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Dokumentenidentifikation DE102005004721A1 20.07.2006
Titel Verbindung an einem Drehgestell eines Schienenfahrzeugs
Anmelder AB SKF, Göteborg, SE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 02.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005004721
Offenlegungstag 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse B61F 5/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B61F 5/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Verbindung zwischen den Rädern und einem Rahmen eines Drehgestells eines Schienenfahrzeugs beinhaltet folgende Merkmale:
- zwei Federn an je einem der Räder, wobei wenigstens eine der Federn ein gummielastisch federndes Element umfasst,
- eine mit dem Rahmen fest verbindbare Sensoreinrichtung zum Erfassen wenigstens eines vorgebbaren Teils einer Gewichtskraft, die im Wesentlichen von einer vom Drehgestell getragenen Last ausgeht, und
- ein Adapter, der am Rahmen befestigbar ist, mit dem ein Teil einer der Federn fest verbindbar ist und der für ein lastübertragendes Aneinanderanliegen eines Teils der anderen Feder an der Sensoreinrichtung mit einer Führung zum Führen des Teils der anderen Feder in Federwegrichtung ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verbindung zwischen den Rädern und einem Rahmen eines Drehgestells eines Schienenfahrzeugs.

Beispielsweise unter der Bezeichnung Y25 ist ein durch die internationale Eisenbahnvereinigung (UIC) normiertes, zweiachsiges Drehgestell mit vier Rädern bekannt, bei dem die Radachsen derart mit dem übrigen Drehgestell verbunden sind, dass sich in vertikaler Richtung eine Bewegungsmöglichkeit ergibt. Dazu ist je Rad ein Achslagergehäuse über eine Feder-Dämpfer-Anordnung mit dem übrigen Drehgestell verbunden. Das Achslagergehäuse ist dabei in seinem unteren Bereich mit sich beiderseits des Lagers in Fahrtrichtung erstreckenden Trägern zum Aufnehmen eines axialen Endes von Schraubenfedern ausgebildet, die an ihrem anderen axialen Ende über entsprechende, mit einem Rahmen des Drehgestells verbundene Kappen gehalten werden.

Beispielsweise aus der DE 691 03 784 T2 ist es bekannt, dass bei Schienenfahrzeugen die Bremsleistung, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, an die beispielsweise vom jeweiligen Beladungszustand abhängige Last anzupassen ist. Dabei wird bei dem vorausgehend beschriebenen Drehgestell die Bremsleistungsanpassung mittels einem als Lastdetektor bezeichneten Druckminderer realisiert, der zwischen einer der Schraubenfedern und dem Drehgestellrahmen angeordnet ist.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verbindung zwischen den Rädern und einem Rahmen eines Drehgestells eines Schienenfahrzeugs zu schaffen, so dass auch bei Einsatz unterschiedlichster, moderner Feder-Dämpfer-Anordnungen, in Verbindung mit einem Lastdetektor für die Bremsleistungsanpassung ein einwandfreies Zusammenwirken der jeweiligen Feder-Dämpfer-Anordnung mit dem Lastdetektor sichergestellt ist.

Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Gemäß Anspruch 1 beinhaltet eine Verbindung zwischen den Rädern und einem Rahmen eines Drehgestells eines Schienenfahrzeugs folgende Merkmale:

  • – Zwei Federn je einem der Räder, wobei wenigstens eine der Federn wenigstens ein gummielastisch federndes Element umfasst,
  • – eine mit dem Rahmen fest verbindbare Sensoreinrichtung zum Erfassen wenigstens eines vorgebbaren Teils einer Gewichtskraft, die im wesentlichen von einer vom Drehgestell getragenen Last ausgeht, und
  • – ein Adapter, der am Rahmen befestigbar ist, mit dem ein Teil einer der Federn fest verbindbar ist und der für ein lastübertragendes Aneinanderanliegen eines Teils der anderen Feder an der Sensoreinrichtung mit einer Führung zum Führen des Teils der anderen Feder in Federwegrichtung ausgebildet ist.

Dadurch, dass der Adapter für einen Teil der einen Feder zum Anliegen an der Sensoreinrichtung eine entsprechende Führung bildend gestaltet ist, ist ein einwandfreies Zusammenwirken zwischen dem Teil der Feder und der Sensoreinrichtung sichergestellt.

Gleichzeitig können mit dem Adapter unterschiedlichst dimensionierte Feder-Dämpfer-Anordnungen an den normierten Rahmen des Drehgestells angepasst werden, ohne dass dazu der Rahmen anzupassen ist, wobei dazu lediglich der Adapter an die jeweilige Feder-Dämpfer-Anordnung anzupassen ist, was wesentlich einfacher und kostengünstiger realisierbar ist als eine Anpassung des Rahmen. Mit dem präzise vorfertigbaren Adapter wird weiterhin sichergestellt, dass insbesondere bei hydraulisch dämpfenden, elastischen Federn, deren Hauptachsen mit einem genau vorgebbaren Abstand und einer vorgebbaren Ausrichtung zueinander am Rahmen befestigt werden, wobei jede Abweichung vom vorgebbaren Abstand und der vorgebbaren Ausrichtung in unerwünschter Weise eine Veränderung ihrer Federcharakteristiken bewirken würde.

Eine Ausführungsform einer hydraulisch dämpfenden, elastischen Feder ist beispielsweise in der US 2002-0089102 A1 beschrieben.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figur.

Die Figur zeigt als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer längsschnittähnlichen Darstellung ein Drehgestell vom Typ Y25 im Bereich eines der Räder 4 des Drehgestells. Im dargestellten Bereich umfasst das Drehgestell ein Achslagergehäuse 12, in dessen Mitte ein Wälzlager 14 angeordnet ist, das ein Ende einer der zwei Achsen des Drehgestells lagert. Dabei ist das Achslagergehäuse 12 in einem unteren Bereich zur linken und zur rechten Seite hin becherartige Bereiche ausbildend gestaltet, von denen jeder jeweils ein unteres axiales Ende einer der beiden hydraulisch dämpfenden, elastischen Federn 31 und 32 aufnimmt.

Ein Mittelstück 36 der rechten Feder 32 ist dabei über einen Bolzen 54 direkt mit einem Adapter 52 verbunden. In anderen Ausführungsformen kann der Bolzen auch integraler Bestandteil der Feder oder des Adapters sein oder die Feder und der Adapter sind auf andere Art und Weise miteinander verbunden.

Am oberen axialen Ende der linken Feder 31 ist ein Mittelstück 35 der linken Feder 31 mit einer scheibenartigen Führungsplatte 42 verbunden, die in einer in vertikaler Richtung durchgehenden Öffnung des Adapters 52 in vertikaler Richtung beweglich geführt ist. Die Führungsplatte 42 ist dabei mit dem Mittelstück 35 in ähnlicher Art und Weise verbunden wie dies vorausgehend für die Verbindung zwischen dem Mittelstück 36 der rechten Feder 32 und dem Adapter 52 beschrieben ist.

Die Führungsplatte 42 wirkt dabei auf eine Sensoreinrichtung 44 ein, mit der für eine Bremsleistungsanpassung an unterschiedliche Lastzustände wenigstens ein Teil einer Gewichtskraft erfasst wird, die im wesentlichen von einer vom Drehgestell getragenen, sich beispielsweise je nach Beladungszustand ändernden Last ausgeht. Dabei ist ein Teil der Sensoreinrichtung 44 fest mit einem Rahmen 2 des Drehgestells verbunden.

Der Adapter 52 ist am Rahmen 2 des Drehgestells beispielsweise durch ein Verschweißen befestigt. Der Adapter 52 ist dabei zwischen seinem linken ringartigen Bereich für die der linken Feder 31 zugeordnete Führungsplatte 42 und seinem rechten kreisscheibenartigen Bereich für das Befestigen der rechten Feder 32 langgestreckt mit im wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt ausgebildet. Typischerweise weist dabei der linke ringförmige Bereich des Adapters 52 einen größeren Durchmesser als der rechte kreisscheibenartige Bereich auf und der dazwischenliegende, sich länglich erstreckende Bereich ist typischerweise wiederum mit einer kleineren Breite als dem Durchmesser des rechten kreisscheibenartigen Bereichs ausgebildet.

2Rahmen 4Rad 12Achslagergehäuse 14Wälzlager 31, 32Feder 35, 36Mittelstück 42Führungsplatte 44Sensoreinrichtung 52Adapter 54Bolzen

Anspruch[de]
  1. Verbindung zwischen den Rädern und einem Rahmen eines Drehgestells eines Schienenfahrzeugs beinhaltend folgende Merkmale:

    – Zwei Federn je einem der Räder, wobei wenigstens eine der Federn ein gummielastisch federndes Element umfasst,

    – eine mit dem Rahmen fest verbindbare Sensoreinrichtung zum Erfassen wenigstens eines vorgebbaren Teils einer Gewichtskraft, die im wesentlichen von einer vom Drehgestell getragenen Last ausgeht, und

    – ein Adapter, der am Rahmen befestigbar ist, mit dem ein Teil einer der Federn fest verbindbar ist und der für ein lastübertragendes Aneinanderanliegen eines Teils der anderen Feder an der Sensoreinrichtung mit einer Führung zum Führen des Teils der anderen Feder in Federwegrichtung ausgebildet ist.
  2. Verbindung nach Anspruch 1, wobei die Führung als in Federwegrichtung durchgehende Öffnung ausgebildet ist.
  3. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Teil der anderen Feder über eine mit dem Teil verbindbare Führungsplatte an der Sensoreinrichtung anliegt und der Adapter zum Führen der Führungsplatte ausgebildet ist.
  4. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Adapter mit dem Rahmen verschweißbar ausgebildet ist.
  5. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Adapter angepasst an einen genormte Abmessungen aufweisenden Rahmen ausgebildet ist.
  6. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Adapter einstückig ausgebildet ist.
  7. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Adapter für ein vorgebbares Beabstanden und/oder Ausrichten der Hauptachsen der beiden Federn zueinander ausgebildet ist.
  8. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Teil der einen Feder mit dem Adapter und/oder der Teil der anderen Feder mit der Führungsplatte über einen Bolzen verbindbar ausgebildet sind.
  9. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Sensoreinrichtung einer Lastausgleichsvorrichtung eines Bremssystems des Schienenfahrzeugs zugehört.
  10. Verbindung nach Anspruch 9, wobei die Sensoreinrichtung zum Steuern eines Druckminderers des Bremssystems ausgebildet ist.
  11. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Drehgestell vom Typ Y25 ist.
  12. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei wenigstens die Feder mit dem gummielastisch federnden Element als eine Gummifeder ausgebildet ist.
  13. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei wenigstens die Feder mit dem gummielastisch federnden Element als eine hydraulisch dämpfende, elastische Feder ausgebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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