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Dokumentenidentifikation DE69929378T2 27.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000978853
Titel Reduktionswiderstandsfähige dielektrische keramische Zusammensetzung und diese beinhaltender monolitischer keramischer Kondensator
Anmelder Murata Manufacturing Co., Ltd., Nagaokakyo, Kyoto, JP
Erfinder Sakamoto, Norihiko, Nagaokakyo-shi, Kyoto-fu 617-8555, JP;
Motoki, Tomoo, Nagaokakyo-shi, Kyoto-fu 617-8555, JP;
Sano, Harunobu, Nagaokakyo-shi, Kyoto-fu 617-8555, JP
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69929378
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.08.1999
EP-Aktenzeichen 991154154
EP-Offenlegungsdatum 09.02.2000
EP date of grant 11.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse H01G 4/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C04B 35/465(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C04B 35/47(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK 1. Erfindungsgebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung und einen monolithischen Keramikkondensator unter Verwendung der dielektrischen keramischen Zusammensetzung.

2. Beschreibung des verwandten Stands der Technik

Wenn ein dielektrisches Material, das hauptsächlich ein Titanat enthält, zum Ausbilden eines monolithischen Keramikkondensators verwendet wird, besteht ein Problem dahingehend, daß ein derartiges dielektrisches Material unter einer Bedingung eines schwach konzentrierten Sauerstoffparzialdrucks (neutrale oder reduzierende Atmosphäre) gesintert wird, das dielektrische Material unerwünscht reduziert wird und somit unerwünscht ein Halbleiter wird. Um Innenelektroden auszubilden, ist es deshalb erforderlich, ein Edelmetall wie etwa Palladium und Platin einzusetzen, das selbst Sintertemperatur zum Sintern eines dielektrischen Keramikmaterials nicht schmilzt und auch nicht verursacht, daß das dielektrische Keramikmaterial in einen Halbleiter umgewandelt und es selbst unter einem stark konzentrierten Sauerstoffpartialdruck oxidiert wird. Es ist infolge dessen schwierig, einen monolithischen Keramikkondensator mit geringen Kosten herzustellen.

Um die Probleme zu lösen, ist es dementsprechend üblicherweise erwünscht, als ein Innenelektrodenmaterial preiswerte Basismetalle wie etwa Nickel und Kupfer zu verwenden. Wenn jedoch eine derartige Art von Basismaterial als Innenelektrodenmaterial verwendet wird und unter einer herkömmlichen Bedingung gesintert wird, wird das Elektrodenmaterial oxidiert. Infolge dessen ist es unmöglich, eine gewünschte Funktion als eine Elektrode bereitzustellen. Damit diese Art von Basismaterial als ein Innenelektrodenmaterial verwendet werden kann, ist es deshalb erforderlich, ein dielektrisches Material mit einer ausgezeichneten dielektrischen Eigenschaft einzusetzen, wobei seine keramische Schicht dagegen Widerstand zeigt, selbst unter einer Bedingung einer neutralen oder reduzierenden Atmosphäre mit einem schwach konzentrierten Sauerstoffpartialdruck ein Halbleiter zu werden. Um eine derartige Anforderung zu erfüllen, schlagen die japanischen offengelegten Patentanmeldungen Nr. 63-289707 und 63-224106 ein verbessertes dielektrisches Material vor, das eine (Ca1-xSrx)(Zr1-yTiy)O3-Zusammensetzung aufweist. Indem diese Art verbesserten dielektrischen Materials verwendet wird, ist es möglich geworden, eine dielektrische Keramik zu erhalten, die sogar bei Sinterung in einer reduzierenden Atmosphäre nicht in einen Halbleiter umgewandelt wird, wodurch es möglich wird, einen monolithischen Keramikkondensator unter Verwendung eines Basismetallmaterials wie etwa Nickel oder Kupfer zum Ausbilden von Innenelektroden herzustellen.

Bei der in der obigen japanischen offengelegten Patentanmeldung Nr. 63-289707 offengelegte reduzierfesten dielektrischen keramischen Zusammensetzung besteht jedoch ein Problem dahingehend, daß sie zwar ausgezeichnete Kapazitäts- und Temperaturcharakteristiken aufweist, ihre Dielektrizitätskonstante jedoch nur 46 beträgt. Andererseits besteht bei der aus der obigen japanischen offengelegten Patentanmeldung Nr. 63-224106 bekannten reduzierfesten dielektrischen keramischen Zusammensetzung ein Problem dahingehend, daß, wenn die Dicke eines laminierten Keramikkörpers recht niedrig ausgebildet wird, um einen monolithischen Keramikkondensator herzustellen, der kompakte Größe, aber eine große Kapazität aufweist, es schwierig ist, während eines Lebensdauermeßtests bei hoher Temperaturbelastung eine gewünschte Zuverlässigkeit sicherzustellen.

KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung stellt eine verbesserte reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung mit einer Dielektrizitätskonstante von 100 oder höher und einer ausgezeichneten Zuverlässigkeit während eines Lebensdauertests bei hoher Temperaturbelastung bereit und liefert einen monolithischen Keramikkondensator, der unter Verwendung der verbesserten reduzierfesten dielektrischen keramischen Zusammensetzung ausgebildet ist.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt eine reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung, die ein zusammengesetztes Oxid umfaßt, das die Metallelemente M (M: Ca oder Ca und Sr), Zr und Ti enthält, wenn dargestellt durch eine Zusammensetzungsformel (Ca1-xSrx)m(Zr1-yTiy)O3, wobei die Werte von x, y und m den folgenden Bereichen genügen 0 ≤ x < 0,5, 0,60 < y ≤ 0,85, 0,85 < m < 1,30, um eine Hauptkomponente auszubilden, alle 100 mol der Hauptkomponente mit mindestens einer Manganverbindung und einer Magnesiumverbindung gemischt werden, eingearbeitet als eine Zusatzkomponente in einem Bereich von 0,1 bis 6 mol hinsichtlich MnO bzw. MgO.

Die Zusammensetzung kann weiterhin ein Sinterhilfsmittel enthalten.

Das Sinterhilfsmittel kann bevorzugt mindestens Si oder B enthalten.

Weiterhin kann das Sinterhilfsmittel SiO2 sein.

Zudem kann das Sinterhilfsmittel Li2O-(Si, Ti)O2-MO-Serie sein (wobei MO mindestens Al2O3 oder ZrO2 ist).

Außerdem kann das Sinterhilfsmittel SiO2-TiO2-XO-Serie sein (wobei XO mindestens eine Substanz ist ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus BaO, SrO, CaO, MgO, ZnO und MnO). Bevorzugt enthält das Mittel mindestens eine Substanz ausgewählt unter Al2O3 und ZrO2.

Weiterhin kann das Sinterhilfsmittel Li2O-B2O3- (Si, Ti)O2-Serie sein. Bevorzugt enthält das Sinterhilfsmittel mindestens eine Substanz ausgewählt unter Al2O3 und ZrO2.

Zudem kann das Mittel B2O3- Al2O3-XO-Serie sein (wobei XO mindestens eine Substanz ist ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus BaO, SrO, CaO, MgO, ZnO und MnO).

Der Gehalt an dem Mittel beträgt höchstens 20 Gewichtsteile bezogen auf insgesamt 100 Gewichtsteile der Hauptkomponente und der Zusatzkomponente.

Ein monolithischer Keramikkondensator der vorliegenden Erfindung enthält mehrere dielektrische Keramikschichten, zwischen den dielektrischen Keramikschichten ausgebildete Innenelektroden, mit den Innenelektroden elektrisch verbundene Außenelektroden, dadurch gekennzeichnet, daß die dielektrischen Keramikschichten aus den obigen dielektrischen keramischen Zusammensetzungen hergestellt sind, wobei jede der Innenelektroden ein Basismetall als seine Hauptkomponente enthält.

Das Basismetall kann bevorzugt Nickel oder Kupfer sein.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Querschnittsansicht, die einen monolithischen Keramikkondensator gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

2 ist eine Draufsicht auf eine ungebrannte Keramikplatte gemäß der vorliegenden Erfindung.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden gemäß mehrerer Arbeitsbeispiele beschrieben.

(Beispiel 1)

Zuerst wurden als Ausgangsmaterialien SrCO3-, CaCO3-, ZrO2-, TiO2-, MnCO3- und MgCO3-Pulver jeweils mit einer Reinheit von 99% oder mehr hergestellt.

Dann wurden Pulver aus SrCO3, CaCO3, ZrO2, TiO2 gewogen und gemischt, um ein Rohmaterial einer Hauptkomponente zu erhalten, das dargestellt wird durch eine Formel (Ca1-xSrx)m(Zr1-yTiy)O3, wobei x, y und m in Tabelle 1 angegeben sind. Weiterhin wurden MnCO3 und MgCO3 gewogen und mit der obigen Mischung aus SrCO3, CaCO3, ZrO2, TiO2 gemischt, um ein Ausgangsmaterial derart zu erhalten, daß MnCO3 und MgCO3 als Rohmaterial von Zusatzkomponenten dienen, die aus w Mol MnO und z Mol MgO (in Tabelle 1 gezeigt bezüglich 100 mol der Hauptkomponente bestehen. Dann wurde das Ausgangsmaterial in eine Kugelmühle gegeben und darin naß gemahlen, gefolgt von einer Calcinierung in Luft bei 1.000 bis 1.200°C für zwei Stunden, wodurch ein calciniertes Pulver erhalten wurde. In der folgenden Tabelle 1 werden mit den Markierungen * andere Bereiche dargestellt als jene der vorliegenden Erfindung, während jene ohne Markierungen * dazu verwendet werden, die Bereiche der vorliegenden Erfindung darzustellen.

Tabelle 1

Markierung * wird dazu verwendet, einen anderen Bereich als den der vorliegenden Erfindung darzustellen.

Als nächstes wurde etwas organisches Lösungsmittel wie etwa Bindemittel auf Polyvinylbutylbasis und Ethanol dem calcinierten Pulver zugesetzt und in einer Kugelmühle ausreichend naß gemahlen, wodurch eine Keramikaufschlämmung erhalten wurde. Danach wird die Keramikaufschlämmung unter Einsatz des Rakelverfahrens zu mehreren Platten ausgebildet, wodurch mehrere ungebrannte Platten 2b mit jeweils einer rechteckigen Form und einer Dicke von 10 &mgr;m erhalten wurde. Danach wurde eine stromleitende Paste 4, die hauptsächlich Ni enthält, auf die ungebrannten Keramikplatten gedruckt, wodurch stromleitende Pastenschichten erzeugt wurden, die dann als Innenelektroden dienen.

Weiterhin sind mehrere der ungebrannten Keramikplatten, auf denen die stromleitenden Pastenschichten ausgebildet wurden, auf eine Weise miteinander laminiert, daß Randabschnitte davon alternativ auf der Seite angeordnet wurden, wo die stromleitenden Pastenschichten herausgezogen wurden, wodurch ein gewünschter laminierter Körper erhalten wurde. Der erhaltene laminierte Körper wurde dann in einer Atmosphäre aus N2 auf eine Temperatur von 350°C erhitzt, um das Bindemittel zu zersetzen, gefolgt von dem Brennen in einer reduzierenden Atmosphäre, die aus H2-N2-H2O-Gas besteht, wodurch ein gesinterter Keramikkörper erhalten wurde.

Nach dem Brennen wurde eine Silberpaste 5 auf zwei gegenüberliegende Stirnflächen des erhaltenen gesinterten Keramikkörpers aufgetragen, gefolgt von einer Brennbehandlung in N2-Atmosphäre bei 600°C, wodurch Außenelektroden entstanden, die elektrisch mit den Innenelektroden verbunden sind. Danach wird auf den Außenelektroden ein Ni-Plattierungsfilm 6 ausgebildet, gefolgt von dem Ausbilden eines Lot-Plattierungsfilms auf dem Ni-Plattierungsfilm 7.

Der monolithische Keramikkondensator 1 weist eine Breite von 1,6 mm, eine Länge von 3,2 mm und eine Dicke von 1,2 mm auf, wobei die Dicke der dielektrischen Keramikschicht 2a 6 &mgr;m beträgt. Zudem wies der monolithische Keramikkondensator 1 insgesamt 150 Stücke effektiver dielektrischer Keramikschichten 2a auf.

Danach wurde die elektrische Eigenschaft des monolithischen Keramikkondensators 1 gemessen, wodurch eine elektrostatische Kapazität und ein Dielektrizitätsverlust (tan &dgr;) unter der Bedingung 1 KHz, 1 Vrms und 25°C erhalten wurden, wodurch eine Dielektrizitätskonstante (&egr;) aus der elektrostatischen Kapazität berechnet wurde. Danach wurde ständig eine Gleichspannung von 25 V 2 Minuten lang bei einer Temperatur von 25°C an den Kondensator angelegt, wodurch der Isolierwiderstand gemessen und somit ein spezifischer Widerstand berechnet wurden.

Unter der Bedingung 1 KHz und 1 Vrms wurde weiterhin eine Variation der elektrostatischen Kapazität mit einer Temperaturänderung gemessen und ihre Änderungsrate wurde gemäß der folgenden Gleichung gemessen. TC(ppm/°C)

= {(&egr;85°C – &egr;20°C)/&egr;20°C} ×

{1/(85°C – 20°C)} × 106

Bei einem Lebensdauertest bei einer hohen Temperaturbelastung wurden zudem Proben mit jeweils 36 Stücken verwendet und an diese Proben wurde bei einer Temperatur von 150°C eine Gleichspannung von 150 V angelegt, wodurch eine Variation eines isolierenden Widerstands im Laufe der Zeit gemessen wurde. Andererseits wurde während eines derartigen Tests eine Zeitperiode, die notwendig ist, damit der isolierende Widerstand jeder Probe 106 &OHgr; oder niedriger wird, als eine Lebenszeit angesehen, wodurch eine mittlere Lebenszeit erhalten wird.

Die Ergebnisse der Auswertung sind in Tabelle 2 gezeigt.

Tabelle 2

Markierung * wird dazu verwendet, einen anderen Bereich als den der vorliegenden Erfindung darzustellen.

Wie aus Tabelle 2 zu verstehen ist, weist der durch Einsatz der reduzierfesten dielektrischen keramischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhaltene monolithische Keramikkondensator eine Dielektrizitätskonstante von 100 oder höher, einen Dielektrizitätsverlust von 0,1% oder niedriger auf, und seine Änderungsrate bei der elektrostatischen Kapazität mit einer Temperaturänderung (TC) beträgt nur 1.000 ppm/°C. Während eines Lebensdauertests bei einer hohen Temperaturbelastung wurde zudem bei einer Temperatur von 150°C eine Gleichspannung von 150 V angelegt, und es stellte sich heraus, daß eine mittlere Lebensdauer sogar 50 Stunden oder länger betrug.

Hier erfolgt eine Erläuterung für einen Grund, weshalb die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung auf die obigen Werte beschränkt sein sollte.

Bezüglich der Zusammensetzungsformel (Ca1-xSrx)m(Zr1-yTiy)O3 (0 ≤ x < 0,5, 0,60 < y ≤ 0,85, 0,85 < m < 1,30) wird, wenn, wie in einem Fall der Probe Nr. 1, der Wert von x 0,5 oder höher ist, die Änderungsrate bei der elektrostatischen Kapazität mit einer Temperaturänderung (TC) groß, weshalb ihre mittlere Lebensdauer kurz wird. Aus diesem Grund wird bevorzugt, daß die Menge an Sr innerhalb eines Bereichs von 0 ≤ x < 0,5 kontrolliert werden sollte.

Wenn, wie in einem Fall von Probe Nr. 2, der Wert von y 0,6 oder niedriger ist, nimmt ihre Dielektrizitätskonstante ab. Wenn andererseits wie in einem Fall von Probe Nr. 1 der Wert von y größer als 0,85 ist, wird eine mittlere Lebensdauer kurz. Aus diesem Grund wird bevorzugt, daß die Menge an Ti innerhalb eines Bereichs von 0,60 < y ≤ 0,85 kontrolliert werden sollte. Wenn weiterhin wie in einem Fall der Probe Nr. 4, der Wert von m 0,85 oder niedriger ist, wird der Dielektrizitätsverlust groß und eine mittlere Lebensdauer wird kurz. Wenn andererseits wie in einem Fall von Probe Nr. 5 der Wert m 1,30 oder höher ist, wird die Sinterfähigkeit extrem schlecht. Aus diesem Grund wird bevorzugt, daß die Menge an m innerhalb eines Bereichs von 0,85 < m < 1,30 kontrolliert werden sollte.

Wenn zudem, wie ein einem Fall von Probe Nr. 6 ein Gehalt von mindestens einem von MnO und MgO unter 0,1 mol liegt, wird die Sinterfähigkeit extrem schlecht. Wenn andererseits, wie in den Fällen der Proben Nr. 7 bis 9, ein Gehalt an mindestens einem von MnO und MgO über 6 mol liegt, wird die Änderungsrate bei der elektrostatischen Kapazität bei einer Temperaturänderung (TC) groß. Aus diesem Grund wird bevorzugt, daß eine Manganverbindung und eine Magnesiumverbindung, die als eine Zusatzkomponente eingearbeitet sind, innerhalb eines Bereichs von 0,1 bis 6 mol bezüglich 100 mol der obigen Hauptkomponente kontrolliert werden sollte, indem die Manganverbindung rechnerisch in MnO und der Magnesiumverbindung in MgO konvertiert wird.

(Beispiel 2)

Zuerst wurden zur Verwendung als Ausgangsmaterialien SrCO3-, CaCO3-, ZrO2-, TiO2-, MnCO3- und MgCO3-Pulver jeweils mit einer Reinheit von 99% oder mehr hergestellt.

Dann wurden die obigen Ausgangsmaterialpulver durch Wiegen der Gewichte davon genommen, um eine Zusammensetzung auszubilden, die durch (Ca0,8Sr0,2)1,05(Zr0,3Ti0,7)O3 dargestellt werden kann. Dann wurden die hergestellten Ausgangsmaterialpulver in eine Kugelmühle gegeben und darin naß gemahlen, gefolgt von einer Calcimierung in Luft bei 1.000 bis 1.200°C für zwei Stunden, wodurch ein calciniertes Pulvermaterial erhalten wurde. Zudem wurden andere Ausgangsmaterialien, die MnCO3 und MgCO3 sind, durch Wiegen der Gewichte davon genommen und wurden mit der obigen Hauptkomponente gemischt, um Ausgangsmaterialpulver derart zu erhalten, daß die Ausgangsmaterialien MnCO3 und MgCO3 als eine Zusatzkomponente verwendet werden, die aus 0,5 mol MnO und 1,0 mol MgO bezüglich 100 mol der Hauptkomponente besteht. Zudem wurden in Tabelle 3 gezeigte Sinterhilfsmittel mit dem Ausgangsmaterialpulvern in einer vorbestimmten Menge gemischt. Die Sintermittel wurden jedoch in den Mengen (Gewichtsteile) bezüglich 100 Gewichtsteile in der ganzen obigen Hauptkomponente und der Zusatzkomponente zugesetzt.

Tabelle 3

Unter Verwendung der obigen Ausgangsmaterialpulver wurde ein monolithischer Keramikkondensator hergestellt, und seine elektrische Eigenschaft wurde unter Verwendung des gleichen Verfahrens wie in Beispiel 1 gemessen, wobei die Meßergebnisse in der folgenden Tabelle 4 gezeigt sind.

Tabelle 4

Wie aus den Fällen der Proben Nr. 22 bis 28 in der Tabelle 4 zu verstehen ist, weist der durch Einsatz der reduzierfesten dielektrischen keramischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhaltene monolithische Keramikkondensator eine Dielektrizitätskonstante von 100 oder mehr, einen Dielektrizitätsverlust von 0,1% oder weniger auf, und seine Änderungsrate bei der elektrostatischen Kapazität bei einer Temperaturänderung (TC) beträgt nur 1.000 ppm/°C oder weniger (ein Absolutwert). Während eines Lebensdauertests unter hoher Temperaturbelastung wurde zudem bei einer Temperatur von 150°C eine Gleichspannung von 150 V angelegt, und es stellte sich heraus, daß eine mittlere Lebensdauer sogar 50 Stunden oder länger betrug. Durch Integrieren der Sinterhilfsmaterialien ist es zudem möglich, die Sinterbehandlung bei einer Temperatur von 1.150°C oder niedriger vorzunehmen. Wenn andererseits der Gehalt an einem Sinterhilfsmaterial größer ist als 20 Gewichtsteile, wird der Dielektrizitätsverlust groß wie in einem Beispiel von Probe Nr. 21, und ihre mittlere Lebensdauer wird kurz. Aus diesem Grund wird bevorzugt, daß der Gehalt an Sinterhilfsmaterial bei 20 Gewichtsteilen oder weniger bezüglich 100 Gewichtsteilen der Hauptkomponente und der Zusatzkomponente kontrolliert wird.

Wie man klar aus der obigen Beschreibung verstehen kann, weist der durch Verwendung der dielektrischen keramischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung ausgebildete monolithische Keramikkondensator eine Dielektrizitätskonstante von 100 oder höher und eine ausgezeichnete Zuverlässigkeit während des Lebensdauermeßtests bei einer hohen Temperaturbelastung auf. Deshalb kann die dielektrische keramische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung als ein Kondensormaterial zur Temperaturkompensation verwendet werden und kann als ein dielektrisches Resonatormaterial für Mikrowelle verwendet werden, wodurch ein hoher Wert für den industriellen Einsatz sichergestellt wird.


Anspruch[de]
  1. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung, die die Metallelemente M (M: Ca oder Ca und Sr), Zr und Ti umfaßt, wenn dargestellt durch eine Formel (Ca1-xSrx)m(Zr1-yTiy)O3, wobei die Werte von x, y und m den folgenden Bereichen genügen

    0 ≤ x < 0,5

    0, 60 < y ≤ 0, 85

    0,85 < m < 1,30

    um eine Hauptkomponente auszubilden, alle 100 mol der Hauptkomponente mit mindestens einer Manganverbindung und einer Magnesiumverbindung gemischt werden, eingearbeitet als eine Zusatzkomponente in einem Bereich von 0,1 bis 6 mol hinsichtlich MnO bzw. MgO.
  2. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Zusammensetzung weiterhin ein Sinterhilfsmittel enthält.
  3. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Mittel mindestens Si oder B enthält.
  4. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Mittel SiO2 ist.
  5. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Mittel Li2O-(Si, Ti)O2-MO-Serie ist (wobei MO mindestens Al2O3 oder ZrO2 ist).
  6. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Mittel SiO2-TiO2-XO-Serie ist (wobei XO mindestens eine Substanz ist ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus BaO, SrO, CaO, MgO, ZnO und MnO).
  7. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 6, wobei das Mittel mindestens eine Substanz ausgewählt unter Al2O3 und ZrO2 enthält.
  8. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Mittel Li2O-BaO3-(Si, Ti)O2-Serie ist.
  9. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 8, wobei das Mittel mindestens eine Substanz ausgewählt unter Al2O3 und ZrO2 enthält.
  10. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Mittel B2O3-Al2O3-XO-Serie ist (wobei XO mindestens eine Substanz ist ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus BaO, SrO, CaO, MgO, ZnO und MnO).
  11. Reduzierfeste dielektrische keramische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, wobei der Gehalt an dem Mittel höchstens 20 Gewichtsteile bezogen auf insgesamt 100 Gewichtsteile der Hauptkomponente und der Zusatzkomponente beträgt.
  12. Monolithischer Keramikkondensator mit mehreren dielektrischen Keramikschichten, zwischen den dielektrischen Keramikschichten ausgebildeten Innenelektroden, mit den Innenelektroden elektrisch verbundenen Außenelektroden, dadurch gekennzeichnet, daß die dielektrischen Keramikschichten aus einer in einem der Ansprüche 1 bis 11 aufgeführten dielektrischen keramischen Zusammensetzung hergestellt sind, wobei jede der Innenelektroden ein Basismetall als seine Hauptkomponente enthält.
  13. Monolithischer Keramikkondensator nach Anspruch 12, wobei das Basismetall Nickel oder Kupfer ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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