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Dokumentenidentifikation DE102004057132A1 20.07.2006
Titel Halteeinrichtung für Verkleidungskomponenten eines Motorrads
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Schicktanz, Jürgen, 82110 Germering, DE;
Spornraft, Hans-Otto, 85368 Moosburg, DE;
Massepp, Siegfried, 80689 München, DE
DE-Anmeldedatum 26.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004057132
Offenlegungstag 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse B62J 17/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62J 17/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B62K 19/48(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B62J 6/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Halteeinrichtung für Verkleidungskomponenten eines Motorrads, wobei die Halteeinrichtung an einem Rahmen eines Motorrads fixiert ist und zur Befestigung von Verkleidungskomponenten vorgesehen ist. Die Halteeinrichtung weist mindestens zwei Trägerteile auf, die jeweils zur Befestigung von Verkleidungskomponenten vorgesehen sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung für Verkleidungskomponenten eines Motorrads gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Verkleidungshalter von Motorrädern sind überwiegend als Schweiß-Biegekonstruktionen ausgeführt. Dabei werden Stahl- oder Aluminiumrohre verwendet. Bekannt sind auch Verkleidungshalter aus Aluminium- oder Magnesiumguss. Ferner sind Verkleidungshalter aus Kunststoff bekannt. Derartige Verkleidungshalter sind beschrieben in der JP 10-22 63 80 A, DE 112 09 13 B1, US 62 03 093, EP 86 90 52 A2, US 51 07 949, US 44 61 508, US 44 23 901, JP 9-08 64 62 und JP 2002-28 40 66.

Verkleidungshalter, die als Schweiß- und Biegekonstruktionen ausgeführt sind, sind mit hohen Herstellkosten verbunden. Außerdem weisen sie erhebliche maßliche Toleranzen auf, was sich ungünstig auf das „Fugenbild" der Motorradverkleidung auswirkt. Ein weiterer Nachteil von Schweiß- und Biegekonstruktionen besteht darin, dass zur Befestigung von Schlauchleitungen, Kabeln, Bowdenzügen u.ä. zusätzliche Halter bzw. Halteelemente angeschweißt oder angelötet werden müssen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Halteeinrichtung für Verkleidungskomponenten zu schaffen, die eine hohe Maßhaltigkeit, ein geringes Gewicht und eine kompakte Bauweise aufweist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung geht von einer Halteeinrichtung für Verkleidungskomponenten eines Motorrads aus, wobei die Halteeinrichtung an einem Rahmen des Motorrads befestigt ist. An der Halteeinrichtung wiederum können verschiedene Verkleidungskomponenten des Motorrads befestigt sein. Das Grundprinzip der Erfindung besteht darin, dass die Halteeinrichtung mindestens zwei Trägerfeile aufweist, die zur Befestigung von Verkleidungskomponenten vorgesehen sind. Die Trägerteile können aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein. Alternativ dazu können die Trägerteile ganz oder teilweise aus einem Leichtmetall wie Aluminium und/oder Magnesium oder aus einer Leichtmetalllegierung hergestellt sein. Die Trägerteile können auch aus einem glasfaser- und/oder kohlefaserverstärkten Material hergestellt sein. Bei den Trägerteilen kann es sich um Spritzgussteile, insbesondere um Kunststoffspritzgussteile handeln.

Die Trägerteile können mit einem Frontscheinwerfer des Motorrads zu einer tragenden Einheit verbunden sind. Die Verkleidungskomponenten sind an dieser „tragenden Einheit" befestigt. Die „tragende Einheit" selbst ist am Rahmen des Motorrads befestigt. Anstatt zwei solcher Trägerteile aus Kunststoff kann die tragende Einheit auch mehrere solcher Trägerteile aufweisen.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Frontscheinwerfer mittig zwischen zwei Trägerteilen angeordnet. In diesem Fall ist der Frontscheinwerfer mit dem linken und rechten Trägerteil zu einer tragenden Einheit verbunden.

Die beiden Trägerteile müssen aber nicht unbedingt mit einem Scheinwerfer zu einer tragenden Einheit verbunden sein. Die Halteeinrichtung kann auch durch zwei „seitliche Trägerteile" und ein Mittelteil gebildet sein, über das die beiden seitlichen Trägerteile miteinander verbunden sind.

An den Trägerteilen sind „Anbindungspunkte" wie Laschen, Schraubflansche o.ä. vorgesehen, an denen Verkleidungsteile befestigt werden können. Zusätzlich können an den Trägerteilen weitere Befestigungskomponenten zur Fixierung von Schlauchleitungen, Kabeln, Bowdenzügen etc. vorgesehen sein. Die Trägerteile können aus einem faserverstärkten Thermoplastmaterial hergestellt sein.

Im folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung;

2 das „linke Trägerteil" der 1 in Seitenansicht.

1 zeigt ein Frontmodul 1, das im vorderen Bereich eines Motorrads an den Rahmen angeschraubt wird und das zur Befestigung von Verkleidungskomponenten vorgesehen ist. Das Frontmodul 1 ist durch einen Frontscheinwerfer 2 sowie durch ein linkes Trägerteil 3 und ein rechtes Trägerteil 4 gebildet. Die beiden Trägerteile 3, 4 sind seitlich an den Frontscheinwerfer 2 angeschraubt. Bei den Trägerteilen 3, 4 handelt es sich um Kunststoffteile, die z. B. aus einem faserverstärkten Thermoplast hergestellt sein können.

Alternativ dazu können die Kunststoffteile auch als Spritzgussteile ausgeführt sein.

2 zeigt das Trägerteil 3 der 1 in Seitenansicht. Die beiden Trägerteile 3, 4 sind im wesentlichen spiegelgleich.

Das Trägerteil 3 weist Bohrungen 57 auf, über die es mit einem hier nicht dargestellten Hauptrahmen eines Motorrads verschraubt ist. Über entsprechende Bohrungen ist auch das in 1 gezeigte Trägerteil 4 mit dem Hauprahmen verschraubt. Zusätzlich sind eine Vielzahl von Bohrungen 8, 9 bzw. Ausnehmungen 1012 und anderen Befestigungselementen 1315 vorgesehen, über die Verkleidungskomponenten des Motorrads oder Schläuche, Kabel, Bautenzüge etc. an dem Trägerteil fixiert sind.


Anspruch[de]
  1. Halteeinrichtung (1) für Verkleidungskomponenten eines Motorrads, wobei die Halteeinrichtung an einem Rahmen eines Motorrads fixiert ist und zur Befestigung von Verkleidungskomponenten vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (1) mindestens zwei Trägerteile (3, 4) aufweist, die jeweils zur Befestigung von Verkleidungskomponenten vorgesehen sind.
  2. Halteeinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerteile (3, 4) mit einem Frontscheinwerfer (2) des Motorrads zu einer tragenden Einheit verbunden sind, an der die Verkleidungskomponenten befestigt sind.
  3. Halteeinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerteile (3, 4) seitliche Trägerteile sind und über ein Mittelteil miteinander verbunden sind.
  4. Halteeinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerteile (3, 4) aus Kunststoff hergestellt sind.
  5. Halteeinrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerteile (3, 4) zumindest teilweise aus Aluminium und/oder Magnesium bestehen.
  6. Halteeinrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerteile (3, 4) aus einem glasfaserverstärkten und/oder kohlefaserverstärkten Material bestehen.
  7. Halteeinrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontscheinwerfer (2) mittig zwischen den beiden Trägerteilen (3, 4) angeordnet ist.
  8. Halteeinrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerteile (3, 4) Spritzgussteile sind.
  9. Halteeinrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerteile (3, 4) aus einem faserverstärkten Thermoplastmaterial hergestellt sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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