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Dokumentenidentifikation DE10105720B4 24.08.2006
Titel Aufblasbarer Seitenvorhang mit Füllrohr
Anmelder TRW Inc., Lyndhurst, Ohio, US
Erfinder O'Loughlin, John P., Gilbert, Ariz., US;
Stevens, Halley O., Mesa, Ariz., US;
Gudewich, Kenneth K., Mesa, Ariz., US;
Magoteaux, David G., Mesa, Ariz., US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 08.02.2001
DE-Aktenzeichen 10105720
Offenlegungstag 13.09.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B60R 21/217(2006.01)A, F, I, 20060316, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 21/231(2006.01)A, L, I, 20060316, B, H, DE   B60R 21/26(2006.01)A, L, I, 20060316, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine aufblasbare Vorrichtung zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen im Falle eines seitlichen Aufpralls auf ein Fahrzeug und/oder eines Fahrzeugüberschlags.

Hintergrund der Erfindung

Es ist bekannt eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung aufzublasen, um zu helfen, einen Fahrzeuginsassen im Falle eines Fahrzeugzusammenstoßes zu schützen. Eine spezielle Bauart einer aufblasbaren Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung ist ein aufblasbarer Vorhang, der sich von benachbart zu dem Dach des Fahrzeugs nach unten in dem Fahrgastraum aufbläst, zwischen einem Fahrzeuginsassen und der Seitenstruktur des Fahrzeugs im Falle eines Seitenaufpralls oder Überschlags. Ein bekannter aufblasbarer Vorhang wird von einem unaufgeblasenen Zustand durch Aufblasströmungsmittel aufgeblasen, das von einer Aufblasvorrichtung durch ein Füllrohr bzw. einen Füllschlauch zu dem aufblasbaren Vorhang geleitet wird.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Seitenairbag zur Anbringung im Dachrahmenbereich eines Kraftfahrzeugs. Der Seitenairbag weist einen aufblasbaren Seitenvorhang und eine Aufblasvorrichtung mit gespeichertem Helium zum Liefern von Heliumaufblasgas zum Aufblasen des Seitenvorhangs auf. Die Aufblasvorrichtung ist frei von pyrotechnischem Material zum Erwärmen des Heliumaufblasgases. Des Weiteren weist der Seitenairbag ein Füllrohr mit einem in dem Seitenvorhang gelegenen Teil auf zum Leiten des Heliumaufblasgases in den Seitenvorhang, um diesen aufzublasen. Das Füllrohr verteilt das Heliumaufblasgas gleichmäßig entlang der Länge des Seitenvorhangs, um eine gleichmäßige Unterdrucksetzung des Seitenvorhangs zu bewirken. Zum Erwärmen des Heliumaufblasgases dient ebenfalls das Füllrohr, derart daß das Heliumaufblasgas in dem Seitenvorhang eine Temperatur entsprechend der Umgebungstemperatur besitzt. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorangegangenen und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden einem Fachmann des Gebietes, auf das sich die vorliegende Erfindung bezieht, beim Lesen der folgenden Beschreibung der Erfindung offensichtlich werden, unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen, in denen zeigt:

1 eine schematische Ansicht einer aufblasbaren Vorrichtung zum Helfen beim Schützen eines Insassen eines Fahrzeugs gemäß der vorliegenden Erfindung, die die Vorrichtung in einem unaufgeblasenen Zustand darstellt;

2 eine schematische Ansicht der Vorrichtung der 1 in einem aufgeblasenen Zustand;

3 eine Schnittansicht der Vorrichtung im allgemeinen entlang der Linie 3-3 der 2;

4 eine Schnittansicht der Vorrichtung im allgemeinen entlang der Linie 4-4 der 2;

5 eine schematische Ansicht eines Teils der Vorrichtung der 1;

6 einen Modellvorhang zum Simulieren der Leistung bzw. des Betriebs der Vorrichtung der 1;

78 Graphen, die die Leistung des Modellvorhangs der 6 darstellen; 9 einen Modellvorhang zum Simulieren der Leistung bzw. des Betriebs einer Vorrichtung ähnlich der Vorrichtung der 6, wobei bestimmte Merkmale weggelassen wurden;

1011 Graphen, die die Leistung des Modellvorhangs der 9 darstellen;

12 einen Modellvorhang zum Simulieren der Leistung bzw. des Betriebs einer Vorrichtung ähnlich der Vorrichtung der 6, wobei bestimmte Merkmale weggelassen und andere Merkmale hinzugefügt wurden; und

1314 Graphen, die die Leistung des Modellvorhangs der 12 darstellen.

Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Repräsentativ für die vorliegende Erfindung hilft eine Vorrichtung 10, einen Insassen eines Fahrzeugs 12 zu schützen. Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, umfaßt die Vorrichtung 10 eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung in Form eines aufblasbaren Vorhangs 14, der benachbart zu der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 und einem Dach 18 des Fahrzeugs angebracht ist. Die Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 umfaßt Seitenfenster 20. Eine Aufblasvorrichtung 24 ist in Strömungsmittelverbindung mit dem aufblasbaren Vorhang 14 durch ein Füllrohr bzw. einen Füllschlauch 22 verbunden.

Das Füllrohr 22 hat einen ersten Teil 30 zum Aufnehmen von Strömungsmittel von der Aufblasvorrichtung 24. Das Füllrohr 22 hat einen zweiten Teil 32, der in dem aufblasbaren Vorhang 14 angeordnet ist. Der zweite Teil 32 des Füllrohrs 22 hat eine Vielzahl von Öffnungen (in den 1 und 2 nicht gezeigt), die Strömungsmittelverbindung zwischen dem Füllrohr 22 und dem aufblasbaren Vorhang 14 vorsehen.

Die Aufblasvorrichtung 24 enthält eine gespeicherte Menge unter Druck stehenden Aufblasströmungsmittels (nicht gezeigt) in Form eines Gases, um den aufblasbaren Vorhang 14 aufzublasen. Das unter Druck stehende Aufblasströmungsmittel ist vorzugsweise Helium, könnte aber jedes beliebige andere geeignete Gas oder eine Kombination von Gasen sein. Die Aufblasvorrichtung 24 könnte alternativ eine Kombination von unter Druck stehendem Aufblasströmungsmittel und zündbarem Material zum Erwärmen des Aufblasströmungsmittels enthalten. Zum Beispiel könnte die Aufblasvorrichtung 24 eine hybride Aufblasvorrichtung sein, die ein gespeichertes Gas enthält, beispielsweise Argon, und ein festes bzw. solides Treibmittel.

Die Vorrichtung 10 umfaßt ein Gehäuse 26 (1), das den aufblasbaren Vorhang 14 in einem unaufgeblasenen Zustand lagert. Das Füllrohr 22, der unaufgeblasene aufblasbare Vorhang 14 und das Gehäuse 26 haben einen längsförmigen Aufbau und erstrecken sich entlang des Fahrzeugdachs 18 und entlang der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 über den Seitenfenstern 20. Das Dach 18 kann entweder ein Standarddach sein, das fest an seinem Platz ist, oder ein konvertibles bzw. Cabrio-Dach, das bewegt oder entfernt werden kann.

Wie am besten in 3 dargestellt ist, weist der aufblasbare Vorhang 14 erste und zweite Zuschnitte 40 und 42 auf, die in einer übereinanderliegenden Weise angeordnet sind. Überlappende Teile 44 der ersten und zweiten Zuschnitte 40 und 42 sind aneinander durch Nähen bzw. eine Naht 46 befestigt (2 und 3), die sich entlang zumindest eines Teils des Umfangs 48 der Zuschnitte erstreckt. Die überlappenden Teile 44 könnten alternativ durch Mittel wie beispielsweise dielektrisches Dichten bzw. Verbinden, Ultraschallverkleben, Wärmeverbinden oder Klebemittel befestigt sein. Der Umfang 48 wird zumindest teilweise durch eine Oberkante 50 (2) des aufblasbaren Vorhangs 14, eine entgegengesetzte Unterkante 52 des Vorhangs, und Vorder- und Hinterkanten 54 und 56 des Vorhangs definiert, die horizontal entlang der Ober- und Unterkanten beabstandet sind. Der Umfang 48 definiert ein aufblasbares Volumen 58 des aufblasbaren Vorhangs 14. Obwohl die Ober- und Unterkanten 50 und 52 und die Vorder- und Hinterkanten 54 und 56 als gerade Linien gezeigt sind, könnten die Ober- und Unterkanten kurvenförmig oder abgewinkelt sein. Die Ober- und Unterkanten 50 und 52 können sich daher schneiden und entweder eine oder beide der Vorder- und Hinterkanten 54 und 56 eliminieren.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der aufblasbare Vorhang 14 (3) aus einem Materialflächenglied gebildet, das umgefaltet wird, um die übereinander liegenden ersten und zweiten Zuschnitte 40 und 42 zu bilden. Es wird von Fachleuten jedoch erkannt werden, daß der aufblasbare Vorhang 14 alternative Aufbauformen haben könnte. Zum Beispiel könnten die ersten und zweiten Zuschnitte 40 und 42 aus separaten Materialflächengliedern gebildet werden, die in einer übereinanderliegenden Weise angeordnet und aneinander durch eine Naht 46 befestigt sind, die sich um den gesamten Umfang 48 der Zuschnitte erstreckt. Die ersten und zweiten Zuschnitte 40 und 42 können ebenfalls um ihre Umfänge aneinandergewebt werden, um den aufblasbaren Vorhang 14 zu bilden.

Die ersten und zweiten Zuschnitte 40 und 42 sind aus einem Stoff aufgebaut, beispielsweise Nylon, der mit einem gasundurchlässigen Material überzogen ist, beispielsweise Urethan oder Silikon. Der aufblasbare Vorhang 14 kann daher einen im wesentlichen luftdichten Aufbau haben. Andere Materialien, beispielsweise Elastomere, Plastikfilme oder Kombinationen daraus, können ebenfalls verwendet werden, um den aufblasbaren Vorhang 14 aufzubauen. Die ersten und zweiten Zuschnitte 40 und 42 können auch aus ein- oder mehrlagigen Flächengliedern aus Material gebildet werden.

Wie in 4 dargestellt ist, können die ersten und zweiten Zuschnitte 40 und 42 miteinander durch bekannte Mittel 60 verbunden werden, beispielsweise Nähen, dielektrisches Verbinden, Ultraschallverkleben, Wärmeverbinden, Klebemittel, Fangbänder oder das Zusammenweben der Zuschnitte, um einen nicht-aufblasbaren Bereich 62 in dem aufblasbaren Volumen 58 (2) des aufblasbaren Vorhangs 14 zu bilden. Ein solcher nicht-aufblasbarer Bereich 62 kann in Bereichen entlang der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 wünschenswert sein, in denen Insassen wahrscheinlich nicht in Kontakt mit der Seitenstruktur kommen. Dies kann helfen, die Menge Aufblasströmungsmittel zu verringern, die erforderlich ist, um den aufblasbaren Vorhang 14 zu füllen, und die für das Aufblasen des Vorhangs erforderliche Zeit zu verkürzen. Ein solcher nicht-aufblasbarer Bereich 62 kann auch wünschenswert sein, um zu helfen, die Dicke des aufblasbaren Vorhangs 14 zu steuern und aufblasbare Kammern des Vorhangs zu definieren.

Wie in 2 dargestellt ist, ist der nicht-aufblasbare Bereich 62 im allgemeinen rechteckig. Es wird von Fachleuten jedoch erkannt werden, daß es für den nicht-aufblasbaren Bereich 62 wünschenswert sein könnte, einen andersartigen Aufbau zu haben, abhängig von dem speziellen Design bzw. der Gestaltung des aufblasbaren Vorhangs 14, der Form des Fahrzeugs 12, in dem die Vorrichtung 10 eingebaut wird, und die gewünschte Form der aufblasbaren Teile) des Vorhangs. Zum Beispiel könnte der aufblasbare Bereich 62 aus linearen Verbindungen bestehen, so daß die Zuschnitte entlang gerader oder kurvenförmiger Linien verbunden werden, Verbindungsbereichen, so daß die Vorhangzuschnitte in Bereichen miteinander verbunden werden, die durch gerade oder kurvenförmige Grenzen definiert werden, oder einer Kombination aus linearen Verbindungen und Bereichsverbindungen.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel hilft der nicht-aufblasbare Bereich 62, aufblasbare Vorder- und Hinterteile 64 bzw. 66 des aufblasbaren Volumens 58 des aufblasbaren Vorhangs 14 zu definieren. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Vorder- und Hinterteile 64 und 66 in Strömungsmittelverbindung miteinander durch Durchlässe 68 verbunden, die sich entlang der Ober- und Unterkanten 50 und 52 des aufblasbaren Vorhangs 14 zwischen den entsprechenden Ober- und Unterkanten und dem nichtaufblasbaren Bereich 62 erstreckt. Die Vorder- und Hinterteile 64 und 66 können jedoch nicht in Strömungsmittelverbindung miteinander verbunden sein. Wenn der aufblasbare Vorhang aufgeblasen wird, wird der Vorderteil 64 vorne in dem Fahrzeug 12 positioniert, zwischen der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs und beliebigen vorne in dem Fahrzeug sitzenden Insassen. Der aufgeblasene Hinterteil 66 wird hinten in dem Fahrzeug 12 positioniert, zwischen der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs und beliebigen hinten in dem Fahrzeug sitzenden Insassen.

Das Fahrzeug 12 umfaßt einen Sensormechanismus 70 (schematisch in den 1 und 2 gezeigt) zum Abfühlen eines Seitenaufpralls auf das Fahrzeug 12 und/oder eines Überschlags des Fahrzeugs 12. Der Sensormechanismus 70 betätigt die Aufblasvorrichtung 24 ansprechend auf das Abfühlen eines Seitenaufpralls oder eines Fahrzeugüberschlags. Im Falle eines Überschlags des Fahrzeugs 12 oder eines Seitenaufpralls auf das Fahrzeug von einer Größe über einem vorbestimmten Schwellenwert, liefert der Sensormechanismus 70 ein elektrisches Signal über Leitungsdrähte 72 an die Aufblasvorrichtung 24. Das elektrische Signal bewirkt, daß die Aufblasvorrichtung 24 in einer bekannten Weise betätigt wird. Die Aufblasvorrichtung 24 gibt Strömungsmittel unter Druck in das Füllrohr 22 ab. Das Füllrohr 22 leitet das Strömungsmittel in den aufblasbaren Vorhang 14.

Der aufblasbare Vorhang 14 bläst sich unter dem Druck des Aufblasströmungsmittels von der Aufblasvorrichtung 24 auf. Das Gehäuse 26 (1) öffnet sich und der aufblasbare Vorhang 14 (2) bläst sich weg vom Dach 18 in einer Abwärtsrichtung auf, wie in den Zeichnungen gezeigt ist, und in einer Abwärtsrichtung in Bezug auf die Richtung der Vorwärtsbewegung des Fahrzeugs 12 in die in 2 dargestellte Position.

Der aufblasbare Vorhang 14 erstreckt sich aufgeblasen entlang der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 und ist zwischen der Seitenstruktur und einem beliebigen Insassen des Fahrzeugs positioniert. Wenn sich der aufblasbare Vorhang 14 in dem aufgeblasenen Zustand befindet, ist der erste Zuschnitt 40 benachbart zu der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 positioniert. Die Oberkante 50 des aufblasbaren Vorhangs 14 ist benachbart zum Schnittpunkt des Dachs 18 und der Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 positioniert. Die Vorderkante 54 des aufblasbaren Vorhangs 14 ist benachbart zu einer A-Säule 80 des Fahrzeugs 12 positioniert. Die Hinterkante 56 des aufblasbaren Vorhangs 14 ist benachbart zu einer C-Säule 82 des Fahrzeugs 12 positioniert. Der aufblasbare Vorhang 14 erstreckt sich zwischen der A-Säule 80 und der C-Säule 82 des Fahrzeugs 12 und liegt über zumindest einem Teil der A-Säule, C-Säule und einer B-Säule 84 des Fahrzeugs.

Es wird von Fachleuten erkannt werden, daß der aufblasbare Vorhang alternative Aufbauformen haben könnte. Zum Beispiel erstreckt sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel der aufblasbare Vorhang 14 zwischen der A-Säule 80 und der C-Säule 82 des Fahrzeugs 12. Der aufblasbare Vorhang 14 könnte sich jedoch nur zwischen der A-Säule 80 und der B-Säule 84 oder nur zwischen der B-Säule und der C-Säule 82 erstrecken. Ebenfalls könnte sich der aufblasbare Vorhang 14 aufgeblasen zwischen der A-Säule 80 und einer D-Säule 86 des Fahrzeugs 12 erstrecken.

Der aufblasbare Vorhang 14 hilft aufgeblasen, einen Fahrzeuginsassen im Falle eines Fahrzeugüberschlags oder eines Seitenaufpralls auf das Fahrzeug 12 zu schützen. Der nicht-aufblasbare Teil 62 hilft, die Dicke des aufgeblasenen aufblasbaren Vorhangs 14 zu begrenzen und hilft, das Gesamtvolumen des Vorhangs zu verringern. Die Vorder- und Hinterteile 64 und 66 helfen aufgeblasen, die Energie von Aufprallen auf den aufblasbaren Vorhang 14 zu absorbieren und helfen, die Aufprallsenergie über eine große Fläche des Vorhangs zu verteilen. Die Durchlässe 68 helfen ebenfalls, die Aufprallsenergie über eine große Fläche des aufblasbaren Vorhangs 14 zu verteilen, indem sie es Strömungsmittel erlauben, sich zwischen den Vorder- und Hinterteilen 64 und 66 bei Aufprallen auf den Vorhang zu bewegen.

Wenn der aufblasbare Vorhang 14 aufgeblasen ist, ist es wünschenswert, daß das Aufblasströmungsmittel in dem Vorhang auf einem gewünschten Druck gehalten wird, um zu helfen, zu verhindern, daß Fahrzeuginsassen durch den Vorhang durchdringen. Mit „Durchdringen" ist gemeint, daß der Druck des Aufblasströmungsmittels in dem aufblasbaren Vorhang nicht ausreichend ist, um zu verhindern, daß ein Insasse die ersten und zweiten Zuschnitte beim Aufprallen auf den Vorhang zusammenbewegt, und der Insasse daher im wesentlichen auf die Seitenstruktur 16 des Fahrzeugs 12 prallt. Der gewünschte Druck ist vorzugsweise zwischen 48–62 Kilopascal. Der gewünschte Druck kann jedoch höher oder niedriger sein, abhängig von Faktoren wie beispielsweise dem Volumen des aufblasbaren Vorhangs 14 und der Dicke des Vorhangs, wenn er aufgeblasen ist.

Der aufblasbare Vorhang 14 bläst sich vorzugsweise innerhalb von 20–30 Millisekunden auf. Um den gewünschten Druck in dem aufblasbaren Vorhang 14 zu erreichen, wenn der Vorhang aufgeblasen wird, muß die Aufblasvorrichtung eine gegebene Menge von Aufblasströmungsmittel gemäß dem Volumen des Vorhangs liefern. Eine bevorzugte Aufblasvorrichtung 24 ist eine Aufblasvorrichtung mit gespeichertem Gas, die komprimiertes Helium bei ungefähr 6250 psig enthält. Um den gewünschten Druck in einem aufblasbaren Vorhang zu erreichen, der ein Volumen hat, das sich zwischen 12–50 Litern bewegt, muß die bevorzugte Aufblasvorrichtung zwischen 0,7–3,3 Mol Heliumgas liefern. Zum Beispiel kann ein Vorhang mit einem Volumen von ungefähr 27 Litern ungefähr 2,2 Mol Heliumgas erfordern, um einen gewünschten Aufblasdruck zu erreichen.

Es ist ebenfalls wünschenswert, daß sich die Vorder- und Hinterteile 64 und 66 des aufblasbaren Vorhangs 14 gleichmäßig weg vom Dach 18 aufblasen, zwischen den Vorder- und Hinterteilen 64 und 66 entlang der Länge des Vorhangs. Es ist weiterhin wünschenswert, daß der Druck und die Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Vorderteil 64 des aufblasbaren Vorhangs 14 gleich dem Druck bzw. der Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 66 des aufblasbaren Vorhangs zu einem gegebenen Zeitpunkt während des Aufblasens des Vorhangs sind. Idealerweise würden die Temperatur und der Druck des Aufblasströmungsmittels nicht variieren, zu einer beliebigen Zeit während des Aufblasens des Vorhangs 14 entlang der Länge des Vorhangs. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist daher das Füllrohr 22 derart aufgebaut, daß sich der aufblasbare Vorhang 14 im allgemeinen gleichmäßig zwischen den Vorder- und Hinterteilen 64 und 66 entlang der Länge des Vorhangs aufbläst. Das Füllrohr 22 ist auch derart aufgebaut, daß das Aufblasströmungsmittel in dem Vorhang 14 eine im allgemeinen gleiche Temperatur und einen im allgemeinen gleichen Druck in den Vorder- und Hinterteilen 64 und 66 entlang der Länge des Vorhangs hat, zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Aufblasens des Vorhangs.

Wie in 5 dargestellt ist, umfaßt der zweite Teil 32 des Füllrohrs 22 eine Vielzahl von Auslaßöffnungen 100, die entlang der Länge des zweiten Teils des Füllrohrs beabstandet sind. Die Auslaßöffnungen 100 sind in Gruppen von Öffnungen 102 angeordnet, von denen jede eine vorbestimmte Anzahl von Öffnungen umfaßt, die entlang einer Linie beabstandet sind, die sich entlang eines Teils der Länge des Füllrohrs 22 erstreckt. Die Gruppen von Öffnungen 102 sind um einen vorbestimmten Abstand voneinander entlang der Länge des Füllrohrs 22 beabstandet.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat das Füllrohr 22 vorzugsweise einen Außenseitendurchmesser von ungefähr 15,875 Millimeter und eine Wanddicke von ungefähr 0,71 Millimeter. Die Auslaßöffnungen 100 sind vorzugsweise durchgestochene Löcher mit einem Durchmesser im Bereich von ungefähr 7,0–9,0 Millimeter. Die Auslaßöffnungen 100 können jedoch eine unterschiedliche Geometrie haben, um einen gewünschten Effekt zu erzielen, beispielsweise das Leiten des Aufblasströmungsmittels in eine bestimmte Richtung von dem Füllrohr 22. Die Auslaßöffnungen 100 in jeder der Gruppen von Öffnungen 102 sind voneinander um ungefähr 12,0 Millimeter von Mitte zu Mitte beabstandet.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt eine erste Gruppe von Öffnungen 110 drei Auslaßöffnungen 100. Die erste Gruppe von Öffnungen 110 ist um einen bei 112 angezeigten Abstand von der Aufblasvorrichtung 24 beabstandet. Der Abstand 112 beträgt vorzugsweise ungefähr 490 Millimeter. Eine zweite Gruppe von Öffnungen 120 umfaßt fünf Auslaßöffnungen 100. Die zweite Gruppe von Öffnungen 120 ist um einen bei 122 angezeigten Abstand von der ersten Gruppe von Öffnungen 110 beabstandet. Der Abstand 122 beträgt vorzugsweise ungefähr 144 Millimeter. Eine dritte Gruppe von Öffnungen 130 umfaßt acht Auslaßöffnungen 100. Die dritte Gruppe von Öffnungen 130 ist um einen bei 132 angezeigten Abstand von der zweiten Gruppe von Öffnungen 120 beabstandet. Der Abstand 132 beträgt vorzugsweise ungefähr 485 Millimeter. Eine vierte Gruppe von Öffnungen 140 umfaßt acht Auslaßöffnungen 100. Die vierte Gruppe von Öffnungen 140 ist um einen bei 142 angezeigten Abstand von der dritten Gruppe von Öffnungen 130 beabstandet. Der Abstand 142 beträgt vorzugsweise ungefähr 85 Millimeter. Es wird jedoch von Fachleuten erkannt werden, daß die Anzahl der Gruppen von Öffnungen 102, die Anzahl von Öffnungen 100 in jeder Gruppe und die Beabstandung der Gruppen variieren können, abhängig von dem Aufbau des aufblasbaren Vorhangs 14. Zum Beispiel können in einem aufblasbaren Vorhang 14, der sich zwischen den A- und B-Säulen 80 und 84 erstreckt, weniger Gruppen von Öffnungen 102 und weniger Auslaßöffnungen 100 in den Gruppen vorhanden sein. Umgekehrt können in einem Vorhang, der sich zwischen den A- und D-Säulen 80 und 86 erstreckt, mehr Gruppen von Öffnungen 102 und mehr Auslaßöffnungen 100 in den Gruppen vorhanden sein.

Die Abstände zwischen den Gruppen von Öffnungen 102 und der Anzahl der Auslaßöffnungen 100 in jeder Gruppe von Öffnungen werden vorbestimmt, um zu helfen sicherzustellen, daß die Vorder- und Hinterteile 64 und 66 des aufblasbaren Vorhangs 14 gleichmäßig entlang der Länge des Vorhangs aufgeblasen werden. Wie in 5 dargestellt ist, hat der Hinterteil 66 ein kleineres Volumen als der Vorderteil 64. Das Aufblasströmungsmittel wird in den Hinterteil 64 durch die erste Gruppe von Öffnungen 110 geleitet. Die Anzahl und Beabstandung der Auslaßöffnungen 100 in der ersten Gruppe von Öffnungen 110 sind vorbestimmt, so daß das Volumen Aufblasströmungsmittel, das in den Hinterteil 66 geliefert wird, den Hinterteil auf einen gewünschten Druck innerhalb einer gewünschten Zeit aufbläst.

Der Vorderteil 64 des aufblasbaren Vorhangs 14 hat ein bedeutend größeres Volumen als der Hinterteil 66. Daher muß das Volumen Aufblasströmungsmittel, das in den Vorderteil 66 geliefert wird, bedeutend größer sein als das Volumen, das in den Hinterteil 64 geliefert wird. Die Anzahl und Beabstandung der Auslaßöffnungen 100 in den zweiten, dritten und vierten Gruppen von Öffnungen 120, 130 und 140 wird vorbestimmt, so daß das Volumen Aufblasströmungsmittel, das in den Vorderteil 64 geliefert wird, den Vorderteil auf den gleichen gewünschten Druck innerhalb der gleichen Zeit aufbläst wie den Hinterteil 66. Dies hilft sicherzustellen, daß sich die Vorder- und Hinterteile 64 und 66 gleichmäßig entlang der Länge des aufblasbaren Vorhangs 14 aufblasen werden.

Während des Aufblasens des aufblasbaren Vorhangs 14 ist die Massenströmungsrate bzw. -geschwindigkeit von Aufblasströmungsmittel von der Aufblasvorrichtung 24 zu dem Vorhang konstant. Wenn die Aufblasvorrichtung 24 betätigt wird, gibt es eine große Druckdifferenz zwischen dem komprimierten Aufblasströmungsmittel in der Aufblasvorrichtung und dem Gas, das sich in dem Füllrohr 22 befindet. Infolgedessen beschleunigt das Aufblasströmungsmittel von der Aufblasvorrichtung 24 in das Füllrohr 22, wobei es eine Überschallgeschwindigkeit erreicht. Wenn es in dem Füllrohr 22 ist, verlangsamt sich das Aufblasströmungsmittel auf eine Geschwindigkeit unter Überschallgeschwindigkeit, während sich Druck in dem Füllrohr aufbaut. Wenn der Druck in dem Füllrohr 22 steigt, wird eine große Druckdifferenz zwischen dem Rohr und dem aufblasbaren Vorhang 14 erzeugt. Dies bewirkt, daß das Aufblasströmungsmittel eine Überschallgeschwindigkeit erreicht, wenn das Strömungsmittel durch die Auslaßöffnungen 100 in den aufblasbaren Vorhang 14 eintritt.

Wenn das Aufblasströmungsmittel eine Überschallgeschwindigkeit erreicht, wenn es in das Füllrohr 22 von der Aufblasvorrichtung 24 eintritt, wird eine Schockwelle erzeugt, die sich nach vorne und hinten entlang der Länge des Rohrs fortpflanzt. Wenn sich die Schockwelle entlang dem Füllrohr 22 fortpflanzt, können Strömungsmitteltemperaturen am Ende des Rohrs Maximaltemperaturen im Bereich von 1000–1750 Grad Kelvin erreichen. Diese hohen Strömungsmitteltemperaturen sind ein Ergebnis adiabatischer Kompressionserwärmung von Luft, die sich in dem Füllrohr 22 vor der Betätigung der Aufblasvorrichtung 24 befindet, und isentropischer Erwärmung der Helium- und-Gas-Mischung, wenn die Schockwelle durch die Strömungsmittelmedien in dem Rohr geht. Auch wenn das Aufblasströmungsmittel durch das Füllrohr 22 geht, gewinnt das Strömungsmittel thermodynamisch an Wärme von dem Rohr, was zu höheren Drücken in dem aufblasbaren Vorhang 14 für eine gegebene Menge von Aufblasströmungsmittel führt.

Wenn das Aufblasströmungsmittel in den aufblasbaren Vorhang 14 eintritt, kühlt das Strömungsmittel schnell auf eine Temperatur gerade über der Umgebungstemperatur ab. Dies hilft sicherzustellen, daß der gewünschte Druck des Aufblasströmungsmittels in dem aufblasbaren Volumen 58 des aufblasbaren Vorhangs 14 erhalten wird. Die Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem aufblasbaren Vorhang 14, die gerade über der Umgebungstemperatur ist, wird weniger anfällig für Druckverlust aufgrund von thermodynamischem Wärmeverlust sein. Wenn zum Beispiel das Aufblasströmungsmittel in dem aufblasbaren Vorhang 14 sich auf einer deutlich höheren Temperatur als die Umgebungstemperatur befände, würde der Aufblasströmungsmitteldruck in dem Vorhang sinken, wenn das Strömungsmittel abgekühlt wird.

Beim Bestimmen der Abstände zwischen den Gruppen von Öffnungen 102 und der Anzahl von Auslaßöffnungen 100 in jeder Gruppe von Öffnungen, werden Fachleute erkennen, daß es wünschenswert ist, die Leistung bzw. den Betrieb einer vorgeschlagenen Konstruktion mit einem aufblasbaren Vorhang 14 und einem Füllrohr 22 zu simulieren. Dies kann erreicht werden, indem ein computererzeugtes Modell geschaffen wird, das es erlaubt, den Betrieb der Vorhang/Füllrohr-Konstruktion an verschiedenen Stellen in dem Vorhang zu überwachen. Die Verwendung eines computererzeugten Modells erlaubt außerdem, daß das Design bzw. die Gestaltung wiederholt ausgewertet und modifiziert wird, um die gewünschte Leistung zu erreichen. Eine Bauart eines solchen computererzeugten Modells ist ein zweidimensionales Computer-Strömungsmitteldynamik(CFD)-Modell.

Unter Verwendung von zweidimensionalem CFD-Modellieren wird der in den 15 dargestellte dreidimensionale Vorhang 14 von dem in 6 dargestellten Modellvorhang 150 modelliert. Der Modellvorhang 150 ist gestaltet, um einen Vorhang zu modellieren, der ein Volumen von ungefähr 27 Litern hat, und eine Aufblasvorrichtung 152, die ungefähr 2,2 Mol komprimierten Heliums enthält. Der Modellvorhang umfaßt auch ein Füllrohr 154 und einen nicht-aufblasbaren Teil 156. Der nicht-aufblasbare Vorhang 156 teilt ein aufblasbares Volumen 160 des Modellvorhangs 150 in einen Vorderteil 162 und einen Hinterteil 164. Die Lagen der ersten, zweiten, dritten und vierten Gruppen von Öffnungen in dem Füllrohr 154 des Modellvorhangs 150 sind bei 170 bzw. 172 bzw. 174 bzw. 176 gezeigt.

Die Verwendung des zweidimensionalen CFD-Modells erlaubt es, den Druck und die Temperatur des Aufblasströmungsmittels an Stellen in dem Modellvorhang während des Aufblasens des Modellvorhangs zu überwachen. Wie in 6 dargestellt ist, werden der Druck und die Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 164 an ersten und zweiten Stellen 180 bzw. 182 überwacht. Der Druck und die Temperatur des Aufblasströmungsmittels werden in dem Vorderteil 162 an dritten und vierten Stellen 184 bzw. 186 überwacht. Der Druck und die Temperatur des Aufblasströmungsmittels während des Aufblasens des Modellvorhangs 150 können daher aufgezeichnet werden, um die Leistung der Konstruktion auszuwerten, für die das Modell entwickelt wurde.

7 und 8 stellen die Leistung des Modellvorhangs 150 dar, der gemäß der Darstellung der 6 konstruiert ist. 7 stellt den Druck des Aufblasströmungsmittels während des Aufblasens des Modellvorhangs 150 dar. Die durchgezogene Linie 200 stellt den Druck in dem Vorderteil 162 des Modellvorhangs 150 dar, der durch die Durchschnittsbildung von an den Stellen 184 und 186 genommenen Ablesungen gemessen wurde. Die gestrichelte Linie 202 stellt den Druck in dem Hinterteil 164 des Modellvorhangs 150 dar, der durch die Durchschnittsbildung von an den Stellen 180 und 182 genommenen Ablesungen gemessen wurde. Wie in 7 gezeigt ist, gibt es eine Differenz von ungefähr 25–50 Kilopascal zwischen dem Druck des Aufblasströmungsmittels in dem Vorderteil 162 des Modellvorhangs 150 und dem Druck des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 164 des Modellvorhangs während der ersten acht bis zehn Millisekunden der Aufblaszeit. Anschließend gleichen sich die Drücke in den Vorder- und Hinterteilen 162 und 164 an. Daher ist der Druck des Aufblasströmungsmittels in den Vorder- und Hinterteilen 162 und 164 des Vorhangs 150 im allgemeinen der gleiche zu einer beliebigen gegebenen Zeit während des Aufblasens des Vorhangs.

8 stellt die Temperatur des Aufblasströmungsmittels während des Aufblasens des Modellvorhangs 150 dar. Die durchgezogene Linie 210 stellt die Temperatur in dem Vorderteil 162 des Modellvorhangs 150 dar, die durch die Durchschnittsbildung von an den Stellen 184 und 186 genommenen Ablesungen gemessen wurde. Die gestrichelte Linie 212 stellt die Temperatur in dem Hinterteil 164 des Modellvorhangs 150 dar, die durch die Durchschnittsbildung von an den Stellen 180 und 182 genommenen Ablesungen gemessen wurde. Wie in 8 gezeigt ist, gibt es nur eine Differenz von ungefähr 25–125 Grad Kelvin zwischen der Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Vorderteil 162 des Modellvorhangs 150 und der Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 164 des Modellvorhangs während der ersten fünf Millisekunden der Aufblaszeit. Anschließend befinden sich die Temperaturen in den Vorder- und Hinterteilen 162 und 164 innerhalb von ungefähr 20 Grad Kelvin. Daher ist die Temperatur des Aufblasströmungsmittels im allgemeinen die gleiche in den Vorder- und Hinterteilen 162 und 164 des Modellvorhangs 150 zu einer beliebigen gegebenen Zeit während des Aufblasens des Vorhangs.

9 stellt einen Modellvorhang 250 dar, der nach einer aufblasbaren Vorhangkonstruktion modelliert wurde, die in der Technik bekannt ist. Der Modellvorhang 250 hat die gleichen Charakteristika wie der Modellvorhang 150 (6), außer daß das Füllrohr 22 bei dem Modellvorhang 250 (9) weggelassen wurde und Aufblasströmungsmittel durch eine Aufblasvorrichtung 252 direkt in den Vorhang geleitet wird. Daher geht das Aufblasströmungsmittel von einem Hinterteil 254 des Modellvorhangs 250 zu einem Vorderteil 260 des Vorhangs durch Durchlässe 256, die benachbart zu einem nichtaufblasbaren Bereich 258 des Vorhangs sind. 10 und 11 stellen die Leistung des Modellvorhangs 250 dar.

10 stellt den Druck des Aufblasströmungsmittels während des Aufblasens des Modellvorhangs 250 dar. Die durchgezogene Linie 262 stellt den Druck in dem Vorderteil 260 des Modellvorhangs 250 dar. Die gestrichelte Linie 264 stellt den Druck in dem Hinterteil 254 des Modellvorhangs 250 dar. Wie in 10 gezeigt ist, gibt es eine große Differenz, bis zu ungefähr 250 Kilopascal, zwischen dem Druck des Aufblasströmungsmittels in dem Vorderteil 260 des Modellvorhangs und dem Druck des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 254 des Modellvorhangs während der ersten 12–15 Millisekunden der Aufblaszeit. Anschließend wird der Druck in den Vorder- und Hinterteilen 260 und 254 gleich bzw. gleicht sich an.

11 stellt die Temperatur des Aufblasströmungsmittels in Abhängigkeit von der Zeit dar. Die durchgezogene Linie 266 stellt die Temperatur in dem Vorderteil 260 des Modellvorhangs 250 während des Aufblasens des Modellvorhangs dar. Die gestrichelte Linie 268 stellt die Temperatur in dem Hinterteil 254 des Modellvorhangs 250 während des Aufblasens des Modellvorhangs dar. Wie in 10 gezeigt ist, gibt es eine große anfängliche Differenz zwischen der Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 254 und der Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Vorderteil 260. Das Aufblasströmungsmittel in dem Hinterteil 254 springt anfänglich hoch auf 800 Grad Kelvin und sinkt auf 225–275 Grad Kelvin. Das Aufblasströmungsmittel in dem Vorderteil 260 springt anfänglich hoch auf 400 Grad Kelvin und sinkt auf 260 Grad Kelvin in den ersten zwei Millisekunden, nach denen die Temperatur graduell auf 225–275 Grad Kelvin absinkt. Das Aufblasströmungsmittel in dem Vorderteil 260 springt anfänglich hoch auf 400 Grad Kelvin und sinkt auf 260 Grad Kelvin in den ersten zwei Millisekunden, nach denen die Temperatur langsam nach oben auf 450–500 Grad Kelvin ansteigt. Es sei bemerkt, daß nach den ersten ungefähr 6 Millisekunden des Aufblasens die Temperaturdifferenz zwischen den Vorder- und Hinterteilen zunimmt, und von 10 Millisekunden bis 50 Millisekunden zumindest 100 Grad Kelvin beträgt und bis über 275 Grad Kelvin.

12 stellt einen Modellvorhang 350 dar, der nach einer weiteren Konstruktion eines aufblasbaren Vorhangs modelliert ist, die in der Technik bekannt ist. Der Modellvorhang 350 hat die gleichen Charakteristika wie der Modellvorhang 150 (6), außer daß das Füllrohr 22 bei dem Modellvorhang 250 (9) weggelassen wurde und Aufblasströmungsmittel durch einen Stoffschlauch 352 in den Vorhang geleitet wird, der aus dem Vorhangsmaterial konstruiert ist und sich von dem Vorhang zu einer Aufblasvorrichtung 354 erstreckt. Der Schlauch 352 hat einen Durchmesser von ungefähr drei Zoll. Das Aufblasströmungsmittel strömt von der Aufblasvorrichtung 354 durch den Schlauch 352 und in einen Hinterteil 356 des Modellvorhangs 350. Das Aufblasströmungsmittel strömt dann durch Durchlässe 358 benachbart zu einem nicht-aufblasbaren Bereich 360 des Vorhangs in einen Vorderteil 362 des Vorhangs. 13 und 14 stellen die Leistung des Modellvorhangs 350 dar.

13 stellt den Druck des Aufblasströmungsmittels während des Aufblasens des Modellvorhangs 350 dar. Die durchgezogene Linie 364 stellt den Druck in dem Vorderteil 362 des Modellvorhangs 350 dar. Die gestrichelte Linie 366 stellt den Druck in dem Hinterteil 356 des Modellvorhangs 350 dar. Wie in 13 gezeigt ist, ist der Druck des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 356 zwischen ungefähr 50–75 Kilopascal höher als der Vorderteil 362 des Modellvorhangs 350 während der ersten 3–4 Millisekunden der Aufblaszeit. Anschließend ist der Druck der gleiche wie in den Vorder- und Hinterteilen 362 und 356 für einen Moment, d.h. die Linien 364 und 366 kreuzen sich. Der Druck in dem Vorderteil 362 wird dann ungefähr 20–60 Kilopascal größer als der Druck in dem Hinterteil 356 bis ungefähr 20 Millisekunden, wenn die Drücke im allgemeinen gleich werden.

14 stellt die Temperatur des Aufblasströmungsmittels während des Aufblasens des Modellvorhangs 350 dar. Die durchgezogene Linie 368 stellt die Temperatur in dem Vorderteil 362 des Modellvorhangs 350 dar. Die gestrichelte Linie 370 stellt die Temperatur in dem Hinterteil 356 des Modellvorhangs 350 dar. Wie in 14 gezeigt ist, gibt es eine große anfängliche Differenz zwischen der Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 356 des Modellvorhangs 350 und der Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Vorderteil 362. Die Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Hinterteil 356 springt anfänglich hoch auf ungefähr 800 Grad Kelvin und sinkt auf ungefähr 400 Grad Kelvin nach unten in den ersten zwei Millisekunden, nach denen die Temperatur graduell auf 220–280 Grad Kelvin absinkt. Die Temperatur des Aufblasströmungsmittels in dem Vorderteil springt anfänglich hoch auf ungefähr 520 Grad Kelvin und sinkt nach unten auf ungefähr 480 Grad Kelvin in den ersten drei Millisekunden, nach denen die Temperatur hoch auf ungefähr 575 Grad Kelvin springt und bei ungefähr 550 Grad Kelvin abnimmt. Es sei bemerkt, daß, nach den ersten ungefähr 2 Millisekunden des Aufblasens, die Temperaturdifferenz zwischen den Vorder- und Hinterteilen 362 und 356 wächst, und von 5 Millisekunden bis 50 Millisekunden zumindest eine Differenz von 250–300 Grad Kelvin ist.

Aus der obigen Beschreibung des Erfindung werden Fachleute Verbesserungen, Veränderungen und Modifikationen entnehmen. Solche Verbesserungen, Veränderungen und Modifikationen innerhalb des Fachkönnens sollen von den angefügten Ansprüchen abgedeckt werden.


Anspruch[de]
  1. Seitenairbag (10) zur Anbringung im Dachrahmenbereich eines Kraftfahrzeugs (12), wobei der Seitenairbag (10) folgendes aufweist:

    einen aufblasbaren Seitenvorhang (14) eine Aufblasvorrichtung (24) mit gespeichertem Helium zum Liefern von Heliumaufblasgas zum Aufblasen des Seitenvorhangs (14), wobei die Aufblasvorrichtung (24) frei von pyrotechnischem Material ist zum Erwärmen des Heliumaufblasgases;

    und

    ein Füllrohr (22) mit einem in dem Seitenvorhang (14) gelegenen Teil (32) zum Leiten des Heliumaufblasgases in den Seitenvorhang (14), um diesen aufzublasen, wobei das Füllrohr (22) das Heliumaufblasgas gleichmäßig entlang der Länge des Seitenvorhangs (14) verteilt, um eine gleichmäßige Unterdrucksetzung des Seitenvorhangs (14) zu bewirken, wobei das Füllrohr (22) auch zum Erwärmen des Heliumaufblasgases dient, derart daß das Heliumaufblasgas in dem Seitenvorhang (14) eine Temperatur besitzt entsprechend der Umgebungstemperatur.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Füllrohr (22) eine vorbestimmte Anzahl von Auslaßöffnungen (100) besitzt, die um einen vorbestimmten Abstand entlang des erwähnten Teils (32) des Füllrohrs (22) voneinander beabstandet sind, wobei das Füllrohr (22), die vorbestimmte Anzahl von Auslaßöffnungen (100) und der vorbestimmte Abstand derart konstruiert sind, daß im Seitenvorhang (14) ein im allgemein gleicher Druck und eine im allgemeinen gleiche Temperatur erzeugt werden.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Auslaßöffnungen (100) in Gruppen (110, 120, 130, 140) angeordnet sind, wobei jede der Gruppen (110, 120, 130, 140) eine Vielzahl der Auslaßöffnungen (100) umfaßt, wobei die Gruppen (110, 120, 130, 140) entlang des erwähnten Teils (32) des Füllrohrs (22) voneinander beabstandet sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei der Seitenvorhang (14) ein aufblasbares Volumen definiert, das zumindest teilweise durch eine sich entlang der Seitenstruktur (16) des Fahrzeugs (12) benachbart zu dem Dach (18) des Fahrzeugs (12) erstreckende Oberkante (50), eine entgegengesetzte Unterkante (52), sowie horizontal entlang der Ober- und Unterkanten beabstandete Vorder- und Hinterkanten (54, 56) gebildet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Füllrohr (22) ein erstes mit der Aufblasvorrichtung (24) verbundenes Ende (30) und ein entgegengesetztes zweites in dem Seitenvorhang (14) gelegenes Ende (32) besitzt, wobei das erste Ende (30) außerhalb des Seitenvorhangs (14) nahe der Hinterkante (56) des Seitenvorhangs (14) positioniert ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei die Auslaßöffnungen (100) in vier entlang des Füllrohrs (22) beabstandeten Gruppen (110, 120, 130, 140) angeordnet sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei jede der Auslaßöffnungen (100) eine Mitte und einen Durchmesser von ungefähr 7,0–9,0 Millimeter besitzt, wobei die Auslaßöffnungen (100) in jeder der vier Gruppen (110, 120, 130, 140) entlang einer Linie angeordnet und entlang der Linie beabstandet sind, wobei die Mitten benachbarter Öffnungen (100) in jeder der Gruppen (110, 120, 130, 140) um ungefähr 12 Millimeter beabstandet sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei eine erste Gruppe (110) von Auslaßöffnungen (100) drei der Auslaßöffnungen (100) umfaßt.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die erste Gruppe (110) der Auslaßöffnungen (100) ungefähr 490 Millimeter von dem ersten Ende (30) des Füllrohrs beabstandet ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei eine zweite Gruppe (120) von Auslaßöffnungen (100) fünf der Auslaßöffnungen (100) umfaßt.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei die zweite Gruppe (120) von Auslaßöffnungen (100) ungefähr 144 Millimeter von der ersten Gruppe (110) von Auslaßöffnungen (100) beabstandet ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei eine dritte Gruppe (130) von Auslaßöffnungen (100) acht der Auslaßöffnungen (100) umfaßt.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei die dritte Gruppe (130) von Auslaßöffnungen (100) ungefähr 485 Millimeter von der zweiten Gruppe (120) von Auslaßöffnungen (100) beabstandet ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei eine vierte Gruppe (140) von Auslaßöffnungen (100) acht der Auslaßöffnungen (100) umfaßt.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei die vierte Gruppe (140) von Auslaßöffnungen (100) ungefähr 85 Millimeter von der dritten Gruppe (130) von Auslaßöffnungen (100) beabstandet ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Füllrohr (22) einen Außendurchmesser von ungefähr 15,875 Millimetern und eine Wanddicke von ungefähr 0,71 Millimetern besitzt.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Aufblasgas durch jede der Auslaßöffnungen (100) mit Überschallgeschwindigkeit geleitet wird.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 17, wobei die Überschallgeschwindigkeit des Aufblasgases eine Schockwelle erzeugt, die bewirkt, daß die Temperatur des Aufblasgases steigt.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der aufblasbare Seitenvorhang (14) einen nicht-aufblasbaren Teil (62) umfaßt, der zwischen einem Vorderteil (66) und einem Hinterteil (64) des Seitenvorhangs (14) gelegen ist.
  20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich der aufblasbare Vorhang (14) aufgeblasen entlang der Seitenstruktur (16) des Fahrzeugs (12) zwischen einer A-Säule (80) und einer C-Säule (82) des Fahrzeugs (12) erstreckt.
  21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der aufblasbare Vorhang (14) aufgeblasen zumindest über einem Teil einer A-Säule (80), einer B-Säule (84) und einer C-Säule (82) des Fahrzeugs (12) liegt.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 1, die weiter einen Sensor (70) zum Abfühlen eines Fahrzeugzustands aufweist, für den ein Einsatz des Seitenairbags (10) gewünscht wird, wobei der Sensor (70) die Aufblasvorrichtung (24) betätigt, um Aufblasgas zu liefern, um den Seitenvorhang (14) aufzublasen.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

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