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Dokumentenidentifikation DE60302572T2 17.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001511385
Titel INSEKTIZIDE AMIDE MIT STICKSTOFFHALTIGEN KONDENSIERTEN BIZYKLISCHEN RINGSYSTEMEN
Anmelder E.I. DuPont de Nemours and Co., Wilmington, Del., US
Erfinder STEVENSON, Martin, Thomas, Newark, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60302572
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.06.2003
EP-Aktenzeichen 037391042
WO-Anmeldetag 10.06.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/US03/18610
WO-Veröffentlichungsnummer 2031003398
WO-Veröffentlichungsdatum 18.12.2003
EP-Offenlegungsdatum 09.03.2005
EP date of grant 30.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.2006
IPC-Hauptklasse A01N 47/38(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Gegenstand dieser Erfindung sind bestimmte Indolincarboxamide und -thiamide, ihre N-Oxide, geeigneten Salze und Zusammensetzungen und ein Verfahren für ihre Verwendung zur Kontrolle von wirbellosen Schädlingen sowohl in landwirtschaftlichen als auch nicht landwirtschaftlichen Umgebungen.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die Kontrolle wirbelloser Schädlinge ist zum Erreichen einer hohen Kulturpflanzeneffizienz extrem wichtig. Der Schaden durch wirbellose Schädlinge für das Wachstum und die Lagerung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen kann zur signifikanten Reduktion der Produktivität führen und dadurch in erhöhten Kosten für den Verbraucher resultieren. Die Kontrolle von wirbellosen Schädlingen in der Forstbewirtschaftung, in Gewächshauspflanzen, Zierpflanzen, Gärtnereien, gelagerten Nahrungs- und Faserprodukten, Vieh, im Haushalt und der öffentlichen und Tiergesundheit ist auch wichtig. Viele Produkte sind für diese Zwecke gewerblich erhältlich, es besteht aber fortgesetzt ein Bedarf an neuen Verbindungen, die wirksamer, nicht so teuer, weniger toxisch und umweltsicher sind oder verschiedene Wirkmechanismen aufweisen.

EP919542 offenbart Phthalsäurediamide der Formel i als Insektizide

worin unter anderem Z1 und Z2 für O oder S stehen; und R1, R2 und R3 unter anderem H, Alkyl oder substituiertes Alkyl darstellen.

WO 96/23783 und US 5514690 offenbaren Indolincarboxamid-Derivate als Pharmazeutika.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gegenstand dieser Erfindung sind Verbindungen der Formel I und Verbindungen der Formel II, einschließlich aller geometrischen und Stereoisomere, N-Oxide und Salze davon:

worin

jedes J unabhängig einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt,

wobei jeder Ring mit 1 bis 4 R5 substituiert ist;

A und B unabhängig O oder S darstellen;

n für 0, 1, 2 oder 3 steht;

R1 für H, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl oder C3-C8-Dialkylaminocarbonyl steht; oder

R1 für C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C2-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino und C3-C6-Cycloalkylamino;

R2 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C2-C6-Alkoxycarbonyl oder C2-C6-Alkylcarbonyl steht;

R3 für H steht; oder

R3 für C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl und C1-C4-Alkylsulfonyl; oder

R2 und R3 mit dem Stickstoff zusammen genommen werden können, an den sie zur Bildung eines Rings, enthaltend 2 bis 6 Kohlenstoffatome und optional ein zusätzliches Stickstoff-, Schwefel- oder Sauerstoffatom, gebunden sind, wobei der Ring optional mit 1 bis 4 Substituenten substituiert sein kann, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus C1-C2-Alkyl, Halogen, CN, NO2 und C1-C2-Alkoxy; und

jedes R4 und jedes R5 unabhängig H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Haloalkyl, C2-C6-Haloalkenyl, C2-C6-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, CO2H, CONH2, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl darstellt; oder

jedes R4 und jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl, Phenoxy oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional mit einem bis drei Substituenten substituiert ist, die unabhängig aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammen genommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-;

M und M1 jeweils unabhängig CR6R7, NR8, O oder S darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine Einfachbindung darstellt; und jeweils unabhängig CR6 oder N darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine aromatische Bindung darstellt;

jedes R6 und jedes R7 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, Halogen, CN, C1-C4-Haloalkyl oder C1-C4-Alkoxy darstellt; und

jedes R8 unabhängig H oder C1-C4-Alkyl darstellt.

Gegenstand dieser Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge von mindestens einer Verbindung, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon und einer Verbindung der Formel II einem N-Oxid oder einem Salz davon (z.B. als eine hierin beschriebene Zusammensetzung).

Beachtenswert ist ein Verfahren zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I oder einer Verbindung der Formel II (z.B. als eine hierin beschriebene Zusammensetzung).

Gegenstand dieser Erfindung ist auch die Bereitstellung einer Zusammensetzung, umfassend: mindestens eine Verbindung, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon und einer Verbindung der Formel II, einem N-Oxid oder einem Salz davon; und mindestens einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel; und ein Verfahren zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung.

Beachtenswert ist eine Zusammensetzung zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, umfassend: (1) mindestens eine Verbindung, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Verbindungen der Formel I und Verbindungen der Formel II und (2) mindestens eine zusätzliche Verbindung oder ein zusätzliches Mittel zur Kontrolle wirbelloser Schädlinge; und Bereitstellung eines Verfahrens zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung.

Gegenstand dieser Erfindung ist auch die Bereitstellung einer Verbindung der Formel II, eines N-Oxids oder eines Salzes davon; einer Zusammensetzung, die mindestens eine Verbindung der Formel II, ein N-Oxid oder ein Salz davon umfasst; und mindestens einer zusätzlichen Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel, einem flüssigen Verdünnungsmittel und einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem biologisch aktiven Mittel; und eines Verfahrens zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, das das Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Verbindung(en) oder mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung umfasst.

Beachtenswert sind Verbindungen der Formel II: Zusammensetzungen zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, die mindestens eine Verbindung der Formel II umfassen und mindestens eine zusätzliche Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Tensiden, festen Verdünnungsmitteln, flüssigen Verdünnungsmitteln und anderen biologisch aktiven Verbindungen und Mitteln; und Verfahren zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, die Folgendes umfassen: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Verbindungen oder Zusammensetzungen.

Beachtenswert sind Verbindungen der Formel Ic

worin

M und M1 jeweils unabhängig CR6R7, NR8, O oder S darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine Einfachbindung darstellt, vorausgesetzt, dass M und M1 nicht beide CR6R7 darstellen; und jeweils unabhängig CR6 oder N darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine aromatische Bindung darstellt; und

A, B, J, R1 bis R4, R6 bis R8 und n wie vorstehend definiert sind.

Gegenstand dieser Erfindung ist auch die Bereitstellung von Verbindungen der Formel Id

worin jedes R4 und jedes R5 unabhängig H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Haloalkyl, C2-C6-Haloalkenyl, C2-C6-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, CO2H, CONH2, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl darstellt; oder

jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl, Phenoxy oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional mit einem bis drei Substituenten optional substituiert ist, die unabhängig aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-; und

A, B, J, R1 bis R3, R6 bis R8 und n wie vorstehend definiert sind.

Gegenstand dieser Erfindung ist auch die Bereitstellung einer Zusammensetzung, die mindestens eine Verbindung der Formel Id, ein N-Oxid oder ein Salz davon umfasst; und mindestens einer zusätzlichen Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel, einem flüssigen Verdünnungsmittel und einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem biologisch aktiven Mittel; und eines Verfahrens zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, das Folgendes umfasst: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Verbindung(en) oder mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

In den vorstehenden Ausführungen schließt der Begriff „Alkyl", der entweder allein oder in Komposita, wie zum Beispiel „Alkylthio" oder „Haloalkyl" verwendet wird, geradkettiges oder verzweigtes Alkyl, wie zum Beispiel Methyl, Ethyl, n-Propyl, i-Propyl oder die verschiedenen Butyl-, Pentyl- oder Hexyl-Isomere ein. „Alkenyl" schließt geradkettige oder verzweigte Alkene, wie zum Beispiel 1-Propenyl, 2-Propenyl und die verschiedenen Butenyl-, Pentenyl- und Hexenyl-Isomere ein. „Alkenyl" schließt auch Polyene, wie zum Beispiel 1,2-Propadienyl und 2,4-Hexadienyl ein. „Alkinyl" schließt geradkettige oder verzweigte Alkine, wie zum Beispiel 1-Propinyl, 2-Propinyl und die verschiedenen Butinyl-, Pentinyl- und Hexinyl-Isomere ein. „Alkinyl" kann auch Komponenten einschließen, die aus multiplen Dreifachbindungen, wie zum Beispiel 2,5-Hexadiynyl, einschließen. „Alkoxy" schließen zum Beispiel Methoxy, Ethoxy, n-Propyloxy, Isopropyloxy und die verschiedenen Butoxy-, Pentoxy- und Hexyloxy-Isomere ein. „Alkylthio" schließt verzweigte oder geradkettige Alkylthio-Komponenten, wie zum Beispiel Methylthio, Ethylthio und die verschiedenen Propylthio-, Butylthio-, Pentylthio- und Hexylthio-Isomere ein. „Alkylsulfinyl" schließt beide Enantiomere einer Alkylsulfinylgruppe ein. Beispiele von „Alkylsulfinyl" schließen CH3S(O), CH3CH2S(O), CH3CH2CH2S(O), (CH3)2CHS(O) und die verschiedenen Butylsulfinyl-, Pentylsulfinyl- und Hexylsulfinyl-Isomere ein. Beispiele von „Alkylsulfonyl" schließen CH3S(O)2, CH3CH2S(O)2, CH3CH2CH2S(O)2, (CH3)2CHS(O)2 und die verschiedenen Butylsulfonyl-, Pentylsulfonyl- und Hexylsulfonyl-Isomere ein. „Alkylamino" schließt verzweigte oder geradkettige Alkylamino-Komponenten, wie zum Beispiel Methylamino, Ethylamino und die verschiedenen Propylamino-, Butylamino-, Pentylamino- und Hexylamino-Isomere ein. Beispiele von „Alkylcarbonyl" schließen C(O)CH3, C(O)CH2CH2CH3 und C(O)CH(CH3)2 ein. Beispiele von „Alkoxycarbonyl" schließen CH3OC(=O), CH3CH2OC(=O), CH3CH2CH2OC(=O), (CH3)2CHOC(=O) und die verschiedenen Butoxy- oder Pentoxycarbonyl-Isomere ein. Beispiele von „Alkylaminocarbonyl" schließen CH3NHC(=O), CH3CH2NHC(=O), CH3CH2CH2NHC(=O), (CH3)2CHNHC(=O) und die verschiedenen Butylamino- oder Pentylaminocarbonyl-Isomere ein. Der Begriff „Dialkylamino" schließt Amino-Funktionen, substituiert mit zwei Alkylgruppen, die gleich oder verschieden sein können, ein.

„Dialkylaminocarbonyl" wird analog definiert, und Beispiele schließen (CH3)2NC(=O) und CH3CH2NCH3C(=O) ein.

Der Begriff „Cycloalkyl", entweder allein oder in Komposita, wie zum Beispiel „Cycloalkylamino" oder „Halocycloalkyl", verwendet, schließt zum Beispiel Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl und Cyclohexyl ein.

Der Begriff „heteroaromatischer Ring" bezeichnet voll aromatische Ringe, worin mindestens ein Ringatom nicht Kohlenstoff darstellt und 1 bis 4 Heteroatom(e) umfasst, die unabhängig aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel, vorausgesetzt, dass jeder heterocyclische Ring nicht mehr als 4 Stickstoffe, nicht mehr als 2 Sauerstoffe und nicht mehr als 2 Schwefel enthält (wobei aromatisch anzeigt, dass der Hückel-Regel entsprochen wurde). Der heterocyclische Ring kann durch jedweden zur Verfügung stehenden Kohlenstoff oder Stickstoff durch Ersatz von Wasserstoff an Kohlenstoff oder Stickstoff gebunden werden.

Der Begriff „Halogen", entweder allein oder in Komposita, wie zum Beispiel „Haloalkyl", schließt Fluor, Chlor, Brom oder Iod ein. Wenn sie in Komposita verwendet werden, wie zum Beispiel „Haloalkyl", kann das Alkyl weiter teilweise oder vollständig mit Halogenatomen, die gleich oder verschieden sein können, substituiert werden. Beispiele von „Haloalkyl" schließen F3C, ClCH2, CF3CH2 und CF3CCl2 ein. Die Begriffe „Haloalkenyl", „Haloalkinyl", „Haloalkoxy" und dergleichen sind analog zum Begriff „Haloalkyl" definiert. Beispiele von „Haloalkenyl" schließen (Cl)2C=CHCH2 und CF3CH2CH=CHCH2 ein. Beispiele von „Haloalkinyl" schließen HC≡CCHCl, CF3C≡C, CCl3C≡C und FCH2C≡CCH2 ein. Beispiele von „Haloalkoxy" schließen CF3O, CCl3CH2O, HCF2CH2CH2O und CF3CH2O ein. Beispiele von „Haloalkylthio" schließen CCl3S, CF3S, CCl3CH2S und ClCH2CH2CH2S ein. Beispiele von „Haloalkylsulfinyl" schließen CF3S(O), CCl3S(O), CF3CH2S(O) und CF3CF2S(O) ein. Beispiele von „Haloalkylsulfonyl" schließen CF3S(O)2, CCl3S(O)2, CF3CH2S(O)2 und CF3CF2S(O)2 ein.

Die Kombination einer unterbrochenen und einer nicht unterbrochenen Linie zwischen M und M1, wie in der Formel I und der Formel II ersichtlich, kennzeichnet, dass die Bindung zwischen M und M1 entweder eine Einfachbindung oder eine aromatische Bindung darstellen kann. Wenn die Bindung zwischen M und M1 eine aromatische Bindung darstellt, dann bilden M, M1 und die Bindung zwischen ihnen einen Anteil eines aromatischen Rings. Wenn zum Beispiel die Bindung zwischen M und M1 eine Einfachbindung darstellt und M und M1 beide CR6R7 darstellen, dann befinden sich M und M1 beide in einem Indolin-Ringsystem; und wenn die Bindung zwischen M und M1 eine aromatische Bindung darstellt und M und M1 beide CR6 darstellen, dann befinden sich M und M1 beide in einem Indol-Ringsystem.

Die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in einer Substituentengruppe ist durch das „Ci-Cj"-Präfix angezeigt, worin i und j Zahlen von 1 bis 8 darstellen. So kennzeichnet zum Beispiel C1-C3-Alkylsulfonyl Methylsulfonyl bis Propylsulfonyl; C2-Alkoxyalkyl kennzeichnet CH3OCH2; C3-Alkoxyalkyl kennzeichnet zum Beispiel CH3CH(OCH3), CH3OCH2CH2 oder CH3CH2OCH2; und C4-Alkoxyalkyl kennzeichnet die verschiedenen Isomere einer Alkylgruppe, die mit einer Alkoxygruppe, enthaltend insgesamt vier Kohlenstoffatome, substituiert ist, wobei Beispiele CH3CH2CH2OCH2 und CH3CH2OCH2CH2 einschließen. Wenn in den obigen Angaben eine Verbindung der Formel 1 einen heteroaromatischen Ring enthält, sind alle Substituenten durch jedweden verfügbaren Kohlenstoff oder Stickstoff durch Ersatz eines Wasserstoffs an dem Kohlenstoff oder Stickstoff an diesen Ring gebunden.

Wenn eine Gruppe einen Substituenten enthält, der ein Wasserstoff, wie zum Beispiel R3 sein kann, dann wird erkannt werden, dass wenn dieser Substituent als Wasserstoff genommen wird, diese der nicht substituierten Gruppe entspricht. Wenn die Zahl der optionalen Substituenten an einer Gruppe 0 darstellt, wenn zum Beispiel n für 0 steht, dann wird erkannt werden, dass diese der nicht substituierten Gruppen entspricht. Wenn eine Bindung als schwebend erläutert wird, kann der Substituent an jedweden der verfügbaren Kohlenstoffe am Ring durch Ersatz von Wasserstoff gebunden werden. Wenn R2 und R3 mit dem Stickstoff, an den sie gebunden sind, zur Bildung eines Rings zusammen genommen werden, kann der Ring optional an jedwedem verfügbaren Kohlenstoff oder optional Stickstoff im Ring substituiert werden.

Erfindungsgemäße Verbindungen können als ein oder mehr Stereoisomer(e) vorliegen. Die verschiedenen Stereoisomere schließen Enantiomere, Diastereomere, Atropisomere und geometrische Isomere ein. Ein Fachmann wird erkennen, dass ein Stereoisomer aktiver sein kann und/oder vorteilhaftere Wirkungen aufweisen kann, wenn es in Bezug auf das/die andere(n) Stereoisomer(e) angereichert oder wenn es von dem/den anderen Stereoisomer(en) getrennt wird. Der Fachmann weiß außerdem, wie man die Stereoisomere trennt, anreichert und/oder selektiv herstellt. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können als ein Gemisch aus Stereoisomeren, einzelne Stereoisomere oder als eine optisch aktive Form vorliegen.

Gegenstand der Erfindung sind Verbindungen, die aus der Formel I oder der Formel II, N-Oxiden und Salzen davon ausgewählt sind. Ein Fachmann wird erkennen, dass nicht alle Stickstoff enthaltenden Heterocyclen N-Oxide bilden können, da der Stickstoff ein verfügbares, einsames Paar zur Oxidation eines Oxids benötigt; ein Fachmann wird die Stickstoff enthaltenden Heterocyclen erkennen, die N-Oxide bilden können. Ein Fachmann wird auch erkennen, das tertiäre Amine N-Oxide bilden können. Synthetische Verfahren zur Herstellung von N-Oxiden aus Heterocyclen und tertiären Aminen sind dem Fachmann, einschließlich der Oxidation von Heterocyclen und tertiären Aminen mit Peroxysäuren, wie zum Beispiel Peressig- und m-Chlorperbenzoesäure (MCPBA), Wasserstoffperoxid, Alkylhydroperoxiden, wie zum Beispiel t-Butylhydroperoxid, Natriumperborat und Dioxiranen, wie zum Beispiel Dimethydioxiran, sehr gut bekannt. Diese Verfahren zur Herstellung von N-Oxiden wurden ausführlich beschrieben und in der Literatur besprochen, siehe zum Beispiel: T. L. Gilchrist in Comprehensive Organic Synthesis, Vol. 7, S. 748–750, S. V. Ley, Hrsg., Pergamon Press; M. Tisler und B. Stanovnik in Comprehensive Heterocyclic Chemistry, Vol. 3, S. 18–19, A. J. Boulton und A. McKillop, Hrsg., Pergamon Press; M. R. Grimmett und B. R. T. Keene in Advances in Heterocyclic Chemistry, Vol. 43, S. 139–151, A. R. Katritzky, Hrsg., Academic Press; M. Tisler und B. Stanovnik in Advances in Heterocyclic Chemistry, Vol. 9, S. 285–291, A. R. Katritzky und A. J. Boulton, Hrsg., Academic Press; und G. W. H. Cheeseman und E. S. G. Werstiuk in Advances in Heterocyclic Chemistry, Vol. 22, S. 390–392, A. R. Katritzky und A. J. Boulton, Hrsg., Academic Press.

Die Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen schließen Säureadditionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren, wie zum Beispiel Bromwasserstoff-, Chlorwasserstoff-, Salpeter-, Phosphor-, Schwefel-, Essig-, Butter-, Fumar-, Milch-, Malein-, Malon-, Oxal-, Propion-, Salicyl-, Wein-, 4-Toluensulfon- oder Valeriansäuren ein. In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und Verfahren sind die Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt für hierin beschriebene landwirtschaftliche und/oder nicht landwirtschaftliche Verwendungszwecke geeignet.

Gegenstand dieser Erfindung ist, wie vorstehend angemerkt, ein Verfahren zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge von mindestens einer Verbindung, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon, und einer Verbindung der Formel II, einem N-Oxid oder Salz davon. Bevorzugte Verfahren aus Gründen, einschließlich größerer Kontrolle von wirbellosen Schädlingen und/oder der Leichtigkeit der Synthese der Verbindung, stellen folgende dar:

Bevorzugt 1. Das Verfahren, umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I, worin

A und B beide O darstellen;

R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und

n für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 2. Das Verfahren, umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel II, worin

A und B beide O darstellen;

R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und

n für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 3. Das Verfahren von „Bevorzugt 1" oder „Bevorzugt 2", umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I oder einer Verbindung der Formel II, worin

J einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus J-1, J-2, J-3 und J-4

Q für O, S oder NR5 steht;

W, X, Y und Z unabhängig N oder CR5 darstellen, vorausgesetzt, dass in J-3 und J-4 mindestens eine der Gruppen, bestehend aus W, X, Y und Z, für N steht;

R2 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht;

R3 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, C1-C2-Alkoxy, C1-C2-Alkylthio, C1-C2-Alkylsulfinyl und C1-C2-Alkylsulfonyl;

jedes R4 unabhängig C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl oder C1-C4-Haloalkylsulfonyl darstellt;

jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl oder C2-C4-Alkoxycarbonyl, C2-C4-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl darstellt; oder

jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit: C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-.

Bevorzugt 4. Das Verfahren von „Bevorzugt 3", umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I, worin

R1 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

R2 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

R3 für H, C1-C4-Alkyl optional substituiert mit Halogen, CN, OCH3, oder S(O)pCH3 steht;

jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl, C2-C4-Alkoxycarbonyl oder C3-C8-Dialkylaminocarbonyl; oder ein Phenyl, Benzyl, oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C1-C4-Alkoxy oder C1-C4-Haloalkoxy;

vorausgesetzt, dass mindestens ein R5 anders als H ist und an J an der ortho-Stellung an die N(R1)C(=B)-Komponente gebunden ist; und

p für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 5. Das Verfahren von „Bevorzugt 4", umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I, worin

J ein substituiertes Phenyl, ein substituiertes Pyrazol, ein substituiertes Pyrrol, ein substituiertes Pyridin oder ein substituiertes Pyrimidin darstellt.

Bevorzugt 6. Das Verfahren von „Bevorzugt 5", umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I, worin

R1 und R2 jeweils H darstellen.

Bevorzugt 7. Das Verfahren von „Bevorzugt 3", umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel II, worin

R2 für H steht;

R3 für C1-C4-Alkyl steht; und mindestens ein R5 anders als H ist und an J an der ortho-Stellung an die N(R1)C(=B)-Komponente gebunden ist.

Gegenstand dieser Erfindung sind, wie vorstehend angemerkt ist, auch Verbindungen der Formel Id. Bevorzugte Verbindungen stellen zur Leichtigkeit der Synthese und/oder der größeren Kontrolle von wirbellosen Schädlingen die folgenden dar:

Bevorzugt 8. Verbindungen der Formel Id, worin

A und B beide O darstellen;

R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht;

n für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 9. Verbindungen von „Bevorzugt 8", worin

J einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus J-1, J-2, J-3 und J-4

Q für O, S oder NR5 steht;

W, X, Y und Z unabhängig N oder CR5 darstellen, vorausgesetzt, dass in J-3 und J-4 mindestens eine der Gruppen, bestehend aus W, X, Y und Z, für N steht;

R2 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht;

R3 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, C1-C2-Alkoxy, C1-C2-Alkylthio, C1-C2-Alkylsulfinyl und C1-C4-Alkylsulfonyl;

jedes R4 unabhängig C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl oder C1-C4-Haloalkylsulfonyl darstellt;

jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C6-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl oder C2-C4-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl darstellt; oder

jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit: C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-.

Bevorzugt 10. Verbindungen von „Bevorzugt 9", worin

R1 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

R2 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

R3 für H, C1-C4-Alkyl optional substituiert mit Halogen, CN, OCH3, oder S(O)pCH3 steht;

jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl, C2-C4-Alkoxycarbonyl oder C3-C8-Dialkylaminocarbonyl; oder ein Phenyl, Benzyl, oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalky, C1-C4-Haloalkyl, C1-C4-Alkoxy oder C1-C4-Haloalkoxy;

vorausgesetzt, dass mindestens ein R5 anders als H ist und an J an der ortho-Stellung an die N(R1)C(=B)-Komponente gebunden ist; und

p für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 11. Verbindungen von „Bevorzugt 10", worin

J ein substituiertes Phenyl, ein substituiertes Pyrazol, ein substituiertes Pyrrol, ein substituiertes Pyridin oder ein substituiertes Pyrimidin darstellt.

Bevorzugt 12. Verbindungen von „Bevorzugt 11", worin R1 und R2 jeweils H darstellen.

Beachtenswert sind Verbindungen der Formel Ic. Bevorzugte Verbindungen der Formel Ic zur Leichtigkeit der Synthese und/oder der größeren Kontrolle von wirbellosen Schädlingen stellen die folgenden dar:

Bevorzugt 8a. Verbindungen der Formel Ic, worin

A und B beide O darstellen;

R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und

n für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 9a. Verbindungen von „Bevorzugt 8a", worin

J einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus J-1, J-2, J-3 und J-4

Q für O, S oder NR5 steht;

W, X, Y und Z unabhängig N oder CR5 darstellen, vorausgesetzt, dass in J-3 und J-4 mindestens eine der Gruppen, bestehend aus W, X, Y und Z, für N steht;

R2 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht;

R3 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, C1-C2-Alkoxy, C1-C2-Alkylthio, C1-C2-Alkylsulfinyl und C1-C2-Alkylsulfonyl;

jedes R4 unabhängig C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl oder C1-C4-Haloalkylsulfonyl darstellt;

jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C6-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl oder C1-C4-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl darstellt; oder

jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit: C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-.

Bevorzugt 10a. Verbindungen von „Bevorzugt 9a", worin

R1 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

R2 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

R3 für H, C1-C4-Alkyl optional substituiert mit Halogen, CN, OCH3, oder S(O)pCH3 steht;

jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl, C2-C4-Alkoxycarbonyl oder C3-C8-Dialkylaminocarbonyl; oder ein Phenyl, Benzyl, oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C1-C4-Alkoxy oder C1-C4-Haloalkoxy;

vorausgesetzt, dass mindestens ein R5 anders als H ist und an J an der ortho-Stellung an die N(R1)C(=B)-Komponente gebunden ist; und

p für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 11a. Verbindungen von „Bevorzugt 10a", worin

J ein substituiertes Phenyl, ein substituiertes Pyrazol, ein substituiertes Pyrrol, ein substituiertes Pyridin oder ein substituiertes Pyrimidin darstellt.

Bevorzugt 12a. Verbindungen von „Bevorzugt 11a", worin R1 und R2 jeweils H darstellen.

Gegenstand der Erfindung sind, wie vorstehend angemerkt, auch Verbindungen der Formel II. Bevorzugte Verbindungen stellen zur Leichtigkeit der Synthese und/oder größeren Kontrolle von wirbellosen Schädlingen die folgenden dar:

Bevorzugt 13. Verbindungen der Formel II, worin

A und B beide O darstellen;

R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und

n für 0, 1 oder 2 steht.

Bevorzugt 14. Verbindungen von „Bevorzugt 13", worin

J einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus J-1, J-2, J-3 und J-4
Q für O, S oder NR5 steht;

W, X, Y und Z unabhängig N oder CR5 darstellen, vorausgesetzt, dass in J-3 und J-4 mindestens eine der Gruppen, bestehend aus W, X, Y und Z, für N steht;

R2 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht;

R3 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, C1-C2-Alkoxy, C1-C2-Alkylthio, C1-C2-Alkylsulfinyl und C1-C2-Alkylsulfonyl;

jedes R4 unabhängig C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl oder C1-C4-Haloalkylsulfonyl darstellt;

jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C6-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl oder C2-C4-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl darstellt; oder

jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit: C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-.

Bevorzugt 15. Verbindungen der Formel II von „Bevorzugt 14", worin R2 für H steht;

R3 für C1-C4-Alkyl steht; und

mindestens ein R5 anders als H ist und an J an der ortho-Stellung an die N(R1)C(=B)-Komponente gebunden ist.

Gegenstand dieser Erfindung ist auch die Bereitstellung einer Zusammensetzung, die mindestens eine Verbindung umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon und einer Verbindung der Formel II, einem N-Oxid oder einem Salz davon; und mindestens einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel; und ist auch die Bereitstellung eines Verfahrens zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung. Bevorzugte Zusammensetzungen schließen Zusammensetzungen ein, worin mindestens eine Verbindung der Formel I, ein N-Oxid oder ein Salz davon und/oder der Formel II, ein N-Oxid oder ein Salz davon aus den Verbindungen in „Bevorzugt 1 bis 7" ausgewählt ist. Auch bevorzugt ist eine Zusammensetzung, die weiter eine zusätzliche Komponente umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel und einem flüssigen Verdünnungsmittel.

Beachtenswert sind Zusammensetzungen zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, umfassend: (1) mindestens eine Verbindung, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Verbindungen der Formel I und Verbindungen der Formel II, und (2) mindestens eine zusätzliche Verbindung oder ein zusätzliches Mittel zur Kontrolle wirbelloser Schädlinge; und stellt auch ein Verfahren zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings bereit, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung. Bevorzugte Zusammensetzungen schließen Zusammensetzungen ein, worin Komponente (1) aus (einer)Verbindung(en) der Formel I und/oder der Formel II, wie für das bevorzugte Verfahren in „Bevorzugt 1 bis 7" bevorzugt ist, ausgewählt wird.

Gegenstand dieser Erfindung ist auch die Bereitstellung einer Zusammensetzung, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel II, ein N-Oxid oder ein Salz davon; und mindestens einer zusätzlichen Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel, einem flüssigen Verdünnungsmittel und einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel; und ist auch die Bereitstellung eines Verfahrens zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Verbindung(en) der Formel II, ihrer N-Oxide und Salze davon oder mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung. Bevorzugte Zusammensetzungen und Verfahren schließen Zusammensetzungen und Verfahren ein, worin die mindestens eine Verbindung der Formel II, ein N-Oxid oder ein Salz davon aus den Verbindungen in „Bevorzugt 13 bis 15" ausgewählt wird.

Beachtenswert ist eine Zusammensetzung zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel II und mindestens eine zusätzliche Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Tensiden, festen Verdünnungsmitteln, flüssigen Verdünnungsmitteln und anderen biologisch aktiven Verbindungen und Mitteln; und stellt auch ein Verfahren zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings dar, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung. Bevorzugte Zusammensetzungen schließen Zusammensetzungen ein, worin die Verbindung(en) der Formel II aus den in „Bevorzugt 13 bis 15" bevorzugten Verbindungen ausgewählt wird/werden.

Gegenstand dieser Erfindung ist auch die Bereitstellung einer Zusammensetzung, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel Id, ein N-Oxid oder ein Salz davon; und mindestens einer zusätzlichen Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel, einem flüssigen Verdünnungsmittel und einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel; und ist auch die Bereitstellung eines Verfahrens zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge von (einer) Verbindung(en) oder mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung. Bevorzugte Zusammensetzungen und Verfahren schließen Zusammensetzungen und Verfahren ein, worin die mindestens eine Verbindung der Formel Id, ein N-Oxid oder ein Salz davon aus den Verbindungen in „Bevorzugt 8 bis 12" ausgewählt ist.

Beachtenswert ist eine Zusammensetzung zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel Ic und mindestens eine zusätzliche Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Tensiden, festen Verdünnungen, flüssigen Verdünnungen und anderen biologisch aktiven Verbindungen oder Mitteln; und stellt auch ein Verfahren zur Kontrolle eines wirbellosen Schädlings bereit, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge der Zusammensetzung. Bevorzugte Zusammensetzungen schließen Zusammensetzungen ein, worin die Verbindung(en) der Formel Ic aus den in „Bevorzugt 8a bis 12a" bevorzugten Verbindungen ausgewählt wird/werden.

Wie vorstehend angemerkt ist, stellt jedes J unabhängig einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring dar, worin jeder Ring mit 1 bis 4 R5 substituiert ist. Ein Beispiel von mit 1 bis 4 R5 substituiertem Phenyl stellt der Ring dar, der als U-1 in Exhibit 1 erläutert ist, worin Rv für R5 steht und r eine ganze Zahl von 1 bis 4 darstellt. Beispiele von 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ringen, die optional mit 1 bis 4 R5 substituiert sind, schließen die Ringe U-2 bis U-53 ein, die in Exhibit 1 erläutert sind, worin Rv für R5 steht und r eine ganze Zahl von 1 bis 4 darstellt. Beachtenswert ist, dass J-1 bis J-4 vorstehend auch 5- oder 6-gliedrige heteroaromatische Ringe darstellen. Beachtenswert ist, dass U-2 bis U-20 Beispiele von J-1 darstellen, U-21 bis U-35 und U-40 Beispiele von J-2 darstellen, U-41 bis U-48 Beispiele von J-3 darstellen und U-49 bis U-53 Beispiele von J-4 darstellen.

Beachtenswert ist, dass wenn Rv für H steht, wenn es an ein Atom gebunden ist, dies das gleiche ist, als wenn das Atom nicht substituiert ist. Die Stickstoffatome, die zum Füllen ihrer Valenz eine Substitution erforderlich machen, werden mit H oder Rv substituiert. Beachtenswert ist, dass einige U-Gruppen nur mit weniger als 4 Rv-Gruppen substituiert werden können (z.B. können U-14, U-15, U-18 bis U-21 und U-32 bis U-34 nur mit einem Rv substituiert werden). Beachtenswert ist, dass wenn der Anlagerungspunkt zwischen (Rv)r und der U-Gruppe als schwebend erläutert wird, (Rv)r an jedwedes verfügbare Kohlenstoffatom der U-Gruppe angelagert werden kann.

Exhibit 1

Die Verbindungen der Formel I und Formel II können, wie in den Schemata 1–11 beschrieben, durch ein oder mehr der folgenden Verfahren und eine oder mehr der folgenden Variationen hergestellt werden. Die Definitionen von R1, R2, R3, R4, A, B, M, M1 und n in den Verbindungen, die in den nachstehenden Schemata beschrieben sind, sind wie vorstehend in der „Zusammenfassung der Erfindung" oder ihren Subsets definiert, sofern nicht anderweitig angegeben wird. Verbindungen der Formeln Ia–d stellen Subsets der Verbindungen der Formel I dar.

Wie in Schema 1 erläutert ist, können Verbindungen der Formel I durch Kopplung von Verbindungen der Formel 1 mit entweder Iso(thio)cyanaten der Formel 2a oder (Thio)carbamylchloriden der Formel 2b hergestellt werden. Im Fall der (Thio)carbamyl-chlorid-Reaktion ist die Anwesenheit eines Säureakzeptors vorteilhaft. Tertiäre Amine und Alkalicarbonate und -acetate (wie zum Beispiel Lithium-, Natrium- oder Kaliumcarbonate und -acetate) stellen bevorzugte Säureakzeptoren dar. Triethylamin ist besonders bevorzugt. Die Reaktion kann bei Temperaturen im Bereich von –30 bis 120°C durchgeführt werden. Die Reaktion kann in einem der vielen verschiedenen aprotischen Lösungsmittel, die nicht mit Iso(thio)cyanaten und (Thio)carbamylchloriden reagieren, durchgeführt werden. Bevorzugte Lösungsmittel schließen zum Beispiel Dichlormethan, Toluen, Ether, Ethylacetat und Chloroform ein, sind aber nicht darauf beschränkt. Allgemeine Syntheseverfahren zur Herstellung von Iso(thio)cyanaten und (Thio)carbamylchloriden aus ihren Amin-Präkursoren können in WO 01/56962, EP 1006102 und EP 919542 gefunden werden. Diese Amin-Präkursoren können anhand von in WO 02/32856 offenbarten Verfahren hergestellt werden.

Schema 1
or
= oder

Verbindungen der Formel 1 können durch Entfernung der in Verbindungen der Formel 3, wie in Schema 2 gezeigt, gefundenen BOC-Gruppe (d.h. der t-BuOOC-Gruppe) synthetisiert werden. Die Reaktion einer Verbindung der Formel 3 mit einer Säure in Gegenwart eines geeigneten Lösungsmittels produziert eine Verbindung der Formel 1. Es können viele verschiedene Säuren zur Entschützung verwendet werden, einschließlich zum Beispiel, aber nicht beschränkt darauf, Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Trifluormethansulfonsäure, Trifluoressigsäure, Essigsäure und Methansulfonsäure. Geeignete Lösungsmittel schließen sowohl wässrige als auch organische Lösungsmittel ein. Eine bevorzugte Kombination aus Säure und Lösungsmittel stellt Trifluoressigsäure in Dichlormethan dar.

Schema 2
Acid
= Säure

Verbindungen der Formel 3 können durch Lithiierung von Verbindungen der Formel 4, gefolgt von Quenchen mit entweder Iso(thio)cyanaten der Formel 5a oder (Thio)carbamylchloriden der Formel 5b, wie in Schema 3 (unter Verwendung von Iso(thio)cyanaten der Formel 5a, wobei R3 im Produkt der Formel 3 H darstellt) gezeigt, hergestellt werden. Die Lithiierung kann mit einem Alkyllithium-Reagens oder einem Lithiumdialkylamid-Reagens bei Temperaturen im Bereich von –100 bis 0°C durchgeführt werden. Die bevorzugten Bedingungen beinhalten die Verwendung von t-Butyllithium in Ether bei –78°C. Nach dem Zufügen von Iso(thio)cyanaten oder (Thio)carbamylchloriden wird die Reaktion auf Raumtemperatur anwärmen lassen oder wird auf Temperaturen zwischen 20 und 120°C erhitzt. Für eine maßgebliche Referenz bezüglich der Lithiierung von Indolinen (M und M1 stellen unabhängig CR6R7 dar und die Bindung zwischen M und M1 stellt eine Einfachbindung dar), siehe Iwao und Kuraishi, Heterocycles, 1992, 34, 1031–1038. Iso(thio)cyanate der Formel 5a und (Thio)carbamylchloride der Formel 5b sind gewerblich erhältlich, in der chemischen Literatur überall bekannt oder können durch in der chemischen Literatur bekannte allgemeine Verfahren hergestellt werden.

Schema 3
1)
Alkyllithium oder Lithiumdialkylamid
2)
... oder ...

Wie in Schema 4 ersichtlich ist, kann eine Verbindung der Formel 4 durch Reaktion eines Heterocyclus der Formel 6 mit Di-tert-butyldicarbonat hergestellt werden. Die Reaktion kann bei Temperaturen im Bereich von –70 bis 120°C in Gegenwart eines Säureakzeptors durchgeführt werden. Tertiäre Amine und Alkalicarbonate, -hydroxide und -acetate (wie zum Beispiel Lithium-, Natrium- oder Kaliumcarbonate, -hydroxide und -acetate) sind als Säureakzeptoren bevorzugt. Triethylamin ist besonders bevorzugt. Die Reaktion wird im Allgemeinen in einem Lösungsmittel, wie zum Beispiel Dichlormethan, Toluen, Ether, Ethylacetat und Chloroform, durchgeführt.

Schema 4
Säureakzeptor

Verbindungen der Formel II können durch Reaktion von Verbindungen der Formel 7 mit entweder Iso(thio)cyanaten der Formel 5a oder (Thio)carbamylchloriden der Formel 5b, wie in Schema 5 ersichtlich ist, hergestellt werden. Im Fall der (Thio)carbamylchlorid-Reaktion ist die Anwesenheit eines Säureakzeptors vorteilhaft. Tertiäre Amine und Alkalicarbonate und -acetate (wie zum Beispiel Lithium-, Natrium- oder Kaliumcarbonate und -acetate) sind als Säureakzeptoren bevorzugt. Triethylamin ist besonders bevorzugt. Die Reaktion kann bei Temperaturen im Bereich von –30°C bis 120°C durchgeführt werden. Die Reaktion kann in vielen verschiedenen aprotischen Lösungsmitteln, die nicht mit Iso(thio)cyanaten und (Thio)carbamylchloriden reagieren, durchgeführt werden. Bevorzugte Lösungsmittel schließen zum Beispiel Dichlormethan, Toluen, Ether, Ethylacetat und Chloroform ein.

Schema 5
... oder ...

Verbindungen der Formel 7 können durch Entfernung der in Verbindungen der Formel 8, wie in Schema 6 ersichtlich ist, gefundenen BOC-Gruppe (d.h. der t-BuOOC-Gruppe) hergestellt werden. Die Reaktionsbedingungen für diese Entschützung sind bereits für die Umwandlung der Verbindungen der Formel 3 in die Verbindungen der Formel 1 in Schema 2 beschrieben worden.

Schema 6
acid
= Säure

Verbindungen der Formel 8 können durch Lithiierung von Verbindungen der Formel 4, gefolgt von Quenchen mit entweder Iso(thio)cyanaten der Formel 2a oder (Thio)carbamylchloriden der Formel 2b, wie in Schema 7 ersichtlich ist, hergestellt werden. Die Reaktionsbedingungen für diese Umwandlung sind bereits für die Umwandlung der Verbindungen der Formel 4 in die Verbindungen der Formel 3 in Schema 3 beschrieben worden.

Schema 7
1)
Alkyllithium oder Lithiumdialkylamid
2)
... oder [Formel]

Wie in Schema 8 ersichtlich ist, stellt die Alkylierung einer Verbindung der Formel 3a mit einem Alkylierungsmittel der Formel 9 in Gegenwart einer Base eine Verbindung der Formel 3b bereit, worin R3 anders als H ist. Verbindungen der Formel 3a stellen ein Subset von Verbindungen der Formel 3 dar, worin R3 für H steht. Verbindungen der Formel 3b stellen auch ein Subset von Verbindungen der Formel 3 dar, worin R3 anders als H ist. Im Alkylierungsmittel der Formel 9 stellt X eine Austrittsgruppe, wie zum Beispiel Halogen (z.B. Br, I), OS(O)2CH3 (Methansulfonat), OS(O)2CF3, OS(O)2Ph-p-CH3 (p-Toluensulfonat) und dergleichen dar. Beispiele geeigneter Basen schließen Alkalimetallhydroxide, -carbonate, -hydride und -alkoxide (wie zum Beispiel Lithium-, Natrium- oder Kaliumhydroxide, -carbonate, -hydride und -alkoxide) ein. Die Reaktion wird im Allgemeinen in einem geeigneten Lösungsmittel, wie zum Beispiel Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylsulfoxid und N,N-Dimethylacetamid, durchgeführt. Andere Beispiele geeigneter Lösungsmittel, die insbesondere nützlich sind, wenn Alkalialkoxide als Basen, einschließlich Alkoholen, wie zum Beispiel Methanol und Ethanol, verwendet werden. Bevorzugte Bedingungen beinhalten die Verwendung von Natriumhydrid als eine Base und N,N-Dimethylformamid als ein Lösungsmittel.

Schema 8
base
= Base

Als ein alternatives Verfahren zu dem in Schema 2 erläuterten, können Verbindungen der Formel 1 auch durch Amidbildung von Verbindungen der Formel 10 in Gegenwart eines in Schema 9 ausgeführten organischen Dehydratisierungsreagenzes hergestellt werden. Dies beinhaltet die direkte Dehydratisierungskopplung einer Carbonsäure der Formel 10 mit einem Amin der Formel 11. Das Dehydratisierungsreagenz kann zum Beispiel 1,3-Dicyclohexylcarbodiimid (DCC), 1-[3-(Dimethylamino)propyl]-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid (EDC), Carbonyldiimidazol, 2-Chloro-N-methylpyridiniumiodid (Mukaiyama-Reagenz), Benzotriazol-1-yloxy-tris(dimethylamino)-phosphoniumhexafluorophosphat (BOP) und Bis(2-oxo-3-oxazolidinyl)phosphinsäurechlorid (BOP-chlorid) darstellen. Verschiedene Polymer-gebundene Versionen dieser Reagenzien (z.B. Polystyrol-geträgertes DCC) können verwendet werden. Die Amidbildung wird im Allgemeinen in Gegenwart einer Base, wie zum Beispiel Triethylamin und Diisopropylethylamin durchgeführt werden. Die bevorzugten Bedingungen beinhalten die Verwendung von BOP-Chlorid als ein Dehydratisierungsreagenz und Triethylamin als eine Base in Acetonitril bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 120°C. Diese Reaktion ist im Stand der Technik überall bekannt, und es können eine Vielzahl von Bedingungen und Verfahren verwendet werden. Benzotriazolcarbonsäuren (Verbindungen der Formel 10, worin M und M1 beide N darstellen und die Bindung zwischen ihnen dann eine aromatische Bindung darstellt) sind im Stand der Technik bekannt (siehe Japanische Kokai 11171872; Can. J. Chem. 1977, 55, 1653–1657; und Arch. Pharm. (Weinheim, Ger.), l989, 322, 457–459). Benzimidazolcarbonsäuren (Verbindungen der Formel 10, worin M für N steht und M1 für CR6 steht und die Bindung zwischen ihnen eine aromatische Bindung darstellt) sind auch im Stand der Technik bekannt (siehe Can. J. Chem. 1977, 55, 1653–1657; J. Med. Chem. 1992, 35, 4595–601; Bioorg. Med. Chem. Lett. 1996, 6, 1195–1198; und J. Med. Chem. 1999, 42, 5020–5028). Indazolcarbonsäuren (Verbindungen der Formel 10, worin M für CR6 steht und M1 für N steht und die Bindung zwischen ihnen eine aromatische Bindung darstellt) sind auch im Stand der Technik bekannt (siehe J. Org. Chem. 1980, 45, 3072–7; und Heterocycles 1997, 45, 1833–1838). Indolcarbonsäuren (Verbindungen der Formel 10, worin M und M1 unabhängig CR6 darstellen und die Bindung zwischen ihnen eine aromatische Bindung darstellt) sind auch im Stand der Technik bekannt (siehe J. Med. Chem. 1996, 39, 4692–4703).

Schema 9
Dehydratisierungsreagenz

Die Carbonsäuren der Formel 10a können durch die Hydrolyse von Thioestern der Formel 12 wie in Schema 10 ersichtlich ist, hergestellt werden. Verbindungen der Formel 10a stellen ein Subset von Verbindungen der Formel 10 dar, worin M und M1 unabhängig CR6R7 darstellen und die Bindung zwischen ihnen eine Einfachbindung darstellt. Diese Hydrolyse kann in C1-C4-Alkoholen (wie zum Beispiel Methanol und Ethanol) mit Alkalimetallhydroxiden (wie zum Beispiel Lithium-, Natrium- und Kaliumhydroxiden) durchgeführt werden. Die bevorzugten Reaktionsbedingungen schließen die Verwendung von Kalium- oder Natriumhydroxid als eine Base und Methanol oder Ethanol als ein Lösungsmittel bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 120°C ein. Verbindungen der Formel 12 sind im Stand der Technik bekannt und können auch durch die Sugasawa-Reaktion (Sugasawa et. al. Synthetic Communications, 1990, 20, 71–84) hergestellt werden.

Schema 10
Hydrolyse

Indoline der Formel Ia können zu Indolen der Formel Ib, wie in Schema 11 veranschaulicht, oxidiert werden. Die Oxidation kann unter Verwendung von Reagenzien, wie zum Beispiel 2,3-Dichlor-5,6-dicyanbenzochinon (DDQ), Chloranil oder Mangandioxid erreicht werden. Die Oxidationen von Indolinen zu Indolen sind im Allgemeinen überall im Stand der Technik bekannt. Für maßgebliche Referenzen siehe Tetrahedron Lett., 2001, 42(41), 7277–7280; und Tetrahedron Lett., 2000, 41(35), 6721–6724.

Schema 11

Man wird erkennen, dass einige der vorstehend beschriebenen Reagenzien und Reaktionsbedingungen zur Herstellung von Verbindungen der Formel I und Formel II mit bestimmten in den Intermediärprodukten vorliegenden funktionellen Gruppen nicht kompatibel sein könnten. In diesen Fällen hilft die Inkorporation von Schutz-/Entschützungssequenzen oder Interconversionen der funktionellen Gruppe in die Synthese beim Erhalt der gewünschten Produkte. Die Verwendung und Wahl der Schutzgruppen werden von einem Fachmann der chemischen Synthese erkannt (siehe zum Beispiel Greene, T. W.; Wuts, P. G. M. Protective Groups in Organic Synthesis, 2. Aufl.; Wiley: New York, 1991). Ein Fachmann wird erkennen, dass in einigen Fällen nach der Einführung eines bestimmten Reagenzes, wie es in jedem einzelnen Schema veranschaulicht wird, es gegebenenfalls erforderlich sein kann, zusätzliche, nicht ausführlich beschriebene routinemäßige Syntheseschritte zum Abschließen der Synthese der Verbindungen der Formel I und II durchzuführen. Ein Fachmann wird auch erkennen, dass es gegebenenfalls erforderlich sein kann, eine Kombination der in den vorstehenden Schemata erläuterten Schritte in einer Reihenfolge mit Ausnahme der durch die entsprechende Sequenz implizierten durchzuführen, um die Verbindungen der Formel I und II herzustellen.

Ein Fachmann wird auch erkennen, dass Verbindungen der Formel I und II und die hierin beschriebenen Intermediärprodukte verschiedenen elektrophilen, nukleophilen, radikalischen, organometallischen Oxidations- und Reduktionsreaktionen unterzogen werden können, um Substituenten zuzufügen oder existierende Substituenten zu modifizieren.

Es besteht ohne weitere nähere Ausführungen die Annahme, dass ein Fachmann unter Verwendung der vorangehenden Beschreibung die vorliegende Erfindung in ihrem vollen Ausmaß nutzen kann. Die folgenden Beispiele sind deshalb lediglich als erläuternd und nicht als die Offenbarung in irgendeiner Weise als einschränkend zu verstehen. Die 1H-NMR-Spektren werden in ppm von Tetramethylsilan nach tieferen Feldern verschoben berichtet: s steht für Singulett, d steht für Dublett, t steht für Triplett, q steht für Quartett, m steht für Multiplett, dd steht für Dublett von Dubletts, dt steht für Dublett von Tripletts, brs steht für breites Singulett, Schmp. steht für Schmelzpunkt.

BEISPIEL 1 HERSTELLUNG VON 2,3-DIHYDRO-N7-METHYL-N1-[2-METHYL-4-(TRIFLUORMETHYL)PHENYL]-1H-INDOL-1,7-DICARBOXAMID Schritt A: Herstellung von 2,3-Dihydro-1H-indol-7-carbonsäure

Einer Lösung aus S-Methyl 2,3-dihydro-1H-indol-7-carbothioat (Synthetic Communications, 1990, 20, 71–84) (26.88 g) in Ethanol (500 ml) wurde Natriumhydroxid (50%ige wässrige Lösung, 50 ml) zugefügt, und das Gemisch wurde 4 h bei Rückfluss erhitzt. Das meiste Ethanol wurde unter reduziertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde zwischen Wasser (150 ml) und Dichlormethan (100 ml) verteilt. Die wässrige Schicht wurde unter Verwendung von konzentrierter Salzsäure auf pH 3 angesäuert, worauf ein Feststoff ausfiel. Der Feststoff wurde durch Filtration isoliert und 2 h lufttrocknen lassen. Der getrocknete Feststoff wurde in 300 ml Ethylacetat aufgelöst und über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Trocknungsmittel wurde durch Filtration entfernt und das Filtrat wurde unter reduziertem Druck verdampft, um die Titelverbindung (13,7 g) als einen Feststoff zu ergeben.

1H-NMR (CDCl3) &dgr; 3,08 (2H), 3,75 (2H), 6,59 (1H), 7,20 (1H), 7,61 (1H).

Schritt B: Herstellung von 2,3-Dihydro-N-methyl-1H-indol-7-carboxamid

Einer Lösung aus 2,3-Dihydro-1H-indol-7-carbonsäure, d.h. dem Produkt aus Schritt A) (1,0 g, 6,1 mmol) in Acetonitril (30 ml) wurde nacheinander Methylamin (Aldrich, 2M in Tetrahydrofuran, 6,13 ml), Bis(2-oxo-3-oxazolidinyl)phosphinsäurechlorid (d.h. BOP-Chlorid, Aldrich, 1,56 g, 6,1 mmol) und Triethylamin (1,71 ml, 12,3 mmol) zugefügt. Das Reaktionsgemisch wurde 48 h bei 25°C rühren lassen. Das Gemisch wurde zwischen Ethylacetat (100 ml) und Wasser (100 ml) verteilt. Die organische Schicht wurde mit gesättigtem wässrigen Natriumbicarbonat (50 ml) gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck konzentriert, um die Titelverbindung zu ergeben.

1H-NMR (CDCl3) &dgr; 2,95 (3H), 3,02 (2H), 3,69 (2H), 6,21 (1H), 6,31 (1H), 6,61 (1H), 7,1 (2H).

Schritt C: Herstellung von 2,3-Dihydro-N7-methyl-N1-(2-methyl-4-(trifluormethyl)phenyl]-1H-indol-1,7-dicarboxamid

Einer Lösung aus 2,3-Dihydro-N-methyl-1H-indol-7-carboxamid (d.h. das Produkt aus Schritt B) (300 mg) in Dichlormethan wurde 2-Methyl-4-trifluormethylphenyl-isocyanat (0,4 g) zugefügt. Nach 3 Stunden wurde das Lösungsmittel unter reduziertem Druck verdampft. Der Rückstand wurde mit Ether trituriert, filtriert und mit mehr Ether gewaschen, um die Titelverbindung (200 mg), eine erfindungsgemäße Verbindung, als einen bei 198–200°C schmelzenden Feststoffbereitzustellen.

1H-NMR (CDCl3) &dgr; 2,31 (3H), 2,6 (3H), 3,11 (2H), 4,12 (2H), 6,97 (1H), 7,55 (2H), 8,55 (1H).

BEISPIEL 2 HERSTELLUNG VON 2,3-DIHYDRO-N1-(1-METHYLETHYL)-N7-[2-METHYL-4-[1,2,2,2-TETRAFLUOR-1-(TRIFLUORMETHYL)ETHYL]PHENYL]-1H-INDOL-1,7-DICARBOXAMID Schritt A: Herstellung von 1,1-Dimethylethyl 2,3-dihydro-7-[[[2-methyl-4-[1,2,2,2-tetrafluor-1-(trifluormethyl)ethyl]phenyl]amino]carbonyl]-1H-indol-1-carboxylat

Einer rührenden Lösung aus 1,1-Dimethylethyl-2,3-dihydro-1H-indol-1-carboxylat (Aldrich, 1,0 g, 4,5 mmol), N,N,N'N'-Tetramethylethylendiamin (0,90 ml, 690 mg, 6,0 mmol) und wasserfreiem Et2O (20 ml) bei –78°C wurde sec-Butyllithium (4,2 ml, 5,4 mmol, 1,3 M in Cyclohexan) über eine 10-minütige Periode tropfenweise zugefügt. Die sich ergebende Lösung wurde 1 Stunde bei –78°C gerührt, gefolgt von tropfenweisem Zufügen von 2-Methyl-4-heptafluorisopropylphenylisocyanat (1,4 g, 4,5 mmol) über eine 4-minütige Periode. Die Lösung wurde über 1 Stunde auf Raumtemperatur anwärmen lassen, gefolgt vom Zufügen von gesättigtem wässrigem NH4Cl (4 ml). Das Gemisch wurde zwischen Et2O und H2O verteilt. Der kombinierte organische Extrakt wurde getrocknet (MgSO4) und im Vakuum konzentriert. Der Rückstand wurde der Chromatographie auf Silikagel mit 30% EtOAc/Hexanen als Eluent unterzogen, um die Titelverbindung von Schritt A (1,6 g, 3,1 mmol, 69% Ausbeute) als einen weißen Feststoff zu ergeben:

1H-NMR (CDCl3) &dgr; 1,29 (s, 9H), 2,32 (s, 3H), 3,12 (t, 2H), 4,18 (t, 2H), 7,16 (t, 1H), 7,31–7.39 (m, 2H), 7,43 (d, 1H), 7,61 (d, 1H), 7,81 (bs, 1H), 8,59 (d, 1H).

Schritt B: Herstellung von 2,3-Dihydro-N-[2-methyl-4-[1,2,2,2-tetrafluor-1-(trifluormethyl)ethyl]phenyl]-1H-indol-7-carboxamid

Eine Lösung aus 1,1-Dimethylethyl-2,3-dihydro-7-[[[2-methyl-4-[1,2,2,2-tetrafluor-1-(trifluormethyl)ethyl]phenyl]amino]carbonyl]-1H-indol-1-carboxylat (d.h. dem Produkt von Schritt A) (1,1 g, 2,1 mmol), Trifluoressigsäure (15 ml) und CH2Cl2 (50 ml) wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Lösung wurde sorgfältig in eine gesättigte wässrige Lösung aus NaHCO3 (500 ml) gegossen. Das Gemisch wurde zwischen CH2Cl2 und H2O verteilt. Der kombinierte organische Extrakt wurde getrocknet (MgSO4) und im Vakuum konzentriert. Der Rückstand wurde der Chromatographie auf Silikagel mit 30% EtOAc/Hexanen als Eluent unterzogen, um die Titelverbindung (800 mg, 1,9 mmol, 90% Ausbeute) als einen weißen Feststoff zu ergeben.

1H-NMR (CDCl3) &dgr; 2,40 (s, 3H), 3,08 (t, 2H), 3,73 (t, 2H), 6,37 (bs, 1H), 6,63 (t, 1H), 7,18–7,28 (m, 3H), 7,47 (d, 1H), 7,80 (s, 1H), 8,22 (d, 1H).

Schritt C: Herstellung von 2,3-Dihydro-N1-(1-methylethyl)-N7-[2-methyl-4-[1,2,2,2-tetrafluor-1-(trifluormethyl)ethyl]phenyl]-1H-indol-1,7-dicarboxamid

Eine Lösung des Produktes von Schritt B (200 mg, 0,48 mmol), Isopropylisocyanat (0,10 ml, 87 mg, 1,00 mmol) und CH2Cl2 (10 ml) wurde 17 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Gemisch wurde filtriert und der Rückstand wurde mit einer Lösung (1/1) aus Et2O/CH2Cl2 (3 ml) filtriert, um die Titelverbindung (1,6 g, 3,1 mmol, 69% Ausbeute), eine erfindungsgemäße Verbindung, als einen weißen Feststoff zu ergeben.

1H-NMR (DMSO-d6) &dgr; 0,98 (d, 6H), 2,37 (s, 3H), 3,21 (t, 2H), 3,62–3,71 (m, 1H), 4,01 (t, 1H), 6,73 (d, 1H), 7,00 (t, 1H), 7,32 (d, 2H), 7,41–7,45 (m, 2H), 8,14 (d, 1H), 9,24 (s, 1H).

Mithilfe der hierin beschriebenen Verfahren zusammen mit den im Stand der Technik bekannten Vorgehen können die folgenden Verbindungen von Tabellen 1 bis 14 hergestellt werden. Die folgenden Abkürzungen werden in den Tabellen verwendet: t steht für tertiär, s steht für sekundär, n steht für normal, i steht für iso, c steht für cyclo, Me steht für Methyl, Et steht für Ethyl, Pr steht für Propyl, i-Pr steht für Isopropyl, t-Bu steht für tert-Butyl, Ph steht für Phenyl, OMe steht für Methoxy, OEt steht für Ethoxy, SMe steht für Methylthio, SEt steht für Ethylthio, CN steht für Cyano, NO2 steht für Nitro, TMS steht für Trimethylsilyl, S(O)Me steht für Methylsulfinyl und S(O)2Me steht für Methylsulfonyl.

Tabelle 1
Tabelle 2
Tabelle 3
Tabelle 4
Tabelle 5
Tabelle 6
Tabelle 7
Tabelle 8
Tabelle 9
Tabelle 10
Tabelle 11
Tabelle 12
Tabelle 13
Tabelle 14
FORMULIERUNG/NÜTZLICHKEIT

Erfindungsgemäße Verbindungen werden im Allgemeinen als eine Formulierung oder Zusammensetzung mit einem landwirtschaftlich geeigneten Träger, umfassend mindestens ein flüssiges Verdünnungsmittel, ein festes Verdünnungsmittel oder ein Tensid verwendet. Die Bestandteile der Formulierung oder Zusammensetzung werden ausgewählt, damit sie mit den physikalischen Eigenschaften des Wirkstoffs, der Anwendungsgebiete und den Umweltfaktoren, wie zum Beispiel dem Bodentyp, der Feuchtigkeit und der Temperatur konsistent sind. Nützliche Formulierungen schließen Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Lösungen (einschließlich emulgierbarer Konzentrate), Suspensionen, Emulsionen (einschließlich Mikroemulsionen und/oder Suspoemulsionen) und dergleichen, die optional zu Gelen verdickt werden können, ein. Nützliche Formulierungen schließen weiter Feststoffe, wie zum Beispiel Stäube, Pulver, Granulat, Pellets, Tabletten, Filme und dergleichen, die in Wasser dispergierbar („anfeuchtbar") oder wasserlöslich sein können, ein. Der Wirkstoff kann (mikro)eingekapselt sein und weiter zu einer Suspension oder zu festen Formulierungen geformt werden; als Alternative kann der gesamte Wirkstoff der Formulierung eingekapselt (oder „überzogen") werden. Die Einkapselung kann die Freisetzung des Wirkstoffes kontrollieren oder verzögern. Sprühbare Formulierungen können in geeignetem Medium erweitert und bei Sprühvolumina von ca. einundert bis zu mehreren hundert per Hektar verwendet werden. Zusammensetzungen von hoher Stärke werden primär als Intermediärprodukte zur weiteren Formulierung verwendet.

Die Formulierungen enthalten in der Regel wirksame Mengen des Wirkstoffs, Verdünnungsmittels und Tensids in den folgenden annähernden Bereichen, die zusammenaddiert 100 Gew.-% ergeben.

Typische feste Verdünnungsmittel sind in Watkins, et al., Handbook of Insecticide Dust Diluents and Carriers, 2. Auflage, Dorland Books, Caldwell, New Jersey, beschrieben. Typische flüssige Verdünnungsmittel sind in Marsden, Solvents Guide, 2. Auflage, Interscience, New York, 1950, beschrieben. McCutcheon's Detergents and Emulsifiers Annual, Allured Publ. Corp., Ridgewood, New Jersey, ebenso wie Sisely und Wood, Encyclopedia of Surface Active Agents, Chemical Publ. Co., Inc., New York, 1964, geben Tenside und empfohlene Verwendungszwecke an. Alle Formulierungen können kleinere Mengen an Zusatzstoffen zur Reduktion von Schaum, Zusammenbacken, Korrosion, mikrobiologischem Wachstum und dergleichen oder Verdickungsmittel zur Erhöhung der Viskosität enthalten.

Tenside schließen zum Beispiel folgende ein: Polyethoxylierte Alkohole, polyethoxylierte Alkylphenole, polyethoxylierte Sorbitan-Fettsäureester, Dialkylsulfosuccinate, Alkylsulfate, Alkylbenzensulfonate, Organosilikone, N,N-Dialkyltaurate, Ligninsulfonate, Naphthalensulfonat-Formaldehyd-Kondensate, Polycarboxylate und Polyoxyethylen-/Polyoxypropylen-Blockcopolymere. Feste Verdünnungsmittel schließen zum Beispiel folgende ein: Tone, wie zum Beispiel Bentonit, Montmorillonit, Attapulgit und Kaolin, Stärke, Zucker, Kieselsäure, Talcum, Diatomeenerde, Harnstoff, Calciumcarbonat, Natriumcarbonat und -bicarbonat und Natriumsulfat. Flüssige Verdünnungsmittel schließen zum Beispiel die folgenden ein: Wasser, N,N-Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, N-Alkylpyrrolidon, Ethylenglykol, Polypropylenglykol, Paraffine, Alkylbenzene, Alkylnaphthalene, Oliven-, Castor-, Leinsamen-, Tung-, Sesam-, Mais-, Erdnuss-, Baumwollsamen-, Sojabohnen-, Rapssamen- und Kokosnussöl, Fettsäureester, Ketone, wie zum Beispiel Cyclohexanon, 2-Heptanon, Isophoron und 4-Hydroxy-4-methyl-2-pentanon und Alkohole, wie zum Beispiel Methanol, Cyclohexanol, Decanol und Tetrahydrofurfuryl-Alkohol.

Lösungen, einschließlich emulgierbare Konzentrate können durch einfaches Mischen der Bestandteile hergestellt werden. Stäube und Pulver können durch Mischen und gewöhnlich Mahlen, wie zum Beispiel in einer Hammermühle oder Strahlmühle hergestellt werden. Suspensionen werden gewöhnlich durch Nassmahlen hergestellt; siehe zum Beispiel U.S. 3,060,084. Granulat und Pellets können durch Sprühen des Wirkstoffs auf die vorgeformten granulären Träger oder anhand von Agglomerationsverfahren hergestellt werden. Siehe Browning, „Agglomeration", Chemical Engineering, 4.

Dezember, 1967, S. 147–48, Perry's Chemical Engineer's Handbook, 4. Auflage, McGraw-Hill, New York, 1963, Seiten 8–57 und folgende, und PCT-Veröffentlichung WO 91/13546. Pellets können, wie in U.S.4,172,714 beschrieben hergestellt werden. In Wasser dispergierbares und wasserlösliches Granulat kann, wie in U.S. 4,144,050, U.S. 3,920,442 und DE 3,246,493 gelehrt, hergestellt werden. Tabletten können wie in U.S. 5,180,587, U.S. 5,232,701 und U.S. 5,208,030 gelehrt, hergestellt werden. Filme können, wie in GB 2,095,558 und U.S. 3,299,566 gelehrt, hergestellt werden.

Weitere Informationen in Bezug auf den Stand der Technik der Formulierung, siehe T. S. Woods, „The Formulator's Toolbox – Product Forms for Modern Agriculture" in Pesticide Chemistry and Bioscience, The Food-Environment Challenge, T. Brooks und T. R. Roberts, Hrsg., Proceedings of the 9th International Congress on Pesticide Chemistry, The Royal Society of Chemistry, Cambridge, 1999, S. 120–133. Siehe auch U.S. 3,235,361, Spalte 6, Zeile 16 bis Spalte 7, Zeile 19 und Beispiele 10–41; U.S. 3,309,192, Spalte 5, Zeile 43 bis Spalte 7, Zeile 62 und Beispiele 8, 12, 15, 39, 41, 52, 53, 58, 132, 138–140, 162–164, 166, 167 und 169–182; U.S. 2,891,855, Spalte 3, Zeile 66 bis Spalte 5, Zeile 17 und Beispiele 1–4; Klingman, Weed Control as a Science, John Wiley and Sons, Inc., New York, 1961, S. 81–96; und Hance et al., Weed Control Handbook, 8. Auflage, Blackwell Scientific Publications, Oxford, 1989.

In den folgenden Beispielen sind alle Prozentangaben in Gew.-% und alle Formulierungen werden auf übliche Weisen hergestellt. Die Verbindungszahlen verweisen auf Verbindungen in der Index-Tabelle A. Beispiel A Anfeuchtbares Pulver Verbindung 1 65,0% Dodecylphenol-Polyethylenglykolether 2,0% Natriumligninsulfonat 4,0% Natriumsilicoaluminat 6,0% Montmorillonit (kalziniert) 23,0%
Beispiel B Granulat Verbindung 1 10,0% Attapulgit-Granulat (wenig flüchtige Stoffe, (0,71/0,30 mm; U.S.S. Nr. 25–50 Siebe) 90,0%
Beispiel C Extrudierte Pellets Verbindung 1 25,0% wasserfreies Natriumsulfat 10,0% rohes Calciumligninsulfonat 5,0% Natriumalkylnaphthalensulfonat 1,0% Calcium-/Magnesiumbentonit 59,0%
Beispiel D Emulgierbare Konzentrate Verbindung 1 20,0% Mischung aus öllöslichen Sulfonaten und Polyoxyethylenethern 10,0% Isophoron 70,0%
Beispiel E Granulat Verbindung 1 0,5% Cellulose 2,5% Lactose 4,0% Maismehl 93,0%

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind gekennzeichnet durch vorteilhafte metabolische und/oder Bodenrückstandsmuster und weisen Aktivität zur Kontrolle eines Spektrums landwirtschaftlicher und nicht landwirtschaftlicher wirbelloser Schädlinge auf. (Im Kontext dieser Offenbarung versteht man unter „Kontrolle wirbelloser Schädlinge", die Inhibition der Entwicklung wirbelloser Schädlinge (einschließlich Mortalität), die zu einer signifikanten Reduktion des Fraßes oder einer anderen Verletzung oder von dem Schädling verursachten Schaden führt; verwandte Expressionen sind analog definiert.) Wie in dieser Offenbarung darauf verwiesen wird, schließt der Begriff „wirbellose Schädlinge" Arthropoden, Gastropoden und Nematoden als Schädlinge von wirtschaftlicher Bedeutung ein. Der Begriff „Arthropode" schließt Insekten, Milben, Spinnen, Skorpione, Hundertfüßler, Tausendfüßler, Asseln und Symphyla ein. Der Begriff „Gastropode" schließt Schnecken, Nacktschnecken und andere Stylommatophora ein. Der Begriff „Nematode" schließt alle Helminthen, wie zum Beispiel: Rundwürmer, Herzwürmer und phytophage Nematoden (Nematoda), Plattwürmer (Trematoda), Acanthocephala und Bandwürmer (Cestoda) ein. Der Fachmann wird erkennen, dass nicht alle Verbindungen gegen alle Schädlinge gleich wirksam sind. Diese erfindungsgemäßen Verbindungen weisen Aktivität gegen wirtschaftlich wichtige Schädlinge für Landwirtschaft, Waldbestand, Gewächshaus, Gärtnerei, Zierpflanzen, Nahrungsmittel and Fasern, öffentliche Gesundheit und Tiergesundheit, Haushalts- und Gewerbestruktur, Haushalt und gelagerte Produkte auf. Hierzu zählen: Larven der Ordnung Lepidoptera, wie zum Beispiel Armyworms, Erdraupen, Spannerraupen, und Heliothine in der Familie der Noctuidae (z.B. Fall Armyworm (Spodoptera fugiperda J. E. Smith), die Zuckerrübeneule (Spodoptera exigua Hübner), die schwarze Ypsiloneule (Agrotis ipsilon Hufnagel), Kohlspannerraupen (Trichoplusia ni Hübner), Tabakrüssler (Heliothis virescens Fabricius)); Sackmotten, Zünsler, Fichtenzapfenzünsler, Kohlzünsler und Skelettierer aus der Familie Pyralidae (z.B. der europäische Maiszünsler (Ostrinia nubilalis Hübner), die Orangenmotte (Amyelois transitella Walker), Maisbohrer (Crambus caliginosellus Clemens), die tropische Grasraupe (Herpetogramma licarsisalis Walker)); Blattwickler, Knospenraupen, Samenraupen, und Fruchtraupen in der Familie Tortricidae (z.B. Apfelwickler (Cydia pomonella Linnaeus), Traubenwickler (Endopiza viteana Clemens), Pfirsichwickler (Crapholita molesta Busck)); und viele andere wirtschaftlich wichtigen Lepidoptera (z.B. die Kohlmotte (Plutella xylostella Linnaeus), den Baumwollkapselwurm (Pectinophora gossypiella Saunders), Schwammspinner (Lymantria dispar Linnaeus)); Nymphen und Adulte der Ordnung Blattodea einschließlich Schaben aus den Familien Blattellidae und Blattidae (z.B. Orientalische Schaben (Blatta orientalis Linnaeus), Asiatische Schaben (Blatella asahinai Mizukubo), Deutsche Schaben (Blattella germanica Linnaeus), Braunbandschaben (Supella longipalpa Fabricius), Amerikanische Schaben (Periplaneta americana Linnaeus), Braune Großschaben (Periplaneta brunnea Burmeister), Madeiraschaben (Leucophaea maderae Fabricius)); blattfressende Larven und Adulte der Ordnung Coleoptera, einschließlich Rüsselkäfer aus den Familien Anthribidae, Bruchidae und Curculionidae (z.B. Baumwollkapselkäfer (Anthonomus grandis Boheman), Reiswasserkäfer (Lissorhoptrus oryzophilus Kuschel), Kornkäfer (Sitophilus granarius Linnaeus), Reiskäfer (Sitophilus oryzae Linnaeus)); Erdflöhe, Wurzelbohrer, Blattkäfer, Kartoffelkäfer und Minierfliegen in der Familie Chrysomelidae (z.B. Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata Say), Westlicher Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera LeConte)); Chafers und andere Käfer aus der Familie Scaribaeidae (z.B. japanischer Käfer (Popillia japonica Newman) und Gemeiner Ohrwurm (Rhizotrogus majalis Razoumowsky)); Teppichkäfer aus der Familie Dermestidae; Drahtwürmer aus der Familie Elateridae; Borkenkäfer aus der Familie Scolytidae und Mehlkäfer aus der Familie Tenebrionidae. Zusätzlich eingeschlossen sind: Adulte und Larven der Ordnung Dermaptera, einschließlich Ohrwürmer aus der Familie Forficulidae (z.B. Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia Linnaeus), der Schwarze Ohrwurm (Chelisoches morio Fabricius)); Adulte und Nymphen der Ordnungen Hemiptera und Homoptera, wie zum Beispiel Blumenwanzen aus der Familie Miridae, Zikaden aus der Familie Cicadidae, Blatthüpfer (z.B. Empoasca spp.) aus der Familie Cicadellidae, Zwergzikaden aus den Familien Fulgoroidae und Delphacidae, Buckelzikaden aus der Familie Membracidae, Psylliden aus der Familie Psyllidae, Weißlinge aus der Familie Aleyrodidae, Aphiden aus der Familie Aphididae, Phylloxera aus der Familie Phylloxeridae, Wollläuse aus der Familie Pseudococcidae, Napfschildläuse aus der Familie Coccidae, Diaspididae und Margarodidae, Gitterwanzen aus der Familie Tingidae, Stinkwanzen aus der Familie Pentatomidae, Chinch Bugs (z.B. Blissus spp.) und andere Bodenwanzen aus der Familie Lygaeidae, Schaumzikaden aus der Familie Cercopidae, Randwanzen aus der Familie Coreidae und Feuerwanzen and Baumwollfärber aus der Familie Pyrrhocoridae. Auch eingeschlossen sind Adulte und Larven der Ordnung Acari (Milben), wie zum Beispiel Spinnmilben und Rote Milben in der Familie Tetranychidae (z.B. Europäische rote Spinnmilben (Panonychus ulmi Koch), die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae Koch), McDaniel-Milbe (Tetranychus mcdanieli McGregor)), „unechte" Spinnmilben in der Famile Tenuipalpidae z.B. Zitrus-Spinnmilben (Brevipalpus lewisi McGregor)), Rost- und Gallmilben in der Familie Eriophyidae und andere blattfressenden Milben und Milben, die hinsichtlich der Gesundheit von Mensch und Tier wichtig sind, d.h. Staubmilben in der Familie Epidermoptidae, Blattmilben in der Familie Demodicidae, Kornmilben in der Familie Glycyphagidae, Zecken der Ordnung Ixodidae (z.B. die Reh-Zecke (Ixodes scapularis Say), Australische Paralyse-Zecke (Ixodes holocyclus Neumann), Amerikanische Hundezecke (Dermacentor variabilis Say), Lone-Star-Tick (Amblyomma americanum Linnaeus) und Krätzmilben in den Familien Psoroptidae, Pyemotidae, und Sarcoptidae; Adulte und Immature der Ordnung Orthoptera, einschließlich Grashüpfer, Heuschrecken und Grillen (z.B. migrierende Grashüpfer (z.B. Melanoplus sanguinipes Fabricius, M. differentialis Thomas), des Amerikanischen Grashüpfers (z.B. Schistocerca americana Drury), Wüstenheuschrecke (Schistocerca gregaria Forskal), migrierender Heuschrecken (Locusta migratoria Linnaeus), Hausgrillen (Acheta domesticus Linnaeus), Maulwurfsgrillen (Gryllotalpa spp.)); Adulte und Immature oder Ordnung Diptera, einschließlich Blattbohrer, Mücken, Fruchtfliegen (Tephritidae), Fritfliegen (z.B. Oscinella frit Linnaeus), Bodenmaden, Hausfliegen (z.B. Musca domestica Linnaeus), Kleiner Stubenfliegen (z.B. Fannia canicularis Linnaeus, F. femoralis Stein), Gemeiner Wadenwickler (z.B. Stomoxys calcitrans Linnaeus), Gesichtsfliegen, Hornfliegen, Schmeißfliegen (z.B. Chzysomya spp., Phormia spp.) und anderer neuer „muscoid" Fliegenschädlinge, Pferdefliegen (z.B. Tabanus spp.), Dasselfliegen (z.B. Gastrophilus spp., Oestrus spp.), Rinderläusen (z.B. Hypoderma spp.), Hirschfliegen (z.B. Chrysops spp.), Schaflausfliegen (z.B. Melophagus ovinus Linnaeus) und anderer Brachycera, Stechmücken (z.B. Aedes spp., Anopheles spp., Culex spp.), Schwarzer Blattläuse (z.B. Prosimulium spp., Simulium spp.), beißender Mücken, Sandfliegen, Sciariden und anderer Nematocera; Adulte und Immature der Ordnung Thysanoptera, einschließlich Zwiebelthrips (Thrips tabaci Lindeman) und anderer blattfressender Thripse; Insektenschädlinge der Ordnung Hymenoptera, einschließlich Ameisen (z.B. der Roten Carpenter-Ameise (Camponotus ferrugineus Fabricius), der Nordamerikanischen Carpenter-Ameise (Camponotus pennsylvanicus De Geer), Pharao-Ameise (Monomorium pharaonis Linnaeus), der kleinen Feuerameise (Wasmannia auropunctata Roger), der Feuerameise (Solenopsis geminata Fabricius), der roten importierten Feuerameise (Solenopsis invicta Buren), der Argentinischen Ameise (Iridomyrmex humilis Mayr), der „verrückten" Ameise (Paratrechina longicornis Latreille), Rasenameise (Tetramorium caespitum Linnaeus), Wegameisen (Lasius alienus Förster), Hausdrüsenameisen (Tapinoma sessile Say)), Bienen (einschließlich Carpenter-Bienen), Hornissen, Gelbwespen und Wespen; Insektenschädlinge der Ordnung Isoptera, einschließlich der östlichen unterirdischen Termiten (Reticulitermes flavipes Kollar), der westlichen unterirdischen Termiten (Reticulitermes hesperus Banks), der Formosa-Termiten (Coptotermes formosanus Shiraki), der Westindischen Trockenholztermiten (Incisitermes immigrans Snyder) und anderer Termiten von wirtschaftlicher Bedeutung; Insektenschädlinge der Ordnung Thysanura, wie zum Beispiel Silberfisch (Lepisma saccharina Linnaeus) und Ofenfischchen (Thermobia domestica Packard); Insektenschädlinge der Ordnung Mallophaga und einschließlich der Kopflaus (Pediculus humanus capitis De Geer), Körperlaus (Pediculus humanus humanus Linnaeus), Federlingen (Menacanthus stramineus Nitzsch), Hundehaarlingen (Trichodectes canis De Geer), Federlingen (Goniocotes gallinae De Geer), Schafhaarlingen (Bovicola ovis Schrank), der kurznasigen Rinderlaus (Haematopinus eurysternus Nitzsch), langnasigen Rinderlaus (Linognathus vituli Linnaeus) und anderer saugenden und beißend-kauenden parasitischen Läuse, die Mensch und Tier angreifen; Insektenschädlinge der Ordnung Siphonoptera, einschließlich des orientalischen Rattenflohs (Xenopsylla cheopis Rothschild), Katzenflohs (Ctenocephalides felis Bouche), Hundeflohs (Ctenocephalides canis Curtis), Hühnerflohs (Ceratophyllus gallinae Schrank), des klebrigen Geflügelflohs (Echidnophaga gallinacea Westwood), humanen Flohs (Pulex irritans Linnaeus) und anderer Flöhe, die Säuger und Vögel heimsuchen. Zusätzlich abgedeckte Arthropoden-Schädlinge schließen die folgenden ein: Spinnen in der Ordnung Araneae, wie zum Beispiel die braune Einsiedlerspinne (Loxosceles reclusa Gertsch und Mulaik) und die Schwarze Witwe (Latrodectus mactans Fabricius) und Hundertfüßler in der Ordnung Scutigeromorpha, wie zum Beispiel den Haushundertfüßler (Scutigera coleoptrata Linnaeus). Die Aktivität deckt auch Mitglieder der Klassen Nematoda, Cestoda, Trematoda und Acanthocephala, einschließlich wirtschaftlich wichtiger Mitglieder der Ordnungen Strongylida, Ascaridida, Oxyurida, Rhabditida, Spirurida und Enoplida, wie zum Beispiel, aber nicht begrenzt auf wirtschaftlich wichtige Schädlinge für die Landwirtschaft (d.h. Wurzelgallen in der Gattung Meloidogyne, Wurzelläsions-Nematoden in der Gattung Pratylenchus, Wurzel-Nematoden (Trichodorus christiei) in der Gattung Trichodorus, usw.) und Schädlinge bezüglich der tierischen und menschlichen Gesundheit (d.h. aller wirtschaftlich wichtigen Plattwürmer, Bandwürmer und Rundwürmer, wie zum Beispiel Strongylus vulgaris in Pferden, Toxocara canis in Hunden, Haemonchus contortus in Schafen, Dirofilaria immitis Leidy in Hunden, Anoplocephala perfoliata in Pferden, Fasciola hepatica Linnaeus in Wiederkäuern usw.) ab.

Erfindungsgemäße Verbindungen zeigen eine besonders hohe Aktivität gegen Schädlinge in der Ordnung Lepidoptera (z.B. Alabama argillacea Hübner (Amerikanische Baumwollblattraupe), Archips argyrospila Walker (Obstbaumwickler), A. rosana Linnaeus (Heckenwickler) und andere Archips-Species, Chilo suppressalis Walker (Reisstengelbohrer), Cnaphalocrosis medinalis Guenee (Reisblattwickler), Crambus caliginosellus Clemens (Maiswurzelzünsler), Crambus teterrellus Zincken (Blaugraszünsler), Cydia pomonella Linnaeus (Apfelwickler), Earias insulana Boisduval (warziger Kapselwurm), Earias vittella Fabricius (gefleckter Kapselwurm), Helicoverpa armigera Hübner (Baumwollkapselwurm), Helicoverpa zea Boddie (Maiskolbenbohrer), Heliothis virescens Fabricius (Amerikanische Tabakeule), Herpetogramma licarsisalis Walker (Sod Webworm), Lobesia botrana Denis und Schiffermüller (Traubenwickler), Pectinophora gossypiella Saunders (Rosaroter Baumwollkaspelwurm), Phyllocnistis citrella Stainton (Zitrusminiermotte), Pieris brassicae Linnaeus (Großer Kohlweißling), Pieris rapae Linnaeus (Kleiner Kohlweißling), Plutella xylostella Linnaeus (Kohlmotte), Spodoptera exigua Hübner (Zuckerrübenmotte), Spodoptera litura Fabricius (Tabakwurm, Asiatischer Baumwollwurm), Spodoptera frugiperda J. E. Smith (Asiatischer Baumwollwurm), Trichoplusia ni Hübner (Kohlspannerraupen) und Tuta absoluta Meyrick (Tomatenminiermotte)). Erfindungsgemäße Verbindungen weisen auch eine signifikante Aktivität auf Mitglieder aus der Ordnung Homoptera auf, einschließlich: Acyrthisiphon pisum Harris (Erbsenblattlaus), Aphis craccivora Koch (Cowpea-Blattlaus), Aphis fabae Scopoli (Schwarze Bohnen-Blattlaus), Aphis gossypii Glover (Baumwollblattlaus, Melonenblattlaus), Aphis pomi De Geer (Apfelblattlaus), Aphis spiraecola Patch (Zitronenlaus), Aulacorthum solani Kaltenbach (Fingerhutblattlaus), Chaetosiphon fragaefolii Cockerell (Erdbeerblattlaus), Diuraphis noxia Kurdjumov/Mordvilko (Russische Weizenlaus), Dysaphis plantaginea Paaserini (mehlige Apfellaus), Eriosoma lanigerum Hausmann (Apfelblutlaus), Hyalopterus pruni Geoffroy (mehlige Pflaumenblattlaus), Lipaphis erysimi Kaltenbach (Rübenblattlaus), Metopolophium dirrhodum Walker (Getreideblattlaus), Macrosipum eriphorbiae Thomas (Kartoffelblattlaus), Myzus persicae Sulzer (Pfirsich-/Kartoffelblattlaus, Grüne Pfirsichblattlaus), Nasonovia ribisnigri Mosley (Salatblattlaus), Pemphigus spp. (Wurzelblattläuse und Gallenblattläuse), Rhopalosiphum maidis Fitch (Maisblattlaus), Rhopalosiphum padi Linnaeus (Haferblattlaus), Schizaphis graminum Rondani (Grünwanze), Sitobion avenae Fabricius (Große Getreideblattlaus), Therioaphis maculata Buckton (gefleckte Alfalfa-Blattlaus), Toxoptera aurantii Boyer de Fonscolombe (Schwarze Zitruslaus), and Toxoptera citricida Kirkaldy (braune Zitruslaus); Adelges spp. (Fichtengallenläuse an Triebenden); Phylloxera devastatrix Pergande (Pekan-Phylloxera); Bemisia tabaci Gennadius (Tabakmottenschildlaus, Batate-Weißfliege), Bemisia argentifolii Bellows & Perring (Weiße Fliegen), Dialeurodes citri Ashmead (Weiße Zitrusfliege) und Trialeurodes vaporariorum Westwood (weiße Gewächshausfliege); Empoasca fabae Harris (Kartoffelzikade), Laodelphax striatellus Fallen (kleinere braune Zwergzirkade), Macrolestes guadrilineatus Forbes (Aster-Zwergzikade), Nephotettix cinticeps Uhler (Grüne Zikade), Nephotettix nigropictus Stål (Reiszikade), Nilaparvala lugens Stål (braune Zikade), Peregrinus maidis Ashmead (Maiszikade), Sogatella furcifera Horvath (Weißrückenzikade), Sogatodes orizicola Muir (Reiszikade), Typhlocyba pomaria McAtee (weiße Apfelwanze), Erythroneoura spp. (Traubenzikaden); Magicidada septendecim Linnaeus (periodisches Auftreten von Zikaden); Icerya purchasi Maskell (Weiße Wollschildlaus), Quadraspidiotus perniciosus Comstock (San José-Schildlaus); Planococcus citri Risso (Zitruswolllaus); Pseudococcus spp. (anderer Wolllaus-Komplex); Cacopsylla pyricola Foerster (Birnblattsauger), Trioza diospyri Ashmead (Persimmon-Blattsauger). Diese Verbindungen weisen auch Aktivität an Mitgliedern aus der Ordnung Hemiptera, einschließlich der folgenden auf: Acrosternum hilare Say (der grünen Baumwanze), Anasa tristis De Geer (Randwanze), Blissus leucopterus leucopterus Say (Langwanze), Corythuca gossypii Fabricius (Baumwollgitterwanze), Cyrtopeltis modesta Distant (Tomatenblattwanze), Dysdercus suturellus Herrich-Schäffer (Baumwollfärber), Euchistus servus Say (der braunen Stinkwanze), Euchistus variolarius Palisot de Beauvois (Einfleckwanze), Graptosthetus spp. (Komplex aus Samenwanzen), Leptoglossus corculus Say (Lederwanze), Lygus lineolaris Palisot de Beauvois (Pflanzen-Blindwanze), Nezara viridula Linnaeus (der Grünen Reiswanze), Oebalus pugnax Fabricius (des Nordamerikanischen Herbstspanners), Oncopeltus fasciatus Dallas (der großen Milchkrautwanze), Pseudatomoscelis seriatus Reuter (Cotton Fleahopper). Andere Insektenordnungen, die von erfindungsgemäßen Verbindungen kontrolliert werden, schließen Thysanoptera (z.B. Frankliniella occidentalis Pergande (den Kalifornischen Blütenthrips), Scirthothrips citri Moulton (Zitrusthrips), Sericothrips variabilis Beach (Sojabohnenthrips), und Thrips tabaci Lindeman (Zwiebelthrips); und die Ordnung Coleoptera (z.B. Leptinotarsa decemlineata Say (Kartoffelkäfer), Epilachna varivestis Mulsant (Mexikanischer Bohnenkäfer) und Drahtwürmer der Gattung Agriotes, Athous oder Limonius) ein.

Erfindungsgemäß können Verbindungen der Formel I, ihre N-Oxide oder Salze davon und/oder Verbindungen der Formel II, ihre N-Oxide oder Salze davon, mit einer oder mehreren anderen biologisch aktiven Verbindungen) oder Mitteln, z.B. einer Verbindung, die sich von einer Verbindung der Formel I und/oder der Formel II und ihren N-Oxiden und Salzen, gegebenenfalls unterscheidet, einschließlich Insektiziden, Fungiziden, Nematoziden, Bakteriziden, Akariziden, Wachstumsregulatoren, wie zum Beispiel Wurzelstimulanzien, Chemosterilanzien, Semiochemikalien, Repellents, Attraktants, Pheromonen, Fraßstimulanzien, anderer biologisch aktiver Verbindungen oder entomopathogener Bakterien, Viren oder Pilzen zur Bildung eines Multikomponenten-Pestizids, die ein noch breiteres Spektrum für die landwirtschaftliche Nutzung bereitstellen. Erfindungsgemäße Zusammensetzungen, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel I und/oder eine Verbindung der Formel II, können folglich auch mindestens eine andere biologisch aktive Verbindung oder ein anderes biologisch aktives Mittel enthalten, die/das aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem anderen Insektizid, einem Fungizid, einem Nematozid, einem Bakterizid, einem Akarizid, einem Wachstumsregulator, einem Wurzelstimulans, einem Chemosterilans, einer Semiochemikalie, einem Repellent, einem Attraktant, einem Pheromon, einem Fraßstimulans und einem entomopathogenen Bakterium, Virus oder Pilz. Solche Zusammensetzungen können weiter mindestens eine zusätzliche Komponente umfassen, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel und einem flüssigen Verdünnungsmittel.

Beispiele anderer biologisch aktiver Verbindungen oder Mittel, die erfindungsgemäß nützlich sind, schließen die folgenden ein: Insektizide, wie zum Beispiel Abamectin, Acephate, Acetamiprid, Avermectin, Azadirachtin, Azinphos-Methyl, Bifenthrin, Binfenazat, Buprofezin, Carbofuran, Chlorfenapyr, Chlorfluazuron, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos-Methyl, Chromafenozid, Clothianidin, Cyfluthrin, &bgr;-Cyfluthrin, Cyhalothrin, &lgr;-Cyhalothrin, Cypermethrin, Cyromazin, Deltamethrin, Diafenthiuron, Diazinon, Diflubenzuron, Dimethoat, Diofenolan, Emamectin, Endosulfan, Esfenvalerat, Ethiprol, Fenothicarb, Fenoxycarb, Fenpropathrin, Fenproximat, Fenvalerat, Fipronil, Flonicamid, Flucythrinat, &tgr;-Fluvalinat, Flufenoxuron, Fonophos, Halofenozid, Hexaflumuron, Imidacloprid, Indoxacarb, Isofenphos, Lufenuron, Malathion, Metaldehyd, Methamidophos, Methidathion, Methomyl, Methopren, Methoxychlor, Monocrotophos, Methoxyfenozid, Nithiazin, Novaluron, Oxamyl, Parathion, Parathion-Methyl, Permethrin, Phorat, Phosalon, Phosmet, Phosphamidon, Pirimicarb, Profenofos, Pymetrozin, Pyridalyl, Pyriproxyfen, Rotenon, Spinosad, Sulprofos, Tebufenozid, Teflubenzuron, Tefluthrin, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiacloprid, Thiamethoxam, Thiodicarb, Thiosultap-Natrium, Tralomethrin, Trichlorfon und Triflumuron; Fungizide wie zum Beispiel Acibenzolar, Azoxystrobin, Benomyl, Blasticidin-S, Bordeaux-Gemisch (tribasisches Kupfersulfat), Bromuconazol, Carpropamid, Captafol, Captan, Carbendazim, Chloroneb, Chlorothalonil, Kupferoxychlorid, Kupfersalze, Cyflufenamid, Cymoxanil, Cyproconazol, Cyprodinil, (S)-3,5-Dichloro-N-(3-chloro-1-ethyl-1-methyl-2-oxopropyl)-4-methylbenzamid (RH 7281), Diclocymet (S-2900), Diclomezin, Dicloran, Difenoconazol, (S)-3,5-Dihydro-5-methyl-2-(methylthio)-5-phenyl-3-(phenyl-amino)-4H-imidazol-4-on (RP 407213), Dimethomorph, Dimoxystrobin, Diniconazol, Diniconazol-M, Dodin, Edifenphos, Epoxiconazol, Famoxadon, Fenamidon, Fenarimol, Fenbuconazol, Fencaramid (SZX0722), Fenpiclonil, Fenpropidin, Fenpropimorph, Fentinacetat, Fentinhydroxid, Fluazinam, Fludioxonil, Flumetover (RPA 403397), Fluquinconazol, Flusilazol, Flutolanil, Flutriafol, Folpet, Fosetyl-Aluminum, Furalaxyl, Furametapyr (S-82658), Hexaconazol, Ipconazol, Iprobenfos, Iprodion, Isoprothiolan, Kasugamycin, Kresoxim-methyl, Mancozeb, Maneb, Mefenoxam, Mepronil, Metalaxyl, Metconazol, Metominostrobin/Fenominostrobin (SSF-126), Myclobutanil, Neoasozin (Eisen(III)-methanarsonat), Oxadixyl, Penconazol, Pencycuron, Probenazol, Prochloraz, Propamocarb, Propiconazol, Pyrifenox, Pyraclostrobin, Pyrimethanil, Pyroquilon, Chinoxyfen, Spiroxamin, Schwefel, Tebuconazol, Tetraconazol, Thiabendazol, Thifluzamid, Thiophanatmethyl, Thiram, Tiadinil, Triadimefon, Triadimenol, Tricyclazol, Trifloxystrobin, Triticonazol, Validamycin und Vinclozolin; Nematozide, wie zum Beispiel Aldicarb, Oxamyl, Fenamiphos; Bakterizide, wie zum Beispiel Streptomycin; Akarizide, wie zum Beispiel Amitraz, Chinomethionat, Chlorobenzilat, Cyhexatin, Dicofol, Dienochlor, Etoxazol, Fenazaquin, Fenbutatinoxid, Fenpropathrin, Fenpyroximat, Hexythiazox, Propargit, Pyridaben, Tebufenpyrad, und biologische Mittel, wie zum Beispiel Bacillus thuringiensis, einschließlich ssp. aizawai und kurstaki, &dgr;-Endotoxin von Bacillus thuringiensis, Baculovirus und entomopathogene Bakterien, Viren und Pilze.

Eine allgemeine Referenz bezüglich dieser landwirtschaftlichen Protektanten ist in The Pesticide Manual, 12. Auflage, C. D. S. Tomlin, Hrsg., British Crop Protection Council, Farnham, Surrey, U.K., 2000, zu finden.

Beachtenswert sind Zusammensetzungen, die mindestens eine Verbindung umfassen, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon und einer Verbindung der Formel II, einem N-Oxid oder einem Salz davon; und mindestens einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel, die/das aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Abamectin, Acephat, Acetamiprid, Avermectin, Azadirachtin, Azinphos-Methyl, Bifenthrin, Binfenazat, Buprofezin, Carbofuran, Chlorfenapyr, Chlorfluazuron, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos-Methyl, Chromafenozid, Clothianidin, Cyfluthrin, &bgr;-Cyfluthrin, Cyhalothrin, &lgr;-Cyhalothrin, Cypermethrin, Cyromazin, Deltamethrin, Diafenthiuron, Diazinon, Diflubenzuron, Dimethoat, Diofenolan, Emamectin, Endosulfan, Esfenvalerat, Ethiprol, Fenothicarb, Fenoxycarb, Fenpropathrin, Fenproximat, Fenvalerat, Fipronil, Flonicamid, Flucythrinat, &tgr;-Fluvalinat, Flufenoxuron, Fonophos, Halofenozid, Hexaflumuron, Imidacloprid, Indoxacarb, Isofenphos, Lufenuron, Malathion, Metaldehyd, Methamidophos, Methidathion, Methomyl, Methopren, Methoxychlor, Monocrotophos, Methoxyfenozid, Nithiazin, Novaluron, Oxamyl, Parathion, Parathion-Methyl, Permethrin, Phorat, Phosalon, Phosmet, Phosphamidon, Pirimicarb, Profenofos, Pymetrozin, Pyridalyl, Pyriproxyfen, Rotenon, Spinosad, Sulprofos, Tebufenozid, Teflubenzuron, Tefluthrin, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiacloprid, Thiamethoxam, Thiodicarb, Thiosultap-Natrium, Tralomethrin, Trichlorfon und Triflumuron, Aldicarb, Oxamyl, Fenamiphos, Amitraz, Chinomethionat, Chlorobenzilat, Cyhexatin, Dicofol, Dienochlor, Etoxazol, Fenazaquin, Fenbutatinoxid, Fenpropathrin, Fenpyroximat, Hexythiazox, Propargit, Pyridaben, Tebufenpyrad, Bacillus thuringiensis, &dgr;-Endotoxin von Bacillus thuringiensis, Baculovirus und entomopathogenen Bakterien, Viren und Pilzen.

Bevorzugte Zusammensetzungen schließen Zusammensetzungen ein, die mindestens eine Verbindung umfassen, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon und einer Verbindung der Formel II, einem N-Oxid oder einem Salz davon; und mindestens einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel, das/die aus der Gruppe ausgewählt ist/sind, bestehend aus einem Pyrethroid (z.B. Cypermethrin, Cyhalothrin, Cyfluthrin, &bgr;-Cyfluthrin, Esfenvalerat, Fenvalerat und Tralomethrin); einem Carbamat (z.B. Fenothicarb, Methomyl, Oxamyl und Thiodicarb); einem Neonicotinoid (z.B. Clothianidin, Imidacloprid und Thiacloprid); einem neuronalen Natriumkanalblocker (z.B. Indoxacarb); einem insektiziden makrocyclischen Lacton (z.B. Spinosad, Abamectin, Avermectin und Emamectin); einem &ggr;-Aminobuttersäure-Antagonist (GABA-Antagonist) (z.B. Endosulfan, Ethiprol und Fipronil); einem insektiziden Harnstoff (z.B. Flufenoxuron und Triflumuron); einem juvenilen Hormon-Mimetikum (z.B. Diofenolan und Pyriproxyfen); Pymetrozin; und Amitraz. Andere bevorzugte biologisch aktive Mittel, die in diesen erfindungsgemäßen Zusammensetzungen nützlich sind, schließen Bacillus thuringiensis und &dgr;-Endotoxin von Bacillus thuringiensis ebenso wie natürlich vorkommende und genetisch modifizierte virale Insektizide, einschließlich Mitglieder der Familie Baculoviridae ebenso wie entomophager Pilze ein.

Beachtenswert sind bevorzugte Zusammensetzungen, die mindestens eine Verbindung umfassen, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon, und einer Verbindung der Formel II, einem N-Oxid oder einem Salz davon; und mindestens einer biologisch aktiven Verbindung oder einem biologisch aktiven Mittel, die/das aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Cypermethrin, Cyhalothrin, Cyfluthrin, &bgr;-Cyfluthrin, Esfenvalerat, Fenvalerat, Tralomethrin, Fenothicarb, Methomyl, Oxamyl, Thiodicarb, Clothianidin, Imidacloprid, Thiacloprid, Indoxacarb, Spinosad, Abamectin, Avermectin, Emamectin, Endosulfan, Ethiprol, Fipronil, Flufenoxuron, Triflumuron, Diofenolan, Pyriproxyfen, Pymetrozin, Amitraz, Bacillus thuringiensis, &dgr;-Endotoxin von Bacillus thuringiensis und entomophagen Pilzen.

Die am bevorzugtesten Gemische, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und Verfahren nützlich sind, schließen ein Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Cyhalothrin; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Cyfluthrin; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit &bgr;-Cyfluthrin; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Esfenvalerat; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Methomyl; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Imidacloprid; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Thiacloprid; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Indoxacarb; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Abamectin; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Endosulfan; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Ethiprol; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Fipronil; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Flufenoxuron; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Pyriproxyfen; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Pymetrozin; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Amitraz; einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit Bacillus thuringiensis und einem Gemisch aus einer erfindungsgemäßen Verbindung mit &dgr;-Endotoxin von Bacillus thuringiensis ein.

In bestimmten Fällen sind Kombinationen mit anderen Verbindungen oder Mitteln zur Kontrolle von wirbellosen Schädlingen mit einem ähnlichen Kontrollspektrum, aber einem unterschiedlichen Wirkmechanismus für das Resistenz-Management besonders vorteilhaft. Folglich können erfindungsgemäße Zusammensetzungen und Verfahren weiter eine biologisch wirksame Menge von mindestens einer anderen Verbindung oder einem anderen Mittel zur Kontrolle von wirbellosen Schädlingen mit einem ähnlichen Kontrollspektrum, aber einem unterschiedlichen Wirkmechanismus von der erfindungsgemäßen Verbindung umfassen oder kann eine solche genutzt werden. Das Kontaktieren einer genetisch modifizierten Pflanze zur Expression einer Pflanzenschutzverbindung (z.B. Protein) oder des Locus der Pflanze mit einer biologisch wirksamen Menge einer erfindungsgemäßen Verbindung kann auch ein breiteres Pflanzenschutzspektrum bereitstellen und kann für das Resistenz-Management vorteilhaft sein.

Mindestens ein wirbelloser Schädling wird kontrolliert, und es wird Schutz von Agro-, Gartenbau- und Spezialkulturpflanzen, Gesundheit von Tier und Mensch durch Applikation von einer oder mehr erfindungsgemäßer Verbindungen oder Zusammensetzungen durch Applikation in einer biologisch wirksamen Menge, auf die Umgebung des Schädlings, einschließlich des landwirtschaftlichen und/oder nicht landwirtschaftlichen Infestationslocus auf das zu schützende Areal oder direkt auf den zu kontrollierenden Schädling erreicht. Folglich betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Kontrolle von mindestens einem an Blättern oder im Boden lebenden Invertebraten und/oder Schutz von landwirtschaftlichen und/oder nicht landwirtschaftlichen Umgebungen, umfassend das Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge von einer oder mehr der erfindungsgemäßen Verbindungen, oder mit einer biologisch wirksamen Menge einer Zusammensetzung, umfassend mindestens eine solche Verbindung, oder mit einer Zusammensetzung, umfassend mindestens eine solche Verbindung und eine biologisch wirksame Menge von einer mindestens biologisch aktiven Verbindung oder einem biologisch aktiven Mittel. Beispiele geeigneter Zusammensetzungen, die mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung und mindestens eine andere biologisch aktive Verbindung oder ein biologisch aktives Mittel umfassen, schließen granuläre Zusammensetzungen ein, worin die andere biologisch aktive Verbindung auf dem gleichen Granulum wie die erfindungsgemäße Verbindung oder auf einem Granulum vorliegt, das von dem Granulum getrennt ist, wenn die erfindungsgemäße Verbindung vorliegt.

Ein bevorzugtes Verfahren des Kontakts erfolgt durch Sprühen. Als Alternative kann eine granuläre Zusammensetzung, umfassend eine erfindungsgemäße Verbindung auf die Pflanzenblätter oder den Boden appliziert werden. Erfindungsgemäße Verbindungen sind bei der Abgabe durch die Pflanzenaufnahme mittels Kontaktieren der Pflanze mit einer Zusammensetzung wirksam, umfassend eine erfindungsgemäße Verbindung, die in Form einer Bodentränkung mit einer flüssigen Formulierung einer granulären Formulierung auf den Boden, Kastenbehandlung in einer Gärtnerei oder das Eintauchen von Transplantaten appliziert werden. Andere Kontaktverfahren schließen die Applikation einer Verbindung oder einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung durch direkte und residuale Sprays, Sprühen aus der Luft, Samenüberzüge, Mikroeinkapselungen, systemische Aufnahmen, Köder, Ohrmarker, Boli, Verneblungsmittel, Begasungsmittel, Aerosole, Stäube und viele andere ein.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in Köder, die von dem Invertebraten gefressen werden oder in Vorrichtungen, wie zum Beispiel Fallen und dergleichen inkorporiert werden. Granulat oder Köder, die zwischen 0,01–5% Wirkstoff, 0,05–10% Feuchtigkeitsretentionsmittel und 40–99% Pflanzenmehl umfassen, sind bei der Kontrolle von Bodenschädlingen bei sehr niedrigen Applikationsraten, insbesondere bei Wirkstoffdosen wirksam, die bei Ingestion anstelle von direktem Kontakt letal sind.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in ihrem puren Zustand appliziert werden, am häufigsten wird es sich aber bei der Applikation um eine Formulierung handeln, umfassend eine oder mehr Verbindungen mit geeigneten Trägern, Verdünnungsmitteln und Tensiden und gegebenenfalls in Kombination mit einem Nahrungsmittel, abhängig von dem angestrebten Endgebrauch. Ein bevorzugtes Applikationsverfahren beinhaltet das Sprühen einer Wasserdispersion oder einer gereinigten Öllösung der Verbindungen. Kombinationen mit Sprühölen verbessern die Sprühölkonzentrationen, Benetzungsmittel-Kleber, Adjuvanzien, andere Lösungsmittel und Synergisten, wie zum Beispiel Piperonylbutoxid, häufig die Wirksamkeit der Verbindung.

Die für eine wirksame Kontrolle erforderliche Applikationsrate (d.h. die „biologisch wirksame Menge") hängt von solchen Faktoren, wie zum Beispiel der zu kontrollierenden Invertebraten-Spezies, dem Lebenszyklus des Schädlings, der Lebensphase, seiner Größe, dem Ort, der Jahreszeit, der Wirtspflanze oder dem Wirtstier, Fraßverhalten, dem Paarungsverhalten, der Umgebungsfeuchtigkeit, der Temperatur und dergleichen ab. Unter normalen Umständen reichen Applikationsraten von ca. 0,01 bis 2 kg Wirkstoff pro Hektar zur Schädlingskontrolle in agronomischen Ökosystemen aus, aber es können so wenig wie 0,0001 kg/Hektar ausreichend sein oder es können so viel wie 8 kg/Hektar erforderlich sein. Für nicht landwirtschaftliche Applikationen liegen die wirksamen Gebrauchsraten im Bereich von ca. 1,0 bis 50 mg/m2, es können aber so wenig wie 0,1 mg/m2 ausreichend sein oder es können so viel wie 150 mg/m2 erforderlich sein. Ein Fachmann kann ohne weiteres die biologisch wirksame Menge bestimmen, die für den gewünschten Grad der Kontrolle von wirbellosen Schädlingen erwünscht ist.

Die folgenden Tests an erfindungsgemäßen biologischen Beispielen weisen die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen bei der Kontrolle an spezifischen Schädlingen nach. Unter „Wirksamkeit bei der Kontrolle" versteht man die Inhibition der Arthropoden-Entwicklung (einchließlich der Mortalität), die zu einem signifikant reduzierten Fraß führt. Der durch die Verbindungen gebotene Schädlingskontrollschutz ist jedoch nicht auf diese Spezies beschränkt. Siehe Index-Tabellen A–E für die Beschreibungen der Verbindungen. Die folgenden Abkürzungen werden in den nachstehenden Index-Tabellen verwendet: t steht für tertiär, n steht für normal, i steht für iso, s steht für sekundär, Me steht für Methyl, Et steht für Ethyl, Pr steht für Propyl und Bu steht für Butyl; demgemäß steht i-Pr für Isopropyl, s-Bu steht für sekundäres Butyl usw. Ac steht für COCH3. Die Abkürzung „Beisp." steht für „Beispiel" und es folgt eine Zahl, die anzeigt, in welchem Beispiel die Verbindung hergestellt wird.

INDEX-TABELLE A
  • *Die NMR-Daten können in der Index-Tabelle D eingesehen werden.
INDEX-TABELLE B
INDEX-TABELLE C
INDEX-TABELLE D Verbindung Nr. 1H NMR Daten (CDCl3-Lösung, sofern nicht anderweitig angegeben)a 3 &dgr; 1,1 (6H), 2,3 (3H), 3,1 (2H), 3,9 (1H), 4,1 (2H), 7,3 (1H), 7,5 (3H), 7,7 (1H), 7,9 (1H), 8,7 (1H) 4 &dgr; 1,14 (d, 6H), 2,20 (s, 3H), 3,13 (t, 2H), 4,03 à 4,18 (m, 1H), 4,25 (t, 2H), 6,00 (d, 1H), 6,95 (s, 1H), 7,14 (t, 1H), 7,30 à 7,37 (m, 2H), 7,40 (d, 1H), 7,49 (d, 1H), 8,20 (d, 1H) 9 (DMSO-d6) &dgr;: 2,36 (s, 3H), 2,59 (d, 3H), 3,11 (t, 2H), 4,00 (t, 2H), 6,84 (d, 1H), 6,99 (t, 1H), 7,31 (d, 1H), 7,42 à 7,48 (m, 2H), 7,97 (d, 1H), 9,39 (s, 1H) 10 (DMSO-d6) &dgr;: 0,93 (t, 3H), 2,37 (s, 3H), 3,03 (q, 2H), 3,13 (t, 2H), 4,00 (t, 2H), 6,98 (t, 1H), 7,14 (d, 1H), 7,33 (d, 1H), 7,42 à 7,46 (m, 2H), 8,04 (d, 1H), 9,29 (s, 1H) 11 (DMSO-d6) &dgr;: 0,98 (d, 6H), 2,37 (s, 3H), 3,21 (t, 2H), 3,62 à 3,71 (m, 1H), 4,01 (t, 1H), 6,73 (d, 1H), 7,00 (t, 1H), 7,32 (d, 2H), 7,41 à 7,45 (m, 2H), 8,14 (d, 1H), 9,24 (s, 1H)
Die H-NMR-Daten sind in ppm von Tetramethylsilan nach tieferen Feldern verschoben angegeben. Die Kopplungen sind bezeichnet als: (s)-Singulett, (d)-Dublett, (t)-Triplett, (q)-Quartett, (m)-Multiplett, (dd)-Dublett von Dubletts, (dt)-Dublett von Tripletts, (br s)-breites Singulett, (bs q)-breites Quartett.

ERFINDUNGSGEMÄSSE BIOLOGISCHE BEISPIELE TEST A

Zur Bewertung der Kontrolle des Fall Armyworm (Spodoptera frugiperda) bestand die Testeinheit aus einem kleinen offenen Behälter mit einer 4–5 Tage alten Kornpflanze (Maispflanze) darinnen. Diese wurde mit 10–15 Larven (1 Tag alt) auf einem Stück Insektennahrung vorinfestiert durch Verwendung eines Core-Samplers zur Entfernung eines Stopfens aus einer Schicht gehärteter Insektennahrung mit vielen darauf wachsenden Larven und zur Transferierung der Stopfen mit Larven und Nahrung, an die Testeinheit transferiert. Die Larven bewegten sich auf die Testpflanze, als der Nahrungsstopfen austrocknete.

Die Testverbindungen wurden unter Verwendung einer Lösung formuliert, die 10% Aceton, 90% Wasser und 300 ppm X-77®-Spreader Lo-Foam Formel nicht ionisches Tensid, enthaltend, sofern nicht anderweitig angegeben, Alkylarylpolyoxyethylen, freie Fettsäuren, Glykole und Isopropanol (Loveland Industries, Inc. Greeley, Colorado, USA) enthalten. Die formulierten Verbindungen wurden durch eine SUJ2-Zerstäuberdüse mit 1/8 JJ kundenspezifischem Körper (Spraying Systems Co. Wheaton, Illinois, USA), der 1,27 cm (0,5 Inches) über das obere Ende von jeder Testeinheit positioniert wurde, in 1 ml Flüssigkeit appliziert. Alle experimentellen Verbindungen wurden bei diesem Screening bei 50 ppm versprüht, und dies wurde dreimal wiederholt. Nach dem Sprühen der formulierten Testverbindung, wurde jede Testeinheit 1 Stunde trocknen lassen und dann wurde eine schwarze Schutzkappe darauf platziert. Die Testeinheiten wurden 6 Tage in einer Wachstumskammer bei 25°C und 70% relativer Feuchte gehalten. Der Pflanzenfraßschaden wurde danach visuell beurteilt.

Von den getesteten Verbindungen wurden die folgenden ausgezeichneten Grade des Pflanzenschutzes (10% oder weniger Fraßschaden) wie folgt bereitgestellt: 1, 2, 4, 5, 21 und 33.

TEST B

Zur Bewertung der Kontrolle der Amerikanischen Tabakeule (Heliothis virescens) bestand die Testeinheit aus einem kleinen offenen Behälter mit einer 6–7 Tage alten Baumwollpflanze darinnen. Diese wurde mit 8 Larven (2 Tage alt) auf einem Stück Insektennahrung unter Verwendung eines Core-Samplers wie für Test A beschrieben, vorinfestiert.

Die Testverbindungen wurden formuliert und zu 50 ppm, wie für Test A beschrieben, formuliert. Die Applikationen wurden dreimal wiederholt. Nach dem Sprühen wurden die Testeinheiten in einer Wachstumskammer aufrechterhalten und dann wie für Test A beschrieben visuell bewertet.

Von den getesteten Verbindungen stellten die folgenden ausgezeichnete Grade des Pflanzenschutzes bereit (10% oder weniger Fraßschaden): 1 und 2.

TEST C

Zur Bewertung der Kontrolle der Kohlmotte (Plutella xylostella) bestand die Testeinheit aus einem kleinen offenen Behälter mit einer 12–14 Tage alten Radieschenpflanze darinnen. Diese wurde mit 10–15 neonaten Larven auf einem Stück Insektennahrung unter Verwendung eines Core-Samplers, wie für Test A beschrieben, vorinfestiert.

Die Testverbindungen wurden formuliert und bei 50 ppm wie für Test A beschrieben, besprüht. Die Applikationen wurden dreimal wiederholt. Nach dem Besprühen wurden die Testeinheiten in einer Wachstumskammer aufrechterhalten und dann wie für Test A beschrieben visuell bewertet.

Von den getesteten Verbindungen wurden die folgenden ausgezeichneten Grade des Pflanzenschutzes bereitgestellt (10% oder weniger Fraßschaden): 1, 2, 4, 5, 21, 25 und 33.

TEST D

Zur Bewertung der Kontrolle des Zuckerrübeneule (Spodoptera exigua) bestand die Testeinheit aus einem kleinen offenen Behälter mit einer 4–5 Tage alten Maispflanze darinnen. Diese wurde mit 10–15 Larven (1 Tag alt) auf einem Stück Insektennahrung unter Verwendung eines Core-Samplers, wie für Test A beschrieben, vorinfestiert.

Die Testverbindungen wurden formuliert und bei 50 ppm, wie für Test A beschrieben, besprüht. Die Applikationen wurden dreimal wiederholt. Nach dem Besprühen wurden die Testeinheiten in einer Wachstumskammer aufrechterhalten und wie für Test A beschrieben visuell bewertet.

Von den getesteten Verbindungen wurden die folgenden ausgezeichneten Grade des Pflanzenschutzes bereitgestellt (10% oder weniger Fraßschädigung): 4.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge von mindestens einer Verbindung, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I, einem N-Oxid oder einem Salz davon und einer Verbindung der Formel II, einem N-Oxid oder einem Salz davon
    worin

    jedes J unabhängig einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring mit 1 bis 4 R5 substituiert ist;

    A und B unabhängig O oder S darstellen;

    n für 0, für 1, für 2 oder für 3 steht;

    R1 für H, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylamino-carbonyl oder C3-C8-Dialkylaminocarbonyl steht; oder

    R1 für C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C2-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino und C3-C6-Cycloalkylamino;

    R2 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C2-C6-Alkoxycarbonyl oder C2-C6-Alkylcarbonyl steht;

    R3 für H steht; oder

    R3 für C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl und C1-C4-Alkylsulfonyl; oder

    R2 und R3 mit dem Stickstoff zusammen genommen werden können, an den sie zur Bildung eines Rings, enthaltend 2 bis 6 Kohlenstoffatome und optional ein zusätzliches Stickstoff-, Schwefel- oder Sauerstoffatom, gebunden sind, wobei der Ring optional mit 1 bis 4 Substituenten substituiert sein kann, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus C1-C2-Alkyl, Halogen, CN, NO2 und C1-C2-Alkoxy; und

    jedes R4 und jedes R5 unabhängig H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Haloalkyl, C2-C6-Haloalkenyl, C2-C6-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, CO2H, CONH2, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkyl-sulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl darstellt; oder

    jedes R4 und jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl, Phenoxy oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional mit einem bis drei Substituenten substituiert ist, die unabhängig aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

    zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammen genommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-;

    M und M1 jeweils unabhängig CR6R7, NR8, O oder S darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine Einfachbindung darstellt; und jeweils unabhängig CR6 oder N darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine aromatische Bindung darstellt;

    jedes R6 und jedes R7 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, Halogen, CN, C1-C4-Haloalkyl oder C1-C4-Alkoxy darstellt; und

    jedes R8 unabhängig H oder C1-C4-Alkyl darstellt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel I, worin

    A und B beide O darstellen;

    R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und

    n für 0, für 1 oder für 2 steht.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, umfassend die Applikation einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formula II, worin

    A und B beide O darstellen;

    R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und n für 0, für 1 oder für 2 steht.
  4. Zusammensetzung, umfassend: mindestens eine Verbindung, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einer Verbindung der Formel I wie nach Anspruch 1 definiert, einem N-Oxid oder einem Salz davon, und einer Verbindung der Formel II wie nach Anspruch 1 definiert, einem N-Oxid oder einem Salz davon; und mindestens einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel.
  5. Zusammensetzung nach Anspruch 4 weiter umfassend eine zusätzliche Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel und einem flüssigen Verdünnungsmittel.
  6. Zusammensetzung nach Anspruch 4, worin die andere biologisch aktive Verbindung oder das andere biologisch aktive Mittel aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem anderen Insektizid, einem Fungizid, einem Nematizid, einem Bakterizid, einem Akarizid, einem Wachstumsregulator, einem Wurzelstimulans, einem Chemosterilans, einer Semiochemikalie, einem Repellens, einem Attraktans, einem Pheromon, einem Fraßstimulans und einem entomopathogenen Bakterium, Virus oder Pilz.
  7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, worin das andere Insektizid aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Pyrethroid, einem Carbamat, einem Neonicotinoid, einem neuronalen Natriumkanalblocker, einem Insektiziden makrocyclischen Lacton, einem &ggr;-Aminobuttersäure-Antagonist (GABA-Antagonist), einem insektiziden Harnstoff, einem Juvenilhormon-Mimik, Pymetrozin und Amitraz.
  8. Zusammensetzung nach Anspruch 6, worin das andere Insektizid aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Abamectin, Acephat, Acetamiprid, Avermectin, Azadirachtin, Azinphos-Methyl, Bifenthrin, Binfenazat, Buprofezin, Carbofuran, Chlorfenapyr, Chlorfluazuron, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos-Methyl, Chromafenozid, Clothianidin, Cyfluthrin, &bgr;-Cyfluthrin, Cyhalothrin, &lgr;-Cyhalothrin, Cypermethrin, Cyromazin, Deltamethrin, Diafenthiuron, Diazinon, Diflubenzuron, Dimethoat, Diofenolan, Emamectin, Endosulfan, Esfenvalerat, Ethiprol, Fenothicarb, Fenoxycarb, Fenpropathrin, Fenproximat, Fenvalerat, Fipronil, Flonicamid, Flucythrinat, &tgr;-Fluvalinat, Flufenoxuron, Fonophos, Halofenozid, Hexaflumuron, Imidacloprid, Indoxacarb, Isofenphos, Lufenuron, Malathion, Metaldehyd, Methamidophos, Methidathion, Methomyl, Methopren, Methoxychlor, Monocrotophos, Methoxyfenozid, Nithiazin, Novaluron, Oxamyl, Parathion, Parathion-Methyl, Permethrin, Phorat, Phosalon, Phosmet, Phosphamidon, Pirimicarb, Profenofos, Pymetrozin, Pyridalyl, Pyriproxyfen, Rotenon, Spinosad, Sulprofos, Tebufenozid, Teflubenzuron, Tefluthrin, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiacloprid, Thiamethoxam, Thiodicarb, Thiosultap-Natrium, Tralomethrin, Trichlorfon und Triflumuron, Aldicarb, Oxamyl, Fenamiphos, Amitraz, Chinomethionat, Chlorobenzilat, Cyhexatin, Dicofol, Dienochlor, Etoxazol, Fenazaquin, Fenbutatinoxid, Fenpropathrin, Fenpyroximat, Hexythiazox, Propargit, Pyridaben, Tebufenpyrad, Bacillus thuringiensis, &dgr;-Endotoxin von Bacillus thuringiensis, Baculovirus und entomopathogenen Bakterien, Viren und Pilzen.
  9. Zusammensetzung nach Anspruch 6, worin das andere Insektizid aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Cypermethrin, Cyhalothrin, Cyfluthrin, &bgr;-Cyfluthrin, Esfenvalerat, Fenvalerat, Tralomethrin, Fenothicarb, Methomyl, Oxamyl, Thiodicarb, Clothianidin, Imidacloprid, Thiacloprid, Indoxacarb, Spinosad, Abamectin, Avermectin, Emamectin, Endosulfan, Ethiprol, Fipronil, Flufenoxuron, Triflumuron, Diofenolan, Pyriproxyfen, Pymetrozin, Amitraz, Bacillus thuringiensis, &dgr;-Endotoxin von Bacillus thuringiensis und entomophagen Pilzen.
  10. Verfahren zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge einer Zusammensetzung nach Anspruch 4 oder 5.
  11. Verbindung der Formel II wie nach Anspruch 1 definiert, ein N-Oxid davon oder ein Salz davon.
  12. Verbindung nach Anspruch 11, worin

    A und B beide O darstellen;

    R1 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und

    n für 0, für 1 oder für 2 steht.
  13. Verbindung nach Anspruch 12, worin

    J einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus J-1, J-2, J-3 und J-4, wobei jeder J-Ring optional mit 1 bis 3 R5 substituiert ist
    Q für O, S oder NR5 steht;

    W, X, Y und Z unabhängig N oder CR5 darstellen, vorausgesetzt, dass in J-3 und J-4 mindestens eine der Gruppen aus W, X, Y besteht und Z für N steht;

    R2 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht;

    R3 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, C1-C2-Alkoxy, C1-C2-Alkylthio, C1-C2-Alkylsulfinyl und C1-C2-Alkylsulfonyl;

    jedes R4 unabhängig C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl oder C1-C4-Haloalkylsulfonyl darstellt;

    jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C6-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl oder C2-C4-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl darstellt; oder

    jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit: C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

    zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-.
  14. Verbindung nach Anspruch 13, worin

    R2 für H steht;

    R3 für C1-C4-Alkyl steht; und

    mindestens ein R5 anders als H ist und an J an der ortho-Stellumg an die N(R1)C(=B)-Komponente gebunden ist.
  15. Zusammensetzung, umfassend:

    mindestens eine Verbindung nach Anspruch 11; und

    mindestens eine zusätzliche Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel, einem flüssigen Verdünnungsmittel und einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel.
  16. Verfahren zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung nach Anspruch 11 oder mit einer biologisch wirksamen Menge einer Zusammensetzung nach Anspruch 15.
  17. Verbindung der Formula Id, eines N-Oxids oder eines Salzes davon,
    worin

    jedes J unabhängig einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional mit 1 bis 4 R5 substituiert ist;

    A und B unabhängig O oder S darstellen;

    n für 0, für 1, für 2 oder für 3 steht;

    R1 für H, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Akylamino-carbonyl oder C3-C8-Dialkylaminocarbonyl steht; oder

    R1 für C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C2-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino und C3-C6-Cycloalkylamino;

    R2 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C2-C6-Alkoxycarbonyl oder C2-C6-Alkylcarbonyl steht;

    R3 für H steht; oder

    R3 für C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl und C1-C4-Alkylsulfonyl; oder

    R2 und R3 mit dem Stickstoff zusammengenommen werden können, an den sie zur Bildung eines Rings, enthaltend 2 bis 6 Kohlenstoffatome und optional ein zusätzliches Stickstoff-, Schwefel- oder Sauerstoffatom gebunden sind, wobei der Ring optional mit l bis 4 Substituenten substituiert sein kann, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus C1-C2-Alkyl, Halogen, CN, NO2 und C1-C2-Alkoxy; und

    jedes R4 und jedes R5 unabhängig H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Haloalkyl, C2-C6-Haloalkenyl, C2-C6-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, CO2H, CONH2, NO2, Hydroxy, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkyl-sulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl darstellt; oder

    jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl, Phenoxy oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional mit einem bis drei Substituenten optional substituiert ist, die unabhängig aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C4-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C6-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

    zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-;

    M und M1 jeweils unabhängig CR6R7, NR8, O oder S darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine Einfachbindung darstellt; und jeweils unabhängig CR6 oder N darstellen, wenn die Bindung zwischen M und M1 eine aromatische Bindung darstellt;

    jedes R6 und jedes R7 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, Halogen, CN, C1-C4-Haloalkyl oder C1-C4-Alkoxy darstellt; und

    jedes R8 unabhängig H oder C1-C4-Alkyl darstellt.
  18. Verbindung nach Anspruch 17, worin

    A und B beide O darstellen;

    R1 für H, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht; und

    n für 0, für 1 oder für 2 steht.
  19. Verbindung nach Anspruch 18, worin

    J einen Phenylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, der aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus J-1, J-2, J-3 und J-4
    Q für O, S oder NR5 steht;

    W, X, Y und Z unabhängig N oder CR5 darstellen, vorausgesetzt, dass in J-3 und J-4 mindestens eine der Gruppen aus W, X, Y besteht und Z für N steht;

    R2 für H, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C2-C6-Alkylcarbonyl oder C2-C6-Alkoxycarbonyl steht;

    R3 für H, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, wobei jedes optional mit einem oder mehr Substituenten substituiert ist, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Halogen, CN, C1-C2-Alkoxy, C1-C2-Alkylthio, C1-C2-Alkylsulfinyl und C1-C2-Alkylsulfonyl;

    jedes R4 unabhängig C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl oder C1-C4-Haloalkylsulfonyl darstellt;

    jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C6-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl oder C2-C4-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl darstellt; oder

    jedes R5 unabhängig ein Phenyl, Benzyl oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit: C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C2-C4-Haloalkenyl, C2-C6-Haloalkinyl, C3-C6-Halocycloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylamino, C2-C8-Dialkylamino, C3-C6-Cycloalkylamino, C3-C6-(Alkyl)cycloalkylamino, C2-C4-Alkylcarbonyl, C2-C6-Alkoxycarbonyl, C2-C6-Alkylaminocarbonyl, C3-C8-Dialkylaminocarbonyl oder C3-C6-Trialkylsilyl; oder

    zwei R5-Gruppen, wenn sie an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, zusammengenommen werden können als -OCF2O-, -CF2CF2O- oder -OCF2CF2O-.
  20. Verbindung nach Anspruch 19, worin

    R1 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

    R2 für H oder C1-C4-Alkyl steht;

    R3 für H, C1-C4-Alkyl optional substituiert mit Halogen, CN, OCH3, oder S(O)pCH3 steht;

    jedes R5 unabhängig H, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Haloalkyl, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Haloalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Haloalkylthio, C1-C4-Haloalkylsulfinyl, C1-C4-Haloalkylsulfonyl, C2-C4-Alkoxycarbonyl oder C3-C8-Dialkylaminocarbonyl; oder ein Phenyl, Benzyl, oder einen 5- oder 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring darstellt, wobei jeder Ring optional substituiert ist mit Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C4-Haloalkyl, C1-C4-Alkoxy oder C1-C4-Haloalkoxy;

    vorausgesetzt, dass mindestens ein R5 anders als H ist und an J an der ortho-Stellung an die N(R1)C(=B)-Komponente gebunden ist; und

    p für 0, für 1 oder für 2 steht.
  21. Verbindung nach Anspruch 20, worin J ein substituiertes Phenyl, ein substituiertes Pyrazol, ein substituiertes Pyrrol, ein substituiertes Pyridin oder ein substituiertes Pyrimidin darstellt.
  22. Verbindung nach Anspruch 21, worin R1 und R2 jeweils H darstellen.
  23. Zusammensetzung, umfassend: mindestens eine Verbindung nach Anspruch 17; und mindestens eine zusätzliche Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus einem Tensid, einem festen Verdünnungsmittel, einem flüssigen Verdünnungsmittel und einer anderen biologisch aktiven Verbindung oder einem anderen biologisch aktiven Mittel.
  24. Verfahren zur Kontrolle von mindestens einem wirbellosen Schädling, umfassend: Kontaktieren des wirbellosen Schädlings oder seiner Umgebung mit einer biologisch wirksamen Menge einer Verbindung nach Anspruch 17 oder mit einer biologisch wirksamen Menge einer Zusammensetzung nach Anspruch 23.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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