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Dokumentenidentifikation DE60024137T2 03.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001241950
Titel HAUSTIERFUTTERZUSAMMENSETZUNGEN MIT HOHEM FLEISCHGEHALT
Anmelder Colgate-Palmolive Co., New York, N.Y., US
Erfinder CHEUK, Lun, Wai, Topeka, US;
HAYWARD, Harland, Larry, Topeka, US;
THAWNGHMUNG, Laisui, Peter, Greenfield, US
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 60024137
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.12.2000
EP-Aktenzeichen 009882267
WO-Anmeldetag 21.12.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/US00/34723
WO-Veröffentlichungsnummer 2001047370
WO-Veröffentlichungsdatum 05.07.2001
EP-Offenlegungsdatum 25.09.2002
EP date of grant 16.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.08.2006
IPC-Hauptklasse A23K 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23K 1/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23K 1/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Haustiernahrungen, insbesondere Hunde- und Katzennahrungen, sollen sehr nahrhaft sein. Dafür verwenden solche Nahrungen, sowohl trockene als auch feuchte, für die Ernährung geeignete Materialien im richtigen Verhältnis. Diese Materialien unterscheiden sich jedoch oft von der natürlichen Nahrung von fleischfressenden Säugetieren wie Hunden und Katzen. Im Allgemeinen beträgt der Fleischgehalt dieser Haustiernahrungen, insbesondere bei Trockennahrungen, nicht mehr als etwa 25 bis 30 Gew.-% der Nahrung. Nahrungen mit mehr Fleisch sind infolge solcher Parameter wie Aussehen, Schmackhaftigkeit und insgesamt Akzeptanz durch das Haustier potentiell vorteilhaft. Solche Fleischmengen findet man jedoch normalerweise nicht in Haustiernahrungen, weil das Standardverfahren zur Herstellung dieser Nahrungen, Extrusion gefolgt von Schneiden in Stücke (Brocken) und/oder Teilchen mit Standardmesserklingen, eine Nahrung mit einem wesentlichen höheren Fleischgehalt, z.B. einem Mindestfleischgehalt von etwa 40 oder 45 Gew.-% der Zusammensetzung, nicht herstellen kann. Ohne an diese Theorie gebunden sein zu wollen wird angenommen, dass der höhere Wassergehalt, der mit dem höheren Fleischgehalt einhergeht, dazu führt, dass sich die Nahrung in dem Extruder schwierig formen lässt, und sie auch im Wesentlichen nicht mit einer ökonomisch attraktiven Geschwindigkeit von Standardmessern nach dem Extruder geschnitten werden kann.

Die EP-A-0 909 536 offenbart ein Haustiertrockenfutter, das 50 Gew.-% tierisches Protein und 15 Gew.-% Cellulosefaser umfasst. Dieses Haustierfutter wird ausgehend von trockenen Einsatzmaterialmischungen hergestellt. Wenn in den Ausführungsbeispielen tierisches Protein verwendet wird, wird es in Form von Mehlen dieser Proteinquelle verwendet.

In der US-A-5 045 339 werden Trockenfleischbelohnungshäppchen (Leckerlis) beschrieben, die Carboxymethylcellulose und 48 Gew.-% Fleisch umfassen.

Die DE-OS 37 01 861 offenbart Haustierfutterzusammensetzungen in Form von Kroketten und in Form von Trockenfleischstreifen, die mindestens 5 Gew.-% Pektin und mindestens 45 Gew.-% Fleisch umfassen.

In der US-A-4 143 171 werden Zusammensetzungen gelehrt, die Xanthangum, Carobgum und mindestens 45 Gew.-% Fleisch umfassen.

Die US-A-3 873 736 offenbart eine halbfeuchtes Proteinfutterprodukt aus fleischigen oder anderen Materialien mit einer elastischen Textur, die natürlichem Fleisch entsprechen soll. Dieses Produkt wird durch Zugabe von in der Hitze koagulierbarem Protein zu einer Mischung von pasteurisierten Fleischen und wasserlöslichen Substanzen, Koagulieren des Proteins durch Wärme und Bilden eines festen Produkts hergestellt.

Es wurde nun gefunden, dass die Probleme wesentlich verbessert oder gelöst werden, indem Cellulose oder ein celluloseartiges Material, wie es nachfolgend definiert ist, zu der Nahrung gegeben wird. Die Anwesenheit dieses Materials oder dieser Materialien erlaubt es, dass ein Standardextrusions- und Schneideapparat eine Nahrung mit einem Mindestfleischgehalt von 40 bis 45 Gew.-% herstellt. Diese Erkenntnis ist insbesondere vorteilhaft, weil der Bedarf an der Verfügbarkeit von teurer Fleischstückenbildungs- und -verarbeitungsausrüstung entfällt. Außerdem fügt dies auch der Nahrung nahrhaftes Material zu.

Zusammenfassung der Erfindung

Erfindungsgemäß wird eine Haustiertrockennahrung bereitgestellt, die mit einem Verfahren hergestellt wird, bei dem eine Fleisch enthaltende Zusammensetzung, die 40 bis 65 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, Quelle für Rohfleischprotein, die 25 bis 30 Gew.-% Protein, einen Feuchtigkeitsgehalt von 35 bis 42 Gew.-% und einen Fettgehalt von 8 bis 12 Gew.-% besitzt, und 5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, Ballaststoffmaterial (Fasermaterial) ausgewählt aus Cellulosefasern, anderen Pflanzenfasern und faserigen mikrobiellen Polysacchariden umfasst, extrudiert und geschnitten wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform dieses Verfahrens macht das Fleisch mindestens 45 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, der Zusammensetzung aus.

In einer weiteren Ausführungsform dieses Verfahrens beträgt die Fleischhöchstmenge 60 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung.

Die hergestellte Zusammensetzung kann z.B. in Form von Kroketten oder Trockenfleischstreifen vorliegen.

Vorzugsweise ist das verwendete unlösliche Ballaststoffmaterial Cellulose.

In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Haustierfeuchtnahrung, bei dem einzelne Teilchen gemäß dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt werden, gefolgt von der Zugabe wässriger Bratensoßenflüssigkeit zu diesen einzelnen Teilchen.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Das übliche Verfahren zur Herstellung von Haustierfuttern, insbesondere für Hunde und Katzen, ist im Allgemeinen gut bekannt. Bei Trockennahrungen werden die Komponenten in einem Vorkonditionierer kombiniert und dann in einen Extruder eingespeist, wo sie gemischt, erhitzt (gekocht) und expandiert werden. Das Extrudat wird dann aus dem Extruder abgegeben und unter Verwendung von Standardmesserklingen zu geeignet größenbemessenen Teilchen zum Verpacken geschnitten. Diese Nahrungskomponenten schließen Fleisch, Getreide, Kohlenhydrat, verschiedene Hilfsstoffe wie Vitamine und Mineralien als auch Feuchtigkeit und dergleichen ein. Feuchte Nahrungen werden auf die gleiche Weise hergestellt und das fleischige "Stückchen", das ein Stückchen oder eine Scheibe ist, das ein einzelnes fleischiges Teilchen ist, was zu Bratensoßenflüssigkeit zum Verpacken gegeben wird, wird in dem Extruder hergestellt und geschnitten oder weiter behandelt, um vor dem Mischen mit der Bratensoße die gewünschte Größe zu erhalten.

Fleisch soll jedes proteinhaltige oder proteinartige Material einschließen, das aus einer tierischen Quelle erhalten wird. Fleisch schließt Rindfleisch, Schweinefleisch, Lamm, Fisch, Huhn, Truthahn, Kalb und dergleichen und Mischungen davon ein. Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung macht Fleisch mindestens 40 Gew.-% der Haustiertrockennahrungszusammensetzung aus, insbesondere der für Hunde und Katzen. Gewünschtenfalls kann es mehr als 45 oder 50 Gew.-% sein. Die Obergrenze für Fleisch in der Trockennahrung hängt von den Nahrungsanforderungen, denen die Komponenten der Nahrung entsprechen, als auch der Menge an Cellulosematerialien, wie sie nachfolgend definiert sind, die in der Nahrung vorhanden sind, der Schmackhaftigkeit der Nahrung und der Verarbeitbarkeit der Nahrung als auch den Kosten der Nahrung ab. Im Allgemeinen werden Mengen von mehr als 65 Gew.-% nicht eingesetzt, gewünschtenfalls können 60, 55 oder 50 Gew.-% ein Höchstwert sein. Wenn es in einer Feuchtnahrung verwendet wird, macht das Fleisch in dem "Brocken" selbst mindestens 40, 45 oder 50 Gew.-% des Brockens aus, wobei 65, 60, 55 oder 50 Gew.-% des "Brockens" der Höchstwert sind.

Die in der Nahrung verwendete Cellulosefaserkomponente sind Cellulosefasern und andere Pflanzenfasern oder faserige mikrobielle Polysaccharide. Beispiele für solche letztgenannten Materialien schließen Hemicellulose und Lignine ein, wie sie natürlich in der Haltestruktur von Samen tragenden Pflanzen gefunden werden. Die Teilchengröße dieser Materialien kann diejenige sein, wie sie normalerweise hergestellt wird, d.h. Pulverform oder größer. Obwohl sie kleiner sein können, haben diese Teilchen im Allgemeinen Teilchenmindestgrößen von mindestens 5 &mgr;m (Micron), vorzugsweise mindestens 10 &mgr;m (Micron) und insbesondere mindestens 20 &mgr;m (Micron). Die Höchstgröße ist diejenige, die vernünftig verarbeitet werden kann und der erhöhten Fleischmenge in der Nahrungszusammensetzung Verarbeitbarkeit verleiht. Im Allgemeinen muss eine Teilchengröße von etwa 5000 &mgr;m (Micron) nicht überschritten werden, vorzugsweise werden 2000 oder 1000 &mgr;m (Micron) nicht überschritten. Die Menge des Cellulosefasergehalts ist eine ausreichende Menge, um einer geformten Zusammensetzung Extrudierbarkeit und der Zusammensetzung nach dem Extruder Schneidbarkeit mit Standardmesserausrüstungen zu verleihen, wobei die Zusammensetzung einen Mindestfleischgehalt von 40 Gew.-% besitzt. Der Mindestgehalt an Cellulosefasern beträgt 5 oder 6 Gew.-% der Nahrungszusammensetzung, bevorzugt ist ein Mindestgehalt von 7, 8 oder 9 Gew.-%. Die Höchstmenge Cellulosefasern ist die Menge, die mit der Nahrung, Schmackhaftigkeit für das Säugetier, im Allgemeinen Hund oder Katze, kompatibel ist und mit den Nahrungsanforderungen und -komponenten des Rests der Nahrung im Einklang steht. Der Höchstwert überschreitet 20 Gew.-% der Nahrung nicht.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorteilhaft, weil übliche Extruderausrüstung eingesetzt werden kann. Eine längere als eine übliche Extrudertrommel zum Umstrukturieren, um Protein zu koagulieren, der im Allgemeinen ein längere Steglänge als normale Düsen, um das Extrudat zu kühlen, folgt, sind nicht notwendig. Beispiele für solche üblichen Extruder schließen kommerziell hergestellte Einzelschneckenextruder, Doppelschneckenextruder wie ein Wenger TS-52TM-Doppelschneckenextrudersystem und Clexpral® Bc45 V ein.

Trockennahrungen, im Allgemeinen solche mit nicht mehr als etwa 30 Gew.-% Wasser, werden durch das erfindungsgemäße Verfahren einfach hergestellt. Ein solches Verfahren stellt einen im Wesentlichen homogenen Strang her, der mit einem Standardmesser geschnitten wird. Beispiele für solche Messer schließen Rotationsdüsenplattenmesser, Rotationstrommelmesser und Guillotinenmesser ein. Dies unterscheidet sich von den Feuchtnahrungen des Typs "Brocken und Bratensoße", bei der das Fleisch in einzelnen "Brocken" ist und in einer verdickten flüssigen "Bratensoße" eingesetzt wird. Im Allgemeinen hat die letztgenannte Feuchtnahrung einen Wassergehalt von mindestens 35 bis 40 Gew.-%.

Die Brocken einer Feuchtnahrung können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden. Ein solches Verfahren hat den zusätzlichen Vorteil, die übliche Ausrüstung nicht zu erfordern, die notwendig ist, um einen "Brocken" herzustellen. Der Begriff "Brocken" wird hier unter Bezug auf jedweden Typ von fleischigem Teilchen verwendet, der dem Haustier in einer einzelnen Form in einer Flüssigkeit vom Bratensoßentyp angeboten wird. Solche Haustierfutterzusammensetzungen schließen Brocken- und Bratensoßen-Nahrungen, Scheiben, die etwas länglich sind, flache einzelne Teilchen, die einen hohen Fleischgehalt haben, Trockenfleischstreifen und dergleichen ein. Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun weiter beschrieben.

Im Allgemeinen werden unter Verwendung eines normalen Extruders, wie eines Wenger X20-Einzelschneckenextruders, eine Quelle für Fleischprotein und ein Getreidegemisch mit Vitaminen und Mineralien in einen Vorkonditionierer des Extruders eingebracht, um die formulierte Fleischemulsion zu mischen und zu vorkonditionieren (z.B. leicht zu dämpfen und zu befeuchten). Die Extrudertrommeln und die Schnecke darin mischen, erhitzen, koagulieren, expandieren und scheren die formulierte Fleischemulsion dann zu einer fleischartigen Masse, die dann mit verschiedenen Typen von Düsenplatten zu einer unterschiedlichen Form geformt und am Extruderausgang durch Standardmesser zu unterschiedlicher Dicke geschnitten wird.

Eine Quelle für Rohfleischprotein, wie geschnittene Teile vom Rind, ist ein Fleischgemisch, das aus entweder frischen oder aufgetauten gefrorenen Fleischblöcken, wie Fleisch oder Fleischnebenprodukten, hergestellt ist. Fleischmaterialien können tierisches Proteinmuskel- oder -schabefleisch von Säugetieren, Fisch, Geflügel, oder Fleischnebenprodukte wie Herz, Leber, Lunge, Milz, Zunge und dergleichen sein. Die Quelle für Fleischprotein wird durch eine kleine Gitterplatte, im Allgemeinen etwa 3 mm (1/8''), zerkleinert und dann emulgiert, um Teilchengröße und Knochenfragmente zu reduzieren. Im Allgemeinen wird Fett als Öl oder Talg zugesetzt, in Abhängigkeit von den Ernährungsanforderungen. Die Quelle für Fleischprotein wird dann auf etwa 28°C erhitzt. Die Quelle für Fleischprotein umfasst 25 bis 30% Protein mit einem Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 35 bis 42 Gew.-% und einem Fettgehalt von 8 bis 12%.

Ein Korngemisch mit Vitaminen und Mineralien umfasst proteinhaltige Materialien (z.B. Weizengluten, Sojaproteinkonzentrat, Trockenblutplasma), trockene Kohlenhydratmaterialien (z.B. Kartoffelstärke, Cellulose oder celluloseartige Materialien), Salz, Gewürze, Würze, Vitamine, Mineralien, Aroma, Farbstoffe und dergleichen. Die Menge dieser Additivmischung hängt von den Nahrungsanforderungen für verschiedene Lebensabschnitte eines Tieres ab, basierend auf den Bestimmungen des Association of American Feed Control Official's (AAFCO).

Diese zwei Hauptkomponenten werden in den Vorkonditionierer mit einer Rate im Bereich von 40 bis 52% der Quelle für Fleischprotein, vorzugsweise etwa 48%, eindosiert. Eine ausreichende Menge Dampf wird in den Vorkonditionierer eingebracht, um die formulierte Fleischemulsion anzufeuchten und zu erwärmen, um das Mischen mit der Kornmischung zu fördern. Die eingebrachte Dampfmenge beträgt 3 bis 10 Gew.-% des Extrudergesamtdurchsatzes.

Die formulierte Fleischemulsion tritt dann in den Extruder ein, der mit einer Zylinderdrehgeschwindigkeit von 200 bis 450 UpM mit einer Extruderlast von 25 bis 60% der Gesamtkapazität des Extruders läuft. Bei diesen Bedingungen wird die Fleischemulsion weitergemischt, durch Hitze koaguliert, expandiert und geschert, um eine fleischartige Textur zu simulieren, die von der Temperatur der Extruderzylinder abhängig sein kann.

Letztendlich wird das Extrudat durch eine Düsenplatte gepresst, die dem Strang eine Querschnittsform gibt, und dann mit Messern bei einer bestimmten Geschwindigkeit auf eine bestimmte Länge geschnitten.

In Abhängigkeit von den hergestellten Tierfuttervarianten kann das Extrudat geformt werden, um Leckerlis vom Rindertrockenfleischstreifentyp herzustellen, oder geformt werden, um Trockenkroketten mit viel Fleisch oder Brocken mit hohem Fleischanteil herzustellen. Diese extrudierten Teile werden dann abkühlen gelassen und auf unterschiedliche Feuchtigkeitsniveaus getrocknet. Gewünschtenfalls werden die gesammelten Brocken einfach zu einem Konservendosenverpackungsverfahren überführt, um in Konserven gefüllt zu werden, zusammen mit einer Bratensoße oder Soße, um Brocken- und Bratensoßen-Produkte für Haustierfutter herzustellen.

Nachfolgend sind erfindungsgemäße Beispiele. Diese Beispiele dienen zur Veranschaulichung der Breite des erfindungsgemäßen Konzepts und nicht dazu, die Erfindung unnötig einzuschränken.

Beispiel 1 (Produkt vom Typ eines Trockenfleischstreifenleckerlis)

Eine Quelle für Fleischprotein, die Skelettmuskel von Rind, Schwein, Geflügel oder Fisch und deren fleischiges Nebenprodukt umfasst, wurde hergestellt. Sie bestand aus 47,5% emulgiertem Fleisch und fleischigem Nebenprodukt (die Prozentangabe bezieht sich auf das Gesamtgewicht der fertigen Formulierungen). Die Fleischmischung wurde zusammen mit 5% flüssiger Molasse und 0,5% flüssigem Holzkohlenrauch gut gemischt und auf 28°C erhitzt, um in den "Hals" auf einem Vorkonditionierer eines Extruders (Wenger X20) eindosiert zu werden. Das fertige Fleischgemisch macht etwa 53% der Gesamtformulierung aus.

Das Korngemisch bestand aus 10% Sojabohnenschrot, 10% Cellulose, 7% Weizenmehl, 6% Weizengluten, 5% Sojabohnenmehl und 1% Kartoffelstärke. Das Feuchthaltemittel mit 5% bestand aus Dextrose und Salz. Kaliumsorbat mit 0,5% wurde ebenfalls zugegeben, um die Bildung von Hefe und Schimmel im fertigen Produkt zu verhindern. Der Rest der Formulierung bestand aus Vitamin- und Mineralvorgemischen mit etwa 2,5%. Diese Zahlen sind Gew.-% der Endformulierung.

Das Fleischgemisch und das Korngemisch wurden in den "Hals" eines Vorkonditionierers bei den folgenden Verarbeituntgsbedingungen eindosiert:

Das Extrudat, das einen Feuchtigkeitsgehalt von 36 bis 40% hat, der sich natürlich in der Kornmischung und dem in den Vorkonditionierer oder den Extruderzylinder zugesetzten zusätzlichen Wasser findet, wurde durch eine Düsenplatte mit einem einzigen Loch gepresst und in Abhängigkeit von der gewünschten Menge der Streifen durch ein oder zwei fliegende Messer zu Streifen geschnitten. Die extrudierten Streifen wurden dann auf einen Endfeuchtewert im Bereich von 20 bis 23% Feuchtigkeit mit einer Wasseraktivität (Aw) von 0,85 getrocknet. Das fertige Produkt war lagerstabil und kann als Leckerli für Hunde oder Katzen verwendet werden.

Beispiel 2 (Getrocknete Kroketten für Hunde und Katzen)

Eine Quelle für Fleischprotein wurde ähnlich wie Beispiel 1 unter Verwendung von emulgierten Fleischsorten und Fleischnebenprodukten von Säugetieren oder Fisch hergestellt. Das Fleischgemisch bestand aus 45% emulgiertem Huhn und 5% emulgierter Rinderleber. Das Fleischgemisch wurde weiter emulgiert, um Teilchengröße und Knochenfragmente zu vermindern. Das Fleischgemisch wird auf etwa 28°C erwärmt, um in den "Hals" eines Vorkonditionierers des Extruders (Wenger X20) eindosiert zu werden. Das fertige Fleischgemisch machte, sowie es war, etwa 50% der Gesamtformulierung aus.

Das Korngemisch bestand aus 18% Weizengluten, 4% Sojaproteinkonzentrat, 7% Trockenblutplasma, 4% Trockenei, 4% Kartoffelstärke, 7% Cellulose, als Gew.-% der Endformulierung. Mineral- und Vitaminvormischungen machten den Rest der Formulierung aus.

Das Fleischgemisch und das Korngemisch wurden in den Hals des Vorkonditionierers des Extruders bei den folgenden Verarbeituntgsbedingungen eindosiert:

Der Vorkonditionierer war voll mit aufsteigendem Dampf, was andeutete, dass das Fleisch-und-Korn-Gemisch die Höchsttemperatur und den Höchstfeuchtigkeitsgehalt erreicht hatte. Das Extrudat besaß einen Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 32 bis 34%. Das Extrudat wurde schließlich durch eine Düse mit einem Loch mit 0,8 cm (0,32'') Durchmesser gepresst, und mit 2 bis 3 Flugmessern am Ende des Extruders zu Kroketten geschnitten.

Die Extrudate wurden dann im Vakuum auf einem Förderband zu einem Trockner gebracht und auf eine Endfeuchte von 8 bis 10% Feuchtigkeit getrocknet, um die Produktstabilität aufrechtzuerhalten. Die fertigen Kroketten wurden Hunden oder Katzen unbeschränkt als normales Haustiertrockenfutter gegeben.

Beispiel 3 (Fleischbrocken für Brocken und Bratensoße in Haustierkonservenfutter)

Eine Quelle für Fleischprotein wurden ähnlich Beispielen 1 und 2 unter Verwendung von emulgierten Fleischsorten und Fleischnebenprodukten von Säugetieren oder Fisch hergestellt. Das Fleischgemisch bestand aus 24% Schweineleber, 17% Schweinelunge und 9% Hühnerfett. Das Fleischgemisch wurde emulgiert, um Teilchengröße und Knochenfragmente zu vermindern. Das Fleischgemisch wurde auf etwa 28°C erwärmt, um in den Hals eines Vorkonditionierers eines Extruders eindosiert zu werden. Das fertige Fleischgemisch macht etwa 50% aller Brockenbestandteile aus.

Das Korngemisch bestand aus 19% Weizengluten, 12% Cellulose, 4% Kartoffelstärke, 5% Sojaproteinkonzentrat und 4% Trockenblutplasma, als Gew.-% der Endformulierung. Vitamin- und Mineralvormischungen machten den Rest aller Brockenbestandteile aus (etwa 6%).

Das Fleischgemisch und das Korngemisch wurden in einen des Vorkonditionierer des Extruders bei den folgenden Verarbeituntgsbedingungen eindosiert:

Dampf wurde zugesetzt, um das Fleisch-und-Korn-Gemisch zu anzufeuchten/zu erwärmen, das Extrudat hat einen Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 36 bis 40%. Das Extrudat wurde gegen eine Düsenplatte mit einem einzigen Loch gepresst und mit 2 Flugmessern zu Brocken (Größe etwa 10 mm) geschnitten. Die Brocken hatten fleischartige Streifenbildung und eine Größe, die ein fleischartiges Aussehen simulierten. Die Brocken wurden zum Eindosen überführt, um ein Brocken- und -bratensoßenprodukt herzustellen.

Eine Bratensoße wurde hergestellt, indem 1% Guargum, 1,5% fruktosereicher Maissirup und Wasser, was den Rest aller Bratensoßenbestandteile ausmachte, miteinander vermischt wurden. Die Brocken und die Bratensoße wurden in einem Gewichtsverhältnis von Fleischbrocken zu Bratensoße von 40 : 60 gemischt. Die Mischung wurde in Dosen gefüllt. Die Dosen wurden versiegelt und sterilisiert. Das sterilisierte Produkt stellte Fleischbrocken mit einer Soße dar, die zum Verbrauch durch Haustiere geeignet waren.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung einer Haustiertrockennahrung, bei dem eine Fleisch enthaltende Zusammensetzung, die 40 bis 60 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, Quelle für Rohfleischprotein, die 25 bis 30 Gew.-% Protein, einen Feuchtigkeitsgehalt von 35 bis 42 Gew.-% und einen Fettgehalt von 8 bis 12 Gew.-% besitzt, und 5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, Ballaststoffmaterial ausgewählt aus Cellulosefasern, anderen Pflanzenfasern und faserigen mikrobiellen Polysacchariden umfasst, extrudiert und geschnitten wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Fleisch mindestens 45 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, der Zusammensetzung ausmacht.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Fleischhöchstmenge 60 Gew.-% beträgt, bezogen auf die Haustiertrockennahrung.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung in Form von Kroketten vorliegt.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung in Form von Trockenfleischstreifen vorliegt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das unlösliche Ballaststoffmaterial Cellulose ist.
  7. Verfahren zur Herstellung einer Haustierfeuchtnahrung, bei dem einzelne Teilchen gemäß dem Verfahren eines der vorhergehenden Ansprüche hergestellt werden, gefolgt von der Zugabe wässriger Bratensoßenflüssigkeit zu diesen einzelnen Teilchen.
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