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Dokumentenidentifikation DE10044409B4 24.08.2006
Titel Stoßfängerverstärkungsteil
Anmelder ASTEER CO.LTD., Okayama, JP
Erfinder Hiramatsu, Yasuaki, Soja, Okayama, JP;
Goto, Hiroshi, Soja, Okayama, JP
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Anmeldedatum 08.09.2000
DE-Aktenzeichen 10044409
Offenlegungstag 04.04.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B60R 19/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B21D 53/88(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16S 3/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Erfindungsfeld

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Stoßfängerverstärkungsteil, welches ein hartes Bauteil für einen Automobilstoßfänger darstellt.

Seit kurzem sind die meisten Autostoßfänger so vorgesehen, dass das Stoßfängerverstärkungsteil, welches ein hartes Bauteil ist, mit einer dekorativen Plastikabdeckung verdeckt ist. Dieser Stoßfänger hat Vorteile. Eine Ausführung des harten Bauteils wird verfolgt, ohne die äußere Erscheinung des Stoßfängerverstärkerteils zu beachten und das Aussehen des Autos wird dadurch verbessert, dass die Farbe der Plastikabdeckung an die der Autokarosserie angeglichen wird.

Das Stoßfängerverstärkungsteil kann grob in zwei Typen klassifiziert werden: ein im Schnitt kastenartiger und ein im Schnitt geschlossener Typ. Der kastenartige Querschnittstyp ist im wesentlichen eine röhrenförmige Struktur und zwei getrennt geformte Stahlbleche werden miteinander, wie in US 5,722,708 offenbart, verbunden. In dem geschlossenen Querschnittstyp wird ein Stahlblech, wie in US 5,306,058, US 5,395,036 offenbart, formgewalzt.

In jedem Stoßfängerverstärkungsteil ist die Plastikabdeckung auf der Stoßfängervorderseite angebracht und eine Stoßfängerrückseite ist mit einem Grundteil des Autos verbunden. Ein in der röhrenförmigen Struktur ausgebildeter Zwischenraum absorbiert und verteilt eine Kraft zum Zeitpunkt einer Kollision, wodurch die Autokarosserie geschützt wird, was die Hauptaufgabe des Stoßfängers ist.

Um die bauliche Festigkeit von Stoßfängern weiter zu verbessern, gibt es ein Beispiel, in welchem ein separates Bauteil wie beispielsweise ein Balkenverstärkungsblech oder eine Trennwand an das Stoßfängerverstärkungsteil befestigt wird. Dies wird beispielsweise in der US 5,425,561 gelehrt. Dieser Typ mit zusätzlichen getrennten Bauteilen ist häufig bei dem kastenartigen Querschnittstyp des Stoßfängerverstärkungsteils zu sehen. Um die bauliche Festigkeit zu verbessern, gibt es zusätzlich ein weiteres Beispiel, in welchem ein durch Hauptschichten einer Vielzahl von Stahlblechen von verschiedener Art oder Dicke gebildetes Originalblech walzgeformt wird, um das Stoßfängerverstärkugsteil herzustellen. Dies ist gezeigt in der japanischen Patentoffenlegungsschrift JP 06-227331 A. Ein durch Walzformen hergestelltes Stoßfängerverstärkungsteil ist vorgeschlagen in der japanischen Patentoffenlegungsschrift JP 11-170934 A.

Die einem Stoßfängerverstärkungsteil auferlegten Forderungen sind (1) Vorsehen einer genügenden baulichen Festigkeit (Stoßresistenz) als das harte Bauteil, (2) Leichtermachen eines Autos, um den Spritverbrauch zu verbessern und (3) Niedrighalten der Herstellungskosten. Die Forderung (1) ist oft widersprüchlich zu den Forderungen (2) und (3) und wenn die bauliche Festigkeit erhöht wird, wird das Leichtermachen eines Stoßfängers und eine Reduzierung der Herstellungskosten schwierig. Daher ist es der Schlüssel, wie die Anforderungen (2) und (3) erreicht werden, während die Anforderung (1) erfüllt wird.

Erstens darf das Stoßfängerverstärkungsteil zu der Zeit einer Kollision nicht verbiegen, da dies die Autokarosserie nicht schützen kann. Entsprechend ist es für viele Stoßfängerverstärkungsteile notwendig, ein separates Bauteil hinzuzufügen. Als Ergebnis sind die Anzahl der Teile des Stoßfängerverstärkungsteiles und ein zusätzlicher Schritt im Zusammenbauprozeß gewiß unvermeidlich. Insbesondere, wenn der Zusammenbauprozeß separat erforderlich ist, wird der Vorteil des Walzformens, das kontinuierliches Herstellen möglich macht, beeinträchtigt, wodurch die Herstellungskosten steigen. Demgemäß wurde überlegt, die Dicke des Stahlbleches zu erhöhen, anstelle getrennte Bauteile hinzuzufügen. Da dies jedoch zu einem Gewichtsanstieg des Stoßfängerverstärkungsteils führt, ist dies nicht vorzuziehen.

EP 0 887 235 A offenbart ein Stoßfängerverstärkungsteil aus einem röhrenförmigen Artikel, der aus einer ersten Seitenkantenpartie, einer Kontaktseitenkantenpartie und einer zweiten Seitenkantenpartie besteht. Dabei ist eine Innenseite einer Stoßfängervorderseite mit einer Innenseite einer Stoßfängerrückseite über eine Verstärkungsrippe verbunden.

Zusammenfassung der Erfindung

Demgemäß ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Stoßfängerverstärkungsteil vorzusehen, welches keine separaten Bauteile benötigt, zum Zwecke der Reduzierung von Herstellungskosten, und eine notwendige ausreichende bauliche Festigkeit sicherstellt, ohne zu einer mit einer Gewichtssteigerung verbundenen Erhöhung der Blechdicke zu führen.

Die Aufgabe wird durch ein Stoßfängerverstärkungsteil mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst. Anspruch 2 definiert eine vorteilhafte Weiterbildung. Das gegenwärtige Stoßfängerverstärkungsteil ist gewöhnlich gekrümmt. Daher wird der erhaltene röhrenförmige Artikel geschnitten und für jede Produktlänge nach stufenweiser Krümmung des Artikels getrennt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine perspektivische Ansicht, welche die grundsätzliche äußere Erscheinung eines Stoßfängerverstärkungsteiles gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

2 ist eine Seitenansicht des Stoßfängerverstärkungsteils;

3 ist eine strukturelle Ansicht, die eine Herstellungslinie des Stoßfängerverstärkungsteiles von 1 zeigt;

4 ist eine Querschnittsansicht, die einen internen Walzformprozeß veranschaulicht;

5 ist eine Querschnittansicht, die den internen Schweißprozeß veranschaulicht;

6 ist eine Querschnittansicht, die den externen Walzformprozeß veranschaulicht;

7 ist eine Querschnittansicht, die den externen Schweißprozeß veranschaulicht;

8 ist eine Querschnittansicht, die den Krümmungsprozeß veranschaulicht;

9 ist eine strukturelle Ansicht, die ein anderes Beispiel von einer Herstellungslinie eines Stoßfängerverstärkungsteils von 1 zeigt;

10 ist eine Querschnittansicht, die den Vorwalzformprozeß veranschaulicht;

11 ist eine Querschnittansicht, die den internen Schweißprozeß veranschaulicht;

12 ist eine Querschnittansicht, die den Nachwalzformprozeß veranschaulicht.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Nachfolgend wird ein Stoßfängerverstärkungsteil gemäß der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen erläutert.

Zur einfacheren Erklärung hat jedes der gezeigten Stoßfängerverstärkungsteile 1 eine näherungsweise rechteckige Rohrgestalt und abgerundete Ecken; und die Locher zum Montieren der Stoßfängerverstärkungsteile an einer Autokarosserie und zum Abdecken dieser mit einer Plastikabdeckung und ähnlichem, sind ausgelassen.

Wie in 1 und 2 gezeigt ist, ist in dem Stoßfängerverstärkungsteil 1 der vorliegenden Erfindung eine erste Seitenkantenpartie 5 (von einem Originalblech, typischerweise ein Stahlblech) in Richtung einer Stoßfängervorderseite 4 gefaltet über eine eingefaltete Kantenpartie 2 und ist weiter gefaltet an einer zurückgefalteten Kantenpartie 6, und eine Kontaktflächenpartie 7, die sich von einer Seitenkante der Seitenkantenpartie 5 zu der zurückgefalteten Kantenpartie 6 erstreckt, ist mit der Innenseite der Stoßfängerrückseite 4 verbunden. Für solch eine Verbindung werden, neben eines Punktschweißens, wie später beschrieben, TIG-Schweißen, Plasmaschweißen, Laserschweißen and ähnliche verwendet. Eine zweite Seitenkantenpartie 3, gefaltet an der Innenseite von einer eingefalteten Kantenpartie 2, und eine gefaltete Rückseite von der Seitenkantenpartie 3 und die eingefaltete Kantenpartie 2 werden kontinuierlich geschweißt. Für die Verbindung der zweiten Seitenkantenpartie 3 mit der eingefalteten Kantenpartie 2 wird TIG-Schweißen,. Plasmaschweißen, Laserschweißen and ähnliches verwendet. Auf diese Weise wird das Stoßfängerverstärkungsteil 1 von einem geschlossenen Querschnittstyp mit einer röhrenformigen Form durch ein einzelnes Originalblech erhalten.

Wie in 2 gesehen, hat das Stoßfängerverstärkungsteil 1 der gezeigten Ausführungsform eine Querschnittsstruktur, in welcher ein Teil, der sich von der zurückgefalteten Kantenpartie 6 zu der eingefalteten Kantenpartie 2 erstreckt, eine Verstärkungsrippe 8 bildet, und die Innenseite von der Stoßfängervorderseite 4 und die Innenseite von einer Stoßfängerrückseite 9 sind verbunden durch die Verstärkungsrippe 8. Die Verstärkungsrippe 8 ist zwischen der zurückgefalteten Kantenpartie (Kehlfalten) 6 und der eingefalteten Kantenpartie (Bergfalten) 2, die entgegengesetzte Faltrichtungen haben, angeordnet; so kann diese leicht durch einen kontinuierlichen Prozeß geformt werden (Walzformen). Des weiteren ist die Kontaktflächenpartie 7, welche fortlaufend zu der Verstärkungsrippe 8 ist, mit der Innenseite der Stoßfängerfrontbleche 4 verbunden; demgemäß ist die Einteilkörpereigenschaft zwischen der Verstärkungsrippe 8 und der Stoßfängervorderseite 4 erhöht und es ist möglich, ein Knicken des Stoßfangerverstärkungsteils 1 zu verhindern.

Das Stoßfängerverstärkungsteil 1 (1) kann durch eine Herstellungslinie, wie sie beispielsweise in 3 gezeigt ist, hergestellt werden. Ein Originalblech 10 wird von einer Abwickelhaspel 12 herausgeführt, und nach Abschluß eines internen Walzformprozesses zu einem röhrenförmigen Artikel 11 gemacht; dann wird Punktschweißen an dem Kontaktteil 7 des röhrenförmigen Artikels 11 in einem internen Schweißprozeß durchgeführt. Nach Abschluß eines externen Walzformprozesses wird die zweite Seitenkantenpartie 3 in einem externen Schweißprozeß lasergeschweißt.

Jeder der oben beschriebenen Prozesse wird im Detail weiter unten beschrieben.

Ein Originalblech 10, (beispielsweise ein Stahlblech mit hoher Zugfestigkeit) wird kontinuierlich von der Abwickelhaspel 12 abgewickelt. Das Originalblech 10 ist in diesem Zustand ein verlängertes Blech und hat eine Form, in welcher ein Vielzahl von Stahlblechen verbunden sind, wobei jedes eine vordefinierte Produktlänge aufweist. Wie in 4 gesehen, wird die erste Seitenkantenpartie 5 des Originalbleches 10 mittels Durchfahrens eines internen Walzformprozesses an der zurückgefalteten Kantenpartie 6 und an der eingefalteten Kantenpartie 2 gefaltet, wodurch die Verstärkungsrippe 8 gebildet wird. Danach wird die Kontaktflächenpartie 7 mit der Innenseite der Stoßfängervorderseite 4 in Kontakt gebracht. Zwei Linien konkaver Partien 15, 15 erstrecken sich darüber hinaus in Abwickelrichtung des Originalbleches und sind ebenso an ein Teil entsprechend der Stoßfängerrückseite zu der gleichen Zeit in dem Walzformprozeß angeformt. Das konkave Teil 15 erhöht eine Festigkeit der Stoßfängerrückseite 9, erzeugt eine schöne Krümmung in einem später erwähnten Krümmungsprozeß oder verhindert einen Eingriff des Befestigungsteils an der Stoßfängerrückseite 9 durch Beschränken der Ausdehnung in Längsrichtung, und realisiert den Kontakt der Stoßfängerrückseite 4 fest mit der Autokarosserie (siehe 2).

Wie in 5 gesehen, wird die Kontaktflächenpartie 7 mit der Innenseite der Stoßfängervorderseite 4 durch periodisches Walzpunktschweißen verbunden, während eine Walzpunktschweißmaschine 13 von oben und unten angewendet wird. Weil die zweite Seitenkantenpartie 3 in dem internen Schweißprozeß offen gelassen wird, kann die Walzpunktschweißmaschine 13 wie in 5 gezeigt verwendet werden, um die Kontaktflächenpartie 7 mit der Innenseite der Stoßfängervorderseite 4 zu verbinden.

Wie in 6 gezeigt, wird der röhrenförmige Artikel 11 anschließend zu dem externen Walzformprozeß befördert und die Seitenkante der zweiten Seitenkantenpartie 3 wird an den Enden gegen die gefaltete Kantenpartie 2 zusammengefügt.

Weiterhin, wie in 7 zu sehen, werden in dem externen Schweißprozeß die Seitenkante der an die Innenseite der eingefalteten Seitenpartie 2 gefalteten zweiten Seitenkantenpartie 3 und ein Rücken 16 der gefalteten Seitenkantenpartie 3 und die eingefaltete Seitenkantenpartie 2 durch Verwendung einer Laserschweißmaschine 14 verbunden, wobei der röhrenförmige Artikel 11 erzeugt wird mit einer äußeren Erscheinung, in welcher viele Stoßfängerverstärkungsteile 1 (siehe 1) vom geschlossenen Querschnittstyps dieses Beispiels verbunden sind. In der Verbindung eines Rückens 16 der gefalteten Seitenkantenpartie 3 und der eingefalteten Seitenkantenpartie 3 wird das exzellente Schweißen ohne Verbiegung durch Erhitzen (siehe 7) realisiert, um eine Laserschweißmaschine 14 für den röhrenförmigen Artikel 11 vertikal vorzusehen. Zusätzlich, da der Schweißabdruck (Schweißnaht 17) in der Innenseite der Stoßfängerrückseite 9 ist, führt dies zu dem Vorteil, dass die Stoßfängerrückseite 9 ohne Hindernis fest mit dem Körper kontaktiert (siehe 2).

Wie in 8 gesehen, wird der röhrenförmige Artikel 11 kontinuierlich in einem Krümmungsprozeß gekrümmt, und anschließend wird der röhrenförmige Artikel 11 geschnitten und für jede Produktlänge in einem Schneide-Trennprozeß getrennt (rechtes Ende in 3). Als Ergebnis wird ein Stoßfängerverstärkungsteil 1, wie in 1 gezeigt, erhalten (siehe 1).

In dem oben genannten wird jedes Walzformen für jede der ersten und zweiten Seitenkantenpartien 3 und 5 der Reihe nach durchgeführt. Dementsprechend wird die Objektform beim Walzformen für jede der Seitenkantenpartien 3 und 5 individuell entschieden; und die Herstellungslinie ist fähig, flexibel auf Änderungen in der Spezifizierung einzugehen. Jedoch tendieren die Walzformprozesse in der beschriebenen Herstellungslinie dazu, ein großes Belegungsverhältnis darin zu haben, so dass eine größere Fläche für die Installation der Herstellungslinie dementsprechend erforderlich ist und eine längere Herstellungszeit ebenso erforderlich ist.

Dementsprechend ist die im folgenden erklärte Herstellungslinie (9) so ausgeführt, dass die oben genannten Probleme gelöst werden. Das Walzformen beider Seitenkantenpartien 3 und 5 wird simultan durchgeführt, wobei trotzdem der interne Schweißprozeß nicht verhindert wird.

In einem Vorwalzformprozeß, wie in 10 gezeigt, bildet das von der Abwickelhaspel 12 abgewickelte Originalblech 10 zwei Linien konkaver Partien 15, 15, die sich in Abwickelrichtung des Originalbleches an einem Teil, der der Stoßfängerrückseite entspricht, erstreckt und beide Seitenkantenpartien 3, 5 werden gleichzeitig gefalten. Zu dieser Zeit wird die die Verstärkungsrippe 8 bildende erste Seitenkantenpartie 5 gefalten, bis die Kontaktflächenpartie 7 mit der Innenseite der Stoßfängervorderseite 4 in Kontakt gebracht wird. Dies ist dasselbe wie in der vorher beschriebenen Herstellungslinie. Jedoch wird das Formen der zweiten Seitenkantenpartie 3 auf halbem Wege gestoppt (vgl. 4 mit 10), und ein Schweißen (Walzpunktschweißen) wird für die Kontaktflächenpartie 7 in dem folgenden internen Schweißprozeß, wie in 11 gezeigt, durchgeführt. Auf diese Weise wird das Walzformen beider Seitenkantenpartien 3 und 5 gleichzeitig durchgeführt. Wie in 12 gezeigt, wird ein Nachwalzformprozeß für das Falten des Restes der zweiten Seitenkantenpartie 3 kürzer werden (vgl. 3 mit 9), und die Herstellungslinie und die Herstellungszeit kann ebenso kürzer werden.

In jeder der oben beschriebenen Herstellungslinien muß das Walzformen auf alle Fälle zweimal durchgeführt werden, weil es notwendig ist, die Kontaktflächenpartie mit der Innenseite der Stoßfängervorderseite zu verbinden. In dieser Beziehung sieht die Erfindung zwei Methoden vor; in einer Herstellungsmethode werden die Walzformungen beider Seitenkantenpartien (das interne Walzformen und das externe Walzformen) in Reihenfolge durchgeführt, und in einem anderen Herstellungsverfahren wird das Walzformen beider Seitenkantenpartien (das interne Walzformen und das externe Walzformen) teilweise simultan durchgeführt. Wie oben beschrieben, ist es, von dem Standpunkt des Freiheitsgrades für die Änderung der Spezifikation (Design) vorzuziehen, den internen Walzformprozeß und den externen Walzformprozeß zu trennen. Im Gegenteil dazu, von einem Standpunkt einer Reduzierung der Installationsfläche und einer Verkürzung der Herstellungszeit, ist es vorzusehen, den Vorwalzformprozeß und den Nachwalzformprozeß zu trennen. Da jedoch dasselbe Stoßfängerverstärkungsteil durch beide oben beschriebenen Herstellungsmethoden erhalten wird, kann die Herstellungslinie durch passende Auswahl einer der beiden konstruiert werden.

Wie oben gezeigt, ist das Stoßfängerverstärkungsteil der vorliegenden Erfindung ein Stoßfängerverstärkungsteil von geschlossenem Querschnittstyp, das gebildet wird durch Falten eines Originalbleches und es hat den Vorteil, dass es einfach durch eine kontinuierliche Herstellungslinie (Walzformen) hergestellt werden kann. Darüber hinaus ist die Stoßfängervorderseite und die Stoßfängerrückseite durch die Verstärkungsrippe verbunden, so dass die bauliche Festigkeit des Produktes hoch ist. Diese Verbesserung in der baulichen Festigkeit wird nicht nur durch die Verstärkungsrippe erwirkt, sondern auch durch die Struktur, in welcher die Innenseite der Stoßfängervorderseite und die Verstärkungsrippe verbunden sind durch ein Kontaktseitenpartie, das sich von der Seitenkante zu dem zurückgefalteten Seitenteil erstreckt.

Die Verbesserung in der baulichen Festigkeit aufgrund der Verstärkungsrippe kann konkret als Erhöhung des geometrischen Flächenträgheitselements des Stoßfängerverstärkungsteils gesehen werden. Da überdies die Kontaktflächenpartie mit einer bestimmten Dicke an der Innenseite der Stoßfängervorderseite befestigt ist, wird ein Durchbiegen des Stoßfängerverstärkungsteils verhindert. So stellt die vorliegende Erfindung ein stärkeres Stoßfängerverstärkungsteil zur Verfügung. Wegen solch einer Verbesserung der baulichen Festigkeit kann auch ein Blatt mit einer engeren Breite oder einer dünneren Dicke als Stoßfängerrohmaterial verwendet werden. Daher kann das Stoßfängerverstärkungsteil leichter hergestellt werden und die Rohmaterialkosten können reduziert werden. Darüber hinaus ist es mit der Verstärkungsrippe nicht notwendig, ein getrenntes Teil wie eine Trennwand zu verwenden, dementsprechend ist eine Reduzierung der Teilezahl und eine Verminderung der Anzahl an Zusammenbauschritten ermöglicht.

Darüber hinaus sind die Verstärkungsrippe und die Innenseite der Stoßfängervorderseite unter Verwendung der Kontaktflächenpartie miteinander verbunden und solch eine Verbindung wird durch eine Schweißmethode verwirklicht, auf die Bezug genommen ist als Walzpunktschweißen, welches geeignet ist für eine kontinuierliche Herstellungslinie. Das heißt, dass es möglich ist, eine Kombination von Walzpunktschweißen zu selektieren, welche passend für eine kontinuierliche Herstellungslinie ist. D. h., dass es möglich ist, eine Kombination von Walzformprozessen und Schweißmitteln zu selektieren; und es ist außerdem möglich, leicht mit einer Änderung der Spezifikation fertig zu werden und eine Herstellungslinie zu konstruieren deren Anordnung auch frei ist.

Wie oben gezeigt, hat das Stoßfängerverstärkungsteil der vorliegenden Erfindung den Vorteil, dass es ein Leichterwerden des Stoßfängers und eine Verbesserung in der baulichen Festigkeit erwirkt und außerdem eine Ermäßigung der Vorrichtungskosten, Herstellungskosten und Aufwand oder Anzahl von Schritten bei der Herstellung von Stoßfängern erwirkt.


Anspruch[de]
  1. Stoßfängerverstärkungsteil (1) hergestellt aus einem röhrenformigen Artikel von geschlossenem Querschnitt, der durch Walzformen eines Originalbleches (10) in eine röhrenformige Form hergestellt ist and dann in eine gewünschte Produktlänge geschnitten ist, wobei der röhrenformige Artikel besteht aus:

    einer ersten Seitenkantepartie 5 des Originalbleches (10), die an einer zurückgefalteten Kantenpartie (6) und an einer eingefalteten Kantenpartie (2) in dieser Reihenfolge gefaltet ist;

    einer Kontaktseitenpartie (7), die sich von einer Seitenkante der ersten Seitenkantenpartie (5) zu der zurückgefalteten Kantenpartie (6) erstreckt und mit einer Innenseite einer Stoßfängervorderseite (4) verbunden ist;

    der Innenseite einer Stoßfängervorderseite (4) und einer Innenseite einer Stoßfängerrückseite (9), die mit einer Verstärkungsrippe (8) verbunden sind, die sich von der zurückgefalteten Partie (6) zu der eingefalteten Kantenpartie (2) erstreckt, um eine Hälfte eines Stoßfängerquerschnittes zu bilden; und

    einer zweiten Seitenkantenpartie (3) des Originalbleches (10), die mit der Nähe der eingefalteten Kantenpartie (2) verbunden ist, um eine verbleibende Hälfte des Stoßfängerquerschnitts zu bilden,

    wobei die zweite Seitenkantenpartie (3) des Originalbleches (10) an der Innenseite der eingefalteten Kantenpartie (2) gefaltet ist und eine Rückseite (16) der gefalteten zweiten Seitenkantenpartie (3) mit einer Nähe der eingefalteten Kantenpartie (2) verschweißt ist.
  2. Ein Stoßfängerverstärkungsteil nach Anspruch 1, wobei der röhrenförmige Artikel nach einem Krümmungsprozeß stufenweise gekrümmt ist und der röhrenförmige Artikel nach einem Schneide-/Trennungsprozeß in die gewünschte Produktlänge geschnitten ist.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






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