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Dokumentenidentifikation DE10122621B4 27.07.2006
Titel Verfahren zum Bestimmen einer Referenztaktphase aus bandbegrenzten digitalen Datenströmen
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Renner, Martin, 40822 Mettmann, DE;
Duda, Thomas, 47269 Duisburg, DE;
Hinz, Torsten, 41468 Neuss, DE
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Anmeldedatum 10.05.2001
DE-Aktenzeichen 10122621
Offenlegungstag 21.11.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse H04L 7/027(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H03M 5/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms, und betrifft insbesondere ein Verfahren zum Wiedergewinnen einer Referenztaktphase aus dem digitalen Datenstrom.

Datenströme werden beispielsweise als AMI-Datenströme (AMI = Alternate Mark Inversion) übertragen, wobei bei dem AMI-Datenübertragungsverfahren zwei Leitungen gleichstromfrei zur Übertragung von Datenströmen bereitgestellt werden, wobei die analogen Signale auf einer Leitung gegenüber den analogen Signalen auf der anderen Leitung invertiert sind.

Als logische Signale werden im Folgenden Signale bezeichnet, deren Signalpegel sich von einem logischen Zustand in einen andern logischen Zustand ändern, wobei die Signale einen Datenstrommiximalwert, einen Basislinienwert oder einen Datenstrommaximalwert annehmen können. Hierbei wird der Datenstromminimalwert als eine logische "–1" bezeichnet, während der Wert einer Basislinie als eine logische "0" bezeichnet wird und der Datenstrommaximalwert eine logische "+1" darstellt. Übergänge können zwischen sämtlichen dieser Signalwerte stattfinden, d.h. es existieren 0/1-Datenübergänge, 1/0-Datenübergänge, 0/–1-Datenübergänge, –1/0-Datenübergänge, die im Folgenden als einstufige Datenübergänge bezeichnet werden. Weiterhin existieren –1/1-Datenübergänge und 1/–1-Datenübergänge, die im Folgenden als doppelstufige Datenübergänge bezeichnet werden.

Die zu übertragende Information wird derart digitalisiert, dass digitale Datenströme mit einer Vielzahl o.a. Datenübergängen bereitgestellt werden. Für den Empfang und eine Weiterverarbeitung von digitalen Datenströmen ist es erforderlich, dass ein Referenztaktsignal direkt aus dem digitalen Datenstrom ableitbar ist.

In herkömmlicher Weise wird als Referenztaktsignal ein Taktsignal bereitgestellt, dass direkt aus erfassten Datenübergängen, beispielsweise von einem Basislinienwert zu einem Datenstromaximalwert oder zu einem Datenstromminimalwert, bzw. ein Übergang von einem Datenstromminimalwert zu einem Datenstrommaximalwert oder umgekehrt abgeleitet wird.

In der Praxis wird eine Referenztaktrückgewinnung direkt aus dem Datenstrom dadurch erschwert, dass die empfangenen digitalen Datenströme verjittert sind, d.h. im allgemeinen verrauscht sind, und "AMI-Code-Verletzungen" ("bipolar Violations") aufweisen.

In herkömmlicher Weise wird beispielsweise als Zeitpunkt eines 0/1-Datenübergangs ein Zeitpunkt angenommen, zu dem ein Datenstrom einen festen Schwellwert überschreitet.

Ein Nachteil dieser herkömmlichen Verfahren besteht darin, dass eine bitmusterabhängige Verzerrung vermieden werden muss, was zur Folge hat, dass das Frequenzspektrum des Datenstroms auch Frequenzkomponenten oberhalb einer Schwerpunktfrequenz des Nutzsignals beinhalten muss.

Dies führt zu dem weiteren Nachteil, dass Rauschanteile mitgeführt und verstärkt werden, die das Nutzsignal verfälschen und den Phasenjitter erhöhen können.

2 zeigt ein herkömmliches Verfahren zum Bestimmen eines Referenztaktes RT aus einem empfangenen digitalen Datenstrom DS. In einem Datenstromempfänger E wird ein digitaler Datenstrom DS empfangen, wobei das Empfangssignal einer Flankenpositionserfassungseinrichtung F zugeleitet wird, welcher von einer Schwellwerteinstelleinrichtung S ein Schwellwert zugeführt wird. Dieser Schwellwert kann als ein positiver Wert oder als ein negativer Wert bereitgestellt werden, wobei der Wert vorzugsweise zwischen einem Datenstromminimalwert und einem Datenstrommaximalwert liegt. Überschreitet oder unterschreitet der der Flankenpositionserfassungseinrichtung F zugeführte empfangene digitale Datenstrom diesen Schwellwert, so wird ein Schwellwertschnittpunkt zwischen beispielsweise einem 0/1-Datenübergang (oder einem anderen der o.a. genannten Datenübergänge) und dem eingestellten Schwellwert als Referenztaktphase RT ausgegeben.

Weiterhin wirken sich Störungen wie Jitter, d.h. im allgemeinen Rauschen, Bandbegrenzungen aufgrund des Übertragungskanals etc. in nachteiliger Weise auf eine Bestimmung einer Referenztaktphase RT aus, die deshalb bei einer derartigen herkömmlichen Bestimmung mit großen Fehlern behaftet ist.

In der DE 689 20 692 T2 ist eine Phasenkorrekturtaktschaltung zur Erzeugung eines Taktausgabesignals offenbart, wobei ein mit einem analogen Informationssignal synchronisiertes Taktsignal bereitgestellt wird. Dabei ist es aber unzweckmäßig, dass Phasenfehlerausgaben vorzugsweise integriert werden. Hierdurch ergibt sich in nachteiliger Weise eine reduzierte Genauigkeit bei der Erfassung eines einzelnen Phasenübergangs.

Die DE 689 08 579 T2 betrifft einen Empfänger für ein Datensymbolübertragungssystem mit vorgegebener Baudgeschwindigkeit, wobei mit Hilfe einer Phasensteuereinrichtung ein Fehlersignal einer Phasendifferenz zwischen einer Referenzphase und einer Sollphase Schritt für Schritt verringert wird.

Die DE 692 24 872 T2 offenbart ein Verwenden von vorangegangenen Datenübergängen in einer Phasenregelschleife bzw. einer "phasenverriegelten Schleife", wobei eine Momentanphasen-Erfassungseinrichtung mit einer Phasenwert-Vorhersageeinrichtung und einer Datenvorhersageeinrichtung kombiniert ist, um einen momentanen Phasenwert für eine Modifizierung eines Ausgangsphasenwertes eines digitalen Schleifenfilters zu verwenden.

Die JP03-27438A beschreibt, wie ein Phasen-Jitter bei einer Ausgabe eines Zeitgebungssignals unterdrückbar ist, indem ein Korrekturwert entsprechend einer Polarität eines AMI-Signals vorgegeben wird.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Referenztaktphase aus einem empfangenen digitalen Datenstrom wiederzugewinnen, wobei eine Phasenkorrektur für einen aktuellen Datenübergang bereitgestellt wird.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms, bei welchem eine Referenztaktphase aus dem digitalen Datenstrom wiedergewonnen wird, nach Anspruch 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms, bei welchem eine Referenztaktphase aus dem digitalen Datenstrom wiedergewonnen wird, nach Anspruch 1, und die Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 13 weisen folgende Vorteile auf.

In vorteilhafter Weise wird ein empfangener digitaler Datenstrom tiefpassgefiltert, um unerwünschte Störanteile zu eliminieren.

Kern der Erfindung ist ein Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms, bei welchem eine Referenztaktphase aus dem digitalen Datenstrom wiedergewonnen wird und ein erhaltenes Flankenpositionssignal nach Maßgabe einer Bestimmung eines Datenübergangs mit einem Phasenkorrekturwert korrigiert wird.

In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des jeweiligen Gegenstandes der Erfindung.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird der Schwellwert so eingestellt, dass er einen Wert zwischen einem Basislinienwert (logisch "0") und einem Datenmaximalwert (logisch "1") annimmt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird der Schwellwert derart eingestellt, dass er einen Wert zwischen dem Basislinienwert und einem Datenstromminimalwert (logisch "–1") annimmt.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird der Schwellwert variabel einstellbar.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird der empfangene digitale Datenstrom mit einer variablen Frequenz tiefpassgefiltert.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird ein Absolutwert eines Phasenkorrekturwertes abhängig von einer Grenzfrequenz der Tiefpassfiltereinrichtung und des Datenübertragungskanals bereitgestellt.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird ein Absolutwert eines Phasenkorrekturwertes abhängig von einem einstellbaren Schwellwert bereitgestellt.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird die Tendenz der letzten Regelabweichung für eine Bestimmung eines Flankenpositionssignals verwendet.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird der jeweils vorangehende Datenübergang für eine Bestimmung eines Flankenpositionssignals eines zuletzt erfassten Datenübergangs verwendet.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird ein beliebiger vorangehender Datenübergang (n-2, n-3, ...) verwendet, wobei n der zuletzt erfasste Datenübergang ist.

Zeichnungen

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird ein variabler Schwellwert verwendet, der von einer Spitzenamplitude des Datenstroms abgeleitet wird, indem die Spitzenamplitude des Datenstroms mit einem vorgebbaren Faktor kleiner als 1 multipliziert wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

In den Zeichnungen zeigen:

1 ein Augendiagramm eines bandbegrenzten digitalen Datenstroms mit einstufigen und doppelstufigen Datenübergängen;

2 eine Anordnung zum Wiedergewinnen einer Referenztaktphase aus einem digitalen Datenstrom nach dem Stand der Technik;

3 ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Wiedergewinnen eines Referenztaktphasensignals aus einem digitalen Datenstrom; und

4 ein Blockdiagramm, das die zur Bestimmung eines Referenztaktphasensignals benötigten Schritte aufzeigt, die in einer Phasenkorrektureinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden.

1 zeigt ein Augendiagramm eines bandbegrenzten digitalen Datenstroms mit einstufigen und doppelstufigen Datenübergängen.

Bei dem in 1 gezeigten Augendiagramm ist ein digitaler Datenstrom erkennbar, wobei beispielsweise Datenübergänge gezeigt sind, die einen einstufigen 0/1-Datenübergang 101, einen einstufigen 0/–1-Datenübergang 103, einen einstufigen –1/0-Datenübergang 103a, einen einstufigen 1/0-Datenübergang 101a, einen doppelstufigen –1/1-Datenübergang 102 und einen doppelstufigen 1/–1-Datenübergang 104 darstellen.

Die Datenübergänge sind beispielhaft als Übergänge zwischen einem Basislinienwert 105 und einem Datenstrommaximalwert 106 bzw. einem Datenstromminimalwert 107 oder zwischen einem Datenstromminimalwert 107 und einem Datenstrommaximalwert 106 dargestellt. Hierbei ergibt ein variabel einstellbarer Schwellwert 108 verschiedene Schnittpunkte mit Datenübergängen, wobei beispielhaft zwei Schnittpunkte dargestellt sind, ein 0/1-Schwellwertschnittpunkt 109 als Schnittpunkt eines 0/1-Datenübergangs 101 mit dem Schwellwert 108 und ein –1/1-Schwellwertschnittpunkt 110 mit dem doppelstufigen –1/1-Datenübergang 102.

Wie aus 1 erkennbar ist, ist die Flankensteilheit des –1/1-Datenübergangs 102 größer als die Flankensteilheit des 0/1-Datenübergangs 101. Die entsprechenden Schnittpunkte, d.h. der 0/1-Schwellwertschnittpunkt 109 und der –1/1-Schwellwertschnittpunkt 110 fallen dementsprechend nicht zusammen, sondern liegen um einen Phasenkorrekturoffset 111 auf der Zeitachse auseinander. Durch die Bandbegrenzung des empfangenen digitalen Datenstroms ergibt sich das in 1 gezeigte Augendiagramm, was auch zur Folge hat, dass zwischen einstufigen und doppelstufigen Datenübergängen unterschieden werden muss, um Fehler bei einer Wiedergewinnung eines Referenztaktphasensignals zu vermeiden.

3 veranschaulicht ein Blockdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Wiedergewinnen eines Referenztaktphasensignals aus einem digitalen Datenstrom.

Bei dem in 3 gezeigten Blockdiagramm wird ein digitaler Datenstrom 301 von einem Datenstromempfänger 302 empfangen, wobei das Ausgangssignal des Datenstromempfängers 302 einer Tiefpassfiltereinrichtung 303 zugeführt wird. In der Tiefpassfiltereinrichtung 303 wird eine Tiefpassfilterung mit einer vorgebbaren Grenzfrequenz durchgeführt, wobei eine Grenzfrequenz derart eingestellt wird, dass ungewünschte Störanteile und ein Rauschen aus dem Nutzsignal herausgefiltert werden.

Des tiefpassgefilterte Datenstrom weist die unter Bezugnahme auf 1 erläuterten Eigenschaften auf, insbesondere findet sich das bei einer Darstellung erkennbare Augendiagramm. Der tiefpassgefilterte Datenstrom 305 wird einerseits einer Phasenkorrektureinrichtung 307 und andererseits einer Flankenpositionserfassungseinrichtung 304 zugeführt. In der Flankenpositionserfassungseinrichtung 304 wird ein Schnittpunkt eines Datenübergangs (einstufig oder doppelstufig) mit einem Schwellwert 108, der mittels einer Schwellwerteinstelleinrichtung 306 vorgebbar ist und der Flankenpositionserfassungseinrichtung 304 zugeführt wird, verglichen. Das Ergebnis des Vergleichs ist ein Flankenpositionssignal 309, das ebenfalls der Phasenkorrektureinrichtung 307 zugeführt wird. In der Phasenkorrektureinrichtung 307 wird eine Phasenkorrektur, vorgenommen. Der Phasenkorrekturwert 111 setzt sich zusammen aus einem im wesentlichen konstanten Phasenkorrekturoffset 111b und einer variablen Phasenabweichung 111a. Die Phasenabweichung 111a ist der Abstand zwischen dem Flankenpositionssignal 309 und dem Zielzeitpunkt der Regelung 310.

Die Verfahrensschritte zur Ermittlung des Phasenkorrekturwertes 111 werden unter Bezugnahme auf 4 untenstehend erklärt. Als Ergebnis der Phasenkorrektur in der Phasenkorrektureinrichtung 307 wird am Ausgang der Phasenkorrektureinrichtung 307 ein Referenztaktphasensignal 308 bereitgestellt, welches dem empfangenen Datenstrom optimal folgt.

4 verdeutlicht ein Ablaufdiagramm, das die zur Bestimmung eines Referenztaktphasensignals benötigten Schritte, welche in einer Phasenkorrektureinrichtung 307 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden.

Das in 4 gezeigte Ablaufdiagramm erläutert, wie die Phasenkorrektureinrichtung 307 den Phasenkorrekturwert 111 ermittelt.

Zur Bestimmung der Phasenabweichung 111a wird die Differenz zwischen dem Flankenpositionssignal 309 und dem Regelungszielwert 310 gebildet.

Anschließend schreitet die Verarbeitung zu einem Schritt S402 fort, in welchem der zuletzt erfasste Datenübergang bestimmt wird. Es sei angenommen, dass der in dem vorangehenden Schritt bestimmte Datenübergang ein 0/1- bzw. ein 1/0-Datenübergang, d.h. ein einstufiger Datenübergang war. Ist der zuletzt erfasste Datenübergang ebenfalls ein 0/1- bzw. ein 1/0-Datenübergang, so wird als Phasenkorrekturwert 111 die Pasenabweichung 111a direkt verwendet und die Verarbeitung schreitet zu einem Ausgabeschritt S403 fort.

Wird bestimmt, dass der zuletzt erfasste Datenübergang kein 0/1- bzw. 1/0-Datenübergang ist, so schreitet die Verarbeitung zu einem Phasenkorrekturwert-Bestimmungsschritt S404 fort, in welchem ein wie obenstehend ermittelter Phasenkorrekturwert 111 bei der Berechnung des Referenztaktphasensignals berücksichtigt wird, indem bei einem –1/1-Datenübergang 102 beispielsweise der Phasenkorrekturoffset 111b zu der Phasenabweichung 111a in einem nachfolgenden Korrekturschritt S405 addiert wird. Anschließend schreitet die Verarbeitung zu dem Ausgabeschritt S403 fort.

Es ist klar erkennbar, dass das in 4 dargestellte Ablaufdiagramm entsprechend bereitgestellt wird, wenn ein vorangehender Datenübergang ein doppelstufiger Datenübergang war und mit einem zuletzt erfassten Datenübergang verglichen wird. Hierbei ändert sich die Abfrage in einem Abfrageschritt S406 dahingehend, dass eine Abfrage "0/1- bzw. 1/0-Datenübergang?" durch eine Abfrage "–1/1- bzw. 1/–1-Datenübergang?" ersetzt wird, d.h. es wird untersucht, ob anstelle eines einstufigen Datenübergangs ein doppelstufiger Datenübergang vorliegt.

Weiterhin ist es möglich, die in 4 gezeigte Abfrage auf mindestens einen beliebigen zurückliegenden Datenübergang zu beziehen.

Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifizierbar.

1010/1-Datenübergang 101a1/0-Datenübergang 102–1/1-Datenübergang 1030/–1-Datenübergang 103a–1/0-Datenübergang 1041/–1-Datenübergang 105Basislinienwert 106Datenstrommaximalwert 107Datenstromminimalwert 108Schwellwert 1090/1-Schwellwertschnittpunkt 110–1/1-Schwellwertschnittpunkt 111Phasenkorrekturwert 111aPhasenabweichung 111bPhasenkorrekturoffset 301Digitaler Datenstrom 302Datenstromempfänger 303Tiefpassfiltereinrichtung 304Flankenpositionserfassungseinrichtung 305Tiefpassgefilterter Datenstrom 306Schwellwerteinstelleinrichtung 307Phasenkorrektureinrichtung 308Referenztaktphasensignal 309Flankenpositionssignal 310Zielzeitpunkt der Regelung S401Eingabeschritt S402Datenübergangs-Bestimmungsschritt S403Ausgabeschritt S404Phasenkorrekturwert-Bestimmungsschritt S405Korrekturschritt S406Abfrageschritt

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301), bei welchem eine Referenztaktphase (308) aus dem digitalen Datenstrom (301) wiedergewonnen wird, mit den folgenden Schritten:

    a) Empfangen des digitalen Datenstroms (301) in einem Datenstromempfänger (302);

    b) Tiefpassfiltern des empfangenen digitalen Datenstroms (301) in einer Tiefpassfiltereinrichtung (303);

    c) Einstellen eines Schwellwertes (108) in einer Schwellwerteinstelleinrichtung (306);

    d) Bestimmen eines Flankenpositionssignals (309) durch einen Vergleich einer Amplitude des tiefpassgefilterten Datenstroms (305) mit dem Schwellwert (108) in einer Flankenpositionserfassungseinrichtung (304);

    d1) Berechnen einer Flankensteilheit und Zuordnung der Flanke nach größter Ähnlichkeit mit einem vorangehenden Datenübergang;

    e) Bestimmen eines Phasenkorrekturwerts (111) aus einer zeitlichen Differenz zwischen einem 0/1-Schwellwertschnittpunkt (109) des Schwellwertes (108) mit einem 0/1-Datenübergang (101) und einem –1/1-Schwellwertschnittpunkt (110) des Schwellwertes (108) mit einem –1/1-Datenübergang (102) in einer Phasenkorrektureinrichtung (307);

    f) Korrigieren des Flankenpositionssignals (309) mit dem Phasenkorrekturwert (111) in der Phasenkorrektureinrichtung (307); und

    g) Ausgeben eines Referenztaktphasensignals (308) aus der Phasenkorrektureinrichtung (307).
  2. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwellwert (108) zwischen einem Datenstromminimalwert (107) und einem Datenstrommaximalwert (106) liegt.
  3. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder beiden der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Phasenkorrekturwert (111) gleichermaßen für positive Schwellwerte (108), die einen Wert zwischen einem Basislinienwert (105) und einem Datenstrommaximalwert (106) annehmen, wie für negative Schwellwerte (108), die einen Wert zwischen dem Basislinienwert (105) und einem Datenstromminimalwert (107) annehmen, bereitgestellt wird.
  4. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwellwert (108) so eingestellt wird, dass er einen Wert zwischen einem Basislinienwert (105) (logisch "0") und einem Datenstrommaximalwert (106) (logisch "1") annimmt.
  5. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwellwert (108) so eingestellt wird, dass er einen Wert zwischen einem Basislinienwert (105) (logisch "0") und einem Datenstromminimalwert (107) (logisch "–1") annimmt.
  6. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwellwert (108) variabel einstellbar bereitgestellt wird.
  7. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der empfangene digitale Datenstrom (301) mit einer vorgebbaren Grenzfrequenz in einer Tiefpassfiltereinrichtung (303) tiefpassgefiltert wird.
  8. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absolutwert eines Phasenkorrekturwertes (111) abhängig von einer Grenzfrequenz der Tiefpassfiltereinrichtung (303) bereitgestellt wird.
  9. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweils vorangehende Datenübergang zur Bestimmung eines Flankenpositionssignals (309) eines zuletzt erfassten Datenübergangs bereitgestellt wird.
  10. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tendenz der letzten Regelabweichung zur Bestimmung eines Flankenpositionssignals (309) eines zuletzt erfassten Datenübergangs bereitgestellt wird.
  11. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein beliebiger vorangehender Datenübergang (n-2, n-3, ...), wobei n der zuletzt erfasste Datenübergang ist, zur Bestimmung eines Flankenpositionssignals (309) eines zuletzt erfassten Datenübergangs bereitgestellt wird.
  12. Verfahren zum Wiedergewinnen eines digitalen Datenstroms (301) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein variabler Schwellwert (108) bereitgestellt wird, der von einer Spitzenamplitude des Datenstroms (301) abgeleitet wird, indem die Spitzenamplitude des Datenstroms (301) mit einem vorgebbaren Faktor kleiner als 1 multipliziert wird.
  13. Vorrichtung zur Wiedergewinnung eines digitalen Datenstroms (301) mit:

    a) einem Datenstromempfänger (302) zur Erfassung des digitalen Datenstroms (301);

    b) einer Tiefpassfiltereinrichtung (303) zur Tiefpassfilterung des erfassten digitalen Datenstroms (301);

    c) einer Schwellwerteinstelleinrichtung (306) zur Einstellung eines Schwellwertes (108);

    d) einer Flankenpositionserfassungseinrichtung (304) zur Bestimmung eines Flankenpositionssignals (309) durch einen Vergleich einer Amplitude des tiefpassgefilterten Datenstroms (305) mit dem Schwellwert (108), und

    d1) zur Berechnung einer Flankensteilheit und Zuordnung der Flanke nach größter Ähnlichkeit mit einem vorangehenden Datenübergang;

    und

    e) einer Phasenkorrektureinrichtung (307) zur Bestimmung eines Phasenkorrekturwerts (111) aus einer zeitlichen Differenz zwischen einem 0/1-Schwellwertschnittpunkt (109) des Schwellwertes (108) mit einem 0/1-Datenübergang (101) und einem –1/1-Schwellwertschnittpunkt (110) des Schwellwertes (108) mit einem –1/1-Datenübergang (102), und zur Korrektur des Flankenpositionssignals (309) mit dem Phasenkorrekturwert (111).
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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