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Dokumentenidentifikation DE102005008264A1 24.08.2006
Titel Sitzreihen-Anordnung eines Fahrzeuges
Anmelder Ford Global Technologies, LLC, Dearborn, Mich., US
Vertreter Drömer, H., Dipl.-Phys. Dr.-Ing., Pat.-Ass., 51429 Bergisch Gladbach
DE-Anmeldedatum 22.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005008264
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B60N 2/005(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60N 2/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60N 2/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Sitzreihen-Anordnung eines Fahrzeuges, bestehend aus zwei äußeren Sitzen (5) und einem mittleren Sitz (4). Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Sitz (4d) aus der Normalposition zwischen den beiden äußeren Sitzen (5d) nach vorne und/oder nach hinten in eine vordere und/oder eine hintere Sitzposition verschiebbar ist. Damit können sich die Fahrzeuginsassen der Sitzreihe bequemere, in Längsrichtung versetzte Sitzpositionen verschaffen. Der Effekt tritt unmittelbar beim Verschieben des mittleren Sitzes (4d) ein, da nun die Schultern der Fahrzeuginsassen nicht mehr in einer Reihe angeordnet sind. Indem nun die Fahrzeuginsassen nicht mehr unmittelbar Schulter an Schulter sitzen, erhöht sich die Schulterfreiheit der Fahrzeuginsassen und es steigt deren Bewegungsfreiheit und Raumgefühl in der versetzten Sitzposition unmittelbar an.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sitzreihen-Anordnung eines Fahrzeuges, bestehend aus zwei äußeren Sitzen und einem mittleren Sitz nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Eine derartige Sitzreihen-Anordnung ist in Fahrzeugen z. B. für die erste und/oder einer hinteren Sitzreihe von Großraumlimousinen oder Kleinbusen bekannt. Je nach Fahrzeugbreite und Größe der Fahrzeuginsassen kann es dabei zu Komforteinbußen kommen, wenn die Fahrzeuginsassen zu eng in der Sitzreihe nebeneinander sitzen. An der Schulter weist der Mensch die größte Breite bezüglich seiner Körperabmessung auf, von daher bestimmt die Schulterfreiheit maßgeblich das Komfortgefühl. Die Schulterfreiheit, die ein Fahrzeuginsasse genießt, beeinflußt die Bewegungsfreiheit und das Raumgefühl des Fahrzeuginsassen. Unabhängig kann eine zu enge Sitzanordnung auch die Bewegungsfreiheit, z. B. der Arme, einengen. Insbesondere der Fahrer kann durch den neben ihm sitzenden Beifahrer so in seiner Bewegungsfreiheit eingeengt sein, daß er sich nicht optimal auf den Verkehr konzentrieren kann. Aber auch auf einer hinteren Sitzreihe, unabhängig ob diese in der zweiten oder dritten Sitzreihe angeordnet ist, kann die Enge, vor allem im Schulterbereich, für die Passagiere als unangenehm empfunden werden.

Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine Sitzreihen-Anordnung zu schaffen, die den Fahrzeuginsassen ein erhöhtes Komfortgefühl, insbesondere ein größeres Raumgefühl und eine höhere Bewegungsfreiheit ermöglicht.

Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Indem der mittlere Sitz aus der Normalposition zwischen den beiden äußeren Sitzen nach vorne und/oder nach hinten in eine vordere und/oder eine hintere Sitzposition verschiebbar ist, können sich die Fahrzeuginsassen der Sitzreihe bequemere, in Längsrichtung versetzte Sitzpositionen verschaffen. Der Effekt tritt unmittelbar beim Verschieben des mittleren Sitzes ein, da nun die Schultern der Fahrzeuginsassen nicht mehr in einer Reihe angeordnet sind. Indem nun die Fahrzeuginsassen nicht mehr unmittelbar Schulter an Schulter sitzen, erhöht sich die Schulterfreiheit der Fahrzeuginsassen und es steigt deren Bewegungsfreiheit und Raumgefühl in der versetzten Sitzposition unmittelbar an.

Dabei ist diese Sitzreihen-Anordnung in jeder Sitzreihe möglich, d. h. sowohl in der Frontsitzreihe als auch der 2. oder 3. Sitzreihe eines Fahrzeuges. Ist die hinterste Sitzreihe eines Fahrzeuges betroffen, so wird der hintere Sitz bei einer Verschiebung normalerweise in den Gepäckraum verschoben, was zu einer geringfügigen Verkleinerung desselbigen führt. Dieser geringfügige Nachteil wird jedoch durch den Zugewinn an Komfort für die Sitzreihen-Passagiere erheblich ausgeglichen. Wird dagegen der mittlere Sitz nach vorne geschoben, vorausgesetzt der dann verbleibende Fußraum ist groß genug für die Komfortansprüche des Passagiers auf dem mittleren Sitz, erhöht sich das Volumen des Gepäckraumes sogar.

Der Verschiebung des mittleren Sitzes kann auch als Funktion bei der Belegung des mittleren Sitzes mit einem Kleinkind genutzt werden, wie es z. B. aus der JP2003127722 für einen äußeren Sitz bekannt ist. Dann kann der mittlere Sitz aus der zweiten Sitzreihe soweit nach vorne verschoben werden, daß er sich unmittelbar hinter dem Fahrersitz befindet, so daß wenn nur ein Fahrer mit einem Kind unterwegs ist, der Fahrer auch während der Fahrt direkten Zugriff auf das Kind auf dem mittleren Sitz hat, ohne daß der Fahrer seine Sitzposition ändern muß. Das gleiche gilt natürlich auch für den Zugriff durch einen Beifahrer. Dann können z. B. zwei Erwachsene auf den Vordersitzen sitzen, während das Kleinkind sich in einer vorderen Sitzposition auf dem mittleren Sitz der zweiten Sitzreihe fast unmittelbar zwischen den beiden Erwachsenen befindet. Insgesamt erlaubt dies einen wesentlich einfacheren Zugriff auf das Kleinkind als in bisher bekannten Sitzanordnungen.

Dabei kann der mittlere Sitz eine zur Fahrzeuglängsachse gesehen schräge Verschieberichtung aufweisen. Z. B. kann, wenn der mittlere Sitz einer vorderen Sitzreihe nach vorne oder hinten geschoben wird, er gleichzeitig eine geringfügige Verschiebung nach außen, weg vom Fahrer, erfahren. Auch in einer hinteren Sitzreihe kann dies ausgenutzt werden, wenn der mittlere Sitz, wie oben beschrieben, mit einem Kleinkind besetzt ist. Dann kann er vorteilhafterweise zur Seite des Fahrers oder Beifahrers hin verschoben werden. Aber auch bei der Verschiebung nach hinten kann die seitliche Verschiebung ausgenutzt werden, um z. B. neben dem mittleren Sitz in der hinteren Sitzposition auf einer Seite einen größeren Gepäckraum zu erhalten.

Vorteilhaft weist der mittlere Sitz in vorderer und/oder hinterer Sitzposition eine andere Sitzhöhe auf als in der Normalposition. Z. B. kann der mittlere Sitz in der hinteren Sitzposition eine erhöhte Position aufweisen, so daß der Passagier des mittleren Sitzes einen besseren Überblick erhält und ggf. besseren Kontakt zu den Passagieren auf den äußeren Sitzen halten kann. Umgekehrt kann in einer vorderen Sitzposition die Sitzhöhe abgesenkt werden, damit der Fahrer und/oder die Passagiere auf den äußeren Sitzen nicht in der Sicht eingeschränkt werden.

Weiterhin kann der mittlere Sitz in vorderer und/oder hinterer Sitzposition drehbar sein. Drehbar in diesem Sinne heißt Drehen um die Hochachse, d. h. die Sitzposition ist dann nicht mehr parallel zur Fahrzeuglängsachse, sondern weist einen Winkel dazu auf. Dies kann z. B. genutzt werden, um den Fußraum des Passagiers des mittleren Sitzes optimal zu gestalten, wenn er z. B. sich in vorderer Sitzposition befindet, so daß die Beine dieses Passagiers zwischen Fahrer und Beifahrersitz befinden. Dann sollten die Beine weg vom Fahrer zeigen, eher Richtung Beifahrer, was durch eine Drehung des Sitzes in Richtung des Beifahrers einfach bewirkt werden kann. Diese Drehung ist auch hilfreich, wenn der mittlere Sitz neben der Längsverschiebung eine seitliche Verschiebung erfährt. Auch dann kann der Beinraum für den Passagier durch Drehen des mittleren Sitzes angepaßt werden.

Vorteilhaft ist dabei, wenn die Verschiebung des mittleren Sitzes in die vordere und/oder die hintere Sitzposition eine gleichzeitige Verdrehung des Sitzes bewirkt. Dann muß sich der Passagier nicht um die richtige Dreheinstellung des Sitzes kümmern, sondern diese ergibt sich automatisch durch die augenblickliche Längsposition des mittleren Sitzes.

In einer weiteren Ausführung ist auch mindestens einer der äußeren Sitze in eine vordere und/oder hintere Sitzposition verschiebbar. Diese z. B. aus der WO 02/04245 bekannte Maßnahme kann günstig mit der erfinderischen Sitzanordnung kombiniert werden. Dann kann, wenn z. B. der mittlere Sitz nach hinten verschoben wird, einer oder beide äußere Sitze nach vorne verschoben werden, wodurch die Verschiebung des mittleren Sitzes geringfügiger ausfallen kann. Es kann aber auch ein oder beide äußeren Sitze ebenfalls mit dem mittleren Sitz nach hinten geschoben werden, aber um ein geringeres Maß. Dann wird bei den äußeren Sitzen ebenfalls die Beinfreiheit erhöht. Genauso ist es aber umgekehrt möglich den mittleren Sitz geringfügig nach vorne und einen oder beide äußeren Sitze nach hinten zu verschieben. Insgesamt bleibt damit der Gepäckraum von der Größe ungefähr gleich, während das Komfortgefühl insbesondere der Passagiere auf den äußeren Sitzen wesentlich zunimmt. Prinzipiell ist mit dieser Sitzreihen-Anordnung jede Verschiebung der drei Sitze untereinander und gegeneinander möglich.

Vorteilhaft ist auch, wenn mindestens einer der äußeren Sitze in eine innere Sitzposition verschiebbar ist, wenn der mittlere Sitz sich nicht direkt neben diesem Sitz befindet. Sobald der Platz innen neben einem äußeren Sitz frei ist, weil der mittlere Sitz sich in einer vorderen oder hinteren Sitzposition befindet und/oder der äußere Sitz sich in einer vorderen oder hinteren Sitzposition befindet, kann der äußere Sitz um ein bestimmtes Maß nach innen verschoben werden. Damit erhält der Passagier des äußeren Sitzes eine größere Schulterfreiheit zur Fahrzeugseitenwand, was ihm ein erhöhtes Komfortgefühl beschert. Dabei kann der äußere Sitz eine zur Fahrzeugquerachse gesehen schräge Verschieberichtung nach innen aufweisen. Dies ermöglicht eine einfachere Handhabung für den Passagier, indem direkt eine Sitzposition vorgegeben wird, die eine Längs- und Querverschiebung des äußeren Sitzes beinhaltet.

Zusätzlich kann die Verschiebung des äußeren Sitzes in eine andere Sitzposition eine gleichzeitige Verdrehung des Sitzes bewirken. Dann kann bewußt eine solche verdrehte Sitzposition eingestellt werden, die für den Passagier z. B. die größtmögliche Beinfreiheit erlaubt. Auch dies erleichtert die Handhabung für den Passagier des äußeren Sitzes, da er jetzt diese optimale, verdrehte Sitzposition nicht selber suchen bzw. einstellen muß, sondern sich diese durch die Verschiebung von selber ergibt.

In einer weiteren Ausführung ist mindestens einer der äußeren Sitze drehbar, wenn der mittlere Sitz sich nicht in einer Position direkt neben diesem Sitz befindet. Diese Funktion kann vorteilhaft genutzt werden, wenn sich z. B. der mittlere Sitz in einer hinteren Sitzposition befindet. Dann können die Passagiere der äußeren Sitze ihre Sitze so mit Blickrichtung nach innen verdrehen, daß der Kontakt zum Passagier des mittleren Sitzes erleichtert ist, d. h. die äußeren Passagiere müssen den Kopf nicht so stark verdrehen, um den mittleren Passagier zu sehen. Zusätzlich steigt das Komfortgefühl, da durch die Drehung die Schulterfreiheit wächst, da der Abstand zur Seitenwand vom äußeren Passagier als größer empfunden wird.

In einer vorteilhaften Ausführung sind die Sitze auf am Fahrzeugboden befestigten Sitzschienen verschiebbar. Dies stellt eine sehr robuste Konstruktion dar und kann konstruktiv mit wenig Aufwand gelöst werden. Weiterhin ist durch die Sitzschienen eine problemlose Verschiebung aller drei Sitze möglich.

In einer weiteren Ausführung der Erfindung ist jeder Sitz am Fahrzeugboden verankert ist und weist eigene Sitzschienen auf. Dann erfolgt die Verschiebung eines jeden Sitzes durch seine eigene Sitzschiene. Eine solche Konstruktion ist günstig, wenn z. B. verschiedene Fahrzeugvarianten bestehen, und nicht alle Varianten mit der erfinderischen Verschiebefunktion ausgeführt sind. Dann sind nur Befestigungspunkte im Fahrzeug vorgesehen, wo die Sitze befestigt werden können. Günstig ist jedoch auch die Kombination dieser Sitzschienen am Sitz mit Sitzschienen im Fahrzeugboden. Dann kann z. B. eine größere Verschiebung in Längsrichtung über die fahrzeugseitigen Sitzschienen erfolgen, während eine geringfügige seitliche Verschiebung über die sitzeigenen Sitzschienen erfolgt. Genauso kann dies auch umgekehrt erfolgen.

Nicht hinderlich für das vorliegende Konzept ist es, wenn einzelne Sitze dieser Sitzreihen-Anordnung zumindest zeitweise aus der Sitzreihe entfernt werden können, weil nicht alle Sitze mit Passagieren besetzt werden müssen und um z. B. mehr Gepäckraum zu erhalten und/oder ein noch höheres Komfortgefühl für die verbleibenden Passagiere zu erzielen.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus den Abbildungen ersichtlich. Es zeigen:

1 eine Sitzanordnung eines Fahrzeuges mit zwei Sitzreihen und der 2. Sitzreihe in Normalposition;

2 die Sitzanordnung aus 1 mit nach vorne verschobenen mittleren Sitz;

3 die Sitzanordnung aus 1 mit nach hinten verschobenen mittleren Sitz und nach vorne verschobenen äußeren Sitzen;

4 die Sitzanordnung aus 1 mit nach hinten verschobenen mittleren Sitz und nach innen verschobenen äußeren Sitzen;

5 die Sitzanordnung aus 1 mit nach hinten verschobenen mittleren Sitz und nach innen gedrehten äußeren Sitzen;

6 eine Sitzanordnung eines Fahrzeuges mit einer Frontsitzreihe in Normalposition;

7 die Sitzanordnung aus 6 mit nach hinten verschobenen mittleren Sitz; und

8 die Sitzanordnung aus 6 mit nach hinten verschobenen und zum Fahrer gedrehten mittleren Sitz und zum Fahrer gedrehten äußeren Sitz.

In 1 ist eine Sitzanordnung eines Fahrzeuges 1 mit zwei Sitzreihen dargestellt, wobei die Frontsitzreihe aus dem Fahrersitz 2 und dem Beifahrersitz 3 und die 2. Sitzreihe aus dem mittleren Sitz 4 und den beiden äußeren Sitzen 5 besteht. Die Sitze der 2. Sitzreihe befinden sich in Normalposition, d. h. sie sind nicht gegeneinander verschoben oder verdreht und sind in einer Linie angeordnet In 2 ist der mittlere Sitz 4 aus 1 nach vorne verschoben, dargestellt durch den Verschiebepfeil 6. Der mittlere Sitz 4a befindet sich nun zwischen Fahrersitz 2 und Beifahrersitz 3, jedoch noch nach hinten versetzt. Eine solche Sitzanordnung ist geeignet, wenn z. B. ein Kleinkind auf dem mittleren Sitz 4a in einem Kindersitz befördert wird. Dann haben sowohl Fahrer als auch Beifahrer auch während der Fahrt bequem Zugriff auf das Kind, ohne daß sie sich abschnallen oder gar ihre Sitze 2, 3 verlassen müssen.

In 3 ist der mittlere Sitz 4b gegenüber 1 geringfügig nach hinten verschoben, gekennzeichnet durch den Verschiebepfeil 7. Die beiden äußeren Sitze 5b sind geringfügig nach vorne verschoben, gekennzeichnet durch die Verschiebepfeile 8. Obwohl jeder der drei Sitze nur um einen kleinen Weg verschoben wird, ist der Komfortgewinn sofort erheblich, da sich die drei Sitze nun nicht mehr in einer Reihe befinden. Der Gepäckraum 9 selber wird durch das Verschieben nicht eingeschränkt, der der Raumverlust hinter dem mittleren Sitz 4b durch den Raumgewinn hinter den beiden äußeren Sitzen 5b ausgeglichen wird.

In 4 ist der mittlere Sitz 4c gegenüber 1 weit nach hinten verschoben, gekennzeichnet durch den Verschiebepfeil 10. Die beiden äußeren Sitze 5c sind nach innen verschoben, gekennzeichnet durch die Verschiebepfeile 11. Bei dieser Sitzanordnung genießt der Passagier des mittleren Sitzes 4c eine hohe Bewegungsfreiheit, da sich rechts und links kein weiterer Passagier auf seiner Höhe befindet. Die Passagiere der beiden äußeren Sitze 5c erhalten durch die Verschiebung nach innen eine erhöhte Schulterfreiheit zur Fahrzeugseitenwand 12, wodurch deren Komfortgefühl, zumal zwischen ihnen kein dritter Passagier sitzt, ebenfalls erheblich erhöht ist.

In 5 ist analog zu 4 der mittlere Sitz 4d weit nach hinten verschoben, gekennzeichnet durch den Verschiebepfeil 13, und die beiden äußeren Sitze 5d sind nach innen verschoben, gekennzeichnet durch die Verschiebepfeile 14. Zusätzlich sind die äußeren Sitze 5d beide jeweils nach innen gedreht, gekennzeichnet durch die Verdrehpfeile 15, so daß die Passagiere der Sitze 5d eine in den Innenraum gerichtete Sitzhaltung einnehmen. Damit ergibt sich für alle drei Passagiere dieser Sitzreihe das in 4 bereits beschriebene Komfortgefühl, allerdings mit dem zusätzlichen Effekt, daß die drei Passagiere der Sitzreihe sich besser gegenseitig sehen können, ohne daß dabei umständliche Bewegungen im Sitz erforderlich sind. Weiterhin erhöht sich durch die Drehung der äußeren Sitze 5d der gefühlte Abstand der Passagiere dieser Sitze von der Fahrzeugseitenwand 12. Dies führt, zumal die Kommunikation zwischen den drei Passagieren erleichtert ist, insgesamt zu einer weiteren Steigerung des Komfortgefühls.

6 zeigt eine Sitzanordnung eines Fahrzeuges mit einer erfindungsgemäßen Frontsitzreihe, wobei der Fahrersitz 16 und der äußere Beifahrersitz 17 die beiden äußeren Sitze darstellen, während der mittlere Beifahrersitz 18 den mittlern Sitz darstellt. Alle Sitze sind in Normalposition gezeigt, das heißt sie sind in einer Reihe angeordnet. Üblicherweise sind Fahrersitz 16 und der äußere Beifahrersitz 17 in Längsrichtung verschiebbar. Hier ist jedoch zusätzlich der mittlere Beifahrersitz 18 getrennt von den beiden äußeren Sitzen 16, 17 ausgeführt, d. h. die Beifahrer sitzen nicht auf einer Sitzbank, und der mittlere Beifahrersitz 18 ist unabhängig von den äußeren Sitzen 16, 17 in Längsrichtung verschiebbar. Gezeigt ist in 6 nur die Frontsitzreihe in einem Fahrzeug 1. Dabei ist es selbstverständlich möglich, Fahrzeuge nur mit der erfinderischen Frontsitzreihenanordnung auszustatten und im hinteren Fahrzeugbereich eine andere Sitzanordnung oder gar keine Sitze vorzusehen. Die Frontsitzreihe kann aber auch mit weiteren erfinderischen Sitzreihen in den hinteren Fahrzeugbereich kombiniert werden.

In 7 ist die Sitzanordnung aus 6 mit nach hinten verschobenem mittleren Beifahrersitz 18a gezeigt, gekennzeichnet durch den Verschiebepfeil 19. Indem der mittlere Beifahrer eine hintere Sitzposition einnimmt, erhöht sich für den Fahrer als auch für die beiden Beifahrer wesentlich die Schulterfreiheit, wodurch das Komfortgefühl gesteigert ist.

In 8 ist die Sitzanordnung analog zu 7 mit nach hinten verschobenem mittleren Beifahrersitz 18b gezeigt, gekennzeichnet durch den Verschiebepfeil 19. Zusätzlich sind der mittlere Beifahrersitz 18b um einen geringen Winkel und der äußere Beifahrersitz 17b und einen etwas größeren Winkel in Richtung des Fahrers gedreht, gekennzeichnet durch die Verdrehpfeile 21 bzw. 22. Durch die gedrehten Sitzpositionen der Beifahrersitze 17b und 18b können Fahrer und Beifahrer besser miteinander kommunizieren bei gleichzeitig erhöhtem Komfortgefühl aufgrund der größeren Schulterfreiheit.


Anspruch[de]
  1. Sitzreihen-Anordnung eines Fahrzeuges, bestehend aus zwei äußeren Sitzen (2, 3, 16, 17) und einem mittleren Sitz (4, 18), dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Sitz (4a, 4b, 4c, 4d, 18a, 18b) aus der Normalposition zwischen den beiden äußeren Sitzen (5, 16, 17) nach vorne und/oder nach hinten in eine vordere und/oder eine hintere Sitzposition verschiebbar ist.
  2. Sitzreihen-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Sitz eine zur Fahrzeuglängsachse gesehen schräge Verschieberichtung aufweist.
  3. Sitzreihen-Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Sitz in vorderer und/oder hinterer Sitzposition eine andere Sitzhöhe aufweist als in der Normalposition.
  4. Sitzreihen-Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Sitz (18b) in vorderer und/oder hinterer Sitzposition drehbar ist.
  5. Sitzreihen-Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung des mittleren Sitzes in die vordere und/oder die hintere Sitzposition eine gleichzeitige Verdrehung des Sitzes bewirkt.
  6. Sitzreihen-Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der äußeren Sitze (5b) in eine vordere und/oder hintere Sitzposition verschiebbar ist.
  7. Sitzreihen-Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der äußeren Sitze (5c, 5d) in eine innere Sitzposition verschiebbar ist, wenn der mittlere Sitz (4c, 4d) sich nicht direkt neben diesem Sitz (5c, 5d) befindet.
  8. Sitzreihen-Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Sitz eine zur Fahrzeugquerachse gesehen schräge Verschieberichtung nach innen aufweist.
  9. Sitzreihen-Anordnung nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung des äußeren Sitzes in eine andere Sitzposition eine gleichzeitige Verdrehung des Sitzes bewirkt.
  10. Sitzreihen-Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der äußeren Sitze (5d, 17b) drehbar ist, wenn der mittlere Sitz (4d, 18b) sich nicht in einer Position direkt neben diesem Sitz (5d, 17b) befindet.
  11. Sitzreihen-Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitze auf am Fahrzeugboden befestigten Sitzschienen verschiebbar sind.
  12. Sitzreihen-Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Sitz am Fahrzeugboden verankert ist und eigene Sitzschienen aufweist.
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