PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005001216A1 24.08.2006
Titel Halteprofil
Anmelder DesignQuadrat GbR (vertretungsberechtigte Gesellschafter Herr Alexander Christ, Siegburger Str.195, 50679 Köln, Herr Guido Endert, Rothenberg 96, 42799 Leichlingen, Herr Horst Wergen, Helmholtzstr.25, 42105 Wuppertal), 51105 Köln, DE
Erfinder Christ, Alexander, 50679 Köln, DE;
Endert, Guido, 42799 Leichlingen, DE;
Wergen, Horst, 42105 Wuppertal, DE
Vertreter Bals & Vogel, 44799 Bochum
DE-Anmeldedatum 10.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005001216
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B62D 27/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Halteprofil (1) zur Verbindung und/oder Abdichtung von mindestens zwei Karosserieteilen (2, 3) eines Fahrzeuges, insbesondere am Dachkantenbereich eines Kraftfahrzeuges oder eines Wohnanhängers.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das einstückig ausgebildete, unmittelbar am Fahrzeug befestigbare Halteprofil (1) mindestens zwei als geschlossene Führung ausgeführte Halteelemente (4, 5) aufweist, wobei das erste Halteelement (4) mit Kontaktflächen (6) ausgebildet ist, an denen ein Lastträger (7) lösbar befestigbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Halteprofil zur Verbindung und/oder Abdichtung von mindestens zwei Karosserieteilen eines Fahrzeuges, insbesondere am Dachkantenbereich eines Kraftfahrzeuges oder eines Wohnanhängers.

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, vorgefertigte Karosserieteile eines Kraftfahrzeuges, beispielsweise Seitenwandungen, Dachelemente u. dgl. über Halteprofile an dem Fahrzeug zu befestigen beziehungsweise über die entsprechenden Halteprofile die Karosserieteile untereinander zu befestigen. In der DE 44 10 172 A1 ist ein Verbindungsprofil offenbart, das im Wesentlichen aus einem Profilkörper und aus zwei Stirnseiten besteht. An der Stirnseite sind zwei Halteschenkel angeordnet, die im rechten Winkel zur Stirnseite stehen und jeweils die Karosserieelemente halten. Nachteiligerweise ist die Montage jedoch sehr zeitaufwendig, da – bevor die entsprechenden Karosserieelemente mit dem Profil verbunden werden können – die Karosserieelemente zunächst genau bearbeitet werden müssen, um sie für die Aufnahme des Verbindungsprofils zu präparieren.

In der DE 196 15 768 A1 ist ein Kantenprofilsystem für Fahrzeuge beschrieben, mit einem die Kanten zwischen zwei Wänden beziehungsweise zwischen einer Wand und dem Dach überdeckenden Metallprofil, wobei auf eine mit dem Korpus des Fahrzeuges verbindbare, Außen auf die Kante aufsetzende, eine L-förmige Grundform aufweisende Kantenleiste ein gerundetes Hohlkammerprofil aufsteckbar ist. Während die Kantenleiste mittels Schrauben am Korpus des Fahrzeuges befestigt ist, erfolgt die Halterung des Hohlkammerprofils an der Kantenleiste über eine Steckverbindung. Besonders vorteilhaft ist, dass das Hohlkammerprofil mit einer Profilnut zur Aufnahme eines Lastträger-Systems ausgebildet ist, in welche die Verankerungsglieder des Lastträger-Systems befestigend eingreifen können, wodurch sich die Funktionalität des Kantenprofilsystems verbessern lässt. Einer der Nachteile dieser Vorrichtung ist jedoch, dass das Kantenprofilsystem mehrteilig ausgebildet ist, welches mit einem erhöhten Montageaufwand verbunden ist. Müssen weitere Haltefunktionen über die Profilnut übernommen werden, so sollte nachteiligerweise zusätzlich eine Verschraubung des Hohlkammerprofils und der Kantenleiste erfolgen.

Zum allgemeinen Verständnis wird noch auf die DE 101 61 643 B4 und auf die DE 199 41 986 A1 hingewiesen.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Halteprofil bereit zustellen, bei dem die genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere ein Halteprofil geschaffen wird, das einfach gestaltet ist, ohne erheblichen Aufwand montiert werden kann und gute Funktionalitätseigenschaften aufweist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Halteprofil mit den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen ausgeführt.

Dazu ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das einstöckig ausgebildete, unmittelbar am Fahrzeug, das beispielsweise ein Transportfahrzeug, Wohnmobil oder ein Wohnanhänger o. dgl. sein kann, befestigbare Halteprofil mindestens zwei als geschlossene Führung ausgeführte Halteelemente aufweist, wobei das erste Halteelement mit Kontaktflächen ausgebildet ist, an denen ein Lastträger lösbar befestigbar ist. Hierbei kann der Monteur das Halteprofil unmittelbar am Fahrzeug, ohne großen Zeitaufwand durch eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige und/oder stoffschlüssige Verbindung befestigen, wodurch eine zuverlässige Verbindung und/oder Abdichtung der Karosserieteile bewirkt werden kann. Das Halteprofil kann beispielsweise an der Bug- oder Heckseite des Fahrzeuges positioniert sein. Gleichzeitig erhöhen die am Halteprofil ausgeführten geschlossenen Führungen die Funktionalität des erfindungsgemäßen Bauteiles. Die geschlossene Führung des ersten Halteelementes kann hierbei zuverlässig den Lastträger aufnehmen, der beispielsweise eine Dachreling, ein Gepäckkoffer, ein Surfbretthalter, Skihalter, Fahrradhalter etc. sein kann, wobei im befestigten Zustand der Lastträger an den Kontaktflächen des ersten Halteelementes anliegt. Aufgrund der geschlossenen Führung und der zweckmäßigerweise kraftschlüssigen Verbindung des Lastträgers am ersten Halteelement besteht nicht die Gefahr, dass der Lastträger sich durch eventuell entstehende Fliehkräfte oder Trägheitsmomente vom Halteprofil löst. Am zweiten Halteelement ist ebenfalls ein Tragelement befestigbar, das vorzugsweise lediglich durch seine geschlossene Führung am Halteprofil gehalten wird. Bei der Führung handelt es sich zweckmäßigerweise um eine lineare Führung, an der der Lastträger sowie das Tragelement an einem Ende des Halteprofils oder an einer entsprechend angefertigten Öffnung, die beispielsweise gefräst sein kann, eingeführt werden kann und anschließend je nach Bedarf an die entsprechende Position in Führungsrichtung verschoben werden kann. Selbstverständlich kann das Halteprofil auch mehr als 2 Halteelemente umfassen, wodurch die Funktionalität weiter erhöht wird.

In einer weiteren Alternative der Erfindung sind das erste und das zweite Halteelement durch eine gemeinsame Wandung getrennt, welches die Kompaktheit des Halteprofils erhöht. Zweckmäßigerweise erstreckt sich ausgehend vom zweiten Halteelement eine Abdichtungswandung, deren freies Ende in Kontakt mit dem Fahrzeug bringbar ist. Im montierten Zustand des Halteprofils, das vorzugsweise ein Stranggussteil aus Metall ist, liegt hierbei das freie Ende der Abdichtungswandung unmittelbar am Kraftfahrzeug an, wodurch ein Eindringen von Feuchtigkeit, Schmutz und dergleichen wirksam verhindert werden kann. Des Weiteren dient die Abdichtungswandung als Sichtverdeckung, die eine unterhalb des Halteprofils liegende Dichtung verdeckt. In einer bevorzugten Ausgestaltungsform ist die Unterseite des ersten Halteelementes am Dachbereich des Fahrzeuges befestigt, wobei die Abdichtungswandung vom Kantenbereich des Daches zur Seitenwand verläuft, die im rechten Winkel zur Dachoberfläche steht. Das Halteprofil kann selbstverständlich aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoff ausgebildet sein.

Das erste und/oder das zweite Halteelement können als C-förmige Profilnut ausgeführt sein, die aufgrund ihrer Geometrie wirksam das zu befestigende Element in dem Halteprofil aufnimmt, wobei die geschlossene Führung dafür sorgt, dass das zu befestigende Element sich nicht aus dem Halteelement löst. Selbstverständlich ist auch alternativ eine Profilnut mit einer anderen geometrischen Form denkbar, die beispielsweise T-förmig ausgebildet ist. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das zu befestigende Element (Lastträger) – zumindest innerhalb des Halteelementes – eine Form aufweist, die der Profilnut angepasst ist, damit unter anderem das zu fixierende Element entlang des Halteelementes an die gewünschte Position in lineare Führungsrichtung bewegt werden kann und eine zuverlässige Befestigung an den Kontaktflächen des ersten Halteelementes erzielt werden kann.

Ebenfalls ist es denkbar, die Oberfläche der Kontaktfläche profiliert auszuführen, womit die Reibung zwischen dem Lastträger und dem Halteelement erhöht und gleichzeitig die Befestigungswirkung des Lastträgers gesteigert werden kann.

In einer weiteren möglichen Ausführungsform kann das erste Halteelement einen Bodenbereich umfassen, an dem mehrere Bohrungen zur Befestigung des Halteprofils am Fahrzeug, insbesondere am Fahrzeugdach, angeordnet sind. Die Bohrungen können beispielsweise angesenkt im Bodenbereich sein, so dass das Befestigungsmittel, vorzugsweise eine Schraube, im Wesentlichen bündig zur Bodenoberfläche angeordnet ist. Die Bohrung kann zum Beispiel eine kreisförmige Durchgangsöffnung sein oder alternativ als Langloch ausgestaltet sein. Die Abstände der Bohrungen untereinander sind je nach Einsatzbedarf des Halteprofils entsprechend zu wählen.

Vorzugsweise weist das erste Halteelement an der dem Bodenbereich gegenüberliegenden Seite einen entlang der linearen Führung sich erstreckenden ersten Führungsspalt auf. Zweckmäßigerweise ist das zweite Halteelement mit einem zweiten Führungsspalt ausgeführt, der sich ebenfalls entlang der linearen Führung erstreckt. Der Lastträger kann durch den ersten Führungsspalt hindurchragen, wobei der Fuß des Lastträgers zuverlässig in der geschlossenen Führung gehalten wird. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der erste Führungsspalt 90° zum zweiten Führungsspalt ausgerichtet. Weitere Winkel im Bereich zwischen ungefähr 45° und 135° sind ebenfalls denkbar. Bei einem derartigen Halteprofil kann am Dachbereich des Fahrzeuges beispielsweise ein Fahrradträger fixiert werden. Am zweiten Halteelement kann beispielsweise eine Jalousie (Fensterschutz), eine Markise oder ein Vorzelt befestigt werden, die an der Seitenwand herunterhängt und derart den Dachbereich künstlich verlängert.

Vorzugsweise ist an der Unterseite des Bodenbereiches eine Dichtung aus einem Elastomer angeordnet, die die Befestigungspunkte am Karoserieteil des Fahrzeuges abdichtet. Ist das Halteprofil am Fahrzeug befestigt, befindet sich somit die Dichtung zwischen dem Bodenbereich und dem Karoserieteil, wobei bevorzugt die Dichtung sich über den Dachkantenbereich L-förmig erstreckt und mit ihrem einen Ende am oberen Bereich der Seitenwand anliegt.

Die Aufgabe wird des Weiteren durch ein Trägersystem mit den Merkmalen des Anspruches 16 gelöst, wobei in den abhängigen Ansprüchen vorteilhafte Ausführungsformen beschrieben sind.

Erfindungsgemäß umfasst das Trägersystem ein Halteprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Lastträger, der einen Fußbereich umfasst, der durch das erste Halteelement aufgenommen ist, wobei zumindest ein Wandungsabschnitt des Fußbereiches kraftschlüssig an den Kontaktflächen des ersten Halteelementes lösbar befestigt ist. Vorzugsweise ist die Form des Fußbereiches der Profilnut des ersten Halteelementes angepasst.

Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist, dass das Trägersystem Mittel aufweist, wodurch während des Befestigungsvorganges des Lastträgers am Halteprofil der Fußbereich senkrecht zur linearen Führung in Richtung des ersten Führungsspaltes bewegt wird bis der Fußbereich an der Kontaktfläche des ersten Halteelementes anliegt. Als Mittel können beispielsweise ein am Lastträger angeordnetes Befestigungsmittel – beispielsweise eine Schraube oder auch ein Klemmelement – und eine am Halteprofil angeordnete Auflagefläche vorgesehen sein, an der das Befestigungsmittel kontaktierbar ist. Wird beim Befestigungsvorgang das Befestigungsmittel angezogen, bewegt sich das letztgenannte in Richtung des Bodenbereiches des ersten Halteelementes bis es die Auflagefläche kontaktiert. Die Auflagefläche kann hierbei innerhalb oder außerhalb des ersten Halteelementes angeordnet sein. Durch ein weiteres Anziehen des Befestigungsmittels bewegt sich der Fußbereich des Lastträgers in entgegengesetzte Richtung zum Bodenbereich durch den ersten Führungsspalt nach Außen bis der Fußbereich die Kontaktfläche des ersten Halteelementes erreicht. Durch ein weiteres Anziehen des Befestigungsmittels mit einer bestimmten Kraft wird der Fußbereich an die Kontaktfläche stark angepresst, wodurch eine zuverlässige Befestigung erzielt wird.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:

1 eine dreidimensionale Darstellung des erfindungsgemäßen Halteprofils,

2 eine Seitenansicht des Halteprofils gemäß 1 mit daran befestigten Lastträger,

3 eine alternative Ausführungsform des Halteprofils mit Lastträger,

4 eine weitere Ausführungsform des Halteprofils mit Lastträger und

5 eine weitere alternative Ausgestaltung des Halteprofils mit Lastträger.

1 zeigt ein Halteprofil 1, das ein Stranggussteil aus Aluminium ist, mit einem ersten und einem zweiten Halteelement 4, 5. Das Halteprofil 1 ist am Dachkantenbereich eines Fahrzeugdaches 18 angeordnet. Beide Halteelemente 4, 5 sind als geschlossene Führung ausgebildet und weisen eine im Wesentlichen C-förmige Profilnut auf, wobei die Profilnut des ersten Halteelementes 4 eckig und die Profilnut (Kederprofil) des zweiten Halteelementes 5 rund ausgeführt ist.

In 2 ist ein Lastträger 7 dargestellt, der in dem erfindungsgemäßen Halteprofil 1 gemäß 1 kraftschlüssig lösbar befestigt ist. Das Halteprofil 1 weist in dem ersten Halteelement 4 einen Bodenbereich 10 auf, der mit mehreren Bohrungen 11 versehen ist. In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform kann der Bodenbereich 10 ebenfalls ohne Bohrungen ausgeführt sein, wobei die Befestigung mittels selbstbohrenden und/oder schneidenden Schrauben erfolgen kann. Zur Befestigung des Halteprofils 1 werden Schrauben 19 verwendet, die durch die Bohrungen 11 sich erstrecken und die Karoserieteile 2, 3 des Fahrzeuges verbinden. Wie in 2 zu erkennen ist, ist die Schraube 19 im Bodenbereich 10 versenkt angeordnet. Hierfür ist der Bodenbereich 10 mit einer Vertiefung ausgebildet, die sich mittig im Bodenbereich 10 befindet.

Ausgehend vom zweiten Halteelement 5, das durch eine Wandung 8 vom ersten Halteelement 4 getrennt ist, erstreckt sich eine Abdichtungswandung 9, deren freies Ende in Kontakt mit der Seitenwand 3 des Fahrzeuges ist. Das zweite Halteelement 5 sowie die Abdichtungswandung 9 bilden gemeinsam im Wesentlichen eine S-Form. Zwischen der Unterseite des Halteprofils 1 und der Oberfläche des Fahrzeugdaches 18 ist eine Dichtung 14 angeordnet, die aus einem Elastomer besteht. In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann die Dichtung auch als eine Art Labyrinthdichtung ausgebildet sein, bei der die Unterseite des Halteprofils 1 und die Oberfläche des Dachbereiches 18 ineinandergreifen.

Der Lastträger 7 ist mit seinem Fußbereich 15 durch die geschlossene Führung des ersten Halteelementes 4 zuverlässig aufgenommen, wobei der Fußbereich 15 der Profilnut des ersten Halteelementes 4 angepasst ist. Um den Lastträger 7 am Halteprofil 1 zu befestigen, wird der Fußbereich 15 an einem Seitenende des Halteprofils 1 in die C-förmige Profilnut hineingeschoben und in die entsprechende Position entlang der linearen Führung geführt. Damit der Fußbereich 15 ohne Schwierigkeiten linear verschoben werden kann, ist der Querschnitt des Fußbereiches 15 etwas geringer ausgeführt als das Profil des ersten Haltelementes 4. Das erste Halteelement 4 weist einen ersten Führungsspalt 12 auf, durch den sich der Lastträger 7 ausgehend von der Profilnut des ersten Halteelementes 4 nach Außen erstreckt.

Die Befestigung des Lastträgers 7 am ersten Halteelement 4 erfolgt durch eine kraftschlüssige Verbindung mittels einer Schraube 17, die durch eine Gewindebohrung 16 des Fußbereiches 15 verläuft. Während des Befestigungsvorganges kontaktiert das Ende der Schraube 17 ab einem bestimmten Zeitpunkt die Auflagefläche 22 des Bodenbereiches 10. Durch ein weiteres Anziehen der Schraube 17 wird der Fußbereich 15 in entgegengesetzte Richtung zum Bodenbereich 10 bewegt – senkrecht zur linearen Führung – bis der Fußbereich 15 die Kontaktflächen 6 des ersten Halteelementes 4 berührt. Wird die Schraube 17 weiter durch eine bestimmte Kraft angezogen, lässt sich eine zuverlässige Befestigung des Lastträgers 7 am Halteprofil 1 bewirken, da eine entsprechende, aufgrund der Schraube 17 wirkende Kraft in Richtung des ersten Führungsspaltes 12 den Fußbereich 15 an den Kontaktbereich 6 drückt. Hierbei ist zu beachten, dass unter anderem die Dicke des Fußbereiches 15, die Länge der Schraube 17 sowie die Geometrie der Profilnut und des Fußbereiches 15 entsprechend angepasst sein müssen, um eine zufriedenstellende Fixierung des Lastträgers 7 im ersten Halteelement 4 gewährleisten zu können. Anstelle der Schraube 17 ist in einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung eine Verklemmung des Lastträgers 7 beispielsweise durch einen Exzenterhebels ebenfalls denkbar.

Das zweite Halteelement 5 weist entlang der linearen Führung – wie das erste Halteelement 4 – einen Führungsspalt 13 auf, der im folgenden als zweiter Führungsspalt 13 bezeichnet wird. In dem zweiten Halteelement 5 ist beispielsweise eine Jalousie mit einem Keder fixierbar (nicht explizit dargestellt), der durch die C-förmige Profilnut des zweiten Halteelementes 5 formschlüssig gehalten werden kann. Wie 2 besonders verdeutlicht ist der Führungsspalt 12 90° zum zweiten Führungsspalt 13 ausgerichtet, so dass sowohl am Fahrzeugdach 18 als auch an der Seitenwand 3 Elemente getrennt und unabhängig voneinander befestigt werden können. Das Halteprofil 1 ist an der dem zweiten Halteelement 5 gegenüberliegenden Seite mit einer Schutzleiste 20 ausgeführt, die sich entlang der gesamten Länge des Halteprofils 1 erstreckt und am Karosserieteil 3 anliegt.

Die 3 bis 5 zeigen alternative Ausführungsformen des Trägersystems mit Halteprofil 1 sowie Lastträger 7. Die wesentlichen Merkmale beziehungsweise Ausgestaltungen des Halteprofils 1 und des Lastträgers 7 sowie des Befestigungsmechanismus entsprechen den Ausführungen aus den 1 und 2, so dass im Folgenden lediglich auf die Unterschiede im Wesentlichen eingegangen wird.

In 3 ist ein am Fahrzeugdach 18 befestigtes Halteprofil 1 dargestellt, in dem ein Lastträger 7 innerhalb des ersten Halteelementes 4 mittels einer kraftschlüssigen Verbindung fixiert ist. Die Form des Halteprofils 1 entspricht im Wesentlichen der Ausgestaltung gemäß 2, wobei die Nut des ersten Halteelementes 4 eine trapezförmige Ausgestaltung aufweist. Der Bodenbereich 10 ist mit einer Vertiefung ausgeführt, in der die Schraube 19 zur Befestigung des Halteprofils 1 am Fahrzeugdach 18 positioniert ist. An der dem Bodenbereich 10 gegenüberliegenden Seite ist der erste Führungsspalt 12 angeordnet, durch den sich das Lastträger 7 mit der Schraube 17 erstreckt. Die Kontaktflächen 6 sind schräg ausgeführt, das bedeutet, dass die Kontaktflächen 6 ausgehend vom Führungsspalt 12 in einem Winkel zum Bodenbereich 10 verlaufen. Dementsprechend ist der Fußbereich 15 des Lastträgers 7 der trapezförmigen Nut des ersten Halteelementes 4 angepasst. Im befestigten Zustand des Lastträgers 7 kontaktiert lediglich der Fußbereich 15 die Kontaktflächen 6 des ersten Halteelementes 4, wobei die Schraube 19 mit ihrem Ende an der Auflagefläche 22 des Bodenbereiches 10 anliegt und kraftschlüssig angezogen ist.

In 4 ist die Schraube 19 im linken Bodenbereich 10 des ersten Halteelementes 10 angeordnet. Der Bodenbereich 10 ist, wie bei den oben beschriebenen Ausführungsformen mit einer Vertiefung versehen, so dass die Schraube 19 versenkt angeordnet ist, das bedeutet, dass der Schraubenkopf der Schraube 19 mit dem anliegenden Bodenbereich 10 bündig abschließt. Das Profil des ersten Halteelementes 4 weist in dieser Ausführungsform der Erfindung nur auf einer Seite eine Kontaktfläche 6 auf, die zum Bodenbereich 10 einen festgelegten Abstand aufweist. Der Fußbereich 15 des Lastträgers 7 ist im Wesentlichen L-förmig ausgeführt, wobei die dem Bodenbereich 10 abgewandte Seite des Fußbereiches 15 an der Kontaktfläche 6 zuverlässig anliegt. Der Lastträger 7 erstreckt sich durch den ersten Führungsspalt 12 und ist in einem Abstand zur Oberfläche des Halteprofils 1 mit einem Vorsprung 21 ausgestaltet. Der Vorsprung 21 weist eine Gewindebohrung 16 auf, durch die sich eine Schraube 17 erstreckt. Während des Anziehens der Schraube 17 bewegt sich diese mit ihrem freien Ende in Richtung der Auflagefläche 22, die in diesem Ausführungsbeispiel außerhalb des Halteprofils 1 angeordnet ist, bis die Schraube 17 die Auflagefläche 22 kontaktiert. Durch ein weiteres Anziehen der Schraube 17 bewegt sich der Fußbereich 15 innerhalb des ersten Halteelementes 4 in Richtung des ersten Führungsspaltes 12 bis der Fußbereich 15 an der Kontaktfläche 6 anliegt. Wird die Schraube 17 weiter angezogen, wird der Fußbereich 15 zuverlässig am ersten Halteelement 4 kraftschlüssig befestigt. Ein Vorteil dieser Ausführungsform ist, dass die Schraube 17 für den Monteur einfach zugänglich ist. Selbstverständlich kann auch anstelle einer Schraube 17 ein Klemmelement – zum Beispiel ein Exzenterhebel oder dgl. – eingesetzt werden.

5 zeigt eine weitere Alternative der Erfindung, wobei das erste Halteelement 4 eine T-förmig geschlossene Führung aufweist. Im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Vorrichtungen weist das vorliegende Halteprofile 1 zwei Führungsspalte 12 auf, durch die sich der Lastträger 7 mit seinem Fußbereich 15 erstreckt. Wie in 4 kontaktiert die Schraube 17 mit ihrem Gewindeende die Auflagefläche 22, wobei die dem Bodenbereich 10 abgewandte Seite des Fußbereiches 15 an den Kontaktflächen 6 kraftschlüssig anliegt.

1Halteprofil 2Karosserieteil 3Karosserieteil 4erstes Halteelement 5zweites Haltelement 6Kontaktfläche 7Lastträger 8Wandung 9Abdichtungswandung 10Bodenbereich 11Bohrung 12Erster Führungsspalt 13Zweiter Führungsspalt 14Dichtung 15Fußbereich 16Gewindebohrung 17Schraubenelement (Lastträger) 18Fahrzeugdach 19Schraubenelement (erstes Halteelement) 20Schutzleiste 21Vorsprung 22Auflagefläche

Anspruch[de]
  1. Halteprofil (1) zur Verbindung und/oder Abdichtung von mindestens zwei Karosserieteilen (2, 3) eines Fahrzeuges, insbesondere am Dachkantenbereich eines Kraftfahrzeuges oder eines Wohnanhängers, dadurch gekennzeichnet, dass das einstückig ausgebildete, unmittelbar am Fahrzeug befestigbare Halteprofil (1) mindestens zwei als geschlossene Führung ausgeführte Halteelemente (4, 5) aufweist, wobei das erste Halteelement (4) mit Kontaktflächen (6) ausgebildet ist, an denen ein Lastträger (7) lösbar befestigbar ist.
  2. Halteprofil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lastträger (7) am ersten Halteelement (4) kraftschlüssig befestigbar ist.
  3. Halteprofil (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil (1) ein zweites Halteelement (5) umfasst, wobei das erste und das zweite Halteelement (4, 5) durch eine gemeinsame Wandung (8) voneinander getrennt sind.
  4. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ausgehend vom zweiten Halteelement (5) sich eine Abdichtungswandung (9) erstreckt, deren freies Ende in Kontakt mit dem Fahrzeug bringbar ist.
  5. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil (1) ein Stranggussteil aus Metall ist.
  6. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil (1) aus Kunststoff, insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoff ist.
  7. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Halteelement (4, 5) als lineare Führung ausgebildet sind.
  8. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Halteelement (4, 5) als C-förmige Profilnut ausgeführt sind.
  9. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Halteelement (4) einen Bodenbereich (10) umfasst, an dem mehrere Bohrungen (11) zur Befestigung des Halteprofils (1) am Fahrzeug angeordnet sind.
  10. Halteprofil (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Halteelement (4) an der dem Bodenbereich (10) gegenüberliegenden Seite einen entlang der linearen Führung sich erstreckenden ersten Führungsspalt (12) aufweist.
  11. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Halteelement (5) einen entlang der linearen Führung sich erstreckenden zweiten Führungsspalt (13) aufweist.
  12. Halteprofil (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Führungsspalt (12) zwischen 45° und 135° zum zweiten Führungsspalt (13) ausgerichtet ist.
  13. Halteprofil (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Führungsspalt (12) 90° zum zweiten Führungsspalt (13) ausgerichtet ist.
  14. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Halteelement (4) als T-förmige Profilnut ausgeführt ist.
  15. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Bodenbereiches (10) eine Dichtung (14) aus einem Elastomer angeordnet ist.
  16. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Kontaktfläche (6) profiliert ist.
  17. Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (6) dem Bodenbereich (10) zugewandt ist.
  18. Trägersystem umfassend ein Halteprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Lastträger (7), der einen Fußbereich (15) umfasst, der durch das erste Halteelement (4) aufgenommen ist, wobei zumindest ein Wandungsabschnitt des Fußbereiches (15) kraftschlüssig an den Kontaktflächen (6) des ersten Halteelementes (4) lösbar befestigt ist.
  19. Trägersystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägersystem Mittel (17, 22) aufweist, wodurch während des Befestigungsvorganges des Lastträgers (7) am Halteprofil (1) der Fußbereich (15) senkrecht zur linearen Führung in Richtung des ersten Führungsspaltes (12) bewegt wird bis der Fußbereich (15) an der Kontaktfläche (6) des ersten Halteelementes (4) anliegt.
  20. Trägersystem nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Fußbereiches (15) der Profilnut des ersten Halteelementes (4) angepasst ist.
  21. Trägersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Mittel (17, 22) folgendes umfassen:

    a) Befestigungsmittel (17), die der Lastträger (7) aufweist und

    b) eine am Halteprofil (1) angeordnete Auflagefläche (22), an der das Befestigungsmittel (17) kontaktierbar ist.
  22. Trägersystem nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Lastträger (7) mindestens eine Bohrung (16) aufweist, durch die das Befestigungsmittel (17) sich erstreckt.
  23. Fahrzeugdach (18) mit einem Trägersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com