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Dokumentenidentifikation DE102004061193B3 20.07.2006
Titel Elektrische Handpoliermaschine für das Polieren von Fahrzeugen
Anmelder Merlaku, Kastriot, 80807 München, DE
Erfinder Merlaku, Kastriot, 80807 München, DE
DE-Anmeldedatum 20.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004061193
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse B24B 23/00(2006.01)A, F, I, 20060208, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B24B 29/00(2006.01)A, L, I, 20060208, B, H, DE   B24B 1/04(2006.01)A, L, I, 20060208, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine elektrische Handpoliermaschine, die für das Polieren von Fahrzeugen verwendet wird.
Der Ultraschall ist in der Lage, eine Emulsion zu mischen oder eine Flüssigkeit zu zerstäuben. Wie auch längst bekannt ist, kann der Ultraschall zur Säuberung verwendet werden. Diese Eigenschaften von Ultraschall werden hier für eine perfekte Politur an Fahrzeugen verwendet. Die Handpoliermaschine aus dieser Erfindung ist ähnlich wie die marktüblichen Poliermaschinen gebaut, jedoch weist sie einen Ultraschallgeber auf, der seine Energie direkt auf der polierenden Fläche abgibt und somit das Poliermittel sehr fein bearbeitet. Die Ultraschall-Energie dringt durch die Polierhaube hindurch und kann während der Politur auch die restlichen feinen Schmutzpartikel aus der Lackfläche auflockern und sie dann auch entfernen. Für eine bessere Ultraschall-Energie-Ableitung kann die Polierhaube mit einem Gel aufgefüllt werden oder sie weist ein Gel-Kissen auf. Das Gel-Kissen weist ein Gel auf, das Ultraschall sehr gut leitet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektrische Handpoliermaschine für das Polieren von Fahrzeugen verwendet nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 wird.

Sehr arbeitserleichternd sind Handpoliermaschinen. Die Handpoliermaschinen üblicher Art weisen einen Schwing-Bewegungs-Mechanismus, der eine Polierhaube hin und her bewegt oder einen Elektromotor auf, der die Polierhaube dreht. Die Maschine fährt in rotierenden Bewegungen über den Boden und verleiht ihm einen schönen Glanz. Es gibt eine reihe von Akku-Poliermaschinen, die für eine optimale Lackpflege und Werterhaltung des Fahrzeugs verwendet werden können. Kraftvolle laufruhige Motoren, die häufig mit 3.000 U/Min drehen können, werden dafür verwendet. Diese Maschinen sind klein, sehr leicht und wiegen in der Regel ca. 2 bis 3 kg.

DE 693 03 109 T2 beschreibt ein Verfahren zum Polieren eines Werkstücks, wobei Ultraschallenergie für das Verdrängen von Schleifkörner und Teilchen, wodurch eine Gleichmäßigkeit der Druckunterlage und des Poliervorgangs erreicht wird.

US 6 810 547 B2 beschreibt ein Poliergerät, das für das Polieren von Fahrzeugen konzipiert ist und das mit abschraubbaren Handgriffen ausgestattet ist.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Handpoliermaschine zu schaffen, die in der Lage ist, das Poliermittel besser auf eine polierende Fläche aufzutragen und dadurch eine feine Politur mit weniger Aufwand zu erreichen.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Vorteile der Erfindung sind:

  • – sehr schnelle Politur und kinderleichte Bedienung,
  • – die Politur sieht perfekt aus,
  • – auch die Mikro-Schmutz-Reste werden abgetragen,
  • – sehr feine Verteilung der Politurmittel.

Die Erfindung ist auch sehr gut für die Lackversigelung geeignet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der 1 bis 4 erläutert. Es zeigen:

1 eine Handpoliermaschine, die mit einem Ultraschallgeber ausgestattet ist,

2 eine Variante, bei der das Ultraschallelement direkt in dem Polierteller eingebaut ist,

3 eine Polierhaube mit Gelkissen,

4 eine Handpoliermaschine, die mit einem Poliermittel-Leitungs-Rohr ausgestattet ist.

Ultraschall ist in der Lage, eine Emulsion zu mischen oder eine Flüssigkeit zu zerstäuben. Wie auch längstbekannt ist, kann Ultraschall für Säuberung verwendet werden. In Ultraschall-Bädern wird Schmuck zu Glanz gebracht oder Brillen perfekt geputzt. Diese Eigenschaften von Ultraschall werden hier für eine perfekte Politur an Fahrzeugen verwendet.

Die Handpoliermaschine 1 ist ähnlich wie die marktüblichen Handpoliermaschinen gebaut, jedoch weist sie einen Ultraschallgeber 2 auf, der seine Energie direkt auf der polierenden Fläche 3 abgibt und somit den Poliermittel 4 sehr fein bearbeitet. Die Ultraschall-Energie dringt durch die Polierhaube 5 hindurch und kann während der Politur auch die restlichen feinen Schmutzpartikeln 6 aus der Lackfläche auflockern und sie dann auch entfernen. Für eine bessere Ultraschall-Energie Ableitung sollte die Polierhaube das Poliermittel ansaugen können oder diese soll mit einem Gel aufgefüllt werden. Ein eingebautes Gel-Kissen 7 kann hilfreich sein. Das Gel-Kissen weist ein Gel auf, das den Ultraschall sehr gut leitet. Es kann ein ähnliches Material verwendet werden, das auch im Krankenhaus für eine Ultraschalluntersuchung verwendet wird. In der 3 ist die Polierhaube 5, die mit einem Gelkissen ausgestattet ist, dargestellt worden. Sie leistet eine sehr schonende Arbeit und erreicht perfekte Polituren.

Die 2 zeigt eine Handpoliermaschine, bei der das Ultraschall-Element direkt in dem Polierteller 8 eingebaut ist. Der Polierteller wird mit der Polierhaube überzogen und dann kann man polieren. Ein Polierteller, der mit einem Gelkissen ausgestattet ist, kann die Ultraschallenergie perfekt auf der Polierfläche übertragen. Er arbeitet Lackschonend und erreicht sehr gut die Mikro-Unebenheiten auf der Lackschicht.

Die Polierhaube, die mit Gel gefüllt ist oder mit einem Gelkissen ausgestattet ist, kann auch an normalen herkömmlichen Handpoliermaschinen eingebaut werden. Das gleiche gilt auch für den Gelkissen-Polierteller. Beide Varianten machen eine sehr feine Politur und sind sehr Lackschonende Lösungen.

In der 4 ist eine Handpoliermaschine dargestellt worden, die mit einem Poliermittel-Leitungs-Rohr 9 ausgestattet ist. Das Rohr berührt die Wände des Ultraschallgebers und nimmt die Energie ab. Diese wird auf die Polierfläche abgegeben.

Die Handpoliermaschine kann auch mit einem Heizelement ausgestattet werden, das an dem Teller oder an die Polierhaube eingebaut ist. Das Heiz-Element kann ein Heizdraht sein, der eine Hitze produziert, oder ein Peltier-Element oder eine Heizfolie.

Ein so genanntes Handwärmer-Element kann eine interessante Lösung als Heizelement sein. Der Handwärmer ist längst bekannt. Er ist mit einer Lösung gefüllt. Bei der Lösung handelt es sich um eine unterkühlte Schmelze, z.B. von Natriumthiosulfat (Fixiersalz). Der Schmelzpunkt von Natriumthiosulfat liegt bei ca. 50°C. Kühlt man diese Schmelze auf unter 50°C ab, so erstarrt sie nicht, sondern bleibt zunächst weiter flüssig. Das passiert meistens aufgrund des Fehlens eines Keimkristalls. Wenn nun die Kristallisation plötzlich induziert oder initiiert wird (z.B. durch das Knicken des Metallplättchens), so wird das ganze wieder warm, da beim Kristallisieren der Schmelze Kristallisationswärme abgegeben wird (dies entspricht der Energiemenge, die zum umgekehrten Vorgang, dem Schmelzen nämlich, erforderlich ist). Durch einlegen in kochendes Wasser kann das Thiosulfat wieder geschmolzen werden und der Vorgang kann von neuem beginnen. Kristallisation benötigt Keime. Diese können kleine, geordnete Bereiche in der unterkühlten Schmelze selbst sein. In einer Schmelze sind die Atome, bzw. Moleküle (ideal betrachtet) vollkommen reGelos angeordnet. Durch das Hineindrücken oder Umknicken dieses Metallstreifens entstehen punktuell kräftige Druckwellen, die dazu führen können, dass sich an einigen Stellen die Atome oder die Moleküle etwas regelmäßiger anordnen und schon läuft die Kristallisation praktisch schlagartig ab.

Die Kristallisation kann auch durch Ultraschall initiiert werden. Ein Kissen, das mit diesem Material gefüllt ist, kann in die Polierhaube oder dem Polierteller eingebaut werden und dann Wärme während dem Polieren für ca. 10 bis 15 Minuten spenden. Das Poliermittel wird dadurch feiner und kann besser verteilt werden, insbesondere bei kaltem Wetter.


Anspruch[de]
  1. Elektrische Handpoliermaschine für das Polieren von Fahrzeugen mit einem Polierteller, einer Polierhaube oder einem Gel-Kissen, mit einem Ultraschallerzeuger oder Ultraschallgeber als Antrieb, der seine Ultraschallenergie auf eine polierende Fläche von Polierteller, oder Polierhaube oder Gel-Kissen abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Heizelement am Polierteller oder der Polierhaube oder dem Gel-Kissen eingebaut ist.
  2. Elektrische Handpoliermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallgeber aus mindestens einem Ultraschallgenerator und einem Ultraschall-Erzeuger, die mit einander gekoppelt sind, besteht.
  3. Elektrische Handpoliermaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschall-Erzeuger aus mindestens einem Ultraschall-Generator, bestehend aus mindestens einem Piezo-/Keramik-Element, das Ultraschall-Energie geben kann, besteht.
  4. Elektrische Handpoliermaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschall-Geber aus Magnetostricktions-Elementen besteht.
  5. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallgeber oder mindestens ein Ultraschall-Element direkt in dem Polierteller integriert ist.
  6. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ultraschallenergie mit nahezu senkrechten Ultraschall-Schwingungen auf der Fahrzeugfläche abgegeben wird.
  7. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ultraschallenergie mit nahezu waagerechten Ultraschall-Schwingungen auf der Fahrzeugfläche abgegeben wird.
  8. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingrichtung der Ultraschallwellen während der Ultraschallenergie-Abgabe auf der polierenden Fläche, durch einfaches Drehen der Ultraschallgeber-Fläche manuell einstellbar ist.
  9. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ultraschallfrequenz einstellbar ist.
  10. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Fläche des Ultraschall-Gebers mit der Polierhaube, die die Ultraschallenergie-Weiterleitung auf der Fahrzeugfläche unterstützt, bedeckt ist.
  11. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Poliermittel in die Polierhaube oder eine Polierbürste bis zu der Fläche des Ultraschallgebers eindringen kann.
  12. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass chemische oder biologische Poliermittel ein Ultraschalltransportmedium bilden, das die Ultraschallenergie von dem Ultraschallerzeuger bis zur polierenden Fläche transportiert.
  13. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Poliermittel durch mindestens einen in der Handpoliermaschine eingebauten Kanal von einem eingebauten Vorratsbehälter bis zu der Polierfläche unter dem Ultraschall-Geber fließen kann.
  14. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Poliermittel-Schmierfilm ein Ultraschall-Übertragungs-Medium zwischen der polierenden Fläche und dem Ultraschallerzeuger bildet.
  15. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese akku- oder netzstrom-betrieben ist.
  16. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallgeber abnehmbar eingebaut ist.
  17. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polierhaube aus einem Mikrofasertuch, Schwamm oder Polier-Bürsten, besteht.
  18. Elektrische Handpoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polierhaube oder der Polierteller mit einem so genannten Handwärmer-Kissen oder Handwärmer-Element, das eine vorher gespeicherte Wärme beim Knicken oder durch Ultraschall-Behandlung abgibt, ausgestattet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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