PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006004785U1 03.08.2006
Titel Getränkezapfgerät
Anmelder Glen Dimplex Deutschland GmbH, 95326 Kulmbach, DE
Vertreter Patentanwälte Tergau & Pohl, 90482 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 202006004785
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.08.2006
Registration date 29.06.2006
Application date from patent application 23.03.2006
IPC-Hauptklasse B67D 5/02(2006.01)A, F, I, 20060323, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B67D 5/62(2006.01)A, L, I, 20060323, B, H, DE   B67D 1/08(2006.01)A, L, I, 20060323, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Getränkezapfgerät mit einem Gehäuse mit einem Aufnahmeraum zur Aufnahme eines Getränkefasses.

Getränkefässer, insbesondere 5 Liter-Partyfässer sind für Feste aller Art besonders beliebt. Es handelt sich meistens um Bierfässer die in den Aufnahmeraum des Getränkezapfgeräts eingesetzt und dort auch gekühlt werden. Das Bier wird durch ein druckloses Zapfen oder eine CO2-Zapfgarnitur gezapft.

Zur Kühlung der Getränkefässer werden beispielweise Durchlaufkühlungen eingesetzt. Eine Durchlaufkühlung ist z.B. aus der DE 297 10 597 U1 zu entnehmen, bei der das Getränk durch einen Verdampfer geführt wird, in dem dem Getränk Wärme entzogen wird. Allerdings sind die bekannten Ausführungen der Kühlung sehr kostspielig, was sie oft für den privaten Gebrauch nicht rentabel macht.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Kühlung für ein Getränkezapfgerät für ein handelsübliches Getränkefass anzugeben, in dem das Getränkezapfgerät kostengünstig und effektiv gekühlt wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Getränkezapfgerät mit einem in einem Gehäuse angeordneten Aufnahmeraum zur Aufnahme eines Getränkefasses, insbesondere eines 5 Liter-Partyfasses, umfassend eine Kühleinheit mit einer gebogenen Kühlplatte, die an die Außenkontur des Getränkefasses derart angepasst ist, dass bei in das Gehäuse eingesetztem Getränkefass dieses an der Kühlplatte seitlich anliegt.

Der wesentliche Vorteil dieser Ausgestaltung besteht darin, dass durch die seitliche Anordnung der Kühlplatte und ihre Überdeckung eines möglichst großen Fassbereichs ein besonders intensiver Wärmeentzug im Bereich der Kontaktfläche stattfindet. Durch den großflächigen Kontakt auf der Umfangsseite des Getränkefasses wird die relativ geringe Wärmeleitfähigkeit des dünnwandigen Weißblechfasses ausgeglichen. Hierbei ist die Form der Kühlplatte an die Form eines gebräuchlichen Getränkefass angepasst, so dass das Getränkezapfgerät mit einer Mehrzahl an unterschiedlichen Getränkemarken in handelsüblichen Fässern arbeiten kann.

Um eine besonders hohen Anpassungsgrad der Form der Kühlplatte zu erreichen, weist die Kühlplatte vorzugsweise horizontal verlaufende Rillen auf, die derart ausgebildet sind, dass bei eingesetztem Getränkefass dieses formschlüssig anliegt. Die Rillen sind mit den um den Umfang der gebräuchlichen Fässer verlaufenden Ausbauchungen komplementär. Somit wird erzielt, dass das Fass insbesondere vollständig an der Kühlplatte anliegt, wodurch ein für die angegebene Kühlplattengröße maximaler Wärmeentzug möglich ist.

Zweckdienlicherweise überstreicht die Kühlplatte einen Winkelbereich von mehr als 90°, insbesondere von 120°.

Die Flüssigkeitsentnahme mittels des Getränkezapfgeräts erfolgt über ein Tauchrohr einer Zapfgarnitur, das bis auf den Boden des Fasses geführt ist, so dass die untersten Schichten zuerst entnommen werden. Aus diesem Grund ist es besonders vorteilhaft, dass die Kühlplatte etwa im unteren Bereich des Aufnahmeraums angeordnet ist. Im Betrieb des Getränkezapfsgeräts wird somit die Flüssigkeit im unteren Bereich des Fasses auf eine für den Konsum angenehme Temperatur abgekühlt. Nach einer Teilentleerung des Fasses werden die ursprünglichen oberen Schichten, die sich nun weiter unten befinden, relativ schnell nachgekühlt.

Weiterhin von Vorteil ist, dass die Kühlplatte bis über die Hälfte des Aufnahmeraums angeordnet ist. Im Betrieb führt dies dazu, dass nun mehr als die untere Hälfte des Fassinhalts, insbesondere etwa 2/3 des Fassinhalts, auf nutzbare Temperatur gehalten wird. Dies gestattet ein schnelles Zapfen von relativ großen Mengen an gekühlter Flüssigkeit, da auch Schichten, die sich etwa in der Mitte der Fasshöhe befinden, bereits auf eine ausreichende Temperatur abgekühlt sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Kühlplatte in radialer Richtung federnd gelagert. Die federnde Lagerung der Kühlplatte gewährleistet eine flächige Anlage am Fass mit einem insbesondere geometrisch definierten Anpressdruck, um eine hohe Kühlleistung zu erzielen. Da beim Entleeren des Fasses die von ihm auf die Kühlplatte ausgeübte Gegenkraft, sich vor allem im oberen und mittleren Bereich verändert, ist die Kühlplatte vorzugsweise im unteren Bereich fixiert und lediglich im oberen Bereich federnd gelagert.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Aufnahmeraum ein Positionierelement zur definierten Positionierung des Fasses relativ zur Kühlplatte und insbesondere zur Zentrierung im Aufnahmeraum auf. Das Positionierelement bildet eine Art Gegenlager, an dem sich das Fass abstützt, um die notwendige Anpresskraft gegen die Kühlplatte zu erzeugen. Gleichzeitig kann das Fass nicht mehr von seiner Position verrutschen. Somit ist eine gute Anlage bzw. ein guter Wärmeentzug während des gesamten Betriebs des Getränkezapfgeräts gewährleistet.

Vorteilhafterweise ist das Positionierelement eine Aufnahmemulde im Boden des Aufnahmeraums zur Aufnahme eines Randstegs des Getränkefasses. Die handlesüblichen Getränkefässer weisen auf ihrer unteren Seite einen ringförmigen Randsteg auf. Somit kann eine ringförmige Aufnahmemulde, deren Durchmesser an den Durchmesser des Getränkefasses angepasst ist, den Randsteg aufnehmen, wodurch die Position des Getränkefasses fixiert ist. Hierbei ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Form und Größe der Aufnahmemulde vollständig komplementär mit der Form und Größe des Randstegs ist. Es reicht, wenn lediglich eine Wand der Aufnahmemulde, insbesondere die innere ringförmige Wand, das Widerlager bildet, an dem sich der Randsteg mit einer Seite abstützt.

Bevorzugt umfasst die Kühleinheit ein Peltier-Element. Ein Peltier-Element bietet eine für diesen Einsatz ausreichende Kühlleistung und zeichnet sich durch sein kleines Volumen und die Vermeidung eines Kältemittels aus.

Die Aufgabe wird weiterhin erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Kühlen eines Getränkefasses, insbesondere eines 5 Liter-Partyfasses, in einem Getränkezapfgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wärmeentzug auf einer Umfangsseite des Getränkefasses erfolgt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

1 in einer Querschnittsdarstellung ein Getränkezapfgerät, und

2 eine Vergrößerung einer Kühleinheit des Getränkezapfgeräts gemäß 1.

Gleiche Bezugszeichen haben in den verschiedenen Figuren die gleiche Bedeutung.

In 1 ist ein Getränkezapfgerät 2 mit einem Gehäuse 4, einem Deckel 6, einem Abtropfelement 8 und einer Zapfhebel 10 dargestellt. Das Gehäuse 4 weist einen Aufnahmeraum 12 zur Aufnahme eines hier nicht näher dargestellten handelsüblichen 5-Liter-Partyfasses auf. Das Fass wird bei geöffnetem Deckel 6 von oben in den Aufnahmeraum 12 eingesetzt und füllt diesen weitgehend aus. Durchmesser und Höhe des Aufnahmeraums sind daher an das Fass angepasst. Auf das Fass wird eine (hier nicht dargestellte) Zapfgarnitur mit einem in das Fass eintauchende Tauchrohr aufgesetzt. Ein Zapfhahn der Zapfgarnitur erstreckt sich unterhalb des Zapfhebels 10 durch das Gehäuse 4. Zum Zapfen wird ein Zapfventil der Zapfgarnitur über den Zapfhebel 10 mittels einer Hebelmechanik 13 betätigt.

Im Gehäuse 4 ist eine Kühleinheit 14 eingebracht, die im Wesentlichen eine gebogene schürzenförmige Kühlplatte 16, ein Peltier-Element 18, einen Kühlkörper 20 und einen Lüfter 22 umfasst.

Die Kühlplatte 16 erstreckt sich um einen Teilumfang des ins Gehäuse 4 eingesetzten Fasses und überstreicht in diesem Ausführungsbeispiel einen Winkelbereich von etwa 120°. Die Kühlplatte 16 ist etwa halb so hoch wie der Aufnahmeraum 12 und ist in seinem unteren Bereich positioniert, wobei sie etwa über die Hälfte des Aufnahmeraums 12 reicht.

Der genaue Aufbau der Kühlplatte 16 ist in 2 gezeigt. Die Kühlplatte 16 ist derart ausgebildet, dass ihre Außenkontur an die Form des Fasses angepasst ist, damit das ins Gehäuse 4 eingesetzte Getränkefass seitlich an ihr anliegt. Um eine besonders hohe Genauigkeit bei der Formanpassung zu erreicht, weist die Kühlplatte 16 horizontal verlaufenden Rillen 23 auf, die mit den Ausbauchungen eines gewöhnlichen Fasses komplementär sind. Auf diese Weise wird eine besonders große Kontaktfläche zwischen dem Fass und der Kühlplatte 16 erreicht, wodurch ein guter Wärmeentzug gewährleistet ist.

Die Kühlplatte 16 ist aus einem gut wärmeleitenden Material insbesondere aus Aluminium ausgebildet, wodurch sich etwa die gleiche Temperatur in allen ihren Bereichen einstellt. Das Peltier-Element 18, das in diesem Ausführungsbeispiel von einem 12V Gleichstrom betrieben wird, entzieht der Kühlplatte 16 Wärme. Im Betrieb des Peltier-Elements 18 kühlt sich dessen der Kühlplatte 16 zugewandte Seite 18a ab, während sich die der Kühlplatte abgewandte Seite 18b erwärmt. Die Wärmeabfuhr auf der heißen Seite 18b des Peltier-Elements 18 erfolgt über den mit Kühlrippen versehenen Kühlkörper 20, der insbesondere aus Aluminium besteht. Der Kühlkörper 20 wird wiederum durch den 12V Lüfter 22 gekühlt.

Der Kühlkörper 20 ist nur an seinem unteren Ende fixiert. An seinem oberen Ende ist ein nachfedernder Bereich mit geometrisch definierten Feder-Vorspannung nach vorne ausgebildet. Da die Kühlplatte 16 über das Peltier-Element 10 mechanisch fest mit dem Kühlkörper 20 verbunden ist, ist eine federnde Lagerung der Kühlplatte 16 in radialer Richtung gegeben, was durch den Doppelpfeil 24 angedeutet ist.

Weiterhin ist eine wannenartige Bodenbaugruppe 25 vorgesehen, in die das Fass eingesetzt wird und die den untersten Teilbereich des Aufnahmeraums 12 bildet. Die Bodenbaugruppe 25 weist eine zumindest teil-ringförmige Aufnahmemulde 26 auf, die zur Aufnahme eines Randsteges des Fasses vorgesehen ist und eine Innenwand 30 aufweist.

Die Aufnahmemulde 26 dient zur Positionierung und zur Zentrierung des Fasses im Aufnahmeraum 12. Sie ist derart ausgebildet, dass das Fass mit einer Seite seines Randsteges dicht an einer Wand 30 der Aufnahmemulde aufliegt. Hierbei bildet die Wand 30 ein Widerlager für den Randsteg des Fasses, so dass dieses gegen die Kühlplatte 16 gedrückt wird und ein Verschieben des eingesetzten Fasses verhindert. Somit ist die Position des Fasses relativ zur Kühlplatte 16 definiert und unveränderbar.

Die Bodenbaugruppe 25 weist eine schräg zu einem Auslauf 32 geneigte Bodenplatte 28 auf. Gelangt Flüssigkeit insbesondere Kondensatwasser in die eine Auffangwanne bildende Bodenbaugruppe 25, wird diese über den Auslauf 32 automatisch in das Abtropfelement 8 geleitet (vgl. auch 1).

2Getränkezapfgerät 4Gehäuse 6Deckel 8Abtropfelement 10Zapfhebel 12Aufnahmeraum 13Hebelmechanik 14Kühleinheit 16Kühlplatte 18Peltier-Element 18a,bSeiten des Peltier-Elements 20Kühlkörper 22Lüfter 23Rille 24Doppelpfeil 25Bodenbaugruppe 26Aufnahmemulde 28Bodenplatte 30Wand 32Auslauf

Anspruch[de]
  1. Getränkezapfgerät (2) mit einem Gehäuse (4) mit einem Aufnahmeraum (12) zur Aufnahme eines Getränkefasses, insbesondere eines 5 Liter-Partyfasses, umfassend eine Kühleinheit (14) mit einer gebogenen Kühlplatte (16), die an die Außenkontur des Getränkefasses derart angepasst ist, dass bei in das Gehäuse (4) eingesetztem Getränkefass dieses an der Kühlplatte (16) seitlich anliegt.
  2. Getränkezapfgerät (2) nach Anspruch 1, wobei die Kühlplatte (16) horizontal verlaufende Rillen (23) aufweist, die derart ausgebildet sind, dass bei eingesetztem Getränkefass dieses formschlüssig anliegt.
  3. Getränkezapfgerät (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kühlplatte (16) einen Winkelbereich von mehr als 90°, insbesondere von 120° überstreicht.
  4. Getränkezapfgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kühlplatte (16) im unteren Bereich des Aufnahmeraums (12) angeordnet ist.
  5. Getränkezapfgerät (2) nach Anspruch 4, wobei die Kühlplatte (16) sich bis über die Hälfte des Aufnahmeraums (12) erstreckt.
  6. Getränkezapfgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kühlplatte (16) in radialer Richtung federnd gelagert ist.
  7. Getränkezapfgerät (2) nach Anspruch 6, wobei die Kühlplatte (16) im unteren Bereich fixiert und im oberen Bereich federnd gelagert ist.
  8. Getränkezapfgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Aufnahmeraum (12) ein Positionierelement zur definierten Positionierung des Fasses relativ zur Kühlplatte (16) aufweist.
  9. Getränkezapfgerät (2) nach Anspruch 8, wobei das Positionierelement eine Aufnahmemulde (26) im Boden des Aufnahmeraums (12) zur Aufnahme eines Randstegs des Getränkefasses ist.
  10. Getränkezapfgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kühleinheit (16) ein Peltier-Element (18) umfasst.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com