Haustiernahrungen, insbesondere Hunde- und Katzennahrungen, sollen
sehr nahrhaft sein. Dafür verwenden solche Nahrungen, sowohl trockene als auch feuchte,
für die Ernährung geeignete Materialien im richtigen Verhältnis. Diese Materialien
unterscheiden sich jedoch oft von der natürlichen Nahrung von fleischfressenden
Säugetieren wie Hunden und Katzen. Im Allgemeinen beträgt der Fleischgehalt dieser
Haustiernahrungen, insbesondere bei Trockennahrungen, nicht mehr als etwa 25 bis
30 Gew.-% der Nahrung. Nahrungen mit mehr Fleisch sind infolge solcher Parameter
wie Aussehen, Schmackhaftigkeit und insgesamt Akzeptanz durch das Haustier potentiell
vorteilhaft. Solche Fleischmengen findet man jedoch normalerweise nicht in Haustiernahrungen,
weil das Standardverfahren zur Herstellung dieser Nahrungen, Extrusion gefolgt von
Schneiden in Stücke (Brocken) und/oder Teilchen mit Standardmesserklingen, eine
Nahrung mit einem wesentlichen höheren Fleischgehalt, z.B. einem Mindestfleischgehalt
von etwa 40 oder 45 Gew.-% der Zusammensetzung, nicht herstellen kann. Ohne an diese
Theorie gebunden sein zu wollen wird angenommen, dass der höhere Wassergehalt, der
mit dem höheren Fleischgehalt einhergeht, dazu führt, dass sich die Nahrung in dem
Extruder schwierig formen lässt, und sie auch im Wesentlichen nicht mit einer ökonomisch
attraktiven Geschwindigkeit von Standardmessern nach dem Extruder geschnitten werden
kann.
Die EP-A-0 909 536 offenbart ein Haustiertrockenfutter, das 50 Gew.-%
tierisches Protein und 15 Gew.-% Cellulosefaser umfasst. Dieses Haustierfutter wird
ausgehend von trockenen Einsatzmaterialmischungen hergestellt. Wenn in den Ausführungsbeispielen
tierisches Protein verwendet wird, wird es in Form von Mehlen dieser Proteinquelle
verwendet.
In der US-A-5 045 339 werden Trockenfleischbelohnungshäppchen (Leckerlis)
beschrieben, die Carboxymethylcellulose und 48 Gew.-% Fleisch umfassen.
Die DE-OS 37 01 861 offenbart Haustierfutterzusammensetzungen in Form
von Kroketten und in Form von Trockenfleischstreifen, die mindestens 5 Gew.-% Pektin
und mindestens 45 Gew.-% Fleisch umfassen.
In der US-A-4 143 171 werden Zusammensetzungen gelehrt, die Xanthangum,
Carobgum und mindestens 45 Gew.-% Fleisch umfassen.
Die US-A-3 873 736 offenbart eine halbfeuchtes Proteinfutterprodukt
aus fleischigen oder anderen Materialien mit einer elastischen Textur, die natürlichem
Fleisch entsprechen soll. Dieses Produkt wird durch Zugabe von in der Hitze koagulierbarem
Protein zu einer Mischung von pasteurisierten Fleischen und wasserlöslichen Substanzen,
Koagulieren des Proteins durch Wärme und Bilden eines festen Produkts hergestellt.
Es wurde nun gefunden, dass die Probleme wesentlich verbessert oder
gelöst werden, indem Cellulose oder ein celluloseartiges Material, wie es nachfolgend
definiert ist, zu der Nahrung gegeben wird. Die Anwesenheit dieses Materials oder
dieser Materialien erlaubt es, dass ein Standardextrusions- und Schneideapparat
eine Nahrung mit einem Mindestfleischgehalt von 40 bis 45 Gew.-% herstellt. Diese
Erkenntnis ist insbesondere vorteilhaft, weil der Bedarf an der Verfügbarkeit von
teurer Fleischstückenbildungs- und -verarbeitungsausrüstung entfällt. Außerdem fügt
dies auch der Nahrung nahrhaftes Material zu.
Zusammenfassung der Erfindung
Erfindungsgemäß wird eine Haustiertrockennahrung bereitgestellt, die
mit einem Verfahren hergestellt wird, bei dem eine Fleisch enthaltende Zusammensetzung,
die 40 bis 65 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, Quelle für Rohfleischprotein,
die 25 bis 30 Gew.-% Protein, einen Feuchtigkeitsgehalt von 35 bis 42 Gew.-% und
einen Fettgehalt von 8 bis 12 Gew.-% besitzt, und 5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die
Haustiertrockennahrung, Ballaststoffmaterial (Fasermaterial) ausgewählt aus Cellulosefasern,
anderen Pflanzenfasern und faserigen mikrobiellen Polysacchariden umfasst, extrudiert
und geschnitten wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform dieses Verfahrens macht das Fleisch
mindestens 45 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, der Zusammensetzung
aus.
In einer weiteren Ausführungsform dieses Verfahrens beträgt die Fleischhöchstmenge
60 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung.
Die hergestellte Zusammensetzung kann z.B. in Form von Kroketten oder
Trockenfleischstreifen vorliegen.
Vorzugsweise ist das verwendete unlösliche Ballaststoffmaterial Cellulose.
In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung einer Haustierfeuchtnahrung, bei dem einzelne Teilchen gemäß dem oben
beschriebenen Verfahren hergestellt werden, gefolgt von der Zugabe wässriger Bratensoßenflüssigkeit
zu diesen einzelnen Teilchen.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Das übliche Verfahren zur Herstellung von Haustierfuttern, insbesondere
für Hunde und Katzen, ist im Allgemeinen gut bekannt. Bei Trockennahrungen werden
die Komponenten in einem Vorkonditionierer kombiniert und dann in einen Extruder
eingespeist, wo sie gemischt, erhitzt (gekocht) und expandiert werden. Das Extrudat
wird dann aus dem Extruder abgegeben und unter Verwendung von Standardmesserklingen
zu geeignet größenbemessenen Teilchen zum Verpacken geschnitten. Diese Nahrungskomponenten
schließen Fleisch, Getreide, Kohlenhydrat, verschiedene Hilfsstoffe wie Vitamine
und Mineralien als auch Feuchtigkeit und dergleichen ein. Feuchte Nahrungen werden
auf die gleiche Weise hergestellt und das fleischige "Stückchen", das ein Stückchen
oder eine Scheibe ist, das ein einzelnes fleischiges Teilchen ist, was zu Bratensoßenflüssigkeit
zum Verpacken gegeben wird, wird in dem Extruder hergestellt und geschnitten oder
weiter behandelt, um vor dem Mischen mit der Bratensoße die gewünschte Größe zu
erhalten.
Fleisch soll jedes proteinhaltige oder proteinartige Material einschließen,
das aus einer tierischen Quelle erhalten wird. Fleisch schließt Rindfleisch, Schweinefleisch,
Lamm, Fisch, Huhn, Truthahn, Kalb und dergleichen und Mischungen davon ein. Gemäß
der Lehre der vorliegenden Erfindung macht Fleisch mindestens 40 Gew.-% der Haustiertrockennahrungszusammensetzung
aus, insbesondere der für Hunde und Katzen. Gewünschtenfalls kann es mehr als 45
oder 50 Gew.-% sein. Die Obergrenze für Fleisch in der Trockennahrung hängt von
den Nahrungsanforderungen, denen die Komponenten der Nahrung entsprechen, als auch
der Menge an Cellulosematerialien, wie sie nachfolgend definiert sind, die in der
Nahrung vorhanden sind, der Schmackhaftigkeit der Nahrung und der Verarbeitbarkeit
der Nahrung als auch den Kosten der Nahrung ab. Im Allgemeinen werden Mengen von
mehr als 65 Gew.-% nicht eingesetzt, gewünschtenfalls können 60, 55 oder 50 Gew.-%
ein Höchstwert sein. Wenn es in einer Feuchtnahrung verwendet wird, macht das Fleisch
in dem "Brocken" selbst mindestens 40, 45 oder 50 Gew.-% des Brockens aus, wobei
65, 60, 55 oder 50 Gew.-% des "Brockens" der Höchstwert sind.
Die in der Nahrung verwendete Cellulosefaserkomponente sind Cellulosefasern
und andere Pflanzenfasern oder faserige mikrobielle Polysaccharide. Beispiele für
solche letztgenannten Materialien schließen Hemicellulose und Lignine ein, wie sie
natürlich in der Haltestruktur von Samen tragenden Pflanzen gefunden werden. Die
Teilchengröße dieser Materialien kann diejenige sein, wie sie normalerweise hergestellt
wird, d.h. Pulverform oder größer. Obwohl sie kleiner sein können, haben diese Teilchen
im Allgemeinen Teilchenmindestgrößen von mindestens 5 &mgr;m (Micron), vorzugsweise
mindestens 10 &mgr;m (Micron) und insbesondere mindestens 20 &mgr;m (Micron). Die
Höchstgröße ist diejenige, die vernünftig verarbeitet werden kann und der erhöhten
Fleischmenge in der Nahrungszusammensetzung Verarbeitbarkeit verleiht. Im Allgemeinen
muss eine Teilchengröße von etwa 5000 &mgr;m (Micron) nicht überschritten werden,
vorzugsweise werden 2000 oder 1000 &mgr;m (Micron) nicht überschritten. Die Menge
des Cellulosefasergehalts ist eine ausreichende Menge, um einer geformten Zusammensetzung
Extrudierbarkeit und der Zusammensetzung nach dem Extruder Schneidbarkeit mit Standardmesserausrüstungen
zu verleihen, wobei die Zusammensetzung einen Mindestfleischgehalt von 40 Gew.-%
besitzt. Der Mindestgehalt an Cellulosefasern beträgt 5 oder 6 Gew.-% der Nahrungszusammensetzung,
bevorzugt ist ein Mindestgehalt von 7, 8 oder 9 Gew.-%. Die Höchstmenge Cellulosefasern
ist die Menge, die mit der Nahrung, Schmackhaftigkeit für das Säugetier, im Allgemeinen
Hund oder Katze, kompatibel ist und mit den Nahrungsanforderungen und -komponenten
des Rests der Nahrung im Einklang steht. Der Höchstwert überschreitet 20 Gew.-%
der Nahrung nicht.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorteilhaft, weil übliche Extruderausrüstung
eingesetzt werden kann. Eine längere als eine übliche Extrudertrommel zum Umstrukturieren,
um Protein zu koagulieren, der im Allgemeinen ein längere Steglänge als normale
Düsen, um das Extrudat zu kühlen, folgt, sind nicht notwendig. Beispiele für solche
üblichen Extruder schließen kommerziell hergestellte Einzelschneckenextruder, Doppelschneckenextruder
wie ein Wenger TS-52TM-Doppelschneckenextrudersystem und Clexpral®
Bc45 V ein.
Trockennahrungen, im Allgemeinen solche mit nicht mehr als etwa 30
Gew.-% Wasser, werden durch das erfindungsgemäße Verfahren einfach
hergestellt. Ein solches Verfahren stellt einen im Wesentlichen homogenen Strang
her, der mit einem Standardmesser geschnitten wird. Beispiele für solche Messer
schließen Rotationsdüsenplattenmesser, Rotationstrommelmesser und Guillotinenmesser
ein. Dies unterscheidet sich von den Feuchtnahrungen des Typs "Brocken und Bratensoße",
bei der das Fleisch in einzelnen "Brocken" ist und in einer verdickten flüssigen
"Bratensoße" eingesetzt wird. Im Allgemeinen hat die letztgenannte Feuchtnahrung
einen Wassergehalt von mindestens 35 bis 40 Gew.-%.
Die Brocken einer Feuchtnahrung können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellt werden. Ein solches Verfahren hat den zusätzlichen Vorteil, die übliche
Ausrüstung nicht zu erfordern, die notwendig ist, um einen "Brocken" herzustellen.
Der Begriff "Brocken" wird hier unter Bezug auf jedweden Typ von fleischigem Teilchen
verwendet, der dem Haustier in einer einzelnen Form in einer Flüssigkeit vom Bratensoßentyp
angeboten wird. Solche Haustierfutterzusammensetzungen schließen Brocken- und Bratensoßen-Nahrungen,
Scheiben, die etwas länglich sind, flache einzelne Teilchen, die einen hohen Fleischgehalt
haben, Trockenfleischstreifen und dergleichen ein. Das erfindungsgemäße Verfahren
wird nun weiter beschrieben.
Im Allgemeinen werden unter Verwendung eines normalen Extruders, wie
eines Wenger X20-Einzelschneckenextruders, eine Quelle für Fleischprotein und ein
Getreidegemisch mit Vitaminen und Mineralien in einen Vorkonditionierer des Extruders
eingebracht, um die formulierte Fleischemulsion zu mischen und zu vorkonditionieren
(z.B. leicht zu dämpfen und zu befeuchten). Die Extrudertrommeln und die Schnecke
darin mischen, erhitzen, koagulieren, expandieren und scheren die formulierte Fleischemulsion
dann zu einer fleischartigen Masse, die dann mit verschiedenen Typen von Düsenplatten
zu einer unterschiedlichen Form geformt und am Extruderausgang durch Standardmesser
zu unterschiedlicher Dicke geschnitten wird.
Eine Quelle für Rohfleischprotein, wie geschnittene Teile vom Rind,
ist ein Fleischgemisch, das aus entweder frischen oder aufgetauten gefrorenen Fleischblöcken,
wie Fleisch oder Fleischnebenprodukten, hergestellt ist. Fleischmaterialien können
tierisches Proteinmuskel- oder -schabefleisch von Säugetieren, Fisch, Geflügel,
oder Fleischnebenprodukte wie Herz, Leber, Lunge, Milz, Zunge und dergleichen sein.
Die Quelle für Fleischprotein wird durch eine kleine Gitterplatte, im Allgemeinen
etwa 3 mm (1/8''), zerkleinert und dann emulgiert, um Teilchengröße und Knochenfragmente
zu reduzieren. Im Allgemeinen wird Fett als Öl oder Talg zugesetzt, in Abhängigkeit
von den Ernährungsanforderungen. Die Quelle für Fleischprotein wird dann auf etwa
28°C erhitzt. Die Quelle für Fleischprotein umfasst 25 bis 30% Protein mit einem
Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 35 bis 42 Gew.-% und einem Fettgehalt von 8 bis
12%.
Ein Korngemisch mit Vitaminen und Mineralien umfasst proteinhaltige
Materialien (z.B. Weizengluten, Sojaproteinkonzentrat, Trockenblutplasma), trockene
Kohlenhydratmaterialien (z.B. Kartoffelstärke, Cellulose oder celluloseartige Materialien),
Salz, Gewürze, Würze, Vitamine, Mineralien, Aroma, Farbstoffe und dergleichen. Die
Menge dieser Additivmischung hängt von den Nahrungsanforderungen für verschiedene
Lebensabschnitte eines Tieres ab, basierend auf den Bestimmungen des Association
of American Feed Control Official's (AAFCO).
Diese zwei Hauptkomponenten werden in den Vorkonditionierer mit einer
Rate im Bereich von 40 bis 52% der Quelle für Fleischprotein, vorzugsweise etwa
48%, eindosiert. Eine ausreichende Menge Dampf wird in den Vorkonditionierer eingebracht,
um die formulierte Fleischemulsion anzufeuchten und zu erwärmen, um das Mischen
mit der Kornmischung zu fördern. Die eingebrachte Dampfmenge beträgt 3 bis 10 Gew.-%
des Extrudergesamtdurchsatzes.
Die formulierte Fleischemulsion tritt dann in den Extruder ein, der
mit einer Zylinderdrehgeschwindigkeit von 200 bis 450 UpM mit einer Extruderlast
von 25 bis 60% der Gesamtkapazität des Extruders läuft. Bei diesen Bedingungen wird
die Fleischemulsion weitergemischt, durch Hitze koaguliert, expandiert und geschert,
um eine fleischartige Textur zu simulieren, die von der Temperatur der Extruderzylinder
abhängig sein kann.
Letztendlich wird das Extrudat durch eine Düsenplatte gepresst, die
dem Strang eine Querschnittsform gibt, und dann mit Messern bei einer bestimmten
Geschwindigkeit auf eine bestimmte Länge geschnitten.
In Abhängigkeit von den hergestellten Tierfuttervarianten kann das
Extrudat geformt werden, um Leckerlis vom Rindertrockenfleischstreifentyp herzustellen,
oder geformt werden, um Trockenkroketten mit viel Fleisch oder Brocken mit hohem
Fleischanteil herzustellen. Diese extrudierten Teile werden dann abkühlen gelassen
und auf unterschiedliche Feuchtigkeitsniveaus getrocknet. Gewünschtenfalls werden
die gesammelten Brocken einfach zu einem Konservendosenverpackungsverfahren überführt,
um in Konserven gefüllt zu werden, zusammen mit einer Bratensoße
oder Soße, um Brocken- und Bratensoßen-Produkte für Haustierfutter herzustellen.
Nachfolgend sind erfindungsgemäße Beispiele. Diese Beispiele dienen
zur Veranschaulichung der Breite des erfindungsgemäßen Konzepts und nicht dazu,
die Erfindung unnötig einzuschränken.
Beispiel 1(Produkt vom Typ eines Trockenfleischstreifenleckerlis)
Eine Quelle für Fleischprotein, die Skelettmuskel von Rind, Schwein,
Geflügel oder Fisch und deren fleischiges Nebenprodukt umfasst, wurde hergestellt.
Sie bestand aus 47,5% emulgiertem Fleisch und fleischigem Nebenprodukt (die Prozentangabe
bezieht sich auf das Gesamtgewicht der fertigen Formulierungen). Die Fleischmischung
wurde zusammen mit 5% flüssiger Molasse und 0,5% flüssigem Holzkohlenrauch gut gemischt
und auf 28°C erhitzt, um in den "Hals" auf einem Vorkonditionierer eines Extruders
(Wenger X20) eindosiert zu werden. Das fertige Fleischgemisch macht etwa 53% der
Gesamtformulierung aus.
Das Korngemisch bestand aus 10% Sojabohnenschrot, 10% Cellulose, 7%
Weizenmehl, 6% Weizengluten, 5% Sojabohnenmehl und 1% Kartoffelstärke. Das Feuchthaltemittel
mit 5% bestand aus Dextrose und Salz. Kaliumsorbat mit 0,5% wurde ebenfalls zugegeben,
um die Bildung von Hefe und Schimmel im fertigen Produkt zu verhindern. Der Rest
der Formulierung bestand aus Vitamin- und Mineralvorgemischen mit etwa 2,5%. Diese
Zahlen sind Gew.-% der Endformulierung.
Das Fleischgemisch und das Korngemisch wurden in den "Hals" eines
Vorkonditionierers bei den folgenden Verarbeituntgsbedingungen eindosiert:
Das Extrudat, das einen Feuchtigkeitsgehalt von 36 bis 40% hat, der
sich natürlich in der Kornmischung und dem in den Vorkonditionierer oder den Extruderzylinder
zugesetzten zusätzlichen Wasser findet, wurde durch eine Düsenplatte mit einem einzigen
Loch gepresst und in Abhängigkeit von der gewünschten Menge der Streifen durch ein
oder zwei fliegende Messer zu Streifen geschnitten. Die extrudierten Streifen wurden
dann auf einen Endfeuchtewert im Bereich von 20 bis 23% Feuchtigkeit mit einer Wasseraktivität
(Aw) von 0,85 getrocknet. Das fertige Produkt war lagerstabil und kann als Leckerli
für Hunde oder Katzen verwendet werden.
Beispiel 2(Getrocknete Kroketten für Hunde und Katzen)
Eine Quelle für Fleischprotein wurde ähnlich wie Beispiel 1 unter
Verwendung von emulgierten Fleischsorten und Fleischnebenprodukten von Säugetieren
oder Fisch hergestellt. Das Fleischgemisch bestand aus 45% emulgiertem Huhn und
5% emulgierter Rinderleber. Das Fleischgemisch wurde weiter emulgiert, um Teilchengröße
und Knochenfragmente zu vermindern. Das Fleischgemisch wird auf etwa 28°C erwärmt,
um in den "Hals" eines Vorkonditionierers des Extruders (Wenger X20) eindosiert
zu werden. Das fertige Fleischgemisch machte, sowie es war, etwa 50% der Gesamtformulierung
aus.
Das Korngemisch bestand aus 18% Weizengluten, 4% Sojaproteinkonzentrat,
7% Trockenblutplasma, 4% Trockenei, 4% Kartoffelstärke, 7% Cellulose, als Gew.-%
der Endformulierung. Mineral- und Vitaminvormischungen machten den Rest der Formulierung
aus.
Das Fleischgemisch und das Korngemisch wurden in den Hals des Vorkonditionierers
des Extruders bei den folgenden Verarbeituntgsbedingungen eindosiert:
Der Vorkonditionierer war voll mit aufsteigendem Dampf, was andeutete,
dass das Fleisch-und-Korn-Gemisch die Höchsttemperatur und den Höchstfeuchtigkeitsgehalt
erreicht hatte. Das Extrudat besaß einen Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 32 bis
34%. Das Extrudat wurde schließlich durch eine Düse mit einem Loch mit 0,8 cm (0,32'')
Durchmesser gepresst, und mit 2 bis 3 Flugmessern am Ende des Extruders zu Kroketten
geschnitten.
Die Extrudate wurden dann im Vakuum auf einem Förderband zu einem
Trockner gebracht und auf eine Endfeuchte von 8 bis 10% Feuchtigkeit getrocknet,
um die Produktstabilität aufrechtzuerhalten. Die fertigen Kroketten wurden Hunden
oder Katzen unbeschränkt als normales Haustiertrockenfutter gegeben.
Beispiel 3(Fleischbrocken für Brocken und Bratensoße in Haustierkonservenfutter)
Eine Quelle für Fleischprotein wurden ähnlich Beispielen 1 und 2 unter
Verwendung von emulgierten Fleischsorten und Fleischnebenprodukten von Säugetieren
oder Fisch hergestellt. Das Fleischgemisch bestand aus 24% Schweineleber, 17% Schweinelunge
und 9% Hühnerfett. Das Fleischgemisch wurde emulgiert, um Teilchengröße und Knochenfragmente
zu vermindern. Das Fleischgemisch wurde auf etwa 28°C erwärmt, um in den Hals
eines Vorkonditionierers eines Extruders eindosiert zu werden. Das fertige Fleischgemisch
macht etwa 50% aller Brockenbestandteile aus.
Das Korngemisch bestand aus 19% Weizengluten, 12% Cellulose, 4% Kartoffelstärke,
5% Sojaproteinkonzentrat und 4% Trockenblutplasma, als Gew.-% der Endformulierung.
Vitamin- und Mineralvormischungen machten den Rest aller Brockenbestandteile aus
(etwa 6%).
Das Fleischgemisch und das Korngemisch wurden in einen des Vorkonditionierer
des Extruders bei den folgenden Verarbeituntgsbedingungen eindosiert:
Dampf wurde zugesetzt, um das Fleisch-und-Korn-Gemisch zu anzufeuchten/zu
erwärmen, das Extrudat hat einen Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 36 bis 40%.
Das Extrudat wurde gegen eine Düsenplatte mit einem einzigen Loch gepresst und mit
2 Flugmessern zu Brocken (Größe etwa 10 mm) geschnitten. Die Brocken hatten fleischartige
Streifenbildung und eine Größe, die ein fleischartiges Aussehen simulierten. Die
Brocken wurden zum Eindosen überführt, um ein Brocken- und -bratensoßenprodukt herzustellen.
Eine Bratensoße wurde hergestellt, indem 1% Guargum, 1,5% fruktosereicher
Maissirup und Wasser, was den Rest aller Bratensoßenbestandteile ausmachte, miteinander
vermischt wurden. Die Brocken und die Bratensoße wurden in einem Gewichtsverhältnis
von Fleischbrocken zu Bratensoße von 40 : 60 gemischt. Die Mischung wurde in Dosen
gefüllt. Die Dosen wurden versiegelt und sterilisiert. Das sterilisierte Produkt
stellte Fleischbrocken mit einer Soße dar, die zum Verbrauch durch Haustiere geeignet
waren.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung einer Haustiertrockennahrung, bei dem eine
Fleisch enthaltende Zusammensetzung, die 40 bis 60 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung,
Quelle für Rohfleischprotein, die 25 bis 30 Gew.-% Protein, einen Feuchtigkeitsgehalt
von 35 bis 42 Gew.-% und einen Fettgehalt von 8 bis 12 Gew.-% besitzt, und 5 bis
20 Gew.-%, bezogen auf die Haustiertrockennahrung, Ballaststoffmaterial ausgewählt
aus Cellulosefasern, anderen Pflanzenfasern und faserigen mikrobiellen Polysacchariden
umfasst, extrudiert und geschnitten wird.
Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Fleisch mindestens 45 Gew.-%,
bezogen auf die Haustiertrockennahrung, der Zusammensetzung ausmacht.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Fleischhöchstmenge 60
Gew.-% beträgt, bezogen auf die Haustiertrockennahrung.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung
in Form von Kroketten vorliegt.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung
in Form von Trockenfleischstreifen vorliegt.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das unlösliche
Ballaststoffmaterial Cellulose ist.
Verfahren zur Herstellung einer Haustierfeuchtnahrung, bei dem einzelne
Teilchen gemäß dem Verfahren eines der vorhergehenden Ansprüche hergestellt werden,
gefolgt von der Zugabe wässriger Bratensoßenflüssigkeit zu diesen einzelnen Teilchen.