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Dokumentenidentifikation DE102004062935A1 20.07.2006
Titel Luftausströmer für den Innenraum eines Fahrzeugs
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Döhring, Uwe, 31185 Söhlde, DE;
Ehlers, Carsten, 38100 Braunschweig, DE;
Engels, Peter, 38518 Gifhorn, DE;
Utzeri, Andreas, 38458 Velpke, DE
DE-Anmeldedatum 28.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004062935
Offenlegungstag 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse B60H 1/34(2006.01)A, F, I, 20060411, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Luftausströmer für den Innenraum eines Fahrzeugs, mit einem an der Luftaustrittsseite eines Luftströmungskanals in einem Gehäuse angeordneten Lamellenblock mit im Wesentlichen parallel und im Abstand zueinander angeordneten, schwenkbaren und Strömungsschlitze bildenden Lamellen, von denen mindestens eine einen wenigstens teilweise sperrenden Verschlussschenkel für einen dieser Strömungsschlitze aufweist. Sie löst die Aufgabe, einen derartigen Luftausströmer so zu gestalten, dass eine Richtungsbeeinträchtigung des Luftstromes durch die Gehäusewandung bei durch den Lamellenblock abgelenkter Luftströmung sowie eine optische und akustische Beeinträchtigung ausbleiben, letztere zumindest erheblich reduziert ist. Dazu ist der Verschlussschenkel (12) an einer Randlamelle (7.1, 7.2) des Lamellenblockes (6), zu einem Wandungsbereich (13) des Gehäuses (3) weisend, angeordnet, und der Wandungsbereich (13) weist einen Öffnungsschlitz (15) oder eine Ausnehmung für diesen (12) auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Luftausströmer für den Innenraum eines Fahrzeugs, insbesondere zur Anordnung im Armaturenbrettbereich des Fahrzeugs.

Luftausströmer dienen der Regulierung der Richtung und Ausbreitungsdichte eines vom Fahrtwind oder von einem Ventilator erzeugten und durch einen Luftströmungskanal in den Innenraum eines Fahrzeugs geleiteten Luftstromes und sind an der Ausstrittsstelle desselben in den Fahrzeuginnenraum angeordnet.

Um den Luftstrom in vorbestimmten Grenzen in seiner Charakteristik und Ausströmungsrichtung verändern zu können, werden Lamellensysteme eingesetzt, die den Luftstrom in horizontaler und vertikaler Ebene beeinflussen. Beispielsweise kann ein solches Lamellensystem aus hintereinander angeordneten und getrennt voneinander betätigbaren Lamellenblöcken von im Wesentlichen parallel ausgerichteten Richtlamellen (Lamellen) gebildet sein, von denen die Lamellen des einen Lamellenblockes jeweils um eine vertikale und die des anderen Lamellenblockes jeweils um eine horizontale Achse schwenkbar sind. Üblicherweise sind die um eine horizontale Achse schwenkbaren Lamellen am luftstromaustrittseitigen Ende, also fahrzeuginnenraumseitig, übereinander angeordnet und luftstromaustrittseitig schwenkbar gehaltert. Die Lamellenblöcke sind getrennt voneinander manuell mit einer Bedienungshandhabe oder elektromotorisch betätigbar. Luftausströmer dieser Art sind in der DE 2701816 A1, der DE 196 16 965 C1 und der DE 198 16 013 A1 beschrieben.

Bei diesen Luftausströmern sind der Richtbarkeit des Luftstromes Grenzen gesetzt. Wenn eine der beiden Randlamellen des fahrzeuginnenraumseitigen Lamellenblockes in Luftausströmrichtung auf das diesen umgebende Gehäuse oder einen diesen umgebenden Rahmen (Gehäuse) zu geschwenkt wird, wird der durch den zwischen diesem und der Randlamelle gebildeten Strömungsschlitz strömende Luftteilstrahl auf die Gehäusewandung zu gerichtet und in Richtung auf die übrigen, durch die zwischen den Lamellen ausgebildeten Strömungsschlitze gerichteten Luftteilstrahlen abgelenkt, die dadurch in ihrer Ausrichtung beeinträchtigt werden, mit dem Ergebnis, dass der gesamte Luftstrom in der vorbestimmten und gewünschten Richtung beeinträchtigt und auch geschwächt ist. Zur Lösung dieses Problems sind Luftausströmer bekannt geworden, bei denen die Gehäusewandung mit einer Rampe versehen worden ist, oder bei denen als Randlamelle eine sog. Schlepplamelle angeordnet worden ist, die bei einer Schwenkung des Lamellenblockes nicht die gesamte Schwenkbewegung der übrigen Lamellen mit vollzieht, oder, bei denen als Randlamelle eine sog. Y-Sperrlamelle angeordnet ist, die in bestimmten Positionen des Lamellenblockes den Strömungsschlitz sperrt. Diese Luftausströmer, die zum Teil aufwändig und/oder störanfällig (Schlepplamelle, Y-Sperrlamelle) sind, vermitteln dem Betrachter aus dem Innenraum des Fahrzeugs ein optisch unausgewogenes Bild, da die Stirnkanten der Lamellen sichtbar sind und zusammen mit den Gehäusekanten unterschiedliche Abstände aufweisen.

Des Weiteren ist es bekannt geworden, die betreffende Randlamelle luftströmungskanalseitig mit einem Verschlussschenkel zu versehen, der auf die benachbarte Richtlamelle zu gerichtet ist. Bei einer Schwenkung des Lamellenblockes in Luftströmungsrichtung auf das Gehäuse zu, kann dadurch der Strömungsschlitz zwischen der Randlamelle und der dieser benachbarten Lamelle völlig geschlossen werden. Zudem wird der Strömungsschlitz zwischen der Randlamelle und dem Rahmen bis auf einen schmalen Spalt nahezu geschlossen. Damit wird erreicht, dass eine Richtungsbeeinträchtigung des Gesamtluftstromes durch den gehäuseseitigen Luftteilstrom weitgehend unterbleibt. Der offene Spalt kann jedoch in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Luftströmung zu Geräuschen führen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Luftausströmer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 alternativ und so zu gestalten, dass eine Richtungsbeeinträchtigung des Luftstromes durch die Gehäusewandung bei durch den Lamellenblock abgelenkter Luftströmung sowie eine optische und akustische Beeinträchtigung ausbleiben, letztere zumindest erheblich reduziert ist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Die Erfindung besteht darin, dass bei einem Luftausströmer, der einen an der Luftaustrittsseite eines Luftströmungskanals in einem Gehäuse angeordneten Lamellenblock mit im wesentlichen parallel und im Abstand zueinander angeordneten, schwenkbaren und Strömungsschlitze bildenden Richtlamellen (Lamellen), von denen die mit dem Gehäuse einen Strömungsschlitz ausbildende Randlamelle des Lamellenblockes mit einem quer abstehenden Verschlussschenkel versehen ist, dieser Verschlussschenkel zur Gehäusewandung weisend und insbesondere auf der Seite des Luftströmungskanals, angeordnet ist, und die Rahmenwandung einen Öffnungsschlitz oder eine Ausnehmung für diesen aufweist. Dabei kann der Verschlussschenkel so weit erstreckt sein, dass der gehäuseseitige Strömungsschlitz in allen Lamellenstellungen für den Luftstrom gesperrt ist. Eine Richtungsbeeinträchtigung des Luftstromes durch die Gehäusewandung unterbleibt. Ein geräuscherzeugender Spalt ist nicht vorhanden, und dem Betrachter bietet sich ein gutes optisches Bild, da die Breiten der Strömungsschlitze gleich sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Luftausströmer von einem Dekorrahmen umgeben sein kann, der in den Innenraum des Fahrzeugs vorsteht, ohne dass dieser die Richtung des Luftstromes beeinträchtigen könnte. Der Verschlussschenkel kann aber auch derart dimensioniert sein, dass die Randlamelle den gehäuseseitigen Strömungsschlitz bei einer Schwenkung derselben in Richtung auf die Gehäusewandung zu nur teilweise verschließt, so dass der durch diesen gelenkte Teilluftstrom erheblich reduziert ist.

Der Verschlussschenkel ist vorteilhafterweise als Zylindersegment ausgebildet, dessen Krümmungsachse die Schwenkachse der Randlamelle ist. Damit bewegt sich der Verschlussschenkel auf einer Kreisbahn und benötigt einen durch diesen definierten Bewegungsraum. Dieser kann teilumschlossen sein, indem am Gehäuse eine Tasche ausgebildet ist, in die der Verschlussschenkel bei einer Schwenkbewegung der Randlamelle und damit des Verschlussschenkels auf die Gehäusewandung zu eintaucht und bei einer Schwenkbewegung derselben von der Gehäusewandung weg herausbewegt wird. Diese Tasche kann durch einen an die Krümmung des Verschlussschenkels angepassten Gehäuseabschnitt und eine Blende gebildet sein, die sich vom Öffnungsrand des Gehäuses in Richtung auf den Luftströmungskanal erstreckt.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:

1: einen Vertikalschnitt durch einen in einem Armaturenbrett eines Fahrzeugs angeordneten Luftausströmer,

2: eine perspektivische Darstellung des in diesem angeordneten Lamellenblockes,

3: einen Ausschnitt aus dem Vertikalschnitt nach 1, vergrößert, und

4: diesen Ausschnitt mit einer von 3 abweichenden Lamellenstellung.

1 zeigt in einem Vertikalschnitt einen in einem Armaturenbrett 1 eines Fahrzeugs angeordneten Luftausströmer 2 mit einem Gehäuse 3 und einem in diesem ausgebildeten Luftströmungskanal 4, in dem ein Lamellenblock 5 zur Richtungsänderung eines durch den Luftströmungskanal 4 in den Innenraum des Fahrzeugs geblasenen Luftstromes in im wesentlichen einer horizontalen Ebene und ein Lamellenblock 6 zur Richtungsänderung des Luftstromes in einer vertikalen Ebene des Fahrzeugs, jeweils verstellbar, angeordnet sind. Der Lamellenblock 6, der in 2 in einer perspektivischen Darstellung gezeigt ist, weist mehrere (Richt-) Lamellen 7 auf, die unabhängig von ihrer Winkelstellung zum Luftströmungskanal 4 parallel zueinander angeordnet, jeweils mit Zapfen 8 schwenkbar am Gehäuse gehaltert und vermittels einer Bedienungshandhabe 9 und einer Verbindungsstange 10 in bekannter Weise gemeinsam um die Zapfenachsen A schwenkbar sind.

Die Richtlamellen 7 bilden zwischen sich und den Randlamellen 7.1 und 7.2 mit der Wandung des Gehäuses 3 Strömungsschlitze 11 aus. Die untere Randlamelle 7.2 ist luftströmungskanalseitig mit einem Verschlussschenkel 12 versehen, der zur Wandung des Gehäuses 3 weist, als Zylindersegment ausgebildet ist und den zwischen der Randlamelle 7.2 und der Wandung des Gehäuses 3 gebildeten Strömungsschlitz 11 verschließt. Die Krümmungsachse dieses kreisringsegmentförmigen Verschlussschenkels 12 ist zugleich die Schwenkachse A der Randlamelle 7.2.

1 zeigt weiter, dass die Wandung des Gehäuses 3 mit einem Wandungsbereich 13 versehen ist, der an die Krümmung des Verschlussschenkels 12 angepasst ist und der mit einer fahrzeuginnenseitig am Gehäuse 3 angeordneten Blende 14 einen Öffnungsschlitz 15 für denselben (12) mit einer angeschlossenen Tasche 16 zur Aufnahme desselben (12) ausbildet, in die dieser (12) bei einer Bewegung auf die Wandung des Gehäuses 3 zu hineingeschwenkt wird. In durchgezogenen Linien sind die Lamellen 7, 7.1 und 7.2 in Parallelausrichtung zum Luftströmungskanal 4 dargestellt. In gestrichelten Linien ist die untere Randlamelle 7.2, stellvertretend für die anderen Lamellen 7, in zwei weiteren Stellungen dargestellt, die in den 3 und 4 in vergrößerter Darstellung gezeigt sind.

In 3 ist die in 1 dargestellte Position der Lamellen 7 und damit auch der Randlamelle 7.2 wiedergegeben. Der mit der Wandung 13 gebildete Strömungsschlitz 11 ist durch den Verschlussschenkel 12 versperrt, und der auf diesen auftreffende Luftteilstrom gelangt durch den benachbarten Strömungsschlitz 11 (Pfeile) in den Innenraum des Fahrzeugs. In gestrichelten Linien sind zwei weitere Stellungen der Randlamelle 7.2, stellvertretend für alle übrigen Richtlamellen 7, angegeben. Soll die Luft nach oben in den Innenraum gelenkt werden, werden die Lamellen 7, 7.1, 7.2 des Lamellenblockes 6 vermittels der Bedienungshandhabe 9 in eine Schrägstellung nach hinten unten, also im Gegenuhrzeigersinn auf den Wandungsbereich 13 zu, geschwenkt, wodurch der Verschlussschenkel 12 in die Tasche 16 hineingeschwenkt wird. Bei völlig hineingeschwenktem Verschlussschenkel 12 wird der mit der Randlamelle 7.2 und dem Wandungsbereich 13 gebildete Strömungsschlitz 11 durch die schräggestellte Randlamelle 7.2 selbst verschlossen.

Soll die Strömungsluft nach unten in den Innenraum gelenkt werden, werden die Lamellen 7, 7.1, 7.2 des Lamellenblockes 6 in eine Schrägstellung nach hinten oben durch ein Verschwenken im Uhrzeigersinn, also vom Wandungsbereich 13 weg, geschwenkt. 4 zeigt eine dieser Stellungen. Der Verschlussschenkel 12 ist aus der Tasche 16 herausgeschwenkt, versperrt jedoch auch in dieser Stellung den zwischen der Richtlamelle 7.2 und dem Wandungsbereich 13 gebildeten Strömungsschlitz 11. Der durch die Stellung der Lamellen 7, 7.2 nach unten gelenkte Luftteilstrom (Pfeil) trifft nicht mehr auf die Blende 14, die im Ausführungsbeispiel auch noch mit einem Dekorrahmen 17 versehen ist, und wird durch diese in seiner Richtung nicht beeinträchtigt. Wäre der Verschlussschenkel 12 nicht vorhanden, wäre der Strömungsschlitz 11 in dieser Stellung nicht verschlossen, und ein Luftteilstrom würde auf die Blende 14 und den Dekorrahmen 17 treffen und nach oben abgelenkt werden und die übrigen Luftteilströme beeinträchtigen.

1Armaturenbrett 2Luftausströmer 3Gehäuse 4Luftströmungskanal 5Lamellenblock 6Lamellenblock 7Lamelle 7.1Randlamelle 7.2Randlamelle 8Zapfen 9Bedienungshandhabe 10Verbindungsstange 11Strömungsschlitz 12Verschlussschenkel 13Wandungsbereich 14Sichtblende 15Öffnungsschlitz 16Tasche 17Dekorrahmen ASchwenkachse

Anspruch[de]
  1. Luftausströmer für den Innenraum eines Fahrzeugs, mit einem an der Luftausstrittseite eines Luftströmungskanals in einem Gehäuse angeordneten Lamellenblock mit im wesentlichen parallel und im Abstand zueinander angeordneten, schwenkbaren und Strömungsschlitze bildenden Lamellen, von denen mindestens eine einen wenigstens teilweise sperrenden Verschlussschenkel für einen dieser Strömungsschlitze aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussschenkel (12) an einer Randlamelle (7.1, 7.2) des Lamellenblockes (6), zu einem Wandungsbereich (13) des Gehäuses (3) weisend, angeordnet ist, und dass der Wandungsbereich (13) einen Öffnungsschlitz (15) oder eine Ausnehmung für diesen (12) aufweist.
  2. Luftausströmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussschenkel (12) als Zylindersegment ausgebildet ist, dessen Krümmungsachse die Schwenkachse (A) der Endlamelle (7.2) ist.
  3. Luftausströmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Öffnungsschlitz (15) eine Tasche (16) angeschlossen ist, in die der Verschlussschenkel (12) bei einer Bewegung auf den Wandungsbereich (13) zu eintaucht.
  4. Luftausströmer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (16) durch den Wandungsbereich (13) und eine an diesem angeordnete Blende (14) gebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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