PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10150520B4 24.08.2006
Titel Elektrische Maschine
Anmelder Janke Engineering GmbH, 12459 Berlin, DE
Erfinder Janke, Michael, 12459 Berlin, DE
Vertreter HERTIN Anwaltssozietät, 10707 Berlin
DE-Anmeldedatum 12.10.2001
DE-Aktenzeichen 10150520
Offenlegungstag 14.08.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse H02K 41/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H02K 1/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H02K 21/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektrische Maschine, bestehend aus einer Anordnung von Segmenten, wobei das Segment mindestens eine Spule und eine ferromagnetische Komponente umfasst, wobei durch die mindestens eine Spule ein magnetischer Fluss in der ferromagnetischen Komponente erzeugt wird.

Aus dem Stand der Technik sind Direktantriebe bekannt, die das magnetische Transversalflussprinzip als Antrieb nutzen. Hierbei wird in einem, zumeist unbeweglichen Teil einer elektrischen Maschine ein Magnetfeld erzeugt (Stator), das auf einen beweglichen, die elektrische Maschine umgebenden oder aufliegenden Schlitten oder kreisförmigen Rotor wirkt und diesen entlang der elektrischen Maschine beschleunigt. Da die Kraftübertragung von der elektrischen Maschine auf dem Schlitten bzw. Rotor über einen Luftspalt hinweg ohne Übertragungsglieder, wie z.B. Getriebe oder Wellen, direkt erfolgt, werden diese Kombinationen aus elektrischer Maschine und beweglichen Schlitten/Rotor Direktantriebe genannt.

In der DE 37 05 089 A1 werden elektrische Maschinen in Transversalflussausführung dargestellt, nämlich der Art, dass ein Strang einer Spule von einer Vielzahl von Weicheisen hintereinander, in definierten Abständen, U-förmig umgeben ist und mit an einem Rotor befindlichen Permanentmagneten erregt wird. Es entsteht dabei ein magnetischer Fluss, quer zur Bewegungsrichtung des sich bewegenden Rotors, der sogenannte Transversalfluss. Eine zweite Spule ist erforderlich, um mit der Hilfe der Wechselspannung eine kontinuierliche Bewegung des Rotors zu erzeugen. Der Rotor muss zwischen den Strängen geführt werden.

Die DE 92 14 383 U1 beschreibt die Wirkungsweise des Transversalflusses einer ähnlichen Vorrichtung, wobei die Z-förmige, alternierende, hintereinander erfolgende Aufreihung der Weicheisen an zwei Spulensträngen, bei gegenüberliegender Anordnung der Permanentmagnete, die auftretenden Querkräfte minimieren soll (Kompensation der Kräfte). Mehrere Spulen hintereinander geschaltet, gestatten durch die Erzeugung eines entsprechenden magnetischen Feldes die Bewegung des Rotors.

Alle diese Ausführungen von elektrischen Maschinen mit Transversalfluss haben einen wesentlichen Nachteil, nämlich den sehr hohen Anteil an Weicheisen sowie der Tatsache, dass longitudinale magnetische Flüsse nicht genutzt werden.

Elektrische Maschinen mit magnetischem Longitudinalfluss sind z.B. aus der EP 0 793 870 B1 bekannt. Hierbei wird durch konstruktive Merkmale, wie z.B. der Breite der spulenumwickelten Weicheisen (Zähne) oder der relativen Größe der Permanentmagnete gegenüber den Zähnen der magnetische longitudinale Fluss innerhalb der Anordnung optimiert.

Aus der US 3 770 995 ist eine elektrische Maschine bekannt, die aus einer Anordnung von Segmenten mit Spulenteilen und ferromagnetischen Komponenten besteht, wobei jede ferromagnetische Komponente mindestens einen Spulenteil umfasst, durch die ein magnetischer Fluss in der ferromagnetischen Komponente erzeugt wird. Der Spulenteil einer elektrischen Maschine gemäß der US 3 770 995 umschließt einen Teil der ferromagnetischen Komponente als Bestandteil einer Spule. Die ferromagnetische Komponente weist drei Arme mit unterschiedlicher räumlicher Ausrichtung auf, von denen ein Arm mit Spule als Zahn und zwei Arme ohne Spule als Polelement ausgestaltet sind. Die so gebildeten Segmente sind entlang der elektrischen Maschine angeordnet. Durch die über Segmentverbindungen verbundenen Spulenteile bzw. Spulen wird auch gleichzeitig ein longitudinaler Fluss entlang der miteinander verbundenen Segmente erzeugt.

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Vorrichtungen zur möglichst effektiven Ausnutzung von magnetischen Longitudinal- oder Transversalkräften bekannt.

Bei diesen Maschinen wird jedoch entweder nur der magnetische Fluss in transversaler oder in longitudinaler Richtung ausgenutzt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische Maschine mit optimaler Ausnutzung des im Stator erzeugten und verlaufenden magnetischen Gesamtflusses bereitzustellen, um damit einen die Maschine umgebenden oder aufliegenden Schlitten oder Rotor mit hohen Beschleunigungen und Geschwindigkeiten entlang der elektrischen Maschine betreiben zu können.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale.

Demnach ist erfindungsgemäß eine elektrische Maschine vorgesehen, bestehend aus einer Anordnung von Segmenten, wobei das Segment mindestens eine Spule und eine ferromagnetische Komponente umfasst, wobei durch die mindestens eine Spule ein magnetischer Fluss in der ferromagnetischen Komponente erzeugt wird, wobei die ferromagnetische Komponente mindestens zwei Arme mit unterschiedlicher räumlicher Ausrichtung aufweist, von denen mindestens ein Arm als Zahn, um den die mindestens eine Spule gewickelt ist, und mindestens ein Arm ohne Spule als Polelement ausgestaltet ist, und wobei diese so gebildeten Segmente derart entlang der elektrischen Maschine angeordnet sind, dass auf ein Segment mit einem Zahn alternierend bezüglich jeder räumlichen Ausrichtung der Arme ein Segment mit einem Polelement folgt, und wobei diese Segmente über Segmentverbindungen derart miteinander verbunden sind, dass bei an die Spulen angelegter Wechselspannung gleichzeitig ein longitudinaler Fluss durch die Segmentverbindungen entlang der miteinander verbundenen Segmente und ein Transversalfluss erzeugt wird.

Hierbei wird in einem Segment, bestehend aus einem Spulenteil und einer diesen umfassenden ferromagnetischen Komponente, der vorhandene Spulenteil mit einem weiteren Spulenteil verbunden, so dass die ferromagnetische Komponente oder Teile hiervon zwischen den so verbundenen Spulenteilen angeordnet sind und als Zahn verwendet werden. Die ferromagnetische Komponente weist dabei mindestens zwei Arme mit unterschiedlicher räumlicher Ausrichtung auf, von denen mindestens ein Arm mit Spule als Zahn und einer ohne Spule als Polelement ausgestaltet ist.

Nahezu senkrecht zur Ausrichtungsebene der Zähne und Polelemente der ferromagnetischen Komponente können diese Segmente in unterschiedlichen Formen zusammengefügt werden, z.B. als Gerade oder als Kreis, und bilden als elektrische Maschine den stationären Teil des Direktantriebes. Ebenfalls bietet sich die Möglichkeit, die Segmente zu einer Fläche zusammenzuschließen und somit eine zweidimensionale Ausgestaltung der elektrischen Maschine bereitzustellen. Diese verbundenen Segmente sind als elektrische Maschine so angeordnet, dass auf ein Segment mit Zahn alternierend bezüglich jeder räumlichen Ausrichtung der Arme ein Segment mit einem Polelement folgt. Die so verbundenen Spulenteile erzeugen dann zusätzlich zu dem in der ferromagnetischen Komponente verlaufenden magnetischen Transversalfluss einen longitudinalen Fluss entlang der elektrischen Maschine.

Die Arme der ferromagnetischen Komponente eines Segmentes können dabei gerade, L-, T-, U- oder sternenförmig, sowie in Form eines kartesischen Kreuzes ausgebildet sein, sowie Kombinationen hiervon, wobei die Arme abwechselnd als Zahn oder als Polelement genutzt werden. Um eine symmetrische Anordnung der Spulen zu gewährleisten, ist eine gerade Anzahl von Armen einer ferromagnetischen Komponente zu bevorzugen.

Weiterhin sind die Segmente miteinander steckbar verbunden, wobei durch diese Verbindung ein magnetischer Fluss fließt. Die Arme der ferromagnetischen Komponenten sind zusammensteckbar und die Verbindungen der Segmente können auch direkt oder über Segmentverbindungen miteinander zusammensteckbar sein, so dass eine modulare Bauweise der elektrischen Maschine ermöglicht wird.

Der Abstand zwischen einem Zahn und einem Polelement in Bewegungsrichtung ist dabei so bemessen, dass sich die um die Zähne gewickelten Spulenteile nicht berühren. Die Spulenteile sind so miteinander elektrisch verschaltet, dass die Zähne mit Spulenteilen einen Pol besitzen und die Polelemente den korrespondierenden Gegenpol bilden. Die ferromagnetischen Komponenten und die Segmentverbindungen bestehen aus Weicheisen, aus geeigneten Stählen (z.B. St37), aus nichtkornorientierten oder kornorientierten geschichteten Elektroblechen oder aus Pulververbundwerkstoffen.

Vorteilhafte Bauformen ergeben sich auch durch das räumliche Klappen der Zahnreihen. Dadurch kann der Eisenwerkstoff, insbesondere die eingesetzten Materialmengen von Eisen in den ferromagnetischen Komponenten verringert werden.

Die elektrische Maschine wird von einem Rahmen ganz oder teilweise umschlossen, wobei auf dem Rahmen gegenstückig zu den Positionen der Zähne bzw. Polelemente über einen Luftspalt hinweg Permanentmagnete angeordnet sind. Dieser Rahmen kann als beweglicher Teil des Direktantriebes verwendet werden. Auf den Rahmen können dann noch weitere Vorrichtungen angebracht werden, die die Nutzung des Direktantriebes, z.B. als Zuführungseinheit zu einem Förderband, ermöglichen. Umgekehrt kann der äußere Rahmen fixiert und stationär gehalten werden und die innenliegende elektrische Maschine entlang des Rahmens bewegt werden. Die Permanentmagnete entlang einer Seite des Rahmens sind durch ein Mittel zur Erzeugung eines magnetischen Schlusses („Joch") miteinander verbunden und es entsteht ein magnetischer Schluss. Im einfachsten Fall kann der magnetische Schluss der Permanentmagnete durch einen entsprechenden ferromagnetischen Rahmen gewährleistet werden.

Der Schlitten bzw. Rotor führt eine geradlinige, kreisförmige oder beliebige Bewegung entlang der entsprechenden Anordnung der elektrischen Maschine aus und wird durch diese geführt. Hierzu können z.B. mechanische Führungen im Rahmen und in der elektrischen Maschine verwendet werden, die einen gleichbleibenden Abstand zueinander, insbesondere zwischen den Zähnen bzw. Polelementen und den Permanentmagneten, sicherstellen.

Diese elektrische Maschine kann insbesondere als Direktantrieb verwendet werden, bei dem der Rahmen gegenüber der elektrischen Maschine beweglich gelagert ist und entlang der elektrischen Maschine Bewegungen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Beschleunigungen ausführen kann. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Segmente entlang der Maschine, wobei auf ein Segment mit Zahn alternierend bezüglich jeder räumlichen Ausrichtung der Arme ein Segment mit einem Polelement folgt, wird der magnetische Gesamtfluss der Anordnung in einer gegen über dem Stand der Technik, wie beispielsweise der aus der US 3 770 995 bekannten elektrischen Maschine, erstmalig effektiven Weise so genutzt, dass hierdurch höhere Beschleunigungen und Geschwindigkeiten des Rahmens möglich sind und so der Betrieb eines Direktantriebes optimiert wird.

Weitere vorteilhafte Maßnahmen sind in den übrigen Unteransprüchen beschrieben; die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen und der nachfolgenden Figuren näher beschrieben; es zeigt:

1 Schnittzeichnung der Frontansicht eines Segmentes mit L-förmiger ferromagnetischer Komponente mit obenliegendem Permanentmagneten (1 ist ein vertikaler Schnitt durch 2);

2 Schnittzeichnung der Seitenansicht der elektrischen Maschine mit obenliegenden Permanentmagneten;

3 Übersichtszeichnung der elektrischen Maschine mit kartesisch-kreuzförmigen ferromagnetischen Komponenten und umgebenden Rahmen mit Permanentmagneten;

4 Schnittzeichnung der Frontansicht eines Segmentes mit kartesisch-kreuzförmiger ferromagnetischer Komponente und umgebenden Rahmen mit Permanentmagneten;

5 Schnittzeichnung der Seitenansicht der elektrischen Maschine mit kartesisch-kreuzförmigen ferromagnetischen Komponenten, wobei die Segmente alternierend in Bewegungsrichtung angeordnet sind sowie von oben- und untenliegenden Permanentmagneten umschlossen sind.

Die 1 zeigt eine Ausschnitt-Schnittzeichnung der Frontansicht eines Segmentes 11 mit L-förmiger ferromagnetischer Komponente 14, wobei ein Arm als Zahn 15 und ein Arm als Polelement 16 verwendet wird. Hierzu ist eine Spule 12 so um die ferromagnetische Komponente 14 gewickelt, dass der Zahn 15 als Spulenkern genutzt wird. Durch die innenliegende Spule 12 wird in der ferromagnetischen Komponente 14 ein magnetischer Transversalfluss 21 erzeugt (durch Pfeil angedeutet), der quer zur Ausrichtung der elektrischen Maschine 10 auftritt. Über einen Luftspalt hinweg ist gegenstückig zum Zahn 15 bzw. Polelement 16 ein Permanentmagnet 17 angeordnet. Der Permanentmagnet 17 ist direkt mit einem Rahmen 18 verbunden. Der Rahmen 18 dient hier gleichzeitig als Halterung der Permanentmagnete 17 und als magnetischer Schluss und umfasst korrespondierend zur Ausrichtung der Zähne 15 bzw. Polelemente 16 L-förmig das Segment 11.

Die Seitenansicht der elektrischen Maschine 10 mit obenliegenden Permanentmagneten 17 ist als Schnittzeichnung in der 2 zu sehen. Die 1 ist ein vertikaler Schnitt durch 2. Hierbei sind die einzelnen Segmente 11 direkt oder über Segmentverbindungen (nicht dargestellt) miteinander verbunden und magnetisch geschlossen. Die Permanentmagnete 17 sind bezüglich der Polung N (Nord), S (Süd) abwechselnd angeordnet. Durch die angeschlossene elektrische Wechselspannung (2- oder 3-phasig, Phasen verschoben) in den Spulen 12 wird das erreichbare Moment erzeugt, wobei sich die in den ferromagnetischen Komponenten 14 erzeugten magnetischen longitudinalen Flüsse 22 sich anziehend und abstoßend zu den magnetischen Feldern der Permanentmagnete 17 verhalten. Dabei werden entsprechend dieser elektrischen Spannungszustände und Änderungen in den Spulen 12, 13 auch transversale magnetische Flüsse 21 in der ferromagnetischen Komponente 14 erzeugt, so dass die Permanentmagnete 17 und damit der Rahmen 18 durch einen magnetischen Transversal- und Longitudinalfluss 21, 22 entlang der elektrischen Maschine 10 in Bewegung versetzt werden.

Die elektrische Maschine 10 mit kartesisch-kreuzförmigen ferromagnetischen Komponenten 14 als Segmente 11 und umgebenden Rahmen 18 mit Permanentmagneten 17 ist in der 3 gezeigt. In diesem Fall ist symmetrisch zur Spule 12 bzw. zur alternierenden Spulenwicklung 13 über zwei ferromagnetische Komponenten 14 hinweg eine weitere Spule 12b bzw. weitere alternierende Spulenwicklung 13b angeordnet. Für diese kreuzförmige Anordnung sind die Spulenwicklungen 12b, 13b um die Arme der ferromagnetischen Komponenten 14 so angeordnet, dass ein magnetischer Fluss in den vier Armen der kreuzförmigen Segmente 11 erzeugt wird und der Rahmen 18 durch den so gebildeten magnetischen Gesamtfluss der elektrischen Maschine 10 angetrieben wird. Entsprechend sind an vier Seiten des Rahmens 18 Permanentmagnete 17 durch Mittel zur Erzeugung eines magnetischen Schlusses 19 magnetisch verbunden. Geeignete Mittel zur Erzeugung eines magnetischen Schlusses (Joch) 19 können z.B. Eisenbleche oder ferromagnetische Werkstücke sein. Entlang der elektrischen Maschine 10 setzt sich diese Anordnung der Segmente 11 alternierend bezüglich jeder räumlichen Ausrichtung der Arme fort.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung lassen sich wie folgt darlegen: Es werden für die magnetischen Flüsse zweier Segmente mit jeweils 2 Zähnen und zwei Polelementen in Form einer kartesisch-kreuzförmigen ferromagnetischen Komponente und damit vier Zähnen mit insgesamt 4 Standardspulen, unter der Beachtung, dass in diesem Falle nur zwei Spulen abwechselnd pro Segment verwendet werden, im Vergleich mit einem Segment mit 4 Standardspulen ohne Polelemente betrachtet. In den Polelementen ohne Spule entsteht zwar im Luftspalt nur 70% des magnetischen Flusses gegenüber einem durch einen Zahn mit Spule erzeugten Magnetfluss beim Anlegen einer elektrischen Gleichspannung. In der Summe werden jedoch mehr als 10% höhere magnetische Flussstärken in den Luftspalten gemessen, im Vergleich zu einer kartesisch-kreuzförmigen ferromagnetischen Komponente mit ausschließlich vier Zähnen und damit 4 Standardspulen. Standardspulen sind im Rahmen dieser Ausführungen Spulen mit einer Kantenlänge von jeweils 1cm und 100 Wicklungen, wobei hierbei ein Drahtdurchmesser von 0.5 mm verwendet wird.

Der erzeugte magnetische Transversalfluss 21 ist durch Pfeile in der 4 als Schnittzeichnung der Frontansicht eines Segmentes 11 mit kartesisch-kreuzförmiger ferromagnetischer Komponente 14 und umgebenden Rahmen 18 mit Permanentmagneten 17 dargestellt. Durch die ersten Spulen 12, 12a wird in der kreuzförmigen ferromagnetischen Komponente 14 ein gegenläufiger magnetischer Transversalfluss 21 senkrecht zur Ausrichtung der elektrischen Maschine 10 erzeugt. Die auf dem Rahmen 18 mit alternierenden magnetischen Polungen angeordnete Permanentmagnete 17 richten sich relativ zu den in der elektrischen Maschine 10 erzeugten magnetischen Transversalflussfeld aus, was eine Bewegung des Rahmens 18 relativ zur elektrischen Maschine 10 zur Folge hat.

Der Verlauf des erzeugten magnetischen Gesamtflusses 21, 22 ist durch Pfeile in der 5 als Schnittzeichnung der Seitenansicht der elektrischen Maschine 10 schematisch dargestellt. Hierbei wird der Kern der elektrischen Maschine 10 durch kartesisch-kreuzförmige ferromagnetische Komponenten 14 gebildet, wobei die Segmente 11 bezüglich ihrer räumlichen Ausrichtung alternierend entlang der elektrischen Maschine 10 angeordnet sind und oben- und untenliegende Permanentmagnete 17 gegenstückig zu den oben- und untenliegenden Zähnen 15 bzw. Polelementen 16 liegen. Dabei werden die Permanentmagnete 17 durch ein Mittel zur Erzeugung eines magnetischen Schlusses 19 geschlossen und durch den Rahmen 18 gehalten, der als Schlitten dient. Entlang der elektrischen Maschine 10 ergibt sich ein longitudinaler magnetischer Fluss 22 entlang der verbundenen Segmente 11 und in den Zähnen 15. Zusätzlich zu dem innerhalb der ferromagnetischen Komponente 14 wirkenden Transversalfluss 21 erzeugt diese Anordnung entlang der elektrischen Maschine 10 einen Longitudinalfluss 22, der die Ausrichtung der Permanentmagneten 17 relativ zur elektrischen Maschine 10 und damit eine Bewegung des Rahmens 18 als Schlitten oder Rotor relativ zur elektrischen Maschine 10 erzeugt.

10elektrische Maschine 11Segment 12Spulenteil zur Erzeugung des Transversalflusses und/oder Longitudinalflus ses 12balternierender Spulenteil zur Erzeugung des Transversalflusses und/oder Longitudinalflusses 13weiterer Spulenteil zur Erzeugung des Transversalflusses und/oder Longitu dinalflusses 13balternierender Spulenteil zur Erzeugung des Transversalflusses und/oder Longitudinalflusses 14ferromagnetische Komponente 15Zahn als Spulenkern 15aversetzter Zahn als Spulenkern 16Polelement 16aversetztes Polelement 17Permanentmagnet 18Rahmen 19Mittel zur Erzeugung eines magnetischen Schlusses 21transversaler magnetischer Fluss 22longitudinaler magnetischer Fluss

Anspruch[de]
  1. Elektrische Maschine (10), bestehend aus einer Anordnung von Segmenten (11), wobei das Segment (11) mindestens eine Spule (12, 13, 12b, 13b) und eine ferromagnetische Komponente (14) umfasst, wobei durch die mindestens eine Spule (12, 13, 12b, 13b) ein magnetischer Fluss in der ferromagnetischen Komponente (14) erzeugt wird, wobei

    a. die ferromagnetische Komponente (14) mindestens zwei Arme mit unterschiedlicher räumlicher Ausrichtung aufweist, von denen mindestens ein Arm als Zahn (15), um den die mindestens eine Spule (12, 13, 12b, 13b) gewickelt ist, und mindestens ein Arm ohne Spule (12, 13, 12b, 13b) als Polelement (16) ausgestaltet ist, und wobei

    b. diese so gebildeten Segmente (11) derart entlang der elektrischen Maschine (10) angeordnet sind, dass auf ein Segment (11) mit einem Zahn (15) alternierend bezüglich jeder räumlichen Ausrichtung der Arme ein Segment (11) mit einem Polelement (16) folgt, und wobei

    c. diese Segmente (11) über Segmentverbindungen derart miteinander verbunden sind, dass bei an die Spulen (12, 13, 12b, 13b) angelegter Wechselspannung gleichzeitig ein longitudinaler Fluss (22) durch die Segmentverbindungen entlang der miteinander verbundenen Segmente (11) und ein Transversalfluss (21) erzeugt wird.
  2. Elektrische Maschine nach Anspruch 1, wobei die Arme der ferromagnetischen Komponente (14) eines Segmentes (11) gerade, L-, T-, U- oder sternenförmig, oder in Form eines kartesischen Kreuzes, oder Kombinationen hiervon, ausgebildet sind, wobei die Arme abwechselnd als Zahn (15) oder als Polelement (16) ausgebildet sind.
  3. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei der Abstand zwischen einem Zahn (15) und einem Polelement (16) entlang der elektrischen Maschine (10) so bemessen ist, dass sich die um die Zähne (15) gewickelten Spulen (12, 13, 12b, 13b) nicht berühren.
  4. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Spulen (12, 13, 12b, 13b) miteinander elektrisch verschaltet sind, wobei die Zähne (15) mit Spulen (12, 13, 12b, 13b) einen Pol besitzen und die Polelemente (16) den korrespondierenden Gegenpol bilden.
  5. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die ferromagnetische Komponenten (14) und die Segmentverbindungen aus Weicheisen, aus Stählen, aus nicht-kornorientierten oder aus kornorientierten geschichteten Elektroblechen und aus Pulververbundwerkstoffen bestehen.
  6. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die elektrische Maschine (10) von einem Rahmen (18) ganz oder teilweise umschlossen ist, auf dem gegenstückig zu den Positionen der Zähne (15) bzw. Polelemente (16) über einen Luftspalt hinweg Permanentmagnete (17) angeordnet sind.
  7. Elektrische Maschine nach Anspruch 6, wobei die Permanentmagnete (17) des Rahmens (18) durch ein Joch (19) miteinander verbunden sind.
  8. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Arme der ferromagnetischen Komponenten (14) zusammensteckbar und die Segmente (11) ebenfalls miteinander über Segmentverbindungen zusammensteckbar ausgebildet sind.
  9. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 8, wobei entweder die elektrische Maschine (10) bewegbar ist und der Rahmen (18) feststehend ist, oder umgekehrt.
  10. Elektrische Maschine nach Anspruch 9, wobei der bewegliche Teil der Maschine (10) eine geradlinige oder kreisförmige Bewegung ausführt und der feststehende Teil eine entsprechende Führung aufweist.
  11. Elektrische Maschine nach Anspruch 9, wobei der bewegliche Teil der Maschine (10) eine zweidimensionale Bewegung ausführt für den Fall, dass die Segmente (11) zu einer Fläche zusammengeschlossen sind und die elektrische Maschine (10) somit eine zweidimensionale Ausgestaltung besitzt.
  12. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 6 bis 11, wobei durch mechanische Führungen im Rahmen (18) und in der elektrischen Maschine (10) ein gleichbleibender Luftspalt zueinander zwischen den Zähnen (15) bzw. Polelementen (16) und den Permanentmagneten (17) gehalten wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com