Verfügbarkeit des besagten Anrufs für die Übernahme durch den besagten identifizierten Teilnehmer.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner einen Schritt umfasst, den besagten Anruf auf einer bekannten Telefonleitung zu parken, um die besagte erste Verbindung auslösen zu können, wobei die besagte Durchsage eine Angabe der besagten bekannten Telefonleitung und des besagten identifizierten Teilnehmers enthält.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner einen Schritt umfasst, den besagten Anruf derart weiterzuleiten, dass der besagte Anruf für den besagten identifizierten Teilnehmer über eine dritte Verbindung zugänglich ist, wobei die Herstellung der besagten dritten Verbindung beinhaltet, dass mindestens eine Zugriffsbeschränkung verhängt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der besagte Schritt, der das Verhängen von besagter mindestens einer Zugriffsbeschränkung beinhaltet, ferner umfasst, dass die Eingabe eines vorab definierten Passworts erforderlich ist, bevor die besagte dritte Verbindung hergestellt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der besagte Schritt, der das Verhängen von besagter mindestens einer Zugriffsbeschränkung beinhaltet, ferner umfasst, dass die Kennungen einer begrenzten Anzahl der besagten Telefone gespeichert werden, über die auf die Anrufe für den besagten identifizierten Teilnehmer zugegriffen werden kann.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der besagte Schritt des Herstellens der besagten zweiten Verbindung in selektiver Weise ausgeführt wird, um den eingeschränkten Zugriff auf das besagte Durchsagesystem umzusetzen.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der besagte Schritt der Umsetzung des eingeschränkten Zugriffs beinhaltet, dass der besagte Anrufer ein Passwort eingeben muss als Voraussetzung dafür, dass die besagte zweite Verbindung hergestellt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der besagte Schritt der Umsetzung des eingeschränkten Zugriffs beinhaltet, dass Informationen zur Identität des Anrufers gespeichert werden, die Angaben über die ausgewählten Telefone enthalten, und der darüber hinaus umfasst, dass die besagten gespeicherten Informationen zur Identität des Anrufers mit den Anrufdaten verglichen werden, die bei der Herstellung der besagten ersten Verbindung empfangen wurden, wobei die besagten Anrufdaten eine Angabe zu dem besagten Telefon des besagten Anrufers enthalten.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner einen Schritt umfasst, einen Zeitschwellenwert festzulegen für die Übernahme des besagten Anrufs durch den besagten identifizierten Teilnehmer im Anschluss an die besagte Durchsage, wobei der besagte Anruf an das besagte Voicemail-System zurückgeschaltet wird, wenn der besagte Zeitschwellenwert überschritten wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der besagte Schritt des Veranlassens der besagten Durchsage eine erste Stufe in einem mehrstufigen Anrufbenachrichtigungsschema darstellt, in dem die Unterschiede zwischen den verschiedenen Stufen mindestens auf einem Bereich der besagten Einrichtung und/oder dem Paging-Modus basieren, der für die Suche nach dem identifizierten Teilnehmer benutzt wird.
  11. Anrufbenachrichtigungsverfahren für eine Einrichtung, in der eine Mehrzahl von Telefonen vorhanden ist, wobei jedes dieser Telefone einem bestimmten Teilnehmer zugeordnet ist und wobei das besagte Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

    Feststellen des Vorhandenseins eines Anrufs, der an ein erstes Telefon gerichtet ist, das einem ersten Teilnehmer zugeordnet ist;

    Anbieten einer Wahlmöglichkeit für einen Anrufer des besagten Anrufs, eine Durchsage zu veranlassen, wenn der besagte Anruf an dem besagten ersten Telefon nicht angenommen wird;

    Parken des besagten Anrufs

    als Reaktion auf die Auswahl der besagten Wahlmöglichkeit durch den besagten Anrufer Veranlassen einer bereichsweiten Durchsage, die in verbaler Form angibt, dass für den besagten ersten Teilnehmer ein Anruf vorliegt und

    Herstellen der Verbindung des besagten Anrufs zu einem der besagten Telefone in Reaktion auf die Übernahme des besagten geparkten Anrufs;

    wobei mindestens einer von den Schritten Anbieten der besagten Wahlmöglichkeit und Herstellen der Verbindung selektiv implementiert wird, um den Zugriff auf das Veranlassen der besagten bereichsweiten Durchsage und/oder auf die besagte Übernahme des besagten geparkten Anrufs einzuschränken
  12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der besagte Schritt des Anbietens der besagten Wahlmöglichkeit beinhaltet, dass der besagte Anruf zu einem Voicemail-System verbunden wird und eine Voicemail-Ansage bereitgestellt wird, die die besagte Wahlmöglichkeit angibt sowie eine zweite Wahlmöglichkeit, bei der der besagte Anrufer eine Voicemail-Nachricht hinterlässt.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die besagte selektive Implementierung beinhaltet, dass ein Passwort für jeden Teilnehmer derart gespeichert wird, dass zwischen den Passwörtern und den besagten Teilnehmern ein Eins-zu-eins-Verhältnis besteht.
  14. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die besagte selektive Implementierung beinhaltet, dass Kennungen einer begrenzten Anzahl von Telefonen gespeichert werden, auf die sich der besagte Zugriff erstreckt.
  15. Eine systemübergreifende Anordnung für eine Einrichtung (10), in der eine Mehrzahl von Telefonen (12, 12, 16) vorhanden ist, die Folgendes umfasst:

    eine Telefonvermittlungsstelle (18) für die Abwicklung von Verbindungen für Anrufe, die an besagten Telefonen ankommen bzw. von ihnen ausgehen;

    ein Voicemail-System (28), das mit der besagten Telefonvermittlungsstelle (18) verbunden ist, um Anrufe zu empfangen, die an den Telefonen (12, 14, 16), an die die besagten Anrufe gerichtet sind, nicht angenommen wurden, wobei in dem besagten Voicemail-System (28) Sprachansagen eingerichtet wurden, die eine erste Sprachansage umfassen, die auf die Wahlmöglichkeit hinweist, dass eine bereichsweite Durchsage für den gerufenen Teilnehmer veranlasst werden kann, und wobei die besagten Sprachansagen eine zweite Sprachansage umfassen, die auf die Wahlmöglichkeit hinweist, eine Nachricht aufzuzeichnen;

    ein Durchsagesystem (30), das auf eine Auswahl der besagten Wahlmöglichkeit aus der besagten ersten Sprachansage reagiert, wobei das besagte Durchsagesystem (30) mit einem Lautsprechermittel (32) verbunden ist, um die besagte bereichsweite Durchsage auszustrahlen; und

    ein Sicherheitsmittel (40), das den Zugriff auf die Anrufbenachrichtigungs- und -übernahmefähigkeit einschränkt, die durch die Zusammenschaltung des besagten Voicemail-Systems (38) mit der besagten Telefonvermittlungsstelle (18) und dem besagten Durchsagesystem (30) bereitgestellt wird.
  16. Systemübergreifende Anordnung nach Anspruch 15, wobei das besagte Sicherheitsmittel (40) ein Speichermodul (42) umfasst, das die Passwörter enthält, die den berechtigten Teilnehmern eins zu eins entsprechen.
  17. Systemübergreifende Anordnung nach Anspruch 15, wobei das besagte Sicherheitsmittel (40) ein Speichermodul (44) umfasst, das die Kennungen der Telefone enthält, die zu dem besagten Zugriff berechtigt sind.
  18. Systemübergreifende Anordnung nach Anspruch 15, wobei sich das besagte Sicherheitsmittel (40) darauf bezieht, den Zugriff für das Abrufen von Anrufen einzuschränken, die nicht angenommen wurden und die in einer der besagten bereichsweite Durchsagen angezeigt werden.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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