PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60205795T2 10.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001241175
Titel Übergangsmetallverbindung, Katalysator für die Olefinpolymerisation und Verwendung des Katalysators für die Olefinpolymerisation
Anmelder Tosoh Corp., Shinnanyo, Yamaguchi, JP
Erfinder Tanabiki, Masao, Yokkaichi-shi, Mie 510-0007, JP;
Nagashima, Hideo, Kasuga-shi, Fukuoka, 816-0811, JP
Vertreter PRÜFER & PARTNER GbR, 81545 München
DE-Aktenzeichen 60205795
Vertragsstaaten DE, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.03.2002
EP-Aktenzeichen 020055653
EP-Offenlegungsdatum 18.09.2002
EP date of grant 31.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.2006
IPC-Hauptklasse C07F 19/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C07F 15/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Übergangsmetallverbindung, einen die Übergangsmetallverbindung umfassenden Katalysator für Polymerisation eines Olefins sowie auf ein Verfahren zur Polymerisation eines Olefins unter Verwendung des Katalysators.

Als ein Katalysator für die Polymerisation eines Olefins erregt ein Metallocenkatalysator, der eine Kombination aus einem Komplex mit einem Cyclopentadienylring als Liganden und einem Aluminoxan umfasst, Aufmerksamkeit, weil der Katalysator eine hohe katalytische Aktivität besitzt, ein Polymer ergibt, das eine enge Molekulargewichtsverteilung besitzt, und in der Lage ist, die Mikrostruktur des Polymers zu steuern. Ein solcher Metallocenkatalysator wird zum Beispiel in der Japanischen Ungeprüften Patentoffenlegung Nr. 558-19309 vorgeschlagen.

In den letzten Jahren ist berichtet worden, dass ein Katalysator, der einen Komplex später Übergangsmetalle umfasst, ein Polyolefin ergibt, das eine Struktur mit vielen Verzweigungen besitzt und die von der eines Polymers unterschieden werden kann, das mit dem herkömmlichen Metallocenkatalysator hergestellt wird. Solche Komplexe sind zum Beispiel ein in J. Am. Chem. Soc., 117, 6414 (1995) und WO 96/23010 offenbarter Diiminkomplex; ein in Science, 287, 460 (2000) und WO 00/56781 offenbarter Salicylaldiminkomplex; und ein in Organometallics, 20, 3217 (2001) und WO 01/30865 offenbarter Anilinotroponkomplex.

Ein primäres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine neuartige Übergangsmetallverbindung zur Verfügung zu stellen, die als Bestandteil eines Katalysators für die Polymerisation eines Olefins nützlich ist.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Katalysator für die Polymerisation eines Olefins zur Verfügung zu stellen, der die Polyolefinerzeugung mit erhöhtem Wirkungsgrad ermöglicht.

Noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein leistungsfähigeres Verfahren für die Polymerisation eines Olefins zur Verfügung zu stellen.

In einem Aspekt der vorliegenden Erfindung werden Übergangsmetallverbindungen zur Verfügung gestellt, die durch die folgenden Formeln (1), (4) und (8) dargestellt werden.

Formel (1):
worin R1 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe ist, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält;

Z einen Substituenten darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Substituenten besteht, die durch die folgenden Formeln (2) dargestellt werden:
worin R', R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe sind, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, R', R2 und R3 gleich oder verschieden sein können und zwei aus R', R2 und R3 ausgewählte Glieder unter der Voraussetzung zu einem Ring verbunden sein können, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können; E1 und E2 ein Atom der Gruppe 16 des Periodensystems darstellen, G', G1 und G2 ein Atom der Gruppe 15 des Periodensystems darstellen, n eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist, vorausgesetzt, dass der Fall von n = 0 bedeutet, dass Y und die Iminoacylgruppe in Formel (1) direkt miteinander verbunden sind;

Y einen Substituenten darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Substituenten besteht, die durch die folgenden Formeln (3) dargestellt werden:
worin R4, R7 und R8 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe sind, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, R5 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, R6 eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, E3 und E4 ein Atom der Gruppe 16 des Periodensystems darstellen, G3 und G4 ein Atom der Gruppe 15 des Periodensystems darstellen, R4 und R5 miteinander zu einem Ring verbunden sein können und R6 und R7 miteinander zu einem Ring verbunden sein können;

zwei aus R1, Z und Y ausgewählte Glieder unter der Voraussetzung, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können, zu einem Ring verbunden sein können;

A ein Übergangsmetallatom der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems oder ein typisches Element der Gruppen 1, 2 und 11 bis 16 des Periodensystems darstellt;

X' ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe, eine Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe enthält, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält; oder X' ein Halogenatom ist; und d eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und, wenn n mindestens 2 ist, die X' gleich oder verschieden sein können;

L' eine Koordinationsbindungen bildende Verbindung mit einem koordinierenden Teil ist, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron, Atomen der Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems und Halogenatomen besteht, und e eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und, wenn e mindestens 2 ist, die L' gleich oder verschieden sein können;

d eine Oxidationszahl des zentralen Metalls A ist;

M ein Übergangsmetallatom der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems darstellt;

X ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe, eine Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe enthält, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, oder X ein Halogenatom ist; und a eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist und, wenn a mindestens 2 ist, die X gleich oder verschieden sein können;

L eine Koordinationsbindungen bildende Verbindung mit einem koordinierenden Teil ist, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron, Atomen von Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems und Halogenatomen besteht, und b eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und, wenn b mindestens 2 ist, die L gleich oder verschieden sein können; und X und L miteinander verbunden sein können, L und R1 miteinander verbunden sein können und L und Y miteinander verbunden sein können; und

c eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist und die Summe von a + c eine Oxidationszahl des zentralen Metalls M ist.
Formel (4):
worin R1, R4, R5, Z, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d und e die gleichen wie R1, R4, R5, Z, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d bzw. e sind, die für Formel (1) definiert worden waren; zwei aus R1, R4, R5 und Z gewählte Glieder unter der Voraussetzung, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können, miteinander zu einem Ring verbunden sein können, X und L miteinander verbunden sein können, L und R5 miteinander verbunden sein können und L und R1 miteinander verbunden sein können.
Formel (8):
worin R1, R2, R4, R5, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d und e die gleichen wie R1, R2, R4, R5, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d bzw. e sind, die für Formel (1) definiert worden waren.

In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Katalysator für die Polymerisation eines Olefins zur Verfügung gestellt, der (A) eine Übergangsmetallverbindung, wie durch eine der Formeln (1), (4) und (8) dargestellt, und (B) einen aktivierenden Cokatalysator umfasst und der weiter (C) eine metallorganische Verbindung umfassen kann.

In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für die Polymerisation eines Olefins zur Verfügung gestellt, das umfasst, ein Olefin in Gegenwart des obigen Katalysators gemäss vorliegender Erfindung zu polymerisieren.

1 ist ein ORTEP-Diagramm des Komplexes 3a-Fe [Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II)]dibromoeisen(II).

2 ist ein ORTEP-Diagramm des Komplexes 3a-Co[Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II)]dibromocobalt(II).

3 ist ein ORTEP-Diagramm des Komplexes 3a-Zn[Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II)]dibromozink(II).

Übergangsmetallverbindungen

Neuartige Übergangsmetallverbindungen werden durch die oben angeführten Formeln (1), (4) und (8) dargestellt.

In Formel (1) stellt R1 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können die Gruppen Methyl, Ethyl, Vinyl, n-Propyl, Isopropyl, Allyl, n-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl, Pentyl, Neopentyl, Cyclopentyl, Hexyl, Cyclohexyl, Phenyl, Heptyl, Benzyl, 2-Methylphenyl, 4-Methylphenyl, Octyl, 2,6-Dimethylphenyl, 2-Ethylphenyl, Nonyl, Cumyl, 2-Isopropylphenyl, 2,4,6-Trimethylphenyl, 2-Ethyl-6-methylphenyl, Decyl, Naphthyl, Adamantyl, 2-tert-Butylphenyl, 2,6-Diethylphenyl, 2-Methyl-6-isopropylphenyl, Undecyl, 2-Ethyl-6-isopropyl, 2,6-Diethyl-4-methylphenyl, Dodecyl, 2,6-Diisopropylphenyl, 2-Biphenyl, 2-Cyclohexylphenyl, Tridecyl, 2,6-Diisopropyl-4-methylphenyl, Tetradecyl, 2,6-Dibutylphenyl, 1-Anthracenyl, Pentadecyl, 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenyl, 2-Phenyl-6-isopropyl, Hexadecyl, 2-Naphthylphenyl, 2-tert-Butyl-6-phenylphenyl, Heptadecyl, 2-tert-Butyl-4-methyl-6-phenylphenyl, Octadecyl, 2,6-Diphenylphenyl, Nonadecyl, Triphenylmethyl, 4-Methyl-2,6-diphenylphenyl, Arachidyl, 2,6-Di-p-tiphenyl, Heneicosanyl, 2,6-(p-Tolyl)-4-methylphenyl, Docosanyl, 2,6-Diphenyl-4-tert-butylphenyl, Tricosanyl, 2,6-(p-Tolyl)-4-isopropyl, Tetracosanyl, 2,4,6-Triphenylphenyl, Pentacosanyl, 2,6-Diphenyl-4-(p-tolyl)phenyl, Hexacosanyl, 2,6-(p-Tolyl)-4-biphenyl, Heptacosanyl, Octacosanyl, Nonacosanyl, Triacontanyl und 2,6-Bis(biphenylphenyl) erwähnt werden. Unter diesen werden die Gruppen 2,6-Dimethylphenyl, 2,6-Diisopropylphenyl, 2-Isopropylphenyl und 2-Biphenylphenyl bevorzugt. Als konkrete Beispiele der substituierten Silylgruppe können die Gruppen Trimethylsilyl, Dimethylphenylsilyl, Triisopropylsilyl, Dimethylmethoxysilyl, Dimethyl-tert-butylsilyl, Diphenylmethylsilyl und Triphenylsilyl erwähnt werden. Als konkrete Beispiele der substituierten Amidgruppe können die Gruppen Dimethylamid, Diethylamid, Diisopropylamid, Diphenylamid und Methylphenylamid erwähnt werden. Als substituierte Alkoxygruppen können die Gruppen Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy und tert-Butoxy erwähnt werden. Als konkrete Beispiele der substituierten Aryloxygruppen können die Gruppen Phenoxy, 4-Methylphenoxy, 2,6-Dimethylphenoxy und 1-Naphthoxy erwähnt werden. Als konkrete Beispiele der eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthaltenden Kohlenwasserstoffgruppe können die Gruppen Trimethylsilylmethyl, Dimethylphenylsilylmethyl, 2-Dimethylaminophenyl, 2-Diethylaminophenyl, 2-Diisopropylaminophenyl, 2-Pyridyl, 6-Methyl-2-pyridyl, 2-Pyridylphenyl, 2-Imidazolyl, 2-Cyanophenyl, 2-Dimethylphosphinophenyl, 2-Diphenylphosphinophenyl, Triphenylphosphoranylidenmethyl, 2-Methoxyphenyl, 2-Ethoxyphenyl, 2-Isopropoxyphenyl, 2-Phenoxyphenyl, 2-Thiomethylphenyl, Methylsulfonylmethyl, p-Toluolsulfonylmethyl, Trifluormethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, Pentafluorphenyl und 2-Chlor-2-Methylethyl erwähnt werden.

Z stellt einen Substituenten dar, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Substituenten besteht, die durch die folgenden Formeln (2) dargestellt werden:

worin R', R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe sind, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen können die Gruppen Methyl, Ethyl, Vinyl, n-Propyl, Isopropyl, Allyl, n-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl, Pentyl, Neopentyl, Cyclopentyl, Hexyl, Cyclohexyl, Phenyl, Heptyl, Benzyl, 2-Methylphenyl, 4-Methylphenyl, Octyl, 2,6-Dimethylphenyl, 2-Ethylphenyl, Nonyl, Cumyl, 2-Isopropylphenyl, 2,4,6-Trimethylphenyl, 2-Ethyl-6-methylphenyl, Decyl, Naphthyl, Adamantyl, 2-tert-Butylphenyl, 2,6-Diethylphenyl, 2-Methyl-6-isopropylphenyl, Undecyl, 2-Ethyl-6-isopropyl, 2,6-Diethyl-4-methylphenyl, Dodecyl, 2,6-Diisopropylphenyl, 2-Biphenyl, 2-Cyclohexylphenyl, Tridecyl, 2,6-Diisopropyl-4-methylphenyl, Tetradecyl, 2,6-Dibutylphenyl, 1-Anthracenyl, Pentadecyl, 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenyl, 2-Phenyl-6-isopropyl, Hexadecyl, 2-Naphthylphenyl, 2-tert-Butyl-6-phenylphenyl, Heptadecyl, 2-tert-Butyl-4-methyl-6-phenylphenyl, Octadecyl, 2,6-Diphenylphenyl, Nonadecyl, Triphenylmethyl, 4-Methyl-2,6-diphenylphenyl, Arachidyl und 2,6-Di p-tiphenyl erwähnt werden. Als konkrete Beispiele der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Allcoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogen enthaltenden Kohlenwasserstoffgruppe können diejenigen erwähnt werden, die weiter oben für R1 in Formel (1) genannt worden sind. R', R2 und R3 können gleich oder verschieden sein. Zwei aus R', R2 und R3 ausgewählte Glieder können unter der Voraussetzung zu einem Ring verbunden sein, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können. E1 und E2 stellen ein Atom der Gruppe 16 des Periodensystems dar. G', G1 und G2 stellen ein Atom der Gruppe 15 des Periodensystems dar. n ist eine ganze Zahl von 0 bis 2, vorausgesetzt, dass der Fall von n = 0 bedeutet, dass Y und die Iminoacylgruppe in Formel (1) direkt miteinander verbunden sind.

Als konkrete Beispiele des Substituenten Z können die durch die folgenden Formeln dargestellten Substituenten erwähnt werden.

Y stellt einen Substituenten dar, der aus Substituenten ausgewählt ist, die durch die folgenden Formeln (3) dargestellt werden:

worin R4, R7 und R8 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellen, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogen enthaltenden Kohlenwasserstoffgruppe können diejenigen erwähnt werden, die weiter oben für R', R2 und R3 in Formel (2) genannt worden sind. R5 stellt ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthaltenden Kohlenwasserstoffgruppe können diejenigen erwähnt werden, die weiter oben für R1 in Formel (1) genannt worden sind. R6 stellt eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthaltenden Kohlenwasserstoffgruppe können diejenigen erwähnt werden, die weiter oben für R', R2 und R3 in Formel (2) genannt worden sind. E3 und E4 stellen ein Atom der Gruppe 16 des Periodensystems dar. G3 und G4 stellen ein Atom der Gruppe 15 des Periodensystems dar. R4 und R5 können miteinander zu einem Ring verbunden sein, und R6 und R7 können miteinander zu einem Ring verbunden sein.

Als konkrete Beispiele des Substituenten Y können durch die folgenden Formeln dargestellte Substituenten erwähnt werden.

Zwei aus R1, Z und Y in Formel (1) ausgewählte Glieder können zu einem Ring verbunden sein.

A stellt ein Übergangsmetallatom der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems oder ein typisches Element der Gruppen 1, 2 und 11 bis 16 des Periodensystems dar. Als konkrete Beispiele des Übergangsmetallatoms der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems können Yttrium, Samarium, Neodym, Titan, Zirconium, Hafnium, Vanadium, Niob, Tantal, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Rhenium, Eisen, Ruthenium, Osmium, Cobalt, Rhodium, Iridium, Nickel, Palladium, Platin, Kupfer, Silber und Gold erwähnt werden. Von diesen werden Titan, Zirconium, Chrom, Eisen, Ruthenium, Cobalt, Rhodium, Nickel, Palladium und Platin [bevorzugt]. Nickel und Palladium werden besonders bevorzugt. Als konkrete Beispiele des typischen Elements der Gruppen 1, 2 und 11 bis 16 des Periodensystems können Lithium, Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Bor, Aluminium, Gallium, Indium, Zinn, Blei, Antimon, Bismuth, Selen und Tellur erwähnt werden.

X' stellt ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe, eine Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe enthält, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, oder X' ist ein Halogenatom. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogen enthaltenden Kohlenwasserstoffgruppe können diejenigen erwähnt werden, die weiter oben für R', R2 und R3 in Formel (2) genannt worden sind. Als konkrete Beispiele für das Halogenatom können Fluor, Chlor, Brom und Iod erwähnt werden. d ist eine ganze Zahl von 0 bis 6 und, wenn n mindestens 2 ist, können die X' gleich oder verschieden sein.

L' ist eine Koordinationsbindungen bildende Verbindung mit einem koordinierenden Teil, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron, Atomen der Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems und Halogenatomen besteht. Als konkrete Beispiele der Koordinationsbindungen bildenden Gruppe mit einem koordinierenden Teil, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron und Atomen der Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems besteht, können Ethylen, Propylen, Butadien, 1,5-Cyclooctadien, &pgr;-Allyl, 2,6-Dimethylphenylisocyanid, 2,6-Diethylphenylisocyanid, 2,6-Diisopropylphenylisocyanid, 2-Isopropylphenylisocyanid, 2-Biphenylisocyanid, Trimethylamin, Triethylamin, N,N-Dimethylanilin, Pyridin, Acetonitril, Benzonitril, Trimethylphosphin, Dimethylphenylphosphin, Methyldiphenylphosphin, Triphenylphosphin, Trimethylphosphit, Triethylphosphit, Triphenylphosphit, Triphenylphosphinoxid, Diethylether, Tetrahydrofuran und Dimethylsulfid erwähnt werden. e ist eine ganze Zahl von 0 bis 6 und, wenn e mindestens 2 ist, können die L' gleich oder verschieden sein.

d ist eine Oxidationszahl des zentralen Metalls A.

M stellt ein Übergangsmetallatom der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems dar. Als konkrete Beispiele des Übergangsmetallatoms der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems können Yttrium, Samarium, Neodym, Titan, Zirconium, Hafnium, Vanadium, Niob, Tantal, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Rhenium, Eisen, Ruthenium, Osmium, Cobalt, Rhodium, Iridium, Nickel, Palladium, Platin, Kupfer, Silber und Gold erwähnt werden. Von diesen werden Titan, Zirconium, Chrom, Eisen, Ruthenium, Cobalt, Rhodium, Nickel, Palladium und Platin [bevorzugt]. Nickel und Palladium werden besonders bevorzugt.

X stellt ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe, eine Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe enthält, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, oder X ist ein Halogenatom. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthaltenden Kohlenwasserstoffgruppe können diejenigen erwähnt werden, die weiter oben für R', R2 und R3 in Formel (2) genannt worden sind. Als konkrete Beispiele des Halogenatoms können Fluor, Chlor, Brom und Iod erwähnt werden. a ist eine ganze Zahl von 1 bis 5 und, wenn n mindestens 2 ist, können die X gleich oder verschieden sein.

L ist eine Koordinationsbindungen bildende Verbindung mit einem koordinierenden Atom, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron, Atomen von Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems und Halogenatomen besteht. Als konkrete Beispiele der Koordinationsbindungen bildenden Verbindung mit einem koordinierenden Teil, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron und Atomen von Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems ausgewählt ist, können diejenigen erwähnt werden, die weiter oben für L' in Formel (1) genannt worden sind. b ist eine ganze Zahl von 0 bis 6 und, wenn b mindestens 2 ist, können die L gleich oder verschieden sein. X und L können miteinander verbunden sein, L und R1 können miteinander verbunden sein, und L und Y können miteinander verbunden sein.

c ist eine ganze Zahl von 1 bis 5, und die Summe von a + c ist eine Oxidationszahl des zentralen Metalls M.

Als konkrete Beispiele der durch Formel (1) dargestellten Übergangsmetallverbindung können Verbindungen erwähnt werden, die durch die folgenden Formeln dargestellt werden.

Das Verfahren zur Darstellung der Übergangsmetallverbindung der Formel (1) ist nicht besonders eingeschränkt, aber die Übergangsmetallverbindung der Formel (1) kann durch das folgende Verfahren hergestellt werden.

Ein Ligandenvorläufer, der durch die folgende allgemeine Formel (1-A) dargestellt

worin Y und Z die gleichen wie Y bzw. Z sind, die für Formel (1) definiert worden sind und X'' ein Wasserstoffatom, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Stannylgruppe oder ein Halogenatom ist, wird mit einem Ausgangsstoffkomplex umgesetzt, der ein Übergangsmetall M enthält, worin M das gleiche wie das für Formel (1) definierte M ist, um ein Zwischenprodukt zu liefern, das durch die folgende allgemeine Formel (1-B) dargestellt wird:
worin Y, Z, M, X, L, a, b und c die gleichen wie Y, Z, M, X, L, a, b bzw. c sind, die für Formel (1) definiert worden sind. Konkreter wird X'' im Ligandenvorläufer der Formel (1-A) bei niedriger Temperatur durch ein metallorganisches Mittel metallisiert, und die so gewonnene Verbindung wird mit dem das Übergangsmetall enthaltenden Ausgangsstoffkomplex umgesetzt, um eine Übergangsmetallverbindung der Formel (1-B) zu ergeben. Alternativ wird X'' im Ligandenvorläufer der Formel (1-A) nicht metallisiert, und der Ligandenvorläufer der Formel (1-A) wird mit einem Ausgangsstoffkomplex umgesetzt, der eine Übergangsmetallverbindung niedriger Wertigkeit ist, wodurch eine oxidierende Addition an der C-X''-Bindung erfolgt, um eine Übergangsmetallverbindung der Formel (1-B) zu ergeben.

Die Übergangsmetallverbindung der Formel (1-B) wird mit einem Isocyanid umgesetzt, das durch die allgemeine Formel C≡N-R1 dargestellt wird, worin R1 das gleiche wie für Formel (1) definiert ist, um eine Übergangsmetallverbindung zu ergeben, die durch die folgende allgemeine Formel (1-C) dargestellt wird:

worin Y, Z, R1, M, X, L, a, b und c die gleichen wie Y, Z, R1, M, X, L, a, b bzw. c sind, die für Formel (1) definiert worden sind.

Die Übergangsmetallverbindung der Formel (1-C) wird mit einer Verbindung umgesetzt, die durch die allgemeine Formel A(X')d(L')e dargestellt wird, worin A, X', L', d und e die gleichen wie A, X', L', d bzw, e sind, die für Formel (1) definiert worden sind, um die Übergangsmetallverbindung der Formel (1) zu ergeben.

Ein Reaktionsprodukt der Übergangsmetallverbindung der Formel (1-C) mit der Verbindung der Formel A(X')d(L')e kann statt der Übergangsmetallverbindung der Formel (1) als ein Katalysatorbestandteil für die Polymerisation eines Olefins ohne Abtrennung des Reaktionsprodukts verwendet werden.

In Formel (4), die eine Übergangsmetallverbindung der vorliegenden Erfindung darstellt, stellen R5 und R1 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, können diejenigen Gruppen erwähnt werden, die weiter oben für R1 in Formel (1) genannt worden sind.

R4 stellt ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält. Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, können diejenigen Gruppen erwähnt werden, die weiter oben für R', R2 und R3 in Formel (2) genannt worden sind.

Z, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d und e sind die gleichen wie Z, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d bzw. e, die für Formel (1) definiert worden sind. Zwei aus R1, R4, R5 und Z ausgewählte Glieder können unter der Voraussetzung miteinander zu einem Ring verbunden sein, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können. X und L können miteinander verbunden sein, L und R5 können miteinander verbunden sein, und L und R1 können miteinander verbunden sein.

Als konkrete Beispiele der durch Formel (4) dargestellten Übergangsmetallverbindung können durch die folgenden Formeln dargestellte Verbindungen erwähnt werden.

Das Verfahren zur Darstellung der Übergangsmetallverbindung der Formel (4) ist nicht besonders beschränkt, aber die Übergangsmetallverbindung der Formel (4) kann durch das folgende Verfahren hergestellt werden.

Ein Ligandenvorläufer, der durch die folgende allgemeine Formel (4-A) dargestellt

worin R5, R4 und Z die gleichen wie R5, R4 bzw. Z sind, die für Formel (4) definiert worden sind, und X'' ein Wasserstoffatom, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Stannylgruppe oder ein Halogenatom ist, lässt man mit einem Ausgangsstoffkomplex reagieren, der ein Übergangsmetall M enthält, worin M das gleiche wie das für Formel (4) definierte M ist, um ein Zwischenprodukt zu liefern, das durch die folgende allgemeine Formel (4-B) dargestellt wird:
worin R5, R4, Z, M, X, L, a, b und c die gleichen wie R5, R4, Z, M, X, L, a, b bzw. c sind, die für Formel (4) definiert worden sind. Konkreter wird X'' im Ligandenvorläufer der Formel (4-A) bei niedriger Temperatur durch ein metallorganisches Mittel metallisiert, und die so gewonnene Verbindung wird mit dem das Übergangsmetall enthaltenden Ausgangsstoffkomplex umgesetzt, um eine Übergangsmetallverbindung der Formel (4-B) zu ergeben. Alternativ wird X'' im Ligandenvorläufer der Formel (4-A) nicht metallisiert, und der Ligandenvorläufer der Formel (4-A) wird mit einem Ausgangsstoffkomplex umgesetzt, der eine Übergangsmetallverbindung niedriger Wertigkeit ist, wodurch eine oxidierende Addition an der Z-X''-Bindung erfolgt, um eine Übergangsmetallverbindung der Formel (4-B) zu ergeben.

Die Übergangsmetallverbindung der Formel (4-B) wird mit einem Isocyanid umgesetzt, das durch die allgemeine Formel C≡N-R1 dargestellt wird, worin R1 das gleiche wie das für Formel (4) definierte R1 ist, um eine Übergangsmetallverbindung zu ergeben, die durch die folgende allgemeine Formel (4-C) dargestellt wird:

worin R5, R4, R1, Z, M, X, L, a, b und c die gleichen wie R5, R4, R1, Z, M, X, L, a, b bzw. c sind, die für Formel (4) definiert worden sind.

Die Übergangsmetallverbindung der Formel (4-C) wird mit einer Verbindung umgesetzt, die durch die allgemeine Formel A(X')d(L')e dargestellt wird, worin A, X', L', d und e die gleichen wie A, X', L', d bzw. e sind, die für Formel (4) definiert worden sind, um die Übergangsmetallverbindung der Formel (4) zu ergeben.

Ein Reaktionsprodukt der Übergangsmetallverbindung der Formel (4-C) mit der Verbindung der Formel A(X')d(L')e kann statt der Übergangsmetallverbindung der Formel (4) als ein Katalysatorbestandteil für die Polymerisation eines Olefins ohne Abtrennung des Reaktionsprodukts verwendet werden.

In Formel (8), die eine Übergangsmetallverbindung der vorliegenden Erfindung darstellt, sind R1, R2, R4 und R5 die gleichen, wie für Formeln (1), (2) und (3) definiert.

Das heisst, dass R1 und R5 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, darstellen. R2 und R4 stellen ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält.

Als konkrete Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, der Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, der substituierten Silylgruppe, der substituierten Amidgruppe, der substituierten Alkoxygruppe, der substituierten Aryloxygruppe und der Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, können diejenigen Gruppen erwähnt werden, die weiter oben für R1 in Formel (1), R2 in Formel (2) sowie R4 und R5 in Formeln (3) genannt worden sind. M, X, L, A, X', L', a, b, c, d und e sind die gleichen wie M, X, L, A, X', L', a, b, c, d bzw. e, die für Formel (1) definiert worden sind.

Als konkrete Beispiele der durch Formel (8) dargestellten Übergangsmetallverbindung können durch die folgenden Formeln dargestellte Verbindungen erwähnt werden.

Das Verfahren zur Darstellung der Übergangsmetallverbindung der Formel (8) ist nicht besonders beschränkt, aber die Übergangsmetallverbindung der Formel (8) kann durch das folgende Verfahren hergestellt werden.

Eine Übergangsmetallverbindung, die durch die folgende allgemeine Formel (8-A) dargestellt wird:

worin R1, R2, R4 und R5, M, X, L, a, b und c die gleichen wie R1, R2, R4 und R5, M, X, L, a, b bzw. c sind, die für Formel (8) definiert worden sind, wird mit einer Verbindung umgesetzt, die durch die folgende Formel dargestellt wird: A(X')d(L')e, worin A, X', L', d und e die gleichen wie A, X', L', d bzw. e sind, die für Formel (8) definiert worden sind, um die Übergangsmetallverbindung der Formel (8) zu ergeben. Die Übergangsmetallverbindung der Formel (8-A) kann durch ein gewöhnliches Komplexsyntheseverfahren synthetisiert werden, wie es zum Beispiel in Organometallic Chemistry, Band 11, 21–86, und in J. Am. Chem. Soc., 91, 7196 (1969) beschrieben wird. Ein Reaktionsprodukt der Verbindung der Formel (8-A) mit der Verbindung der Formel A(X')d(L')e kann statt der Übergangsmetallverbindung der Formel (8) als ein Katalysatorbestandteil für die Polymerisation eines Olefins ohne Abtrennung des Reaktionsprodukts verwendet werden.

Mit dem in der vorliegenden Erfindung verwendeten Begriff eines „aktivierenden Cokatalysators (B)" meinen wir eine Verbindung, die die Funktion besitzt, eine die Polymerisation aktivierende Spezies zu bilden, die in der Lage ist, durch eine kooperative Wirkung oder Reaktion mit der Übergangsmetallverbindung (A), die ein Übergangsmetall der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems enthält, ein Olefin zu polymerisieren, wobei die Verbindung (A) aus jenen ausgewählt wird, die durch Formeln (1), (4) und (8) dargestellt werden.

Der aktivierende Cokatalysator liefert eine Verbindung, die mit der so gebildeten, die Polymerisation aktivierenden Spezies eine schwache koordinative Bindung oder Wechselwirkung ausübt, aber nicht direkt mit der die Polymerisation aktivierenden Spezies reagiert.

Der in der vorliegenden Erfindung verwendete aktivierende Cokatalysator wird in einen ersten Typ, der als eine Lösung in einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel verwendet wird, und einen zweiten Typ, der als eine Aufschlämmung in einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel verwendet wird, eingeteilt.

Zum aktivierenden Cokatalysator (B) vom ersten Typ, der als Lösung in einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel verwendet wird, gehören zum Beispiel Alkylaluminoxane, die in jüngster Zeit in breitem Umfang als Cokatalysator für ein Katalysatorsystem der homogenen Olefinpolymerisation verwendet worden sind, ionisierte ionische Verbindungen, die ein nicht-koordinatives Anion besitzen, und Verbindungen, die in der Lage sind, in jeder der Formeln (1), (4) und (8) einen Komplex mit L zu bilden und L von M zu dissoziieren.

Als bevorzugte Beispiele des Alkylaluminoxans als aktivierender Cokatalysator (B) können Verbindungen erwähnt werden, die durch die folgenden Formeln (15) und (16) dargestellt werden:

worin die R53 gleich oder verschieden sein können und ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen wie die Methyl-, Ethyl-, Propyl- und tert-Butylgruppe darstellen, während q eine ganze Zahl im Bereich von 2 bis 60 ist. Die Alkylaluminoxane können entweder allein oder kombiniert eingesetzt werden. Die Alkylaluminoxane können eine geringfügige Menge einer metallorganischen Verbindung enthalten.

Als bevorzugte Beispiele der ionisierten, ionischen Verbindungen mit einem nicht koordinativen Anion als aktivierende Cokatalysatoren (B) können Protonensäuren, die durch die folgende allgemeine Formel (17) dargestellt werden, ionisierte ionische Verbindungen, die durch die folgende allgemeine Formel (18) dargestellt werden, Lewis-Säuren, die durch die folgende allgemeine Formel (19) dargestellt werden, sowie Lewis-saure Verbindungen, die durch die folgende allgemeine Formel (20) dargestellt werden, erwähnt werden. [HL1][B(Ar)4](17) [ALm2][B(Ar)4](18) [D][B(Ar)4](19) B(Ar)3(20) worin H ein Proton, B ein Bonatom oder ein Aluminiumatom, L1 eine Lewis-Base, L2 eine Lewis-Base oder eine Cyclopentadienylgruppe, A ein Kation eines unter Lithium, Natrium, Eisen und Silber ausgewählten Metalls, D ein Carboniumkation oder ein Tropyliumkation, Ar eine halogen-substituierte Arylgruppe mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen und m eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 2 ist.

Als konkrete Beispiele der Protonensäuren der Formel (17) können Diethyloxoniumtetrakis[3,5-bis(trifluormethyl)phenyl]borat, Diethyloxoniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat, Dimethyloxoniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat, Tetramethylenoxoniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat, Hydroniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat, N,N-Dimethylaniliniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat, Tri-N-butylammorüumtetrakis(pentafluorphenyl)borat, Diethyloxoniumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat, Dimethyloxoniumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat, Tetramethylenoxoniumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat, Hydroniumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat, N,N-Dimethylaniliniumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat und Tri-N-butylammoniumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat erwähnt werden. Die Protonensäuren der Formel (17) sind nicht auf diese Verbindungen beschränkt.

Als konkrete Beispiele der ionisierten ionischen Verbindungen der Formel (18) können Natriumsalze wie Natriumtetrakis[3,5-bis(trifluormethyl)phenyl]borat; Lithiumsalze wie Lithiumtetrakis(pentafluorphenyl)borat und Lithiumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat sowie deren Etherkomplexe; Ferroceniumsalze wie Ferroceniumtetrakis(pentafluorphenyl)borat und Ferroceniumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat; und Silbersalze wie Silbertetrakis(pentafluorphenyl)borat und Silbertetrakis(pentafluorphenyl)aluminat erwähnt werden. Die ionisierten ionischen Verbindungen der Formel (18) sind nicht auf diese Verbindungen beschränkt.

Als konkrete Beispiele der Lewis-Säuren der Formel (19) können Trityltetrakis[3,5-bis-(trifluormethyl)phenyl]borat, Trityltetrakis(pentafluorphenyl)borat, Trityltetrakis(pentafluorphenyl)aluminat, Tropyliumtetrakis(pentafluorphenyl)borat und Tropyliumtetrakis(pentafluorphenyl)aluminat erwähnt werden. Die Lewis-Säuren der Formel (19) sind nicht auf diese Verbindungen beschränkt.

Als konkrete Beispiele der Lewis-sauren Verbindungen der Formel (20) können Tris[3,5-bis(trifluorinethyl)phenyl]boran, Tris(pentafluorphenyl)boran, Tris(2,3,4,5-tetrafluorphenyl)boran, Tris(2,3,5,6-tetrafluorphenyl)boran, Tris(3,4,5-trifluorphenyl)boran, Phenylbis(perfluorphenyl)boran und Tris(3,4,5-trifluorphenyl)aluminium erwähnt werden. Die Lewis-sauren Verbindungen der Formel (20) sind nicht auf diese Verbindungen beschränkt.

Als konkrete Beispiele der Verbindungen in jeder der Formeln (1), (4) und (8), die in der Lage sind, einen Komplex mit L zu bilden und L von M zu dissoziieren, können Bis(1,5-cyclooctadien)nickel(0), Bis(1,5-cyclooctadien)palladium(0), Kupfer(I)chlorid, Silber(I)chlorid, Zinc(II)chlorid, Titantetrachlorid und Titantetraisopropoxid erwähnt werden.

Zum aktivierenden Cokatalysator (B) vom zweiten Typ, der als eine Aufschlämmung in einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel verwendet wird, gehören zum Beispiel Tonverbindungen, wie sie zum Beispiel in den Japanischen ungeprüften Patentoffenlegungschriften (hiernach als „JP-A" abgekürzt) H5-301917, JP-A H7-224106, JP-A H10-139807, JP-A H10-204114, JP-A H10-231312, JP-A H10-231313, JP-A H10-182715 und JP-A H11-1509 beschrieben werden; Produkte einer topotaktischen, von Elektronenübertragung begleiteten Reduktion, wie in JP-A H10-56585 beschrieben; Sulfonsäuresalz-Verbindungen, wie in JP-A H8-48713 beschrieben; Aluminiumoxidverbindungen, wie in JP-A H8-157518 beschrieben; und feste Bestandteile, die aus den oben erwähnten Verbindungen der Formel (17), (18) oder (19) bestehen, die chemisch zum Beispiel an ein anorganisches Oxid oder ein Ionenaustauscherharz gebunden sind, wie in JP-A H8-291202 beschrieben. Die aktivierenden Cokatalysatoren (B) vom zweiten Typ sind nicht auf diese Verbindungen beschränkt.

Bevorzugte Beispiele der modifizierten Tonverbindung als aktivierender Cokatalysator (B) sind modifizierte Tonverbindungen, die Kationenaustauschbarkeit besitzen. Die Modifizierung der Tonverbindungen zu einem aktivierenden Cokatalysator erfolgt bevorzugt, indem die Tonverbindung Behandlungen wie einer chemischen Behandlung mit einer Säure, einer Alkalie oder einem Salz oder einer Behandlung mit einer organischen Verbindung oder einer anorganischen Verbindung unterworfen wird, um einen Composite zu bilden.

Als konkrete Beispiele der Tonverbindung können natürliche Tone einschliesslich der Kaolingruppe wie Kaolinit, Dickit und Halloysit; der Smektitgruppe wie Montmorillonit, Hectorit, Beidellit, Saponit, Taeniolit und Sauconit; der Glimmergruppe wie Muscovit, Paragonit und Illit; der Vermiculitgruppe; der Sprödglimmergruppe wie Margarit und Clintonit; der Chloritgruppe wie Donbassit, Cookeit und Klinochlor; Sepiolit und Palygorskit; sowie synthetische Tonverbindungen erwähnt werden. Die modifizierten Tonverbindungen sind nicht auf diese Verbindungen beschränkt.

Zu den für eine chemische Behandlung der Tonverbindungen verwendeten Behandlungsmitteln gehören zum Beispiel Säuren einschliesslich Br∅nsted-Säuren wie Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure und Essigsäure; Alkalien wie Natiumhydroxid, Kaliumhydroxid und Calciumhydroxid; und Salze einschliesslich anorganischer Salze, die ionische Halogenide wie Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Lithiumchlorid, Magnesiumchlorid, Aluminiumchlorid, Eisenchlorid und Ammoniumchlorid, Sulfate wie Natriumsulfat, Kaliumsulfat, Aluminiumsulfat und Ammoniumsulfat, Carbonate wie Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat und Calciumcarbonat sowie Phosphate wie Natriumphosphat, Kaliumphosphat, Aluminiumphosphat und Ammoniumphosphat einschliessen, und Salze organischer Säuren wie Natriumacetat, Kaliumacetat, Kaliumoxalat, Natriumcitrat und Natriumtartrat.

Zu den organischen Verbindungen, die verwendet werden, um die Tonverbindungen zu behandeln und einen organischen Composite zu bilden, gehören zum Beispiel Opiumsalze, Carbokationen bildende Verbindungen wie Tritylchlorid und Tropyliumbromid, Metallkomplexkationen bildende komplexe Verbindungen wie Ferroceniumsalze. Zu den anorganischen Verbindungen, die verwendet werden, um die Tonverbindungen zu behandeln und einen anorganischen Composite zu bilden, gehören zum Beispiel Hydroxidkationen bildende Metallhydroxide wie Aluminiumhydroxid, Zirconiumhydroxid und Chromhydroxid.

Unter den in der vorliegenden Erfindung verwendeten modifizierten Tonverbindungen ist eine besonders bevorzugte modifizierte Tonverbindung ein Composite aus Tonverbindung und organischen Ionen, der hergestellt wird, indem ein in der Tonverbindung vorliegendes Metallion, d.h. ein austauschbares Kation, mit einem konkreten organischen Kation ausgetauscht wird. Als konkrete Beispiele des organischen Kations können Ammoniumionen einschliesslich aliphatischer Ammoniumkationen wie Methylammonium, Ethylammonium, Butylammonium, Hexylammonium, Decylammonium, Dodecylammonium, Diamylammonium, Tributylammonium, N,N-Dimethyldodecylammonium, N,N-Dimethyloctadecyl, N,N-dioctadecylmethylammonium und N,N-Dioleylmethylammonium; und aromatische Ammoniumkationen wie Anilinium, N-Methylanilinium, N,N-Dimethylanilinium, N-Ethylanilinium, N,N-Diethylanilinium, Benzylammonium, Toluidinium, Dibenzylammonium, Tribenzylammonium und N,N,2,4,6-Pentamethylanilinium; und Oxoniumionen wie Dimethyloxonium und Diethyloxonium erwähnt werden. Die verwendeten organischen Kationen sind nicht auf diese Kationen beschränkt.

Als bevorzugte Beispiele des Produkts der von Elektronenübertragung begleiteten topotaktischen Reduktion können Verbindungen erwähnt werden, die durch die folgende allgemeine Formel (21) dargestellt werden: Er+(k/r)(L3)h[J]k–(21) worin [J] eine Wirtsverbindung, k ein Reduktionsmass, Er+ ein Gastkation der Wertigkeit r, L3 eine Lewis-Base und h die Menge der Lewis-Base ist.

Zur Wirtsverbindung [J] gehören zum Beispiel Wirtsverbindungen mit einer dreidimensionalen Struktur, Wirtsverbindungen mit einer zweidimensionalen Struktur, Wirtsverbindungen mit einer eindimensionalen Struktur und Wirtsverbindungen, die ein molekularer fester Körper sind.

Als konkrete Beispiele der Wirtsverbindungen mit einer dreidimensionalen Struktur können Hexamolybdänoctasulfid, Divanadiumpentoxid, Wolframtrioxid, Titandioxid, Vanadiumdioxid, Chromdioxid, Mangandioxid, Wolframdioxid, Rutheniumdioxid, Osmiumdioxid und Iridiumdioxid erwähnt werden.

Als konkrete Beispiele der Wirtsverbindungen mit einer zweidimensionalen Struktur können Titandisulfid, Zirconiumdisulfid, Hafniumdisulfid, Vanadiumdisulfid, Niobdisulfid, Tantaldisulfid, Chromdisulfid, Molybdändisulfid, Wolframdisulfid, Rheniumdisulfid, Platindisulfid, Zinndisulfid, Bleidisulfid, Manganphosphortrisulfid, Tantalsulfidcarbid, Molybdäntrioxid, Vanadiumpentoxidgel, Grafit und Polyacen erwähnt werden.

Als konkrete Beispiele der Wirtsverbindungen mit einer eindimensionalen Struktur können Titantrisulfid und Niobtriselenid erwähnt werden.

Als konkrete Beispiele der molekularen Festkörper-Wirtsverbindungen können Tetracyanochinodimethan und Tetrathiofulvalen erwähnt werden.

Als [J] kann ein Gemisch von zwei oder mehreren der oben erwähnten Wirtsverbindungen verwendet werden.

Der Wert von k ist nicht besonders beschränkt, aber im Hinblick auf eine erhöhte katalytische Aktivität für Olefinpolymerisation liegt k bevorzugt im Bereich von 0 < k ≤ 3 und stärker bevorzugt im Bereich von 0 < k ≤ 2.

Zu L3 gehören Lewis-Basen, die in der Lage sind, an Er+ zu koordinieren, sowie eine Cyclopentadienylgruppe. Als konkrete Beispiele der Lewis-Basen können Wasser, Aminverbindungen, Stickstoff enthaltende heterocyclische Verbindungen, Ether wie Ethylether und n-Butylether, Amide wie Formamid, N-Methylformamid und N-Methylacetamid, Alkohole wie Methylalkohol und Ethylalkohol sowie Diole wie 1,2-Butandiol und 1,3-Butandiol erwähnt werden. Diese Basen können entweder allein oder als eine Mischung von mindestens deren zwei verwendet werden.

Der Wert von h kann im Bereich von 0 ≤ h ≤ 10 liegen.

Zu den Gastkationen Er+ gehören Kationen, die zumindest ein Atom enthalten, das unter den Atomen der Gruppen 1 bis 14 des Penodensystems ausgewählt ist, und r liegt im Bereich von 0 < r ≤ 10. Im Hinblick auf eine erhöhte katalytische Aktivität für Olefinpolymensation können als bevorzugte Beispiele des Gastkations Er+ durch die folgenden Formeln (22) und (23) dargestellte Kationen erwähnt werden. R254R55NH+(22) worin R254R55N eine Aminverbindung ist und R54 unabhängig ein Wasserstoffatom oder eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, R55 ein Wasserstoffatom, eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen oder eine aromatische Kohlenwasserstoffgruppe mit 6 bis 50 Kohlenstoffatomen darstellt. (R56)+(23) worin (R56)+ ein Carboniumkation oder ein Tropyliumkation ist, die 1 bis 50 Kohlenstoffatome besitzen. Diese Gastkationen können entweder allein oder kombiniert verwendet werden.

Als konkrete Beispiele der durch die Formel R254R55N dargestellten Aminverbindung können aliphatische Amine wie Methylamin, Ethylamin, n-Propylamin, Isopropylamin, n-Butylamin, Isobutylamin, tert-Butylamin, Allylamin, Cyclopentylamin, N-Methylcyclohexylamin, N,N-Dimethyloctylamin, N,N-Dimethylundecylamin, N,N-Dimethyldodecylamin, N,N-Dioctadecylmethylamin, Trihexylamin, Triisooctylamin, Trioctylamin, Tridodecylamin, N,N-Dimethylcyclohexylamin und N,N-Diethylcyclohexylamin; sowie aromatische Amine wie Anilin, N-Methylanilin, N-Ethylanilin, N-Allylanilin, o-Toluidin, m-Toluidin, p-Toluidin, N,N-Dimethylanilin, N-Methyl-o-toluidin, N-Methyl-m-toluidin, N-Methyl-p-toluidin, N-Ethyl-o-toluidin und N-Ethyl-m-toluidin erwähnt werden.

Als konkrete Beispiele des Kations der Formel (23) können ein Triphenylmethylkation und ein Tropyliumkation erwähnt werden.

Der Katalysator der vorliegenden Erfindung, der die oben erwähnte Übergangsmetallverbindung (A) und den oben erwähnten aktivierenden Cokatalysator (B) umfasst, kann in Kombination mit einer metallorganischen Verbindung (C) verwendet werden. Als konkrete Beispiele der metallorganischen Verbindung (C) können Alkyllithiumverbindungen wie Methyllithium und n-Butyllithium; Grignardverbindungen wie Methylmagnesiumchlorid, Ethylmagnesiumchlorid, Isopropylmagnesiumchlorid, Benzylmagnesiumchlorid, Methylmagnesiumbromid, Ethylmagnesiumbromid, Isopropylmagnesiumbromid und Benzylmagnesiumbromid; Magnesiumdialkyle wie Dimethylmagnesium; Zinkdialkyle wie Dimethylzink und Diethylzink; Alkylborane wie Triemethylboran und Triethylboran; Aluminiumalkyle wie Trimethylaluminium, Triethylaluminium und Triisobutylaluminium; sowie Alkylaluminoxane wie Methylaluminoxan und Ethylaluminoxan erwähnt werden. Bevorzugte Beispiele der metallorganischen Verbindungen sind Lithiumalkyle, Grignard-Verbindungen, Alkylaluminoxane und durch die folgende Formel (24) dargestellte aluminiumorganische Verbindungen. (R57)3Al(24) worin die R57 gleich oder verschieden sein können und ein Wasserstoffatom, eine Amidgruppe, eine Alkoxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellen und zumindest eines der R57 eine Kohlenwasserstoffgruppe ist. Aluminiumtrialkyle wie Triethylaluminium und Triisobutylaluminium werden besonders bevorzugt.

Die Mengenverhältnisse der Übergangsmetallverbindung (A), des aktivierenden Cokatalysators (B) und der metallorganischen Verbindung (C) sind nicht besonders beschränkt, aber bevorzugt werden die folgenden Bedingungen erfüllt. Wenn der aktivierende Cokatalysator (B) ein Aluminoxan der Formel (15) und/oder (16) ist, dann liegt das Molverhältnis (A)/(B) im Bereich von 100 : 1 bis 1 : 1 000 000 und stärker bevorzugt im Bereich von 1 : 1 bis 1 : 10 000, auf die Metallatome bezogen, während das Molverhältnis (A)/(C) im Bereich von 100 : 1 bis 1 : 100 000 und stärker bevorzugt im Bereich von 1 : 1 bis 1 : 10 000 liegt, auf die Metallatome bezogen. Wenn der aktivierende Cokatalysator (B) eine Protonensäure der Formel (17), eine ionisierte ionische Verbindung der Formel (18), eine Lewis-Säure (19) oder eine Lewis-saure Verbindung (20) ist, dann liegt das Molverhältnis (A)/(B) im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 1000, stärker bevorzugt bei 3 : 1 bis 1 : 100, auf die Metallatome bezogen, während das Molverhältnis (A)/(C) im Bereich von 100 : 1 bis 1 : 100 000 und stärker bevorzugt im Bereich von 1 : 1 bis 1 : 10 000 liegt, auf die Metallatome bezogen. Wenn der aktivierende Cokatalysator (B) eine modifizierte Tonverbindung ist, dann liegt das Gewichtsverhältnis (A)/(B) im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10 000 und stärker bevorzugt bei 3 : 1 bis 1 : 10 000, während das Molverhältnis (A)/(C) im Bereich von 100 : 1 bis 1 : 100 000 und stärker bevorzugt bei 1 : 1 bis 1 : 10 000 liegt, auf die Metallatome bezogen.

Das Verfahren für die Zubereitung des Katalysators für die Polymerisation eines Olefins, der eine Übergangsmetallverbindung (A), einen aktivierenden Cokatalysator (B) und eine metallorganische Verbindung (C) umfasst, ist nicht besonders beschränkt und schliesst zum Beispiel ein Verfahren ein, bei dem die drei Bestandteile in einem gegenüber den drei Bestandteilen inaktiven flüssigen Medium oder in einem für die Polymerisation verwendeten Monomer zusammengebracht und dadurch miteinander umgesetzt werden. Die Reihenfolge, in der die drei Bestandteile miteinander umgesetzt werden, ist nicht besonders beschränkt. Die Bedingungen wie Temperatur und Zeit für die Behandlung dieser Bestandteile sind ebenfalls nicht besonders beschränkt. Jeder der drei Bestandteile (A), (B) und (C) kann entweder allein oder als eine Kombination von mindestens zwei Arten von Spezies verwendet werden.

In der vorliegenden Erfindung kann ein Katalysator für die Polymerisation eines Olefins, der eine Übergangsmetallverbindung (A) und einen aktivierenden Cokatalysator (B) umfasst, in einer Form eingesetzt werden, wo er auf fein zerteilten festen Teilchen aufgezogen ist. Die als Träger verwendeten festen Teilchen schliessen anorganische feste Teilchen und organische Teilchen ein. Als konkrete Beispiele des Trägers können anorganische Teilchen von SiO2, Al2O3, ZrO, B2O3, CaO, ZnO, MgCl2 und CaCl2 sowie Kombinationen von zumindest deren zwei; und organische Teilchen von Polyolefinen wie Polyethylen, Polypropylen, Poly-1-buten und Polystyrol, Gemische dieser Polyolefine mit einem polaren Polymer wie Polyethylmethacrylat, Polyester oder Polyimid sowie Copolymere eines Olefins für diese Polyolefine mit einem das polare Polymer ergebenden Monomer erwähnt werden. Die Gestalt der fein zerteilten festen Teilchen ist nicht besonders beschränkt, aber die festen Teilchen haben bevorzugt einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser im Bereich von 5 bis 200 um und Mikroporen mit einem durchschnittlichen Durchmesser im Bereich von 20 bis 100 Å.

Die Polymerisation eines Olefins unter Verwendung des Katalysators der vorliegenden Erfindung kann durch gewöhnliche Polymerisationsprozeduren wie Suspensionspolymerisation, Dampfphasenpolymerisation, Hochdruckpolymerisation, Lösungspolymerisation und Massepolymerisation erfolgen. Unter dem hier verwendeten Begriff der „Polymerisation" verstehen wir nicht nur eine Homopolymerisation zur Erzeugung eines Homopolymers, sondern auch eine Copolymerisation zur Erzeugung eines Copolymers.

Die Polymerisation eines Olefins kann in der Dampfphase oder in der flüssigen Phase erfolgen. Wenn die Polymerisation in der Dampfphase erfolgt, können im Wesentlichen einheitliche Polymerteilchen wirksam und stabil erzeugt werden. Wenn die Polymerisation in der flüssigen Phase erfolgt, ist das verwendete flüssige Medium nicht besonders beschränkt und kann aus allgemein verwendeten organischen Medien ausgewählt werden. Das organische Medium schliesst zum Beispiel Benzol, Toluol, Xylol, Pentan, Hexan und Heptan ein. Olefine selbst wie zum Beispiel Propylen, 1-Buten, 1-Octen und 1-Hexen können als das flüssige Medium verwendet werden.

Als konkrete Beispiele des in Gegenwart des Katalysators der vorliegenden Erfindung zu polymerisierenden Olefins können &agr;-Olefine wie Ethylen, Propylen, 1-Buten, 4-Methyl-1-penten, 1-Hexen und 1-Octen; Styrol; konjugierte Diene und nichtkonjugierte Diene wie Butadien, 1,4-Hexadien, 5-Ethyliden-2-norbornen, Cyclopentadien, 4-Methyl-1,4-hexadien und 7-Methyl-1,6-octadien; Cycloolefine wie Cyclobuten; &agr;,&bgr;-ungesättigte Carbonsäuren wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Fumarsäure, Maleinsäureanhydrid, Itaconsäure, Itaconsäureanhydrid und Bicyclo[2,2,1]-5-hepten-2,3-dicarbonsäure; Metallsalze von &agr;,&bgr;-ungesättigten Carbonsäuren wie die Natrium-, Kalium-, Lithium-, Zink-, Magnesium- und Calciumsalze der oben genannten &agr;,&bgr;-ungesättigten Carbonsäuren; Ester von &agr;,&bgr;-ungesättigten Carbonsäuren wie Methylacrylat, Ethylacrylat, Isopropylacrylat, n-Butylacrylat, Isobutylacrylat, tert-Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, n-Propylmethacrylat, Isopropylmethacrylat, n-Butylmethacrylat und Isobutylmethacrylat; Vinylester wie Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylcaproat, Vinylcaprylat, Vinyllaurat, Vinylstearat und Vinyltrifluoracetat; und ungesättigte Glycidylester wie Glycidylacrylat, Glycidylmethacrylat, Glycidylitaconat und Monoglycidylitaconat erwähnt werden. Diese Olefine können copolymerisiert werden, indem mindestens deren zwei eingesetzt werden, zum Beispiel Ethylen und Propylen, Ethylen und 1-Buten, Ethylen und 1-Hexen, Ethylen und 1-Octen, Ethylen und Vinylacetat, Ethylen und Methylmethacrylat, Ethylen und Propylen und Styrol, Ethylen und 1-Hexen und Styrol sowie Ethylen und Propylen und Ethylidennorbornen.

Die für die Polymerisation von Olefinen verwendeten Polymerisationsbedingungen sind nicht besonders beschränkt, aber bevorzugt liegt die Polymerisationstemperatur im Bereich von –100 bis 300 °C, die Polymerisationszeit im Bereich von 10 Sekunden bis 48 Stunden und der Polymerisationsdruck im Bereich von Normaldruck bis 300 MPa. Bei der Polymerisation kann das Molekulargewicht unter Verwendung von Wasserstoff gesteuert werden. Die Polymerisationsprozedur kann chargenweise, halbkontinuierlich oder kontinuierlich sein. Die Polymerisation kann in zwei oder mehreren Stufen bei unterschiedlichen Polymerisationsbedingungen erfolgen. Olefinpolymere werden zum Ausbringen von einem Polymerisationsgemisch abgetrennt und mit einem herkömmlichen Verfahren getrocknet.

Die Erfindung wird nunmehr mit den folgenden Arbeitsbeispielen beschrieben werden, die keineswegs den Umfang der Erfindung begrenzen.

In den Arbeitsbeispielen wurden alle Reaktionen in einer Inertgasatmosphäre ausgeführt. Die in den Reaktionen verwendeten flüssigen Medien wurden vor ihrer Verwendung durch herkömmliche Prozedur gereinigt, getrocknet oder sauerstofffrei gemacht.

Die Polymerisation erfolgte in einem druckfesten 100-ml-Gefäss aus Glas oder rostfreiem Stahl unter Rühren mit einer Rührspitze oder in einem 2-Liter-Gefäss aus rostfreiem Stahl unter Rühren mit einem mechanischen Rührer.

Der Schmelzpunkt (Tm) eines Polymers wurde mit einem differentiellen Scanning-Kalorimeter (DSC) gemessen. Das Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn), das Gewichtsmittel des Molekulargewichts (Mw) und die Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) wurden durch Gelpermeationschromatographie (GPC) mit 1,2,4-Trichlorbenzol bei einer Säulentemperatur von 140 °C bestimmt.

Beispiel 1 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3a-Fe [Synthese des Komplexes 1a]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit [Bis(1,5-cyclooctadien)nickel(0)] (1,00 g, 3,64 mmol) beschickt, und trockener Diethylether (20 ml) wurde hinzugefügt, worin der Kolbeninhalt aufgeschlämmt wurde. Eine Lösung von 2,6-Dimethylphenylisocyanid (2,00 g, 15,24 mmol) in Diethylether (30 ml) wurde über einen Zeitraum von 5 Minuten zugetropft. Die Reaktionsflüssigkeit veränderte sich zu einer einheitlichen roten Lösung und danach zu einer gelben Aufschlämmung. Nach einstündiger Reaktion wurde das Überstehende entfernt, und der Niederschlag wurde in Benzol aufgelöst. Die so gewonnene Lösung wurde filtiert, das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft, um ein gelbes Pulver zu ergeben (Komplex 1a) (Ausbeute: 1,76 g, 82 %).

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 6,78 (t, 1H), 6,72 (d, 2H), 2,35 (s, 6H)

[Synthese des Komplexes 2a]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Tetrakis(2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(0) (Komplex 1a) (1,42 g, 2,43 mmol) beschickt, und trockenes Benzol (30 ml) wurde hinzugefügt, um den Komplex 1a darin aufzulösen. MeI (1 ml, 16.06 mmol) wurde hinzugefügt, und die Reaktion wurde unter Rückfluss während 24 Stunden ausgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Reaktionsgemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft. Der gewonnene feste Stoff wurde mit Hexan gewaschen, um ein rötlich-braunes Pulver zu ergeben (Komplex 2a) (Ausbeute: 1,57 g, 89 %).

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 6,97 - 6,64 (m, 6H), 6,62 - 6,60 (m, 3H), 6,50 - 6,44 (m, 3H, 2,32 (s, 6H), 2,29 (s, 6H), 2,09 (s, 6H), 1,95 (s, 6H), 1,81 (s, 3H)

[Synthese des Komplexes 3a-Fe]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II) (0,22 g, 0,33 mmol) und Eisen(II)bromid (0,066 g, 0,31 mmol) beschickt. Trockenes Benzol (20 ml) und Tetrahydrofuran (5 ml) wurden hinzugefügt. Die Reaktion wurde während 12 Stunden ausgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Lösungsmittel unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde aus heissem Toluol auskristallisiert, um einen schwarzen Kristall zu ergeben (Komplex 3a-Fe) (Ausbeute: 0,18 g, 58 %).

Eine Röntgenstrukturanalyse des Komplexes 3a-Fe [Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II)]dibromoeisen(II)] wurde ausgeführt, und ein ORTEP-Diagramm von ihm wird in 1 gezeigt.

[Herstellung des Katalysators]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II)dibromoeisen(II) (Komplex 3a-Fe) (9,44 mg, 10 &mgr;mol) beschickt. Trockenes Toluol (49,4 ml) wurde hinzugefügt, um eine Aufschlämmung des Komplexes 3a-Fe herzustellen. Eine Lösung von Methylaluminoxan in Toluol („PMAO-S", erhältlich von Tosoh Finechem Corp., Konz. 3,13 mol/liter) (0,63 ml, 2,0 mmol) wurde hinzugefügt, und das Gemisch wurde während 30 Minuten gerührt, um eine Katalysatorlösung zu ergeben, die eine Konzentration von 0,2 mmol/liter hatte.

[Polymerisation von Ethylen)

In einer Argonatmosphäre wurde ein druckfestes 100-ml-Gefäss aus rostfreiem Stahl mit trockenem Toluol (45 ml) beschickt, dann wurde der oben erwähnte Katalysator (5 ml, 1 &mgr;mol) hinzugefügt. Der Inhalt wurde bei Zimmertemperatur gerührt. Dann wurde Ethylen in einer solchen Menge, dass der Partialdruck des Ethylens 0,8 MPa erreichte, in das druckfeste Gefäss eingeblasen, um die Polymerisation einzuleiten. Die Polymerisation wurde während 20 Minuten ausgeführt. Nicht umgesetztes Ethylen wurde entfernt, und Methanol (5 ml) wurde hinzugefügt, um die Polymerisation anzuhalten. Die Polymerisationsflüssigkeit wurde in mit Chlorwasserstoffsäure versetztes Methanol (300 ml) gegossen, um ein Polymer auszufällen. Die das Polymer enthaltende Flüssigkeit wurde filtriert, und der feste Stoff wurde getrocknet, um Polyethylen zu ergeben (Ausbeute: 540 mg; Aktivität: 540 g/mmol) (Tm: 131.1 °C; Mw: 190 000; Mw/Mn: 3,4).

Beispiel 2 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3a-Co [Synthese des Komplexes 3a-Co]

Die Prozedur für die Herstellung des Komplexes 3a-Fe aus Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei Cobalt(II)dibromid statt des Eisen(II)bromids verwendet wurde. So wurde ein schwarzer Kristall (Komplex 3a-Co) erhalten (Ausbeute: 0,25 g, 81 %).

Eine Röntgenstrukturanalyse des Komplexes 3a-Co [Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II)]dibromocobalt(II)] wurde ausgeführt, und ein ORTEP-Diagramm von ihm wird in 2 gezeigt.

[Herstellung des Katalysators]

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der im Beispiel 1 eingesetzten hergestellt, ausser dass der Komplex 3a-Co statt des Komplexes 3a-Fe verwendet wurde. So wurde eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 0,2 mmol/liter erhalten.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der im Beispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass die den Komplex 3a-Co enthaltende Katalysatorlösung statt der den Komplex 3a-Fe enthaltenden Katalysatorlösung verwendet wurde. So wurde Polyethylen in einer Ausbeute von 234 mg erhalten (Aktivität: 234 g/mmol) (Tm: 130,2 °C, Mw: 280 000, Mw/Mn: 2,9).

Vergleichsbeispiel 1 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung von Dibromo[2,3-bis(2,6-dimethylphenylimino)butan]eisen(II) (Komplex A-Fe) [Herstellung des Katalysators]

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten hergestellt, ausser dass der Komplex A-Fe statt des Komplexes 3a-Fe verwendet wurde, die Menge des Katalysators von 10 &mgr;mol zu 100 &mgr;mol und das Molverhältnis PMAO/Komplex von 200 zu 100 verändert wurde. So wurde eine Katalysatorlösung erhalten, die eine Konzentration von 2,0 mmol/liter hatte.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass die den Komplex A-Fe in einer Konzentration von 2,0 mmol/liter enthaltende Katalysatorlösung statt der den Komplex 3a-Fe in einer Konzentration von 0,2 mmol/liter enthaltenden Katalysatorlösung verwendet wurde und die Polymerisationszeit zu 60 Minuten verändert wurde. So wurde Polyethylen in einer Ausbeute von 254 mg erhalten (Aktivität: 2,54 g/mmol) (Tm: 131.1 °C, Mw: 300 000, Mw/Mn: 2,3).

Vergleichsbeispiel 2 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung von Dibromo[2,3-bis(2,6-dimethylphenylimino)butan]cobalt(II) (Komplex A-Co) [Herstellung des Katalysators]

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der im Vergleichsbeispiel 1 eingesetzten hergestellt, ausser dass der Komplex A-Co statt des Komplexes A-Fe verwendet wurde. So wurde eine Katalysatorlösung erhalten, die eine Konzentration von 2,0 mmol/liter hatte.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der im Vergleichsbeispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass die den Komplex A-Co enthaltende Katalysatorlösung statt der den Komplex A-Fe enthaltenden Katalysatorlösung verwendet wurde und die Polymerisationszeit zu 40 Minuten verändert wurde. So wurde Polyethylen in einer Ausbeute von 135 mg erhalten (Aktivität: 1,35 g/mmol) (Tm: 130.2 °C, Mw: 360 000, Mw/Mn: 2,3).

Beispiel 3 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3b-Fe [Synthese des Komplexes 1b]

Die Prozedur der Herstellung des Komplexes 1a in Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei 2,6-Diethylphenylisocyanid statt des 2,6-Dimethylphenylisocyanids verwendet wurde. So wurde ein gelbes Pulver (Komplex 1b) in einer Ausbeute von 1,87 g (71 %) erhalten.

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 6,92 (t, 1H, J = 7,80 Hz), 6,82 (d, 2H, J = 7,80 Hz), 2,84 (q, 4H, J = 7,59 Hz), 1,25 (t, 6H, J = 7,59 Hz)

[Synthese des Komplexes 2b]

Die Prozedur der Herstellung des Komplexes 2a in Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei Komplex 1b statt des Komplexes 1a verwendet wurde. So wurde ein rötlich-braunes Pulver (Komplex 2b) in einer Ausbeute von 1,57 g (89 %) erhalten.

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 7,13 - 7,08 (m, 3H), 7,05 - 6,96 (m, 3H), 6,79 - 6,57 (m, 6H), 3,07 (q, 1H, J = 7,56 Hz), 3,04 (q, 1H, J = 7,56 Hz), 2,91 (q, 1H, J = 7,56 Hz), 2,87 (t, 1H, J = 7,56 Hz), 2,73 - 2,47 (m, 8H), 2,30 (q, 4H, J = 7,56 Hz), 1,89 (s, 3H), 1,32 (t, 6H, J = 7,32 Hz), 1,31 (t, 6H, J = 7,56 Hz), 1,05 (t, 6H, J = 7,56 Hz), 0,99 (t, 6H, J = 7,56 Hz)

[Synthese des Komplexes 3b-Fe]

Die Prozedur der Herstellung des Komplexes 3a-Fe in Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei der Komplex 2b statt des Komplexes 2a verwendet wurde. So wurde ein schwarzer Kristall (Komplex 3b-Fe) in einer Ausbeute von 0,12 g (67 %) erhalten.

[Herstellung des Katalysators]

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten hergestellt, ausser dass der Komplex 3b-Fe statt des Komplexes 3a-Fe verwendet wurde. So wurde eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 0,2 mmol/liter erhalten.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass 50 ml der den Komplex 3b-Fe in einer Konzentration von 0,2 mmol/liter enthaltenden Katalysatorlösung statt der 5 ml (1 &mgr;mol) der den Komplex 3a-Fe in einer Konzentration von 0,2 mmol/liter enthaltenden Katalysatorlösung und der 45 ml Toluol verwendet wurden. Polyethylen wurde in einer Ausbeute von 284 mg erhalten (Aktivität: 28,4 g/mmol) (Tm: 115,9 °C, Mw: 690 000, Mw/Mn: 2,5).

Beispiel 4 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3c-Fe [Synthese des Komplexes 1c]

Die Prozedur der Herstellung des Komplexes 1a in Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei 2,6-Diisopropylphenylisocyanid statt des 2,6-Dimethylphenylisocyanids verwendet wurde. So wurde ein gelbes Pulver (Komplex 1c) in einer Ausbeute von 1,44 g (62 %) erhalten.

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 7,02 (t, 1H, J = 6,39 Hz), 6,94 (d, 2H, J = 6,39 Hz), 3,70 (sep, 2H, J = 7,19 Hz), 1,26 (d, 12H, J = 7,19 Hz)

[Synthese des Komplexes 2c]

Die Prozedur der Herstellung des Komplexes 2a in Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei Komplex 1c statt des Komplexes 1a verwendet wurde. So wurde ein rötlich-braunes Pulver (Komplex 2c) in einer Ausbeute von 0,47 g (66 %) erhalten.

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 7,06 - 6,95 (m, 8H), 6,92 - 6,76 (m, 4H), 3,68 (br, 2H), 3,49 (7th, 2H, J = 6,77 Hz), 3,10 (7th, 2H, J = 6,77 Hz), 2,64 (7th, 2H, J = 6,77 Hz), 2,00 (s, 3H), 1,68 (d, 6H, J = 6,77 Hz), 1,34 (d, 6H, J = 6,77 Hz), 1,25 (d, 6H, J = 6,77 Hz), 1,20 (d, 6H, J = 6,77 Hz), 1,18 (d, 18H, J = 6,77 Hz), 1,03 (d, 6H, J = 6,52 Hz)

[Synthese des Komplexes 3c-Fe]

Die Prozedur für die Herstellung des Komplexes 3a-Fe in Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei der Komplex 2c statt des Komplexes 2a verwendet wurde. So wurde ein schwarzer Kristall (Komplex 3c-Fe) in einer Ausbeute von 0,14 g (64 %) erhalten.

[Herstellung des Katalysators]

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten hergestellt, ausser dass der Komplex 3c-Fe statt des Komplexes 3a-Fe verwendet wurde. So wurde eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 0,2 mmol/liter erhalten.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 3 eingesetzten polymerisiert, ausser dass die den Komplex 3c-Fe enthaltende Katalysatorlösung statt der den Komplex 3b-Fe enthaltenden Katalysatorlösung verwendet wurde. Polyethylen wurde in einer Ausbeute von 66 mg erhalten (Aktivität: 6,6 g/mmol) (Tm: 90,5 °C, Mw: 550 000, Mw/Mn: 5,0).

Beispiel 5 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3d-Fe [Herstellung des Katalysators]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Bis(1,5-cyclooctadien)nickel(0) (0,567 g, 2,06 mmol) beschickt, dann wurde trockner Diethylether (20 ml) hinzugefügt, um eine Aufschlämmung des Bis(1,5-cyclooctadien)nickels(0) herzustellen. Eine Lösung von 2-Isopropylphenylisocyanid (1,20 g, 8,26 mmol) in Diethylether (10 ml) wurde über eine Zeitdauer von 5 Minuten zugetropft. Die Reaktionsflüssigkeit veränderte sich zu einer einheitlichen roten Lösung und danach zu einer gelben Aufschlämmung. Nach einstündiger Reaktion wurde das Überstehende entfernt, und ein Niederschlag wurde in Benzol aufgelöst. Die so gewonnene Lösung wurde filtiert, das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft. Das feste Reaktionsprodukt wurde in trockenem Benzol (30 ml) aufgelöst, und MeI (0,64 ml, 10,30 mmol) wurde hinzugefügt. Das Gemisch wurde unter Rückfluss während 24 Stunden umgesetzt. Nach beendeter Reaktion wurde die Reaktionsflüssigkeit auf Zimmertemperatur abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft, um einen festen schwarzen Stoff in einer Ausbeute von 1,43 g zu ergeben.

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit dem obigen festen schwarzen Stoff (0,36 g) und Eisen(II)dibromid (0,10 g, 0,46 mmol) beschickt, dann wurden trockenes Benzol (20 ml) und Tetrahydrofuran (5 ml) hinzugefügt. Die Reaktion wurde während 12 Stunden durchgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Lösungsmittel durch Destillation entfernt. Der Rückstand wurde aus heissem Toluol umkristallisiert, um einen schwarzen Kristall in einer Ausbeute von 0,42 g zu ergeben.

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten hergestellt, ausser dass der obige schwarze Kristall statt des Komplexes 3a-Fe verwendet wurde. So wurde eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 0,2 mmol/liter erhalten.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass die obige Katalysatorlösung statt der den Komplex 3a-Fe enthaltenden Katalysatorlösung verwendet wurde. Polyethylen wurde in einer Ausbeute von 343 mg erhalten (Aktivität: 343 g/mmol) (Tm: 125,8 °C, Mw: 41 000, Mw/Mn: 14).

Beispiel 6 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3e-Fe [Herstellung des Katalysators]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Bis(1,5-cyclooctadien)nickel(0) (0,617 g, 2,24 mmol) beschickt, dann wurde trockner Diethylether (20 ml) hinzugefügt, um eine Aufschlämmung des Bis(1,5-cyclooctadien)nickels(0) herzustellen. Eine Lösung von 2-Methyl-6-isopropylphenylisocyanid (1,43 g, 8,96 mmol) in Diethylether (10 ml) wurde über eine Zeitdauer von 5 Minuten zugetropft. Die Reaktionsflüssigkeit veränderte sich zu einer einheitlichen roten Lösung und danach zu einer gelben Aufschlämmung. Nach einstündiger Reaktion wurde das Überstehende entfernt, und ein Niederschlag wurde in Benzol aufgelöst. Die so gewonnene Lösung wurde filtiert, das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft. Das feste Reaktionsprodukt wurde in trockenem Benzol (30 ml) aufgelöst, und MeI (0,64 ml, 10,30 mmol) wurde hinzugefügt. Das Gemisch wurde unter Rückfluss während 24 Stunden umgesetzt. Nach beendeter Reaktion wurde die Reaktionsflüssigkeit auf Zimmertemperatur abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft, um einen festen schwarzen Stoff in einer Ausbeute von 1,93 g zu ergeben.

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit dem obigen festen schwarzen Stoff (0,79 g) und Eisen(II)dibromid (0,20 g, 0,95 mmol) beschickt, dann wurden trockenes Dichlormethan (15 ml) und Ethanol (10 ml) hinzugefügt. Die Reaktion wurde während 12 Stunden durchgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Lösungsmittel unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde aus heissem Toluol umkristallisiert, um einen schwarzen Kristall in einer Ausbeute von 0,42 g zu ergeben.

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten hergestellt, ausser dass der obige schwarze Kristall (Komplex 3e-Fe) statt des Komplexes 3a-Fe verwendet wurde. So wurde eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 0,2 mmol/liter erhalten.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 3 eingesetzten polymerisiert, ausser dass die obige, den Komplex 3e-Fe enthaltende Katalysatorlösung statt der den Komplex 3b-Fe enthaltenden Katalysatorlösung verwendet wurde. Polyethylen wurde in einer Ausbeute von 991 mg erhalten (Aktivität: 99,6 g/mmol) (Tm: 115,9 °C, Mw: 1 140 000, Mw/Mn: 6,3).

Beispiel 7 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Reaktionsprodukts des Komplexes 2a mit Dibromo(1,2-dimethoxyethan)nickel(II) [Herstellung des Katalysators]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Komplex 2a (7,25 mg, 10 &mgr;mol) und Dibromo(1,2-dimethoxyethan)nickel(II) (3,09 g, 10 &mgr;mol) beschickt. Trockenes Benzol (20 ml) und Tetrahydrofuran (5 ml) wurden hinzugefügt. Die Reaktion wurde während 12 Stunden durchgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Lösungsmittel durch Destillation entfernt. So wurde ein schwarzes Pulver erhalten. Das pulverförmige Reaktionsprodukt wurde in trockenem Toluol (49.4 ml) aufgelöst, und eine Lösung von Methylaluminoxan in Toluol („PMAO-S", erhältlich von Tosoh Finechem Corp., Konz. 3,13 mol/liter) (0,63 ml, 2,0 mmol) wurde hinzugefügt. Das Gemisch wurde während 30 Minuten gerührt, um eine Katalysatorlösung zu ergeben.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass der das Reaktionsprodukt des Komplexes 2a mit Dibromo(1,2-dimethoxyethan)nickel(II) enthaltende Katalysator statt des den Komplex 3a-Fe enthaltenden Katalysators verwendet wurde. Polyethylen wurde in einer Ausbeute von 709 mg erhalten (Aktivität: 709 g/mmol) (Tm: 132,0 °C, Mw: 240 000, Mw/Mn: 3,6).

Beispiel 8 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Reaktionsprodukts des Komplexes 2a mit Dichloro(1,5-cyclooctadien)platin(II) [Herstellung des Katalysators]

Eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 0,2 mmol/liter wurde mit der gleichen Prozedur wie der im Beispiel 7 eingesetzten hergestellt, ausser dass Dichloro(1,5-cyclooctadien)platin(II) statt des Dibromo(1,2-dimethoxyethan)nickels(II) verwendet wurde.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass der das Reaktionsprodukt des Komplexes 2a mit Dichloro(1,5-cyclooctadien)platin(II) enthaltende Katalysator statt des den Komplex 3a-Fe enthaltenden Katalysators verwendet wurde. Polyethylen wurde in einer Ausbeute von 559 mg erhalten (Aktivität: 559 g/mmol) (Tm: 131,6 °C, Mw: 330 000, Mw/Mn: 2,4).

Beispiel 9 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Reaktionsprodukts des Komplexes 2a mit Chlormethyl(1,5-cyclooctadien)palladium(II) [Herstellung des Katalysators]

Eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 0,2 mmol/liter wurde mit der gleichen Prozedur wie der im Beispiel 7 eingesetzten hergestellt, ausser dass Chlormethyl(1,5-cyclooctadien)palladium(II) statt des Dibromo(1,2-dimethoxyethan)nickels(II) verwendet wurde.

[Polymerisation von Ethylen]

Ethylen wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 1 eingesetzten polymerisiert, ausser dass der das Reaktionsprodukt des Komplexes 2a mit Chlormethyl(1,5-cyclooctadien)palladium(II) enthaltende Katalysator statt des den Komplex 3a-Fe enthaltenden Katalysators verwendet wurde. Polyethylen wurde in einer Ausbeute von 935 mg erhalten (Aktivität: 935 g/mmol) (Tm: 129,4 °C, Mw: 260 000, Mw/Mn: 2,3).

Die Ergebnisse der Polymerisation in Beispielen 1 bis 9 und in den Vergleichsbeispielen 1 und 2 sind in Tabelle 1 aufgeführt, während die chemischen Strukturen der in diesen Arbeitsbeispielen verwendeten Verbindungen in Tabelle 2 gezeigt werden.

Tabelle 2
Beispiel 10 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3a-Zn [Synthese von 3a-Zn]

Mit der gleichen Prozedur, die für die Synthese des Komplexes 3a-Fe in Beispiel 1 eingesetzt wurde, wurde der Komplex 3a-Zn synthetisiert, wobei Zink(II)dibromid statt des Eisen(II)dibromids verwendet wurde. So wurde ein schwarzer Kristall (Komplex 3a-Zn) in einer Ausbeute von 0,54 g (77 %) erhalten.

Eine Röntgenstrukturanalyse des Komplexes 3a-Zn [Iodo[1,2,3-tris(2,6-dimethylphenylimino)butyl](2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(II)]dibromozink(II)] wurde ausgeführt, und ein ORTEP-Diagramm von ihm wird in 3 gezeigt.

[Herstellung des Katalysators]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit dem Komplex 3a-Zn (160 mg, 168 &mgr;mol) beschickt, und trockenes Toluol (16,8 ml) wurde hinzugefügt, um eine Aufschlämmung des Komplexes 3a-Zn herzustellen. Eine Lösung von Methylaluminoxan in Toluol („PMAO-S", erhältlich von Tosoh Finechem Corp., Konz. 3,13 mol/liter) (10,7 ml, 33,6 mmol) wurde hinzugefügt. Das Gemisch wurde während 30 Minuten gerührt, um eine Katalysatorlösung zu ergeben, die eine Konzentration von 10 mol/liter hatte.

[Polymerisation von Ethylen, bei 30 °C]

In einer Argonatmosphäre wurde ein druckfestes 2000-ml-Gefäss aus rostfreiem Stahl mit trockenem Toluol (495 ml) beschickt, dann wurde der oben erwähnte Katalysator (5 ml, 50 &mgr;mol) hinzugefügt. Der Inhalt wurde bei 30 °C gerührt. Dann wurde Ethylen in einer solchen Menge, dass der Partialdruck des Ethylens 1,0 MPa erreichte, in das druckfeste Gefäss eingeblasen, um die Polymerisation einzuleiten. Die Polymerisation wurde während 60 Minuten ausgeführt, wobei die Temperatur im Gefäss bei 30 °C gehalten wurde. Nicht umgesetztes Ethylen wurde entfernt, und Methanol (5 ml) wurde hinzugefügt, um die Polymerisation anzuhalten. Die Polymerisationsflüssigkeit wurde in mit Chlorwasserstoffsäure versetztes Methanol (300 ml) gegossen, um ein Polymer auszufällen. Die das Polymer enthaltende Flüssigkeit wurde filtriert, und der feste Stoff wurde getrocknet, um Polyethylen in einer Ausbeute von 13,5 g zu ergeben (Aktivität: 270 g/mmol) (Tm: 137.0 °C; Mw: 260 000; Mw/Mn: 4,8).

Beispiel 11 [Polymerisation von Ethylen, bei 70 °C]

In einer Argonatmosphäre wurde ein druckfestes 2000-ml-Gefäss aus rostfreiem Stahl mit trockenem Toluol (495 ml) beschickt, dann wurde der gleiche Katalysator hinzugefügt, der in Beispiel 10 verwendet worden war (5 ml, 50 &mgr;mol). Der Inhalt wurde bei 70 °C gerührt. Dann wurde Ethylen in einer solchen Menge, dass der Partialdruck des Ethylens 1,0 MPa erreichte, in das druckfeste Gefäss eingeblasen, um die Polymerisation einzuleiten. Die Polymerisation wurde während 60 Minuten ausgeführt, wobei die Temperatur im Gefäss bei 70 °C gehalten wurde. Nicht umgesetztes Ethylen wurde entfernt, und Methanol (5 ml) wurde hinzugefügt, um die Polymerisation anzuhalten. Die Polymerisationsflüssigkeit wurde in mit Chlorwasserstoffsäure versetztes Methanol (300 ml) gegossen, um ein Polymer auszufällen. Die das Polymer enthaltende Flüssigkeit wurde filtriert, und der feste Stoff wurde getrocknet, um Polyethylen in einer Ausbeute von 4,53 g zu ergeben (Aktivität: 90,6 g/mmol) (Tm: 114,6 °C; Mw: 84 000; Mw/Mn: 4,2).

Beispiel 12 [Herstellung des Katalysators]

Ein Katalysator wurde mit der gleichen Prozedur wie der in Beispiel 10 eingesetzten hergestellt, wobei der Komplex 3a-Fe statt des Komplexes 3a-Zn verwendet wurde. So wurde eine Katalysatorlösung mit einer Konzentration von 10 mol/liter erhalten.

[Polymerisation von Ethylen, bei 30 °C]

In einer Argonatmosphäre wurde ein druckfestes 2000-ml-Gefäss aus rostfreiem Stahl mit trockenem Toluol (495 ml) beschickt, dann wurde der oben erwähnte Katalysator (5 ml, 50 &mgr;mol) hinzugefügt. Der Inhalt wurde bei 30 °C gerührt. Dann wurde Ethylen in einer solchen Menge, dass der Partialdruck des Ethylens 1,0 MPa erreichte, in das druckfeste Gefäss eingeblasen, um die Polymerisation einzuleiten. Die Polymerisation wurde während 60 Minuten ausgeführt, während die Temperatur im Gefäss bei 30 °C gehalten wurde. Nicht umgesetztes Ethylen wurde entfernt, und Methanol (5 ml) wurde hinzugefügt, um die Polymerisation anzuhalten. Die Polymerisationsflüssigkeit wurde in mit Chlorwasserstoffsäure versetztes Methanol (300 ml) gegossen, um ein Polymer auszufällen. Die das Polymer enthaltende Flüssigkeit wurde filtriert, und der feste Stoff wurde getrocknet, um Polyethylen in einer Ausbeute von 18,2 g zu ergeben (Aktivität: 364 g/mmol) (Tm: 132.5 °C; Mw: 310 000; Mw/Mn: 4,4).

Beispiel 13 [Polymerisation von Ethylen, bei 70 °C]

In einer Argonatmosphäre wurde ein druckfestes 2000-ml-Gefäss aus rostfreiem Stahl mit trockenem Toluol (495 ml) beschickt, dann wurde der gleiche Katalysator hinzugefügt, der in Beispiel 12 verwendet worden war (5 ml, 50 &mgr;mol). Der Inhalt wurde bei 70 °C gerührt. Dann wurde Ethylen in einer solchen Menge, dass der Partialdruck des Ethylens 1,0 MPa erreichte, in das druckfeste Gefäss eingeblasen, um die Polymerisation einzuleiten. Die Polymerisation wurde während 60 Minuten ausgeführt, wobei die Temperatur im Gefäss bei 70 °C gehalten wurde. Nicht umgesetztes Ethylen wurde entfernt, und Methanol (5 ml) wurde hinzugefügt, um die Polymerisation anzuhalten. Die Polymerisationsflüssigkeit wurde in mit Chlorwasserstoffsäure versetztes Methanol (300 ml) gegossen, um ein Polymer auszufällen. Die das Polymer enthaltende Flüssigkeit wurde filtriert, und der feste Stoff wurde getrocknet, um Polyethylen in einer Ausbeute von 5,12 g zu ergeben (Aktivität: 102,4 g/mmol) (Tm: 111,9 °C; Mw: 72 000; Mw/Mn: 3,6).

Beispiel 14 Polymerisation von Polyethylen unter Verwendung des Komplexes 3a-Et-Zn [Synthese des Komplexes 2a-Et]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Tetrakis(2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(0) (Komplex 1a) (0,76 g, 1,30 mmol) beschickt, und trockenes Benzol (30 ml) wurde hinzugefügt, um den Komplex 1a darin aufzulösen. Iodethan (0,51 ml, 6,50 mmol) wurde hinzugefügt, und die Reaktion wurde unter Rückfluss während 24 Stunden ausgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Reaktionsgemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft. Der gewonnene feste Stoff wurde mit Hexan gewaschen, um ein rötlich-braunes Pulver zu ergeben (Komplex 2a-Et) (Ausbeute: 0,52 g, 54 %).

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 6,98 - 6,95 (m, 6H), 6,62 - 6,57 (m, 3H), 6,46 - 6,44 (m, 3H, 2,42 (q, 2H, J = 7,70 Hz), 2,36 (s, 6H), 2,33 (s, 6H), 2,06 (s, 6H), 1,95 (s, 6H), 0,79 (t, 3H, J = 7,70 Hz)

[Synthese des Komplexes 3a-Et-Zn]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit dem Komplex 2a-Et (0,15 g, 0,20 mmol) und Zink(II)dibromid (78,7 mg, 0,35 mmol) beschickt. Trockenes Dichlormethan (10 ml) und Ethanol (10 ml) wurden hinzugefügt. Die Reaktion wurde während 12 Stunden durchgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Lösungsmittel durch Destillation entfernt. Der Rückstand wurde aus heissem Toluol umkristallisiert, um ein schwarzes Pulver zu ergeben (Komplex 3a-Et-Zn) (Ausbeute: 0,19 g).

[Herstellung des Katalysators]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit dem Komplex 3a-Et-Zn (112 mg, 116 &mgr;mol) beschickt. Trockenes Toluol (4,2 ml) wurde hinzugefügt, um eine Aufschlämmung des Komplexes 3a-Et-Zn herzustellen. Eine Lösung von Methylaluminoxan in Toluol („PMAO-S", erhältlich von Tosoh Finechem Corp., Konz. 3,13 mol/liter) (7,4 ml, 23,2 mmol) wurde hinzugefügt, und das Gemisch wurde während 30 Minuten gerührt, um eine Katalysatorlösung zu ergeben, die eine Konzentration von 10 mol/liter hatte.

[Polymerisation von Ethylen]

In einer Argonatmosphäre wurde ein druckfestes 2000-ml-Gefäss aus rostfreiem Stahl mit trockenem Toluol (495 ml) beschickt, dann wurde der oben erwähnte Katalysator (5 ml, 50 &mgr;mol) hinzugefügt. Der Inhalt wurde bei 30 °C gerührt. Dann wurde Ethylen in einer solchen Menge, dass der Partialdruck des Ethylens 1,0 MPa erreichte, in das druckfeste Gefäss eingeblasen, um die Polymerisation einzuleiten. Die Polymerisation wurde während 60 Minuten ausgeführt, wobei die Temperatur im Gefäss bei 30 °C gehalten wurde. Nicht umgesetztes Ethylen wurde entfernt, und Methanol (5 ml) wurde hinzugefügt, um die Polymerisation anzuhalten. Die Polymerisationsflüssigkeit wurde in mit Chlorwasserstoffsäure versetztes Methanol (300 ml) gegossen, um ein Polymer auszufällen. Die das Polymer enthaltende Flüssigkeit wurde filtriert, und der feste Stoff wurde getrocknet, um Polyethylen in einer Ausbeute von 2,30 g zu ergeben (Aktivität: 46,0 g/mmol) (Tm: 134.3 °C).

Beispiel 15 Polymerisation von Ethylen unter Verwendung des Komplexes 3a-iPr-Zn [Synthese des Komplexes 2a-iPr]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit Tetrakis(2,6-dimethylphenylisocyanid)nickel(0) (Komplex 1a) (0,89 g, 1,52 mmol) beschickt, und trockenes Benzol (30 ml) wurde hinzugefügt, um den Komplex 1a darin aufzulösen. iPrI (1 ml, 10,02 mmol) wurde hinzugefügt, und die Reaktion wurde unter Rückfluss während 24 Stunden ausgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Reaktionsgemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum zur Trockne eingedampft. Der gewonnene feste Stoff wurde mit Hexan gewaschen, um ein rötlich-braunes Pulver zu ergeben (Komplex 2a-iPr) (Ausbeute: 0,81 g, 70 %).

1H-NMR (&dgr;, C6D6): 6,98 - 6,87 (m, 6H), 6,62 - 6,57 (m, 3H), 6,51 - 6,45 (m, 3H, 2,69 (sep, 1H, J = 6,96 Hz), 2,43 (s, 6H), 2,36 (s, 6H), 2,05 (s, 6H), 1,95 (s, 6H), 1,21 (d, 6H, J = 6,96 Hz)

[Synthese des Komplexes 3a-Et-iPr]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit dem Komplex 2a-iPr (0,38 g, 0,50 mmol) und Zink(II)dibromid (0,11 g, 0,48 mmol) beschickt. Trockenes Dichlormethan (20 ml) und Ethanol (5 ml) wurden hinzugefügt. Die Reaktion wurde während 12 Stunden durchgeführt. Nach beendeter Reaktion wurde das Lösungsmittel durch Destillation entfernt. Der Rückstand wurde aus heissem Toluol umkristallisiert, um ein schwarzes Pulver zu ergeben (Komplex 3a-iPr-Zn) (Ausbeute: 0,18 g).

[Herstellung des Katalysators]

In einer Argonatmosphäre wurde ein Schlenk-Kolben mit dem Komplex 3a-iPr-Zn (249 mg, 254 &mgr;mol) beschickt. Trockenes Toluol (9,2 ml) wurde hinzugefügt, um eine Aufschlämmung des Komplexes 3a-iPr-Zn herzustellen. Eine Lösung von Methylaluminoxan in Toluol („PMAO-S", erhältlich von Tosoh Finechem Corp., Konz. 3,13 mol/liter) (16,2 ml, 33,6 mmol) wurde hinzugefügt, und das Gemisch wurde während 30 Minuten gerührt, um eine Katalysatorlösung zu ergeben, die eine Konzentration von 10 mol/liter hatte.

[Polymerisation von Ethylen]

In einer Argonatmosphäre wurde ein druckfestes 2000-ml-Gefäss aus rostfreiem Stahl mit trockenem Toluol (495 ml) beschickt, dann wurde der oben erwähnte Katalysator (5 ml, 50 &mgr;mol) hinzugefügt. Der Inhalt wurde bei 30 °C gerührt. Dann wurde Ethylen in einer solchen Menge, dass der Partialdruck des Ethylens 1,0 MPa erreichte, in das druckfeste Gefäss eingeblasen, um die Polymerisation einzuleiten. Die Polymerisation wurde während 60 Minuten ausgeführt, wobei die Temperatur im Gefäss bei 30 °C gehalten wurde. Nicht umgesetztes Ethylen wurde entfernt, und Methanol (5 ml) wurde hinzugefügt, um die Polymerisation anzuhalten. Die Polymerisationsflüssigkeit wurde in mit Chlorwasserstoffsäure versetztes Methanol (300 ml) gegossen, um ein Polymer auszufällen. Die das Polymer enthaltende Flüssigkeit wurde filtriert, und der feste Stoff wurde getrocknet, um Polyethylen in einer Ausbeute von 4,16 g zu ergeben (Aktivität: 83,2 g/mmol) (Tm: 135.6 °C).

Die Ergebnisse der Polymerisation in Beispielen 10 bis 15 sind in Tabelle 3 aufgeführt, während die chemischen Strukturen der in diesen Beispielen verwendeten Verbindungen in Tabelle 4 gezeigt werden.

Tabelle 3
  • Anmerk.: *1 Übergangsmetallverbindung
  • *2 Aktivierender Cokatalysator
Tabelle 4

Anspruch[de]
  1. Übergangsmetallverbindung, durch die folgende allgemeine Formel (1) dargestellt:
    worin R1 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe ist, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält;

    Z einen Substituenten darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Substituenten besteht, die durch die folgenden Formeln (2) dargestellt werden:
    worin R', R2 und R3 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe ist, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder der Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, R', R2 und R3 gleich oder verschieden sein können und zwei aus R', R2 und R3 ausgewählte Glieder unter der Voraussetzung zu einem Ring verbunden sein können, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können; E1 und E2 ein Atom der Gruppe 16 des Periodensystems darstellen, G', G1 und G2 ein Atom der Gruppe 15 des Periodensystems darstellen, n eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist, vorausgesetzt, dass der Fall von n = 0 bedeutet, dass Y und die Iminoacylgruppe in Formel (1) direkt miteinander verbunden sind;

    Y einen Substituenten darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Substituenten besteht, die durch die folgenden Formeln (3) dargestellt sind:
    worin R4, R7 und R8 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe ist, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder der Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, R5 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder der Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, R6 eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die eine substituierte Silylgruppe, ein Atom der Gruppe 15 oder der Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, E3 und E4 ein Atom aus Gruppe 16 des Periodensystems darstellen, G3 und G4 ein Atom der Gruppe 15 des Periodensystems darstellen, R4 und R5 miteinander zu einem Ring verbunden sein können und R6 und R7 miteinander zu einem Ring verbunden sein können;

    zwei aus R1, Z und Y ausgewählte Glieder unter der Voraussetzung, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können, zu einem Ring verbunden sein können;

    A ein Übergangsmetallatom der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems oder ein typisches Element der Gruppen 1, 2 und 11 bis 16 des Periodensystems darstellt;

    X' ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe, eine Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe enthält, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die ein Atom der Gruppe 15 oder der Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält; oder X' ein Halogenatom ist; und d eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und, wenn n mindestens 2 ist, die X' gleich oder verschieden sein können;

    L' eine Koordinationsbindungen bildende Verbindung mit einem Koordinationspartner ist, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron, Atomen der Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems und Halogenatomen besteht, und

    e eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und, wenn e mindestens 2 ist, die L' gleich oder verschieden sein können;

    d eine Oxidationszahl des zentralen Metalls A ist;

    M ein Übergangsmetallatom der Gruppen 3 bis 11 des Periodensystems darstellt;

    X ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine substituierte Silylgruppe, eine substituierte Amidgruppe, eine substituierte Alkoxygruppe, eine substituierte Aryloxygruppe, eine Kohlenwasserstoffgruppe, die eine substituierte Silylgruppe enthält, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe darstellt, die ein Atom der Gruppe 15 oder der Gruppe 16 des Periodensystems oder ein Halogenatom enthält, oder X ein Halogenatom ist; und a eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist und, wenn a mindestens 2 ist, die X gleich oder verschieden sein können;

    L eine Koordinationsbindungen bildende Verbindung mit einem Koordinationspartner ist, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem &pgr;-Elektron, Atomen von Gruppen 14, 15 und 16 des Periodensystems und Halogenatomen besteht, und

    b eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und, wenn b mindestens 2 ist, die L gleich oder verschieden sein können; und X und L miteinander verbunden sein können, L und R1 miteinander verbunden sein können und L und Y miteinander verbunden sein können; und

    c eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist und die Summe von a + c eine Oxidationszahl des zentralen Metalls M ist.
  2. Übergangsmetallverbindung, wie in Anspruch 1 beansprucht, die durch die folgende allgemeine Formel (4) dargestellt wird:
    worin R1, R4, R5, Z, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d und e die gleichen wie R1, R4, R5, Z, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d bzw. e sind, die für Formel (1) definiert worden waren; zwei aus R1, R4, R5 und Z gewählte Glieder unter der Voraussetzung, dass zumindest zwei Ringe gebildet werden können, miteinander zu einem Ring verbunden sein können, X und L miteinander verbunden sein können, L und R5 miteinander verbunden sein können und L und R1 miteinander verbunden sein können.
  3. Übergangsmetallverbindung, wie in Anspruch 1 beansprucht, die durch die folgende allgemeine Formel (8) dargestellt wird:
    worin R1, R2, R4, R5, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d und e die gleichen wie R1, R2, R4, R5, M, X, L, A, X', L', a, b, c, d bzw. e sind, die für Formel (1) definiert worden waren.
  4. Katalysator für die Polymerisation eines Olefins, das (A) eine Übergangsmetallverbindung, wie in einem der Ansprüche 1 bis 3 beansprucht, und (B) einen aktivierenden Cokatalysator umfasst.
  5. Katalysator für die Polymerisation eines Olefins, wie in Anspruch 4 beansprucht, der weiter (C) eine metallorganische Verbindung umfasst.
  6. Prozess für die Polymerisation eines Olefins, der umfasst, ein Olefin in Gegenwart eines Katalysators zu polymerisieren, wie er in Anspruch 4 oder 5 beansprucht wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com