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Dokumentenidentifikation DE102005000982B4 24.08.2006
Titel Uhr und Verfahren zur Steuerung eines Elements an der Uhr
Anmelder Inventuum GbR (vertretungsberechtigter Gesellschafter: Sven-Erik Braitmayer, 80796 München), 82211 Herrsching, DE
Erfinder Braitmayer, Sven-Erik, 80796 München, DE;
Lang, Jakob, 82418 Murnau, DE;
Markl, Christian, 82031 Grünwald, DE;
Siggelkow, Andreas, 82211 Herrsching, DE
DE-Anmeldedatum 07.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005000982
Offenlegungstag 20.07.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse G04B 47/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G04G 1/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G04G 13/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G04C 21/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G04B 23/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G04B 19/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G04G 17/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung befasst sich mit einer Uhr und einem Verfahren zur Steuerung eines Sprachchips und eines Auswurf-Schalters an der Uhr.

Aus dem DE 297 22 809 U1 ist eine Messeinrichtung bekannt, die ein Messmodul mit einer Datenverarbeitungseinheit, einer Dateneingabeeinheit und einer Anzeigeeinheit sowie eine Uhr umfasst. Die Uhr kann mit einem oder mehreren verschiedenen Messmodulen kombiniert werden aber auch für sich allein verwendet werden. Sie kann auch als Stoppuhr verwendet werden. Das Messmodul kann zur Messung von Parametern des menschlichen Körpers ausgebildet sein (bspw. des Blutzuckers, der Körpertemperatur oder der Hautfeuchte).

Aus der DE 101 57 093 A1 ist eine Multifunktionsuhr mit einem Uhrwerk und einer Anzeigevorrichtung für die Zeit, einem visuellen Stimulator und einem akustischen Stimulator bekannt. Sie weist eine programmierbare Erinnerungseinheit auf, durch welche zu einem benutzerdefinierten Zeitpunkt oder zu mehreren solchen Zeitpunkten ein visuelles und/oder akustisches Signal des jeweiligen Stimulators auslösbar ist. Dabei ist zumindest ein Stimulator individualisierbar und austauschbar. Diese Multifunktionsuhr kann den individuellen Bedürfnissen eines Benutzers angepasst werden und daher eine Motivationsfunktion erfüllen, indem sie den Benutzer positiv anregt.

Aus der JP 56125686 A ist eine Uhr bekannt, die eine Möglichkeit der Messung des Alkoholgehalts in der Atemluft gewährt. Sie weist eine Abdeckung auf, unter der ein Sensor angeordnet ist, mit dem dieser Alkoholgehalt gemessen werden kann. Der ermittelte Wert wird dem Benutzer auf einem Display angezeigt.

Darüber hinaus sind Uhren bekannt, die einen Druckknopf haben, durch den eine Lichtquelle angeschaltet wird und das Ziffernblatt beleuchtet, so dass die Uhrzeit auch in der Dunkelheit abgelesen werden kann. Dabei kann es in der Dunkelheit aber gerade problematisch sein, den Druckknopf zu finden.

Aufgabe der Erfindung ist es deswegen, eine Uhr und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, bei der/dem in einfacher Art und Weise eine Zusatzfunktion, wie beispielsweise die Beleuchtung, angeschaltet werden kann.

Diese Aufgabe wird durch eine Uhr mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 4 gelöst. Dabei wird beim Überschreiten eines Grenzwertes am Sensor automatisch eine Aktion ausgelöst, die eine Wahrnehmung der Uhrzeit ermöglicht. In der Dunkelheit wird dies durch das Anschalten einer Lichtquelle oder der Ansage durch einen Sprachchip erreicht. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass eine Abdeckvorrichtung über dem Ziffernblatt so verändert wird, dass man auf das Ziffernblatt sehen kann. Da der Schalter von einem Sensor gesteuert wird, entfällt das lästige Suchen nach einem Druckknopf. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass über den Sensor Geruchsstoffe gemessen werden und bei einem Überschreiten eines Grenzwertes ein Fach in der Uhr geöffnet wird, in der ein Gegenstand zur Verbesserung des Atems ist. In allen Fällen erfolgt die Auslösung des Sensors über den Atem und nicht über einen Druckknopf, so dass kein Suchen desselben erfolgen muss. Durch das Anhauchen des Sensors wird dieser mit Feuchtigkeit beaufschlagt und erhält eine Temperatur, die in etwa der Körpertemperatur desjenigen entspricht, der den Sensor anhaucht. Im dem Fall, dass die Geruchsstoffe im Atem durch den Sensor gemessen werden, kann die Uhr auf schlechten Atem reagieren, indem der Sprachchip eine entsprechende Ansage wie „Du hast schlechten Atem!" erzeugt oder das Fach öffnet und ein darin befindliches Atembonbon anbietet. In dem Fall, dass der Alkoholgehalt im Atem gemessen wird, kann eine Ansage dieses Gehaltes über den Sprachchip erfolgen oder „Du kannst nicht mehr Auto fahren!", wenn der gemessene Alkoholgehalt über dem zulässigen Grenzwert liegt.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass es sich um einen Wecker oder eine Armbanduhr handelt und der Sensor am Armband, der Lünette oder dem Uhrglas angebracht ist. Dadurch kann bei einem Wecker in der Dunkelheit erreicht werden, dass durch einfaches Anhauchen die Uhrzeit erkannt wird ohne den Lichtschalter suchen zu müssen. Bei einer Armbanduhr sind die angegebenen Positionen für den Sensor besonders günstig, da der Träger der Armbanduhr diese Positionen beim zum Mund führen der Armbanduhr sehr gut findet und er somit gut in der Lage ist, die gewünschte Funktion zu aktivieren.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Abdeckeinrichtung ein Glas ist, das in einem ersten Zustand opak und in einem zweiten Zustand durchsichtig ist. Dadurch kann eine sehr ästhetische Uhr geschaffen werden, die auch sehr futuristisch ist. Die Durchsichtigkeit des Glases kann dabei auf bekannte Weise gesteuert werden.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Schalter eine Zeitfunktion aufweist und/oder vom Sensor angesteuert wird, wenn ein vorgebbarer Grenzwert der Feuchtigkeit, der Temperatur und/oder eines bestimmten Geruchsstoffes unterschritten wird. Dadurch wird sichergestellt, dass die angesteuerte Funktion lange genug aktiviert bleibt, damit der Benutzer die Uhrzeit registrieren kann bzw. versteht, dass er ein Atemproblem hat und darauf reagieren kann.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden weiter anhand der Zeichnungen erläutert. Im Einzelnen zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Uhr,

2 eine Seitenansicht der Uhr aus 1 mit geöffnetem Fach und

3 eine weitere Seitenansicht der Uhr aus 1 mit einem Fach im Armband.

In 1 wird eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Uhr 1 gezeigt. Es handelt sich um eine Armbanduhr; allerdings ist jede andere Uhr, insbesondere ein Wecker, genauso geeignet, die Erfindung zu verkörpern.

Die Uhr 1 weist ein Ziffernblatt 2 auf, auf dem Zeiger 12 zur Anzeige der Uhrzeit angeordnet sind. Es kann aber auch eine Digitaluhr als Ausführungsform der Erfindung vorliegen.

An einem Gehäuse 3 sind eine Lünette 4, ein Armband 5 und Bedienknöpfe 13 zur Steuerung verschiedener Uhrfunktionen angeordnet. Die vorbeschriebenen Merkmale weisen bekannte Uhren ebenfalls auf.

Erfindungsgemäß weist die dargestellte Uhr 1 darüber hinaus zwei Sensoren 6 auf, die bevorzugt am Armband 5 angeordnet sind. Die Lage der Sensoren 6 unterhalb des Gehäuses 3 am Armband 5 wurde gewählt, da diese Position beim zum Mund führen der Uhr 1 ergonomisch gut erreicht werden kann, um den Sensor 6 anzuhauchen. Prinzipiell sind auch alle anderen Orte an der Uhr 1 denkbar, beispielsweise an der Lünette 4 – entweder als Ring oder auch nur punktuell –, dem Gehäuse 3 oder dem Uhrglas. Der Sensor 6 misst je nach Anwendungsfall die Feuchtigkeit, die Temperatur, den Alkoholgehalt oder Geruchsstoffe in der Atemluft. Da solche Sensoren 6 hinlänglich bekannt sind und es nicht erfindungswesentlich auf deren Ausgestaltung ankommt, wird darauf im Folgenden nicht näher eingegangen.

Die beiden Sensoren 6 werden von einer Batterie 10 (siehe 2) mit Strom versorgt. Die Batterie 10 ist bei allen Uhren 1, die keinen mechanischen Aufzug haben, sowieso vorhanden, um das Uhrwerk anzutreiben. Hat der Sensor 6 einen Wert gemessen, der über einem vorgebbaren Grenzwert liegt – beispielsweise 0,5 ‰ bei einem Sensor 6, der den Alkoholgehalt in der Atemluft misst –, dann wird ein Schalter (nicht gezeigt) betätigt, der eine vorgebbare Aktion auslöst. Beispielsweise kann er einen Sprachchip 7 aktivieren, der sagt: „Du kannst nicht mehr Auto fahren!" Solche Schaltungen sind hinlänglich bekannt und deren Ausgestaltung und Verfahrensweise ist nicht erfindungswesentlich, so dass hierzu keine weiteren Ausführungen gemacht werden. Es ist auch möglich, dass eine Anzeige (nicht gezeigt) auf dem Ziffernblatt 2 aktiviert wird, die den vorgenannten oder einen anderen Text wiedergibt. Es sind auch verschiedene Lichtsignale denkbar, beispielsweise ein Leuchtsignal mittels einer LED, die je nach Alkoholgehalt ihre Farbe ändert (beispielsweise von grün über orange nach rot). Es ist auch eine Änderung der Opazität des Uhrglases möglich; so kann es von opak nach durchsichtig, mit aus dem Stand der Technik bekannten Mitteln und Verfahren geändert werden.

Nimmt man einen Sensor 6, der Geruchsstoffe in der Atemluft misst, kann bei einem Überschreiten eines vorgebbaren Grenzwertes davon ausgegangen werden, dass die den Sensor 6 anhauchende Person schlechten Atem hat. Dies kann, wie zum Alkoholgehalt dargestellt, mittels einer Ansage oder einer Anzeige mitgeteilt werden. Darüber hinaus ist es möglich, dass ein Auswurfschalter (nicht gezeigt) ausgelöst wird und dadurch ein erstes Fach 8 (siehe 2) geöffnet wird. Das erste Fach 8 ist innerhalb des Gehäuses 3 angeordnet und fährt in der Art einer Schublade heraus. Zusätzlich oder alternativ kann ein zweites Fach 9 (siehe 3) am Armband 5 geöffnet werden. Dieses zweite Fach 9 schwenkt um ein Scharnier, das im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Armbands 5 verläuft. Neben den genannten Möglichkeiten, wie das Fach 8, 9 geschwenkt oder linear geöffnet werden kann, sind alle anderen Bewegungen genauso möglich.

In den Fächern 8, 9 können beispielsweise ein oder mehrere Bonbons 11 enthalten sein, die zur Verbesserung des Atems dienen. Die Fächer 8, 9 können auch an beliebigen anderen Stellen an der Uhr 1 angeordnet sein; insbesondere bei Weckern bieten sich unzählige Möglichkeiten. Es kann auch ein Auswurfmechanismus (nicht gezeigt) vorgesehen sein, der ein Bonbon 11 aus dem Fach 8, 9 herauskatapultiert, so dass die Person es mit dem Mund fangen kann.

Die jeweiligen Grenzwerte für eventuell unterschiedliche Sensoren 6, die auf unterschiedliche Stoffe reagieren, können individuell eingestellt werden, beispielsweise durch die Bedienknöpfe 13. Der Träger der Uhr 1 erhält somit seine ganz persönliche multifunktionelle „Führerscheinrettungsuhr" oder ein „Schlechteratemweg"-Tool.

1Uhr 2Ziffernblatt 3Gehäuse 4Lünette 5Armband 6Sensor 7Sprachchip 8Erstes Fach 9Zweites Fach 10Batterie 11Bonbon 12Zeiger 13Bedienknopf

Anspruch[de]
  1. Uhr (1) mit einer Anzeigeeinrichtung; mit mindestens einem Sensor (6) zur Messung der Feuchtigkeit, der Temperatur, des Alkoholgehalts und/oder von Geruchsstoffen; mit einem vom Sensor (6) gesteuerten Schalter und einem Auswurf-Schalter; und mit einer Lichtquelle bzw. einem Sprachchip (7) oder einer Abdeckeinrichtung, die mit dem Schalter verbunden sind, und einem Fach (8, 9), das vom Auswurf-Schalter geöffnet wird, wobei der Sensor (6) den Schalter und den Auswurf-Schalter erst ab einem vorgebbaren Grenzwert steuert; und mit einem Auswurfmechanismus für einen Körper, bspw. ein Bonbon, der mit dem Auswurf-Schalter verbunden ist.
  2. Uhr (1) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fach (8, 9) eine Schublade oder ein Schwenkfach ist.
  3. Uhr (1) nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung ein Glas ist, das in einem ersten Zustand opak und in einem zweiten Zustand durchsichtig ist.
  4. Verfahren zur Steuerung eines Sprachchips (7) und/oder eines Auswurf-Schalters an einer Uhr (1) nach einem der vorstehenden Patentansprüche, wobei der Sensor (6) den Sprachchip und den Auswurf-Schalter nur ansteuert, wenn ein vorgebbarer Grenzwert der Feuchtigkeit oder der Temperatur am Sensor (6) überschritten ist, und ein vorgebbarer Wert des Alkoholgehalts und/oder der Konzentration an Geruchsstoffen überschritten wird; wobei dann eine vorgebbare Anzeige auf der Uhr dargestellt wird und/oder der Sprachchip eine vorgebbare Ansage erzeugt.
  5. Verfahren nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgebbare Anzeige auf der Uhr nach einer vorgebbaren Zeit erlischt und/oder die vorgebbare Ansage beendet wird.
  6. Verfahren nach einem der Patentansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgebbare Anzeige auf der Uhr erlischt und/oder die vorgebbare Ansage beendet wird, wenn ein vorgebbarer Grenzwert der Feuchtigkeit und/oder der Temperatur unterschritten wird.
  7. Verfahren nach einem der Patentansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fach der Uhr automatisch geöffnet wird und/oder der Auswurfmechanismus einen Körper, bspw. ein Bonbon, auswirft, wenn beim Anhauchen des Sensors eine vorgebbarer Konzentration an Geruchsstoffen überschritten wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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