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Dokumentenidentifikation DE10233856B4 24.08.2006
Titel Vorrichtung zum Trennen eines Rohres
Anmelder Geberit Mapress GmbH, 40764 Langenfeld, DE
Erfinder Speckemeyer, Jens, 45475 Mülheim, DE
Vertreter Meissner & Meissner, 14199 Berlin
DE-Anmeldedatum 22.07.2002
DE-Aktenzeichen 10233856
Offenlegungstag 10.04.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B23D 21/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen eines Rohres gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Aus der DE 196 37 688 A1 ist ein Verbundrohr bekannt, bestehend aus einem dünnwandigen Leitungsrohr aus Edelstahl, Kupfer oder Titan, das mit einer stoffschlüssigen Umhüllung aus Kunststoff, vorzugsweise Polyethylen oder Polypropylen, versehen ist.

Dieses bekannte Verbundrohr hat den Vorteil, dass man durch die Kunststoffumhüllung die Wanddicke des aus teuerem Material hergestellten Leitungsrohres reduzieren kann. In der Zwischenzeit ist es gelungen, die Wanddicke des Innenliners noch weiter zu reduzieren bis auf Werte < 0,2 mm. Dies hat den Vorteil, dass insbesondere bei einem Leitungsrohr aus Edelstahl das Verbundrohr im Abmessungsbereich bis 15 mm Außendurchmesser von Hand biegbar ist. Somit hat der Sanitär-Installateur die Möglichkeit ein solches Verbundrohr zu coilen und durch Abcoilen eine einfache Verlegung vom Verteiler bis zum Verbraucherendpunkt vorzunehmen.

Als schwierig hat sich aber das Trennen solcher Verbundrohre herausgestellt, da mit den bekannten Trennvorrichtungen zum Einen leicht Grate entstehen, die zu Verletzungen führen können und zum Anderen, insbesondere bei Dicken < 0,15 mm, die Gefahr des Einbeulens besteht.

Aus der DE 2159744 A ist eine Vorrichtung zum Schneiden von Rohren bekannt. Diese bekannte Vorrichtung besteht aus einem als Klemmelement ausgebildeten Spannrahmen, der längs einer Ebene in zwei Hälften unterteilt ist, die nach dem Schließen des Klemmelementes um ein zu schneidendes rohrförmiges Werkstück mit dessen Längsachse zusammenfällt.

Beide Hälften des Klemmelementes sind an der einen Kante durch einen Verschluss miteinander verbunden. Der Verschluss besteht aus einem Zapfen, der an einem Ende mit einer Klemmhälfte durch ein Gelenk verbunden ist, einer T-förmigen Spindel, die sich mit dem Zapfen im Gewindeeingriff befindet und einem gabelförmigen Anschlag, der von der anderen Klemmhälfte hervorspringt.

Das Trennwerkzeug ist mittels eines Trägers und eines Werkzeugblockes radial verschiebbar an einem Klemmelement angeordnet.

Die radiale Verstellung des Trennwerkzeuges erfolgt mittels einer in einer Mutter geführten Zustellschraube, die mit einem Handgriff verbunden ist.

Diese bekannte Vorrichtung ist für das Trennen von im Durchmesser großer und dickwandiger Rohre konstruiert, bei dem große Schneidkräfte auftreten, die durch eine Befestigung eines Klemmelementes, z. B. an einer Werkbank, abgefangen werden müssen.

Die Drehbewegung des Trennwerkzeuges gegenüber dem Klemmelement ist nur über eine aufwendige Führung des Trägers möglich. Die Eindringtiefe des Trennwerkzeuges kann nur über ein Drehen der Zustellschraube verändert werden.

Eine solche Vorrichtung ist für ein schnelles und problemloses Trennen von im Durchmesser kleinen und dünnwandigen Rohren direkt an der Baustelle nicht geeignet.

Aus der DE 198 22 421 A1 ist ein zangenartiges Schneidwerkzeug zum Abschneiden von Rohren bekannt. Dieses Werkzeug besteht aus zwei jeweils einen Griffabschnitt und einen Maulabschnitt ausbildenden Werkzeughälften, die gelenkartig miteinander verbunden sind.

Die Maulabschnitte weisen jeweils Führungsflächen auf, mit aneinander zugewandten konkaven Führungsflächen, wobei in einem Führungsabschnitt ein Schneidmesser angeordnet ist, dessen Messerspitze auf den gegenüberliegenden Führungsabschnitt gerichtet ist. Das Schneidmesser ist in einer in dem Führungsabschnitt klipsgehaltenen Messerhalterung aufgenommen. Eine im Gelenkbereich angeordnete Druckfeder belastet die Werkzeughälften in Richtung der Schließstellung. Die konkaven Führungsflächen sind kreisbogenförmig ausgebildet, um einen möglichst großen Abmessungsbereich von Rohren mit nur einem Werkzeug abdecken zu können.

Das bekannte Schneidwerkzeug ist zum Trennen von Verbundrohren mit einem dünnwandigen metallischen Innenliner nicht geeignet, da es keine Führungselemente aufweist und die Zentrierung bei kleineren Rohrabmessungen problematisch ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Trennen eines Rohres, insbesondere von Verbundrohren anzugeben, mit der auch Rohr-Wanddicken < 0,2 mm, insbesondere < 0,45 mm, ausschließlich manuell betätigbar einfach und problemlos durchtrennt werden können.

Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Bestandteil von Unteransprüchen.

Nach der Lehre der Erfindung sind beide Backenhälften auf der dem Gelenk gegenüberliegenden Seite je mit einem einen Handgriff bildenden Arm versehen.

Im Unterschied zum bekannten Stand der Technik ist die Eindringtiefe des Trennmessers abhängig vom Grad des von einer "Offen" in eine "Geschlossen-Position" bringbaren Werkzeuges, wobei der Spitzenbereich des Trennmessers über der Innenseite der Backenhälfte hervorsteht.

Die vorgeschlagene Vorrichtung hat den Vorteil, dass das Werkzeug manuell zu betätigen ist und keine Abstützung an einem Halteelement benötigt.

Die Eindringtiefe des Trennmessers kann in einfacher Weise durch Änderung des Grades der Schließ-Position des Werkzeuges verändert werden. Ein umständliches Drehen einer Spindel ist dazu nicht erforderlich.

Damit beim Drehen des Werkzeuges in der "Geschlossen-Position" nicht versehentlich das Werkzeug aufspringt, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung das Werkzeug mit einem Sperrriegel versehen.

Für das Trennen von Verbundrohren, bestehend aus einem metallischen Innenliner und einer Kunststoffummantelung, kann es von Vorteil sein, wenn das Werkstück mit einem Riegelelement, zur Aufrechterhaltung der Position "Teilgeschlossen" versehen ist. Vorzugsweise kann man beide Funktionen zur Aufrechterhaltung der Position "Teilgeschlossen" und "Geschlossen" in einem einzigen Element in Form eines verschiebbaren Riegels realisieren.

Bei einer weiteren Ausführungsform sind beide Backenhälften je mit einem Trennmesser versehen, die in der "Geschlossen-Position" des Werkzeuges einander gegenüberstehen.

Vorzugsweise ist der Spitzenbereich des Trennmesser als vierseitige reguläre Pyramide ausgebildet wobei zwei einander gegenüberliegende Seitenkanten in der Trennebene liegen.

Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass das Trennmesser sowohl zum Durchstoßen als auch zum Schneiden geeignet ist. Dies gelingt dann besonders gut, wenn die in der Trennebene liegende Diagonale mindestens viermal so lang ist, wie die senkrecht dazu liegende Diagonale.

Für das Durchtrennen von Verbundrohren, d. h. Rohre bestehend aus einem metallischen Innenliner und einer äußeren Kunststoffumhüllung, hat sich eine Ausführungsform als besonders geeignet herausgestellt, bei der in der gleichen Ebene der Trennmesser in jeder Backe mindestens eine Klinge angeordnet ist, deren Spitzenbereich über der Innenseite der Backe hervorsteht. Vorzugsweise ist jede Backe mit zwei Klingen versehen, die jeweils rechts und links vom Trennmesser angeordnet sind. Für das Einschneiden in die Kunststoffumhüllung ist ein Ende jeder Klinge als rechtwinklige Eckkante ausgebildet, wobei in der Position "Geschlossen" die Eckkanten beider Klingenpaare einander gegenüberstehen.

Eine gute Anpassung an das zu durchtrennende Rohr ist dann gegeben, wenn die dem Rohr zugewandte Seite der Klinge gebogen ist. Aus Gründen einer einfacheren Herstellung wird alternativ dazu eine gerade Klinge vorgeschlagen, die tangential liegend in der Backenhälfte befestigt ist.

Für das schnelle und problemlose Auswechseln verschlissener Trennmesser bzw. Klingen sind diese nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als Einzelelemente ausgebildet. Zur Befestigung weist eine Frontseite der Backenhälfte eine Ausnehmung auf, die mit Vorsprüngen und Gewindebohrungen versehen sind, wobei die Höhe der Vorsprünge mindestens der Dicke der Trennmesser und Klingen entspricht.

Um die Trennmesser und Klingen problemlos befestigen zu können, weisen diese in beiden Endbereichen je eine Ausnehmung zur teilweisen Umfassung der Vorsprünge auf.

Zur Vermeidung von Spannungsspitzen in den Trennwerkzeugen werden diese nach einem weiteren Merkmal der Erfindung mit einem radial verlaufenden Schlitz versehen, so dass sie wie ein Federelement wirken. Der Schlitz mündet in einer eine große Quererstreckung aufweisenden Öffnung. Diese dient zum Durchstecken der Befestigungsschraube.

Bei Anwendung der vorgeschlagenen Vorrichtung hat es sich verfahrensmäßig als günstig herausgestellt, wenn das Trennmesser durch langsames Schließen und gleichzeitiges Drehen des Werkzeuges nur allmählich in die Wandung des Rohres bzw. der Kunststoffummantelung eindringt und diese durchtrennt.

Alternativ ist es auch möglich mit der Spitze der Trennmesser die Wandung zuerst zudurchstoßen und durch Drehen des geschlossenen Werkzeuges die Wandung aufzutrennen.

Für eine robuste Handhabung des Werkzeuges beim Trennen von Verbundrohren bietet es sich an, die Verriegelung in der Position "Teilgeschlossen" zur Anwendung zu bringen. Dies hat den Vorteil, dass vermieden wird, durch unachtsames, hastiges Schließen des Werkzeuges die Wandung des metallischen Innenliners sofort mit zu durchstoßen.

Das sofortige Durchstoßen des metallischen Innenliners erschwert den Trennvorgang und kann im ungünstigsten Fall zum Abbruch des Vorganges führen, so dass der Trennvorgang wiederholt werden muss. Durch die Möglichkeit das Werkzeug in der Position 'Teilgeschlossen" zu halten, wird ein sofortiges Durchstoßen des metallischen Innenliners vermieden und die durchtrennte Kunststoffummantelung kann ihre Funktion als Führungshilfe für das Trennmesser voll erfüllen.

Wertere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von einem in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel.

Es zeigen:

13 in einer Vorder-, Seiten- und Rückansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Trennen von Rohren,

46 in einer Vorder-, Drauf- und Rückansicht die obere Backenhälfte des Werkzeuges,

79 in einer Vorder-, Drauf- und Rückansicht die untere Backenhälfte des Werkzeuges,

14 in einer Draufsicht das Trennmesser,

11 Schnitt B-B in 10,

12 Schnitt C-C in 10,

13 in einer Draufsicht die Klinge,

14 Schnitt A-A in 12,

15 Werkzeug in teilgeöffneter Position,

In 1 bis 3 sind in einer Vorder-, Seiten- und Rückansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Trennen von Rohren dargestellt.

Das Werkzeug 1 besteht aus einer oberen Backenhälfte 2 und einer komplementär dazu ausgebildeten unteren Backenhälfte 3, die auf einer Seite über ein Gelenk 4 miteinander verbunden sind. Im Unterschied zum bekannten Stand der Technik geht jede Backenhälfte 2, 3 auf der dem Gelenk gegenüberliegenden Seite in einen Arm 5, 6 über.

Auf der in der Zeichenebene liegenden Frontseite beider Backenhälften 2, 3 ist das eigentliche Trennwerkzeug angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel besteht es aus je einem Trennmesser 7, 7' und zwei Klingen 8.1, 8.2, 8.1', 8.2', die jeweils rechts und links vom Trennmesser 7, 7' angeordnet sind.

Alle Elemente des Trennwerkzeuges sind mittels Schrauben 9 an der jeweiligen Backenhälfte 2, 3 auswechselbar befestigt.

Um das Werkzeug 1 in der "Geschlossen-Position" fixieren zu können, ist auf der Rückseite der unteren Backenhälfte 3 ein schwenkbarer Sperriegel 10 befestigt. Dieser greift mit einer Ausnehmung 11 in einen nasenförmigen Vorsprung 12 der oberen Backenhälfte 2 ein.

In einer Vorder-, Drauf- und Rückansicht ist in den 46 die obere 2 und in den 79 die untere Backenhälfte 3 dargestellt.

Die in 1 allgemein als Gelenk 4 bezeichnete scharnierartige Verbindung der beiden Backenhälften 2, 3 setzt sich zusammen aus einer Gabel 12 der oberen Backenhälfte 2 und einem passend dazu ausgebildeten Zapfen 14 der unteren Backenhälfte 3 sowie einem hier nicht dargestellten Durchsteckbolzen.

Zur Befestigung des Sperrriegels 10 (2) ist im Endbereieh des Armes 6 der unteren Backenhälfte 3 eine Gewindebohrung 15 angeordnet.

Eine Frontseite der beiden Backenhälften 2, 3 ist mit zwei zapfenartigen Vorsprüngen 16, 16', zwei halbkreisförmigen Vorsprüngen 17, 17' sowie drei Gewindebohrungen 18, 18', 18'' zur Befestigung der Elemente des Trennwerkzeuges versehen. Die Höhe der Vorsprünge 16, 16', 17, 17' entspricht mindestens der Dicke der Elemente des Trennwerkzeuges.

Um Gewicht zu sparen und das Werkzeug leicht händelbar zu machen, werden beide Backenhälften 2, 3 vorzugsweise aus einem schlagfesten Kunststoff, wie z. B. PVC hergestellt.

Die 1012 zeigen die Einzelheiten des Trennmessers 7. Es besteht aus einem etwa 1 mm dicken rechteckigen Stahlblech 19, das an den beiden Längsseiten mit je einer sichelförmigen Ausnehmung 20, 20' versehen ist.

Am fußseitigen Ende ist das Trennmesser 7 mit einer zum Durchstoßen und Trennen geeigneten Spitze 21 versehen. Vorzugsweise ist die Spitze 21 als vierseitige reguläre Pyramide ausgebildet, wobei zwei Seitenkanten 22, 22' in der Trennebene liegen.

Der Winkel zwischen den beiden in der Trennebene liegenden Seitenkanten 22, 22' beträgt vorzugsweise 60°, während die senkrecht dazu liegenden Seitenkanten 23, 23' einen Winkel von 40° einschließen.

Die in der Trennebene liegende Diagonale 24 der Pyramide ist mindestens viermal so lang wie die senkrecht dazu liegende Diagonale 25.

Das Stahlblech 19 ist mit einem radial verlaufenden Schlitz 26 versehen, der in einer Öffnung 27 zum Durchstecken der Befestigungsschraube 9 mündet.

Die 13 und 14 zeigen die Einzelheiten der Klinge 8. Sie besteht ebenfalls aus einem etwa 1 mm dicken Stahlblech 28 – etwa in der Form eines Viertel-Segmentes.

In den beiden Endseiten ist je eine Ausnehmung 29, 30 angeordnet zur teilweisen Umfassung der zapfenförmigen Vorsprünge 16 bzw. halbkreisförmigen Vorsprünge 17.

Auf der Innenseite ist eine tangential liegende Spitze 31 angeordnet, die im Querschnitt als gleichschenkliges Dreieck mit einem Winkel von 40° ausgebildet ist.

Auf der der Trennebene des Werkzeuges 1 zugewandten Seite ist die Spitze mit einer etwa rechtwinkligen Eckkante 32 versehen. Das Stahlblech 28 ist ebenfalls mit einem radial verlaufenden Schlitz 33 versehen, der in eine Öffnung 34 zur Aufnahme der Befestigungsschraube 9 mündet.

Anhand der Darstellung gemäß 15 wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung näher erläutert. In einem vorgeschalteten Schritt wurde das zu trennende Verbundrohr, bestehend aus einem metallischen Innenliner 37 – vorzugsweise aus Edelstahl – und einer Kunststoffumhüllung 36 in das geöffnete Werkzeug 1 eingelegt. Zur besseren Erkennbarkeit ist der Innenliner 37 übertrieben dick dargestellt, in Wirklichkeit beträgt die Dicke des Innenliners 37 weniger als 0,15 mm.

Durch langsames Schließen des Werkzeuges 1 kommen als erstes die Eckkanten 32 (13) der Klingen 8 in Eingriff und dringen in die Kunststoffhülle 36 des Verbundrohres ein. Schwenkt man entsprechend dem Pfeil 38 das Werkzeug um das Verbundrohr herum, dann schneiden die Klingen 8 die Kunststoffumhüllung 36 teilweise auf. Schließt man das Werkzeug 1 weiter, dann kommt erstmalig auch der vordere Bereich der Spitze 21 (10) der Trennmesser 7 in Eingriff und unterstützen die Klingen 8 beim Aufschneiden der Kunststoffumhüllung 36.

Alternativ kann man die Positionierung von Trennmesser 7 zur Klinge 8 auch so wählen, dass die Klingen 8 allein die Kunststoffumhüllung 36 vollständig aufschneiden.

Wird das Werkzeug 1 noch werter geschlossen, dann durchstoßen die Spitzen 21 der Trennmesser 7 die Wandung des metallischen Innenliners 37. Abschließend wird das Werkzeug 1 gemäß Pfeil 38 geschwenkt und die Trennmesser 7 schneiden den Innenliner 37 auf, so dass die gewünschte Abtrennung vollzogen ist.

Alternativ kann der letzte Arbeitsschritt auch so vollzogen werden, dass beim Kontaktieren der Spitzen 21 der Trennmesser 7 mit der Oberfläche des Innenliners 37 das Werkzeug 1 gleichzeitig geschwenkt und werter geschlossen wird, so dass die Trennmesser 7 nur allmählich in die Wandung des Innenliners 37 eindringen.

Bezugszeichenliste

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Trennen eines Rohres, mit einem das Rohr umfassenden und relativ dazu in Umfangsrichtung verdrehbaren Werkzeug, bestehend aus zwei an einer Seite durch ein Gelenk miteinander verbundenen, komplementär ausgebildeten Backenhälften und einem an einer Backenhälfte radial angeordneten Trennmesser, das mit mindestens einer Seitenschneide versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass beide Backenhälften (2, 3) auf der dem Gelenk (4) gegenüberliegenden Seite je mit einem einen Handgriff bildenden Arm (5, 6) versehen sind und die Eindringtiefe des Trennmessers (7, 7') abhängig ist vom Grad des von einer "Offen-" in eine "Geschlossen"-Position bringbaren Werkzeuges (1) und in der gleichen Ebene der Trennmesser (7, 7') in jeder Backenhälfte (2, 3) mindestens eine Klinge (8) angeordnet ist, wobei sowohl der Spitzenbereich (21) der Trennmesser (7, 7') als auch der Spitzenbereich (31) der Klinge (8) über der Innenseite der Backenhälfte (2, 3) hervorsteht und das Werkzeug mit einem Zuhaltemittel zur Aufrechterhaltung der Position "Geschlossen" versehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuhaltemittel als Sperrriegel (10) ausgebildet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrriegel (10) schwenkbar an einem Arm (6) des Werkzeuges (1) befestigt ist und eine Ausnehmung (11) aufweist, die in einen am anderen Arm (5) angeordneten nasenförmigen Vorsprung (12) einschwenkbar ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1) mit einem Riegelelement versehen ist zur Aufrechterhaltung der Position "Teilgeschlossen".
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelelement und das Zuhaltemittel ein zusammenwirkendes Funktionselement bilden.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Backenhälfte (2, 3) ein Trennmesser (7, 7') angeordnet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Position "Geschlossen" die beiden Trennmesser (7, 7') einander gegenüberstehen.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spitzenbereich (21) des Trennmessers (7, 7') als vierseitige reguläre Pyramide ausgebildet ist, wobei zwei einander gegenüberliegende Seitenkanten (22, 22') in der Trennebene liegen.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Trennebene liegende Diagonale (24) der Grundfläche der Pyramide um ein mehrfaches länger ist als die senkrecht dazu liegende Diagonale (25).
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Diagonalen (24, 25) mehr als vier beträgt.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede Backenhälfte (2, 3) mit zwei Klingen (8.1, 8.1', 8.2, 8.2') versehen ist, die jeweils rechts und links vom Trennmesser (7, 7') angeordnet sind.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt der Spitzenbereich (31) jeder Klinge (8) als gleichschenkliges Dreieck ausgebildet ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende der Klinge (8) als rechtwinklige Eckkante (32) ausgebildet ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Position "Geschlossen" die Eckkanten (32) der beiden Klingenpaare (8.1, 8.1', 8.2, 8.2') einander gegenüberstehen.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Trennmesser (7) und Klingen (8) als auswechselbare und befestigbare Einzel elemente ausgebildet sind.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Frontseite jeder Backenhälfte (2, 3) eine Ausnehmung aufweist, die mit Vorsprüngen (16, 17) und Gewindebohrungen (18) versehen sind.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Vorsprünge (16, 17) mindestens der Dicke der Trennmesser (7) und Klingen (8) entspricht.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennmesser (7) und Klingen (8) in beiden Endbereichen je eine Ausnehmung (29, 30) aufweisen zur teilweisen Umfassung der Vorsprünge (16, 17).
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Trennmesser (7) und jede Klinge (8) mit einem radial verlaufenden Schlitz (33) versehen ist.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (33) in einer eine größere Quererstreckung aufweisenden Öffnung (34) mündet.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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