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Dokumentenidentifikation DE102005002854A1 24.08.2006
Titel Fallschutzplatte, insbesondere für den Außenbereich, Fallschutzbelag, Verwendung einer Fallschutzplatte
Anmelder Conradi + Kaiser GmbH, 56271 Kleinmaischeid, DE
Erfinder Kaiser, Klaus, 56584 Anhausen, DE
Vertreter Kutzenberger & Wolff, 50668 Köln
DE-Anmeldedatum 20.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005002854
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse E01C 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01C 5/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E01C 13/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E01C 5/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird eine Fallschutzplatte zur Bildung eines Fallschutzbelags, insbesondere für den Außenbereich, mit einer Oberseite, mit einer Unterseite und mit einer Plattenhöhe vorgeschlagen, wobei ein erster Teil der Unterseite Fallschutzausnehmungen aufweist, wobei ein zweiter Teil der Unterseite als eine Auflagefläche der Fallschutzplatte vorgesehen ist, wobei wenigstens die Hälfte des ersten Teils der Unterseite, ausgehend von der Auflagefläche der Fallschutzplatte im wesentlichen um eine Höhe in die Fallschutzplatte hineinragt und wobei das Verhältnis der Höhe zu der Plattenhöhe ca. 50% bis 80% beträgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fallschutzplatte zur Bildung eines Fallschutzbelags, insbesondere für den Außenbereich, wobei die Fallschutzplatte eine Oberseite, eine Unterseite und eine Plattenhöhe aufweist.

Beläge, insbesondere zur Verkleidung von Böden und/oder Wänden und insbesondere im Außenbereich, sind an sich bekannt. Für solche Beläge sind weiterhin Belagelemente bzw. Platten bekannt, die im Wesentlichen die Sichtseite solcher Beläge ausmachen. Bei manchen solcher Beläge ist es notwendig, dass ein sogenannter Fallschutz realisiert ist, d.h. der Belag ist derart energieabsorbierend ausgelegt, dass eine fallende Person – etwa ein Kind auf einem öffentlichen oder privaten Kinderspielplatz – beim Auftreffen auf den Belag keine zu großen Beschleunigungskräfte erfährt. Je niedriger solche Beschleunigungskräfte (bei einer vorgegebenen Fallhöhe) sind, desto geringer ist die Gefahr von Verletzungen beim Fallen von Personen, insbesondere Kindern, oder auch beim Fallen von Gegenständen auf einen solchen Belag. Bei bekannten Belägen ist es nachteilig, dass Fallsicherheit, Langlebigkeit und niedrige Kosten nicht im gewünschten Umfang gleichzeitig realisierbar sind. Hinsichtlich der Anforderung einer möglichst großen Langlebigkeit ist insbesondere zu beachten, dass nicht nur das Material des Belags als solcher den entsprechenden Belastungen und Einflüssen (insbesondere witterungsbedingt) über die gesamte Lebensdauer standhält, sondern auch, dass der Belag im Zusammenspiel mit dem Untergrund die nötige Langlebigkeit aufweist – etwa ein Durchbiegen der Belagplatten über die gesamte Lebensdauer vermieden wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Fallschutzplatte bzw. einen Fallschutzbelag bereitzustellen, die bzw. der die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist und gleichzeitig mit Blick auf eine große Einsatzdauer, insbesondere an öffentlich zugänglichen Stellen im Außenbereich, außerordentlich robust, verschleißarm und darüber hinaus sowohl bei der Herstellung als auch beim Unterhalt kostengünstig ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Fallschutzplatte zur Bildung eines Fallschutzbelags, insbesondere für den Außenbereich, mit einer Oberseite, mit einer Unterseite und mit einer Plattenhöhe gelöst, wobei ein erster Teil der Unterseite Fallschutzausnehmungen aufweist, wobei ein zweiter Teil der Unterseite als eine Auflagefläche der Fallschutzplatte ausgebildet ist, wobei wenigstens die Hälfte des ersten Teil der Unterseite ausgehend von der Auflagefläche der Fallschutzplatte im wesentlichen um eine Höhe in die Fallschutzplatte hineinragt, wobei das Verhältnis der Höhe zu der Plattenhöhe ca. 50% bis 80% beträgt. Hierdurch ist es vorteilhaft möglich, dass einerseits ein Höchstmaß an Fallschutz gewährleistet ist, jedoch gleichzeitig eine kostengünstige Herstellbarkeit der Fallschutzplatte dadurch gegeben ist, dass vergleichsweise wenig Material verbraucht wird. Dadurch, dass die Höhe des Materials im zweiten Teil der Unterseite im wesentlichen der Plattenhöhe entspricht, ist die Lebensdauer vergleichsweise hoch und die Fallschutzplatte vergleichsweise formstabil.

Besonders bevorzugt ist, dass sich der erste Teil und der zweite Teil im wesentlichen vollständig zur Unterseite ergänzen bzw. dass die Unterseite außer den Fallschutzausnehmungen in einem dritten Teil Drainageausnehmungen aufweist, wobei sich der erste Teil, der zweite Teil und der dritte Teil im wesentlichen vollständig zur Unterseite ergänzen. Hierdurch ist es erfindungsgemäß möglich, dass die Fallschutzplatte trotz der guten Fallschutzeigenschaften eine hohe Stabilität und eine große Formstabilität über ihre gesamte Lebensdauer aufweist.

Ferner ist bevorzugt, dass der erste Teil etwa 40% bis 80% der Gesamtfläche der Unterseite ausmacht. Hierdurch wird weiterhin Plattenmaterial eingespart, wodurch die Herstellungskosten verringerbar sind.

Für eine Verwendung an öffentlichen Plätzen, insbesondere mit Zugang für Kinder und insbesondere an Spielplätzen, ist es vorteilhaft, dass die dort verbauten Fallschutzplatten gemäß der europäischen Norm EN1177 einen besonders guten Fallwert aufweisen. Die Energieabsorptionsfähigkeit eines aus erfindungsgemäßen Fallschutzplatten gebildeten Fallschutzbelags wird mittels eines sogenannten HIC-Wertes (Head injury creation) gemessen, der insbesondere mit der Beschleunigung eines fallenden Körpers beim Auftreffen korreliert. Maßgebend ist hierbei nach der genannten Norm, dass die Fallhöhe bei einem HIC-Wert von 1000 möglichst groß ist. Dies ist mit der erfindungsgemäßen Fallschutzplatte bzw. dem entsprechenden Fallschutzbelag bereits mit einer vergleichsweise geringen Plattenhöhe erzielbar. Durch eine Variation der Höhe der Fallschutzausnehmungen im Vergleich zur Plattenhöhe und durch eine Variation des Anteils des ersten Teils an der Gesamtfläche der Unterseite der Fallschutzplatte sowie der Form bzw. der Formen der Fallschutzausnehmungen ist es erfindungsgemäß möglich, für unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der Fallsicherheit ein Optimum an Kosteneffizienz, Stabilität und Langlebigkeit der Fallschutzplatten zu erreichen. Beispielhaft kann die Plattendicke der Fallschutzplatte bei einer gemäß der erwähnten Norm zu zertifizierenden Fallhöhe von 3,0 m etwa 70 mm bis 90 mm betragen, während sie bei einer zu zertifizierenden Fallhöhe von 1,5 m beispielhaft lediglich etwa 40 mm bis 50 mm beträgt.

Weiterhin ist bevorzugt, dass die Fallschutzausnehmungen zu unterschiedlichen Höhen in die Platte hineinragen. Hierdurch ist es insbesondere möglich, dass seitliche Verbindungsausnehmungen an solchen Stellen in die Fallschutzplatte eingebracht werden, an denen sich auch eine Fallschutzausnehmung befindet. Durch eine Variation der Form und der Größe der Fallschutzausnehmungen und damit auch einer Variation der von den Fallschutzausnehmungen übrig gelassenen Stege (bzw. der Auflagefläche) auf der Unterseite der Platte ist es möglich, für eine besonders gute Stabilität der Fallschutzplatte zu sorgen. Auch ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, dass Fallschutzausnehmungen auch wenigstens teilweise und wenigstens an einem Teil des Randes der Fallschutzplatte vorgesehen sind. Hierdurch ist es erfindungsgemäß möglich, für einen besonders homogenen Fallschutz über die gesamte Oberfläche der Fallschutzplatte und damit auch des Fallschutzbelags zu sorgen. Die Oberseite der Fallschutzplatte ist erfindungsgemäß im wesentlichen vollständig durchgängig und nicht durch Löcher oder dergleichen unterbrochen.

Die Fallschutzplatte umfasst in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ein mit einem Bindemittel versetztes Kunststoffgranulat, vorzugsweise Gummigranulat. Das Gummigranulat kann ein EPDM (Ethylen, Propylen, Dien-Monomer)-Gummigranulat sein. Dieses dem Fachmann bekannte EPDM-Gummigranulat besitzt zum einen ein im gesamten Korn durchgehende gleiche Färbung. Zum anderen verfärbt sich das EPDM-Granulat auch unter starker und lang anhaltender Sonneneinstrahlung nicht wesentlich, wodurch in ganz besonders bevorzugter Weise eine Fallschutzplatte herstellbar ist, die eine dauerhaft gleichbleibende Färbung der erfindungsgemäßen Fallschutzplatte erlaubt. Ebenfalls bevorzugt ist, dass das Belagelement ein Polyurethan (PU)-gebundenes Gummigranulat umfasst oder auch ein zerkleinerter Kautschuk, vorzugsweise zerkleinertes Recycling-Altgummi, das beispielsweise durch die Zerkleinerung von Kraftfahrzeugreifen gewonnen wird. Als ein vorzugsweise elastisches Bindemittel eignet sich jedes dem Fachmann geläufige Bindemittel, mit dem die Granulatteilchen untereinander verbunden werden können. Vorzugsweise ist das Bindemittel Polyurethan (PU), mit dem die Granulatteilchen vorzugsweise vollständig ummantelt werden bzw. sind.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein aus einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen Fallschutzplatten gebildeter Fallschutzbelag. Dieser entsteht dadurch, dass die Bodenplatten nebeneinander angeordnet werden. Falls Verbindungselemente bzw. -ausnehmungen entsprechend angeordnet werden, ist ein solcher Fallschutzbelag nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand und unter Zerstörung der Fallschutzplatten demontierbar. Ein solcher Fallschutzbelag ist erfindungsgemäß vor allem als Bodenbelag vorgesehen, jedoch ist eine Wandmontage prinzipiell ebenfalls möglich.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Fallschutzplatte zur Bildung eines Belags mit einem ausreichenden Fallschutzwert für einen Fall aus einer Höhe von etwa 0,6 m bis etwa 3,0 m.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

1 zeigt eine Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße Fallschutzplatte.

2 zeigt schematisch eine Ansicht von unten einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fallschutzplatte.

3 zeigt schematisch eine Mehrzahl von Möglichkeiten zur Realisierung der Fallschutzausnehmungen.

4 zeigt schematisch eine Ansicht von unten einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fallschutzplatte.

In 1 ist eine Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße Fallschutzplatte 1, die insbesondere als Bodenplatte 1 vorgesehen ist, entlang der in 2 angedeuteten Schnittlinie I-I dargestellt. Die Fallschutzplatte 1 umfasst eine Oberseite 11, eine Unterseite 12 und weist eine Plattenhöhe D auf. Die Fallschutzplatte 1 liegt dabei auf einem insbesondere sickerfähigen Untergrund 4 auf. Die Unterseite 12 der Fallschutzplatte 1 umfasst weiterhin eine Mehrzahl von Fallschutzausnehmungen 21, 22, wobei im dargestellten Beispiel größere Fallschutzausnehmungen 21 von kleineren Fallschutzausnehmungen 22 unterschieden werden, was aber nicht zwingend der Fall ist. Die in die Unterseite der Fallschutzplatte 1 eingebrachten Fallschutzausnehmungen 21, 22 dienen der Realisierung einer großen Fallsicherheit der Fallschutzplatte 1 und lassen "Stege" als Teil der Unterseite 12 in Form einer Auflagefläche 25 stehen. Die Stege weisen im wesentlichen vollständig die Plattenhöhe D auf. Hierbei bilden die Fallschutzausnehmungen 21, 22 gemeinsam einen ersten Teil A der Unterseite 12 der Fallschutzplatte 1 und die "Stege" bilden bzw. die Auflagefläche 25 bildet einen zweiten Teil B der Unterseite der Fallschutzplatte 1. Die Fallschutzausnehmungen 21, 22 ragen um eine Höhe d in die Platte bzw. in das Material der Platte hinein, wobei das Verhältnis der Höhe d zu der Plattenhöhe D ca. 50% bis 80 % beträgt. Eine Erhöhung dieses Verhältnisses verbessert den Fallschutzwert der Fallschutzplatte 1 und reduziert ebenfalls vorteilhaft den Materialverbrauch bei der Herstellung. Wenn jedoch die Differenz zwischen der Höhe d und der Plattenhöhe bzw. Plattendicke D zu gering wird, führt dies zu einer Herabsetzung der Stabilität der Fallschutzplatte 1 und damit zu einer Verkürzung der Lebensdauer der Fallschutzplatte 1.

In 2 ist schematisch eine Ansicht von unten einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fallschutzplatte 1 dargestellt. Im unteren Teil der 2 ist eine Seitenansicht der Fallschutzplatte 1 dargestellt. Aus 2 sind neben den Fallschutzausnehmungen 21, 22 weiterhin seitliche Verbindungsausnehmungen 40 entnehmbar, die im Bereich eines Randes 13 der Fallschutzplatte 1 oder im Bereich mehrerer Ränder 13 der Fallschutzplatte optional vorhanden sind. Am oberen Rand 13 der in 2 dargestellten Fallschutzplatte ist ferner dargestellt, dass am Rand 13 Fallschutzausnehmungen 21, 22 auch nur teilweise oder in anderer Form vorliegen können, um die Fläche der Fallschutzplatte 1 möglichst homogen mit Fallschutzausnehmungen 21, 22 zu belegen. Diese nur teilweise oder in anderer Form vorhandenen Fallschutzausnehmungen sind in 2 mit dem Bezugszeichen 23 bezeichnet.

Bei einer quadratischen oder rechteckigen Fallschutzplatte ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Seitenlänge im Bereich von 300 mm bis 1000 mm liegt.

In die Verbindungsausnehmungen 40 können nicht dargestellte Verbindungselemente zur zusammenhängenden Fixierung einer Mehrzahl von Fallschutzplatten 1 zu einem Fallschutzbelag eingesteckt werden. Die Fallschutzausnehmungen 21, 22 bzw. ihr Anteil an der Unterseite 12 der Fallschutzplatte 1 wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch als der erste Teil A der Unterseite 12 bezeichnet. Die im Zusammenhang mit 1 angesprochenen "Stege" bzw. die Auflagefläche 25 entspricht dem zweiten Teil B der Unterseite. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der erste Teil A und der zweite Teil B gemeinsam die Unterseite 12 im wesentlichen vollständig bilden bzw. sich im wesentlichen vollständig zur Unterseite 12 ergänzen. Hierbei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der erste Teil A etwa 40% bis 80% der Gesamtfläche der Unterseite 12 ausmacht.

Der untere Teil der 2 zeigt, dass dann eine Fallschutzausnehmung 21 von der Auflagefläche 25 auch weniger stark in die Fallschutzplatte 1 hineinragen kann (geringere Höhe d im unteren Teil der 2), wenn eine oder mehrere Verbindungsausnehmungen) 40 gerade im Bereich dieser Fallschutzausnehmung 21 angeordnet ist(sind). Dennoch ragt zumindest die Hälfte der Fallschutzausnehmungen 21, 22 bzw. zumindest die Hälfte (der Fläche) des ersten Teils A der Unterseite 12 um die Höhe d, d.h. zwischen 50% und 80%, in die Fallschutzplatte 1 hinein. Bevorzugt ragt der weit überwiegende Teil der Fläche des ersten Teils A um die Höhe d in die Fallschutzplatte 1 hinein und ganz besonders bevorzugt ragt die entsprechende Fallschutzausnehmung 21, 22 nur an denjenigen Stellen, an denen eine Verbindungsausnehmung 40 vorgesehen ist, weniger stark als die Höhe d (d.h. als die anderen Fallschutzausnehmungen 21, 22) in die Fallschutzplatte 1 hinein.

Erfindungsgemäß ist eine Gesamtdicke der Fallschutzplatte 1 von etwa 30 bis 150 mm vorgesehen.

In 3 zeigt schematisch eine Mehrzahl von Möglichkeiten zur Realisierung der Fallschutzausnehmungen 21, 22. Im linken oberen Teil der 3 (3a) sind (entsprechend der 2) runde Fallschutzausnehmungen 21, 22 in zwei unterschiedlichen Größen beispielhaft dargestellt. Im mittleren oberen Teil der 3 (3b) sind runde Fallschutzausnehmungen 21 einer einzigen Größe beispielhaft dargestellt. Im rechten oberen Teil der 3 (3c) sind "kreuzförmige" Fallschutzausnehmungen 21 (in einer einzigen Größe) dargestellt. Im unteren Teil der 3 (3d) sind sechseckige Fallschutzausnehmungen 21 (ebenfalls in einer einzigen Größe) dargestellt. Erfindungsgemäß ist es möglich, andere Formen von Fallschutzausnehmungen 21, 22 vorzusehen, etwa quadratische, dreieckige, rechteckige, ovale (jeweils in gleicher oder unterschiedlicher Größe).

In 4 ist schematisch eine Ansicht von unten einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fallschutzplatte 1 dargestellt. Im unteren Teil der 4 ist eine Seitenansicht der Fallschutzplatte 1 dargestellt. Bei dieser alternativen Ausführungsform der Fallschutzplatte 1 handelt es sich um eine solche wie gemäß der ersten Ausführungsform (1 bis 3), jedoch sind zusätzlich Drainageausnehmungen 30 auf der Unterseite 12 der Fallschutzplatte 1 vorgesehen. Die Fallschutzausnehmungen 21, 22 sowie optional die Verbindungsausnehmungen 40 sind bei der zweiten Ausführungsform ebenfalls vorhanden, jedoch der größeren Deutlichkeit halber nur teilweise und nur punktiert in 4 dargestellt. Als Querschnitt der Drainageausnehmungen 30 kommt erfindungsgemäß neben dem dargestellten dreieckigen Querschnitt beispielhaft ebenfalls ein quadratischer, halbrunder, trapezförmiger oder auch rechteckiger Querschnitt in Frage. Die Drainageausnehmungen ragen, falls vorhanden, höchstens 10% bis 20% der Plattenhöhe D in das Material der Fallschutzplatte 1 hinein.

1Fallschutzplatte 4Untergrund 11Oberseite 12Unterseite 13Rand der Fallschutzplatte 21, 22Fallschutzausnehmungen 23nur teilweise oder in anderer Form vorhandene Fallschutzausnehmungen 25Auflagefläche 30Drainageausnehmungen 40Verbindungsausnehmungen Aerster Teil der Unterseite Bzweiter Teil der Unterseite Cdritter Teil der Unterseite DPlattenhöhe dHöhe der Fallschutzausnehmungen

Anspruch[de]
  1. Fallschutzplatte (1) zur Bildung eines Fallschutzbelags, insbesondere für den Außenbereich, mit einer Oberseite (11), mit einer Unterseite (12) und mit einer Plattenhöhe (D), dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Teil (A) der Unterseite (12) Fallschutzausnehmungen (21, 22) aufweist und dass ein zweiter Teil (B) der Unterseite (12) als eine Auflagefläche (25) der Fallschutzplatte (1) vorgesehen ist, wobei wenigstens die Hälfte des ersten Teils (A) der Unterseite ausgehend von der Auflagefläche (25) der Fallschutzplatte (1) im wesentlichen um eine Höhe (d) in die Fallschutzplatte (1) hineinragt, wobei das Verhältnis der Höhe (d) zu der Plattenhöhe (D) ca. 50% bis 80% beträgt.
  2. Fallschutzplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Teil (A) und der zweite Teil (B) im wesentlichen vollständig zur Unterseite (12) ergänzen.
  3. Fallschutzplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (12) außer den Fallschutzausnehmungen (21, 22) in einem dritten Teil (C) Drainageausnehmungen (30) aufweist, wobei sich der erste Teil (A), der zweite Teil (B) und der dritte Teil (C) im wesentlichen vollständig zur Unterseite (12) ergänzen.
  4. Fallschutzplatte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (A) etwa 40% bis 80% der Gesamtfläche der Unterseite (12) ausmacht.
  5. Fallschutzplatte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fallschutzausnehmungen (21, 22) zu unterschiedlichen Höhen (d) in die Fallschutzplatte (1) hineinragen.
  6. Fallschutzplatte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fallschutzausnehmungen (21, 22) rund, quadratisch, dreieckig, sechseckig, oval oder kreuzförmig ausgebildet sind.
  7. Fallschutzplatte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass erste Fallschutzausnehmungen (21) größer als zweite Fallschutzausnehmungen (22) ausgebildet sind.
  8. Fallschutzplatte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Fallschutzausnehmungen (21, 22) auch wenigstens an einem Teil des Randes (13) der Fallschutzplatte (1) vorgesehen sind.
  9. Fallschutzplatte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Fallschutzplatte (1) ein Polyurethan (PU)-gebundenes Gummigranulat, vorzugsweise Ethylen, Propylen, Dien, Monomer (EPDM)-Gummigranulat, oder ein mit einem Bindemittel, vorzugsweise PU, gebundenes Recycling-Gummigranulat ist.
  10. Fallschutzplatte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Fallschutzplattenhöhe (D) von ca. 70 mm ein ausreichender Fallschutzwert für einen Fall aus einer Höhe von mehr als 3,0 m erzielbar ist.
  11. Fallschutzbelag, gebildet mittels einer Mehrzahl von Fallschutzplatten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  12. Verwendung einer Fallschutzplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Bildung eines Fallschutzbelags mit einem ausreichenden Fallschutzwert für einen Fall aus einer Höhe von 1,0 m bis 5,0 m.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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