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Dokumentenidentifikation DE69832601T2 10.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000983335
Titel ALKYLPOLYGLYCOSIDHALTIGE, GEGEN PSEUDOMONAS MIKROORGANISMEN WIRKSAME DESINFEKTIONSMITTEL
Anmelder Novapharm Research (Australia) Pty. Ltd., Rosebery, Neusüdwales, AU
Erfinder GLUCK, Anthony, Bruno, North Gosford, AU
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69832601
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.05.1998
EP-Aktenzeichen 989189840
WO-Anmeldetag 07.05.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/AU98/00329
WO-Veröffentlichungsnummer 1998053036
WO-Veröffentlichungsdatum 26.11.1998
EP-Offenlegungsdatum 08.03.2000
EP date of grant 30.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.2006
IPC-Hauptklasse C11D 3/48(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C11D 1/83(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C11D 1/66(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C11D 3/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61K 7/48(2000.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61K 7/50(2000.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A01N 25/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Diese Erfindung betrifft eine desinfizierende Reinigungszusammensetzung.

STAND DER TECHNIK

Es ist bekannt, dass eine Infektion über Hautkontakt durch die Übertragung von pathogenen Mikroorganismen verbreitet wird. Bisher war bekannt, um die Gegenwart derartiger Organismen zu verringern, die Haut mit einer Lösung zu reinigen, die ein oberflächenaktives Mittel enthält, gefolgt von der Anwendung eines Antiseptikums.

In den letzten Jahren ist es nahegelegt worden, dass es wünschenswert sein würde, die Wasch- und Desinfektionsvorgänge durch Bereitstellen einer Zusammensetzung, die sowohl ein antimikrobielles Mittel als auch ein oberflächenaktives Mittel umfasst, in einer einzigen Durchführung zu kombinieren. Es ist jedoch festgestellt worden, dass viele antimikrobielle Mittel, wie Chlorhexidin [N,N'-Bis(4-chlorphenyl)-3,12-diimino-2,4,11,13-tetraazatetradecandiimidamid]digluconat und andere Chlorhexidinsalze, mit anionischen oberflächenaktiven Mitteln unverträglich sind und in ihrer antimikrobiellen Aktivität durch nicht ionische oberflächenaktive Mittel verringert werden, was folglich die Zugabe von mehr antimikrobiellem Mittel erfordert, um ausreichende biozide Aktivität bei der Menge des oberflächenaktiven Mittels zu behalten, die für zufriedenstellende Schaumbildung erforderlich ist.

Insbesondere beschreibt US-Patent Nr. 3,855,140, übertragen auf Imperial Chemical Industries, eine Hautreinigungszusammensetzung, die ein lösliches Salz von Chlorhexidin in Kombination mit einem Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockcopolymer umfasst. Um ausreichendes Schäumen des Polymers zu erhalten, ist es erforderlich, hohe Anteile des oberflächenaktiven Mittels in Mengen in der Größenordnung von 20–25% zu verwenden. Hohe Mengen Chlorhexidin sind folglich erforderlich, um die gewünschte antimikrobielle Aktivität aufrechtzuerhalten. Derartige hohe Mengen sind nicht wünschenswert, weil es bekannt ist, dass oberflächenaktive Mittel die Haut durch Entfetten nachteilig beeinflussen und in Kombination mit Bioziden, wie Chlorhexidin, Reizung der Haut verursachen können. Ferner können die Bestandteile der Zusammensetzung teuer sein.

Es wäre deshalb wünschenswert, eine Zusammensetzung bereitzustellen, bei welcher die Menge des antimikrobiellen Mittels und des oberflächenaktiven Mittels verringert ist, während ausreichende antimikrobielle Aktivität und Schäumfähigkeit aufrechterhalten werden.

In dieser Hinsicht lehrt WO 95/09605, um eine derartige Zusammensetzung bereitzustellen, ein phenolisches Desinfektionsmittel mit einem oberflächenaktiven Alkylpolyglucosid zu kombinieren. Wie in diesem Patent jedoch angezeigt, sind derartige Zusammensetzungen, obwohl sie gute biozide Aktivität gegen die meisten Mikroorganismen zeigen, nicht in der Lage, Oberflächen zu desinfizieren, die mit dem Mikroorganismus Pseudomonas aeruginosa kontaminiert sind, für welchen die Zusammensetzungen inaktiv sind.

WO-A-97/48377 (veröffentlicht am 24. Dezember 1997) offenbart eine Hautwaschzusammensetzung zur topischen Anwendung auf der Haut, die 0,05 bis 0,25% (w/w) Triclocarban als aktives antibakterielles Mittel umfasst, das in einer milden und nicht reizenden Detergenzbase formuliert ist, die aus einem Gemisch aus einem nicht ionischen oberflächenaktiven Alkylpolyglucosid und einem amphoteren oberflächenaktiven Mittel bei Fehlen eines anionischen oberflächenaktiven Mittels besteht.

WO-A-92/13055 offenbart flüssige Waschmittel, die ein Fettalkoholsulfat, Alkylpolyglycosid, Seife und niedere Alkohole enthalten.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik im Wesentlichen zu verbessern.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird eine antiseptische Reinigungszusammensetzung gemäß Anspruch 1 bereitgestellt.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur Dekontaminierung von Oberflächen, die mit Bakterien kontaminiert sind, bereitgestellt, wobei das Verfahren das Inkontaktbringen der Oberfläche mit der desinfizierenden Reinigungszusammensetzung der ersten Ausführungsform umfasst.

Der ausgewählte Alkohol ist vorzugsweise Phenoxyethanol.

Die oberflächenaktiven Alkylpolysaccharide sind auf dem Fachgebiet auch als Alkylpolyglucoside bekannt, wobei das oberflächenaktive Mittel jedoch zu Zwecken der folgenden Diskussion als Alkylpolysaccharid bezeichnet wird.

Vorzugsweise übersteigt der Gehalt des oberflächenaktiven Mittels, das in der Zusammensetzung vorliegt, 6% Gewicht/Volumen nicht.

Vorzugsweise ist das Alkylpolysaccharid ein Alkylpolysaccharid der nachfolgenden Formel:

wobei n eine ganze Zahl zwischen 5 und 19 ist, und m eine ganze Zahl zwischen 1 und 3 ist.

In der vorstehenden Formel enthält das gezeigte oberflächenaktive Alkylpolysaccharid Glukoseeinheiten, die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt und ein oder mehrere der Glukoseeinheiten können durch andere Zuckereinheiten ersetzt sein. Andere Zuckereinheiten, welche im Alkylpolysaccharid eingeschlossen sein können, schließen Maltose, Arabinose, Xylose, Mannose, Galactose, Gulose, Idose, Talose, Allose, Altrose, Saccharose, Fructose, Sorbose, Levulose, Lactose, Allulose, Tagatose, Alloheptulose, Sedoheptulose, Glucoheptulose, Mannoheptulose, Guloheptulose, Idoheptulose, Galactoheptulose, Taloheptulose und Derivate derselben ein.

Die antimikrobiellen Mittel sind Chlorhexidin und seine Salze; und 2,4,4-Trichlor-2-hydroxy-diphenylether (Triclosan).

Geeignete Salze von Chlorhexidin schließen die Gluconat-, Isethionat-, Formiat-, Acetat-, Glutamat-, Succinamat-, Monodiglycolat-, Dimethansulfonat-, Lactat-, Diisobutyrat- oder die Glucoheptonatsalze ein.

Vorzugsweise weist das antimikrobielle Mittel eine Wasserlöslichkeit von mindestens 0,001% Gewicht/Volumen bei Umgebungstemperatur auf.

Wenn das antimikrobielle Mittel Chlorhexidindigluconat ist, wird es in einer Menge verwendet, die vorzugsweise 4,5% Gewicht/Volumen nicht übersteigt. Wenn das antimikrobielle Mittel 2,4,4-Trichlor-2-hydroxydiphenylether (Triclosan) ist, wird es in einer Menge verwendet, die vorzugsweise 3% Gewicht/Volumen nicht übersteigt.

Der Alkylalkohol ist vorzugsweise ein niederer Alkylalkohol, hier definiert als ein Alkohol mit weniger als 6 Kohlenstoffatomen, wie Ethanol, Iso-, oder n-Propanol, am meisten bevorzugt ist der Alkylalkohol Isopropanol oder n-Propanol. Der Alkoholgehalt übersteigt vorzugsweise 70% Gewicht/Volumen nicht. Wenn die Zusammensetzung in einem wässrigen Träger ist (zum Beispiel zur Verwendung bei der Handreinigung), ist der Alkohol wünschenswerterweise Iso- oder n-Propanol oder eine Kombination davon und liegt vorzugsweise in einer Menge von 3 bis 10% Gewicht/Volumen, am meisten bevorzugt 4 bis 8% Gewicht/Volumen vor. Wenn die Zusammensetzung eine alkoholische Lösung ist (zum Beispiel für eine selbsttrocknende schnellreinigende Lösung), beträgt der Alkylalkohol vorzugsweise 55–75% Gewicht/Volumen.

Der Arylalkohol ist ein Benzylalkohol, Phenylethylalkohol, Phenoxyethanol, Phenoxypropanol oder ein chloriertes Derivat davon. Zur Anwendung auf der Haut sind Phenoxyethanol und Phenoxypropanol bevorzugt. Vorzugsweise liegt der Arylalkohol in einer Menge vor, die 3% Gewicht/Volumen nicht übersteigt.

Ein inerter Träger kann verwendet werden – zum Beispiel Wasser oder ein niederer Alkohol, wie Ethanol.

Die Zusammensetzung kann ferner einen oder mehrere der folgenden Bestandteile umfassen:

  • (a) einen Lösungsvermittler, zum Beispiel Propylenglycol, ein Hydrotrop oder Gemische davon. Geeignete Hydrotrope schließen Harnstoff, Cumolsulfonat, Toluolsulfonat, Xylolsulfonat und die Ethanolaminsalze der Zitronen- und anderen Hydroxycarbonsäuren ein.
  • (b) einen Schaumbildner, wie ein Alkylaminooxid, Alkylmono- oder -diethanolamide. Beispiele von Schaumbildnern sind Lauryl- oder Cocodiethanolamid- oder Monoethanolamid-Kondensate oder die Lauryl- oder Cetyldimethylaminoxide.
  • (c) Mittel zur Veränderung der Viskosität, wie Cellulosederivate, Guarharze und Carbopolharze.
  • (d) Konservierungsmittel, wie Imidazolidinyl-, Harnstoffderivate (Germabene), Methyl- oder Propylparabene (p-Hydroxybenzoeester).
  • (e) andere herkömmliche Zusatzstoffe, wie Farbmittel, Duftstoffe, Antioxidantien, Aufweichungsmittel, Feuchthaltemittel, Stabilisierungsmittel und Verdickungsmittel, wie Carboxymethylcellulose.
  • (f) gegebenenfalls weitere oberflächenaktive Stoffe, die amphotere oberflächenaktive Stoffe, anionische oberflächenaktive Stoffe und nicht ionische oberflächenaktive Stoffe einschließen. Geeignete zusätzliche oberflächenaktive Mittel schließen quartäre Ammoniumverbindungen oder eine kleine Menge eines stark schäumenden anionischen oberflächenaktiven Stoffs, wie Laurylethoxysulfonat, Sarcosinate, Natriumlaurylethersulfat ein.

Die zusätzlichen Bestandteile sind ausgewählt, um mögliche Unverträglichkeit mit einem der anderen Bestandteile der Zusammensetzung und besonders hinsichtlich der antimikrobiellen Mittel zu vermeiden.

Der pH-Wert der Zusammensetzung wird typischerweise auf pH 5 bis 7 eingestellt, am meisten bevorzugt auf 5,5, ist aber nicht auf diesen pH-Wert beschränkt. Wenn Chlorhexidin als das antimikrobielle Mittel verwendet wird, sollte ein pH-Wert von größer als 8 vermieden werden, um ein Ausfällen der freien Chlorhexidinbase zu verhindern. Die meisten organischen Säuren, die mit der Zusammensetzung verträglich sind, wie Milch-, Essig-, Zitronen- und Gluconsäuren, vorzugsweise Gluconsäure, können verwendet werden, um den pH-Wert einzustellen.

Der Begriff „umfassend", wie hier verwendet, wird in einem alles einschließenden Sinne verwendet, das heißt im Sinne von „einschließend" oder „enthaltend". Der Begriff ist nicht in einem ausschließenden Sinne gemeint („bestehend aus" oder „besteht aus").

BESTE ART UND WEISE ZUR DURCHFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Die folgenden Beispiele veranschaulichen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. Sie sollten nicht als Beschränkung ausgelegt werden.

Es ist für den Fachmann auch selbstverständlich, dass, während die vorliegende Erfindung hier mit Bezug auf ein Konzentrat beschrieben wird, solch ein Konzentrat vor dem Verkauf oder vor der Verwendung (zum Beispiel zu 55%) verdünnt werden kann. BEISPIELE Beispiel I – Vergleichszusammensetzunug gemäß WO 95/09605 Natriumlaurylsulfat (100%) 4,67% Gewicht/Volumen Alkylpolysaccharid (100%) 3,92% Gewicht/Volumen Kokosnussbetain (100%) 0,90% Gewicht/Volumen Triclosan 0,49% Gewicht/Volumen Propylenglycol 0,254% Gewicht/Volumen Glycerin 0,254% Gewicht/Volumen Natriumchlorid 0,49% Gewicht/Volumen Zitronensäure bis zu 10% Gewicht/Volumen Wasser auf 100 Vol.-%
Beispiel II – gewerblicher antibakterieller Vergleichshautreiniger, der 2,0% Triclosan enthält, dessen vollständige Zusammensetzung unbekannt ist Beispiel III – Vergleichszusammensetzung eines gewerblichen antiseptischen chirurgischen Reinigungsmittels Chlorhexidingluconat (CHG) 4,0% Gewicht/Volumen nicht ionisches oberflächenaktives Mittel* (100%) 25,00% Gewicht/Volumen Lauryldimethylaminoxid (100%) 2,60% Gewicht/Volumen Wasser auf 100,0 Vol.-%
Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-Blockcopolymer PLURONIC F87 (BASF, Deutschland).
(Formulierung wie bei veröffentlichten Daten (Manuf. Chemist, Oktober 1973, S. 25–27 und offenbart in US-Patent Nr. 3 855 140)

Beispiel IV – Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Triclosan enthält

Dieselbe Zusammensetzung wie Beispiel 1, zu welcher 5,0% Gewicht/Volumen n-Propanol und 1% Gewicht/Volumen Phenoxyethanol zugefügt worden sind.

Beispiel V – Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Triclosan enthält

Dieselbe Zusammensetzung wie Beispiel 1, zu welcher 5,0% Gewicht/Volumen n-Propanol und 1% Gewicht/Volumen Phenoxyethanol zugefügt worden sind und das Triclosan auf 1% Gewicht/Volumen erhöht worden ist. Beispiel VI – Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Chlorhexidingluconat enthält Chlorhexidingluconat (CHG) 2,0% Gewicht/Volumen Alkylpolysaccharid* (100%) 4,00% Gewicht/Volumen Cocodiethanolamid (100%) 2,00% Gewicht/Volumen Propylenglycol 2,0% Gewicht/Volumen Isopropanol 8,0% Gewicht/Volumen Phenoxyethanol 2,0% Gewicht/Volumen Wasser auf 100 Vol.-%
Oramix NS10 55% Gewicht/Volumen (Sepic SA, Frankreich).
Beispiel VII – Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Chlorhexidingluconat enthält Chlorhexidingluconat (CHG) 1,0% Gewicht/Volumen Alkylpolysaccharid* (100%) 4,00% Gewicht/Volumen Cocodiethanolamid (100%) 0,80% Gewicht/Volumen Propylenglycol 2,0% Gewicht/Volumen n-Propanol 6,0% Gewicht/Volumen Phenoxypropanol 1,0% Gewicht/Volumen Wasser auf 100,0 Vol.-%
jedes gewerbliche Alkylpolysaccharid kann verwendet werden, wie Plantaren 2000 (Henkel) oder At1as G73500 (ICI).
Beispiel VIII – Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Triclosan enthält Triclosan 1,0% Gewicht/Volumen Alkylpolysaccharid* (100%) 4,00% Gewicht/Volumen Natrium-2-laurylethersulfat (100%) 0,20% Gewicht/Volumen Cocodiethanolamid (100%) 2,00% Gewicht/Volumen Isopropanol 8,0% Gewicht/Volumen Propylenglycol 10,0% Gewicht/Volumen Konservierungsmittel** 1,0% Gewicht/Volumen Phenoxyethanol 2,0% Gewicht/Volumen Wasser auf 100,0 Vol.-%
Oramix NS12 (Sepic SA, Frankreich) Germaben II 0,2% Gewicht/Volumen
Beispiel IX – Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Triclosan enthält Triclosan 1,0% Gewicht/Volumen Alkylpolysaccharid* (100%) 4,00% Gewicht/Volumen Natrium-2-laurylethersulfat (100%) 0,25% Gewicht/Volumen Natriumcumolsulfat (100%) 4,00% Gewicht/Volumen Ethylalkohol 4,0% Gewicht/Volumen
n-Propanol 4,0% Gewicht/Volumen Phenoxyethanol 1,5% Gewicht/Volumen Wasser auf 100 Vol.-%
jedes gewerbliche Alkylpolysaccharid kann verwendet werden, wie Plantaren 2000 (Henkel) oder At1as G73500 (ICI).
Beispiel X – Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Triclosan enthält Triclosan 1,00% Gewicht/Volumen Alkylpolysaccharid (100%) 2,75% Gewicht/Volumen Cocodiethanolamid (100%) 0,80% Gewicht/Volumen Natriumxylolsulfonat (100%) 4,00% Gewicht/Volumen Isopropanol 8,0% Gewicht/Volumen Propylenglycol 2,0% Gewicht/Volumen Phenoxyethanol 1,0% Gewicht/Volumen Carboxymethylcellulose 0,6% Gewicht/Volumen Phenoxypropanol 1,0% Gewicht/Volumen Wasser auf 100 Vol.-%

Suspensionstests wurden durchgeführt (gemäß dem Europäischen Standard CEN/TC216/WG IN) in Gegenwart mehrerer Organismen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:

TABELLE I-SUSPENSIONSTESTS ERGEBNISSE AUSGEDRÜCKT ALS: Logarithmus der Verringerung Testtemperatur:23°C; Kontaktdauer: 60 Sekunden Neutralisierungsmedium: Tween 80 100 g/l, Lecithin 50 g/l, Histidin 1 g/l
NG:
bedeutet KEIN WACHSTUM

Suspensionstests wurden auch für die Zusammensetzung von Beispiel X durchgeführt (1,0% Gewicht/Volumen Triclosan). Die Ergebnisse waren wie folgt:

Antimikrobielle Ergebnisse Suspensionstest – Kontakt von 30 Sek./Konzentration 75% Ausgedrückt als Logarithmus der Verringerung der Mikroorganismen.

Zusammensetzungen gemäß der Erfindung weisen dieselbe oder größere Wirksamkeit in Bezug auf biozide Aktivität und sind bei viel geringeren Konzentrationen des antimikrobiellen Stoffs im Vergleich mit herkömmlichen Zusammensetzungen nach dem Stand der Technik weniger toxisch.

Bei bevorzugten Ausführungsformen, der Verwendung eines oberflächenaktiven Alkylpolysaccharids in Mengen unterhalb von 6% (Gewicht/Volumen), kann die Menge an Triclosan von 1,0% auf 0,5% (Gewicht/Volumen) im Wesentlichen ohne Verlust der bioziden Aktivität erfolgreich verringert werden. Überraschenderweise kann die Menge an Chlorhexidin von 4% auf 2% (Gewicht/Volumen) verringert werden, während gute biozide Aktivität und Schäumeigenschaften aufrechterhalten werden.

Ferner ist es bei Verwendung von Alkylpolysacchariden in Mengen von nur 2% möglich, ausreichende schäumende Hautreinigungseigenschaften zu erhalten, die mit anderen herkömmlichen oberflächenaktiven Mitteln nicht erhältlich sind. Ferner wird die bekannte Störung mit den antimikrobiellen Eigenschaften der Biozide mit oberflächenaktiven Mitteln beträchtlich verringert.

Ferner sind die Zusammensetzungen der Erfindung durch das Einbringen einer Alkyl- und Arylalkoholkombination gegen den Pseudomonasmikroorganismus wirksam.

Die Erfindung ist eine wesentliche und wichtige Verbesserung auf dem Fachgebiet, wie in US-Patent Nr. 3,855,140 gelehrt, wie durch die Tatsache veranschaulicht, dass, während die Zusammensetzung von US-Patent Nr. 3,855,140 keine Aktivität gegen Pseudomonas zeigte, die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung gegen Pseudomonas bei Konzentrationen von nur 0,49% Triclosan wirksam sind.

Zusammensetzungen gemäß der Erfindung sind für die Haut- und Handdesinfektion, Oberflächendesinfektion, die Imprägnierung von Schwämmen, Geweben und Vliesen besonders geeignet.

Die Zusammensetzung der Erfindung ist zum Reinigen jedes Gegenstands geeignet. Die Zusammensetzung der Erfindung ist zum Reinigen von Händen in klinischen Situationen und vor der Operation besonders geeignet, kann aber auch zum Reinigen von leblosen Gegenständen, wie chirurgischen Instrumenten, verwendet werden.


Anspruch[de]
  1. Antiseptische Reinigungszusammensetzung, welche gegen Pseudomonas wirksam ist, umfassend Chlorhexidin oder Triclosan als antimikrobielles Mittel und dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe weiterhin umfasst:

    mindestens 2% Gewicht/Volumen eines oberflächenaktiven Alkylpolysaccharids; mindestens einen Alkylalkohol mit weniger als 6 Kohlenstoffatomen; und

    einen Arylalkohol, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Benzylalkohol, Phenylethylalkohol, Phenoxyethanol, Phenoxypropanol oder aus einem chlorierten Derivat derselben.
  2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der ausgewählte Arylalkohol Phenoxyethanol ist.
  3. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Inhalt des in der Zusammensetzung vorhandenen oberflächenaktiven Stoffes 6% Gewicht/Volumen nicht überschreitet.
  4. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Alkylpolysaccharid ein Alkylpolysaccharid der nachfolgenden Formel ist:
    wobei:

    n eine ganze Zahl zwischen 5 und 19 ist und m eine ganze Zahl zwischen 1 und 3 ist.
  5. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei das Tensid aus oberflächenaktivem Alkylpolysaccharid eine oder mehrere Zuckereinheiten enthält, welche ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Maltose, Arabinose, Xylose, Mannose, Galactose, Gulose, Idose, Talose, Allose, Altrose, Saccharose, Fructose, Sorbose, Levulose, Lactose, Allulose, Tagatose, Alloheptulose, Sedoheptulose, Glucoheptulose, Mannoheptulose, Guloheptulose, Idoheptulose, Galactoheptulose, Taloheptulose und Derivate derselben.
  6. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das antimikrobielle Mittel Chlorhexidin oder ein Chlorhexidinsalz ist.
  7. Zusammensetzung gemäß Anspruch 6, wobei das Chlorhexidinsalz Chlorhexidingluconat ist.
  8. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das antimikrobielle Mittel Chlorhexidindigluconat ist.
  9. Zusammensetzung gemäß Anspruch 6, wobei das Chlorhexidin 4,5% Gewicht/Volumen nicht überschreitet.
  10. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das antimikrobielle Mittel 2,4,4-Trichlor-2-hydroxydiphenylether (Triclosan) ist.
  11. Zusammensetzung gemäß Anspruch 10, wobei der 2,4,4-Trichlor-2-hydroxydiphenylether 3% Gewicht/Volumen nicht überschreitet.
  12. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das antimikrobielle Mittel eine Wasserlöslichkeit von mindesten 0,001% Gewicht/Volumen bei Umgebungstemperatur aufweist.
  13. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Alkylalkohol Ethanol, Isopropanol oder n-Propanol ist.
  14. Zusammensetzung gemäß Anspruch 13, wobei der Alkylalkohol Isopropanol oder n-Propanol oder eine Kombination derselben ist.
  15. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Alkoholgehalt 70% Gewicht/Volumen nicht überschreitet.
  16. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Alkoholgehalt zwischen 55 bis 70% Gewicht/Volumen liegt.
  17. Zusammensetzung gemäß Anspruch 13, wobei der Alkohol in einer Menge von 3 bis 10% Gewicht/Volumen vorhanden ist.
  18. Zusammensetzung gemäß Anspruch 17, wobei der Alkohol in einer Menge von 4 bis 8% Gewicht/Volumen vorhanden ist.
  19. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche wobei der Arylalkohol ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Phenoxyethanol und Phenoxypropanol.
  20. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Arylalkohol 3% Gewicht/Volumen nicht überschreitet.
  21. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, welche weiterhin einen inerten Träger enthält.
  22. Zusammensetzung gemäß Anspruch 21, wobei der inerte Träger Wasser ist.
  23. Zusammensetzung gemäß Anspruch 21, wobei der inerte Träger ein niederer Alkohol ist.
  24. Zusammensetzung gemäß Anspruch 23, wobei der inerte Träger Ethanol ist.
  25. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, welche weiterhin einen oder mehrere Bestandteile enthält, welche ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus: (a) einem solubilisierenden Mittel; (b) einem Schaumbildner; (c) einem oder mehreren Mitteln zur Veränderung der Viskosität; (d) Konservierungsmitteln; (e) herkömmlichen Zusatzstoffen, welche ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Farbmitteln, Duftstoffen, Antioxidantien, Aufweichungsmitteln, Feuchthaltemitteln, Stabilisierungsmitteln und Verdickungsmitteln; sowie (f) weitere oberflächenaktive Stoffe.
  26. Zusammensetzung gemäß Anspruch 25, wobei das solubilisierende Mittel Propylenglycol, ein Hydrotrop oder eine Mischung derselben ist.
  27. Zusammensetzung gemäß Anspruch 26, wobei das Hydrotrop ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Harnstoff, Cumolsulfonat, Toluolsulfonat, Xylolsulfonat und aus den Ethanolaminsalzen der Zitronensäure und anderer Hydroxycarboxylsäuren.
  28. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 25 bis 27, wobei der Schaumbildner Alkylaminoxid, Alkylmono- oder -diethanolamid ist.
  29. Zusammensetzung gemäß Anspruch 28, wobei der Schaumbildner ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Laurylkondensaten, Cocodiethanolamidkondensaten, Monoethanolamidkondensaten, Lauryldimethylaminoxiden und Cetyldimethylaminoxiden.
  30. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 25 bis 29, wobei das Mittel zur Veränderung der Viskosität ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Cellulosederivaten, Guarharzen und Carbopolharzen.
  31. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 25 bis 30, wobei das Konservierungsmittel ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Imidazolidinylderivaten, Harnstoffderivaten (Germabene), Methylparabenen (p-Hydroxybenzoeester) oder Propylparabenen (p-Hydroxybenzoeester).
  32. Zusammensetzung gemäß Anspruch 25, wobei das Verdickungsmittel aus Carboxymethylcellulose besteht.
  33. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 25 bis 32, wobei der weitere oberflächenaktive Stoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus amphoteren oberflächenaktiven Stoffen, aus anionischen oberflächenaktiven Stoffen und aus nicht ionischen oberflächenaktiven Stoffen.
  34. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 25 bis 32, wobei der weitere oberflächenaktive Stoff eine quartäre Ammoniumverbindung oder einen stark anionischen oberflächenaktiven Stoff mit einschließt.
  35. Zusammensetzung gemäß Anspruch 34, wobei der stark schäumende anionische oberflächenaktive Stoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Laurylethoxysulfonat, einem Sarcosinat und einem Natrium-2-laurylethersulfat.
  36. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der pH Wert gleich 8 oder kleiner ist.
  37. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der pH Wert in dem Bereich von 5 bis 7 liegt.
  38. Zusammensetzung gemäß Anspruch 37, wobei der pH Wert gleich 5,5 ist.
  39. Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der pH Wert durch eine organische Säure angepasst wird.
  40. Zusammensetzung gemäß Anspruch 39, wobei die organische Säure ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Milchsäure, Essigsäure, Zitronensäure und Gluconsäure.
  41. Zusammensetzung gemäß Anspruch 40, wobei die organische Säure Gluconsäure ist.
  42. Verfahren zur Dekontaminierung von Oberflächen mit Bakterien, umfassend das Inkontaktbringen der Oberfläche mit einer desinfizierenden Reinigungszusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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