Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sicherheitsstiefel, insbesondere
für spezielle Corps wie z.B. Feuerwehrleute, Forstbedienstete, Corps zur zivilen
Verteidigung u.a.
Diese Stiefel müssen notwendigerweise getragen und so eingestellt
werden, dass sie in perfekter Weise sowohl im Schaftteil als auch im Fußteil an
den Fuß des Trägers angepasst sind. Nichtsdestoweniger ist es von gleicher Wichtigkeit,
in der Lage zu sein, den Stiefel auf praktikablem Wege auch unter Verwendung einer
einzelnen Hand schnell auszuziehen und wieder anzuziehen.
Derzeit werden Schnürsysteme für Stiefel verwendet, welche aus einer
Kombination eines geschnürten Abschnitts und eines Reißverschlusses bestehen, welche
parallel zueinander verlaufen. Das Anlegen mittels der Schnürsenkel erlaubt eine
optimale Einstellung des Stiefels zur Anpassung an den Fuß, während der Reißverschluss
dem Träger erlaubt, den Stiefel rasch anzuziehen, ohne die Schnürsenkel öffnen zu
müssen.
Der wichtigste Nachteil der vorstehend vorgeschlagenen Stiefel besteht
darin, dass die Schnürsenkel der Umgebung ausgesetzt sind, woraus ein hohes Risiko
resultiert, dass sie an Hindernissen hängen bleiben. Dies stellt einen Schwachpunkt
dieses Produkts dar und erhöht vor allem die Risiken des Trägers.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Stiefel herzustellen,
welcher dem Träger ein Maximum an Sicherheit und Zuverlässigkeit bietet.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen
Stiefel herzustellen, welcher gegen Abnutzung und aggressiver äußerer Stoffe widerstandsfähig
ist.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen
besonders einfachen und funktionellen Sicherheitsstiefel mit den kombinierten Eigenschaften,
perfekt an den Fuß anpassbar und schnell anlegbar zu sein, herzustellen.
Diese Ziele gemäß der vorliegenden Erfindung werden erreicht, indem
ein Sicherheitsstiefel, wie in Anspruch 1 beschrieben, hergestellt wird.
Weitere Eigenschaften des Sicherheitsstiefels werden in den abhängigen
Ansprüchen beschrieben.
Die Eigenschaften und Vorteile eines Sicherheitsstiefels gemäß der
vorliegenden Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung, welche als nicht
beschränkendes Beispiel verstanden werden soll, unter Bezugnahme auf die beigefügten
schematischen Zeichnungen deutlicher illustriert, in welchen:
1 eine perspektivische Ansicht eines
Sicherheitsstiefels, der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, zeigt;
2 eine vergrößerte Detailansicht der
Schnürung von 1 zeigt;
3 eine Draufsicht auf einen Streifen
eines feuerfesten Gewebes, aus welchem Schlaufen erhalten werden, zeigt;
4 eine Ansicht des gefalteten Gewebestreifens
aus 3 zeigt, welcher teilweise eingeschnitten ist;
5 einen Schnitt durch den Gewebestreifen
der 4 entlang der Linie V-V zeigt; und die
6 und 7
vergrößerte Detailansichten der Schnürung entlang Schnitten in unterschiedlichen
Ebenen des Schaftes entlang den Linien VI-VI und VII-VII zeigen.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen wird ein Sicherheitsstiefel gezeigt,
welcher insgesamt durch das Bezugszeichen Nr. 10 bezeichnet ist, der eine
Sohle 12, ein Oberteil 13, das aus verschiedenen Teilen, die durch
eine Naht 14 aus ultrastarkem Faden verbunden sind, besteht, sowie eine
zentrale Lasche 15 umfasst, welche aus zweckmäßig behandeltem, Wasser abstoßendem
Leder hergestellt ist. Das Oberteil 13 besteht aus einem Schaft
16, einem Fußteil 17 und zwei vorderen Abschnitten 18.
Zwischen den vorderen Abschnitten 18 ist eine gepolsterte
Zunge 19 mit von oben nach unten abnehmender Breite eingenäht, welche beispielsweise
aus zellförmigem Gewebe hergestellt ist.
Der wie oben erläutert hergestellte Sicherheitsstiefel 10
ist weiterhin vollständig mit wasserfestem atmungsaktivem Material ausgefüttert.
Zum weiteren Komfort des Trägers umfasst der hintere Teil des Schafts
16 einen flexibleren Einsatz 20, welcher aus einem reflektierenden
feuerfesten Gewebe hergestellt ist.
Eine ähnliche Funktion haben die geformten, ausgenommenen (d.h. vertieften)
Elemente 21, welche in der Nähe des Ristbereichs in dem Gebiet, wo der
Schaft 16 in den Fußteil 17 übergeht, und zwar sowohl in der zentralen
Lasche 15 als auch in den vorderen Abschnitten 18 angeordnet sind.
Die Spitze des Sicherheitsstiefels 10 ist von einem geformten
Gummischutz 22 bedeckt und enthält eine eindrücksichere Zehenkappe aus
Stahl.
Der Stiefel 10 kann mittels Schnellbefestigungselementen
wie z.B. einem Reißverschluss 23 angezogen bzw. ausgezogen werden; weiterhin
kann die Passform mittels Befestigungselementen mit einstellbarer Breite wie z.B.
einem Schnürsenkel 24 aus feuerfestem Gewebe angepasst werden.
Der Schnürsenkel 24 verbindet die zentrale Lasche
15 mit dem Schaft 16 und dem Fußteil 17 des Stiefels
10, indem er durch eine Anzahl von Ringelementen wie z.B. Schnürsenkelgriffen
25, Gewebeschlaufen und Metallösen läuft, welche auf beiden Seiten des
Stiefels 10 in derselben Art und Weise angeordnet sind.
Die nachfolgende Beschreibung wird daher auf die Anordnung der besagten
Ringelemente auf einer einzelnen Seite des Stiefels 10, wie in
2 beschrieben, beschränkt.
Das Oberteil umfasst eine Serie von vier Schlaufen 26 am
Schaft 16 und eine Serie von drei Schlaufen 27 am Fußteil
17 zusätzlich zu einer einzelnen Schlaufe 28 in der Nähe des Zehenteils.
Die Schlaufen sind, wie in 3 gezeigt
wird, aus einem einzelnen Streifen 29 aus an sich feuerfesten Aramidic-Fasern
hergestellt, der aus einem einzelnen Stück besteht und zwei parallele Längsabschnitte
30 umfasst, welche durch gleich beabstandete Brückenelemente
31 verbunden sind. Abschnitte des Streifens, welcher die verschiedenen
Serien von Schlaufen 26 und 27 oder die einzelne Schlaufe
28, die an den verschiedenen Punkten des Stiefels 10 angebracht
werden sollen, darstellt, werden aus dem besagten Streifen 29 ausgeschnitten.
Die Serien von Schlaufen werden hergestellt, indem, wie in den
4 und 5 gezeigt
wird, ein Streifenabschnitt 30 von geeigneter Länge über sich selbst gefaltet
wird und entlang der Längsabschnitte nötigenfalls mittels Doppelnähten
14 vernäht wird, und zwar zwischen den vorderen Abschnitten 18
bzw. dem Schaft 16 (6 und 7)
und zwischen den vorderen Abschnitten 18 und dem Fußteil 17. Auf
diese Weise wird die Belastung nicht nur von der einzelnen Schlaufe sondern vom
gesamten Abschnitt des Streifens gehalten, welcher von der Naht 14 gehalten
wird und die Schlaufen 26 und 27 bildet.
Die individuelle zentrale Schlaufe 28 in der Nähe der Zehenkappe
ist auf dieselbe Art und Weise gebildet und zwischen dem Fußteil 17 und
dem Gummischutz 22 festgeklebt.
Die zentrale Lasche 15 ist durch den Reißverschluss
23 in zwei symmetrische longitudinale Teile geteilt, mit der Ausnahme des
befestigten Endes 32 an der Spitze, an welchem nötigenfalls ein reflektierender
Gewebeeinsatz angebracht werden kann.
Am beweglichen Teil 33 des Reißverschlusses 23 ist
nötigenfalls ein Streifen 34 aus Leder oder reflektierendem Material angebracht,
um das Öffnen und Schließen des Reißverschlusses zu erleichtern.
Die zentrale Lasche 15 besteht aus zwei Lagen von Leder,
und zwar einer äußeren Lage 35 und einer schmäleren inneren Lage
36. Der Reißverschluss 23 ist in 14' in einer geschützten
Position zwischen den beiden Lagen 35 und 36 an die Lasche
15 genäht.
An der inneren Lage 36 sind Ösen vorgesehen, welche im hier
vorgeschlagenen Beispiel wie folgt an jeder Seite des Stiefels 10 verteilt
sind: eine Öse 37 im oberen Teil des Schafts (6)
und zwei Ösen 38 und 38' nahe dem geformten, ausgenommenen Element.
An der äußeren Lage 35 der zentralen Lasche 15 ist
ein Paar von nahe beabstandeten Ösen 39 und 39' sowohl an dem
dem Schaft 16 gegenüber liegenden Abschnitt als auch an dem dem Fußteil
17 gegenüber liegenden Abschnitt abgebracht, gefolgt von einer Gewebeschlaufen
40 oder 40', die an die innere Oberfläche der Lage 35
genäht ist, wie im Detail in 7 gezeigt wird.
Schließlich ist eine weitere Öse 41 an jeder Seite des befestigten
Endes 32 angebracht.
Die Schnürung wird bewerkstelligt, indem der Schnürsenkel
24 alternativ durch ein Ringelement am Oberteil 13 und ein Ringelement
an der zentralen Lasche 15 hindurchgeführt wird. Die Schnürung wird mit
nur einem Schnürsenkel 24 durchgeführt, welcher, wie in 1
gezeigt wird, entlang beider Seiten des Stiefels 10 verläuft.
Das in 2 gezeigte Beispiel illustriert
den Weg des Schnürsenkels 24 durch die erste Schlaufe 26 der am
Schaft 16 angeordneten Schlaufenserie, durch die Öse 37 der inneren
Lage 36 der Lasche, durch die zweite Schlaufe 26, durch das Ösenpaar
39 der äußeren Lage 35 der Lasche, durch die dritte Schlaufe
26, durch die Gewebeschlaufe 40 der Lasche, durch die vierte und
letzte Schlaufe 26 des Schafts und durch die Öse 38 der Lasche
nahe der ausgenommenen Position 21 bis zum Schnürsenkelgriff
25. Vom Schnürsenkelgriff 25 verläuft der Schnürsenkel
24 entlang des Fußteils 17 durch die zweite Öse 38' der
Lasche nahe der ausgenommenen Position 21, durch die erste Schlaufe
27 des Fußteils 17, durch das Ösenpaar 39' der äußeren Lage
35 der Lasche, durch die zweite Schlaufe 27, durch die Schlaufe
40' der Lasche, durch die letzte Schlaufe 27 am Fußteil, durch
die Öse 41 nahe dem befestigten Ende 32 der Lasche und zum Schluss
durch die einzelne zentrale Schlaufe 28.
Durch dieses Schnürmuster sowie die Anordnung der Ringelemente wird
die Lasche 15 so nahe wie möglich am Schaft und Fußteil fixiert. Die Ösenpaare
39 und 39', welche einen kurzen Längsabschnitt des Schnürsenkels
24 der Umgebung aussetzen, sind für diesen Zweck vorgesehen.
Nachdem der Sicherheitsstiefel 10 mittels des Reißverschlusses
23 angelegt wurde, kann der Träger nötigenfalls die Passform mittels des
Schnürsenkels 24 anpassen.
Der Schnürsenkelgriff 25 im Ristbereich hält die Einstellung
der Schnürung des Fußteils aufrecht, während der Schaft eingestellt wird. An beiden
Enden 42 des Schnürsenkels sind Schnürsenkelstopps 43 angebracht,
beispielsweise vom Federtyp, welche die Einstellung des Stiefels 10 aufrecht
halten. Die Enden 42, welche über die Schnürsenkelstopps 43 hinausgehen,
werden anschließend an der Rückseite des Schafts verknotet.
Ein Beispiel des Stiefels 10, welches hier nicht gezeigt
ist, weist eine Gewebeschlaufe an der Rückseite des Schafts 16 in einer
von einer Lederzunge geschützten Lage auf, welche den verknoteten Schnürsenkel sichert.
Der Sicherheitsstiefel gemäß der vorliegenden Erfindung weist den
Vorteil auf, dass er den kleinstmöglichen Anteil des Schnürsenkels der Umgebung
aussetzt.
Der Sicherheitsstiefel zeichnet sich in vorteilhafter Weise durch
ein mit der Schnürung versehenes Vorderteil aus, welches eine relativ flache Form
aufweist und sich Dank des Ersatzes einer Vielzahl von Ösen durch Gewebeschlaufen
an den Stiefel anschmiegt.
Der Stiefel der vorliegenden Erfindung weist den Vorteil eines außerordentlich
schützenden Produkts auf, welches dem Träger gleichzeitig einen außerordentlich
hohen Komfort bietet.