PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004053230B4 20.07.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Konfigurieren eines Produkts
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Bleul, Albrecht, 71691 Freiberg, DE;
Dieckmann, Christian, Dipl.-Inform. (FH), 71155 Altdorf, DE;
Geissler, Michael, Dipl.-Ing. (FH), 73734 Esslingen, DE;
Gruber, Gunter, Dipl.-Ing., 70567 Stuttgart, DE;
Leberwurst, Karin, Dipl.-Chem., 71334 Waiblingen, DE;
Lindner, Klaus, Dipl.-Phys., 73614 Schorndorf, DE;
Wohlbold, Lorenz, Dipl.-Ing. (FH), 71116 Gärtringen, DE
DE-Anmeldedatum 04.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004053230
Offenlegungstag 18.05.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse G06N 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06F 17/50(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Datenverarbeitungsanlage, ein Verfahren und ein Computerprogramm-Produkt zum Konfigurieren einer Variante eines technischen Produkts. Für jedes Teilsystem einer rechnerverfügbaren Stückliste (16) des Produkts wird mindestens eine Teilsystem-Spezifikation (120.1) vorgegeben, für jede Baugruppe mindestens eine Baugruppen-Spezifikation (140.1). Jede Teilsystem-Spezifikation (120.1) verweist auf Baugruppen-Spezifikationen (140.1) der Baugruppen des Teilsystems. Die erzeugte Konfiguration listet die Baugruppen-Varianten (240.1) auf, aus denen das Produkt besteht. Nach Auswahl eienr Teilsystem-Spezifikation (120.1) sind nur die Baugruppen-Spezifikationen (140.1) dieser ausgewählten Teilsystem-Spezifikation (120.1) auswählbar. Nach Auswahl einer Baugruppen-Spezifikation (140.1) sind nur diejenigen Baugruppen-Varianten (240.1), die dieser ausgewählten Baugruppen-Spezifikation (140.1) zugeordnet sind, auswählbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Datenverarbeitungsanlage, ein Verfahren und ein Computerprogramm-Produkt zum Konfigurieren einer Variante eines technischen Produkts. Das Produkt besteht aus Bestandteilen, die jeweils in unterschiedlichen Varianten herstellbar sind. Unter dem Begriff des Konfigurierens wird der Vorgang verstanden, festzulegen, aus welchen Bestandteil-Varianten die Produkt-Variante zusammengesetzt werden soll.

Aus EP 1116149 B1 ist ein Verfahren bekannt, um verschiedene Varianten eines Produkts in einem Produktdatenverwaltungssystem abzuspeichern und verfügbar zu machen. Außerdem wird ein Produktdatenverwaltungssystem offenbart. In einer Produktbeschreibung werden Positionen definiert, denen im Produkt verwendbare Bauteile als Positionsvarianten zugeordnet werden. Auswahlregeln legen fest, für welche Variante des Produkts welche Bauteile in welchen Positionen verwendet werden.

Aus EP 0838773 B1 sind ein System und ein Verfahren bekannt, um Kennzeichnungsdaten von Komponenten eines Produkts zu verwalten. Die Kennzeichnungsdaten werden hierarchisch auf Knoten in mehreren Ebenen verteilt. Die Knoten bilden eine Baumstruktur. Die Kennzeichnungsdaten eines Knotens K werden durch die Gesamtheit der dem Knoten K zugeordneten Knoten der nächst niedrigen Ebene vollständig beschreiben. Die verschiedenen Ebenen bezeichnen vorzugsweise verschiedene Aggregationsebenen des Produkts, z. B. Produkt – Module – Einzelteile, wobei ein Produkt aus Modulen und ein Modul aus Einzelteilen besteht.

In WO 00/11579 A1 und EP 1231552 A1 wird ein Rechnersystem offenbart, das Bauelemente und Prozesse anzeigt. Verwendet wird eine Datenstruktur mit einer Produktschicht, einer Schicht mit Bauelementen, einer Schicht mit im Produkt verwendbaren Bauelemente-Varianten und einer Schicht mit Beschreibungen von Produktionsprozessen. Die Bauelemente eines technischen Produkts werden durch Knoten einer generischen Baumstruktur in einem Rechner repräsentiert. Diese Baumstruktur ist für mehrere Varianten eines Produkts gültig. Baubare Varianten dieser Bauelemente werden ebenfalls durch Knoten repräsentiert. Jede Variante eines Bauelements ist einem Bauelement zugeordnet. Um eine Variante des Produkts zu konfigurieren, wird für jedes Bauelement jeweils eine Bauelement-Variante ausgewählt. Für diese Auswahl werden vorzugsweise Auswahlbedingungen angewendet.

Aus DE 3911465 C2 und US 5,708,798 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, um automatisch zu ermitteln wie sich ein technisches Produkt automatisch aus einem vorgegebenen „Warenkorb" von Komponenten zusammensetzen läßt. Funktionale und strukturelle Abhängigkeiten zwischen Komponenten werden durch sogenannte „constraints" beschrieben. Ausgehend von Anforderungen an das zu konfigurierende Produkt werden die Abhängigkeiten ausgewertet, um eine Konfiguration des Produkts zu generieren.

Aus WO 02/067151 A2 sind ein System und ein Verfahren zum Konfigurieren eines technischen Systems bekannt. Vorgegeben werden Komponenten- und/oder Produktdaten sowie logische Regeln und/oder Abhängigkeiten. Ein Benutzer gibt nutzerspezifische Daten über das Produkt ein. Die vorgegebenen Komponenten- und/oder Produktdaten werden mit den nutzerspezifischen Daten durch die Regeln und/oder Abhängigkeiten verknüpft, um einen Vorschlag für eine Konfiguration des technischen Produkts zu erzeugen.

Aus DE 19964448 A1 ist ein computergestütztes Arbeits- und Informationssystem bekannt. Reale Objekte werden durch abstrakte physikalische Modelle in Form von Datenmodellen strukturiert. Anwendungsprogramme nutzen diese Modelle, um eine bestimmte Sicht auf das reale Objekt zu liefern.

In DE 10206285 A1 werden ein Verfahren und ein System offenbart, um in einem Produktverwaltungssystem verschiedene Arten von Beschreibungen eines technischen Produkts zu verwalten. Zunächst wird beschrieben, welche Funktionen eingegeben und dargestellt werden sollen. Anschließend werden ausgehend von den Funktionen die unterschiedlichen Beschreibungsarten visualisiert. Die Komponenten und Dokumente des technischen Produkts werden zu den visualisierten Beschreibungsarten in Beziehung gebracht.

In DE 19954609 A1 wird ein Verfahren zum Erfassen und Bewerten von Bauteil-Varianten eines Massenprodukts offenbart. Bauteil-Varianten werden in einer Baumstruktur angeordnet und hinsichtlich eines Bewertungskriteriums bewertet.

In US 4,835,709 wird ein Entscheidungsbaum ausgewertet, um zu entscheiden, aus welchen Bestandteilen ein technisches Produkt zusammengefügt wird.

Aus US 5,615,342 ist ein Verfahren bekannt, das einen kundenspezifischen Vorschlag („proposal") für ein Produkt erzeugt. Erfragt werden gewünschte Eigenschaften des Produkts. Abhängig von seinen Antworten werden ein Bild des Produkts, ein „product environment image" und Textbausteine ausgewählt. Mit diesen drei ausgewählten Informationen wird der Vorschlag generiert. Jeder Anspruch besitzt das Merkmal, dass das „product image", das „product environment image" und mindestens ein Textbaustein verwendet werden. In einer beanspruchten Ausführungsform wird zusätzlich aus unterschiedlichen Spezifikationen für Varianten des Produkts eine Spezifikation ausgewählt und in den Vorschlag eingefügt.

In US 5,493,490 wird ein System beschrieben, das einen kundenspezifischen Vorschlag für ein Fahrzeug generiert. Abhängig von Kundenantworten wird ein Vorschlag mit einem Bild des Fahrzeugs, einem Bild des Fahrzeugs in einer Umgebung und mit Textbausteinen generiert.

In US 5,367,627 wird folgendes Vorgehen offenbart: Ein kundenspezifischer Vorschlag („proposal") für ein System („equipment") mit Bauteilen wird generiert. Abhängig von Kunden-Anforderungen an das System und dessen Anwendungen werden Bauteile und deren Spezifikationen „elektronisch identifiziert". Wie dies geschieht, wird im Anspruch nicht eingeschränkt. In der Beschreibung wird ausschließlich dargelegt, wie ein Vertriebsbeauftragter die Bauteile auswählt. Mindestens ein Bauteil wird bei der Identifizierung mit der Anwendungs-Anforderung verknüpft. Informationen über die identifizierten und spezifizierten Bauteile werden beschafft. Aus diesen Informationen wird der Vorschlag generiert.

In DE 10127431 A1 werden ein System und ein Verfahren zur Strukturierung eines Informationsraums offengelegt. Der Informationsraum wird durch ein Produktmodell in Form einer hierarchischen Baumstruktur beschrieben. Die Knoten des Produktmodells werden durch Pfade gekennzeichnet und beschrieben.

In allen diesen Druckschriften werden Produktdaten von „konkreten", also verwendeten oder verwendbaren und daher produzierten oder fertig geplanten Produkt-Bestandteilen verwaltet. Die offenbarten Verfahren und Systeme unterstützten keine Reduzierung der Variantenvielfalt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Datenverarbeitungsanlage zum Konfigurieren einer Variante eines technischen Produkts mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und des Anspruchs 36 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 30 bereitzustellen, die das Reduzieren der Variantenvielfalt unter den Bestandteilen des technischen Produkts erleichtert.

Die Aufgabe wird durch eine Datenverarbeitungsanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 30 und ein Computerprogramm-Produkt mit den Merkmalen des Anspruchs 36 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Datenverarbeitungsanlage zum Konfigurieren einer Variante umfaßt einen Datenspeicher, in dem eine rechnerauswertbare Stückliste des technischen Produkts sowie rechnerauswertbare Teilsystem-Spezifikationen und Baugruppen-Spezifikationen sowie rechnerauswertbare Beschreibungen von Baugruppen-Varianten abgespeichert sind.

Die Stückliste umfaßt Informationen darüber, aus welchen Teilsystemen das Produkt besteht und aus welchen Baugruppen jedes dieser Teilsysteme jeweils besteht. Für jedes Teilsystem dieser Stückliste ist im Datenspeicher mindestens eine rechnerauswertbare Teilsystem-Spezifikation des Teilsystems abgespeichert. Für jede Baugruppe dieser Stückliste ist im Datenspeicher mindestens eine rechnerauswertbare Baugruppen-Spezifikation der Baugruppe abgespeichert. Jede Teilsystem-Spezifikation eines Teilsystems umfaßt mindestens einen rechnerauswertbaren Verweis auf eine der Baugruppen-Spezifikationen. Jede Beschreibung einer Baugruppen-Variante umfaßt eine Kennzeichnung der Baugruppen-Variante.

Jeder Baugruppen-Variante einer Baugruppe läßt sich mindestens eine Baugruppen-Spezifikation der Baugruppe zuordnen. Die Datenverarbeitungsanlage umfaßt Mittel zum Zuordnen einer Baugruppen-Variante an mindestens eine Baugruppen-Spezifikation.

Weiterhin umfaßt die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum Auswählen einer der im Datenspeicher abgespeicherten Teilsystem-Spezifikationen sowie Mittel zum Auswählen einer der im Datenspeicher abgespeicherten Baugruppen-Spezifikationen. Die Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Spezifikation sind so ausgestaltet, dass nach Auswahl einer Teilsystem-Spezifikation nur die Baugruppen-Spezifikationen dieser ausgewählten Teilsystem-Spezifikation auswählbar sind.

Darüber hinaus umfaßt die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum Auswählen einer der im Datenspeicher abgespeicherten Baugruppen-Varianten. Diese Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Variante sind so ausgestaltet, dass nach Auswahl einer Baugruppen-Spezifikation nur diejenigen Baugruppen-Varianten, die dieser ausgewählten Baugruppen-Spezifikation zugeordnet sind, auswählbar sind.

Die Datenverarbeitungsanlage ist zum Erzeugen einer Konfiguration der Produkt-Variante ausgestaltet. Diese Konfiguration umfaßt die Kennzeichnungen aller ausgewählten Baugruppen-Varianten.

Die Erfindung schränkt die Möglichkeit, bei der Konfigurierung der Produkt-Variante Baugruppen-Varianten auszuwählen, ein. Sie sieht einen mehrstufigen Weg vor: zunächst werden Teilsystem-Spezifikationen ausgewählt, dann Baugruppen-Spezifikationen aus den zuvor ausgewählten Teilsystem-Spezifikationen und dann Baugruppen-Varianten, die ausgewählten Baugruppen-Spezifikationen zugeordnet sind. Durch diese Einschränkung trägt die Erfindung dazu bei, die Variantenvielfalt unter den Baugruppen zu reduzieren.

Die Erfindung erleichtert die Reduzierung der Variantenvielfalt unter den Teilsystemen und Baugruppen mit Hilfe der Teilsystem- und Baugruppen-Spezifikationen. Diese Spezifikationen bilden eine eigene Abstraktionsebene zwischen der Abstraktionsebene der Stückliste und der Abstraktionsebene der Varianten. Die Stückliste weist den größten Abstraktionsgrad auf, denn sie ist für jede Variante des Produkts gültig. Die Varianten weisen einen geringeren Abstraktionsgrad auf als die Spezifikationen. Zuerst werden Spezifikationen ausgewählt, dann die diesen Spezifikationen zugeordneten Baugruppen-Varianten.

Die Spezifikationen tragen dazu bei, die Vielfalt der Varianten unter den Teilsystemen und Baugruppen zu reduzieren. Jede Baugruppen-Variante läßt sich einer Baugruppen-Spezifikation zuordnen. Eine Baugruppen-Variante wird einer solchen Baugruppen-Spezifikation zugeordnet, die sie erfüllt. Weil nur zugeordnete Baugruppen-Varianten auswählbar sind, wird erreicht, dass nur solche Varianten verwendet werden oder verwendbar sind, die zu einer Spezifikation erfüllen. Dadurch wird erreicht, dass nur so viele Baugruppen-Varianten wie unbedingt erforderlich und so wenige wie möglich verwendet werden.

Die Reduzierung der Variantenvielfalt unter den Teilsystemen und Baugruppen führt zu einer höheren Stückzahl jeder Variante, ohne die Variantenvielfalt unter den angebotenen Produkten zu reduzieren. Dies steigert die Qualität und reduziert den Stückpreis.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen:

1. eine beispielhafte Architektur der Datenverarbeitungsanlage;

2. ein Datenmodell für den Datenspeicher;

3. ein Ausschnitt aus einer Stückliste für den Lastkraftwagen;

4. Ausschnitte aus zwei Teilsystem-Spezifikationen für das Teilsystem „Kühlmodul";

5. zwei Kühlmodul-Varianten und die erfüllten Spezifikationen;

6. eine weitere Kühlmodul-Spezifikation und zwei diese erfüllende Kühlmodul-Varianten;

7. zwei weitere Kühlmodul-Varianten und die erfüllten Kühlmodul-Spezifikationen.

Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf einen Lastkraftwagen als das technische Produkt. Ein Hersteller von Lastkraftwagen beliefert typischerweise Kunden mit sehr unterschiedlichen Anforderungen, die z. B. aus unterschiedlichen Infrastrukturen, verschiedenen gesetzlichen Vorgaben oder differierenden Marktanforderungen und Wettbewerbern in den verschiedenen Ländern oder für verschiedene Branchen resultieren. Die Erfindung erleichtert es dem Lkw-Hersteller, seine Variantenvielfalt zu reduzieren und dennoch den differierenden Anforderungen seiner Kunden gerecht zu werden.

Die Datenverarbeitungsanlage wird in dem Ausführungsbeispiel mit Hilfe eines herkömmlichen Computers, z. B. eines PCs oder einer Workstation, realisiert. Als Datenspeicher fungiert ein Datenhaltungssystem, z. B. eine relationale Datenbank. 1 zeigt eine beispielhafte Architektur dieser Datenverarbeitungsanlage. Diese Datenverarbeitungsanlage besitzt ein Ausgabegerät in Form eines Bildschirms 1, vorzugsweise ein weiteres Ausgabegerät in Form eines nicht gezeigten Druckers, eine Recheneinheit 2, Eingabegeräte in Form einer Tastatur 3 und einer DV-Maus 4 und das Datenhaltungssystem 5. Mit Hilfe der Eingabegeräte gibt ein Bearbeiter die Stückliste 16 sowie Spezifikationen und Informationen über Varianten ein. Gemäß den Vorgaben des Benutzers werden typisierte Datenobjekte erzeugt und in dem Datenhaltungssystem 5 abgespeichert.

In dem Datenhaltungssystem 5 sind Datenobjekte mit Attributen sowie Relationen zwischen diesen Datenobjekten abgespeichert. Jedes Datenobjekt gehört zu genau einem Datenobjekt-Typ. Das Datenhaltungssystem 5 ist im Beispiel der 1 in fünf logische Teil-Datenspeicher 10, 11, 12, 13 und 14 unterteilt. In jedem dieser Teil-Datenspeicher sind rechnerauswertbare Datenobjekte abgespeichert, die in 1 durch kleine Kreise angedeutet sind.

Im Teil-Datenspeicher 10 ist die rechnerauswertbare Stückliste 16 abgespeichert. Diese Stückliste 16 ist für jede Variante des Lkw gültig. Jedes Datenobjekt dieser Stückliste gehört entweder dem Datentyp „Gesamtprodukt", dem Datentyp „Teilsystem" oder dem Datentyp „Baugruppe" an. Vorzugsweise gibt es weiterhin Datenobjekte des Datentyps „Bauteil". Jedes Datenobjekt für eine Baugruppe verweist auf ein Datenobjekt für das Teilsystem, in dem die Baugruppe enthalten ist.

Vorzugsweise ist in der Stückliste 16 notiert, welche Teilsysteme und Baugruppen obligatorisch sind, also in jedem Lkw auftreten, und welche optional sind, also nur in manchen Lkw-Varianten vorkommen.

Im Teil-Datenspeicher 11 sind die rechnerauswertbaren Teilsystem-Spezifikationen abgespeichert. Jedes Datenobjekt im Teil-Datenspeicher 11 stellt eine rechnerauswertbare Teilsystem-Spezifikation dar und verweist auf ein im Teil-Datenspeicher 10 abgespeichertes Datenobjekt für ein Teilsystem und damit auf ein Teilsystem der Stückliste 16. Dieser Verweis ist in 1 durch einen gestrichelten Pfeil angedeutet.

Im Teil-Datenspeicher 12 sind die rechnerauswertbaren Baugruppen-Spezifikationen abgespeichert. Jedes Datenobjekt im Teil-Datenspeicher 12 stellt eine rechnerauswertbare Baugruppen-Spezifikation dar und verweist auf ein im Teil-Datenspeicher 10 abgespeichertes Datenobjekt für eine Baugruppe und damit auf eine Baugruppe der Stückliste 16.

Im Teil-Datenspeicher 13 sind die rechnerauswertbaren Informationen über die Teilsystem-Varianten abgespeichert. Jedes Datenobjekt im Teil-Datenspeicher 13 repräsentiert eine Teilsystem-Variante und verweist vorzugsweise auf ein Datenobjekt im Teil-Datenspeicher 10 für ein Teilsystem, also ein Teilsystem der Stückliste 16. Außerdem läßt sich jeder Teilsystem-Variante eine Teilsystem-Spezifikation zuordnen. Eine Zuordnung umfaßt den Schritt, dass ein Verweis des Datenobjekts für eine Teilsystem-Variante auf das Datenobjekt für eine Teilsystem-Spezifikation im Teil-Datenspeicher 11 hergestellt wird.

Im Teil-Datenspeicher 14 sind die rechnerauswertbaren Informationen über die Baugruppen-Varianten abgespeichert. Jedes Datenobjekt im Teil-Datenspeicher 14 repräsentiert eine Baugruppen-Variante und verweist auf ein Datenobjekt im Teil-Datenspeicher 10 für eine Baugruppe. Außerdem verweist jedes Datenobjekt für eine Baugruppen-Variante auf ein Datenobjekt für eine Baugruppen-Spezifikation im Teil-Datenspeicher 12.

Weil die Datenobjekte in unterschiedlichen Teil-Datenspeichern abgespeichert sind, ist das Datenhaltungssystem 5 modular aufgebaut. Die einzelnen Teil-Datenspeicher 10 bis 14 lassen sich unabhängig voneinander pflegen und erweitern.

2 zeigt ein bevorzugtes Datenmodell für das Datenhaltungssystem 5. Das Datenmodell wird durch ein Entity-Relationship-Diagramm dargestellt. Entity-Relationship-Diagramme zur Strukturierung von Datenhaltungssystemen sind z. B. aus

  • P.-P. S. Chen: „The Entity-Relationship Model – toward a unified view of data", ACM Transactions on Database Systems, Vol. 1 No. 1, pp. 9–36, March 1976, sowie aus J. Eder: Datenbanken 2–1, Kapitel 2: Modellierung Datenbank-
  • Entwurf Überblick, sw2db ss02 k2.pdf, Folien 2–1 bis 2–36, verfügbar unter http://www.isys.uniklu.ac.at/ISYS/Courses/02SS/SWII_Datenbanken/Handouts/sw2db_s s02_k2.pdf
bekannt. Die Rechtecke in 2 repräsentieren Datentypen, die Rauten Relationen zwischen diesen Datentypen. Die Zahlen 1 und N geben an, von welcher Art („Kardinalität") die Relation ist. Jedes Teilsystem besteht aus mehreren Baugruppen. Umgekehrt gehört in diesem Beispiel jede Baugruppe zu genau einem Teilsystem. Jede Teilsystem-Variante ist mindestens einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet. Umgekehrt gibt es in diesem Beispiel für jede Teilsystem-Spezifikation mindestens eine ihr zugeordnete Teilsystem-Variante.

Die Stückliste 16 ist für jeden Lastkraftwagen des Herstellers gültig. Die Stückliste 16 wird in Form einer Baumstruktur mit drei Ebenen angezeigt. Die Wurzel dieser Baumstruktur repräsentiert das gesamte Produkt Lastkraftwagen. Die nachfolgenden Knoten repräsentieren die Teilsysteme eines Lastkraftwagens. Die Blätter der Stückliste 16 repräsentieren die Baugruppen dieser Teilsysteme. Jedes Blatt für eine Baugruppe besitzt genau einen Knoten für ein Teilsystem als Vorgänger.

In einer Fortbildung, die nicht dargestellt ist, wenden Baugruppen in der Stückliste 16 statt dessen durch Knoten mit Nachfolgern repräsentiert. Diese Nachfolger sind Blätter und repräsentieren die Bauteile der jeweiligen Baugruppe.

Die folgende Beschreibung bezieht sich auf das Teilsystem „Kühlmodul". In der Stückliste 16 ist festgelegt, daß das Teilsystem „Kühlmodul" aus den vier Baugruppen „Kühler", „Lüfter", „Kondensator" und „Halterung" besteht. Vorzugsweise ist in der Stückliste 16 zusätzlich festgelegt, welche Baugruppen optional und welche obligatorisch sind. Die Baugruppen „Kondensator" und „Halterung" sind optional, die beiden anderen sind obligatorisch. Jedes Kühlmodul besitzt einen Kühler und einen Lüfter, es kann einen oder keinen Kondensator sowie einen oder keinen Kondensator besitzen. Beispielsweise ist in einer Kühlmodul-Variante die Funktionalität des Kondensators in den Kühler integriert, und das Kühlmodul wird ohne eigene Halterung von anderen Teilsystemen gehalten.

In 3 ist ein Ausschnitt aus einer Stückliste 16, die für alle Lastkraftwagen gültig ist, gezeigt. Die Wurzel 10 repräsentiert das gesamte Produkt, also den Lkw als Ganzes. Die Wurzel 20 hat die beiden Nachfolger 21 für das Teilsystem „Kühlmodul" und 26 für das Teilsystem „Fahrerhaus". Der Knoten 21 für das Kühlmodul hat als Nachfolger vier Knoten für die vier Baugruppen des Kühlmoduls, nämlich die vier Blätter 22 für „Kühler", 23 für „Lüfter", 24 für „Kondensator" und 25 für „Halterung".

In der Stückliste 16 sind weiterhin Attribute des Gesamtprodukts Lkw sowie Attribute der Teilsysteme und Baugruppen eines Lkws abgelegt. Das Teilsystem „Kühlmodul" besitzt beispielsweise u. a. folgende Attribute:

  • – die Leistungsklasse des Lkw, in dem das Kühlmodul verwendet wird – dieses Attribut legt die vom Kühlmodul geforderte Leistung fest,
  • – die Rahmenspur des Lkw, in den das Kühlmodul eingebaut wird,
  • – der Bauraum, angegeben durch die drei Kantenlängen eines das Kühlmodul umschließenden Quaders, sowie die maximale Abmessung des Kühlmoduls
  • – die Stückzahl produzierter Kühlmodule pro Jahr,
  • – Lebensdauer des Kühlmoduls,
  • – mittlere Zeitspanne zwischen zwei Ausfällen des Kühlmoduls.

Jede Baugruppe des Kühlmoduls besitzt u. a. die folgenden Attribute:

  • – Stückzahl pro Jahr,
  • – Lebensdauer der Baugruppe,
  • – mittlere Zeitspanne zwischen zwei Ausfällen der Baugruppe.

Jeder Kühler und jeder Lüfter besitzen folgende zusätzliche Attribute:

  • – Leistungsklasse des Lkw, in dem die Baugruppe verwendet wird,
  • – Bauraum.

Außerdem sind rechnerauswertbare Rechenvorschriften abgespeichert. Diese Rechenvorschriften sind ebenfalls für jedes Produkt der Familie gültig. Die Datenverarbeitungsanlage wertet diese Rechenvorschriften aus, um aus Wertebelegungen von Attributen Wertebelegungen anderer Attribute abzuleiten oder um Wertebelegungen darauf zu überprüfen, ob sie mit den Rechenvorschriften vereinbar sind. Beispielsweise werden folgende Rechenvorschriften formuliert:

Kühlmodul.Leistungsklasse = Lkw.Leistungsklasse

Kühler.Leistungsklasse = Kühlmodul.Leistungsklasse

Weitere Rechenvorschriften legen beispielsweise fest,

  • – dass die insgesamt aufgenommene elektrische Leistung aller Teilsysteme nicht größer ist als die vom Generator zur Verfügung gestellte elektrische Leistung,
  • – dass das Gewicht des Produkts gleich der Summe der Gewichte seiner Teilsysteme und dass das Gewicht eines Teilsystems gleich der Summe der Gewichte seiner Baugruppen ist,
  • – dass jede Abmessung eines Teilsystems kleiner oder gleich der entsprechenden Abmessung des Lkws und jede Abmessung einer Baugruppe eines Teilsystems kleiner oder gleich der entsprechenden Abmessung des Teilsystems ist,
  • – dass der mittlere Abstand zwischen zwei Ausfällen des Lkw („mean time between failure") MTBF_Lkw sich wie folgt aus den MTBF-Werten MTBF_1, ..., MTBF_n der n Teilsysteme der

Stückliste zusammensetzt:

Im folgenden werden Teilsystem- und Baugruppen-Spezifikationen beschrieben. Jedem im Teil-Datenspeicher 11 abgespeicherten Datenobjekt TS-Spec für eine Teilsystem-Spezifikation ist genau ein Datenobjekt TS für ein Teilsystem der Stückliste 16 zugeordnet. Beispielsweise ist dem Datenobjekt für eine Kühlmodul-Spezifikation das Datenobjekt für das Kühlmodul zugeordnet. Das Datenobjekt TS gehört zur Stückliste 16 und ist im Teil-Datenspeicher 10 abgespeichert, das Datenobjekt TS-Spec ist im Teil-Datenspeicher 11 abgespeichert. Jedem Datenobjekt Bg-Spec für eine Baugruppen-Spezifikation ist genau ein Datenobjekt Bg für eine Baugruppe der Stückliste zugeordnet. Weiterhin verweist jedes Datenobjekt für eine Teilsystem-Spezifikation auf Datenobjekte für Baugruppen-Spezifikationen, nämlich auf Spezifikationen derjenigen Baugruppen, die im Teilsystem der Teilsystem-Spezifikation enthalten sind.

In 4 sind Ausschnitte aus zwei Teilsystem-Spezifikationen 120.1 und 120.2 für das Teilsystem „Kühlmodul" veranschaulicht. Jedes Kühlmodul besitzt einen Kühler und einen Lüfter als obligatorische und einen Kondensator und eine Halterung als optionale Baugruppen. Weil die Stückliste 16 festlegt, dass ein Kühlmodul aus diesen vier Baugruppen besteht, sind in jeder Teilsystem-Spezifikation für ein Kühlmodul vier Baugruppen „Kühler", „Lüfter", „Kondensator" und „Halterung" vorgesehen und in 4 durch je vier Piktogramme unter dem Piktogramm für die Teilsystem-Spezifikation angedeutet. Die Piktogramme für Baugruppen-Spezifikationen sind schraffiert dargestellt, die für Baugruppen blank.

Die Teilsystem-Spezifikation 120.1 („Standard-Kühlmodul 1") verweist auf folgende Baugruppen-Spezifikationen:

  • – zwei alternative Baugruppen-Spezifikationen 140.1 und 140.2 der Baugruppe „Kühler", die beide der Baugruppe „Kühler" zugeordnet sind,
  • – eine Baugruppen-Spezifikation 150.1 der Baugruppe „Lüfter", die der Baugruppe „Lüfter" zugeordnet ist,
  • – eine Baugruppen-Spezifikation 160.1 der Baugruppe „Kondensator", die der Baugruppe „Kondensator" zugeordnet ist,
  • – eine Baugruppen-Spezifikation 170.1 der Baugruppe „Halterung", die der Baugruppe „Halterung" zugeordnet ist.

Folgende Wertebelegungen sind in diesem Beispiel für die Attribute der Teilsystem-Spezifikation 120.1 „Standard-Kühlmodul 1" vorgegeben:

  • – Leistungsklasse: 200 PS bis 400 PS,
  • – Rahmenspur: 900 mm–1100 mm

Die Teilsystem-Spezifikation 120.2 („Standard-Kühlmodul 2") verweist auf folgende Baugruppen-Spezifikationen, vgl. 4 unten:

  • – eine weitere Baugruppen-Spezifikationen 140.3 der Baugruppe „Kühler", die der Baugruppe „Kühler" zugeordnet ist,
  • – die beiden alternative Baugruppen-Spezifikationen 150.1 und 150.2 der Baugruppe „Lüfter", die beide der Baugruppe „Lüfter" zugeordnet sind,
  • – zwei alternative Baugruppen-Spezifikationen 160.1 und 160.2 der Baugruppe „Kondensator", die beide der Baugruppe „Kondensator" zugeordnet sind,
  • – die Baugruppen-Spezifikation 170.1 der Baugruppe „Halterung", die der Baugruppe „Halterung" zugeordnet ist.

Zu den Wertebelegungen der Teilsystem-Spezifikation 120.2 („Standard-Kühlmodul 2") gehören die folgenden:

  • – Leistungsklasse: 400 PS bis 600 PS,
  • – Rahmenspur: 1100 mm.

Gemäß der obigen Rechenvorschrift legt die Leistungsklasse des Kühlmoduls die Leistungsklasse des im Kühlmodul enthaltenen Kühlers fest. Daher ist das Attribut „Leistungsklasse" der Baugruppen-Spezifikation 140.1 des Kühlers mit dem Wertebereich 200 PS bis 400 PS belegt und das von 140.2 mit 400 PS bis 600 PS.

Die meisten Attribute der beiden Baugruppen-Spezifikationen 140.1 und 140.2 der Baugruppe „Kühler" sowie der Baugruppen-Spezifikation 150.1 der Baugruppe „Lüfter" sind mit Wertebereichen belegt. Insbesondere sind Wertebereiche in Form von Intervallen für den Bauraum und die geforderte Leistung vorgegeben. Die Baugruppen-Spezifikation 140.2 beschreibt eine deutlich leistungsfähigere Baugruppe als 140.1.

Durch die Vorgabe von Baugruppen-Spezifikationen wird die Variantenvielfalt der Kühler und Lüfter wirksam eingeschränkt. Denn jede Variante eines Kühlers und eines Lüfters muß die jeweilige Baugruppen-Spezifikation erfüllen, was die noch zulässigen Wertebelegungen von Attributen der Varianten stark einschränkt. Eine Einschränkung der Variantenvielfalt der Kühler und Lüfter erbringt deshalb besondere Vorteile, weil Kühler und Lüfter wesentlich komplexere und teurere und fehleranfälligere Baugruppen des Kühlmoduls sind als Kondensatoren und Halterung. Die Vorteile einer geringen Variantenvielfalt schlagen bei Kühlern und Lüftern besonders zu Buche.

Von den Attributen der beiden Baugruppen-Spezifikationen 160.1 eines Kondensators und 170.1 einer Halterung sind nur wenige mit Wertebereichen belegt, insbesondere die Lebensdauer, und diese Wertebereiche sind sehr breit. Möglich ist sogar, dass gar kein Attribut z. B. der Baugruppen-Spezifikation 170.1 („Halterung") mit Werten belegt ist. Dadurch wird eine deutlich größere Varianz unter den Kondensatoren und Halterungen ermöglicht. Weil diese beiden Baugruppen wesentlich billiger und einfacher als die Kühler und Lüfter sind, bewirkt eine Reduzierung der Variantenvielfalt von Kondensatoren und Halterungen vergleichsweise wenig.

Die Teilsystem-Spezifikation 120.2 verweist auf folgende Baugruppen-Spezifikationen:

  • – eine Baugruppen-Spezifikation 140.3 der Baugruppe „Kühler",
  • – zwei alternative Baugruppen-Spezifikationen 150.1 und 150.2 der Baugruppe „Lüfter",
  • – zwei alternative Baugruppen-Spezifikationen 160.1 und 160.2 der Baugruppe „Kondensator",
  • – eine Baugruppen-Spezifikation 170.1 der Baugruppe „Halterung".

Gleiche Nummern bezeichnen identische Spezifikationen, verschiedene Nummern unterschiedliche Spezifikationen. Auf Baugruppen-Spezifikationen 150.1 verweist daher sowohl die Teilsystem-Spezifikation 120.1 als auch die Teilsystem-Spezifikation 120.2, während auf die Baugruppen-Spezifikationen 140.1 und 140.2 nur in 120.1 verwiesen wird, auf 140.3 nur in 120.2.

Die gerade beschriebenen und in 4 veranschaulichten Spezifikationen resultieren aus einer Modularisierung der Produktfamilie Lastkraftwagen. Im folgenden wird beschrieben, wie Varianten von Teilsystemen und Baugruppen definiert und im Datenhaltungssystem 5 abgespeichert werden und wie geprüft wird, welche die Spezifikationen erfüllen.

In diesem Beispiel werden Lastkraftwagen für zwei verschiedene Absatzmärkte angeboten. Geplant wird, im ersten Absatzmarkt zwei Lkw-Baureihen BR1 und BR2 anzubieten, im zweiten Absatzmarkt eine Lkw-Baureihe BR3. Die in diesen Lkw-Baureihen verwendeten Varianten von Teilsysteme und Baugruppen werden nach und nach definiert und in das Datenhaltungssystem 5 aufgenommen. Möglich ist aber auch, bereits konstruierte oder gar produzierte Baugruppen-Varianten zu beschrieben, deren rechnerverfügbare Beschreibungen in das Datenhaltungssystem 5 abzuspeichern und die Baugruppen-Varianten nachträglich Baugruppen-Spezifikationen zuzuordnen.

Das Datenhaltungssystem 5 überprüft, ob sie Teilsystem- bzw. Baugruppen-Spezifikationen erfüllen. Das Datenhaltungssystem 5 wird vorzugsweise mit den Varianten zu einem frühen Zeitpunkt gefüllt, nämlich bevor die Varianten konstruiert sind und bevor mit ihrer Herstellung begonnen wird.

U. a. werden die folgenden Anforderungen für die Lkw-Baureihen festgelegt:

  • – BR1: Leistungsklasse 180 PS–350 PS, Rahmenspur 900 mm bis 1100 mm
  • – BR2: Leistungsklasse 320 PS–480 PS, Rahmenspur 900 mm bis 1100 mm
  • – BR3: Leistungsklasse 350 PS–550 PS, Rahmenspur 1100 mm

Aus diesen Anforderungen resultieren Wertebelegungen von Attributen von Kühlmodul-Varianten.

Die Teilsystem-Spezifikation 120.1 („Standard-Kühlmodul 1") besitzt eine Leistungsklasse von 200 PS bis 400 PS, die Teilsystem-Spezifikation 120.2 („Standard-Kühlmodul 2") eine Leistungsklasse von 400 PS bis 600 PS. Eine Kühlmodul-Variante kann daher nicht alle Varianten der Baureihe 3 abdecken. Deshalb werden zwei verschiedene Teilsystem-Varianten des Teilsystems „Kühlmodul" definiert, nämlich eine Variante 220.1 mit einer Leistungsklasse von 350 PS bis 400 PS und eine Variante 220.2 mit einer Leistungsklasse von 400 PS bis 550 PS. Diese beiden Varianten werden mit dem Ziel entworfen und konstruiert, in der Baureihe BR 3 verwendet zu werden. Um größere Stückzahlen zu erzielen, ist ihre Verwendung aber nicht auf BR3 beschränkt.

In 5 werden die beiden Varianten 220.1 und 220.1 für das Teilsystem „Kühlmodul" gezeigt. Die Variante 220.1 erfüllt die Teilsystem-Spezifikation 120.1 und ist ihr zugeordnet. Die Variante 220.2 erfüllt die Spezifikation 120.2 und ist ihr zugeordnet. Weil 220.1 eine Variante des Kühlmoduls ist, muß sie eine Kühler- und eine Lüfter-Variante haben, sie kann zusätzlich eine Kondensator- und eine Halterungs-Variante besitzen.

Weil die Kühlmodul-Variante 220.1 die Kühlmodul-Spezifikation 120.1 zugeordnet ist, muß die Kühler-Variante von 220.1 entweder die Baugruppen-Spezifikation 140.1 oder die Baugruppen-Spezifikation 140.2 der Baugruppe Kühler erfüllen. In diesem Beispiel erfüllt die Variante 240.1 des Kühlers die Baugruppen-Spezifikation 140.1 und ist ihr zugeordnet. Durch Auswertung einer Rechenvorschrift wird außerdem hergeleitet, dass die Leistungsklasse der Kühler-Variante diejenige der Kühlmodul-Variante ist, nämlich 350 PS bis 400 PS. Weiterhin besitzt die Kühlmodul-Variante 220.1 eine Lüfter-Variante 250.1, die die Lüfter-Spezifikation 150.1 erfüllt und ihr zugeordnet ist, eine Kondensator-Variante 260.1, die die Kondensator-Spezifikation 160.1 erfüllt, und eine Halterungs-Variante 270.1, die die Halterungs-Spezifikation 170.1 erfüllt.

Weiterhin wird eine Kühlmodul-Variante 220.2 eingeführt, die die Kühlmodul-Spezifikation 120.2 erfüllt. Die Kühlmodul-Variante 220.2 besitzt als Leistungsklasse den Wertebereich von 400 PS bis 550 PS. In dieser Variante sind zwei alternative Lüfter-Varianten 250.1 und 250.2 vorgesehen, die beide die Lüfter-Spezifikationen 150.1 bzw. 150.2 erfüllen.

Zur Veranschaulichung, welche Variante welcher Spezifikation erfüllt, sind in 5 gestrichelte Blockpfeile von der jeweils erfüllten Spezifikation zu den Varianten eingetragen. Wertebelegungen von Attributen der Spezifikationen werden an die Attributen der Varianten im Sinne der objektorientierten Programmierung vererbt und können für die Variante nur eingeschränkt, nicht aber erweitert werden, wenn die Variante die Spezifikation erfüllt und daher ihr zugeordnet ist.

Zur Verwendung in der Baureihe BR1 (Leistungsklasse 180 PS–350 PS) wird eine weitere Kühlmodul-Variante 220.3 eingeführt. Diese erfüllt die Teilsystem-Spezifikation 220.1 und ist ihr zugeordnet. Zur Variante 220.3 gehört eine Kühler-Variante 240.2. Diese erfüllt die zweite Kühler-Spezifikation 140.2, auf die die Kühlmodul-Spezifikation 120.1 verweist und daher als einzige Kühler-Spezifikation für 220.1 vorgesehen ist. Die bereits eingeführte Lüfter-Variante 250.1, die die Lüfter-Spezifikation 150.1 erfüllt, wird für die Kühlmodul-Variante 220.3 wiederverwendet. Dadurch wird eine Wiederverwendung einer hochwertigen Baugruppe, nämlich des Lüfters, realisiert, was höhere Stückzahlen und dadurch geringere Stückpreise des Lüfters ermöglicht. Weiterhin werden eine neue Kondensator-Variante 260.3, die die Kondensator-Spezifikation 160.1 erfüllt, und eine neue Halterungs-Variante 270.3, die die Halterungs-Spezifikation 170.1 erfüllt, eingeführt. In der oberen Hälfte von 6 sind die Kühlmodul-Variante 220.3 sowie die zu ihr gehörenden Baugruppen-Varianten und die jeweils erfüllten und zugeordneten Baugruppen-Spezifikationen dargestellt. Blockpfeile veranschaulichen die Zuordnungen.

Durch Anwendung der Rechenvorschrift wird aus der Festlegung, dass BR1 eine Leistungsklasse von 180 PS bis 350 PS aufweist, abgeleitet, dass die Kühlmodul-Variante 220.3 eine Leistungsklasse aufweist, die zwischen 180 PS und 350 PS liegt. Andererseits wird aus der Tatsache, dass die Kühlmodul-Variante 220.3 die Kühlmodul-Spezifikation 120.1 erfüllt, abgeleitet, dass 220.3 eine Leistungsklasse aufweist, die zwischen 200 PS und 400 PS liegt. Indem diese beiden berechneten Festlegungen aggregiert werden, wird automatisch gefolgert, dass die Leistungsklasse der Kühlmodul-Variante 220.3 200 PS bis 350 PS beträgt. Der Bereich unter 200 PS läßt sich durch keine der beiden Teilsystem-Spezifikationen 120.1 und 120.2 abdecken.

Diese beiden Teilsystem-Spezifikationen 120.1 und 120.2 für das Kühlmodul sollen nicht verändert werden. Daher wird eine zusätzliche Kühlmodul-Spezifikation 120.3 namens „Sonder-Kühlmodul" eingeführt. Diese Kühlmodul-Spezifikation ist für die Leistungsklasse 180 PS bis 200 PS vorgesehen. Sie weist keinen Kondensator auf, denn dieser ist in diesem Beispiel für die Leistungsklasse unter 200 PS nicht erforderlich. Zur Teilsystem-Spezifikation 120.3 gehört eine neue Kühler-Spezifikation 140.4 und eine neue Lüfter-Spezifikation 150.3 sowie die bereits eingeführte Halterungs- Spezifikation 170.1. Diese Teilsystem-Spezifikation 120.3 „Sonder-Kühlmodul" ist in 6 links unten dargestellt.

Für die Verwendung in BR1 wird eine die Teilsystem-Spezifikation 120.3 „Sonder-Kühlmodul" erfüllende Kühlmodul-Variante 220.4 eingeführt. Diese ist in 6 rechts unten dargestellt. Sie besitzt eine neue Kühler-Variante 240.4, die die Kühler-Spezifikation 140.4 erfüllt, eine neue Lüfter-Variante 250.3, die 150.3 erfüllt, und eine neue Halterungs-Variante, die die einzige Halterungs-Spezifikation 170.1 erfüllt.

Die Baureihe BR2 weist eine Leistungsklasse von 320 PS bis 480 PS auf. Weil die beiden Kühlmodul-Spezifikationen 120.1 und 120.2 eine Leistungsklasse von 200 PS bis 400 PS bzw. von 400 PS bis 600 PS aufweisen, reicht eine einzige Kühlmodul-Variante nicht aus für alle Lkw der Baureihe BR2. Daher werden zwei weitere Kühlmodul-Varianten 220.5 und 220.6 eingeführt. Die Variante 220.5 weist die Leistungsklasse 320 PS bis 400 PS auf und erfüllt die Spezifikation 120.1. Die Variante 220.6 weist die Leistungsklasse 400 PS bis 480 PS auf und erfüllt die Spezifikation 120.2. Welche Baugruppen-Varianten für die beiden Kühlmodul-Varianten 220.5 und 220.6 vorgesehen werden und welche Baugruppen-Spezifikationen diese erfüllen, wird in 7 gezeigt.

Die erfindungsgemäße Datenverarbeitungsanlage ist so flexibel, dass nachträgliche Ergänzungen in jedem der Teil-Datenspeicher möglich sind, ohne ein bislang eingeführtes Datenobjekt oder ein Attribut löschen zu müssen.

Beispielsweise wird nach der Definition der Kühlmodul-Spezifikation geplant, alle zukünftigen Kühlmodule mit eigenen Steuergeräten auszustatten. Um dies zu berücksichtigen, wird nachträglich in der Stückliste 16 ein Knoten für eine zusätzliche Baugruppe „Steuergerät" als Nachfolger des Knotens 21 für „Kühlmodul" aufgenommen. Gemäß der geänderten Stückliste besteht ein Kühlmodul nunmehr aus fünf Baugruppen. Weiterhin wird eine Baugruppe-Spezifikation für die Baugruppe Steuergerät eingeführt. Jede Kühlmodul-Spezifikation verweist auf diese Steuergerät-Spezifikation. Weiterhin werden Steuergeräte-Varianten, die die Steuergerät-Spezifikation erfüllen, eingeführt. Falls noch später eine neue Kategorie von Steuergeräten für Kühlmodule entworfen wird, so wird eine weitere Steuergerät-Spezifikation in das Datenhaltungssystem 5 aufgenommen.

Vorzugsweise arbeiten unterschiedliche Bearbeiter auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen und verändern nur Datenobjekte je eines Teil-Datenspeichers. Folgende Bearbeiter bearbeiten und verwenden das Datenhaltungssystem:

  • – Ein Systemingenieur erzeugt die Stückliste 16, die für alle Lastkraftwagen gültig ist.
  • – Ein Kühlmodul-Verantwortlicher ist für die Spezifikationen der Kühlmodule verantwortlich. Die Stückliste 16 verwendet et, kann sie aber nicht ändern. Der Verantwortliche legt beispielsweise im Datenhaltungssystem 5 die Kühlmodul-Spezifikationen 120.1, 120.2 und 120.3 an, belegt Attribute mit Wertebereiche und führt Baugruppen-Spezifikationen für Baugruppen des Kühlmoduls ein. Er aktualisiert bei Bedarf später diese Festlegungen. Die Spezifikationen sind für alle Baureihen, alle Marktsegmente und alle Absatzregionen gültig. Entsprechend führt je ein Verantwortlicher für die übrigen Teilsysteme die jeweiligen Teilsystem-Spezifikationen ein. Möglich ist, dass ein Teilsystem-Verantwortlicher für mehrere Teilsysteme verantwortlich ist.
  • – Ein Verantwortlicher für eine Baureihe und/oder eine Absatzregion arbeitet auf der Abstraktionsebene der Varianten. Die Stückliste 16 und die Spezifikationen kann dieser Baureihen-Verantwortliche nicht ändern. Er ist für mehrere Teilsysteme oder gar das komplette Produkt zuständig. Er prüft, ob er bereits früher definierte Teilsystem-Varianten für eine neue Baureihe wiederverwenden kann. Wenn nicht, legt er neue Teilsystem-Varianten an und ordnet diesen je eine Teilsystem-Spezifikation zu. Weiterhin legt er fest, aus welchen Baugruppen-Varianten eine neue Teilsystem-Variante besteht. Diese Baugruppen-Varianten sind entweder bereits vorhandene oder neu angelegte. Der Baureihen-Verantwortliche belegt die Attribute der Varianten mit Werten. Diese Wertebelegungen passen zu denen der zugeordneten Spezifikation in dem Sinne, dass eine Wertebelegung eines Attributs einer Variante eine Teilmenge von der der zugeordneten Spezifikation ist. Der Baureihen-Verantwortliche schränkt die Wertebelegung, die aus einer Wertebelegung einer Spezifikation resultiert ein, erweitert sie aber nicht. Weiterhin wählt er unter Alternativen, die eine Spezifikation zuläßt, eine aus, beispielsweise wenn eine Teilsystem-Spezifikation auf mehrere alternative Baugruppen-Spezifikationen für eine Baugruppe verweist.
  • – Ein Einkäufer oder Vertriebsbeauftragter erzeugt mit Hilfe der Datenverarbeitungsanlage eine Konfiguration einer bestimmten Lkw-Variante. Bei Bedarf schränkt er Wertebelegungen von Varianten weiter ein.

Vorzugsweise führt die Datenverarbeitungsanlage automatisch mindestens eine der folgenden Prüfungen an den Datenobjekten im Datenhaltungssystem 5 durch:

  • – Ist für jedes Teilsystem der Stückliste 16 im Teil-Datenspeicher 13 mindestens ein Datenobjekt für eine der Teilsystem zugeordnete Teilsystem-Variante im Datenhaltungssystem 5 abgespeichert?
  • – Ist für jede Baugruppe der Stückliste 16 im Teil-Datenspeicher 14 mindestens ein Datenobjekt für eine der Baugruppe zugeordnete Baugruppen-Variante im Datenhaltungssystem 5 abgespeichert?
  • – Ist für jedes Teilsystem der Stückliste 16 im Teil-Datenspeicher 11 mindestens eine Teilsystem-Spezifikation des Teilsystems abgespeichert?
  • – Ist für jede Baugruppe der Stückliste 16 im Teil-Datenspeicher 11 mindestens eine Baugruppen-Spezifikation der Baugruppe abgespeichert?
  • – Ist jede Teilsystem-Variante mindestens einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet?
  • – Ist jede Baugruppen-Variante mindestens einer Baugruppen-Spezifikation zugeordnet?
  • – Enthält jede Teilsystem-Spezifikation eines Teilsystems für jede Baugruppe des Teilsystems jeweils einen Verweis auf mindestens eine Baugruppen-Spezifikation der Baugruppe?
  • – Erfüllt die rechnerverfügbare Beschreibung jeder Teilsystem-Variante jede ihr zugeordnete Teilsystem-Spezifikation?
  • – Erfüllt die rechnerverfügbare Beschreibung jeder Baugruppen-Variante jede ihr zugeordnete Baugruppen-Spezifikation?
  • – Wie viele Teilsystem-Varianten sind einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet? Ist diese Anzahl kleiner oder gleich einer vorgegebenen Höchstanzahl für die Teilsystem-Spezifikation?
  • – Wie viele Baugruppen-Varianten sind einer Baugruppen-Spezifikation zugeordnet? Ist diese Anzahl kleiner oder gleich einer vorgegebenen Höchstanzahl für die Baugruppen-Spezifikation?

Bei der Prüfung, ob die rechnerverfügbare Beschreibung einer Teilsystem-Variante eine Teilsystem-Spezifikation eines Teilsystems erfüllt, werden vorzugsweise die Attribute eines Teilsystems ausgewertet. Vorzugsweise legt die Beschreibung der Teilsystem-Variante fest, in welchen Wertebereich der Wert des Teilsystem-Attributs bei der Teilsystem-Variante fällt. Die Spezifikation legt einen für die Spezifikation zulässigen Wertebereich für die Werte des Baugruppen-Attributs fest. Geprüft wird, ob der Wertebereich der Teilsystem-Variante in den zulässigen Wertebereich der Spezifikation fällt. Ist dies für jedes Attribut des Teilsystems, für das die Spezifikation einen zulässigen Wertebereich festlegt, der Fall, so erfüllt die Teilsystem-Variante die Teilsystem-Spezifikation, ansonsten nicht. Die entsprechende Prüfung wird für jede Baugruppen-Variante durchgeführt.

Im Folgenden wird beschrieben, wie der Einkäufer die Datenverarbeitungsanlage nutzt, um einen Lkw der Baureihe BR1 zu konfigurieren. Die BR1 gehört zur Leistungsklasse von 180 PS bis 350 PS. Der Einkäufer gibt vor, dass die zu konfigurierende Lkw-Variante mindestens 300 PS leisten soll.

Für das Teilsystem „Kühlmodul" scheidet daher die Kühlmodul-Spezifikation 120.3 („Sonder-Kühlmodul") aus. Dies wird automatisch durch Anwendung der Rechenvorschrift Kühlmodul.Leistungsklasse = Lkw.Leistungsklasse ermittelt. Somit bleiben die Kühlmodul-Spezifikationen 120.1 („Standard-Kühlmodul 1", 200 PS bis 400 PS) und 120.2 („Standard-Kühlmodul 2", 400 PS bis 600 PS) übrig. Die Datenverarbeitungsanlage erzeugt eine erste Auswahlliste und stellt sie auf dem Bildschirm dar. Diese erste Auswahlliste zeigt die beiden Teilsystem-Spezifikationen 120.1 und 120.2 und zeigt vorzugsweise je eine Kennung, den jeweiligen Teilbereiche Leistungsklasse und Teilbereiche für weitere Attribute. Der Einkäufer wählt die Kühlmodul-Spezifikation 120.1 aus. Hierfür benutzt er beispielsweise eine DV-Maus, um einen Cursor auf dem Bildschirm zu verschieben, und eine Taste der Maus, um ein Objekt aus der Auswahlliste auszuwählen.

Als nächstes erzeugt die Datenverarbeitungsanlage eine zweite Auswahlliste. Diese zweite Auswahlliste listet diejenigen Teilsystem-Varianten auf, die die zuvor ausgewählte Teilsystem-Spezifikation 120.1 erfüllen und ihr daher zugeordnet sind. Die zweite Auswahlliste besteht in diesem Beispiel daher aus den beiden Teilsystem-Varianten 220.1 und 220.3.

Der Einkäufer wählt die Variante 220.1 aus. Danach sind keine manuellen Auswahlen von Baugruppen des Kühlmoduls mehr erforderlich. Wie 5 zeigt, weist die ausgewählte Teilsystem-Variante 220.1 keine alternativen Baugruppen-Varianten auf. Automatisch werden für den zu konfigurierenden Lkw die Baugruppen-Varianten 240.1, 250.1, 260.1 und 270.1 ausgewählt.

Falls der Einkäufer hingegen aus der ersten Auswahlliste hingegen die Kühlmodul-Spezifikation 120.2 auswählt, so wird anschließend 220.2 als einzige Teilsystem-Variante, die 120.2 zugeordnet ist, ausgewählt. Später wählt der Einkäufer eine der beiden alternativen Baugruppen-Varianten 250.1 und 250.2 aus.

Die Auswahlen werden in gleicher Weise für die anderen Teilsysteme des Lkw durchgeführt. Die Datenverarbeitungsanlage erzeugt eine rechnerverfügbare Konfiguration, die auflistet, aus welchen Teilsystem-Varianten und Baugruppen-Varianten der zu konfigurierende Lkw besteht. Vorzugsweise ist im Datenhaltungssystem 5 zusätzlich für mindestens eine Baugruppen-Variante eine Komponenten-Stückliste der Baugruppen-Variante abgespeichert. Diese Komponenten-Stückliste listet auf, aus welchen Komponenten die Baugruppen-Variante besteht. In der Konfiguration des Lkw werden Kennungen dieser Komponenten eingefügt.

Bezugszeichenliste


Anspruch[de]
  1. Datenverarbeitungsanlage zum Konfigurieren einer Variante eines technischen Produkts, wobei

    die Datenverarbeitungsanlage einen Datenspeicher (5) umfaßt, in dem

    – eine rechnerauswertbare Stückliste (16) des technischen Produkts, die Informationen darüber umfaßt aus welchen Teilsystemen das Produkt besteht und aus welchen Baugruppen jedes dieser Teilsysteme jeweils besteht, und

    – für jede Baugruppe der Stückliste (16) jeweils mindestens eine rechnerauswertbare Beschreibung mindestens einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) der Baugruppe

    abgespeichert sind,

    jede Beschreibung einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) eine Kennzeichnung der Baugruppen-Variante umfaßt und

    die Datenverarbeitungsanlage

    – Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) umfast und,

    – zum Erzeugen einer Konfiguration der Produkt-Variante, die die Kennzeichnungen aller ausgewählten Baugruppen-Varianten (240.1, 250.1, ...) umfaßt, ausgestaltet ist

    dadurch gekennzeichnet, daß

    im Datenspeicher (5)

    – für jedes Teilsystem der Stückliste (16) mindestens eine rechnerauswertbare Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) des Teilsystems und

    – für jede Baugruppe der Stückliste (16) mindestens eine rechnerauswertbare Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe

    abgespeichert sind,

    wobei

    – jede Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) eines Teilsystems mindestens einen Verweis auf eine der Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) umfaßt und

    – jeder Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe mindestens eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe zuordenbar ist

    die Datenverarbeitungsanlage

    – Mittel zum Zuordnen einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) an eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...),

    – Mittel zum Auswählen einer Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) und

    – Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) umfaßt und

    die Auswahl-Mittel so ausgestaltet sind, daß

    – nach Auswahl einer Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) nur die Baugruppen Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) dieser ausgewähiten Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) auswählbar sind und

    – die Auswahl-Mittel so ausgestaltet sind, daß nach Auswahl einer Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) nur diejenigen Baugruppen-Varianten (240.1, 250.1, ...), die dieser ausgewählten Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) zugeordnet sind, auswählbar sind.
  2. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) Verweise auf mehrere alternative Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) derselben Baugruppe umfaßt.
  3. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) mehreren Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) zugeordnet ist.
  4. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) Verweise auf dieselbe Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) umfassen.
  5. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum automatischen Prüfen,

    ob in der Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) für jede Baugruppe des Teilsystems

    mindestens ein Verweis auf eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) dieser Baugruppe in der Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) enthalten ist,

    umfaßt.
  6. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum automatischen Prüfen,

    ob eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...), die einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe zugeordnet ist,

    zu einer Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) desjenigen Teilsystems gehört, in dem die Baugruppe enthalten ist,

    umfaßt.
  7. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum automatischen Prüfen,

    ob auf eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...), die einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe zugeordnet ist,

    ausschließlich Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) eines Teilsystems, in denen die Baugruppe enthalten ist,

    verweisen,

    umfaßt.
  8. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum automatischen Prüfen,

    ob eine Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...), die einer Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) zugeordnet ist, diese Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) erfüllt,

    umfaßt.
  9. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 8,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass mindestens eine Baugruppe der Stückliste (16) durch ein Baugruppen-Attribut gekennzeichnet ist,

    die mindestens eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) für diese Baugruppe einen zulässigen Wertebereich für die Werte des Baugruppen-Attributs festlegt,

    die im Datenspeicher (5) abgespeicherte Beschreibung jeder Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) dieser Baugruppe eine Festlegung umfaßt, in welchen Wertebereich der Wert des Baugruppen-Attributs bei der Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) fällt,

    die mindestens eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) für diese Baugruppe einen zulässigen Wertebereich für die Werte des Baugruppen-Attributs festlegt

    und die Mittel zum Prüfen auf Erfülltsein so ausgestaltet sind, dass sie für jede Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) der Baugruppe prüfen, ob der Wertebereich der Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) in den Wertebereich der Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) fällt.
  10. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass für die durch das Baugruppen-Attribut gekennzeichnete Baugruppe zwei verschiedene Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) im Datenspeicher (5) abgespeichert sind, wobei die beiden Baugruppen-Spezifikationen unterschiedliche zulässige Wertebereiche festlegen.
  11. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 9 oder Anspruch 10,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass das Produkt durch mindestens ein Produkt-Attribut gekennzeichnet ist,

    mindestens ein Teilsystem der Stückliste (16) durch ein Teilsystem-Attribut gekennzeichnet ist,

    die mindestens eine Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) für dieses Teilsystem einen zulässigen Wertebereich für die Werte des Teilsystem-Attributs festlegt,

    im Datenspeicher (5) eine automatisch auswertbare Abhängigkeit zwischen dem Produkt-Attribut und dem Teilsystem-Attribut abgespeichert ist,

    die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum Eingeben eines Wertebereichs für das Produkt-Attribut aufweist

    und die Mittel zum Auswählen einer Teilsystem-Spezifikation so ausgestaltet sind, dass nur diejenigen Teilsystem-Spezifikationen (120.1, 120.2, ...) auswählbar sind, für die ein Wertebereich festgelegt ist, der mit dem eingegebenen Wertebereich für das Produkt-Attribut vereinbar ist.
  12. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 11,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass im Datenspeicher (5) eine automatisch auswertbare Abhängigkeit zwischen dem Baugruppen-Attribut und dem Teilsystem-Attribut abgespeichert ist,

    die Datenverarbeitungsanlage so ausgestaltet ist, dass sie nach Auswahl der Teilsystem-Spezifikation, die den zulässigen Wertebereich festlegt, durch Auswertung der Abhängigkeit eine Einschränkung des zulässigen Wertebereichs des Attributs der Baugruppe berechnet,

    und die Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Variante so ausgestaltet sind, dass nach Auswahl der Baugruppen-Spezifikation, die den zulässigen Wertebereich festlegt, nur diejenigen zugeordneten Baugruppen-Varianten auswählbar sind, für die ein Wertebereich festgelegt ist, der mit der berechneten Einschränkung vereinbar ist.
  13. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage ein Anzeigegerät umfaßt und die Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Variante so ausgestaltet sind, dass sie die Kennzeichnungen der jeweils auswählbaren Baugruppen-Varianten auf dem Anzeigegerät darstellen.
  14. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 13,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass mindestens eine Baugruppe der Stückliste (16) durch ein Baugruppen-Attribut gekennzeichnet ist,

    für jede Baugruppen-Variante der Baugruppe im Datenspeicher (5) die Festlegung eines Wertebereichs abgespeichert ist, in dem der Wert des Baugruppen-Attributs bei der Baugruppen-Variante liegt,

    die Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Variante so ausgestaltet sind, dass sie den Wertebereich der jeweils auswählbaren Baugruppen-Varianten auf dem Anzeigegerät darstellen.
  15. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage

    – Mittel zum Ermitteln, wie viele Baugruppen-Varianten einer Baugruppen-Spezifikation zugeordnet sind,

    – und Mittel zum Vergleichen der ermittelten Anzahl mit einer vorgegebenen Höchstanzahl der der Baugruppen-Spezifikation zuordenbaren Baugruppen-Varianten

    umfaßt.
  16. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass im Datenspeicher (5) zusätzlich für jedes Teilsystem der Stückliste (16) eine rechnerauswertbare Beschreibung mindestens einer Teilsystem-Variante des Teilsystems abgespeichert ist,

    die Beschreibung jeder Teilsystem-Variante eines Teilsystems für jede Baugruppe des Teilsystems festlegt, welche Baugruppen-Variante der Baugruppe in der Teilsystem-Variante enthalten ist

    im Datenspeicher (5) jeder Teilsystem-Variante mindestens eine Teilsystem-Spezifikation zuordenbar ist,

    die Datenverarbeitungsanlage zusätzlich Mittel zum Zuordnen einer Teilsystem-Variante an eine Teilsystem-Spezifikation und Mittel zum Auswählen einer Teilsystem-Variante umfaßt,

    die Mittel zum Auswählen einer Teilsystem-Variante so ausgestaltet sind, dass nach Auswahl einer Teilsystem-Spezifikation nur die dieser ausgewählten Teilsystem-Spezifikation zugeordneten Teilsystem-Varianten auswählbar sind, und

    die Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Variante so ausgestaltet sind, dass nach Auswahl einer Teilsystem-Variante nur diejenigen Baugruppen-Varianten auswählbar sind, die in der Teilsystem-Variante enthalten sind.
  17. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Beschreibung einer Teilsystem-Variante eines Teilsystems für eine Baugruppe des Teilsystems zusätzlich festlegt, dass die Teilsystem-Variante eine von zwei alternativen Baugruppen-Varianten der Baugruppe enthält.
  18. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 16 oder Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Teilsystem-Variante mehreren Teilsystem-Spezifikationen zugeordnet ist.
  19. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 16 bis 18,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum automatischen Prüfen,

    ob eine Teilsystem-Variante, die einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet ist, diese Teilsystem-Spezifikation erfüllt,

    umfaßt.
  20. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 19,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass mindestens ein Teilsystem der Stückliste (16) durch ein Teilsystem-Attribut gekennzeichnet ist,

    die mindestens eine Teilsystem-Spezifikation für dieses Teilsystem einen zulässigen Wertebereich für die Werte des Baugruppen-Attributs festlegt,

    im Datenspeicher (5) für jede Teilsystem-Variante dieses Teilsystems eine Festlegung abgespeichert ist, in welchen Wertebereich der Wert des Teilsystem-Attributs bei der Teilsystem-Variante fällt,

    die mindestens eine Teilsystem-Spezifikation für dieses Teilsystem einen zulässigen Wertebereich für die Werte des Teilsystem-Attributs festlegt

    und die Mittel zum Prüfen so ausgestaltet sind, dass sie für jede Teilsystem-Variante des Teilsystems prüfen, ob der Wertebereich der Teilsystem-Variante in den Wertebereich der Teilsystem-Spezifikation fällt.
  21. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass für das durch das Teilsystem-Attribut gekennzeichnete Teilsystem zwei verschiedene Teilsystem-Spezifikationen im Datenspeicher (5) abgespeichert sind, wobei die beiden Teilsystem-Spezifikationen unterschiedliche zulässige Wertebereiche festlegen.
  22. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 16 bis 21,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage Mittel zum automatischen Prüfen,

    ob jede Teilsystem-Variante, die einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet ist,

    nur solche Baugruppen-Varianten festlegt, die einer Baugruppen-Spezifikation zugeordnet sind, auf die die Teilsystem-Spezifikation verweist,

    umfaßt.
  23. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 16 bis 22,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage

    – Mittel zum Ermitteln, wie viele Teilsystem-Varianten einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet sind,

    – und Mittel zum Vergleichen der ermittelten Anzahl mit einer vorgegebenen Höchstanzahl der der Teilsystem-Spezifikation zuordenbaren Teilsystem-Varianten

    umfaßt.
  24. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 16 bis 23,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass im Datenspeicher (5) jeweils eine rechnerauswertbare Kennzeichnung jeder Teilsystem-Variante (220.1, 220.2, ...) abgespeichert ist,

    die Datenverarbeitungsanlage ein Anzeigegerät umfaßt und die Mittel zum Auswählen einer Teilsystem-Variante so ausgestaltet sind, dass sie die Kennzeichnungen der jeweils auswählbaren Teilsystem-Varianten (220.1, 220.2, ...) auf dem Anzeigegerät darstellen.
  25. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 24,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass mindestens ein Teilsystem der Stückliste (16) durch ein Attribut gekennzeichnet ist,

    für jede Teilsystem-Variante des Teilsystems im Datenspeicher (5) die Festlegung eines Wertebereichs abgespeichert ist, in dem der Wert des Teilsystem-Attributs bei der Teilsystem-Variante liegt, und

    die Mittel zum Auswählen einer Teilsystem-Variante so ausgestaltet sind, dass sie den Wertebereich der jeweils auswählbaren Teilsystem-Varianten auf dem Anzeigegerät darstellen.
  26. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 25,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass mindestens einer Baugruppen-Spezifikation ein Gültigkeits-Zeitraum zugeordnet ist,

    für jede Baugruppen-Variante, die dieser Baugruppen-Spezifikation zugeordnet ist, im Datenspeicher (5) ein Anfangs-Zeitpunkt der Verwendung oder Verwendbarkeit der Baugruppen-Variante abgespeichert ist und

    die Mittel zur Auswahl einer Baugruppen-Variante so ausgestaltet sind, dass nach Auswahl einer Baugruppen-Spezifikation nur diejenigen zugeordneten Baugruppen-Varianten auswählbar sind, deren Anfangs-Zeitpunkt in den Gültigkeits-Zeitraum der ausgewählten Baugruppen-Spezifikation fällt.
  27. Datenverarbeitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage zum automatischen Prüfen, ob für jede Baugruppe der Stückliste (16) eine Baugruppen-Variante ausgewählt ist, ausgestaltet ist.
  28. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 27,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Datenverarbeitungsanlage zum automatischen Erzeugen der Information,

    für welche Baugruppen keine Baugruppen-Variante ausgewählt ist,

    ausgestaltet ist.
  29. Datenverarbeitungsanlage nach Anspruch 27 oder Anspruch 28,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Stückliste (16) zusätzlich Informationen darüber umfaßt, ob und wenn ja welche optionalen Baugruppen mindestens ein Teilsystem des Produkts zusätzlich aufweist,

    für jede optionale Baugruppe mindestens eine rechnerauswertbare Baugruppen-Spezifikation der Baugruppe jeweils eine rechnerauswertbare Kennzeichnung mindestens einer Baugruppen-Variante der optionale Baugruppe im Datenspeicher (5) abgespeichert ist,

    jede Baugruppen-Variante einer optionalen Baugruppe einer Baugruppen-Spezifikation der optionalen Baugruppe zugeordnet ist,

    und die Datenverarbeitungsanlage so ausgestaltet ist, dass das automatische Prüfen die optionalen Baugruppen nicht berücksichtigt.
  30. Verfahren zum Konfigurieren einer Variante eines technischen Produkts, wobei

    – eine rechnerauswertbare Stückliste (16) des technischen Produkts, die Informationen darüber umfaßt, aus welchen Teilsystemen das Produkt besteht und aus welchen Baugruppen jedes dieser Teilsysteme jeweils besteht, und

    – für jede Baugruppe der Stückliste (16) jeweils eine rechnerauswertbare Beschreibung mindestens einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) der Baugruppe

    vorgegeben werden, wobei

    – jede Beschreibung einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe eine Kennzeichnung der Baugruppen-Variante umfaßt,

    – für jede Baugruppe jeweils eine Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) ausgewählt wird und

    – eine Konfiguration der Produkt-Variante erzeugt wird, die die Kennzeichnungen aller ausgewählten Baugruppen-Varianten (240.1, 250.1, ...) umfaßt,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    – für jedes Teilsystem der Stückliste (16) mindestens eine rechnerauswertbare Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) des Teilsystems und

    – für jede Baugruppe der Stückliste (16) mindestens eine rechnerauswertbare Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe

    vorgegeben werden,

    wobei jede Teilsystem Spezifikation (120.1., 120.2, ...) eines Teilsystems mindestens einen Verweis auf eine der Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) umfaßt und

    wobei das Verfahren die Schritte umfaßt, die automatisch unter Verwendung einer Datenverarbeitungsanlage durchgeführt werden:

    – Zuordnen mindestens einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe an eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe,

    – Erzeugen einer rechnerauswertbaren Auswahlliste zum Auswählen mindestens einer der Teilsystem-Spezifikationen (120.1, 120.2, ...),

    – nach Auswahl jeweils einer Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) Erzeugen einer rechnerauswertbaren Auswahlliste zum Auswählen einer Baugruppen-Spezifikation aus denjenigen Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe, die in der ausgewählten Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) enthalten sind,

    – nach Auswahl einer Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) Erzeugen einer Auswahlliste zum Auswählen einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) aus denjenigen Baugruppen-Varianten (240.1, 250.1, ...), die der ausgewählten Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) zugeordnet sind.
  31. Verfahren nach Anspruch 30,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass automatisch mindestens eine der Prüfungen, ob in der Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) für jede Baugruppe des Teilsystems mindestens ein Verweis auf eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) dieser Baugruppe in der Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) enthalten ist,

    – ob eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...), die einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe zugeordnet ist,

    zu einer Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) desjenigen Teilsystems gehört, in dem die Baugruppe enthalten ist,

    – ob auf eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...), die einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe zugeordnet ist,

    ausschließlich Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) eines Teilsystems, in denen die Baugruppe enthalten ist, verweisen,

    – ob eine Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ..., die einer Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) zugeordnet ist, diese Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) erfüllt,

    durchgeführt wird.
  32. Verfahren nach Anspruch 30 oder Anspruch 31,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass zusätzlich für jedes Teilsystem der Stückliste (16) mindestens eine rechnerauswertbare Beschreibung mindestens einer Teilsystem-Variante des Teilsystems vorgegeben wird,

    die Beschreibung jeder Teilsystem-Variante eines Teilsystems für jede Baugruppe des Teilsystems festlegt, welche Baugruppen-Variante der Baugruppe in der Teilsystem-Variante enthalten ist,

    mindestens einer Teilsystem-Variante mindestens eine Teilsystem-Spezifikation zugeordnet wird,

    für jedes Teilsystem der Stückliste (16) jeweils eine Auswahlliste zum Auswählen einer Teilsystem-Spezifikation des Teilsystems erzeugt wird,

    nach Auswahl einer Teilsystem-Spezifikation aus der Teilsystem-Spezifikations-Auswahlliste eine Auswahlliste zum Auswählen einer Teilsystem-Variante aus denjenigen Teilsystem-Varianten, die der ausgewählten Teilsystem-Spezifikation zugeordnet sind, erzeugt wird,

    nach Auswahl einer Teilsystem-Variante aus der Teilsystem-Varianten-Auswahlliste eine Auswahlliste zum Auswählen einer Baugruppen-Variante aus denjenigen Baugruppen-Varianten erzeugt wird, die in der ausgewählten Teilsystem-Variante enthalten sind.
  33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass automatisch mindestens eine der Prüfungen,

    – ob eine Teilsystem-Variante, die einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet ist, diese Teilsystem-Spezifikation erfüllt,

    – ob jede Teilsystem-Variante, die einer Teilsystem-Spezifikation zugeordnet ist, nur solche Baugruppen-Varianten festlegt, die einer Baugruppen-Spezifikation zugeordnet sind, auf die die Teilsystem-Spezifikation verweist,

    durchgeführt wird.
  34. Computerprogramm-Produkt, das in den internen Speicher eines Computers geladen werden kann und Softwareabschnitte umfaßt, mit denen ein Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 33 ausführbar ist, wenn das Produkt auf einem Computer läuft.
  35. Computerprogramm-Produkt, das auf einem von einem Computer lesbaren Medium gespeichert ist und das von einem Computer lesbare Programm-Mittel aufweist, die den Computer veranlassen, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 33 auszuführen.
  36. Computerprogramm-Produkt zum Konfigurieren einer Variante eines technischen Produkts,

    wobei das Computerprogramm-Produkt eine Informationsweiterleitungsschnittstelle zu einem Datenspeicher (5) umfaßt, in dem

    – eine rechnerauswertbare Stückliste (16) des technischen Produkts, die Informationen darüber umfaßt, aus welchen Teilsystemen das Produkt besteht und aus welchen Baugruppen jedes dieser Teilsysteme jeweils besteht, und

    – für jede Baugruppe der Stückliste (16) jeweils eine rechnerauswertbare Beschreibung mindestens einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) der Baugruppe

    abgespeichert sind,

    wobei jede Beschreibung einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) eine Kennzeichnung der Baugruppen-Variante umfaßt und

    wobei das Computerprogramm-Produkt

    – Mittel zum Auswählen einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) umfaßt und

    – zum Erzeugen einer Konfiguration der Produkt-Variante, die die Kennzeichnungen aller ausgewählten Baugruppen-Varianten (240.1, 250.1, ...) umfaßt, ausgestaltet ist,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    – für jedes Teilsystem der Stückliste (16) mindestens eine rechnerauswertbare Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) des Teilsystems und

    – für jede Baugruppe der Stückliste (16) mindestens eine rechnerauswertbare Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe

    im Datenspeicher (5) abgespeichert sind,

    wobei

    – jede Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) eines Teilsystems mindestens einen Verweis auf eine der Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) umfaßt und

    – jeder Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe mindestens eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe zuordenbar ist und

    wobei das Computerprogramm-Produkt zum Durchführen der folgenden Schritte ausgestaltet ist:

    – Zuordnen mindestens einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) einer Baugruppe an eine Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe,

    – Erzeugen einer rechnerauswertbaren Auswahlliste zum Auswählen mindestens einer der Teilsystem-Spezifikationen (120.1, 120.2, ...),

    – nach Auswahl jeweils einer Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) Erzeugen einer rechnerauswertbaren Auswahlliste zum Auswählen einer Baugruppen-Spezifikation aus denjenigen Baugruppen-Spezifikationen (140.1, 150.1, ...) der Baugruppe, die in der ausgewählten Teilsystem-Spezifikation (120.1, 120.2, ...) enthalten sind,

    – nach Auswahl einer Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) Erzeugen einer Auswahlliste zum Auswählen einer Baugruppen-Variante (240.1, 250.1, ...) aus denjenigen Baugruppen-Varianten (240.1, 250.1, ...), die der ausgewählten Baugruppen-Spezifikation (140.1, 150.1, ...) zugeordnet sind.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com