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INSEKTENABWEHRMITTEL - Dokument DE60206929T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60206929T2 27.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001414298
Titel INSEKTENABWEHRMITTEL
Anmelder Quest International Services B.V., Naarden, NL
Erfinder BIRCH, Richard Arthur, Hythe, Kent CT21 6PJ, GB;
HELWEG, Henk, NL-1273 KL Huizen, NL
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60206929
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.07.2002
EP-Aktenzeichen 027490499
WO-Anmeldetag 23.07.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/GB02/03369
WO-Veröffentlichungsnummer 2003013243
WO-Veröffentlichungsdatum 20.02.2003
EP-Offenlegungsdatum 06.05.2004
EP date of grant 26.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse A01N 37/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A01N 31/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Riechstoffe, insbesondere auf Insekten-abwehrende Riechstoffe, auf Produkte, die solche Riechstoffe umfassen, und auf ein Verfahren zum Abwehren von Insekten.

Hintergrund der Erfindung

Insekten sind seit langem eine Plage für Menschen und, was einige Insektengattungen betrifft, eine Gefahr für die Gesundheit.

Viele gängige Typen von Haushaltsinsekten wie z.B. Schaben, z.B. Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) und Deutsche Schaben (Blattella germanica) werden als Schädlinge klassifiziert, und es wurden beachtliche Anstrengungen unternommen, um sie zu bekämpfen bzw. zu kontrollieren oder auszurotten. Es wurde eine Vielzahl chemischer Verbindungen entdeckt, z.B. N,N-Diethyl-metatoluamid, die bei der Abwehr von Schaben wirksam sind. Solche chemischen Verbindungen werden im Haushalt eingesetzt, indem sie auf die Oberflächen von Wänden, Böden, Schränken, Behältern, Teppichen, Polsterungen und Bodenbelägen und auf potentielle Nistplätze für diese Insekten, z.B. Innenwände und Zwischenbodenbeläge, aufgebracht oder aufgesprüht werden. Chemische Verbindungen werden zusammen mit Reinigungsmitteln für harte Oberflächen (EP-A-0 619 363) und Bodenwachspolituren (US-A-3 018 217) verwendet.

Auf dem Fachgebiet ist bekannt, dass essentielle Öle und Ingredienzien synthetischer Riechstoffe (auch bekannt als Parfümmaterialien) Insekten abwehren können. Außerdem kann eine Verwendung dieser Ingredienzien im Vergleich zur Verwendung chemischer Verbindungen dahingehend vorteilhaft sein, dass sie für die Säuger eine niedrigere Toxizität aufweisen. WO 96/08147 beschreibt eine Insekten-abwehrende Zusammensetzung, die wenigstens ein aktives Ingrediens aus der Verbindungsgruppe umfasst, die aus folgenden Verbindungen besteht: 1,2,3a,4,5,5a,6,7,8,9,9a,9b-Dodecahydro-3a,6,6,9a-tetramethylnaphtho[2,1-b]furan (AMBERLYN(TM)); 4-(Tricyclo[5.2.1.02.6]decyliden-8)-butanal (DUPICAL(TM)); 1-Ethoxy-1-(2'-phenylethoxy)ethan (EFETAAL(TM)); Acetylcedren (LIXITONE(TM)); und Propylidenphthalid. Es wird beschriebenen, dass die Zusammensetzungen vorteilhafter Weise verwendet werden, um stechende Insekten, z.B. Moskitos und insbesondere Mitglieder der Gattung Aedes, abzuwehren.

Parfümmaterialien oder Riechstoffe mit abwehrenden Eigenschaften entweder gegenüber Amerikanischen Schaben (Periplaneta americana) wie sie z.B. in WO 00/19822 und Ngoh S. P. et al., Pestic. Sci., 1998, 54, S. 261 offenbart sind, oder gegen Deutsche Schaben (Blattella germanica), wie sie z.B. in JP 2207004, sind bekannt. Allerdings ist es typischerweise schwierig, einen vollständigen Riechstoff zu formulieren, der wirksam Schaben, insbesondere Deutsche Schaben, abwehrt, und insbesondere sowohl Deutsche wie auch Amerikanische Schaben möglicherweise zusammen mit anderen kriechenden Insekten, z.B. Ameisen, abwehrt.

Zusammenfassung der Erfindung

Nach einem Aspekt stellt die vorliegende Erfindung einen Insekten-abwehrenden Riechstoff bereit, der fähig ist, Deutsche Schaben (Blattella germanica) und Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) abzuwehren, umfassend:

  • (a) wenigstens 10 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Geraniol;
  • (b) wenigstens 10 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Diethylphthalat; und
  • (c) wenigstens eines oder mehrere von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butylcyclohexylacetat;
wobei der Insekten-abwehrende Riechstoff wenigstens 60 Gesamtgewichts-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs aus (a), (b) und (c) umfasst.

Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass Insekten-abwehrende Riechstoffe der Erfindung überraschender Weise wirksames Abwehrvermögen gegen Schaben, insbesondere Deutsche Schaben (Blattella germanica), und ganz besonders sowohl gegen Deutsche als auch Amerikanische Schaben (Blattella germanica und Periplaneta americana) zeigen.

Mit dem Ausdruck "Insekten-abwehrender Riechstoff", wie er hier verwendet wird, ist ein Riechstoff gemeint, der die spezifizierten Riechstoffingredienzien umfasst, die im Allgemeinen (aber nicht unbedingt) einen Geruch haben, der als angenehm oder anziehend angesehen wird, und der einen Insekten-abwehrenden Effekt hat. Ein zweckdienliches Verfahren, durch das der Schaben-abwehrende Effekt getestet und gemessen werden kann, beinhaltet ein Einarbeiten des Insekten-abwehrenden Riechstoffs in eine flüssige Politur, wobei die flüssige Politur auf die Hälfte der Fläche (d.h. 300 mm × 600 mm) einer Vinylbodenbelag-Testoberfläche mit einer Gesamtfläche von 600 mm × 600 mm aufgetragen wird, die dann so in neun Kanäle (30 mm × 600 mm) eingeteilt wird, dass die Hälfte jedes Kanals (30 mm × 600 mm) behandelt wird; die flüssige Politur wird für etwa 1 Stunde trocknen gelassen, bevor wenigstens fünf Insekten in jeden Kanal eingeführt werden und sich für etwa 10 Minuten akklimatisieren gelassen werden, wonach, d.h. bei t = 0 Stunden, die Bewegungen der Insekten mit einem Videorekorder gemessen werden. Ein Insekten-abwehrender Riechstoff wehrt zu Beginn, d.h. bei t = 1 Stunde, vorzugsweise wenigstens 60%, bevorzugter wenigstens 65%, am bevorzugtesten wenigstens 70% der Insekten von der behandelten Fläche ab.

Der Ausdruck "Insekt", wie er hierin verwendet wird, soll Insekten umfassen, die typischerweise krabbeln, z.B. Schaben wie Deutsche Schaben (Blattella germanica) und Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) wie auch Ameisen, z.B. der Gattungen Lasius flavus, Lasius niger and Monomorium pharoanis. Riechstoffe gemäß der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise verwendet, um Schaben, insbesondere Deutsche Schaben und ganz besonders bevorzugt sowohl Deutsche wie auch Amerikanische Schaben abzuwehren.

Typischerweise umfasst der Insektenriechstoff wenigstens einen oder mehrere von Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butylcyclohexylacetat (PtBCHA), vorzugsweise wenigstens zwei, bevorzugter wenigstens drei und noch bevorzugter wenigstens vier dieser Riechstoffingredienzien. Zweckdienlicher Weise umfassen Insekten-abwehrende Riechstoffe, wie sie hierin definiert sind, wenn sie vorliegen, wenigstens 1% Linalol, wenigstens 2% Limonen, wenigstens 2% und vorzugsweise mehr als 3% Citronellal, wenigstens 2% und vorzugsweise mehr als 3% Terpinolen und wenigstens 3% p-tert-Butylcyclohexylacetat, bezogen auf das Gewicht des Insekten-abwehrenden Riechstoffs.

Der Insekten-abwehrende Riechstoff kann gegebenenfalls mit weiteren Exzipienten, z.B. einem oder mehreren weiteren Riechstoffingredienzien, um einen insgesamt angenehmen Riechstoff mit wirksamer Abwehraktivität zu erhalten, Verdünnungsmitteln, Fixiermitteln und einem weiteren geeigneten Lösungsmittel oder Gemischen davon vermischt werden.

Andere Exzipienten, die vorteilhafter Weise in den Insekten-abwehrenden Riechstoffen gemäß der Erfindung vorliegen können, sind: Aldehyd C11 (Undecenaldehyd); Aldehyd Iso C11 (GIV); Pimentöl; Allylcyclohexylpropionat; Amylsalicylat; Amylzimtaldehyd; Anethol; Anisalkohol; Anisaldehyd; Applinal (Q) (Applinal ist eine Marke); Bayöl; Benzylacetat; Benzylbenzoat; Benzylcinnamat; Benzylpropionat; Benzylsalicylat; Bourgeonal (Q) (Bourgeonal ist eine Marke); Brahmanol; synthetisches Kampferpulver; Virginia-Zedernholz; Cedrenol; Cedrylacetat; Celestolid (IFF) (Celestolid ist eine Marke); Cineol; Zimtalkohol; Zimtaldehyd; Zimtblätteröl; Cinnamylacetat; cis-3-Hexenol; Citral; Citronellaöl; Citronellol; Citronellylacetat; Citronellyloxyacetaldehyd; Nelkenöl; Korianderöl; Coumarin; Cuminaldehyd; Cyclamenaldehyd; Decanal; 9-Decenol; Dibenzylether; Dibutylphthalat; Dihydromyrcenol; Dimethylanthranilat; Dimethylphthalat; Dimycretol (IFF) (Dimycretol ist eine Marke); Diphenylmethan; Diphenyloxid; Dimethylbenzylcarbinylacetat; Dodecanol; Dodecanal; Elemiöl; Ethylmethylphenylglycidat; Ethylcinnamat; Ethylsafranat (Q) (Ethylsafranat ist eine Marke); Ethylvanillin; Eugenol; Immergrünöle (Kiefernnadelöle usw.); gamma-Nonalacton; gamma-Undecalacton; Geranium-Bourbon; Geranylacetat; Geranylformiat; Benzoingummi; Heliotropin; Hercolyn D (HER) (Hercolyn D ist eine Marke); Hexylbenzoat; Hexylzimtaldehyd; Hexylsalicylat; hydratropes Afdehyddimethylacetal; Hydroxycitronellal; Hydroxycitronellaldimethylacetal; Indol; Isobornylacetat; Isopropylmyristat; Iso-cyclocitral (GIV, IFF); Jasmacyclen; Jasminöl; Lavandin abrialis; Lavendelöl; Lilial (GIV) (Lilial ist eine Marke); Linalylacetat; Menthol laevo; Methylanthranilat; Methylcedrylketon; Methyldihydrojasmonat; Methylionon; Methylmyristat; Methylnaphthylketon; Methylsalicylat; Moos; Baummoos; Moschusketon; Nerol; Nerolin bromelia; Nerylacetat; Nonanal; reines Eichenmoos; harzartiges Octanalolibanum; para-Cresylphenylacetat; para-Methoxyacetophenon; Patchouliöl; Pfefferminzöl; Petit grain-Öl; 2-Phenoxyethanol; Phenoxyethylisobutyrat; Phenylethylacetat; Phenyethylalkohol; Phenylethylbutyrate; Phenylethylphenylacetat; Pimentöl; &agr;-Pinen; harzartige Siambenzoe; Rosenöl; Rosmarinöl; Sandelholzöl; Terpineol; Tetrahydrolinalol; Tetrahydromuguol (IFF); Thymianrot; Undecanal; Vanillin; Verbenaöl; Bourbon-Vetiveröl; Yara und Ylang Ylang.

Verbindungen sind von den Lieferanten, die nachfolgend angegeben sind, erhältlich: Für Verbindungen, die mit "(Q)" gekennzeichnet sind, – Quest International; für die, die mit "(IFF)" gekennzeichnet sind – International Flavours & Fragrances, Inc.; für die mit "(GIV)" gekennzeichnet sind – Givaudan; für die, die mit "(HER)" gekennzeichnet sind – Hercules B. V.

Der Insekten-abwehrende Riechstoff kann gegebenenfalls andere bekannte Insekten-Abwehrmittel und vorzugsweise bekannte Insekten-abwehrende Riechstoffingredienzien enthalten.

Geeignete bekannte Insektenabwehrmittel zur Verwendung hierin umfassen N,N-Diethyl-m-toluamid (DEET); N,N-Diethylbenzamid; Citronella; Tolu-Balsam; Peru-Balsam; Eukalyptusöl; Huon-Kienöl; Kampfer; Zypressenöl; Galbanum; Dibutylphthalat; Dimethylphthalat; 1,2,3a,4,5,5a,6,7,8,9,9a,9b-Dodecahydro-3a,6,6,9a-tetramethylnaphtho[2,1-b]furan; 4-(Tricyclo[5.2.1.02,6]decyliden-8)-butanal; 1-Ethoxy-1-(2'-phenylethoxy)ethan; Acetylcedren; Propylidenphthalid; Citraldiethylacetal, erhältlich unter der Marke "CITRATHAL"; Tricyclodecenylallylether, erhältlich unter der Marke "FLEUROXENE"; 2-(2-Methylpropyl)-4-hydroxy-4-methyltetrahydropyran, erhältlich unter der Marke "FLOROSA"; N-Methyl-N-phenyl-2-methylbutanamid, erhältlich unter der Marke "GARDAMIDE", 4-Isobutyrat-3-methoxybenzaldehyd, erhältlich unter der Marke "ISOBUTAVAN"; 1-Hydroxy-2-methoxy-4-propenylbenzol; 2,2,7,7-Tetramethyltricyclo[6.2.1.01,6]undecan-5-on erhältlich unter der Marke "ISOLONGIFOLANONE"; 7-Formyl-5-isopropyl-2-methylbicyclo(2.2.2)oct-2-en, erhältlich unter der Marke "MACEAL"; 3-Methyl-5-phenylpentanal, erhältlich unter der Marke "MEFRANAL"; alpha-Isomethylionon; Myrcenylacetat, erhältlich unter der Marke "NEOBERGAMATE; 10-Isopropyl-2,7-dimethyloxaspiro[4.5]-3,6-decadien, erhältlich unter der Marke "NEOCASPIRENE"; Tricyclo[5.2.1.02,6]dec-4-en-8-yl-2,2-dimethylpropanoat, erhältlich unter der Marke "PIVACYCLENE"; 2-Phenylethylpivalat, erhältlich unter der Marke "PIVAROSE" und 2,4-Dimethyl-4-phenyltetrahydrofuran, erhältlich unter der Marke "RHUBAFURAN".

Insekten-abwehrende Riechstoffe gemäß der Erfindung werden vorzugsweise in Produkte zur Anwendung auf eine Oberfläche, z.B. Böden, Wände, Ladentische, Spültische, Schränke, Möbel oder Türen usw., eingearbeitet. Die Erfindung stellt daher nach einem weiteren Aspekt ein Produkt bereit, das einen Insekten-abwehrenden Riechstoff gemäß der Erfindung umfasst.

Geeignete und bevorzugte Produkte umfassen z.B. Reinigungsmittel für harte Oberflächen, Poliermittel und Pasten, z.B. Möbelpolitur, Bodenpolitur und Bodenpaste, typischerweise in flüssiger oder fester Form, z.B. in Wachsform. Ein besonders bevorzugtes Produkt ist ein Bodenpoliermittel bzw. Bohnerwachs.

Vorzugsweise umfassen die oben definierten Produkte zwischen 0,01 Gew.-% und 20 Gew.-% und bevorzugter 0,1 bis 10 Gew.-% eines Insekten-abwehrenden Riechstoffes gemäß der vorliegenden Erfindung, bezogen auf das Produkt.

Nach noch einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung von Geraniol, Diethylphthalat und wenigstens einem oder mehreren von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butyl-cyclohexylacetat in einem Produkt bereit, das fähig ist, Deutsche Schaben (Blattella germanica) und Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) abzuwehren, wobei das Produkt umfasst:

  • (a) wenigstens 0,025 Gew.-% des Produktes an Geraniol;
  • (b) wenigstens 0,025 Gew.-% des Produktes an Diethylphthalat; und
  • (c) wenigstens eines oder mehrere von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butylcyclohexylacetat; und wobei das Produkt ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen, ein Poliermittel oder eine Paste, insbesondere ein Bodenpoliermittel bzw. Bohnerwachs ist; und
wobei das Produkt wenigstens 0,15 Gesamtgewichtsprozent des Produktes aus (a), (b) und (c) umfasst.

Das Produkt wird typischerweise außerdem geeignete Adjuvanzien, die für die Natur des Produktes passend sind, umfassen. Geeignete Adjuvanzien können Wachs, z.B. Paraffin-, Carnauba-, Ceresinwachs usw., Harze, Weichmacher, Wasser, oberflächenaktive Mittel, z.B. anionische, kationische, nicht-ionische, amphotere Verbindung, Builder, fluoreszierende Aufheller, antistatische Mittel, antibakterielle Mittel, Fungizide, Schaumbildner, Antischaummittel, Fließpromotoren, Suspendiermittel und Antigeliermittel umfassen.

Insekten-abwehrende Riechstoffe gemäß der vorliegenden Erfindung können in ihrer einfachsten Form als Riechstoffe oder als Teil eines Produktes auf eine Oberfläche, einschließlich Böden, Möbel, Wände, usw., durch Aufsprühen, beispielsweise als Aerosol oder durch Pumpwirkung, durch Aufbürsten, durch Wischen, z.B. aus einem imprägnierten Stoff oder mit einem Applikator, Gießen usw. auf die zu behandelnde Oberfläche aufgetragen werden.

Demnach stellt die Erfindung in noch einem weiteren Aspekt ein Verfahren zum Abwehren von Insekten von einer Oberfläche bereit, umfassend den Schritt des Auftragens einer wirksamen Menge, typischerweise von 0,001 bis 1.000 g/m2, eines Insekten-abwehrenden Riechstoffs, vorzugsweise eines Produkts, das 0,01 Gew.-% bis 20 Gew.-% eines Insekten-abwehrenden Riechstoffs gemäß der vorliegenden Erfindung, bezogen auf das Produkt, umfasst, auf die Oberfläche.

Nach noch einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung eines Insekten-abwehrenden Riechstoffs gemäß der vorliegenden Erfindung zur Abwehr von Deutschen Schaben (Blattella germanica) und Amerikanischen Schaben (Periplaneta americana) bereit.

Die Erfindung wird durch die folgenden nicht-limitierenden Beispiele und anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, wobei:

1 eine schematische Darstellung der Anordnung eines Testbereichs ist, der zur Bestimmung des Abwehrvermögens eines Riechstoffs gegenüber Insekten von Interesse verwendet wird, wobei der Testbereich in neun gleiche Kanäle aufgeteilt ist, wobei die Hälfte des Gesamtbereichs mit einem Riechstoff (wie durch die gepunktete Schattierung gezeigt ist) behandelt ist und eine Hälfte unbehandelt ist.

BEISPIELE

Das Abwehrvermögen der Riechstoffe gemäß der vorliegenden Erfindung insbesondere für Deutsche Schaben (Blattella germanica) und Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) wurde wie unten beschrieben bewiesen. Zum Vergleich wurden auch Riechstoffe, die nicht erfindungsgemäß sind, hergestellt und unter Verwendung desselben Protokolls getestet.

Die erfindungsgemäßen Riechstoffe 1 bis 4 und die Vergleichsriechstoffe 5 bis 7 wurden mit den in der folgenden Tabelle angegebenen Anteilsmengen hergestellt. Alle Prozentangaben sind Gewichtsprozente.

Die hergestellten Riechstoffe wurden dann in ein selbst-glänzendes flüssiges Bodenpoliermittel, d.h. ein Bodenpoliermittel, das mit einem glänzenden Finish trocknet und das typischerweise kein Bohnern erfordert, eingearbeitet, wobei die Formulierung wie unten angegeben ist:

LICOMER, BRONIDOX und LUTENSOL sind alle Marken.

Jedes selbst-glänzende flüssige Bodenpoliermittel, das einen der Riechstoffe 1 bis 7 enthält, wurde bezüglich seiner Fähigkeit, Deutsche Schaben (Blattella germanica) und Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) abzuwehren, nach dem folgenden Protokoll getestet.

Jeder Riechstoff wurde gegen jede Schabenspezies getestet, wobei eine Schabenspezies pro Test verwendet wurde.

Die Testoberfläche war ein Vinylbodenbelag mit einer Gesamtfläche von 600 mm × 600 mm, die in eine Fläche mit neun Kanälen gleicher Größe mit je 30 mm × 600 mm eingeteilt war, wie es in 1 dargestellt ist. 3,0 ml eines Poliermittels wurden mittels einer Spritze auf die Testoberfläche aufgetragen und das Poliermittel wurde gleichmäßig mit einem Applikator verteilt, so dass die Hälfte der Gesamttestoberfläche (300 mm × 600 mm) mit dem Poliermittel behandelt war, wie es durch die gepunktete Fläche in 1 dargestellt ist, und eine Hälfte der Gesamttestfläche unbehandelt war. Das Poliermittel wurde für etwa 1 Stunde trocknen gelassen. Fünf Schaben, Periplaneta americana oder Blattella germanica, gemischten Alters und Geschlecht wurden in jeden Kanal gebracht und ihr Verhalten wurde mit Videorekorder überwacht. Die Videoaufzeichnung begann 10 Minuten nach Einführung der Schaben in die Kanäle und wurde nach 1 Stunde Aufzeichnung gestoppt. Die Schaben wurden dann entfernt. Nach 24 Stunden wurden fünf Schaben zurück in jeden der Kanäle gebracht, und der Aufzeichnungsprozess wurde wiederholt. Die Videoaufzeichnung wurde zurückgespielt und in 5 Minuten-Intervallen über 1 Stunde angehalten, um 12 Aufzeichnungen zu erhalten. Bei jedem 5-Minuten-Intervall wurde die Zahl der Schaben auf der behandelten Fläche gezählt. Das Abwehrvermögen wurde für die 9 Kanäle wie folgt errechnet:

Zahl der möglichen Schaben-Beobachtungen = 540 (12 Mal, 9 Kanäle, 5 Insekten pro Kanal)

Gesamtzahl der Schaben-Beobachtungen auf der behandelten Fläche, wenn kein Effekt vorhanden war = 540/2 = 270

Gesamtzahl der Schaben, die auf der behandelten Fläche beobachtet wurden) N (Summe aus 12 Mai für 9 Kanäle)

Daher, Abwehrvermögen (%) = (270 – N)/270 × 100

Die Resultate sind wie in der folgenden Tabelle angegeben, wobei die Zahl den Prozentwert für Schaben einer besonderen Spezies, die von der behandelten Fläche abgewehrt wird, angibt.

Die Resultate zeigen, dass nur die Riechstoffe 1, 2, 3 und 4 zu Beginn wenigstens 60% beider Schabenspezies (d.h. Periplaneta americana und Blattella germanica) abwehren. Obgleich die Vergleichsriechstoffe 5 und 6 ein wirksames Abwehrvermögen für Schaben der Spezies Periplaneta americana zeigen, zeigen sie ein schlechteres Abwehrvermögen für die Spezies Blattella germanica. Vergleichsriechstoff 7 zeigt nach 24 Stunden kein wirksames Abwehrvermögen gegen jede Spezies.


Anspruch[de]
  1. Insekten-abwehrender Riechstoff, der fähig ist, Deutsche Schaben (Blattella germanica) und Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) abzuwehren, umfassend:

    (a) wenigstens 10 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Geraniol;

    (b) wenigstens 10 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Diethylphthalat; und

    (c) wenigstens eines oder mehrerer von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butyl-cyclohexylacetat;

    wobei der Insekten-abwehrende Riechstoff wenigstens 60 Gesamtgewichts-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs aus (a), (b) und (c) umfasst.
  2. Insekten-abwehrender Riechstoff nach Anspruch 1, wobei der Riechstoff wenigstens zwei von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butyl-cyclohexylacetat umfasst.
  3. Insekten-abwehrender Riechstoff nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Riechstoff wenigstens drei von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butyl-cyclohexylacetat umfasst.
  4. Insekten-abwehrender Riechstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Riechstoff wenigstens 1 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Linalol umfasst.
  5. Insekten-abwehrender Riechstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Riechstoff wenigstens 2 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Limonen umfasst.
  6. Insekten-abwehrender Riechstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Riechstoff wenigstens 2 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Citronellal umfasst.
  7. Insekten-abwehrender Riechstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Riechstoff wenigstens 2 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Terpinolen umfasst.
  8. Insekten-abwehrender Riechstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Riechstoff wenigstens 3 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs p-tert-Butyl-cyclohexylacetat umfast.
  9. Produkt, das einen Insekten-abwehrenden Riechstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche umfasst.
  10. Verwendung von Geraniol, Diethylphthalat und wenigstens einem oder mehreren von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butylcyclohexylacetat in einem Produkt, das fähig ist, Deutsche Schaben (Blattella germanica) und Amerikanische Schaben (Periplaneta americana) abzuwehren, wobei das Produkt umfasst:

    (a) wenigstens 0,025 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Geraniol;

    (b) wenigstens 0,025 Gew.-% des Insekten-abwehrenden Riechstoffs Diethylphthalat; und

    (c) wenigstens eines oder mehrerer von: Linalol, Limonen, Citronellal, Terpinolen und p-tert-Butyl-cyclohexylacetat; und wobei das Produkt ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen, ein Poliermittel oder eine Paste, insbesondere ein Bodenpoliermittel bzw. Bohnerwachs ist; und

    wobei das Produkt wenigstens 0,15 Gesamtgewichtsprozent des Produktes aus (a), (b) und (c) umfasst.
  11. Produkt nach Anspruch 9, wobei das Produkt ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen, ein Poliermittel oder eine Paste, insbesondere ein Bodenpoliermittel bzw. Bohnerwachs ist.
  12. Verfahren zum Abwehren von Deutschen Schaben (Blattella germanica) und Amerikanischen Schaben (Periplaneta americana) von einer Oberfläche, umfassend den Schritt des Auftragens einer wirksamen Menge eines Insekten-abwehrenden Riechstoffs nach einem der Ansprüche 1 bis 8 auf die Oberfläche.
  13. Verwendung eines Insekten-abwehrenden Riechstoffs nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zur Abwehr von Deutschen Schaben (Blattella germanica) und Amerikanischen Schaben (Periplaneta americana).
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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