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Dokumentenidentifikation DE102005058929A1 20.07.2006
Titel Anordnung von Betätigungen unter dem Lenkrad
Anmelder Renault S.A.S., Boulogne-Billancourt, FR
Erfinder Janin, Stéphane, Le Plessis Robinson, FR;
Pinel, Marc, Creteil, FR
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Anmeldedatum 09.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005058929
Offenlegungstag 20.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse B60K 26/00(2006.01)A, F, I, 20060406, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62D 1/04(2006.01)A, L, I, 20060406, B, H, DE   
Zusammenfassung Anordnung im Inneren eines Kraftfahrzeugs von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) in der Nähe eines Lenkrads (6), dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungen (2, 4) beiderseits eines Arms (10) angeordnet sind, der fest mit einem Armaturenbrett (12) verbunden ist, und welche schwenkbar um eine gemeinsame Achse (8) montiert sind, die durch den Arm (10) getragen wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung im Inneren eines Kraftfahrzeugs von mindestens zwei Betätigungen in der Nähe eines Lenkrads.

Die Betätigungen unter dem Lenkrad müssen für den Fahrer praktisch und intuitiv sein, sie dürfen jedoch keinen zu großen Raumbedarf aufweisen. Es ist somit erforderlich, dass der Fahrer die größtmögliche Anzahl von Funktionen direkt zu seiner Verfügung hat, und dies in einem reduzierten Raum, wobei gleichzeitig auf ihre Ergonomie geachtet wird.

Man kennt aus der Veröffentlichung EP-A-0 366 628 eine Anordnung von Betätigungen unter dem Lenkrad, bei welcher jeder Betätigungshebel an einem Träger befestigt ist, der auf der Lenksäule angeordnet ist.

Man kennt ebenso aus der Veröffentlichung EP-A-1 304 507 eine andere Anordnung von Betätigungen unter dem Lenkrad, bei welcher Flügel zur Auswahl von Geschwindigkeiten mit einem Träger verbunden sind, welcher selbst mit einer Lenksäule fest verbunden ist.

Diese Anordnungen weisen den Nachteil auf, einen großen Raumbedarf unter dem Lenkrad zu haben, da sie genauso viele Befestigungsmittel erfordern, wie es Betätigungsmittel gibt. Des Weiteren erlaubt es dieser beträchtliche Raumbedarf nicht, die Betätigungsmittel auf optimale Art und Weise derart anzuordnen, dass die Anordnung so ergonomisch wie möglich ist. Außerdem weisen diese Anordnungen auch als einen Nachteil erhöhte Kosten aufgrund der Anzahl von notwendigen Teilen und ihrer längeren Montagezeit auf.

Um diesen Nachteilen zu begegnen, hat die Erfindung eine Anordnung von Betätigungen unter dem Lenkrad zum Gegenstand, welche es erlaubt, mehrere Funktionen des Fahrzeugs in Betrieb zu setzen, wobei sie gleichzeitig ergonomisch bleibt.

Die Erfindung hat ebenfalls eine Anordnung von Betätigungen unter dem Lenkrad zum Gegenstand, deren Montage vereinfacht ist und deren Montagezeit reduziert ist.

Die Erfindung hat ebenfalls eine Anordnung einer Betätigung zum Gegenstand, welche es erlaubt, den Bereich unter dem Lenkrad freizulassen.

Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung eine Anordnung von Betätigungen von der oben angegebenen Art vor, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungen beiderseits eines im Wesentlichen longitudinalen Arms angeordnet sind, der fest mit einem Armaturenbrett verbunden ist, und welche um eine gemeinsame Achse schwenkbar montiert sind, die durch den fest verbundenen Arm getragen wird.

Gemäß anderen Merkmalen der Erfindung:

  • – erstreckt sich die gemeinsame Achse seitlich bzw. lateral im Verhältnis zum Lenkrad.
  • – ist die eine der Betätigungen ein Flügel zur Auswahl von Geschwindigkeiten, dessen Ebene im Wesentlichen parallel zu derjenigen des Lenkrads ist.
  • – geht der Flügel von einer Ruhestellung in eine Stellung, in welcher eine Geschwindigkeit ausgewählt wird, durch Schwenken des Flügels um die gemeinsame Achse über und wird dann in die Ruhestellung unter der Wirkung von Rückstellmitteln zurückgebracht.
  • – wird der Übergang in einen höheren Gang durch ein Drücken auf den oberen Teil des Flügels ausgeführt und der Übergang in einen niedrigeren Gang wird durch ein Drücken auf den unteren Teil des Flügels ausgeführt.
  • – ist der untere Teil des Flügels durch ein abnehmbares Element gebildet.
  • – ist das abnehmbare Element ein Speichermodul von Computerdaten,
  • – ist ein Verstärkungselement in dem Verbindungsbereich zwischen dem oberen Teil und dem unteren Teil des Flügels vorgesehen.
  • – ist eine der Betätigungen eine Handhabe, deren Achse mit der gemeinsamen Achse zusammenfällt, wenn die Handhabe in Ruhestellung ist.
  • – kann die Handhabe mehrere verschiedene Positionen durch Schwenken um die gemeinsame Achse derart einnehmen, um eine Funktion des Fahrzeugs in Betrieb zu setzen.
  • – ist die Handhabe in einer Ebene drehbar, die durch die gemeinsame Achse hindurchgeht, um verschiedene Positionen derart einzunehmen, um eine Funktion des Fahrzeugs in Betrieb zu setzen.
  • – setzt die Handhabe die Lichter des Fahrzeugs in Betrieb.
  • – setzt die Handhabe die Scheibenwischer des Fahrzeugs in Betrieb.
  • – ist der Arm beweglich im Verhältnis zum Armaturenbrett gemäß einer vertikalen Richtung montiert.

Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden beim Lesen der Beschreibung von Ausführungsbeispielen einer Anordnung von Betätigungen unter dem Lenkrad gemäß der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen offenbar, in welchen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Anordnung von Betätigungen gemäß der Erfindung ist.

In der nachfolgenden Beschreibung werden wir, ohne dass dies als Beschränkung anzusehen ist, eine longitudinale, vertikale und transversale Ausrichtung annehmen, wie es durch das Koordinatenkreuz L, V, T aus der 1 angegeben ist, und eine Ausrichtung von hinten nach vorne entsprechend der normalen Fortbewegungsrichtung des Fahrzeugs.

Identische oder analoge Elemente werden durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

Wie es in der 1 dargestellt ist, weist ein Fahrzeug eine Anordnung von mindestens zwei Betätigungen 2, 4 unter einem Lenkrad 6 auf.

Die zwei Betätigungen 2, 4 sind in Drehung um eine gemeinsame Achse 8 montiert, die sich lateral im Verhältnis zum Lenkrad 6 erstreckt.

Die gemeinsame Achse 8 ist über einen im Wesentlichen longitudinalen Arm 10 mit einem Armaturenbrett 12 des Fahrzeugs verbunden, wobei sich die zwei Betätigungen 2, 4 somit beiderseits des Arms 10 befinden.

Die eine der Betätigungen ist ein Flügel 2 zum Auswählen von Geschwindigkeiten, und die andere ist eine Steuerungshandhabe 4, welche es z.B. erlaubt, die Lichter oder die Scheibenwischer des Fahrzeugs in Betrieb zu setzen.

Der Flügel 2 zum Auswählen von Geschwindigkeiten erstreckt sich gemäß einer Ebene im Wesentlichen parallel zu derjenigen des Lenkrads 6. Er weist einen oberen Teil 14 auf, der oberhalb der gemeinsamen Achse 8 angeordnet ist, und einen unteren Teil 16, der unterhalb der Achse 8 angeordnet ist.

Da diese Art von Flügel an sich bekannt ist, wird seine Funktionsweise nicht im Detail beschrieben werden.

Ein Drücken auf den oberen Teil 14 des Flügels 2 erlaubt es dem Flügel 2, eine Drehung auszuführen, um von einer Ruhestellung in eine Stellung überzugehen, in welcher ein höherer Gang ausgewählt wird. Der Flügel 2 kehrt sodann in seine Ruhestellung über Rückstellmittel (nicht dargestellt) zurück. Es genügt somit, so viele Male wie notwendig auf den oberen Teil 14 zu drücken, um in einen noch höheren Gang überzugehen.

Auf gleiche Art und Weise reicht es zum Übergehen in einen niedrigeren Gang aus, ein Drücken auf den unteren Teil 16 des Flügels 2 auszuüben.

Der untere Teil 16 des Flügels 2 kann aus einem abnehmbaren Modul gebildet werden, wie z.B. einem Modul, welches Speichermittel für Computerdaten enthält. Er wirkt somit mit einem Verbindungsmittel (nicht dargestellt) zusammen, das an der Basis des oberen Teils 14 vorgesehen ist, welches gleichzeitig die elektrische Versorgung des Moduls, jedoch ebenso die Übertragung von Computerdaten in Richtung zu einer Zentraleinheit (nicht dargestellt) erlaubt. Da diese Art von Modul zerbrechlich sein kann, kann somit ein Verstärkungselement vorgesehen sein, das jedes Risiko einer Beschädigung des Moduls in dem Verbindungsbereich zwischen dem oberen Teil 14 und dem Modul verhindert, wenn man den Flügel 2 betätigt. Die Verstärkung kann z.B. eine Kante sein, die sich an der Basis des oberen Teils 14 des Flügels 2 befindet und welche einen Teil des Moduls abdeckt, wenn dieses mit dem oberen Teil 14 verbunden ist.

Die Steuerungshandhabe 4 erstreckt sich derart, dass ihre Symmetrieachse mit der gemeinsamen Achse 8 zusammenfällt, wenn die Handhabe 4 in Ruhestellung ist.

Auf bekannte Art und Weise und somit nicht im Detail beschrieben, ist die Handhabe 4 fähig, mehrere Positionen durch Drehung um die gemeinsame Achse 8 einzunehmen, welche verschiedenen Zuständen einer Funktion des Fahrzeugs entsprechen können, wie z.B. die Positionslichter, das Abblendlicht, die Ruhestellung, welche dem Auslöschen der Lichter entspricht.

Die Handhabe 4 ist ebenfalls in mindestens einer Ebene drehbar, welche durch die gemeinsame Achse 8 hindurchgeht, um andere Funktionen in Betrieb setzen zu können, wie z.B. die Scheibenwischer. Die Handhabe 4 kann somit mehrere Positionen einnehmen, in welchen ihre Symmetrieachse einen Winkel mit der gemeinsamen Achse 8 bildet, welche z.B. den verschiedenen Wischgeschwindigkeiten entsprechen.

Dank dieser Anordnung ist der Bereich unter dem Lenkrad freigelassen.

Es kann vorgesehen sein, dass der Arm 10 im Verhältnis zum Armaturenbrett 21 drehbar ist, z.B. vertikal, wie es in der Figur dargestellt ist, oder auch horizontal. Der Fahrer kann somit die Anordnung der Betätigungsanordnung nach seinen Präferenzen einstellen, z.B. unter Einstellen der Höhe der Betätigungen 2, 4 oder auch unter ihrem Annähern oder ihrem Entfernen vom Lenkrad 6.


Anspruch[de]
  1. Anordnung im Inneren eines Kraftfahrzeugs von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) in der Nähe eines Lenkrads (6), welche beiderseits eines im Wesentlichen longitudinalen Arms (10) angeordnet sind, der fest mit einem Armaturenbrett (12) verbunden ist, und welche um eine gemeinsame Achse (8) schwenkbar montiert sind, welche durch den Arm (10) getragen wird, wobei die gemeinsame Achse (8) sich im Wesentlichen seitlich im Verhältnis zum Lenkrad (6) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der Betätigungen (2, 4) ein Flügel (2) zum Auswählen von Geschwindigkeiten ist, dessen Ebene im Wesentlichen parallel zu derjenigen des Lenkrads (6) ist.
  2. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (2) von einer Ruhestellung in eine Stellung, in welcher eine Geschwindigkeit ausgewählt wird, durch Schwenken des Flügels (2) um die gemeinsame Achse (8) übergeht und sodann in Ruhestellung unter der Wirkung von Rückstellmitteln zurückgebracht wird.
  3. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang in einen höheren Gang durch ein Drücken auf einen oberen Teil (14) des Flügels (2) durchgeführt wird und der Übergang in einen niedrigeren Gang durch ein Drücken auf einen unteren Teil (16) des Flügels (2) durchgeführt wird.
  4. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil (16) des Flügels (2) durch ein abnehmbares Element gebildet wird.
  5. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das abnehmbare Element ein Speichermodul von Computerdaten ist.
  6. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verstärkungselement in dem Verbindungsbereich zwischen dem oberen Teil (14) und dem unteren Teil (16) des Flügels (2) vorgesehen ist.
  7. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der Betätigungen eine Handhabe (4) ist, deren Symmetrieachse mit der gemeinsamen Achse (8) zusammenfällt, wenn die Handhabe (4) in Ruhestellung ist.
  8. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) mehrere verschiedene Positionen durch Schwenken um die gemeinsame Achse (8) derart einnehmen kann, um eine Funktion des Fahrzeugs in Betrieb zu setzen.
  9. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach irgendeinem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) in einer Ebene drehbar ist, die durch die gemeinsame Achse (8) hindurchgeht, um verschiedene Positionen derart einzunehmen, um eine Funktion des Fahrzeuges in Betrieb zu setzen.
  10. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach irgendeinem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) die Lichter des Fahrzeugs in Betrieb setzt.
  11. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach irgendeinem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (4) die Scheibenwischer des Fahrzeugs in Betrieb setzt.
  12. Anordnung von mindestens zwei Betätigungen (2, 4) nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (10) beweglich im Verhältnis zum Armaturenbrett (12) gemäß einer vertikalen Richtung montiert ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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