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Dokumentenidentifikation DE102005008286A1 24.08.2006
Titel Lagervorrichtung zum Lagern von Waren
Anmelder Dürr Special Material Handling GmbH, 79639 Grenzach-Wyhlen, DE
Erfinder Grether, Wolfgang, 79639 Grenzach-Wyhlen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 23.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005008286
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B65G 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04H 6/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Um eine Lagervorrichtung zum Lagern von Waren, die auf jeweils einem Warenträger angeordnet sind, umfassend mindestens ein Lagerfach, das in einem belegten Zustand einen mit einer Ware beladenen Warenträger und in einem unbelegten Zustand einen unbeladenen Warenträger aufnimmt, und mindestens eine Warenträgeraustauschvorrichtung, welche in einem Beladungsvorgang einen unbeladenen Warenträger aus dem Lagerfach ausbringt und einen beladenen Warenträger in das Lagerfach einbringt und/oder in einem Entladungsvorgang einen unbeladenen Warenträger in das Lagerfach einbringt und einen beladenen Warenträger aus dem Lagerfach ausbringt, wobei die Warenträgeraustauschvorrichtung mindestens eine erste Aufnahme für einen beladenen Warenträger und mindestens eine zweite Aufnahme für einen unbeladenen Warenträger aufweist, zu schaffen, welche einen raschen Beladungsvorgang und/oder einen raschen Entladungsvorgang ermöglicht, wird vorgeschlagen, daß die Warenträgeraustauschvorrichtung eine Bewegungseinrichtung zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme umfaßt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagervorrichtung zum Lagern von Waren, die auf jeweils einem Warenträger angeordnet sind, wobei die Lagervorrichtung mindestens ein Lagerfach, das in einem belegten Zustand einen mit einer Ware beladenen Warenträger und in einem unbelegten Zustand einen unbeladenen Warenträger aufnimmt, und mindestens eine Warenträgeraustauschvorrichtung umfaßt, welche

in einem Beladungsvorgang einen unbeladenen Warenträger aus dem Lagerfach ausbringt und einen beladenen Warenträger in das Lagerfach einbringt und/oder

in einem Entladungsvorgang einen unbeladenen Warenträger in das Lagerfach einbringt und einen beladenen Warenträger aus dem Lagerfach ausbringt,

wobei die Warenträgeraustauschvorrichtung mindestens eine erste Aufnahme für einen beladenen Warenträger und mindestens eine zweite Aufnahme für einen unbeladenen Warenträger aufweist.

Eine solche Lagervorrichtung ist aus der DE 35 18 183 C2 bekannt. Diese bekannte Lagervorrichtung bildet einen Bestandteil eines automatisch gesteuerten Parkhauses und dient zum Lagern von Kraftfahrzeugen, die auf jeweils einer Palette angeordnet sind, in den Lagerfächern eines Lagerregals.

Diese bekannte Lagervorrichtung umfaßt eine Warenträgeraustauschvorrichtung in Form eines Regalförderzeugs mit ersten Gabelelementen zur Aufnahme einer beladenen Palette und mit zweiten Gabelelementen zur Aufnahme einer unbeladenen Palette. Bei einem Beladungsvorgang, der mit diesem Regalförderzeug durchgeführt wird, erfolgt in einem seriellen Ablauf zuerst die Entnahme einer unbeladenen Palette aus dem zu beladenden Lagerfach und anschließend die Einlagerung der beladenen Palette von dem Regalförderzeug in das Lagerfach.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagervorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche einen raschen Beladungsvorgang und/oder einen raschen Entladungsvorgang ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei einer Lagervorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Warenträgeraustauschvorrichtung eine Bewegungseinrichtung zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung umfaßt.

Durch eine solche Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme und der zweiten Aufname der Warenträgeraustauschvorrichtung bei einem Beladungsvorgang ist es nicht mehr, wie bei der Lagervorrichtung gemäß der DE 35 18 183 C2, erforderlich, daß die Entnahme des unbeladenen Warenträgers und die Einlagerung des beladenen Warenträgers sequentiell nacheinander erfolgen; vielmehr können diese beiden Vorgänge einander zeitlich überlappen oder gar vollständig gleichzeitig erfolgen. Hierdurch wird die für einen Beladungsvorgang erforderliche Zykluszeit deutlich verringert.

Entsprechendes gilt für einen Entladungsvorgang. Da bei der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung das Einbringen eines unbeladenen Warenträgers in das Lagerfach und das Ausbringen eines beladenen Warenträgers aus dem Lagerfach einander zeitlich überschneiden können, wird auch die für einen Entladungsvorgang erforderliche Zykluszeit gegenüber der bekannten Lagervorrichtung deutlich reduziert.

Die für einen Beladungsvorgang bzw. für einen Entladungsvorgang von der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung benötigte Zeit entspricht der Zykluszeit einer Lagervorrichtung mit einem Regalbediengerät, welches jeweils nur einen (beladenen oder unbeladenen) Warenträger handhaben kann, weil es nur eine einzige Aufnahme für einen Warenträger aufweist. Dabei bleibt aber bei der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung das Grundprinzip erhalten, daß bei einem Beladungsvorgang oder Entladungsvorgang lediglich beladene und unbeladene Warenträger gegeneinander ausgetauscht werden, so daß es nicht erforderlich ist, die unbeladenen Warenträger in dem Lagersystem zu handeln, was zusätzlichen Raum und zusätzliche födertechnische Einrichtungen erfordern würde.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung ist vorgesehen, daß mittels der Bewegungseinrichtung eine im wesentlichen vertikale Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme erzeugbar ist.

Das mindestens eine Lagerfach weist mindestens eine Aufnahme für einen beladenen Warenträger und mindestens eine Aufnahme für einen unbeladenen Warenträger auf.

Um die für einen Beladungsvorgang benötigte Zykluszeit so weit wie möglich zu reduzieren, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung während eines Beladungsvorgangs derart erzeugbar ist, daß eine Übergabe eines beladenen Warenträgers von der ersten Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung auf die Aufnahme des Lagerfachs für einen beladenen Warenträger und eine Übernahme eines unbeladenen Warenträgers von der Aufnahme des Lagerfachs für einen unbeladenen Warenträger auf die zweite Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung einander zeitlich zumindest teilweise überschneiden.

Die maximale Reduktion der für den Beladungsvorgang erforderlichen Zykluszeit wird erzielt, wenn die Übergabe des beladenen Warenträgers und die Übernahme des unbeladenen Warenträgers dabei im wesentlichen gleichzeitig erfolgen.

Um die für einen Entladungsvorgang benötigte Zykluszeit möglichst weitgehend zu reduzieren, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung während eines Entladungsvorgangs derart erzeugbar ist, daß eine Übernahme eines beladenen Warenträgers von der Aufnahme des Lagerfachs für einen beladenen Warenträger auf die erste Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung und eine Übergabe eines unbeladenen Warenträgers von der zweiten Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung auf die Aufnahme des Lagerfachs für einen unbeladenen Warenträger einander zeitlich zumindest teilweise überschneiden.

Die maximale Reduktion der für einen Entladungsvorgang benötigten Zykluszeit wird erzielt, wenn die Übernahme eines beladenen Warenträgers und die Übergabe eines unbeladenen Warenträgers bei dem Entladungsvorgang im wesentlichen gleichzeitig erfolgen.

Eine besonders einfache Handhabung der Warenträger ist möglich, wenn die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung mindestens eine Teleskop-Gabeleinheit umfaßt.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung ist vorgesehen, daß die Warenträgeraustauschvorrichtung einen Hubwagen umfaßt, an welchem die erste Aufnahme und die zweite Aufnahme angeordnet sind und daß die Bewegungseinrichtung die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme relativ zu dem Hubwagen bewegt.

Grundsätzlich kann die zweite Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung oberhalb oder unterhalb der ersten Warenträgeraustauschvorrichtung angeordnet sein.

Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die zweite Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung unterhalb der ersten Aufnahme der Warenträgeraustauschvorrichtung angeordnet ist.

Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung eignet sich grundsätzlich zur Lagerung beliebiger Gegenstände, welche auf jeweils einem Warenträger angeordnet sind, also beispielsweise für ein Hochregallager, in welchem auf Paletten angeordnete Stückgüter gelagert werden.

Besonders geeignet ist die erfindungsgemäße Lagervorrichtung als Bestandteil eines automatischen Parkhaussystems, wobei dann die in der Lagervorrichtung gelagerten Waren als Kraftfahrzeuge ausgebildet sind.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.

In den Zeichnungen zeigen:

1 eine schematische Vorderansicht eines Lagerregals eines automatisch gesteuerten Parkhauses mit Lagerfächern zur Aufnahme von auf Paletten angeordneten Kraftfahrzeugen, mit einem längs des Lagerregals verfahrbaren Regalbediengerät;

2 eine schematische Vorderansicht des Regalbediengeräts aus 1;

3 einen schematischen Schnitt durch das Regalbediengerät und ein zu beladendes Lagerfach in einem Anfangszustand eines Beladungsvorgangs, in welchem eine mit einem Kraftfahrzeug beladene Palette an einer Aufnahme des Regalbediengeräts angeordnet ist und eine unbeladene Palette an einer Aufnahme des Lagerfachs aufgenommen ist;

4 einen schematischen Schnitt durch das Regalbediengerät und das Lagerfach aus 3 in einem zweiten Zustand des Beladungsvorgangs, nachdem Teleskop-Gabeleinheiten des Regalbediengeräts in das Lagerfach ausgefahren worden sind;

5 einen schematischen Schnitt durch das Regalbediengerät und das Lagerfach aus 4 in einem dritten Zustand des Beladungsvorgangs, nachdem die mit dem Kraftfahrzeug beladene Palette auf eine Aufnahme des Lagerfachs abgesenkt worden ist und die in dem Lagerfach aufgenommene unbeladene Palette von einer Teleskop-Gabeleinheit des Regalbediengeräts von einer Aufnahme des Lagerfachs abgehoben worden ist; und

6 einen schematischen Schnitt durch das Regalbediengerät und das Lagerfach aus 5 in einem Endzustand des Beladungsvorgangs, nachdem die Teleskop-Gabeleinheiten des Regalbediengeräts wieder eingefahren worden sind und wobei die unbeladene Palette an einer Aufnahme des Regalbediengeräts aufgenommen ist.

Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.

Eine in den 1 bis 6 dargestellte, als Ganzes mit 100 bezeichnete Lagervorrichtung bildet einen Bestandteil eines automatisch gesteuerten Parkhauses und dient zum zeitweisen Lagern von Kraftfahrzeugen 102, die auf jeweils einer als Warenträger 104 dienenden Palette 106 angeordnet sind, in jeweils einem von mehreren Lagerfächern 108, die in einem Lagerregal 107 in mehreren Reihen übereinander und in mehreren Spalten nebeneinander angeordnet sind.

Wie am besten aus den 3 bis 6 zu ersehen ist, umfaßt jedes Lagerfach 108 eine untere Aufnahme 110 zur Aufnahme einer unbeladenen Palette 112 und eine über der unteren Aufnahme 110 angeordnete obere Aufnahme 114 zur Aufnahme einer mit einem Kraftfahrzeug 102 beladenen Palette 106.

Im unbelegten Zustand des Lagerfachs 108, welcher in 3 dargestellt ist, ist an der unteren Aufnahme 110 eine unbeladene Palette 112 aufgenommen, während die obere Aufnahme 114 frei bleibt.

Im belegten Zustand des Ladefachs 108, welcher in 6 dargestellt ist, nimmt die obere Aufnahme 114 eine beladene Palette 106 auf, während die untere Aufnahme 110 frei bleibt.

Die Beladung des Lagerfachs 108 erfolgt durch einen Beladungsvorgang, der mittels eines als Palettenaustauschvorrichtung 116 dienenden Regalbediengeräts 118 durchgeführt wird, das einen Rahmen 120 mit zwei vertikalen Pfeilern 122, einer die beiden Pfeiler 122 an deren unteren Enden miteinander verbindenden unteren Traverse 124 und einer die beiden Pfeiler 122 an deren oberen Enden miteinander verbindenden oberen Traverse 126 umfaßt.

Der Rahmen 120 ist mittels zweier Antriebsmotoren 128 und von diesen angetriebener Antriebsräder in der horizontalen Längsrichtung 130 des Lagerregals 107 verfahrbar.

Das Regalbediengerät 118 umfaßt ferner einen Hubwagen 132, der seitlich an den beiden Pfeilern 122 geführt und mittels eines Antriebsmotors 134 und eines geeigneten Bewegungsmechanismus, der beispielsweise Seile oder Ketten umfaßt, in der Vertikalen 136 längs der Pfeiler 122 in der Höhe verfahrbar ist.

Der Hubwagen 132 weist eine erste Aufnahme 138 zur Aufnahme einer beladenen Palette 106 auf, die ihrerseits zwei obere Teleskop-Gabeleinheiten 140 umfaßt, welche aus der in den 3 und 6 dargestellten eingefahrenen Stellung längs der senkrecht zur Längsrichtung 130 verlaufenden, horizontalen Querrichtung 142 in die in 4 dargestellte ausgefahrene Stellung ausfahrbar sind.

Die oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 der ersten Aufnahme 138 des Hubwagens 132 können, wie dies in den 3 und 4 dargestellt ist, eine mit einem Kraftfahrzeug 102 beladene Palette 106 aufnehmen.

Ferner weist der Hubwagen 132 eine zweite Aufnahme 144 auf, die ihrerseits zwei untere Teleskop-Gabeleinheiten 146 umfaßt, welche an der Oberseite eines sich in der Längsrichtung 130 erstreckenden Längsträgers 148 angeordnet sind, der die unteren Enden zweier Haltestäbe 150 miteinander verbindet. Jeder der Haltestäbe 150 ist in einer Durchgangsöffnung einer sich in horizontaler Richtung erstreckenden Konsole 152 des Hubwagens 132, welche jeweils eine der oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 trägt, in vertikaler Richtung verschieblich geführt.

Die Verschiebung der die Haltestäbe 150, den Längsträger 148 und die unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 umfassenden zweiten Aufnahme 144 des Hubwagens 132 relativ zu den Konsolen 152 und somit relativ zu der ersten Aufnahme 138 des Hubwagens 132 in vertikaler Richtung erfolgt mittels einer (nicht dargestellten) Bewegungseinrichtung, die an dem Hubwagen 132 angeordnet ist.

Eine solche Bewegungseinrichtung könnte beispielsweise einen Antriebsmotor umfassen, welcher ein Ritzel antreibt, das mit einer an einem der Haltestäbe 150 angeordneten Zahnstange in Eingriff steht.

Alternativ hierzu könnte die Bewegungseinrichtung als ein Exzenterhub ausgebildet sein.

Wie aus den 5 und 6 zu ersehen ist, kann jeweils eine unbeladene Palette 112 an den unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 aufgenommen werden.

Die unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 sind aus ihrer eingefahrenen Stellung, welche in den 3 und 6 dargestellt ist, längs der Querrichtung 142 in die in den 4 und 5 dargestellte ausgefahrene Stellung ausfahrbar.

Mittels des vorstehend beschriebenen Regalbediengeräts 118 wird ein Beladungsvorgang des Lagerfachs 108, das heißt der Austausch einer in dem Lagerfach 108 aufgenommenen unbeladenen Palette 112 gegen eine an dem Hubwagen 132 des Regalbediengeräts 118 aufgenommene beladene Palette 106, wie folgt durchgeführt:

In dem in 3 dargestellten Ausgangszustand des Beladungsvorgangs ist an der unteren Aufnahme 110 des Lagerfachs 108 eine unbeladene Palette 112 aufgenommen, während die obere Aufnahme 114 des Lagerfachs 108 frei ist.

An der ersten Aufnahme 138 des Hubwagens 132 des Regalbediengeräts 118 ist eine beladene Palette 106 aufgenommen, während die zweite Aufnahme 144 des Hubwagens 132 des Regalbediengeräts 118 frei ist.

Der Hubwagen 132 des Regalbediengeräts 118 befindet sich auf einer solchen Höhe vor dem Lagerfach 108, daß seine erste Aufnahme 138 sich ungefähr auf der Höhe der oberen Aufnahme 114 des Lagerfachs 108 und seine zweite Aufnahme 144 sich ungefähr auf der Höhe der unteren Aufnahme 110 des Lagerfachs befindet.

Die oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 und die unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 des Hubwagens 132 befinden sich in ihrer eingefahrenen Stellung.

Aus diesem Ausgangszustand wird das Regalbediengerät 118 in den in 4 dargestellten nächsten Zustand gebracht, indem die oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 und die unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 gleichzeitig (mittels einer (nicht dargestellten) Teleskop-Gabel-Bewegungseinrichtung) längs der Querrichtung 142 ausgefahren werden.

Durch dieses Ausfahren der Teleskop-Gabeleinheiten 140 und 146 werden die an der ersten Aufnahme 138 des Hubwagens 132 angeordnete beladene Palette 106 und das freie Ende der unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 in das Lagerfach 108 hinein bewegt, und zwar so, daß sich das freie Ende der oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 mit der beladenen Palette 106 in einer Überhubposition knapp oberhalb der oberen Aufnahme 114 des Lagerfachs 108 befindet und das freie Ende der unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 sich in einer Unterhubposition knapp unterhalb der an der unteren Aufnahme 110 des Lagerfachs 108 aufgenommenen unbeladenen Palette 112 befindet.

Aus diesem in 4 dargestellten Zustand wird das Regalbediengerät 118 in den in 5 dargestellten nächsten Zustand überführt, indem der Hubwagen 132 längs der Vertikalen 136 mittels des Antriebsmotors 134 nach unten bewegt wird und gleichzeitig die zweite Aufnahme 144 des Hubwagens 132 längs der Vertikalen 136 relativ zu der ersten Aufnahme 138 des Hubwagens 132 nach oben bewegt wird.

Durch das Absenken des Hubwagens 132 und der mit dem Hubwagen 132 verbundenen oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 wird die beladene Palette 106 von den oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 an die obere Aufnahme 114 des Lagerfachs 108 abgegeben, so daß die beladene Palette 106 anschließend an der oberen Aufnahme 114 des Lagerfachs 108 aufgenommen ist.

Gleichzeitig wird durch das Anheben der zweiten Aufnahme 144 und somit der unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 relativ zu dem Hubwagen 132 und relativ zu dem Lagerfach 108 die unbeladene Palette 112 durch die unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 von der unteren Aufnahme 110 des Lagerfachs 108 abgehoben, so daß die unbeladene Palette 112 nunmehr an der zweiten Aufnahme 144 des Hubwagens 132 aufgenommen ist.

Aus diesem in 5 dargestellten Zustand wird das Regalbediengerät 118 in den in 6 dargestellten Endzustand des Beladungsvorgangs überführt, indem die oberen Teleskop-Gabeleinheiten 140 und die unteren Teleskop-Gabeleinheiten 146 gleichzeitig längs der Querrichtung 142 von ihrer ausgefahrenen Stellung in die in 6 dargestellte eingefahrene Stellung zurückgefahren werden.

In diesem Endzustand des Beladungsvorgangs ist die obere Aufnahme 114 des Lagerfachs 108 mit der mit dem Kraftfahrzeug 102 beladenen Palette 106 belegt, während die untere Aufnahme 110 des Lagerfachs 108 frei ist.

Die zweite Aufnahme 144 des Hubwagens 132 des Regalbediengeräts 118 ist in diesem Endzustand mit der unbeladenen Palette 112 belegt, während die erste Aufnahme 138 des Hubwagens 132 des Regalbediengeräts 118 leer ist.

Das Regalbediengerät 118 mit dem Hubwagen 132, an dem die unbeladene Palette 112 aufgenommen ist, kann nunmehr durch Verfahren in der Vertikalen 136 und/oder in der Längsrichtung 130 des Lagerregals 107 vor ein anderes Lagerfach 108 bewegt werden, an welchem ein Entladungsvorgang durchgeführt werden soll.

Im Zuge eines solchen Entladungsvorgangs eines Lagerfachs 108 wird die unbeladene Palette 112 von der zweiten Aufnahme 144 des Hubwagens 132 des Regalbediengeräts 118 an die untere Aufnahme 110 des betreffenden Lagerfachs 108 abgegeben, während eine mit einem Kraftfahrzeug 102 beladene Palette 106 von der oberen Aufnahme 114 des betreffenden Lagerfachs 108 auf die erste Aufnahme 138 des Hubwagens 132 des Regalbediengeräts 118 übernommen wird.

Dabei erfolgen die Abgabe der unbeladenen Palette 112 und die Übernahme der beladenen Palette 106 durch eine Relativbewegung zwischen der zweiten Aufnahme 144 und der ersten Aufnahme 138 des Hubwagens 132 des Regalbediengeräts 118 gleichzeitig, wie bei dem vorstehend beschriebenen Beladungsvorgang.

Der Entladungsvorgang entspricht einer genauen zeitlichen Umkehr des vorstehend beschriebenen Beladungsvorgangs, so daß auf eine detaillierte Beschreibung des Entladungsvorgangs verzichtet werden kann.


Anspruch[de]
  1. Lagervorrichtung zum Lagern von Waren (102), die auf jeweils einem Warenträger (104) angeordnet sind, umfassend

    mindestens ein Lagerfach (108), das in einem belegten Zustand einen mit einer Ware (102) beladenen Warenträger (106) und in einem unbelegten Zustand einen unbeladenen Warenträger (112) aufnimmt, und mindestens eine Warenträgeraustauschvorrichtung (116), welche in einem Beladungsvorgang einen unbeladenen Warenträger (112) aus dem Lagerfach (108) ausbringt und einen beladenen Warenträger (106) in das Lagerfach (108) einbringt und/oder in einem Entladungsvorgang einen unbeladenen Warenträger (112) in das Lagerfach (108) einbringt und einen beladenen Warenträger (106) aus dem Lagerfach (108) ausbringt,

    wobei die Warenträgeraustauschvorrichtung (116) mindestens eine erste Aufnahme (138) für einen beladenen Warenträger (106) und mindestens ein zweite Aufnahme (144) für einen unbeladenen Warenträger (112) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Warenträgeraustauschvorrichtung (116) eine Bewegungseinrichtung zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme (138) und der zweiten Aufnahme (144) umfaßt.
  2. Lagervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Bewegungseinrichtung eine im wesentlichen vertikale Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme (138) und der zweiten Aufnahme (144) erzeugbar ist.
  3. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine Lagerfach (108) mindestens eine Aufnahme (114) für einen beladenen Warenträger (106) und mindestens eine Aufnahme (110) für einen unbeladenen Warenträger (112) aufweist.
  4. Lagervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme (138) und der zweiten Aufnahme (144) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) während eines Beladungsvorgangs derart erzeugbar ist, daß eine Übergabe eines beladenen Warenträgers (106) von der ersten Aufnahme (138) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) auf die Aufnahme (114) des Lagerfachs (108) für einen beladenen Warenträger (106) und eine Übernahme eines unbeladenen Warenträgers (112) von der Aufnahme (110) des Lagerfachs (108) für einen unbeladenen Warenträger (112) auf die zweite Aufnahme (144) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) einander zeitlich zumindest teilweise überschneiden.
  5. Lagervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabe des beladenen Warenträgers (106) und die Übernahme des unbeladenen Warenträgers (112) bei dem Beladungsvorgang im wesentlichen gleichzeitig erfolgen.
  6. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Relativbewegung zwischen der ersten Aufnahme (138) und der zweiten Aufnahme (144) der Warenträgeraustauschvorrichtung (118) während eines Entladungsvorgangs derart erzeugbar ist, daß eine Übernahme eines beladenen Warenträgers (106) von der Aufnahme (114) des Lagerfachs (108) für einen beladenen Warenträger (106) auf die erste Aufnahme (138) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) und eine Übergabe eines unbeladenen Warenträgers (112) von der zweiten Aufnahme (144) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) auf die Aufnahme (110) des Lagerfachs (108) für einen unbeladenen Warenträger (112) einander zeitlich zumindest teilweise überschneiden.
  7. Lagervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Übernahme eines beladenen Warenträgers (106) und die Übergabe eines unbeladenen Warenträgers (112) bei dem Entladungsvorgang im wesentlichen gleichzeitig erfolgen.
  8. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Aufnahme (138) und/oder die zweite Aufnahme (144) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) mindestens eine Teleskop-Gabeleinheit (140, 146) umfaßt.
  9. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Warenträgeraustauschvorrichtung (116) einen Hubwagen (132) umfaßt, an welchem die erste Aufnahme (138) und die zweite Aufnahme (144) angeordnet sind, und daß die Bewegungseinrichtung die erste Aufnahme (138) und/oder die zweite Aufnahme (144) relativ zu dem Hubwagen (132) bewegt.
  10. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Aufnahme (144) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) unterhalb der ersten Aufnahme (138) der Warenträgeraustauschvorrichtung (116) angeordnet ist.
  11. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Lagervorrichtung gelagerten Waren als Kraftfahrzeuge ausgebildet sind.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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