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Dokumentenidentifikation DE102005004125A1 10.08.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Einfärben eines Ladungsbildes mit Tonermaterial in einem Drucker oder Kopierer
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder Kreiter, Alexander, Dipl.-Ing., 85457 Wörth, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 28.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005004125
Offenlegungstag 10.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.2006
IPC-Hauptklasse G03G 15/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G03G 15/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einfärben eines Ladungsbildes in einem Drucker oder Kopierer, bei dem auf einer eine fotoleitfähige Schicht umfassenden Oberfläche eines Fotoleiterelements (12) ein Ladungsbild entsprechend einem zu erzeugenden Druckbild erzeugt wird, zumindest auf einem Bereich der Oberfläche des Applikatorelements (14) eine Schicht aus Tonerteilchen aufgebracht wird, wobei die Oberfläche des Fotoleiterelements (12) von zumindest einem Teil der auf der Oberfläche des Applikatorelements (14) aufgebrachten Tonerteilchen berührt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einfärben eines Ladungsbildes mit Tonermaterial in einem Drucker oder Kopierer. Die Oberfläche eines Fotoleiterelements enthält eine fotoleitfähige Schicht, auf der ein Ladungsbild entsprechend einem zu erzeugenden Druckbild erzeugbar ist. Die Vorrichtung umfasst ferner ein Applikatorelement, auf dessen Oberfläche zumindest in einem Bereich eine Schicht aus Tonerteilchen aufgebracht worden ist.

Entwicklerstationen in bekannten Druck- und Kopiersystemen zum Entwickeln von auf einem Fotoleiter erzeugten Ladungsbildern, d.h. zum Entwickeln von latenten Druckbildern, werden zum Durchführen von Bildentwicklungsverfahren eingesetzt, bei denen das Ladungsbild über einen Spalt hinweg mit Toner eingefärbt wird. Solche Bildentwicklungsverfahren sind z.B. aus dem US-Patent 4,383,497 bekannt. In bekannten Entwicklerstationen, wie sie oft in Hochleistungsdruckern eingesetzt werden, sind häufig Applikatorelemente vorgesehen, um Tonermaterial an dem zu entwickelnden Ladungsbild vorbeizuführen. Die Applikatorelemente sind vorzugsweise Applikatorwalzen oder Endlosbänder. Auf die Oberfläche des Applikatorelements wird in der Entwicklerstation eine gleichmäßige dicke Schicht aus Tonerteilchen aufgebracht, die elektrisch geladen sind und elektrostatisch an der Oberfläche des Applikatorelements haften.

Das Ladungsbild befindet sich auf einem Fotoleiter, z.B. einem Fotoleiterband oder einer Fotoleitertrommel. Die einzufärbenden Bereiche des Ladungsbildes werden mit den auf der Oberfläche des Applikatorelements vorhandenen Tonerteilchen eingefärbt. Die elektrostatisch an der Oberfläche des Applikatorelements haftenden Tonerteilchen werden mit Hilfe einer zwischen dem Fotoleiter und dem Applikatorelement angelegten Wechselspannung im Bereich vor, nach und in dem Luftspalt von der Oberfläche des Applikatorelements durch das mit Hilfe der Wechselspannung erzeugte Wechselfeld gelöst, wodurch in diesem Bereich eine so genannte Tonerwolke erzeugt wird. Auf die in der Tonerwolke enthaltenen Tonerteilchen wird durch ein dem elektrischen Wechselfeld überlagerten elektrischen Gleichfeld eine Kraft in Richtung des Fotoleiters ausgeübt, wodurch die Tonerteilchen auf dem Fotoleiter entsprechend einem dort vorhandenen Ladungsbild angelagert werden.

Insbesondere durch ein in der Tonerwolke im Kontaktbereich zwischen Applikatorelement und Fotoleiter vorhandenes Überangebot von Tonermaterial erfolgt eine verstärkte Anlagerung von Tonermaterial in den Randbereichen einzufärbender Bereiche. Bei einer nachfolgenden Übertragung und Fixierung eines Tonerbildes mit verstärkt eingefärbten Randbereichen auf einem Trägermaterial wird in diesen Randbereichen eine andere optische Dichte erzeugt als in den übrigen einzufärbenden Bereichen.

Die verstärkt eingefärbten Randbereiche werden beim Umdruck des Tonerbildes vom Fotoleiter auf einen Zwischenträger und von diesem Zwischenträger auf ein Trägermaterial oder vom Fotoleiter direkt auf ein Trägermaterial verdichtet, wodurch Haftkräfte zwischen den Kontaktflächen vergrößert werden. Diese Haftkräfte können Tonermaterial aus den Randbereichen des übertragenen Tonerbildes herausreißen, die dann auf dem Fotoleiter bzw. auf dem Zwischenträger verbleiben. Dadurch kann Tonermaterial auch aus dem Inneren einzufärbender Bereiche herausgerissen werden. Durch dieses herausgerissene Tonermaterial entstehen beim Umdruck auf weißes Papier weiße Flächen beispielsweise in einzufärbenden Zeichen. Solche Zeichen werden auf Grund ihrer nicht eingefärbten Stellen im Inneren der Zeichen auch als hohle Zeichen bzw. hollow characters bezeichnet. Das Vorhandensein nicht eingefärbter Bereiche wird auch als Karies bezeichnet.

Ferner muss bei Druckern mit hoher Druckgeschwindigkeit der Entwicklungswalze exakt eingestellt werden, um einerseits die zu überbrückende Entfernung nicht zu groß zu wählen und andererseits das Versprühen von Tonermaterial durch die im Spalt auftretenden Luftströmungen noch in einem Bereich zu halten, in dem sich nur geringe sichtbare Auswirkungen auf das eingefärbte Tonerbild ergeben. Insbesondere bei Hochleistungsdruckern sind Umfangsgeschwindigkeiten des Fotoleiterelements und des Applikatorelements im Bereich von >= 1 m/s üblich. Durch die erwähnten Luftströmungen, durch die erzeugte Tonerwolke und durch die in den Randbereichen zusätzlich angelagerten Tonerteilchen können auch auf nicht einzufärbende Bereiche Tonerteilchen haften bleiben, was zum so genannten Versprühen des Tonermaterials führt. Dieses Versprühen wird auch als Spreading bezeichnet.

Um ferner die exakte Einstellung des Spalts zwischen Applikatorelement und Fotoleiter zu ermöglichen, müssen hochgenaue und exakt justierbare Komponenten eingesetzt werden, wobei zusätzlich ein erheblicher Einstellaufwand erforderlich ist. Partikel und Fremdkörper, die dicker als der Entwicklungsspalt sind, führen zumindest zur Zerstörung des Fotoleiters, da sowohl die Lage des Fotoleiters als auch des Applikatorelements im Übertragungsbereich fixiert sind und der Entwicklungsspalt mechanisch begrenzt ist.

Ferner führt die verstärkte Anlagerung von Tonermaterial in den Randbereichen von einzufärbenden Bereichen dazu, dass mehr Tonermaterial verbraucht wird, als zum Erzeugen eines hochwertigen Druckbildes unbedingt erforderlich ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren anzugeben, bei denen ein verstärktes Einfärben von Randbereichen einzufärbender Bereiche sowie ein Versprühen von Tonermaterial auf nicht einzufärbende Bereiche vermieden wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Einfärben eines Ladungsbildes mit Tonermaterial in einem Drucker oder Kopierer mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Durch den direkten Kontakt der Tonerteilchen der auf dem Applikatorelement aufgebrachten Tonerteilchenschicht mit der Oberfläche des Fotoleiters müssen die Tonerteilchen nicht mehr zwingend mit Hilfe eines Wechselfeldes von der Oberfläche des Applikatorelements gelöst werden, um auf die Oberfläche des Fotoleiterelements übertragen zu werden. Zumindest kann die Stärke des im Kontaktbereich erzeugten Wechselfeldes gegenüber einem bei der Entwicklung über einen Luftspalt erforderlichen Wechselfeld erheblich reduziert werden.

Ferner kann durch einen direkten Kontakt der Oberfläche des Fotoleiters, insbesondere beim Vorsehen eines Fotoleiterbandes oder eines Applikatorbandes, auf ein Stützelement an der Übertragungsstelle verzichtet werden, wodurch auch Gegenstände, die eine größere Abmessung als die Höhe eines üblichen Entwicklungsspalts haben, die Umdruckstelle passieren können, ohne das Applikatorelement und das Fotoleiterelement zu beschädigen. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung werden ferner die verstärkten Anhäufungen von Tonerteilchen in Randbereichen von einzufärbenden Flächen vermieden, wodurch das Versprühen von Tonerteilchen sowie Karies beim Umdruck einzufärbender Bereiche auf einfache Art und Weise vermieden wird.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einfärben eines Ladungsbildes mit Tonermaterial in einem Drucker oder Kopierer, bei dem auf einer eine fotoleitfähige Schicht umfassenden Oberfläche eines Fotoleiterelements ein Ladungsbild entsprechend einem zu erzeugenden Druckbild erzeugt wird. Auf zumindest einem Bereich der Oberfläche eines Applikatorelements wird eine Schicht aus Tonerteilchen aufgebracht. Die Oberfläche des Fotoleiterelements wird von zumindest einem Teil der auf der Oberfläche des Applikatorelements aufgebrachten Tonerteilchen berührt.

Durch dieses erfindungsgemäße Verfahren wird erreicht, dass verstärkte Einfärbungen von Randbereichen einzufärbender Flächen vermieden werden, wodurch der Tonerverbrauch beim gleichzeitigen Erhöhen der Druckqualität reduziert werden kann. Durch den direkten Kontakt des Fotoleiterelements mit den auf der Oberfläche des Applikatorelements befindlichen Tonerteilchen müssen aufwendige Vorrichtungen zum Einstellen eines exakten Luftspalts zwischen dem Fotoleiterelement und dem Applikatorelement nicht mehr vorgesehen werden.

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden auf die in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele Bezug genommen, die an Hand spezifischer Terminologie beschrieben sind. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Schutzumfang der Erfindung dadurch nicht eingeschränkt werden soll, da derartige Veränderungen und weitere Modifizierungen an den gezeigten Vorrichtungen und den Verfahren sowie derartige weitere Anwendungen der Erfindung, wie sie darin aufgezeigt sind, als übliches derzeitiges oder künftiges Fachwissen eines zuständigen Fachmanns angesehen werden. Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, nämlich:

1 eine Schnittdarstellung einer Anordnung zum Einfärben eines auf einem Fotoleiterband vorhandenen Ladungsbild;

2 eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Einfärben eines auf dem Fotoleiterband vorhandenen Ladungsbildes;

3 eine Schnittdarstellung einer Anordnung zum Einfärben eines auf einem Fotoleiterband vorhandenen Ladungsbildes mit einer schwenkbaren Applikatorwalze gemäß einer ersten Ausführungsform;

4 eine Schnittdarstellung einer Anordnung zum Einfärben eines auf einem Fotoleiterband vorhandenen Ladungsbildes mit einer schwenkbaren Applikatorwalze gemäß einer zweiten Ausführungsform;

5 eine Schnittdarstellung einer Anordnung zum Einfärben eines auf einem Fotoleiterband vorhandenen Ladungsbildes mit einer Vorrichtung zum Heranführen des Fotoleiterbands an eine Applikatorwalze gemäß einer ersten Ausführungsform; und

6 eine Schnittdarstellung einer Anordnung zum Einfärben eines auf einem Fotoleiterband vorhandenen Ladungsbildes mit einer Vorrichtung zum Heranführen des Fotoleiterbandes an eine Applikatorwalze gemäß einer zweiten Ausführungsform.

In 1 ist eine Schnittdarstellung einer Anordnung zum Einfärben eines auf einem Fotoleiterband 12 vorhandenen Ladungsbildes mit Tonermaterial mit Hilfe einer Entwicklereinheit 10 dargestellt. Das Fotoleiterband 12 wird in Richtung des Pfeils P1 mit im Wesentlichen gleich bleibender Geschwindigkeit angetrieben. Die Entwicklereinheit 10 enthält eine Applikatorwalze 14, eine Magnetwalze 16 und ein Mischrad 18. Der untere Teil des Mischrads 18 befindet sich in einem so genannten Gemischsumpf 20 der Entwicklereinheit 10. In diesem Gemischsumpf 20 ist ein Zweikomponentengemisch aus elektrisch geladenen Tonerteilchen und ferromagnetischen Trägerteilchen enthalten. Die elektrisch geladenen Tonerteilchen haften an den ferromagnetischen Trägerteilchen. Die Trägerteilchen dienen im Wesentlichen dazu, die Tonerteilchen mit Hilfe der Magnetwalze 16 zur Applikatorwalze 14 zu transportieren.

Im Inneren der Magnetwalze 16 sind drei Magnetelemente 22, 24, 26 ortsfest angeordnet. Die Magnetelemente sind Permanentmagnete, insbesondere Naturmagnete, die sich im Inneren der Walze 16 über deren gesamte Länge erstrecken. Die Längsachsen durch die Pole der Magnetelemente 22, 24, 26 sind radial ausgerichtet, wobei die Südpole der Magnetelemente 22 und 26 sowie der Nordpol des Magnetelements 24 zur Walzenoberfläche hin ausgerichtet sind. Die Gegenpole der Magnetelemente 22, 24, 26 sind nicht dargestellt.

Im Bereich der Magnetelemente 22, 24, 26 werden auf der Oberfläche der Magnetwalze 16 so genannte Magnetbürsten (nicht dargestellt) ausgebildet, durch die in diesen Bereichen erhabene Ansammlungen aus Tonerteilchen und Trägerteilchen gebildet werden. Die ferromagnetischen Trägerteilchen werden zusammen mit an diesen haftenden Tonerteilchen im Bereich der Magnetelemente 22, 24, 26 durch das durch diese erzeugte Magnetfeld gehalten und entlang der resultierenden Feldlinien der Magnetfelder ausgerichtet, wodurch im Bereich der Magnetpole eine bürstenförmige Anhäufung von Tonerteilchen und Trägerteilchen erzeugt wird.

Das Mischrad 18 wird in Richtung des Pfeils P2 angetrieben, wodurch die im Gemischsumpf 20 befindlichen Tonerteilchen und Trägerteilchen durchmischt werden. Die Tonerteilchen werden durch die beim Durchmischen erzeugte Reibung tiboelektrisch aufgeladen. Das Zweikomponentengemisch aus Tonerteilchen und Trägerteilchen wird durch die Drehbewegung des Mischrades 18 bis zu der Magnetwalze 16 hinauf geschleudert bzw. gewirbelt, wodurch ein Teil des Zweikomponentengemischs auf die Oberfläche der Magnetwalze 16 auftrifft und insbesondere durch die Magnetfelder der Magnetelemente 22 und 24 auf der Oberfläche der Magnetwalze 16 gehalten wird. Durch die Bewegung der Magnetwalze 16 in Richtung des Pfeils P2 wird das Gemisch aus Tonerteilchen und Trägerteilchen auf der Oberfläche der Magnetwalze 16 gefördert. Die Schichtdicke der auf der Oberfläche der Magnetwalze 16 befindlichen Schicht des Zweikomponentengemischs wird durch eine Rakel 28 begrenzt.

Die Magnetwalze 16 enthält eine Metallhülse 30, die mit einer keramischen Schicht einer geeigneten Rauhigkeit beschichtet worden ist und dadurch gute Hafteigenschaften zum Transport des Zweikomponentengemischs hat. Die Metallhülse 30 ist mit einem ersten Potential einer Gleichspannungsquelle DC1 verbunden. Die Gleichspannungsquelle DC1 ist stufenlos einstellbar, wobei die Spannung der Gleichspannungsquelle DC1 mit Hilfe einer Steuereinheit eingestellt wird. Der von der Gleichspannungsquelle DC1 erzeugten Gleichspannung ist eine Wechselspannung AC1 überlagert, die mit Hilfe einer Wechselspannungsquelle erzeugt wird. Die mit Hilfe der Wechselspannungsquelle AC1 erzeugte Wechselspannung ist vorzugsweise konstant voreingestellt.

Die Applikatorwalze 14 enthält eine Metallhülse 32, die mit dem zweiten Potential der Gleichspannungsquelle DC1 sowie mit dem zweiten Potential der Wechselspannungsquelle AC1 verbunden ist. Somit wird zwischen der Metallhülse 32, der Applikatorwalze 14 und der Metallhülse 30 der Magnetwalze 16 ein elektrisches Gleichfeld und ein diesem elektrischen Gleichfeld überlagerten Wechselfeld erzeugt. Die elektrischen Felder sind an der Stelle 46 mit dem geringsten Abstand zwischen der Applikatorwalze 14 und der Magnetwalze 16 am stärksten. Das elektrische Wechselfeld zwischen Applikatorwalze 14 und der Magnetwalze 16 bewirkt ein Lösen der Tonerteilchen von den Trägereteilchen. Das elektrische Gleichfeld zwischen der Applikatorwalze 14 und der Magnetwalze 16 führt dazu, dass sich auf die Tonerteilchen eine Kraft in Richtung Applikatorwalze 14 ausgeübt wird, so dass sich die von den Trägerteilchen gelösten Tonerteilchen an der Applikatorwalze 14 als gleichmäßige Schicht anlagern. Die Menge der aus dem Zweikomponentengemisch herausgelösten und an die Applikatorwalze 14 angelagerten Tonerteilchen ist dabei von der Potentialdifferenz zwischen dem ersten Potential und dem zweiten Potential abhängig, d.h. im Wesentlichen von der durch die Gleichspannungsquelle DC1 erzeugten Spannung.

Die an die Oberfläche der Applikatorwalze 14 angelagerten Tonerteilchen haften auf dieser Oberfläche elektrostatisch. Somit kann durch die eingestellte Spannung einer Spannungsquelle DC1 die auf der Applikatorwalze 14 erzeugte Schichtdicke der Tonerteilchenschicht auf einfache Art und Weise eingestellt werden. Im Bereich 34 befindet sich auf dem Fotoleiterband 12 ein Ladungsbild, das einem zu erzeugenden Tonerbild bzw. einem zu erzeugenden Druckbild entspricht. Ein solches Ladungsbild wird auch als latentes Druckbild bezeichnet. Das Fotoleiterband 12 wird in Richtung des Pfeils P1 bewegt. Gleichzeitig zur Bewegung des Fotoleiterbands 12 wird die Applikatorwalze 14 in Richtung des Pfeils P4 angetrieben. Die Umlaufgeschwindigkeit des Fotoleiterbands 12 und die Umlaufgeschwindigkeit der Applikatorwalze 14 sind im Wesentlichen gleich, so dass im Wesentlichen keine Geschwindigkeitsdifferenz im Bereich der Umdruckstelle 36 zwischen Fotoleiterband 12 und Applikatorwalze 14 auftritt. Durch die Bewegung des Fotoleiterbands 12 und der Applikatorwalze 14 wird in dem Luftspalt zwischen den beiden Elementen eine relativ starke Luftströmung erzeugt. Diese Luftströmung kann zum Loslösen einzelner Tonerteilchen führen, wobei sich diese Tonerteilchen auf nicht einzufärbenden Bereichen des Fotoleiterbandes 12 anlagern oder aus diesem Spalt herausgetragen und auf Bauteilen des Druckers oder Kopierers angelagert werden können.

Die einzufärbenden Bereiche des Ladungsbildes 34 werden im Umdruckbereich 36 mit Tonermaterial eingefärbt, wobei im Wesentlichen die gesamte auf der Oberfläche der Applikatorwalze befindliche Tonermaterialschicht, die dem einzufärbenden Bereich gegenüberliegt, auf das Fotoleiterband 12 übertragen wird. Durch die Wechselspannung DC2 werden die an der Applikatorwalze 14 haftenden Tonerteilchen von deren Oberfläche gelöst, wodurch im Umdruckbereich 36 eine so genannte Tonerwolke entsteht. Die in dieser Tonerwolke befindlichen Tonerteilchen werden dann auf den einzufärbenden Bereichen des Fotoleiterbandes 12 angelagert. In Randbereichen dieser einzufärbenden Bereiche werden aus der Wolke mehr Tonerteilchen angelagert als in den übrigen einzufärbenden Bereichen, da dort auch Tonerteilchen zur Verfügung stehen, die aufgrund der nicht einzufärbenden Bereiche des Ladungsbildes zur Verfügung stehen. Diese Tonerteilchen werden aufgrund des elektrischen Gleichfeldes DC2 zu den einzufärbenden Bereichen hin gefördert.

Im Bereich 38 des Fotoleiterbandes 12 befindet sich somit ein Tonerbild auf dem Fotoleiterband 12, das im Wesentlichen dem zu erzeugenden Druckbild entspricht. Auf der Applikatorwalze 14 bleibt im Bereich 40 ein Tonerbild zurück, das im Wesentlichen im Negativ des im Bereich 38 befindlichen Druckbildes entspricht. Mit Hilfe einer Rakel 42 wird das noch auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 befindliche Tonermaterial von dieser entfernt. Das entfernte Tonermaterial fällt zurück in den Gemischsumpf 20 und steht somit zum nachfolgenden Einfärben der Applikatorwalze 14 wieder zur Verfügung.

Mit Hilfe der Rakel 42 wird das gegebenenfalls noch auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 in den Bereichen, von denen Tonermaterial zum Einfärben des Ladungsbildes entnommen und auf das Fotoleiterband 12 übertragen worden ist, vorhandenes Tonermaterial von der Oberfläche der Applikatorwalze 14 entfernt. Zum Entfernen des auf der Applikatorwalze 14 verbleibenden Tonermaterials und zum Reinigen der Oberfläche der Magnetwalze 16 können weitere Reinigungsvorrichtung zusätzlich oder alternativ zur Rakel 42 vorgesehen sein, wie sie insbesondere aus der internationalen Patentanmeldung WO 03/036393 A2 bekannt sind. Die aus dieser Patentanmeldung bekannten Anordnungen zum Einfärben und Reinigen von Applikatorelementen und Magnetwalzen werden in die vorliegende Patentanmeldung durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen. Ferner sind in dieser genannten Patentanmeldung auch der Aufbau und alternative Aufbauten der Magnetwalze 16 ausführlich beschrieben. Auch diese Offenbarung wird hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.

Wie bereits erwähnt, ist im Umdruckbereich 36 ein Luftspalt zwischen der Oberfläche der Applikatorwalze 14 und des Fotoleiterbandes 12 vorgesehen. Die Entwicklung des im Bereich 34 vorhandenen Ladungsbildes mit Tonermaterial erfolgt über diesen Luftspalt. Das Fotoleiterband 12 enthält eine elektrisch leitende Schicht 44, die, wie bereits erwähnt, mit einem zweiten Potential einer zweiten Gleichspannungsquelle DC2 verbunden ist. Das erste Potential der Gleichspannungsquelle DC1 ist mit dem zweiten Potential der Gleichspannungsquelle DC2 und somit mit der Metallhülse 32 der Applikatorwalze 14 verbunden. Mit Hilfe der Gleichspannungsquelle DC2 wird somit das elektrische Gleichfeld zwischen der elektrisch leitenden Schicht 44 und der Metallhülse 32 erzeugt, wodurch auf die Tonerteilchen im Umdruckbereich 36 eine Kraft in Richtung der Oberfläche des Fotoleiterbandes 12 ausgeübt wird.

Vorzugsweise ist auch die Gleichspannungsquelle DC2 stufenlos einstellbar, so dass die Stärke des elektrischen Gleichfeldes zwischen der Metallhülse 32 und der elektrisch leitenden Schicht 44 in einem großen Bereich eingestellt und gegebenenfalls geregelt werden kann. Der Applikatorwalze 14 an der Umdruckstelle 36 gegenüberliegend ist an der Rückseite des Fotoleiterbands 12 ein Stützelement 48 vorgesehen, an dem die Rückseite des Fotoleiterbands 12 im Umdruckbereich 36 vorbeigleitet. Ein solches Stützelement 48 kann z.B. eine keramische Oberfläche haben, wodurch die Reibung und die elektrostatische Aufladung an dem Stützelement 48 verringert wird. Das Stützelement 48 kann auch eine zur Rückseite des Fotoleiterbandes 12 hin poröse Oberfläche haben, aus der ein definierter Luftstrom austreten kann. Mit Hilfe des Luftstroms kann dann der Spalt zwischen der Applikatorwalze 14 und dem Fotoleiterband 12 eingestellt werden. Eine solche Anordnung und ein solches Verfahren ist in dem deutschen Patent DE 102 33 189 ausführlich beschrieben. Der Inhalt dieses Patentes wird hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.

In 2 ist eine Schnittdarstellung einer alternativen Anordnung zum Einfärben des auf dem Fotoleiterband vorhandenen Ladungsbildes mit Tonermaterial, das sich auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 befindet, dargestellt. Im Unterschied zu 1 berührt das Fotoleiterband 12 an der Umdruckstelle 36 die Oberfläche des Applikatorelements 14 bzw. die auf der Oberfläche des Applikatorelements 14 im Übertragungsbereich 36 vorhandene Schicht Tonermaterial. Vor der Umdruckstelle 36 ist eine Walze 50 angeordnet und nach der Umdruckstelle 36 eine Walze 52. Die Walzen 50, 52 dienen zur Führung des Fotoleiterbands 12 im Umdruckbereich 36, wobei die Längsachsen der Walzen 50, 52 im Wesentlichen quer zur Förderrichtung P1 des Fotoleiterbands 12 verlaufen.

Die Walzen 50, 52 haben im Wesentlichen den gleichen Abstand zur Umdruckstelle 36. Bei der Anordnung nach 2 ist ein Führungselement an der Innenseite des endlosen Fotoleiterbands 12 gegenüber der Umdruckstelle 36 nicht erforderlich. Die Applikatorwalze 14 ist derart angeordnet, dass sie das Fotoleiterband 12 im Bereich zwischen den Walzen 50, 52 zwischen diese Walzen hineindrückt. Das Fotoleiterband 12 wird in Folge der Bandspannung gegen die Oberfläche der Applikatorwalze 14 bzw. gegen die darauf befindliche Tonerschicht gedrückt. Durch den direkten Kontakt zwischen Fotoleiterband 12 und Applikatorwalze 14 ist ein Luftstrom nicht mehr in der Form vorhanden, wie bei einer Anordnung gemäß 1, bei der ein Spalt zwischen Applikatorelement 14 und Fotoleiterband 12 vorhanden ist. Die Außenseite des Fotoleiterbands 12 berührt bzw. kontaktiert die Oberfläche der Applikatorwalze 14 bei der Anordnung nach 2 entlang einer Strecke, die sich aus der geometrischen Anordnung der Walzen 50, 52 und 14 ergibt. Diese Strecke ist in 2 mit NIP bezeichnet. Bei vorteilhaften Anordnungen ist die Länge dieser Strecke im Bereich von 0,5 mm bis 10 mm, vorzugsweise im Bereich von 1 mm bis 3 mm. Die gemeinsame Tangente der Walzen 50, 52 an deren Unterseite schneidet die Applikatorwalze 14. Die größte Entfernung der Oberfläche der Applikatorwalze 14 im Bereich NIP zu dieser Tangente auf einer zur Tangente orthogonalen Geraden wird als Eintauchtiefe der Applikatorwalze 14 in das Fotoleiterband 12 bezeichnet.

Durch den direkten Kontakt zwischen den auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 vorhandenen Tonerteilchen und dem Fotoleiterband 12 ist ein so starkes elektrisches Wechselfeld zwischen der Applikatorwalze 14 und dem Fotoleiterband 12, wie es bei der Anordnung nach 1 notwendig ist, nicht mehr erforderlich. Die Tonerteilchen werden mit Hilfe einer Anordnung nach 2 auch bei einem relativ schwachen elektrischen Wechselfeld von der Oberfläche der Applikatorwalze 14 gelöst. Durch das geringere elektrische Wechselfeld wird eine wesentlich kleinere Tonerwolke oder gar keine Tonerwolke im Kontaktbereich der Anordnung nach 2 erzeugt. Somit werden auch die durch eine relativ große Tonerwolke bewirkten negativen Effekte, wie beispielsweise verstärkte Tonerhäufungen in Randbereichen einzufärbender Flächen, übermäßiges Versprühen von Tonerteilchen, das so genannte Spreading, sowie Karies vermieden oder zumindest erheblich reduziert. Bei der Anordnung nach 2 wird nur die auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 vorhandene Tonerteilchenschicht auf die einzufärbenden Bereiche des Fotoleiterbandes 12 übertragen.

Ferner wird eine ungleichmäßige Einfärbung in einem einzufärbenden Bereich durch die Anordnung nach 2 verhindert. Durch die Vermeidung der Toneranhäufung im Randbereich, dem so genannten Kanteneffekt, wird auch der Tonerverbrauch reduziert.

In dem Fall, in dem Partikel zwischen Applikatorwalze 14 und Fotoleiterband 12 im Umdruckbereich 36 geraten, z.B. Tonerklumpen, Papierpartikel oder von Baugruppen des Druckers oder Kopierers losgelöste Teile, kann das Fotoleiterband 12 in Folge der im Unterschied zur 1 nicht vorhandenen Führungselemente im Umdruckbereich 36 einfach weiter nach innen (oben) ausgelenkt werden, wobei sich lediglich dessen Bandspannung erhöht. Das Fotoleiterband 12 wird dabei jedoch nicht zwingend zerstört, wie dies bei der Anordnung nach 1 der Fall sein würde. Im Unterschied zu der Anordnung nach 1 können die Elemente nach 2, insbesondere die Applikatorwalze 14 und die Führungswalzen 50, 52 erheblich größere Rundlauftoleranzen und Justagetoleranzen haben, da ein Entwicklungsspalt nicht exakt eingestellt und eingehalten werden muss. Bei der Anordnung nach 1 muss der Entwicklungsspalt im Wesentlichen exakt, beispielsweise auf 200 &mgr;m, eingestellt werden. Dadurch können die Herstellungskosten der einzelnen Elemente bei der Anordnung nach 2 sowie der Aufwand für Einstellungs- und Wartungsarbeiten erheblich reduziert werden.

Bei der Anordnung nach 2 hat es sich in praktischen Tests weiterhin als vorteilhaft erwiesen, die Entwicklungswalze mit einer Spannung AC4 im Bereich von 800 bis 1600 Volt Wechselspannung und einer Gleichspannung DC 3 im Bereich von –150 Volt bis –350 Volt Gleichspannung gegenüber Massepotential zu beaufschlagen. Die nicht dargestellte Magnetwalze 16 wird mit einer Gleichspannung im Bereich von –800 Volt bis –1400 Volt Gleichspannung beaufschlagt. Die Wechselspannung AC4 dient auch bei der Anordnung nach 2 zum Lösen der Tonerteilchen von der Oberfläche der Applikatorwalze 14. Jedoch kann diese Wechselspannung AC4 erheblich geringer sein als die Wechselspannung AC2 nach 1. Dadurch wird durch die Wechselspannungsquelle AC4 im Wesentlichen keine Tonerwolke erzeugt, die sich wie bereits beschrieben, negativ auf das erzeugte Druckbild auswirken würde. Besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, die Applikatorwalze 14 mit einer Wechselspannung im Bereich von 1000 Volt bis 1300 Volt zu beaufschlagen.

In 3 ist eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Einfärben eines auf einem Fotoleiterband 12 vorhandenen Ladungsbildes mit Tonermaterial mit Hilfe von Tonerteilchen, die auf der Oberfläche einer Applikatorwalze 14 vorhanden sind, gezeigt. Im Unterschied zur 2 ist die Applikatorwalze 14 mit Hilfe einer Schwenkanordnung 54 an das Fotoleiterband 12 schwenkbar und von diesem wegschwenkbar. Ein Schwenkrahmen 56 ist um eine Drehachse 58 entlang des Pfeils P5 drehbar angeordnet. Die Applikatorwalze 14 ist im abgeschwenkten Zustand mit dem Bezugszeichen 14 und im angeschwenkten Zustand mit dem Bezugszeichen 14a bezeichnet. In gleicher Weise ist das Fotoleiterband 12 im abgeschwenkten Zustand der Applikatorwalze 14 mit 12 und im angeschwenkten Zustand der Applikatorwalze 14a mit 12a bezeichnet. Der Schwenkrahmen 56 ist im angeschwenkten Zustand mit 56a bezeichnet.

Die Applikatorwalze 14 ist im Schwenkrahmen 56 derart befestigt, dass mit Verschwenken des Schwenkrahmens 56 entlang des Pfeils P5 die Lage der Drehachse der Applikatorwalze 14 verändert wird. Ferner ist bei der Anordnung nach 3 eine Reinigungswalze 60 vorgesehen, die im Schwenkrahmen 56 derart fixiert ist, dass die Drehachse der Reinigungswalze 60 beim Verschwenken des Schwenkrahmens entlang des Pfeils P5 mit verschwenkt wird. Dadurch wird die Position der Reinigungswalze 60 gegenüber der Applikatorwalze 14 in jeder Position des Schwenkrahmens 56 gleich beibehalten. Die Reinigungswalze 60 ist eine Magnetwalze, die ähnlich der Magnetwalze 16 nach 1 aufgebaut.

Auf der Oberfläche der Reinigungswalze 60 wird ein Teilchengemisch aus Trägerteilchen und Tonerteilchen mit einem relativ geringen Anteil an Tonerteilchen gefördert, wodurch dieses Teilchengemisch durch Ausbilden einer Magnetbürste auf der Oberfläche der Reinigungswalze 60 in Kontakt mit der Oberfläche der Applikatorwalze 14 gebracht wird, so dass diese Magnetbürste mit den Tonerteilchen auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 in Kontakt gebracht werden, die nach dem Passieren des Übertragungsbereichs 36 noch auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 verbleiben. Wie bereits erwähnt, verbleiben nach der Umdruckstelle 36 Tonerteilchen auf der Oberfläche der Applikatorwalze in Bereichen, die im Wesentlichen dem Negativ des erzeugten Druckbildes entsprechen.

Vorteilhafterweise wird das Teilchengemisch, das auf der Oberfläche der Magnetwalze 16 gefördert wird, nach dem Übertragen von Tonerteilchen aus diesem Teilchengemisch auf die Oberfläche der Applikatorwalze 14 zur Reinigungswalze 60 transportiert, wodurch dieses Teilchengemisch dann mit Hilfe der Reinigungswalze 60 zum Reinigen des auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 verbleibenden Tonerteilchen genutzt wird. Die Änderung des Verlaufs des Fotoleiterbands 12a gegenüber dem Verlauf des Fotoleiterbands 12 wird auch als Auslenkung des Fotoleiterbands 12 bezeichnet, wobei die Amplitude dieser Auslenkung der Eintauchtiefe der Applikatorwalze 14 entspricht. Der Drehpunkt der Schwenkanordnung 56 verläuft entlang der Drehachse 58 der Magnetwalze 16. Durch diese gemeinsame Drehachse bleibt der Abstand zwischen der Oberfläche der Magnetwalze 16 und der Applikatorwalze 14 in jeder Schwenkposition gleich.

In 4 ist die Anordnung nach 3 dargestellt, wobei die Schwenkachse 58 des Schwenkrahmens 56 nicht mit der Drehachse der Magnetwalze 16 übereinstimmt. Dadurch ändert sich der Abstand beim Schwenken zwischen der Oberfläche der Magnetwalze 16 und der Applikatorwalze 14. Im abgeschwenkten Zustand, in dem die Oberfläche der Applikatorwalze 14 die Oberfläche des Fotoleiterbands 12 nicht berührt, wird gegenüber der angeschwenkten Position der Abstand zwischen den Oberflächen der Magnetwalze 16 und der Applikatorwalze 14 vergrößert, wodurch dann nur eine relativ geringe Menge oder kein Tonermaterial auf der Oberfläche der Applikatorwalze 14 angelagert wird.

Die Menge des mit Hilfe der Reinigungswalze 60 von der Oberfläche der Applikatorwalze 14 im abgeschwenkten Zustand zu entfernenden Tonerteilchen kann dadurch erheblich reduziert werden, wodurch das Tonermaterial dann weniger beansprucht wird. Eine solche Beanspruchung wird auch als Stressen des Tonermaterials bezeichnet. Das Tonermaterial wird somit bei der Anordnung nach 4 im Unterschied zu der Anordnung nach 3 nicht so stark gestresst. Dadurch können die Eigenschaften des Tonermaterials über einen längeren Zeitraum konstant gehalten werden, wodurch die Qualität der erzeugten Druckbilder auch über einen längeren Zeitraum konstant gehalten werden kann.

In 5 ist eine Schnittdarstellung einer weiteren Anordnung zum Einfärben von auf dem Fotoleiterband 12 vorhandenen Ladungsbildern mit Hilfe der Applikatorwalze 14 gezeigt. Bei der Anordnung nach 5 wird im Unterschied zu den Anordnungen nach den 3 und 4 das Fotoleiterband 12 an die Applikatorwalze 14 herangeführt. In 5 ist dafür eine Anordnung 70 mit den Walzen 72, 74 vorgesehen, die das Fotoleiterband 12 von einem Betriebszustand, in dem das Fotoleiterband 12 die Oberfläche der Applikatorwalze 14 nicht berührt, in einen Betriebszustand gebracht werden kann, in dem die Oberfläche des Fotoleiterbands 12 die Oberfläche der Applikatorwalze 12 berührt. Die Anordnung 70 ist über eine Linearführung 76 geführt, so dass bei einer Bewegung der Anordnung 70 mit Hilfe eines nicht dargestellten Stellantriebs die Walzen 72, 74 aus den Positionen 72a, 74a in die mit Hilfe der Bezugszeichen 72, 74 bezeichneten Positionen gebracht werden kann.

Alternativ zu der in 5 dargestellten Anordnung 70 zum Schwenken des Fotoleiterbands 12 an die Applikatorwalze 14 ist in 6 eine alternative Anordnung 80 zum Schwenken des Fotoleiterbands 12 an die Applikatorwalze 14 dargestellt. Die Anordnung 80 umfasst einen Schwenkrahmen 82, der um eine Schwenkachse 84 mit Hilfe eines nicht dargestellten Schwenkantriebs aus der abgeschwenkten Position 82a in die angeschwenkte Position 82 entlang des Pfeils P6 geschwenkt werden kann.

Im angeschwenkten Zustand umschließt ein Teil des Fotoleiterbands 12 einen Oberflächenbereich der Applikatorwalze 14. Im Schwenkrahmen sind zwei Walzen 86, 88 drehbar angeordnet, die mit dem Schwenkrahmen 82 beim Schwenken des Schwenkrahmens 82 ihre Lage zusammen mit dem Schwenkrahmen 82 ändern. In der angeschwenkten Position sind die Walzen mit den Bezugszeichen 86, 88 und in der abgeschwenkten Position mit den Bezugszeichen 86a, 88a bezeichnet.

Alternativ können die Schwenkanordnungen nach den 5 und 6 mit weiteren Bandführungselementen, insbesondere mit weiteren Walzen über ein Hebelsystem verbunden sein, durch das die Bandspannung im angeschwenkten, abgeschwenkten und während des Schwenkvorgangs im wesentlichen konstant gehalten wird.

Obgleich in den Zeichnungen und in der vorhergehenden Beschreibung bevorzugte Ausführungsbeispiele aufgezeigt und detailliert beschrieben worden sind, sollte sie lediglich als rein beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend angesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrieben sind und sämtliche Veränderungen und Modifizierungen, die derzeit und künftig im Schutzumfang der Erfindung liegen, geschützt werden sollen.

10Entwicklereinheit 12Fotoleiterband 14Applikatorwalze 16Magnetwalze 18Mischtrommel 20Gemischsumpf 22, 24, 26Magnetelemente 28, 42Rakel 30, 32Metallhülse 34Bereich Ladungsbild 36Umdruckbereich 38Bereich Tonerbild 40Negativ des Druckbildes 44elektrisch leitende Schicht 46Übertragungsbereich 48Führungselement 50, 52, 72, 74, 86, 88Walzen 54, 70, 80Schwenkanordnung 56, 82Schwenkrahmen 58, 84Schwenkachse 60Reinigungswalze 76Linearführung P1 bis P6Richtungspfeile DC1 bis DC4Gleichspannungsquelle AC1 bis AC4Wechselspannungsquelle

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Einfärben eines Ladungsbildes mit Tonermaterial in einem Drucker oder Kopierer,

    mit einem Fotoleiterelement (12), dessen Oberfläche eine fotoleitfähige Schicht enthält, auf der ein Ladungsbild (34) entsprechend einem zu erzeugenden Druckbild erzeugbar ist,

    und mit einem Applikatorelement (14), auf dessen Oberfläche zumindest in einem Bereich eine Schicht aus Tonerteilchen aufgebracht worden ist,

    wobei das Fotoleiterelement (12) und das Applikatorelement (14) derart zueinander angeordnet sind, dass an einer Kontaktstelle (36) zwischen dem Fotoleiterelement (12) und dem Applikatorelement (14) zumindest ein Teil der auf der Oberfläche des Applikatorelements (14) aufgebrachten Tonerteilchen die Oberfläche des Fotoleiterelements (12) berühren.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fotoleiterelement (12) und das Applikatorelement (14) derart zueinander angeordnet sind, dass die Oberfläche des Applikatorelements (14) die Oberfläche des Fotoleiterelements (12) an der Kontaktstelle (36) berührt, wenn keine Tonerteilchen auf der Oberfläche des Applikatorelements (14) vorhanden sind.
  3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fotoleiterelement (12) und das Applikatorelement (14) derart ausgebildet und/oder angeordnet sind, dass sich die Oberflächen des Fotoleiterelements (12) und des Applikatorelements (14) auf einer Strecke (NIP) entlang deren Förderrichtung (P1) berühren, wobei die Kontaktstelle (36) durch diese Strecke (NIP) gebildet wird.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strecke (NIP) eine Länge im Bereich von 0,5 mm bis 10 mm hat, vorzugsweise eine Länge im Bereich von 1 mm bis 3 mm.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fotoleiterelement (12) oder das Applikatorelement (14) an der Kontaktstelle (36) eine nach außen gewölbte Oberfläche hat und das jeweils andere Element (12, 14) an dieser Kontaktstelle (36) durch diese nach außen gewölbte Oberfläche nach innen gedrückt wird und dadurch die nach außen gewölbte Oberfläche umschließt.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fotoleiterelement (12) ein endloses Fotoleiterband (12) ist, das das Applikatorelement (14) an der Kontaktstelle umschließt, wobei das Applikatorelement vorzugsweise eine Applikatorwalze oder ein Applikatorband ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Applikatorelement (14) ein endloses Applikatorband ist, das das Fotoleiterelement (12) an der Kontaktstelle umschließt, oder dass das Applikatorelement eine elastische Oberfläche hat, in die das Fotoleiterelement (12) hineindrückbar ist, so dass das Applikatorelement (14) das Fotoleiterelement (12) an der Kontaktstelle (36) umschließt, wobei das Fotoleiterelement (12) vorzugsweise eine walzenförmige Fotoleitertrommel ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Element (12, 14), das an der Kontaktstelle (36) von dem jeweils anderen Element (12, 14) umschlossen wird, in das andere Element (12, 14) eintaucht, wobei die Eintauchtiefe im Bereich von 0,5 mm bis 8 mm, vorzugsweise im Bereich von 2 mm bis 5 mm liegt.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Fotoleiterelement (12) oder das Applikatorelement (14) als endloses Band ausgeführt sind, dass dieses Band vor und nach dem Kontaktbereich über je eine Walze (50, 52) geführt ist, wobei es zumindest an den Kontaktstellen mit den Walzen (50, 52) eine gemeinsame Tangente der beiden Walzen (50, 52) schneidet, und dass das jeweils andere Element (12, 14) das über die Walzen (50, 52) geführte Band zwischen die Walzen (50, 52) drückt, dass die Tangente zwischen den Walzen (50, 52) das andere Element (12, 14) schneidet, wobei der Abstand zwischen der Tangente und dem am weitesten von der Tangente entfernten Punkt des Bandes (12, 14) zwischen den Walzen (50, 52) die Eintauchtiefe des anderen Elements (12, 14) ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fotoleiterelement (12) und das Applikatorelement (14) derart im Drucker oder Kopierer angeordnet sind, dass deren Oberflächen an zumindest einer Stelle mit einer voreinstellbaren Kraft aufeinander gedrückt werden.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Erzeugen eines elektrischen Feldes zwischen dem Fotoleiterelement (12) und dem Applikatorelement (14) zumindest im Bereich der Kontaktstelle (36) vorgesehen sind, wobei das Feld eine Kraft auf die Tonerteilchen in Richtung des Fotoleiterelements (12) ausübt und dessen Feldstärke vorzugsweise steuerbar ist, wobei das elektrische Feld vorzugsweise ein elektrisches Gleichfeld ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Mittel zum Erzeugen eines elektrischen Wechselfeldes zwischen dem Fotoleiterelement (12) und dem Applikatorelement (14) zumindest im Bereich der Kontaktstelle (36) vorgesehen sind.
  13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Applikatorelement (14) aufgebrachte Schicht Tonerteilchen eine im Wesentlichen gleichmäßige Schichtdicke hat, die vorzugsweise mit Hilfe eines auf der Oberfläche einer Magnetwalze (16) geförderten Teilchengemischs aus ferromagnetischen Trägerteilchen und elektrisch geladenen Tonerteilchen erzeugt wird.
  14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung Mittel (70, 80) umfasst, durch die die Lage des Fotoleiterelements (12) oder des Applikatorelements (14) änderbar ist, dass in einem ersten Betriebszustand das Fotoleiterelement (12) und das Applikatorelement (14) derart zueinander angeordnet sind, dass an einer Kontaktstelle (36) zwischen dem Fotoleiterelement (12) und dem Applikatorelement (14) zumindest ein Teil der auf der Oberfläche des Applikatorelements (14) aufgebrachten Tonerteilchen die Oberfläche des Fotoleiterelements (12) berühren, und dass einem zweiten Betriebszustand das Fotoleiterelement (12) und das Applikatorelement (14) derart zueinander angeordnet sind, dass das Fotoleiterelement (12) und das Applikatorelement (14) in einem Abstand zueinander angeordnet sind, dass die auf der Oberfläche des Applikatorelements (14) aufgebrachten Tonerteilchen die Oberfläche des Fotoleiterelements (12) nicht berühren.
  15. Verfahren zum Einfärben eines Ladungsbildes mit Tonermaterial in einem Drucker oder Kopierer,

    bei dem auf einer eine fotoleitfähige Schicht umfassenden Oberfläche eines Fotoleiterelements (12) ein Ladungsbild (34) entsprechend einem zu erzeugenden Druckbild erzeugt wird,

    und bei dem auf zumindest einem Bereich der Oberfläche eines Applikatorelements (14) eine Schicht aus Tonerteilchen aufgebracht wird,

    wobei die Oberfläche des Fotoleiterelements (12) von zumindest einem Teil der auf der Oberfläche des Applikatorelements (14) aufgebrachten Tonerteilchen berührt wird.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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