PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004013489B4 24.08.2006
Titel Radnabe und Verfahren zum Montieren eines Rads
Anmelder Honda Motor Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Toyoda, Hidetoshi, Wako, Saitama, JP
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Anmeldedatum 18.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004013489
Offenlegungstag 07.10.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B60B 27/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Radnabe gemäß dem Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche 1 und 2 und ein Verfahren zum Montieren eines Rads gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche 3 und 4 bei einem Motorrad.

Es ist eine Hinterrad-Konstruktion für ein Motorrad bekannt, bei der ein angetriebenes Kettenrad und eine Nabe relativ zueinander drehbar angeordnet sind und ein Raddämpfer zwischen dem angetriebenen Kettenrad und der Nabe vorgesehen ist, um zu verhindern, dass sich Stöße von der Seite des angetriebenen Kettenrads zur Nabenseite ausbreiten (siehe z.B. die gattungsbildende japanische Patentveröffentlichung JP 8-25363 B4, Seiten 2 und 3 und 3).

3 in JP 8-25363 B4 wird nunmehr mit Bezug auf die anliegende 10 beschrieben, in der die Bezugzeichen neu zugeordnet wurden. 10 ist eine Schnittansicht einer konventionellen Radkonstruktion. Gemäß dieser konventionellen Radkonstruktion ist eine Hülse 402 an einer Achse 401 befestigt, ein Nabenkörper 407 ist über Lager 403 und 404 drehbar an der Hülse 402 gelagert, eine Seitenwand 408 ist mit einem Bolzen 411 an einem Endbereich des Nabenkörpers 407 befestigt, und ein angetriebenes Kettenrad 413 ist über einen Dämpfungsmechanismus 412 mit der Seitenwand 408 verbunden. Bezugsziffer 415 bezeichnet einen Basisbereich mit großem Durchmesser, der in der Mitte der Hülse 402 gebildet ist, die Bezugsziffern 416 und 417 bezeichnen Verlängerungsbereiche mit kleinem Durchmesser, die an beiden Seiten des Basisbereichs 415 der Hülse 402 gebildet sind, und Bezugsziffer 418 bezeichnet eine Hinterradgabel zum Halten beider Enden der Achse 401.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf 11 ein Verfahren zum Montieren des wie oben angegeben ausgebildeten Hinterrads beschrieben.

11 ist ein Ablaufschema zur Darstellung eines konventionellen Verfahrens zum Montieren eines Rads.

Für die Montage des Hinterrads werden zunächst der Nabenkörper 407 und die Seitenwand 408 mit einem Bolzen 411 miteinander verbunden. Dann wird ein Lager 404 in eine in der Seitenwand 408 ausgebildete Lageröffnung 421 eingepresst und weiter der Verlängerungsbereich 417 der Hülse 402 durch das Lager 404 eingesetzt.

Danach wird das andere Lager 403, wie anhand von Pfeilen angegeben, in eine Lageröffnung 422, die in einem Endbereich des Nabenkörpers 407 gebildet ist, eingepresst, und eine Innenfläche des Lagers 403 wird an dem Verlängerungsbereich 416 der Hülse 402 in Anordnung gebracht.

Durch die Erfindung zu lösende Probleme

Für das Einpressen des Lagers 403 in die Lageröffnung 422, wie in 11 dargestellt, wird eine vorgegebene Einpresskraft benötigt. Diese Kraft wird über die Hülse 402 auf das andere Lager 404 ausgeübt. Wenn nun die auf das Lager 403 wirkende Einpresskraft genauso hoch ist wie die auf das Lager 404 wirkende Einpresskraft, kann das Lager 404 der Belastung beim Einpressen des Lagers 403 in die Lageröffnung 422 kaum standhalten, weshalb eine spezielle Maßnahme erwünscht ist, die dafür sorgt, dass dieser Einpresskraft standgehalten werden kann.

Die Nabe muss nicht nur im Hinblick auf die Belastung des Lagers 403 durch die Einpresskraft, sondern auch im Hinblick auf ihre während der Fahrt des Fahrzeugs höhere Belastung über eine ausreichende Festigkeit/Stabilität verfügen.

Um die Festigkeit/Stabilität der Nabe zu verbessern, wäre ein wirksames Verfahren zum Beispiel eine Vergrößerung ihrer Wanddicke. Dieses Verfahren erfordert jedoch eine Formänderung des verwendeten Gesenks, die jedoch nicht einfach ist und die zu höheren Kosten führt.

Aus der DE 91 13 955 U1 ist eine Fahrradnabe bekannt, welche eine Achse und eine sich über Kugellager an der Achse. abstützendes Nabengehäuse umfasst, wobei eines der Lager ein Festlager ist, an dem sich das andere Lager mittels einer die Achse umgebenden Distanzhülse abstützt.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Radnabe zur Verfügung zu stellen, deren Konstruktion eine an einem Ende der Nabe ausgebildete und mit einer Seitenwand verschlossene Öffnung vorsieht, wobei die Festigkeit/Stabilität der Radnabe derart verbessert wird, dass diese der Belastung beim Einpressen eines Lagers und der Belastung während der Fahrt des Fahrzeugs voll standhalten kann. Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zum Montieren eines Rads zur Verfügung zu stellen, mit welchem die Festigkeit/Stabilität der Nabe unter Vermeidung höherer Kosten auf einfache Weise erhöht werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 1 bis 4.

Mittel zum Lösen der Aufgabe

Gemäß Anspruch 1 ist eine Nabe für ein Rad vorgesehen, welche durch einen becherartigen Nabenkörper und eine Seitenwand zum Verschließen der Öffnung des Nabenkörpers gebildet wird, wobei die Nabe durch ein auf der Seite des Nabenkörpers vorgesehenes erstes Lager und ein auf der Seite der Seitenwand vorgesehenes zweites Lager drehbar an einer Achse gelagert ist, wobei eine zylindrische innere Hülse an der Achse befestigt ist, um das erste Lager in einem Abstand von dem zweiten Lager zu halten, und wobei das erste Lager durch eine die innere Hülse umschließende zylindrische äußere Hülse mit der Seitenwand verbunden ist.

Beim Einpressen des ersten Lagers in eine Nabenkörperöffnung, kann eine auf das erste Lager ausgeübte Einpresskraft über die äußere Hülse von der Seitenwand getragen werden. Beispielsweise im Vergleich zu einer konventionellen Konstruktion, bei der keine äußere Hülse vorgesehen ist, sondern die auf das Lager wirkende Einpresskraft größtenteils von der Nabe getragen wird, ist es gemäß vorliegender Erfindung möglich, die Festigkeit/Stabilität der Nabe zu erhöhen und so eine Verformung des Nabenkörpers zu verhindern.

Da das erste Lager und die Seitenwand durch die äußere Hülse miteinander verbunden sind, sind außerdem auch der Nabenkörper und die Seitenwand an einer achsnahen Position miteinander verbunden, so dass die Festigkeit/Stabilität der Nabe erhöht werden kann. Infolgedessen kann die Nabe einer höheren Belastung standhalten, der sie während der Fahrt des Fahrzeugs ausgesetzt ist.

Gemäß Anspruch 2 ist eine Nabe für ein Rad vorgesehen, welche durch einen becherartigen Nabenkörper und eine Seitenwand zum Verschließen der Öffnung des Nabenkörpers gebildet wird, wobei die Nabe durch ein auf der Seite des Nabenkörpers vorgesehenes erstes Lager und ein auf der Seite des Seitenwand vorgesehenes zweites Lager drehbar auf einer Achse gelagert ist, wobei eine zylindrische innere Hülse an der Achse befestigt ist, um das erste Lager in einem Abstand von dem zweiten Lager zu halten, und wobei eine die innere Hülse umschließende zylindrische äußere Hülse brückenartig zwischen dem Nabenkörper und der Seitenwand angeordnet ist.

Da die äußere Hülse brückenartig zwischen den Nabenkörper und die Seitenwand geschaltet ist, kann eine Einpresskraft, die beim Einpressen des ersten bzw. des zweiten Lagers in den Nabenkörper bzw. in die Seitenwand auf das erste bzw. das zweite Lager ausgeübt wird, über die äußere Hülse von dem jeweils anderen Element, d.h. dem Nabenkörper oder der Seitenwand, getragen werden. Infolgedessen ist es möglich, die Festigkeit/Stabilität der Nabe zu erhöhen und eine Verformung des Nabenkörpers bzw. der Seitenwand beim Einpressen des ersten bzw. des zweiten Lagers zu verhindern.

Gemäß Anspruch 3 ist ein Verfahren vorgesehen, um ein Rad auf eine Achse zu montieren, wobei das Rad eine Nabe aufweist, welche durch einen becherartigen Nabenkörper und eine mit dem Nabenkörper verbundene Seitenwand zum Verschließen der Öffnung des Nabenkörpers gebildet wird, und das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

  • – Einsetzen einer zylindrischen äußeren Hülse durch eine Öffnung im Boden des Nabenkörpers, wobei sich die äußere Hülse mit ihrem vorderen Ende an der Seitenwand abstützt;
  • – Einpassen eines ersten Lagers in die Öffnung im Boden des Nabenkörpers;
  • – Einsetzen einer zylindrischen inneren Hülse durch eine Öffnung in der Mitte der Seitenwand in die äußere Hülse, wobei sich die innere Hülse mit ihrem vorderen Ende am ersten Lager abstützt;
  • – Einpassen eines zweiten Lagers in die Öffnung in der Mitte der Seitenwand, welches sich an der inneren Hülse abstützt; und
  • – Anordnen der Achse in dem zweiten Lager, der inneren Hülse und dem ersten Lager.

Durch das Einsetzen der äußeren Hülse durch die Nabenkörperöffnung in den Nabenkörper lässt sich die äußere Hülse problemlos in der Nabe anbringen, deren Festigkeit/Stabilität durch die äußere Hülse auf einfache Weise erhöht werden kann.

Gemäß Anspruch 4 ist ein Verfahren vorgesehen, um ein Rad auf eine Achse zu montieren, wobei das Rad eine Nabe aufweist, welche durch einen becherartigen Nabenkörper und eine Seitenwand zum Verschließen der Öffnung des Nabenkörpers gebildet wird, und das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

  • – Verbinden der Seitenwand mit dem Nabenkörper, während eine zylindrische äußere Hülse zwischen dem Nabenkörper und der Seitenwand gehalten wird;
  • – Einpassen eines ersten Lagers in die Öffnung im Boden des Nabenkörpers;
  • – Einsetzen einer zylindrischen inneren Hülse durch eine Öffnung in der Mitte der Seitenwand in die äußere Hülse, wobei sich die innere Hülse mit ihrem vorderen Ende am ersten Lager abstützt;
  • – Einpassen eines zweiten Lagers in die Öffnung in der Mitte der Seitenwand, welches sich an der inneren Hülse abstützt; und
  • – Anordnen der Achse in dem zweiten Lager, der inneren Hülse und in dem ersten Lager.

Die äußere Hülse zum Verstärken der Nabe kann zum Zeitpunkt des Verbindens des Nabenkörpers und der Seitenwand miteinander an der Nabe befestigt werden, wodurch sich eine Erhöhung der Anzahl von Montageschritten verhindern lässt.

Figurenkurzbeschreibung

Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand eines Beispiels beschrieben, wobei auf die anliegenden Zeichnungen Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigt:

1 eine Seitenansicht eines Motorrads mit einer erfindungsgemäßen Radkonstruktion;

2 eine Schnittansicht eines bei dem erfindungsgemäßen Motorrad verwendeten Rads;

3 ein erstes Ablaufschema, welches darstellt, wie das Rad gemäß der vorliegenden Erfindung zusammengesetzt wird;

4 ein zweites Ablaufschema, welches darstellt, wie das Rad gemäß der vorliegenden Erfindung zusammengesetzt wird;

5 ein drittes Ablaufschema, welches darstellt, wie das Rad gemäß der vorliegenden Erfindung zusammengesetzt wird;

6 ein Flussdiagramm zur Darstellung eines erfindungsgemäßen Rad-Montageverfahrens;

7 eine Schnittansicht eines modifizierten Beispiels einer äußeren Hülse bei dem erfindungsgemäßen Rad;

8 eine Schnittansicht eines Rads des Motorrads gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

9 ein Flussdiagramm zur Darstellung eines weiteren Rad-Montageverfahrens gemäß vorliegender Erfindung;

10 eine Schnittansicht einer konventionellen Radkonstruktion;

11 eine Schnittansicht eines konventionellen Verfahrens zum Montieren eines Rads;

Ausführungsformen der Erfindung

1 zeigt eine Seitenansicht eines Motorrads, das mit einer Radkonstruktion gemäß der vorliegenden Erfindung ausgestattet ist. In der Figur umfasst das Motorrad 10 einen Rahmen 11, der als Skelett dient, einen Vorderradaufhängungs-/Lenkmechanismus 13, der für die Aufhängung und zum Lenken eines Vorderrads an einem vorderen Bereich des Rahmens 11 befestigt ist, einen wassergekühlten Motor 14 und ein Getriebe 15, die beide annähernd in der Mitte des Rahmens 11 angeordnet sind, eine hintere Aufhängung 18, die an einem hinteren unteren Bereich des Rahmens 11 befestigt ist, und einen Kraftstofftank 21 und einen Sitz 22, die beide an einem oberen Bereich des Rahmens 11 befestigt sind.

2 ist eine Schnittansicht eines Rads 231, das bei dem erfindungsgemäßen Motorrad verwendet wird. Die nachstehende Beschreibung erfolgt im Zusammenhang mit dem Hinterrad 17.

Ein Rad 231 hat eine Nabe 233, die auf der Seite einer Achse 232 montiert ist, mehrere Speichen 234, die sich im wesentlichen radial von der Nabe 233 erstrecken, und eine Felge 236, die an den entfernten Enden der Speichen 234 vorgesehen ist.

Die Nabe 233 weist einen Nabenkörper 239 mit einem konkaven Bereich 238 auf, in dem eine Öffnung 237 gebildet ist, ein Gummi-Halteelement 267 als ein die Öffnung 237 verschließendes Seitenwandelement, mehrere Bolzen 242 zum Befestigen des Gummi-Halteelements 267 an dem Nabenkörper 239 und eine sowohl in dem Gummi-Halteelements 267 an dem Nabenkörper 239 und eine sowohl in dem Nabenkörper 239 als auch in dem Gummi-Halteelement 267 angeordnete Hülse 247.

Der Nabenkörper 239, die Speichen 234 und die Felge 236 bilden einen geschmiedeten Radkörper 241 einer integralen/einstückigen Konstruktion.

Im Folgenden wird eine Haltekonstruktion für das Rad 231 beschrieben.

Zum Halten des Rads 231 ist die den Nabenkörper 239 und das einen Raddämpfer 243 bildende Gummi-Halteelement 267 aufweisende Nabe 233 über ein linkes Lager 244 als zweites Lager und ein rechtes Lager 245 als erstes Lager an einer Achse 232 gelagert. Eine innere Hülse 246 zum Konstanthalten des Abstands zwischen dem linken und rechten Lager 244, 245 ist zwischen beiden Lagern 244 und 245 angeordnet, und eine äußere Hülse 247 ist zwischen dem Gummi-Halteelement 267 und dem rechten Lager 245 vorgesehen.

Da der Nabenkörper 239 und die äußere Hülse 247 als separate Elemente geformt sind, ist es im Vergleich zu der konventionellen integralen Konstruktion von Nabe und äußerer Hülse möglich, die Bearbeitbarkeit der Nabe 239 durch Schmieden und die Innenbearbeitbarkeit des konkaven Bereichs 238 zu verbessern, wodurch sich auch die Produktivität verbessern lässt.

In der Figur bezeichnet die Bezugsziffer 251 eine Bremsscheibe für ein Scheibenbremssystem, die Bezugsziffer 252 ein Kettenrad-Halteelement, das mittels eines Lagers 253 drehbar an der Achse 232 gelagert ist, die Bezugsziffer 254 ein angetriebenes Kettenrad, das mit einem Bolzen 255 und einer Mutter 256 an dem Kettenrad-Halteelement 252 befestigt ist, die Bezugsziffern 257 und 258 bezeichnen Staubdichtungen, die Bezugsziffer 261 bezeichnet eine Nabenkörperöffnung, die zum Einpressen des rechten Lagers 245 und der äußeren Hülse 247 in dem Boden der Nabe 233 gebildet ist, und die Bezugsziffer 262 bezeichnet einen Haltering, der verhindert, dass sich das rechte Lager aus seiner Aufnahme herausbewegt.

Bei der Übertragung einer Antriebskraft von dem Motor 14 und dem Getriebe 15 (in 1 gezeigt) über die Kette 47 und das angetriebene Kettenrad 254 (in 2 gezeigt) auf das Rad 231 übertragen wird, wird ein Stoß durch den Raddämpfer 243 abgeschwächt, um zu verhindern, dass ein zu heftiger Stoß von dem angetriebenen Kettenrad 254 auf das Rad 231 übertragen wird. Der Raddämpfer 243 hat mehrere Vorsprünge 265, die an dem Kettenrad-Halteelement 252 gebildet sind, ein an die Vorsprünge angrenzendes Gummiteil 266 und ein Gummi-Halteelement 267 zum Halten des Gummiteils 266. Die Übertragung der Antriebskraft ist wie folgt:

angetriebenes Kettenrad 254 → Kettenrad-Halteelement 252 → Vorsprünge 265 → Gummiteil 266 → Gummi-Halteelement 267 → Nabenkörper 239.

Wenn eine stoßartige Antriebskraft auf das Kettenrad 254 ausgeübt wird, so wird dieser Stoß durch das Gummiteil 266 gedämpft, das durch die Vorsprünge 265 mit einer Schubkraft beaufschlagt wird und kontrahiert.

Die Bezugsziffer 271 bezeichnet einen gestuften Bereich, der an einem Ende der äußeren Hülse 247 für eine Anlage an einem Eckbereich 272 des Gummi-Halteelements 267 gebildet ist, die Bezugsziffer 274 bezeichnet einen der äußeren Hülse 247 gegenüberliegenden Endbereich zum Einpassen in die Nabenkörperöffnung 261, und die Bezugsziffer 275 bezeichnet eine Halteelement-Öffnung als eine in dem Gummi-Halteelement 267 gebildete Seitenwandöffnung, in die ein oberes Ende des gestuften Bereichs 271 der äußeren Hülse 247 eingepasst ist.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 3 bis 5 ein Verfahren für die Montage des wie vorstehend beschrieben gebauten Hinterrads 231 an der Achse 232 beschrieben.

3 ist ein erstes Ablaufschema zur Darstellung des erfindungsgemäßen Radmontageverfahrens.

Zuerst wird das Gummi-Halteelement 267 mittels Bolzen 242 an der Seite der Öffnung 237 des Nabenkörpers 239 befestigt. Das Ergebnis ist eine aus dem Nabenkörper 239 und dem Gummi-Halteelement 267 hergestellte Nabeneinheit 278.

Die 4(a) und 4(b) sind zweite Ablaufschemen zur Darstellung eines Radmontageverfahrens gemäß vorliegender Erfindung.

In 4(a) wird die äußere Hülse 247 durch die in dem Nabenkörper 239 gebildete Nabenkörperöffnung 261 in die Nabeneinheit 278 eingesetzt, und der gestufte Bereich 271 der äußeren Hülse 247 wird an den Eckbereichen 272 des Gummi-Halteelements 267 zur Anlage gebracht.

In 4(b) wird das rechte Lager 245 in die Nabenkörperöffnung 261 eingepresst, bis es an dem gegenüberliegenden Endbereich 274 der äußeren Hülse 247 zur Anlage kommt.

Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die äußere Hülse 247 in einem Zustand, in dem sie sich an dem Gummi-Halteelement 267 abstützt, so dass eine auf das rechte Lager 245 wirkende Einpresskraft über die äußere Hülse 247 von dem Gummi-Halteelement 267 getragen werden kann, weshalb es möglich ist, eine Verformung der Nabe 233 zu verhindern.

Ferner wird der Haltering 262 in eine Ringnut 261a eingesetzt, die in der Nabenkörperöffnung 261 ausgebildet ist.

Die 5(a) und 5(b) sind dritte Ablaufschemen zur Darstellung eines Radmontageverfahrens gemäß vorliegender Erfindung.

In 5(a) wird die innere Hülse 249 durch die in dem Gummi-Halteelement 267 ausgebildete Halteelement-Öffnung 275 in die äußere Hülse 247 eingesetzt, und ein vorderes Ende der inneren Hülse 246 wird an dem rechten Lager 245 zur Anlage gebracht.

In 5(b) wird das linke Lager 244 bis zur Anlage an der inneren Hülse 246 in die Halteelement-Öffnung 275 eingepresst.

In 2 wird das Kettenrad-Halteelement 252 samt Lager 253, das bereits vorher in das Kettenrad-Halteelement eingepresst wurde, und angetriebenem Kettenrad 254, das an dem Kettenrad-Halteelement vormontiert wurde, mit einem Seitenbereich des Gummi-Halteelements 267 zusammengesetzt, die Staubdichtung 257 wird in einem Endbereich des Kettenrad-Halteelements 252 montiert, die Staubdichtung 258 wird in einem Endbereich des Nabenkörpers 239 montiert, und die Achse 232 wird durch das Lager 253, das linke Lager 244, die innere Hülse 246 sowie das rechte Lager 245 hindurchgesteckt.

Die Montage des Rads 231 an der Achse 232 ist damit beendet.

Das Flussdiagramm in 6 zeigt ein Radmontageverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Beschreibung erfolgt dabei erneut auf der Basis des in den 3 bis 5 dargestellten Radmontageverfahrens. Die einzelnen Schritte sind mit Schrittnummern STXX bezeichnet.

  • ST11: Das Gummi-Halteelement wird an dem Nabenkörper festgelegt.
  • ST12: Die äußere Hülse wird durch die Nabenkörperöffnung bis zur Anlage an dem Gummi-Halteelement in die Nabeneinheit geschoben.
  • ST13: Das rechte Lager wird in die Nabenkörperöffnung eingepresst.
  • ST14: Der Haltering wird in die Nabenkörperöffnung eingesetzt.
  • ST15: Die innere Hülse wird bis zur Anlage an dem rechten Lager durch die Halteelement-Öffnung in die äußere Hülse geschoben.
  • ST16: Das linke Lager wird in die Halteelement-Öffnung eingepresst.
  • ST17: Die Achse wird durch das linke Lager, die innere Hülse und das rechte Lager hindurchgesteckt.

Die Montage des Rads ist beendet.

7 ist eine Schnittansicht eines modifizierten Beispiels einer äußeren Hülse bei dem Rad gemäß der vorliegenden Erfindung. Es ist eine äußere Hülse 283 gezeigt, die an ihrer Innenfläche mit einer ringförmigen Ausstülpung 282 versehen ist.

Indem diese Ausstülpung 282 an der Innenfläche der äußeren Hülse 283 gebildet ist, kann die in die äußere Hülse 283 eingesetzte innere Hülse 246 annähernd in der Mitte eines Querschnitts der äußeren Hülse 283 positioniert werden, so dass die Achse 232 (siehe 2) leichter in die innere Hülse 246 einsetzbar ist.

8 ist eine Schnittansicht zur Darstellung eines Rads gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei Komponenten, die mit jenen der in 2 dargestellten Ausführungsform identisch sind, die gleichen Bezugsziffern tragen und nicht mehr im Detail erläutert sind.

Ein Rad 285 ist mit einer auf der Seite der Achse 232 montierten Nabe 286 versehen.

Die Nabe 286 hat einen Nabenkörper 287, ein Gummi-Halteelement 288 als ein Seitenwandelement, das eine in dem Nabenkörper 287 gebildete Öffnung verschließt, mehrere Bolzen 242 zum Befestigen des Gummi-Halteelements 288 an dem Nabenkörper 287 und eine sowohl in dem Nabenkörper 287 als auch in dem Gummi-Halteelement 288 angeordnete äußere Hülse 289.

Der Nabenkörper 287 hat eine in seiner Innenfläche gebildete Ringnut 292 zum Einsetzen eines Endbereichs 291 der äußeren Hülse 289. Ähnlich hat das Gummi-Halteelement 288 eine in seiner Innenfläche gebildete Ringnut 294 zum Einsetzen des gegenüberliegenden Endes 293 der äußeren Hülse 289.

Der Nabenkörper 287, Speichen 234 und eine Felge 236 bilden einen geschmiedeten Radkörper 295 einer integralen/einstückigen Konstruktion.

Im Folgenden wird ein Verfahren zur Montage des Rads 285 an der Achse 232 beschrieben.

Während ein Endbereich 291 der äußeren Hülse 289 in die Ringnut 292 des Nabenkörpers 287 und der gegenüberliegende Endbereich 293 der äußeren Hülse 289 in die Ringnut 294 des Gummi-Halteelements 288 eingesetzt werden, wird das Gummi-Halteelement 288 zunächst mittels Bolzen 242 auf der Seite der Öffnung 237 an dem Nabenkörper 287 befestigt. Das Ergebnis ist die Herstellung einer Nabeneinheit 296 aus dem Nabenkörper 287, dem Gummi-Halteelement 288 und der äußeren Hülse 289.

Als nächstes folgt das Einpressen des rechten Lagers 245 in eine Nabenkörperöffnung 297, die in dem Boden des Nabenkörpers 287 gebildet ist.

Weiterhin wird ein Haltering 262 in eine in der Nabenkörperöffnung 297 ausgebildete Ringnut 298 eingesetzt.

Dann wird eine innere Hülse 246 durch eine Halteelement-Öffnung 301, die als eine Seitenwandöffnung in der Mitte des Gummi-Halteelements 288 gebildet ist, in die äußere Hülse 289 geschoben und ihr vorderes Ende an einem rechten Lager 245 zur Anlage/Abstützung gebracht.

Dann wird ein linkes Lager 244 bis zur Anlage an der inneren Hülse 246 in die Halteelement-Öffnung 301 gepresst.

In 2 schließlich wird das Kettenrad-Halteelement 252 samt vormontiertem Lager 253 und angetriebenen Kettenrad 254 mit einem Seitenbereich des Gummi-Halteelements 288 zusammengesetzt, die Staubdichtung 257 wird in einen Endbereich des Kettenrad-Halteelements 252 eingesetzt, die Staubdichtung 258 wird in einen Endbereich des Nabenkörpers 287 eingesetzt, und die Achse 232 wird durch das Lager 253, das linke Lager 244, die innere Hülse 246 und das rechte Lager 245 hindurchgesteckt.

Damit ist die Montage des Rads 285 an der Achse 232 beendet.

9 ist ein Flussdiagramm, das ein weiteres Radmontageverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt. Die nachstehende Beschreibung erfolgt erneut auf der Basis des in 8 dargestellten Radmontageverfahrens, wobei die einzelnen Schritte mit Schrittnummern STXX bezeichnet sind.

  • ST21: Das Gummi-Halteelement wird an dem Nabenkörper montiert, während man die äußere Hülse zwischen dem Nabenkörper und dem Gummi-Halteelement in Eingriff bringt.
  • ST22: Das rechte Lager wird in die Nabenkörperöffnung eingepresst.
  • ST23: Der Haltering wird in die Nabenkörperöffnung eingesetzt.
  • ST24: Die innere Hülse wird bis zur Anlage/Abstützung an dem rechten Lager durch die Halteelement-Öffnung in die äußere Hülse geschoben.
  • ST25: Das linke Lager wird in die Halteelement-Öffnung eingepresst.
  • ST26: Die Achse wird durch das linke Lager, die innere Hülse und das rechte Lager hindurchgesteckt.

Die Montage des Rads ist damit beendet.

Zusammenfassung

Es wird eine Radkonstruktion zur Verfügung gestellt, bei welcher eine Nabe sowohl durch einen Nabenkörper als auch ein eine Öffnung des Nabenkörpers verschließendes Gummi-Halteelement gebildet ist. Ein auf der Seite des Nabenkörpers vorgesehenes rechtes Lager und ein auf der Seite des Gummi-Halteelements vorgesehenes linkes Lager sind drehbar an einer Achse gelagert, und eine innere Hülse zum Konstanthalten des Abstands zwischen dem linken und dem rechten Lager ist an der Achse befestigt. Bei dieser Radkonstruktion wird das rechte Lager durch eine die innere Hülse umschließende zylindrische äußere Hülse an dem Gummi-Halteelement zur Anlage/Abstützung gebracht. Beim Einpressen des rechten Lagers in die Nabenkörperöffnung kann eine auf das rechte Lager wirkenden Einpresskraft über die äußere Hülse von dem Gummi-Halteelement getragen werden. Folglich ist es möglich, die Festigkeit/Stabilität der Nabe zu vergrößern und eine Verformung des Nabenkörpers zu verhindern. Ferner kann die Nabe einer während der Fahrt auf sie wirkenden höheren Last standhalten.

231,285Rad 232Achse 233, 286Nabe 237Öffnung 239, 287Nabenkörper 244zweites (= linkes) Lager 245erstes (= rechtes) Lager 246innere Hülse 247, 289äußere Hülse 261, 297Nabenkörperöffnung 267, 288Seitenwandelement (= Gummi-Halteelement) 275, 301Seitenwandöffnung (= Stützelement-Öffnung)

Anspruch[de]
  1. Nabe (233) für ein Rad (231), welche durch einen becherartigen Nabenkörper (239) und eine Seitenwand (267) zum Verschließen der Öffnung (237) des Nabenkörpers (239) gebildet wird, wobei die Nabe (233) durch ein auf der Seite des Nabenkörpers (239) vorgesehenes erstes Lager (245) und ein auf der Seite der Seitenwand (267) vorgesehenes zweites Lager (244) drehbar auf einer Achse (232) gelagert ist und wobei eine zylindrische innere Hülse (246) an der Achse (232) befestigt ist, um das erste Lager (245) in einem Abstand von dem zweiten Lager (244) zu halten, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Lager (245) durch eine die innere Hülse (246) umschließende zylindrische äußere Hülse (247) mit der Seitenwand (267) verbunden ist.
  2. Nabe (286) für ein Rad (285), welche durch einen becherartigen Nabenkörper (287) und eine Seitenwand (288) zum Verschließen der Öffnung (237) des Nabenkörpers (287) gebildet wird, wobei die Nabe (286) durch ein auf der Seite des Nabenkörpers (287) vorgesehenes erstes Lager (245) und ein auf der Seite der Seitenwand (288) vorgesehenes zweites Lager (244) drehbar auf einer Achse (232) gelagert ist und wobei eine zylindrische innere Hülse (246) an der Achse (232) befestigt ist, um das erste Lager (245) in einem Abstand von dem zweiten Lager (244) zu halten, dadurch gekennzeichnet, dass eine die innere Hülse (246) umschließende zylindrische äußere Hülse (289) brückenartig zwischen dem Nabenkörper (287) und der Seitenwand (288) angeordnet ist.
  3. Verfahren, um ein Rad (231) auf eine Achse (232) zu montieren, wobei das Rad (231) eine Nabe (233) aufweist, welche durch einen becherartigen Nabenkörper (239) und eine mit dem Nabenkörper (239) verbundene Seitenwand (267) zum Verschließen der Öffnung (237) des Nabenkörpers (239) gebildet wird, und das Verfahren durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:

    – Einsetzen einer zylindrischen äußeren Hülse (247) durch eine Öffnung (261) im Boden des Nabenkörpers (239), wobei sich die äußere Hülse (247) mit ihrem vorderen Ende an der Seitenwand (267) abstützt;

    – Einpassen eines ersten Lagers (245) in die Öffnung (261) im Boden des Nabenkörpers (239);

    – Einsetzen einer zylindrischen inneren Hülse (246) durch eine Öffnung (275) in der Mitte der Seitenwand (267) in die äußere Hülse (247), wobei sich die innere Hülse (246) mit ihrem vorderen Ende am ersten Lager (245) abstützt;

    – Einpassen eines zweiten Lagers (244) in die Öffnung (275) in der Mitte der Seitenwand (267), welches sich an der inneren Hülse (246) abstützt; und

    – Anordnen der Achse (232) in dem zweiten Lager (244), der inneren Hülse (246) und dem ersten Lager (245).
  4. Verfahren, um ein Rad (285) auf eine Achse (232) zu montieren, wobei das Rad (285) eine Nabe (286) aufweist, welche durch einen becherartigen Nabenkörper (287) und eine Seitenwand (288) zum Verschließen der Öffnung (237) des Nabenkörpers (287) gebildet wird, und das Verfahren durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:

    – Verbinden der Seitenwand (288) mit dem Nabenkörper (287), während eine zylindrische äußere Hülse (289) zwischen dem Nabenkörper (287) und der Seitenwand (288) gehalten wird;

    – Einpassen eines ersten Lagers (245) in die Öffnung (261) im Boden des Nabenkörpers (239);

    – Einsetzen einer zylindrischen inneren Hülse (246) durch eine Öffnung (301) in der Mitte der Seitenwand (288) in die äußere Hülse (289), wobei sich die innere Hülse (246) mit ihrem vorderen Ende am ersten Lager (245) abstützt;

    – Einpassen eines zweiten Lagers (244) in die Öffnung (301) in der Mitte der Seitenwand (288), welches sich an der inneren Hülse (246) abstützt; und

    – Anordnen der Achse (232) in dem zweiten Lager (244), der inneren Hülse (246) und in dem ersten Lager (245).
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com