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Dokumentenidentifikation DE102005032799A1 03.08.2006
Titel Werbe- oder Informationsschild und Vorrichtung zum Aufhängen eines solchen
Anmelder Ochs GmbH, 59519 Möhnesee, DE
Erfinder Ochs, Hans-Gerhard, 59519 Möhnesee, DE
Vertreter FRITZ Patent- und Rechtsanwälte, 59757 Arnsberg
DE-Anmeldedatum 14.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005032799
Offenlegungstag 03.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.08.2006
IPC-Hauptklasse G09F 7/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Schild (20) zur Anbringung an einer Decke mit Befestigungselementen (21) und einem Flächenelement (22), wobei die Befestigungselemente (21) Magnete sind. Vorzugsweise sind die Befestigungselemente (21) und das Flächenelement (22) über Federelemente (30) miteinander verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schild zur Anbringung an einer Decke, insbesondere an einer Odenwald-Decke, mit Befestigungselementen und einem Flächenelement. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Aufhängen eines solchen Schildes.

In Supermärkten und Warenhäusern werden oftmals Produktinformationen, wie zum Beispiel Preise, auf Schildern angebracht, deren Befestigungselemente an der Decke angebracht sind, und deren Flächenelement, auf welchem die Produktinformationen vorgesehen sind, über Seile oder Drähte an den Befestigungselementen angebracht sind. Bei den Befestigungselementen handelt es sich zumeist um Haken, die in der Decke eingedreht sind, und in welche die Seile oder Drähte des Schildes eingehängt werden. Die Anbringung der Haken an der Decke ist zum einen mühsam und zum zweiten können die Schilder nicht von Fall zu Fall an verschiedenen Orten aufgehängt werden, ohne dass weitere Haken montiert werden oder bereits angebrachte Haken umgesetzt werden. Mit den bekannten Schildern ist man zum einen unflexibel und zum anderen sind die Schilder montageunfreundlich.

Hier setzt die vorliegende Erfindung an.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schild der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass das Schild einfach und schnell montiert und demontiert werden kann. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur einfachen und schnellen Montage beziehungsweise Demontage des Schildes vorzuschlagen.

Diese Aufgaben werden dadurch gelöst, dass die Befestigungselemente Magnete sind. Vorzugsweise sind die Befestigungselemente und das Flächenelement über Federelemente miteinander verbunden. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufhängen von Schildern umfasst einen Stab mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende, wobei an dem ersten Ende zumindest ein erstes Haltelement zum Halten der Befestigungselement und/oder der Distanzelement des Schilds während des Aufhängens aufweist.

Da als Befestigungselement Magnete vorgesehen sind, kann das Schild schnell und einfach an einer Decke montiert beziehungsweise demontiert werden. Vorraussetzung ist jedoch, dass die Decke magnetische Teile aufweist. In Supermärkten beziehungsweise Warenhäusern sind oftmals abgehängte Decken insbesondere die bereits erwähnten Odenwald-Decken vorgesehen. Diese abgehängten Decken weisen rasterförmige Flächenelemente auf, die an einem metallischen Gestell hängen und die von metallischen Leisten abgegrenzt werden. An diesen metallischen Leisten können die als Magnete ausgeführten Befestigungselemente des Schilds angebracht werden.

Die Verbindung der Befestigungselemente und des Flächenelements über Federelemente hat den Vorteil, dass dynamische Krafteinwirkungen auf die Befestigungselemente, die zum Beispiel aus Stößen oder andere ähnliche Krafteinwirkungen auf das Flächenelement herrühren, durch die Federelemente zumindest teilweise ausgeglichen werden, Ruckartige Krafteinwirkungen auf die Verbindung der Befestigungselemente mit der Odenwald-Decke, die zu einem Abreißen der Verbindung führen könnten, werden dadurch weitgehend vermieden.

Damit die Verbindung zwischen der Decke und den Befestigungselementen die notewendige Festigkeit aufweist, können als Magnete insbesondere Seltenerd-Dauermagnete oder Neodymmagnete vorgesehen sein.

Die Befestigungselemente und das Flächenelement können über Seile oder Drähte miteinander verbunden sein. Die Länge der Seile kann stufenlos verstellbar sein, um das Schild auf verschiedene Deckenhöhen einstellen zu können.

Die Befestigungselemente sind vorzugsweise untereinander über ein oder mehrere Distanzelemente verbunden. Damit haben die Befestigungselemente immer einen vorbestimmten Abstand zueinander und sie können auch gleichzeitig mit einem Handgriff montiert beziehungsweise demontiert werden und es ist nicht notwendig, jedes einzelne der Befestigungselemente für sich zu montieren beziehungsweise zu demontieren.

Mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufhängen von Schildern kann dann ein solches Schild an einer Decke montiert beziehungsweise von einer Decke demontiert werden. Ein Besteigen von Leitern oder anderen Tritten ist nicht notwendig.

Die Halteelemente können im Querschnitt C-förmig sein, wobei die Befestigungselemente und/oder Distanzelemente dann seitlich in die C-förmigen Halteelemente eingeschoben werden können beziehungsweise aus den Halteelementen entnommen werden können. Auf der Innenseite eines Schenkels der Halteelemente kann eine Kerbe vorgesehen sein. Mit dieser Kerbe kann ein unabsichtliches Herausfallen der Befestigungselemente und/oder Distanzelemente vor der Montage des Schildes beziehungsweise nach der Demontage des Schildes verhindert beziehungsweise erschwert werden. Die Schenkel haben sinnvollerweise einen Abstand, der unwesentlich größer ist als die Höhe der Distanzelemente.

Die Vorrichtung kann zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende ein zweites Halteelement zum Halten des Flächenelementes während des Aufhängens aufweisen. Das Flächenelement kann dann nicht mehr frei pendeln, was zu einem Herausfallen des Schildes aus der Vorrichtung führen könnte.

Dieses zweite Halteelement kann zumindest zum Teil als Tasche ausgebildet sein, in die das Flächenelement ganz oder teilweise eingesetzt ist.

Das zweite Element ist vorzugsweise verschiebbar und in verschiedenen Positionen feststellbar an dem Stab angebracht. Damit kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auf verschiedene Abstände zwischen den Distanzelementen beziehungsweise Befestigungselementen und dem Flächenelement des Schildes eingestellt werden.

Am zweiten und in der Gebrauchstellung unteren Ende des Stabes der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorzugsweise ein Griff angebracht.

Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäße Schilde und für eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufhängen der Schilde sind anhand der Zeichnung näher beschrieben. Darin zeigt

1 eine perspektivische Ansicht eines ersten Schildes und der Vorrichtung,

2 ein erstes Teil der Vorrichtung,

3 ein Detail des ersten Teils in der Seitenansicht,

4 ein zweites Teil der Vorrichtung in perspektivischer Darstellung,

5 das zweite Teil in der Seitenansicht und

6 eine perspektivische Darstellung eines zweiten Schildes und der Vorrichtung

Das in 1 dargestellte erfindungsgemäße Schild weist ein Flächenelemente 22 auf (gestrichelt dargestellt), das am oberen Ende zwei Löcher hat, in denen zwei zu Haken gebogenen Enden von Drähten 23 eingehängt sind.

Die oberen Enden der beiden Drähte 23 sind mit einem Vierkantrohr 24 verbunden. Die Befestigungspunkte liegen dabei an den beiden Enden des Vierkantrohrs 24.

An dem Vierkantrohr sind zwei durch Neodymmagnete gebildete Befestigungselemente 21 angebracht. Auch die Befestigungselemente 21 sind im Bereich der Enden des Vierkantrohrs 24 befestigt. Sowohl die Enden der Drähte 23 als auch die Befestigungselemente 21 haben über das Vierkantrohr 24 einen definierten Abstand zueinander, weshalb das Vierkantrohr 24 als Distanzelement bezeichnet werden kann.

Das Schild 20 kann mittels der Befestigungselemente an einer Decke, insbesondere an einer so genannten Odenwald-Decke angehängt werden. Derartige Odenwald-Decken sind abgehängte Decken mit rasterförmig angeordneten Flächenelementen, zwischen denen magnetische Metallleisten angeordnet sind. An diesen magnetischen Metallleisten können die Befestigungselemente 21 und damit das gesamte Schild 20 angehängt werden.

Insbesondere zum Aufhängen, aber auch zum Abhängen eines solchen Schildes 20 ist die Vorrichtung 1 vorgesehen. Die in der 1 bis 5 dargestellte Vorrichtung weist ein erstes Teil (2, 3) auf, welches im Wesentlichen aus einem Stab 2 gebildet wird. Der Stab 2 ist ein Vierkantrohr, mit einem ersten Ende 3 und einem zweiten Ende 4. Im Bereich des zweiten Endes 4 ist der Stab 2 leicht abgewinkelt und mit einer Kunststoffhülse versehen, die ein Griff 10 bildet.

An dem ersten Ende 3 des Stabes 2 ist ein Steg 11 angeschlossen, der ebenfalls von einem Vierkantrohr gebildet wird. Der Steg 11 verbindet zwei erste Halteelemente 5 mit dem ersten Ende 3 des Stabes 2. Die ersten Halteelemente 5 sind an den Enden des Steges 11 angebracht, während das erste Ende des Stabes 2 in der Mitte des Steges 11 mit diesem verbunden ist.

Die ersten Halteelemente 5 werden durch zwei an der Oberseite beziehungsweise der Unterseite des Steges 11 angebrachte Laschen gebildet, die zusammen mit den Enden des Steges 11 ein in der Seitenansicht in etwa C-förmiges Teil bilden. Die an der Unterseite angebrachte erste Lasche bildet einen unteren Schenkel 6 und die an der Oberseite des Steges 11 angebrachte Lasche einen oberen Schenkel 7 des Haltelements. Der Abstand der Schenkel 6, 7, die im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind, ist dabei geringfügig größer als die Höhe des Distanzelements 24 des Schildes. Der untere Schenkel 6 ist insgesamt dreimal in geringen Winkeln abgewinkelt, so dass eine Kerbe 8 gebildet wird.

Soll mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ein Schild 2 an einer Decke befestigt werden, wird dazu das Schild 2 mit dem Distanzelemente 24 in den Halteelementen 5 der Vorrichtung 1 eingehängt. Die Schenkel 6, 7 der Halteelemente 5 umgreifen dann das Distanzelement 24, wobei die Kerbe 8 in dem ersten Schenkel 6 ein Herausgleiten des Distanzelements 24 aus den Halteelementen 5 nach dem Einhängen des Distanzelements 24 und vor dem Aufhängen des Schildes 20 an der Decke zum Beispiel während eines Transports verhindert. Sind die Befestigungselemente 21 mit der Decke eines Raums verbunden, können die Halteelemente 5 nach hinten weg geschoben werden, so dass die Schenkel 6, 7 das Distanzelement 24 des Schildes 20 freigeben.

Damit nach dem Einhängen des Schildes 2 in die Halteelemente 5 und während eines Transports das Flächenelement 22 des Schildes nicht störend herumpendeln kann, ist ein zweites Halteelement 9 vorgesehen, welches ein wesentliches Teil des zweiten Teils der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 bildet. Das zweite Halteelement 9 weist ein Stanzbiegeteil auf, welches aus einem Blech hergestellt ist. Eine Abwicklung dieses Stanzbiegeteils ist im Wesentlichen H-förmig. Dieses H-förmige Blech ist auf eine Seite gelegt und die dann oben liegenden freien Enden 12 sind einfach um 90° abgewinkelt, während die dann unten liegenden freien Enden 13 zweifach um 90° abgewinkelt sind. Ein unten überstehender Abschnitt 14 wird ebenfalls um 90° abgewinkelt und bildet mit den zweifach um 90° abgewinkelten Enden 13 Taschen.

In einer Variante des Schildes können die Enden 12 verlängert und ein weiteres Mal um 90° zueinander abgewinkelt sein. In dieser Variante ist der Halt des Schildes an dem Halteelement 9 verbessert.

Das Flächenelement 22 des Schildes 20 wird nach dem Einhängen des Distanzelements 24 in die Halteelemente 5 in das zweite Halteelement 9 eingesetzt. Die unteren Ecken des Flächenelements 22 kommen dabei in die Taschen, die aus den zweifach abgewinkelten Enden 13 und im einfach abgewinkelten Abschnitt 14 zweiten Halteelements 9 gebildet sind. Durch diese Taschen und durch die einfach abgewinkelten Enden 12 ist das Flächenelement 22 des Schildes 20 dann sowohl seitlich als auch nach vorne und hinten gehalten.

Auf der Rückseite des zweiten Halteelements 9 ist ein Vierkantrohr 15 angebracht, das eine lichte Weite hat, die geringfügig größer ist als die Außenabmessungen des Stabes 2. Der Stab 2 ist in dieses Vierkantrohr 15 eingeführt, wobei das Vierkantrohr 15 und das daran befestigte zweite Halteelement 9 frei auf dem Stab 2 verschiebbar ist. Mittels einer Feststellschraube 16 kann das zweite Halteelement 9 jedoch in einem gewünschten Abstand zu den ersten Halteelementen 5 an dem Stab 2 fixiert werden. Damit ist eine Anpassung der Vorrichtung 1 auf Schilder mit verschiedenen Abständen des Distanzelements 24 zu dem Flächenelement 22 möglich.

Das in 6 dargestellte Schild unterscheidet sich von dem Schild gemäß der 1 lediglich durch Federelemente 30, die zwischen den Befestigungselementen 21 und dem Flächenelement 22 eingesetzt sind. Die Federelemente 30 sind dazu einerseits mit den Vierkantrohr 24 und andererseits mit dem Flächenelement 22 verbunden.


Anspruch[de]
  1. Schild (20) zur Anbringung an einer Decke mit Befestigungselementen (21) und einem Flächenelement (22), dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (21) Magnete sind.
  2. Schild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselementen (21) und das Flächenelement (22) über ein oder mehrere Federelemente (30) verbunden sind.
  3. Schild nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete (21) Seltenerd-Dauermagnete sind.
  4. Schild nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete (21) Neodym-Magnete sind.
  5. Schild nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (21) und das Flächenelement (22) über Drähte oder Seile (23) und ggf. die Federelemente (30) miteinander verbunden sind.
  6. Schild nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Seile stufenlos verstellbar ist.
  7. Schild nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (21) untereinander über ein oder mehrere Distanzelemente (24) verbunden sind.
  8. Vorrichtung zum Aufhängen von Schildern nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen Stab (2) mit einem ersten Ende (3) und einem zweiten Ende (4) umfasst, wobei an dem ersten Ende (3) zumindest ein erstes Halteelement (5) zum Halten der Befestigungselemente und/oder der Distanzelemente des Schilds während des Aufhängens aufweist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (5) im Querschnitt C-förmig sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (5) auf der Innenseite des einen Schenkels (6) eine Kerbe (8) aufweisen.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (6, 7) der Halteelemente (5) einen Abstand haben, der größer ist als die Höhe der Distanzelemente.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zwischen dem ersten Ende (3) und dem zweiten Ende (4) ein zweites Halteelement (9) zum Halten des Flächenelements während des Aufhängens aufweist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Halteelement (9) zumindest zum Teil als Tasche ausgebildet ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Halteelement (9) verschiebbar und feststellbar an dem Stab (2) angebracht ist.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Ende (4) ein Griff (10) vorgesehen ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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