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Dokumentenidentifikation DE102004052396A1 20.07.2006
Titel Erfassungsvorrichtung
Anmelder Schneider, Lutz, Dr., 76316 Malsch, DE;
Gregor, Tilman, 76199 Karlsruhe, DE
Erfinder Schneider, Lutz, Dr., 76316 Malsch, DE
Vertreter Geitz Truckenmüller Lucht, Patentanwälte, 76135 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 28.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004052396
Offenlegungstag 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse G01V 15/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Erfassungsvorrichtung für Stückgüter (2), insbesondere Textilien. Ausgehend von der aus dem Stand der Technik bekannten Markierung von Textilien mit RFID-Tags, die mittels einer Leseeinrichtung ausgelesen werden können, wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Erfassungsvorrichtung für Textilien geschaffen, bei der mittels wenigstens zweier der Erfassungsvorrichtung in einem definierten Winkel zueinander angeordneter Antennen (5, 5' und 6, 6') elektromagnetische Felder unterschiedlicher Ausrichtung erzeugt und hierdurch sichergestellt ist, dass die elektronischen Markierungen der in einem Zählkorb aufgenommenen Stückgüter (2) unabhängig von ihrer relativen Anordnung im Raum zuverlässig ausgelesen werden können.

Beschreibung[de]

Erfassungsvorrichtung für Stückgüter, vorzugsweise Textilien und/oder textile Gegenstände, mit einer Antennenvorrichtung zur induktiven Einkopplung einer Betriebsspannung in eine elektronische Markierung, die jeweils unverlierbar mit den zu zählenden Stückgütern verbunden sind, und einer Leseeinheit zur Erfassung der von den elektronischen Markierungen gesendeten Signale sowie einem der Leseeinrichtung nachgeschalteten Zähler zur Bestimmung der jeweiligen Anzahl der Stückgüter durch Auswertung der mittels der Leseeinrichtung empfangenen Signale der elektronischen Markierungen.

Eine derartige Erfassungsvorrichtung für Reinigungsmops ist beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 200 16 620 U1 vorbekannt.

Der aus dieser Schrift vorbekannte Reinigungsmop ist auf der bei bestimmungsgemäßer Benutzung dem zu reinigenden Fußboden zugewandten Seite mit einem Reinigungsflor versehen und weist an der gegenüberliegenden Seite im Seitenendbereich jeweils eine offene Aufnahmetasche, die mittels aufgesetzter Taschenlagen gebildet ist, auf, wobei in diese Aufnahmetaschen die Endabschnitte eines, vorzugsweise klappbaren, Mophalters einsteckbar sind.

Derartige Reinigungsmops sind seit vielen Jahren handelsüblich und dienen zum Aufnehmen von Verunreinigungen auf ebenen Flächen, wie Böden oder Wänden. Derartige Reinigungsmops werden etwa zur Reinigung von Böden in Krankenhäusern oder Kliniken und anderen medizinischen Einrichtungen benutzt. In diesen Bereichen herrschen besonders strenge Anforderungen an die Hygiene, so dass die genannten Reinigungsmops bzw. Wischmopbezüge in vorgeschriebenen zeitlichen Abständen gereinigt und desinfiziert werden müssen. Die Reinigungsintervalle der Wischmops sind in Abhängigkeit von der mit den jeweiligen Wischmops bearbeiteten Fläche geregelt. Daher stellt sich zunächst das Problem, dass die Reinigungsintervalle der Wischmops überwacht werden müssen. Außerdem dürfen die besagten Wischmops nur eine vorgeschriebene Anzahl von Reinigungsintervallen durchlaufen, bis sie ausgetauscht werden müssen. Ein weiteres erhebliches Problem im Rahmen der Reinigung der genannten Wischmops besteht nun darin, dass die Reinigung sehr oft außerhalb der genannten Einrichtungen, also in Spezialreinigungen erfolgt. Es besteht also bei der Überwachung der Reinigungsintervalle ein zusätzliches Interesse, auch die Anzahl der Wischmops erfassen und kontrollieren zu können. Dieses Interesse wird insbesondere dadurch verstärkt, dass in den letzten Jahren in den genannten Einrichtungen ein kaum erklärlicher Schwund an den genannten Wischmops festgestellt wurde. Es ist weitgehend unklar, ob dieser Schwund auf das eingesetzte Klinikpersonal oder die genannten Reinigungseinrichtungen oder auf ganz andere Ursachen zurückzuführen ist. Dieses Problem konnte bisher nur dadurch angemessen gelöst werden, dass die zur Reinigung gegebenen Wischmops vor Auslieferung gezählt wurden und nach deren Rückgabe die gereinigten Mops wiederum einer Zählung unterworfen werden. Es versteht sich, dass die Zählung, insbesondere der von der Reinigung verschmutzten Wischmops, eine zeitaufwendige und nicht gerade angenehme Handarbeit ist.

Ausgehend von diesem Stand der Technik schlägt die DE 200 16 620 U1 den Einsatz der an sich bekannten RFID-Tags vor. Eine ausführliche Beschreibung dieser RFID-Tags und der in diesem Zusammenhang erreichten Technik findet sich etwa in der DE 101 55 935 A1.

Die RFID(Radio-Frequency-Identification)-Tags bestehen im Wesentlichen aus kontaktlos abfragbaren Transpondersystemen. Es handelt sich hierbei um Schwingkreise mit einer definierten Resonanzfrequenz. Der Tag besteht dabei im Wesentlichen aus einer Spule mit einer oder mehreren Windungen, wobei in diesen Schwingkreis ein Chip angeordnet ist. Sobald die erwähnte Spule in das magnetische Wechselfeld einer Sendeantenne gebracht wird, wird eine induktive Kopplung zwischen der Sendeantenne und der Spule des Tags erzeugt. Durch das elektromagnetische Wechselfeld wird in dem Tag eine elektrische Spannung induziert, die letztlich die Spannungsversorgung des in dem Schaltkreis integrierten Siliziumchips, des sogenannten „Transponder-IC's" sicherstellt. Alternativ wird bei den einfachen 1Bit-Transpondern auf den genannten Siliziumchip verzichtet, so dass der RFID-Tag nur aus der genannten Spule und einem Kondensator besteht, wobei aufgrund der Anregung dieses Schwingkreises, vorzugsweise mit dessen Resonanzfrequenz, der RFID-Tag seinerseits ein magnetisches Wechselfeld erzeugt, was zu einer messbaren Verstimmung des mit der Antennenspule erzeugten Magnetfeldes führt. Mit Hilfe des 1Bit-Transponder kann im Wesentlichen nur digital die Existenz eines solchen Transponders erfasst werden und nicht etwa die Inhalte eines Siliziumchips mit weiteren individuellen Daten ausgelesen werden. Die 1Bit-Transponder werden beispielsweise zur Diebstahlsicherung in Kaufhäusern eingesetzt. Hier genügt es tatsächlich zu erfassen, ob ein derartiger Transponder, der beispielsweise mit einem Kleidungsstück fest verbunden ist, an einer zumeist im Ausgangsbereich eines Kaufhauses angeordneten Leseeinrichtung unbefugt – also ohne entsprechenden Bezahlvorgang – vorbeigeführt wird.

Diese Technik wird gemäß der DE 200 16 620 U1 nun mit Vorteil eingesetzt, um die erwähnten Wischmops zu zählen. Hierzu sind in einer entsprechenden Aufnahmetasche des Reinigungsmops die erwähnten RFID-Tags eingenäht, wobei es sich gemäß der vorbekannten Lösung nicht um 1Bit-Transponder, sondern um Transponder mit einem integrierten Speicherchip handelt. Auf dem Chip sind den jeweiligen Reinigungsmop individualisierende Daten, wie etwa eine Seriennummer, das Herstellungsdatum, Angaben über den Hersteller, Angaben über den Eigentümer, also etwa der Name des Krankenhauses, sowie Angaben der ersten, zweiten bzw. letzten chemischen Reinigung des Reinigungsmops, enthalten. Der Speicherchip kann dabei sowohl gelesen, wie auch beschrieben werden. Hierzu muss der Reinigungsmop jeweils über ein Kartenlesegerät bzw. über ein Lese-/Dateneingabegerät geführt werden.

Diese Lösung erlaubt es, den Zählvorgang der fraglichen Wischmops deutlich zu vereinfachen und überdies die genannten Reinigungsintervalle mit elektronischer Hilfe zu überwachen. Der mit einer derartigen Leseeinrichtung zu erzielende Automatisierungsgrad der Zählung bzw. der Erfassung der im Zusammenhang mit den Wischmops gespeicherten Daten hält sich gleichwohl in Grenzen. Um ein im elektromagnetischen Wechselfeld einer Sendeantenne angeordnetes RFID-Tag sicher erfassen zu können, muss zum einen sichergestellt sein, dass der Abstand zwischen der Antenne zur Einkopplung der Betriebsspannung in den RFID-Tags und dem RFID-Tag selbst nicht zu groß wird. Derzeit geht man unter Einsatz der für die Umgebung noch verträglichen Feldstärken davon aus, dass der Abstand zwischen RFID-Tag und Antenne nicht größer als 30 cm sein darf.

Darüber hinaus muss die Anordnung des RFID-Tags relativ zur Sendeantenne unter Einhaltung einer bestimmten Ausrichtung erfolgen. Idealerweise wird der Tag mit der integrierten Spule an der Leseeinrichtung vorbeigeführt, so dass die von der Spule umschlossene Spulenfläche, mehr oder minder parallel an der Spulenfläche der Sende-/Empfangsantenne vorbeigeführt wird. Hierdurch ist sichergestellt; dass die Feldlinien des von der Sende-/Empfangsantenne erzeugten elektromagnetischen Feldes die Spulenfläche nahezu orthogonal schneiden. Jedenfalls sollte der zwischen der Spulenfläche und der von der Antenne des Tags umschlossenen Fläche bestehende Winkel 45 Grad nicht übersteigen, da ansonsten eine hinreichende Durchdringung der Antennenspulenfläche des RFID-Tags und damit die erforderliche induktive Einkopplung in den betreffenden Tag nicht mehr gewährleistet ist. Die sichere Erkennung und/oder ein sicheres Auslesen des RFID-Tags durch die jeweilige Sende-/Empfangsantenne ist dann nicht mehr gesichert.

Gemäß dem durch die DE 200 16 620 U1 repräsentierten nächstliegenden Stand der Technik ist es zur Zählung und Kontrolle der Wischmops, also mehr oder minder weiterhin erforderlich, die Wischmops mehr oder minder exakt ausgerichtet an einer Sende- und Empfangsantenne, etwa mittels eines Laufbandes oder per Hand vorbeizuführen. Dies wird insbesondere in Verbindung mit einer großen Anzahl von Wischmops nach wie vor als unbefriedigend empfunden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Erfassungsvorrichtung für Stückgüter, vorzugsweise für Textilien und/oder textile Gegenstände, zu schaffen, die die vorstehend genannten Nachteile vermeidet und hierdurch eine weitgehend vollautomatische Zählung bzw. Erfassung der zu zählenden Stückgüter gestattet.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch eine Erfassungsvorrichtung gemäß den Merkmalen des Hauptanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Erfassungsvorrichtung sind den abhängigen Ansprüchen 2 bis 12 zu entnehmen.

Dadurch, dass die Antennenvorrichtung der Erfassungsvorrichtung mindestens zwei Antennen umfasst, die zueinander in einem, vorzugsweise orthogonalen, Winkel angeordnet sind, ist sichergestellt, dass mehrere elektromagnetische Felder jeweils unterschiedlicher Ausrichtung im Raum erzeugt sind. Dies bedeutet wiederum, dass unabhängig von der jeweiligen Ausrichtung der zu zählenden vorzugsweise textilen, Stückgüter gewährleistet ist, dass die RFID-Tags zumindest von den Feldlinien eines der beteiligten Felder geschnitten und somit die zur Aktivierung der elektronischen Markierung erforderlichen Voraussetzungen geschaffen sind. Durch die erfindungsgemäße Erfassungsvorrichtung kommt es also nicht länger auf eine bestimmte räumliche Ausrichtung der Stückgüter und der mit diesen unverlierbar verbundenen elektronischen Markierungen an. Die Erfassungsvorrichtung arbeitet auch bei zufälliger Anordnung der Stückgüter im Raum zuverlässig.

Die Antennen der Antennenvorrichtungen bestehen aus elektrischen Leitern zur Erzeugung eines elektromagnetischen Wechselfeldes in einer definierten Frequenz. Üblicherweise wird ein Wechselfeld mit 13,56 MHz erzeugt.

In vorteilhafter Ausgestaltung ist die Erfassungsvorrichtung mit einem Zählkorb versehen, wobei die einzelnen Antennen der Antennenvorrichtungen den Zählkorb zumindest an zwei Seiten übergreifen. Durch die Dimensionierung des Zählkorbs in Abhängigkeit von der Feldstärke der Felder der eingesetzten Antennen ist sichergestellt, dass zumindest die elektronischen Markierungen der in dem Zählkorb aufgenommenen Stückgüter aktiviert und ausgelesen werden können.

In vorteilhafter Ausgestaltung ist der Zählkorb quaderförmig ausgebildet, wobei sämtliche Wandungen des Zählkorbs von den Antennen der Antennenvorrichtung übergriffen sind. Dadurch, dass der Zählkorb quasi ringsum von den Antennen der Antennenvorrichtung umschlossen ist, kann mit vergleichsweise niedrigen Feldstärken gearbeitet werden.

Der Zählkorb der Erfassungsvorrichtung ist vorzugsweise so ausgestaltet, dass zumindest eine Wandung des Zählkorbs von den übrigen Wandungen des Zählkorbs gelöst werden kann. Hierdurch kann der Zählkorb in einfacher Weise geöffnet werden. Die mit dem entsprechenden Zählkorbabschnitt verbundene Antenne wird einfach ebenfalls geöffnet, so dass dann die Stückgüter durch die Öffnungen in den Zählkorb gegeben werden können. Dabei müssen nicht etwa den sechs Seiten des Zählkorbs auch sechs separate Antennen zugeordnet sein. Es ist vielmehr denkbar, dass eine Antenne mehrere Seiten übergreift, wobei auch dann die unterschiedliche Ausrichtung der erzeugten elektromagnetischen Felder durch die unterschiedliche Anordnung des Leiters derselben Antenne im Raum erreicht wird.

In vorteilhafter Ausgestaltung kann auch eine Antenne der Antennenvorrichtung aus mehreren, vorzugsweise parallel; angeordneten Spulen bestehen. Die einfachen Empfangsantennen der Antennenvorrichtungen bestehen nur aus einer einzigen Spule. Diese Empfangsantennen dienen ausschließlich zum Empfang der von den elektronischen Markierungen gesendeten Signale.

Die Sende-/Empfangsantennen mit mehreren, vorzugsweise zwei, parallel angeordneten Spulen sind mit dem feststehenden Teil des Zählkorbes verbunden, während die einfachen Empfangsantennen mit dem trennbaren Teil des Zählkorbs verbunden sind.

Zusätzlich sind die Empfangsantennen mit einem Empfangsverstärker verbunden, um so eine höhere Empfindlichkeit der Antennenvorrichtung für die von den elektronischen Markierungen gesendeten Signale zu erzielen. Der Verstärker erlaubt es, mit geringeren Feldstärken zur Aktivierung der elektronischen Markierungen zu arbeiten.

In abermals vorteilhafter Ausgestaltung ist der Ver- stärkungsfaktor des Empfangsverstärkers in Abhängigkeit vom Eingangspegel der Sende-/Empfangsantenne gewählt, d. h. dass bei entsprechend größerer Bitstärke zur Aktivierung von elektronischen Markierungen der Empfangsverstärker bedarfsweise herunter geregelt werden kann.

In vorteilhafter Ausgestaltung werden die beiden Sende-/Empfangsantennen mit den parallelen Spulen mit einem gemeinsamen Sende- und Empfangskanal betrieben, wobei diese Antennen jeweils über einen Splitter an den Sende- und den Empfangskanal einer zentralen Steuereinheit angeschlossen sind. Die beiden ausschließlich zum Empfang dienenden Empfangsantennen sind ebenfalls über einen Splitter an einen zweiten Lesekanal der zentralen Leseeinrichtung angeschlossen. Gemäß dieser vorteilhaften Ausführung, können sämtliche Antennen der Antennenvorrichtung von einer einzigen zentralen Steuerungseinheit angesteuert werden, wobei aufgrund des Anschlusses über einen Splitter die Bestromung aller beteiligten Antennen sichergestellt ist.

Im Falle der Ausgestaltung der elektronischen Markierungen als intelligente RFID-Tags mit integriertem Chip kann gleichzeitig mit der Zählung auch eine Überwachung der Reinigungsintervalle und anderer individueller Merkmale erfolgen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung nur schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

1: ein Prinzipschaltbild einer Erfassungsvorrichtung mit einer Antennenvorrichtung,

2: die Antennenvorrichtung der in 1 gezeigten Erfassungsvorrichtung im geschlossenen Zustand in einer perspektivischen Darstellung und

3: die Antennenvorrichtung der in 1 gezeigten Erfassungsvorrichtung im geöffneten Zustand in einer perspektivischen Darstellung.

Gemäß der Darstellung in 1 umfasst die Erfassungsvorrichtung einen Zählkorb 1 zur Aufnahme von zu zählenden Stückgütern 2, die mit einer kontaktlos auswertbaren elektronischen Markierung 3 versehen sind. Dabei handelt es sich bei der elektronischen Markierung 3 vorzugsweise um einen Transponder, bzw. um ein RFID-Tag. Unter RFID-Tags versteht man passive Schwingkreise, in denen ein Siliziumchip mit einem Datenspeicher angeordnet ist. Der Schwingkreis kann über eine Sendeantenne durch aktive Einkopplung einer Betriebsspannung zu einem elektromagnetisches Wechselfeld bestromt werden. Die induktive Einkopplung liefert dann die für den Siliziumchip benötigte Betriebsspannung, der dann die gespeicherten Daten an eine Empfangsantenne sendet.

Im vorliegenden Falle ist hierzu dem Zählkorb 1 eine Antennenvorrichtung 4 zugeordnet, die die Sende-/Empfangsantennen 5, 5' sowie zwei reine Empfangsantennen 6, 6' umfasst. Die Antennen 5, 5' und 6, 6' sind in unterschiedlicher Ausrichtung im Raum angeordnet. Vorliegend sind sie mit den Seitenwandungen des Zählkorbs 1 in hier nicht weiter dargestellter Weise fest verbunden. Hierdurch ist sichergestellt, dass die in dem Zählkorb 1 aufgenommenen Stückgüter 2 mehreren elektromagnetischen Feldern unterschiedlicher Ausrichtung ausgesetzt sind. Hierdurch ist wiederum sichergestellt, dass die Stückgüter 2 unabhängig von ihrer zufälligen Ausrichtung im Raum bzw. genauer gesagt im Zählkorb 1 jeweils von den Feldlinien der mittels der Sende-/Empfangsantennen 5, 5' erzeugten elektromagnetischen Feldern so durchdrungen werden, dass die benötigte Betriebsspannung in jeden im Zählkorb 1 aufgenommenen RFID-Tag sicher eingekoppelt wird. Hierdurch ist wiederum sichergestellt, dass die von den RFID-Tags gesendeten Signale von den Empfangsantennen 6, 6' wie auch der Sende-/Empfangsantennen 5, 5' sicher empfangen werden können.

Dabei werden die Sende-/Empfangsantennen 5, 5' von einer gemeinsamen zentralen Steuereinrichtung 7 über einen Splitter 10 angesteuert. Der Splitter 10 ist an einen Sende- und Empfangskanal 11 und 12 der zentralen Steuereinrichtung 7 angeschlossen. Dem Splitter 10 ist dann jeweils über eine bidirektionale Datenverbindung 13, 13' mit den angeschlossenen Sende-/Empfangsantennen 5, 5' datenverbunden. Die reinen Empfangsantennen 6, 6' sind dagegen über eine unidirektionale Datenverbindung 14, 14' über einen weiteren Splitter 15 mit der zentralen Steuerungseinheit 7 verbunden.

Über die Sende-/Empfangseinheit 5, 5' wird zunächst das zur Einkopplung der erforderlichen Betriebsspannung erforderliche elektromagnetische Wechselfeld erzeugt. Nach Abschaltung des Feldes senden die Tags dann die in den Chips enthaltenen Daten zur Kennung der Stückgüter 2, die von den Antennen 5, 5', 6, 6' der Antennenvorrichtung 4 empfangen und zur weiteren Auswertung an die zentrale Steuereinrichtung 7 übermittelt werden. Der zentralen Steuerungseinrichtung 7 ist ein Zähler 16 zur Anzeige des Zählergebnisses zugeordnet. Hierzu weist der Zähler 16 eine Anzeigevorrichtung 17 auf.

Die Antennenvorrichtung 4 der in 1 gezeigten Erfassungsvorrichtung ist in den 2 und 3 in einer detaillierteren Darstellung gezeigt.

Gemäß der Darstellung in 1 umschließt die Antennenvorrichtung 4 mit insgesamt vier Antennen, nämlich den beiden Sende-/Empfangsantennen 5, 5' sowie den zwei reinen Empfangsantennen 6, 6' den in 2 nicht näher dargestellten Zählkorb 1 weitgehend vollständig. Dabei bestehen die Sende-/Empfangsantennen 5, 5' aus zwei parallel geschalteten Spulen 20, 20'. Einer jeden Antenne 5, 5' und 6, 6' der Antennenvorrichtung 4 ist ein Abstimmelement zur jeweils exakten Einstellung der Sende- bzw. Empfangsfrequenz und/oder des Wellenwiderstands der jeweiligen Antenne 5, 5' und 6, 6' zugeordnet. Über die Abstimmelemente wird die maximale Empfindlichkeit der Antennen bei möglichst geringer Feldstärke eingestellt.

Bei richtigem Verständnis sind die Empfangsantennen 5, 5' mit den parallelen Spulen 20, 20' feststehend mit den in 2 nicht weiter dargestellten Zählkorb 1 verbunden.

Die reinen Empfangsantennen 6, 6' sind mit Wandungen des Zählkorbs 1 verbunden, die vom übrigen Zählkorb 1 zu dessen Öffnung gelöst werden können. Eine derartige Öffnung des Zählkorbs 1, etwa durch Herausziehen einer schubladenartigen Verbindung vom zwei orthogonal zueinander angeordneten Wandungen des Zählkorbs 1, also etwa der Bodenplatte und einer Seitenwandung, ist in 3 angedeutet.

Nachstehend wird die Funktion der in der Zeichnung dargestellten Erfassungsvorrichtung noch einmal im Zusammenhang kurz erläutert.

Die Erfassungsvorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem Zählkorb 1, dem eine mehrdimensional arbeitende Antennenvorrichtung 4 zugeordnet ist. Der Zählkorb 1 kann geöffnet werden, um die zu zählenden Stückgüter 2, insbesondere Reinigungsmops, in den Zählkorb 1 zu geben. Der Zählkorb 1 wird dann wieder geschlossen und die Antennenvorrichtung 4 bestromt. Aufgrund der induktiven Einkopplung einer Betriebsspannung in die elektronische Markierung der beliebig in dem Zählkorb 1 angeordneten Stückgüter 2, also der Wischmops, ist so in wenigen Sekunden das Zählergebnis, also die Anzahl der in den Zählkorb 1 aufgenommenen Stückgüter 2, ermittelt. Für den Fall, dass es sich bei den mit den Wischmops verbundenen elektronischen Markierungen 3 nicht nur um 1Bit-Transponder, sondern um Schwingkreise mit integriertem Chip handelt, können gleichzeitig in diesem Zusammenhang wischmop-individuelle Daten kontaktlos erfasst werden.

Im Unterschied zum Stand der Technik liegt der Vorteil der erfindungsgemäß Erfassungsvorrichtung darin, dass die fragliche Einrichtung auch bei beliebiger Anordnung der Stückgüter 2 innerhalb des Zählkorbs 1 zuverlässig arbeitet.

1Zählkorb 2Stückgüter 3elektronische Markierung 4Antennenvorrichtung 5, 5'Sende-/Empfangsantenne 6, 6'Empfangsantenne 7zentrale Steuereinrichtung 10Splitter 11Sendekanal 12Empfangskanal 13, 13'bidirektionale Datenverbindung 14, 14'unidirektionale Datenverbindung 15weiterer Splitter 16Zähler 17Anzeigevorrichtung 20, 20'Spulen

Anspruch[de]
  1. Erfassungsvorrichtung für Stückgüter, vorzugsweise Textilien und/oder textile Gegenstände, mit einer Antennenvorrichtung zur induktiven Einkopplung einer Betriebsspannung in eine elektronische Markierung (3), die jeweils unverlierbar mit den zu zählenden Stückgütern (2) verbunden sind, und einer Leseeinheit zur Erfassung der von den elektronischen Markierungen (3) gesendeten Signale sowie einem der Leseeinrichtung nachgeschalteten Zähler (16) zur Bestimmung der jeweiligen Anzahl der Stückgüter (2) durch Auswertung der mittels der Leseeinrichtung empfangenen Signale der elektronischen Markierungen (3), dadurch gekennzeichnet, dass die der Erfassungsvorrichtung zugeordnete Antennenvorrichtung (4) zur Erzeugung jeweils zweier elektromagnetischer Felder unterschiedlicher, vorzugsweise einander orthogonaler, Ausrichtung, wenigstens zwei separate Antennen (5, 6) umfasst, die zueinander in einem definierten, vorzugsweise rechten, Winkel angeordnet sind.
  2. Erfassungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass jede Antenne (5, 5', 6, 6') der Antennenvorrichtung (4) einen elektrischen Leiter umfasst, wobei dieser Leiter derart ausgeformt ist, dass dieser zumindest annähernd einen geschlossenen Rahmen ausbildet.
  3. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung einen zumindest teilweise geschlossenen Zählkorb (1) zur Aufnahme der zu zählenden Stückgüter (2) besitzt, wobei die Antennenvorrichtung (4) den Zählkorb (1) zumindest an zwei Seiten übergreift.
  4. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der, vorzugsweise quaderförmige, Zählkorb (1) an allen sechs Seiten von, vorzugsweise vier, separaten Antennen (5, 5', 6, 6') der Antennenvorrichtung (4) umgriffen ist.
  5. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen des Zählkorbs (1) mit der Antennenvorrichtung (4) verbunden sind, wobei wenigstens eine Wandung des Zählkorbs (1) zur Öffnung des Zählkorbs (1) lösbar mit den anderen Wandungen verbunden ist.
  6. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zählkorb (1) und die Antennenvorrichtung (4) jeweils einen feststehenden und einen lösbaren Teil besitzen, wobei der feststehende Teil des Zählkorbs (1) jeweils mit dem feststehenden Teil der Antennenvorrichtung (4) und der lösbare Teil des Zählkorbs (1) mit dem lösbaren Teil der Antennenvorrichtung (4) verbunden ist.
  7. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der feststehende Teil der Antennenvorrichtung (4) zwei Sende-/Empfangsantennen (5, 5') umfasst, die jeweils zwei parallele Spulen (20, 20') aufweisen, die jeweils über einen Splitter (10) an je einen gemeinsamen Sende- und Empfangskanal einer zentralen Steuereinheit (7) angeschlossen sind.
  8. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Teil der Antennenvorrichtung (4) zwei Empfangsantennen (6, 6') mit einer Spule umfasst, die über einen Splitter (10) an einen gemeinsamen Empfangskanal (12) der zentralen Steuereinrichtung (7) angeschlossen sind.
  9. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsantennen (6, 6') der Antennenvorrichtung (4) jeweils mit einem Empfangsverstärker verbunden sind.
  10. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Steuereinrichtung (7) den Empfängerverstärker in Abhängigkeit vom Eingangspegel der Sende-/Empfangsantennen (5, 5') ansteuert.
  11. Erfassungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine, vorzugsweise jede, Antenne (5, 5', 6, 6') der Antennenvorrichtung (4) mit einer individuellen Abstimmungsvorrichtung versehen ist.
  12. Erfassungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu zählenden Stückgüter (2), insbesondere Wischmops, jeweils mit einem RFID-Tag als elektronische Markierung (3) versehen sind, wobei jeder RFID-Tag in einer geschlossenen Aufnahmetasche des Stückguts (2) unverlierbar aufgenommen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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