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Dokumentenidentifikation DE102005008127A1 24.08.2006
Titel Greiferwerkzeug
Anmelder Schunk GmbH & Co. KG Fabrik für Spann- und Greifwerkzeuge, 74348 Lauffen, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 21.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005008127
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B25J 15/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Kneifwerkzeug mit einem Gehäuse zur verschiebbaren Aufnahme von Greifwerkzeugbacken, die mit Hilfe von Führungen im Gehäuse vorgesehener Backenführungsausnehmungen und über ein im Gehäuse angeordnetes Stellteil verstellbar sind, wobei der Stellweg der beiden Greiferwerkzeugbacken in etwa quer zum Stellweg des Stellteils verläuft. Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass das Stellteil bzw. ein Hubkolben mit einem Übertragungsteil ausgestattet ist, das über mindestens ein im Gehäuse vorgesehenes Führungselement eine Drehbewegung zum Verstellen der Greiferwerkzeugbacken ausführt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Greiferwerkzeug mit einem Gehäuse zur verschiebbaren Aufnahme von Greiferwerkzeugbacken, die mit Hilfe von Führungen in im Gehäuse vorgesehenen Backenführungsausnehmungen und über ein im Gehäuse angeordnetes Stellteil verstellbar sind, wobei der Stellweg der beiden Greiferwerkzeugbacken in etwa quer zum Stellweg des Stellteils verläuft.

Es ist bereits ein Parallelgreifer (DE 100 13 022 A1) mit einem Gehäuse und zwei verstellbaren Greifergrundbacken bekannt, welche in dem Gehäuse in einer Backenführungsausnehmung verschiebbar geführt sind, wobei die Grundbacken über ein Keilhakengetriebe aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegbar sind und das Keilhakengetriebe über einen Kolben, welcher in dem Gehäuse geführt ist, verstellbar ist, um einen kompakten Parallelgreifer zur Übertragung und Aufnahme großer Greiferkräfte bzw. Kippmomente zu schaffen. Hierzu ist vorgeschlagen, den Parallelgreifer so auszubilden, dass der Kolben eine ovale oder im Wesentlichen rechteckförmige, mit abgerundeten Ecken ausgebildete Form aufweist. Die Grundbacken weisen beiderseits jeweils wenigstens zwei im Querschnitt rechteck-, keil- oder trapezförmig und in Verschieberichtung erstreckte Führungsstege auf. Die Backenführungsausnehmung weist hierzu komplementär ausgebildete Führungsnuten auf. Das Verhältnis der Wandstärke des Gehäuses, gemessen zwischen dem Grund der Führungsnuten und der Gehäuseaußenseite, zur Gehäusebreite beträgt senkrecht zur Verschieberichtung der Grundbacken wenigstens 0,2 cm. Das Verhältnis der Schrägzugbreite des Keilhakengetriebes zur Außenseite der Grundbacken beträgt wenigstens 0,4 cm. Durch die Verwendung von jeweils zwei Nuten und Federn auf jeder Seite ergibt sich eine Überbestimmung der Führungsteile. Dies führt dazu, dass die Greiferwerkzeuge sehr lange Führungsnuten und Führungsfedern aufweisen müssen, um ein Verkanten der Greiferwerkzeuge in dem Gehäuse zu reduzieren. Da jedes Greiferwerkzeug auf jeder Seite mit drei übereinander angeordneten Führungsfedern ausgestattet ist, werden die Führungseigenschaften der Greiferwerkzeuge verschlechtert und außerdem die Herstellungskosten derartiger Greiferwerkzeuge stark erhöht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Greiferwerkzeug derart auszubilden und anzuordnen, dass es funktionssicherer arbeitet und kostengünstiger hergestellt werden kann.

Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass das Stellteil bzw. ein Hubkolben mit einem Übertragungsteil ausgestattet ist, das über mindestens ein im Gehäuse vorgesehenes Führungselement eine Drehbewegung zum Verstellen der Greiferwerkzeugbacken ausführt. Da das Stellteil bzw. der Hubkolben mit nur einem Übertragungsteil ausgestattet ist, die Hubbewegung des Kolbens auf einfache Weise in eine Drehbewegung umgesetzt werden kann, die beiden Greiferwerkzeugbacken auf einem Stellweg verstellbar sind und der Stellweg des Kolbens den Stellweg der Greiferwerkzeugbacken in einem annähernd rechten Winkel schneidet, können gegenüber der bekannten Anordnung Bauteile eingespart werden. Die sehr einfach ausgebildeten Übertragungsteile lassen sich darüber hinaus kostengünstiger herstellen.

Hierzu ist es vorteilhaft, dass das Stellteil oder der Hubkolben und/oder das Übertragungsteil mit Hilfe des Führungselements eine Drehbewegung ausführen. Das Führungselement, das im Gehäuse angeordnet ist, übersetzt die lineare Bewegung des Kolbens in eine Drehbewegung und dann ebenfalls in eine Linearbewegung der Greiferwerkzeugbacken.

Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung, dass der Hubkolben aus dem Kolben mit einer drehfest angeordneten Kolbenstange besteht, auf der das Übertragungsteil drehbar gelagert ist. Da der Kolben drehfest mit der Kolbenstange verbunden ist und nur das Übertragungsteil drehbar auf der Kolbenstange lagert, kommt man mit wenigen Bauteilen aus, um die Hubbewegung des Kolbens in eine Drehbewegung zu übertragen. Außerdem wird der Verschleiß gering gehalten, da sich nur das Übertragungsteil auf der Kolbenstange dreht. Die vorteilhaft ausgestattete Vorrichtung ermöglicht auch eine sehr kleine Bauweise, so dass der Greifer als Minigreifer ausgebildet und auch im Laborbetrieb eingesetzt werden kann.

Ferner ist es vorteilhaft, dass das Übertragungsteil eine Platte mit zwei Zapfen aufweist, die in in den Greiferwerkzeugbacken vorgesehene Ausnehmungen eingreifen. Die Platte mit zwei Zapfen ist sehr leicht herzustellen, da die Toleranzen mit Bezug auf die Abmessungen des Bauteils relativ groß sein können.

Vorteilhaft ist es hierzu auch, dass die beiden Zapfen diametral gegenüberliegend auf der Platte fest angeordnet sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist schließlich vorgesehen, dass das Übertragungsteil zwei diametral gegenüberliegende, mit Bezug auf den Stellweg bzw. die Bewegungsebene des Kolbens geneigt verlaufende Aussparungen aufweist, die mit den Führungselementen zusammenwirken und somit die Hubbewegung des Kolbens in eine Drehbewegung des Übertragungsteils umgesetzt wird. Die geneigt verlaufenden Aussparungen können als halbkreisförmige Vertiefungen bzw. Nuten ausgebildet sein, die mit den Führungselementen, die als zylindrische Bolzen ausgebildet sein können, einen Schrägzug darstellen. Mit Hilfe des Schrägzugs wird die Drehbewegung des Übertragungsteils bewirkt.

Von besonderer Bedeutung ist für die vorliegende Erfindung, dass die beiden diametral gegenüberliegend auf der Platte fest angeordneten Zapfen auf einer Ebene liegen, die mit einer zweiten Ebene einen Winkel einschließt, wobei auf der zweiten Ebene die beiden diametral gegenüberliegenden Aussparungen vorgesehen sind.

Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung ist es von Vorteil, dass die beiden diametral gegenüberliegend auf der Platte fest angeordneten Zapfen und die zugehörigen Aussparungen auf je einer Ebene liegen, die mit einer zweiten Ebene oder dem Stellweg bzw. der Bewegungsebene des Kolbens einen Winkel einschließen, der größer ist als 1° bzw. zwischen 20° und 40° oder zwischen 10° und 45° beträgt. Je nach Größe des Winkels, der vorzugsweise zwischen 20° und 30° groß ist, wird der Stellweg der Greiferwerkzeugbacken beeinflusst, wobei bei einem Winkel von 45° der Stellweg des Kolbens 1:1 auf die Greiferwerkzeugbacken übertragen wird.

Vorteilhaft ist es ferner, dass sich die beiden Ebenen, auf denen die Aussparungen und die Zapfen angeordnet sind, in einem annähernd rechten Winkel schneiden.

Außerdem ist es vorteilhaft, dass das Gehäuse aus einem Gehäuseoberteil und einem mit diesem fest verbindbaren Gehäuseunterteil besteht, die mit je einer zylindrischen, koaxial zueinander ausgerichteten Ausnehmung versehen sind. Da die beiden Gehäuseteile in etwa mittig geteilt sind und zusammen das Gehäuse zur Aufnahme des Kolbens und des Übertragungsteils bilden, kann das Gehäuse spritzwassergeschützt ausgebildet werden, so dass keine Verunreinigungen in das Gehäuse eindringen können.

Vorteilhaft ist es ferner, dass in dem Gehäuseteil bzw. dem Gehäuseoberteil der Kolben und in dem anderen Gehäuseteil bzw. dem Gehäuseunterteil das Übertragungsteil verstellbar aufgenommen ist.

Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung ist es von Vorteil, dass auf der Kolbenstange der Kolben fest, das Übertragungsteil drehbar und eine Dichtungsplatte derart lose angeordnet sind, dass der Kolben eine Hub- und/oder Drehbewegung ausführen kann, wobei die Dichtungsplatte das Gehäuseoberteil gegenüber dem Gehäuseunterteil abdichtet.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt.

Es zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung des Gehäuseoberteils, in dem ein Kolben zur verschiebbaren Aufnahme von Greiferwerkzeugbacken verstellbar ist;

2 ein Übertragungsteil mit Kolben;

3 das Gehäuseunterteil;

4 eine Schnittdarstellung des Gehäuseunterteils entlang der Linie A-B in 3;

5 eine Schnittdarstellung des Gehäuseoberteils und des Gehäuseunterteils;

6 das Gehäuseunterteil mit Stellteil;

7 eine Draufsicht des Gehäuses mit Kolben;

8 eine perspektivische Darstellung des Gehäuseunterteils mit eingebauten Kolben und den als Bolzen ausgebildeten Führungselementen;

9 eine perspektivische Darstellung des Gehäuseunterteils mit eingebauten Greiferwerkzeugbacken;

10 eine perspektivische Darstellung einer Greiferwerkzeugbacke.

In 8 ist ein Greiferwerkzeug 12 mit einem Gehäuseunterteil 22 nur teilweise dargestellt, das zur verschiebbaren Aufnahme von zwei nebeneinander angeordneten, gegeneinander anliegenden Greiferwerkzeugbacken 2, 3 dient, die mit Hilfe von Führungen 11 in in einem Gehäuse 1 vorgesehenen Backenführungsausnehmungen 9 verstellbar sind. Die Backenführungsausnehmungen 9 bilden gemäß 4 einen rechteckförmigen Ausschnitt und die Führungen 11 sind gemäß 9 in den beiden Greiferwerkzeugbacken 2, 3 vorgesehen. Gemäß 4 sind die beiden Greiferwerkzeugbacken 2, 3 nebeneinander in der Führung 11 im Gehäuseunterteil 22 verschiebbar aufgenommen und, wie nachstehend beschrieben, über ein Stellteil 4 bzw. einen Hubkolben 8.1 gegenläufig zueinander verstellbar.

Ein Gehäuseoberteil 21 ist rechteckförmig ausgebildet und weist zur Aufnahme des Kolbens 8.1 eine zylindrische Sacklochbohrung 25 mit in der Zeichnung nicht dargestellten Ein- und Auslassbohrungen für Druckluft auf, mit deren Hilfe der Kolben 8.1 in der Sacklochbohrung 25 auf- und abwärts bewegt werden kann, um ein Verstellen der Greiferwerkzeugbacken 2, 3 zu bewirken.

Die beiden Greiferwerkzeugbacken 2, 3 sind über das im Gehäuse 1 angeordnete Stellteil 4 (2) verstellbar, dessen Stellweg 10 (4) in etwa quer zu einem Stellweg 33 der Greiferwerkzeugbacken 2, 3 verläuft.

Im Gehäuseoberteil 21 befinden sich zur Aufnahme von Befestigungsschrauben 26 (5) vier Bohrungen 26.1, die in im Gehäuseunterteil 22 vorgesehene Gewindebohrungen 26.2 (8) eingeschraubt werden, um beim Zusammenbau Stirnflächen 27, 28 (5) des Gehäuseoberteils 21 und des Gehäuseunterteils 22 aufeinander zu pressen, damit kein Schmutz in das Gehäuseinnere eindringen kann.

Im Bereich der Stirnfläche 27 des Gehäuseoberteils 21 befindet sich ein Dichtungssitz 29, in den eine Dichtungsplatte 23 eingesetzt wird, so dass ein Stellraum 30 für das Stellteil 4 im Gehäuseunterteil 22 gegenüber der Sacklochbohrung 25 für den Hubkolben 8.1 abgedichtet ist. Die Dichtungsplatte 23 ist mit einer Bohrung 31 (5) ausgestattet, so dass der Kolben 8.1 mit Hilfe von Druckluft auf- und abwärts bewegt werden kann, während die Dichtungsplatte 23 in ihrem im Gehäuseoberteil 21 vorgesehenen Dichtungssitz 29 aufgenommen ist und dort ihre Dichtfunktion übernimmt.

Oberhalb der Dichtungsplatte 23 befindet sich ein Übertragungsteil 5, das Teil des Stellteils 4 und im Bereich des Endes einer Kolbenstange 8.2 drehbar, jedoch axial unverschiebbar gelagert ist. Das Übertragungsteil 5 besteht aus einer kreisrunden Platte 14 mit zwei diametral gegenüberliegenden Aussparungen 17, 18, die gemäß 2 in der Ansicht von oben halbkreisförmig ausgebildet sind und zur Aufnahme von je einem Führungselement 6, 7 dienen, die als zylindrische Bolzen ausgebildet sind.

Die Führungselemente 6, 7 bzw. der zylindrische Bolzen sind ferner in im Gehäuse 1 bzw. im Gehäuseunterteil 22 vorgesehenen Aussparungen 6.1, 7.1 eingesetzt und wirken zwischen dem Gehäuse 1 und dem Kolben 8.1 bzw. dem Übertragungsteil 5 als Drehführungselement, wenn der Kolben 8.1 mittels eines Druckmediums wie Hydrauliköl oder Druckluft auf- und abwärts bewegt wird.

Auf der Platte 14 des Übertragungsteils 5 sind zwei Zapfen 15, 16 angeordnet, die in in den Greiferwerkzeugbacken 2, 3 vorgesehene Ausnehmungen 32 eingreifen.

Die beiden diametral gegenüberliegend auf der Platte 14 fest angeordneten Zapfen 15, 16 und die Aussparungen 6.1, 7.1 oder die Führungselemente 6, 7 liegen auf je einer Ebene 24, die mit einer zweiten Ebene 24 oder dem Stellweg bzw. der Bewegungsebene 10 einen Winkel &agr; einschließen, der größer als 1° oder zwischen 10° und 45°, vorzugsweise 30° groß ist. Wie aus 4 hervorgeht, ist in dieser Schnittansicht die zweite geneigt verlaufende Aussparung 6.1 gestrichelt wiedergegeben, um zu zeigen, dass die beiden Aussparungen 6.1, 7.1 gegenläufig geneigt sind.

Die beiden diametral gegenüberliegend auf der Platte 14 fest angeordneten Zapfen 15, 16 liegen ferner auf einer Ebene 19, die mit der Ebene 20 einen Winkel &bgr; von 90° einschließt, wobei auf der zweiten Ebene 20 die beiden diametral gegenüberliegenden Aussparungen 17, 18 vorgesehen sind.

Wird an der Unterseite des Kolbens 8.1 gemäß 5 Druckluft eingelassen, so wird der Kolben 8.1 mit dem an der Kolbenstange 8.2 angeordneten Übertragungsteil 5 und den beiden Zapfen 15, 16 nach oben bewegt und dabei das Übertragungsteil 5 mit Hilfe der Führungselemente 6, 7 um seine Längsmittelachse schraubenförmig gedreht. Hierdurch greifen die beiden Zapfen 15, 16, in die Ausnehmungen 32 der Greiferwerkzeugbacken 2, 3 ein.

Mit Hilfe der Zwangsführung (Zapfen 15, 16 und Ausnehmungen 32) wird ein Drehen des Übertragungsteils 5 um die Achse 10 bewirkt und dadurch ein Verstellen der Greiferwerkzeugbacken 2, 3 nach außen erreicht, so dass auch die in der Zeichnung nicht dargestellten Greiferarme zur Erfassung eines Werkstücks, die an den Greiferwerkzeugbacken 2, 3 angeschlossen sind, auseinander oder aufeinander zu bewegt werden. Eine Umkehrung der Greiferwerkzeugbacken 2, 3 erfolgt beim Abwärtsverstellen des Kolbens 8.1.

Der Stellweg 33 der Greiferwerkzeugbacken 2, 3 wird durch die Neigung der Aussparungen 6.1, 7.1 und der Zapfen 15, 16 bewirkt, die gemäß 1, 4 mit der Bewegungsebene 10 einen Winkel &agr; von ca. 30° einschließen. Je nach Größe des Winkels, der vorzugsweise zwischen 20° und 30° groß ist, wird der Stellweg 33 der Greiferwerkzeugbacken 2, 3 beeinflusst, wobei bei einem Winkel von 45° der Stellweg 10 des Kolbens 1:1 auf die Greiferwerkzeugbacken 2, 3 übertragen wird.

Da der Kolben 8.1 drehfest mit der Kolbenstange 8.2 verbunden und nur das Übertragungsteil 5 drehbar auf der Kolbenstange 8.2 gelagert ist, kommt man mit wenigen Bauteilen aus, um die Hubbewegung des Kolbens 8.1 in eine Drehbewegung zu übertragen. Außerdem wird hierdurch der Verschleiß gering gehalten, da sich nur das Übertragungsteil 5 auf der Kolbenstange 8.2 dreht. Die vorteilhaft ausgestatte Vorrichtung gestattet auch eine sehr kleine Bauweise, so dass der Greifer 12 als Minigreifer ausgebildet und auch im Laborbetrieb eingesetzt werden kann.

1Gehäuse 2Greiferwerkzeugbacke 3Greiferwerkzeugbacke 4Stellteil, Hubkolben 5Übertragungsteil 6Führungselement 6.1Aussparung 7Führungselement 7.1Aussparung 8.1Kolben, Hubkolben 8.2Kolbenstange 9Backenführungsausnehmung 10Stellweg, Bewegungsebene, Achse 11Führung 12Greiferwerkzeug 14Platte 15Zapfen 16Zapfen 17Aussparung 18Aussparung 19Ebene 20Ebene 21Gehäuseoberteil für Stellteil 4 22Gehäuseunterteil, Kolbenraum 23Dichtungsplatte 24Ebene 25Sacklochbohrung, Ausnehmung 26Befestigungsschraube 26.1Bohrung 26.2Gewindebohrung 27Stirnfläche 28Stirnfläche 29Dichtungssitz 30Stellraum, Ausnehmung 31 Bohrung 32 Ausnehmung 33 Stellweg der Greiferwerkzeugbacke

Anspruch[de]
  1. Greiferwerkzeug (12) mit einem Gehäuse (1) zur verschiebbaren Aufnahme von Greiferwerkzeugbacken (2, 3), die mit Hilfe von Führungen (11) in im Gehäuse (1) vorgesehenen Backenführungsausnehmungen (9) und über ein im Gehäuse (1) angeordnetes Stellteil (4) verstellbar sind, wobei der Stellweg (33) der beiden Greiferwerkzeugbacken (2, 3) in etwa quer zum Stellweg (10) des Stellteils (4) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellteil (4) bzw. ein Hubkolben (8.1) mit einem Übertragungsteil (5) ausgestattet ist, das über mindestens ein im Gehäuse (1) vorgesehenes Führungselement (6, 7) eine Drehbewegung zum Verstellen der Greiferwerkzeugbacken (2, 3) ausführt.
  2. Greiferwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellteil (4) oder der Hubkolben (8.1) und/oder das Übertragungsteil (5) mit Hilfe des Führungselements (6, 7) eine Drehbewegung ausführen.
  3. Greiferwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubkolben (4) aus dem Kolben (8.1) mit einer drehfest angeordneten Kolbenstange (8.2) besteht, auf der das Übertragungsteil (5) drehbar gelagert ist.
  4. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsteil (5) eine Platte (14) mit zwei Zapfen (15, 16) aufweist, die in in den Greiferwerkzeugbacken (2, 3) vorgesehene Ausnehmungen (32) eingreifen.
  5. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zapfen (15, 16) diametral gegenüberliegend auf der Platte (14) fest angeordnet sind.
  6. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsteil (5) zwei diametral gegenüberliegende, mit Bezug auf den Stellweg bzw. die Bewegungsebene (10) des Kolbens (8.1) geneigt verlaufende Aussparungen (17, 18) aufweist, die mit den Führungselementen (6, 7) zusammenwirken und somit die Hubbewegung des Kolbens (8.1) in eine Drehbewegung des Übertragungsteils (5) umgesetzt wird.
  7. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden diametral gegenüberliegend auf der Platte (14) fest angeordneten Zapfen (15, 16) auf einer Ebene (19) liegen, die mit einer zweiten Ebene (20) einen Winkel (&bgr;) einschließt, wobei auf der zweiten Ebene (20) die beiden diametral gegenüberliegenden Aussparungen (17, 18) vorgesehen sind.
  8. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden diametral gegenüberliegend auf der Platte (14) fest angeordneten Zapfen (15, 16) und die zugehörigen Aussparungen (17, 18) auf je einer Ebene (24) liegen, die mit einer zweiten Ebene oder dem Stellweg bzw. der Bewegungsebene (10) des Kolbens (8.1) einen Winkel (&agr;) einschließen, der größer ist als 1° bzw. zwischen 20° und 40° oder zwischen 10° und 45° beträgt.
  9. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die beiden Ebenen (19, 20), auf denen die Aussparungen (17, 18) und die Zapfen (15, 16) angeordnet sind, in einem annähernd rechten Winkel (&bgr;) schneiden.
  10. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) aus einem Gehäuseoberteil (21) und einem mit diesem fest verbindbaren Gehäuseunterteil (22) besteht, die mit je einer zylindrischen, koaxial zueinander ausgerichteten Ausnehmung (25, 30) versehen sind.
  11. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuseteil bzw. dem Gehäuseoberteil (21) der Kolben (8.1) und in dem anderen Gehäuseteil bzw. dem Gehäuseunterteil (22) das Übertragungsteil (5) verstellbar aufgenommen ist.
  12. Greiferwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Kolbenstange (8.2) der Kolben (8.1) fest, das Übertragungsteil (5) drehbar und eine Dichtungsplatte (23) derart lose angeordnet sind, dass der Kolben (8.1) eine Hub- und/oder Drehbewegung ausführen kann, wobei die Dichtungsplatte (23) das Gehäuseoberteil (21) gegenüber dem Gehäuseunterteil (22) abdichtet.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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