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Dokumentenidentifikation DE102005006327A1 17.08.2006
Titel Verfahren zur Herstellung eines selbstklebenden, gekreppten Aluminium-Folienbandes
Anmelder K.M.B. Klebetechnik GmbH, 44357 Dortmund, DE
Erfinder Zorowik, Peter, 44357 Dortmund, DE;
Kaiser, Klaus, 58300 Wetter, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner GbR, 44141 Dortmund
DE-Anmeldedatum 11.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005006327
Offenlegungstag 17.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.2006
IPC-Hauptklasse C08J 5/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B21D 13/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren soll ein vorgekrepptes Aluminiumband mit einer das Verkleben ermöglichenden Klebeschicht auszurüsten bei Aufrechterhaltung der Kreppung geschaffen werden.
Dies wird dadurch erreicht, daß auf eine gekreppte Aluminiumfolie zunächst eine auf einem Papiervlies aufgebrachte Kleberbeschichtung mit Silikonpapierabdichtung auf der klebenden, nach außen weisenden Seite mit geringem Druck auflaminiert wird und anschließend mittels Längsschneidemessern aus der Aluminiumkrepp-Kleberfolienbahn eine Mehrzahl von Aluminiumkrepp-Kleberrollen geschnitten werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines selbstklebenden, gekreppten Aluminium-Folienbandes.

Gekreppte Klebebänder haben einen vielfältigen Einsatzbereich, insbesondere deswegen, weil sie aufgrund ihrer gekreppten Struktur in der Ebene, in Kurven und Radien verlegt werden können, ohne daß die Bänder reißen, sie können über gewisse Strecken gedehnt und gestaucht werden u. dgl. mehr. Werden gekreppte Aluminium-Folienbänder eingesetzt, so ist es schwierig, diese vorgekreppten Bänder mit einer Klebstoffbeschichtung derart zu versehen, daß ihre gesamten Einsatzfähigkeiten aufrechterhalten bleiben, d.h. daß sie einfach zu lagern, einfach zu transportieren, einfach zu verlegen sind bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der durch die Kreppung hervorgerufenen und gewünschten besonderen Eigenschaften und Vorteile.

Hier setzt die Erfindung ein, deren Aufgabe darin besteht, ein vorgekrepptes Aluminiumband mit einer das Verkleben ermöglichenden Klebeschicht auszurüsten bei Aufrechterhaltung der Kreppung.

Mit einem Verfahren der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß auf eine gekreppte Aluminiumfolie zunächst eine auf einem Papiervlies aufgebrachte Kleberbeschichtung mit Silikonpapierabdichtung auf der klebenden, nach außen weisenden Seite mit geringem Druck auflaminiert wird und anschließend mittels Längsschneidemessern aus der Aluminiumkrepp-Kleberfolienbahn eine Mehrzahl von Aluminiumkrepp-Kleberrollen geschnitten werden.

Die Besonderheit der erfindungsgemäßen Verfahrensweise besteht darin, bei der Auflaminierung der Klebstoffbeschichtung praktisch zug- und druckfrei zu arbeiten, damit das vorgekreppte Aluminiumband nicht seine Eigenschaften, die durch die Kreppung hervorgerufen sind, verliert, etwa dadurch, daß das Kreppband schon bei der Aufbringung der Klebebeschichtung auseinandergezogen wird.

Insbesondere um die Verarbeitung zu erleichtern, sieht in Ausgestaltung die Erfindung vor, daß in einer weiteren Behandlungsstufe das Silikonpapier von dem Aluminiumkrepp-Kleberband entfernt, das Aluminiumkreppband zuglos weitergefördert und mit einem PE-Liner unter leichtem Druck durch Laminieren versehen und im wesentlichen zuglos zu Verkaufsrollen aufgewickelt wird.

Um beispielsweise beim Einsatz auf Baustellen od. dgl. ein möglichst einfaches Verlegen oder Verkleben des Kreppbandes zu ermöglichen, sieht die Erfindung auch vor, daß auf das Al-Kreppkleberband ein PE-Liner größerer Breite derart auflaminiert wird, daß der PE-Liner beidseitig das Al-Kreppband zur Bildung von Fingerliften überragt. Derartige "Fingerlifte" ermöglichen es, daß der Benutzer leicht das entsprechende Abdeckband untergreifen kann und es von der Kleberbeschichtung abziehen kann, ohne hier nach Anfängen od. dgl. zu suchen.

In Ausgestaltung ist vorgesehen, daß dem Al-Kreppband ein Transferkleber, der eine Dicke von 100 &mgr;m bis 250 &mgr;m aufweist, oder ein Bitumenkleber – 0,3 bis 4 mm dick – auf einem Papierliner od. dgl. auf kaschiert wird. An dieser Stelle sei bemerkt, daß es sich hier um bevorzugte Maßangaben handelt, ohne daß die Erfindung darauf beschränkt wäre. Die angegebenen Werte haben sich als zweckmäßig erwiesen.

Die Erfindung sieht auch vor, daß zur Verhinderung der Zerstörung der Kreppung der Al-Folie und/oder des gekreppten Aluminiumbandes Vortriebe und Kaschierungsdrücke sehr gering und die Wickel- und Aufwickelgeschwindigkeit von Folienbahn oder Folienband synchronisiert ausgebildet ist.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der nachfolgenden Beschreibung. Diese zeigt in

1 in symbolischer Darstellung die Aufbringung eines Transferkleberbandes auf eine breite Aluminium-Kreppfolie,

2 das Aufschneiden der Aluminium-Kreppfolie zu einzelnen Schmalrollen sowie in

3 die Fertigstellung eines erfindungsgemäßen selbstklebenden, gekreppten Aluminium-Folienbandes, wiederum in symbolischer Darstellung.

In 1 ist schematisch eine erste Behandlungsstufe eines von einer Vorratsrolle 1 abgezogenen gekreppten Aluminiumbandes 2 dargestellt, wobei es sich hier noch um eine vergleichsweise breite gekreppte Aluminiumfolie handelt. Über eine lediglich mit Eigengewicht arbeitende Rolle 3 wird die gekreppte Aluminiumfolie 2 umgelenkt und gleichzeitig mit leichtem Druck mit einer Transferkleberbeschichtung auf einem Papierliner, allgemein mit 4 bezeichnet und strichpunktiert dargestellt, versehen.

Lediglich in 1 ist das gekreppte Aluminiumband 2 durch kleine Zacken optisch dargestellt. In den weiteren Figuren wurde auf diese Darstellung verzichtet. Das nunmehr mit 5 bezeichnete Folienband besteht aus Transferkleber/Papierliner mit auflaminiertem Al-Krepp. Es wird dann auf der Vorratswalze 6 aufgewickelt.

Das so vorbereitete Folienband wird in einem in 2 dargestellten Rollenschneider, allgemein mit 7 bezeichnet, in einzelne schmale Bahnen zerlegt, wobei es zunächst von der umgespannten Vorratsrolle 6 abgezogen wird, unter die Klingen 8 der Schneideinrichtung geführt wird und von dort jeweils wechselweise als schmales Band durch zugloses Aufwickeln auf Rollen 8a und 8b aufgezogen, die jeweils wechselweise beaufschlagt sind, um ein Verkleben an ihren Schmalkanten nach Zerschneiden zu verhindern.

In 3 ist die weitere Behandlung eines nunmehr schmalen Al-Kreppbandes mit Transferkleber dargestellt. Von den Aufwickelrollen 8 wird dieses Band ohne zusätzliches Bremsen einer Umlenk- und Trennwalze 9 zugeführt, wobei an dieser Station der zuvor aufgebrachte Papierliner wieder abgezogen wird. Von einer Vorratsrolle 10 wird ein PE-Liner 11 abgezogen, dessen Breite größer ist als die Breite des mit Klebstoff versehenen Al-Kreppbandes und über das Walzenpaar 12 auf letzteres aufgebracht, um das Endprodukt zu erzeugen, das schließlich auf einer Rolle 13 aufgewickelt wird.

Der PE-Liner ist zur Bildung von Fingerliften, d.h. Überständen, die das leichtere Abziehen des PE-Liners beim Gebrauch ermöglichen, breiter als das Aluminium-Kreppband.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines selbstklebenden, gekreppten Aluminium-Folienbandes, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine gekreppte Aluminium-Folie zunächst eine auf einem Papiervlies aufgebrachte Kleberbeschichtung mit Silikonpapierabdichtung auf der klebenden, nach außen weisenden Seite mit geringem Druck auflaminiert wird und anschließend mittels Längsschneidemessern aus der Aluminiumkrepp-Kleberfolienbahn eine Mehrzahl von Aluminiumkrepp-Kleberrollen geschnitten werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer weiteren Behandlungsstufe das Silikonpapier von dem Aluminiumkrepp-Kleberband entfernt, das Aluminiumkreppband zuglos weitergefördert und mit einem PE-Liner unter leichtem Druck durch Laminieren versehen und im wesentlichen zuglos zu Verkaufsrollen aufgewickelt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Al-Kreppkleberband ein PE-Liner größerer Breite derart auflaminiert wird, daß der PE-Liner beidseitig das Al-Kreppband zur Bildung von Fingerliften überragt.
  4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Al-Kreppband ein Transferkleber, der eine Dicke von 100 &mgr;m bis 250 &mgr;m aufweist, auf einem Papierliner aufkaschiert wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Al-Kreppband ein Bitumenkleber, der eine Dicke von 0,3 bis 4 mm aufweist, auf einem Papierliner od. dgl. aufkaschiert wird.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung der Zerstörung der Kreppung der Al-Folie und/oder des gekreppten Aluminiumbandes Vortriebe und Kaschierungsdrücke sehr gering und die Wickel- und Aufwickelgeschwindigkeit von Folienbahn oder Folienband synchronisiert ausgebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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