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Dokumentenidentifikation DE19952540B4 24.08.2006
Titel Verfahren, System und Rechnerprogrammprodukt zur Unterstützung asynchroner Datenübertragungen gleichzeitig mit anderen Prozessen
Anmelder International Business Machines Corp., Armonk, N.Y., US
Erfinder Capelli, Ronald Bruce, Round Rock, Tex., US
Vertreter Klein, H., Rechtsanw., 70569 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 30.10.1999
DE-Aktenzeichen 19952540
Offenlegungstag 20.07.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse G06F 13/42(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Unterstützung asynchroner Datenübertragungen gleichzeitig mit anderen Prozessen unter Generierung eines Graphikausganges in einem Bildspeicher.

Ein typisches Personal-Computer- oder Workstation-Graphiksystem besteht aus einem Graphikadapter, der einen Bildzwischenspeicher und Graphikbeschleunigungshardware vorsieht, zusammen mit einem Softwarevorrichtungstreiber, der eine Schnittstelle zwischen der Graphikadapterhardware und dem Betriebssystem und/oder den Applikationen vorsieht, die oben auf dem Betriebssystem ablaufen. Das dient der Möglichkeit der Anzeige einer hoch entwickelten Graphik, während das Betriebssystem von der Zuständigkeit für die Berechnung für die graphische Bearbeitung unter Verbesserung der allgemeinen Leistung befreit wird.

In einer Mehrprogrammbetriebsumgebung muss jedoch der Zugriff auf Hardwarevorrichtungen wie den Graphikadapter serialisiert werden, so dass der Hardwarestatus für jeden Prozess verwaltet und konsistent für jeden Prozess beibehalten werden kann. Das führt zu Einschränkungen bei kontinuierlichen, asynchronen Datenübertragungen von einer Videoquelle wie z.B. einer Videoerfassungsvorrichtung (wie "Webcam"), einer digitalen Fernsehsignalquelle, Videostrom aus einer Netzwerkvorrichtung und dergl.

Während solche kontinuierlichen asynchronen Datenübertragungen direkt zur Linearapertur des physikalischen Speichers des Graphikadapter-Bildspeichers über den Direktspeicherzugriff (DMA – Direct Memory Access) oder sonstige Mittel übertragen werden sollte, ist für viele handelsübliche Graphikadapter die Bildspeicher-Linearapertur nicht gleichzeitig mit der Benutzung der Graphikbeschleunigerhardware zugreifbar. Wenn bei Ablaufen einer asynchronen Datenübertragung irgendein Prozess gleichzeitig versucht, die Graphikbeschleunigungshardware zu benutzen (die die Linearapertur deaktiviert), kann der asynchrone Datentransfer irgendwie versagen. Im besten Fall wird diese Störung als sichtbarer Glitch (Störimpuls) in der Anzeige der asynchronen Datenübertragung sichtbar, im schlimmsten Fall kann dieser Ausfall zu einer Systemverstümmelung und/oder einem Systemabsturz führen.

Eine Lösung wäre das Serialisieren (d.i. Zeitmultiplexen) der Datenübertragungsoperationen an die Bildspeicherlinearapertur mit Zugriff auf die Graphikbeschleunigerhardware. Eine solche Serialisierung macht jedoch das gewünschte asynchrone Funktionieren der Datenübertragungsoperationen gleichzeitig mit anderen Prozessen in einem Mehrprogrammbetrieb zunichte.

US 5 715 459 A beschreibt einen serialisierten (synchronisierten) Zugriff auf eine Graphikhardware und die Verwendung einer Programmbibliothek für graphische Ausgabe, wenn die Hardware keine beschleunigte Ausgabe unterstützt. Es wird davon ausgegangen, dass alle Zugriffe zum Bildspeicher durch seine Methoden und Schnittstellen erfolgen. Durch Verwendung dieses Mechanismuses für das oben beschriebene Problem, würde sich folgendes Ergebnis ergeben:

  • – während die Vorrichtung zur Übertragung der Bilddaten einen serialisierten Zugriff zum Bildspeicher haben würde, wäre der Bildschirm-Treiber, der die Beschleunigungs-Hardware auswertet, blockiert. Die graphische Benutzerschnittstellenanzeige für das Multi-Tasking-Betriebssystem würde nicht in der Lage sein, den Bildschirm für eine längere Zeit zu aktualisieren, so lange die Vorrichtung Bilddaten überträgt,
  • – wenn die Vorrichtung zur Übertragung von Bilddaten nicht serialisiert wäre und der Bildschirmtreiber die Beschleunigungs-Hardware auswerten würde, dann wäre die Vorrichtung zum Übertragen der Bilddaten verfälscht, wenn sich der Bildspeichermode ändert,
  • – wenn der Bildschirm-Treiber nicht die Beschleunigungs-Hardware auswerten und die Programmbibliothek für alle graphischen Ausgaben verwenden würde, dann würde die Vorrichtung zur Übertragung von Bilddaten nicht mehr serial arbeiten und die Benutzerschnittstellenanzeige würde immer langsamer werden sogar wenn die Vorrichtung zur Übertragung der Bilddaten nicht aktiv wäre.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren, System und Rechnerprogrammprodukt zur Unterstützung asynchroner Datenübertragungen gleichzeitig mit anderen Prozessen unter Generierung eines Graphikausgangs in einem Bildspeicher vorzusehen.

Diese Aufgabe wird durch Verfahrensmerkmale nach Anspruch 1, Systemmerkmale nach Anspruch 8 und Rechnerprogrammproduktmerkmale nach Anspruch 15 gelöst.

Zwischen einem Mehrprogramm-Betriebssystem und dem Vorrichtungstreiber für einen Graphikadapter einschließlich eines Bildspeichers mit Linearapertur für die kontinuierlichen, asynchronen Datenübertragungen wird ein Modul zwischen gesetzt. Das zwischen gesetzte Modul kann selektiv alle Graphikvorrichtungstreiberfunktions-Anforderungen abfangen oder einfach diese Anforderungen an den Vorrichtungstreiber weitersenden, und sieht einen Mechanismus zum Generieren eines Graphikausgangs im Bildspeicher vor, ohne die Graphikbeschleunigerhardware auf dem Graphikadapter zu benutzen. Das zwischen gesetzte Modul merkt das Anlaufen und das Anhalten der Datenübertragungen zum Bildspeicher. Wenn asynchrone Datenübertragungen anlaufen, ruft das zwischen gesetzte Modul den Graphikadaptervorrichtungstreiber auf, um einen Zugriff auf die Linearapertur des Bildspeichers zu erhalten, und setzt seinen eigenen internen Zustand auf Aktiv. Während es aktiv ist, fängt das zwischengeschaltete Modul alle Graphikvorrichtungstreiberanforderungen ab und benutzt seinen eigenen Mechanismus, um als Reaktion auf solche Anforderungen Graphikausgänge zum Bildspeicher zu generieren, ohne Benutzen der Graphikbeschleunigungs-Hardware. Da die Graphikbeschleunigerhardware nicht benutzt wird, bleibt die Linearapertur des Bildspeichers immer aktiv. Im deaktivierten Zustand gibt das zwischen gelegte Modul ganz einfach alle Graphikvorrichtungstreiberanforderungen an den Vorrichtungstreiber weiter. Das zwischen gesetzte Modul wird vorzugsweise gemäß dem GRADD-Architekturmodell implementiert, wobei der Mechanismus zu Generieren Graphikausgänge durch den VMAN und die SOFTDRAW-Bibliothek vorgesehen wird.

Die obigen, sowie noch weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachstehenden, detaillierten, schriftlichen Beschreibung ersichtlich.

Die neuartigen Merkmale, die für die Erfindung kennzeichnend sind, werden in den begleitenden Ansprüchen aufgeführt. Die Erfindung selbst jedoch, sowie eine bevorzugte Ausführungsform, weitere Aufgaben und Vorteile derselben, werden am besten durch Hinweis auf die nachstehende Beschreibung einer illustrativen Ausführungsform anhand der begleitenden Zeichnungen ersichtlich; in diesen zeigt

1 ein Blockdiagramm eines Datenverarbeitungssystems, in dem eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung implementiert werden kann;

2 ist ein Blockdiagramm eines Graphikanzeige-Untersystems, das die asynchrone Datenübertragung zur Linearapertur eines Bildspeichers gleichzeitig mit anderen Prozessen unterstützt, die einen Graphikausgang gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung generieren; und

3 stellt ein Zustandsdiagramm auf hoher Ebene für einen Prozess der Unterstützung einer asynchronen Datenübertragung auf eine Linearapertur eines Bildspeichers mit anderen Prozessen dar, der einen Graphikausgang im Bildspeicher gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung generiert.

Nehmen wir jetzt Bezug auf die Figuren, und insbesondere auf 1; hier wird ein Blockdiagramm eines Datenverarbeitungssystems dargestellt, in dem eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung implementiert werden kann. Das Datenverarbeitungssystem 100 kann ein beliebiges Personalcomputer-Modell sein, das bei der International Business Machines Corporation in Armonk, New York, erhältlich ist. Das Datenverarbeitungssystem 100 beinhaltet den Prozessor 102, der in der beispielhaften Ausführungsform mit einem Cache-Speicher 104 auf Stufe 2 (L2) verbunden ist, und der seinerseits mit einem Systembus 106 verbunden ist.

Ebenso verbunden mit dem Systembus 106 ist der Systemspeicher 108 sowie die Eingangs/Ausgangs-(E/A)-Busbrücke 110. Die E/A-Busbrücke 110 koppelt den E/A-Bus 112 mit dem Systembus 106, und leitet und/oder transformiert Datentransaktionen von einem Bus zum anderen. Peripherievorrichtungen wie ein nichtflüchtiger Speicher 114, der ein Festplattenlaufwerk sein kann, und eine Tastatur/Anzeigevorrichtung 116, die eine herkömmliche Maus, ein Trackball oder ein Digitalisiertablett enthalten kann, ist an den E/A-Bus 112 angeschlossen.

In einer bevorzugten Ausführungsform beinhaltet das Datenverarbeitungssystem 100 einen am Systembus 106 liegenden Graphikadapter 118 zur Aufnahmen von Zeichenelementen zum Bildaufbereiten vom Prozessor 102 und zum Generieren von Pixeln zur Anzeige 120, wie nachstehend in Einzelheiten beschrieben wird. Der Graphikadapter 118 beinhaltet einen Bildwiederholspeicher und Graphikbeschleunigerhardware, die gleichzeitig benutzt werden können, wie nachstehend in weiteren Einzelheiten beschrieben wird.

Das Datenverarbeitungssystem 100 beinhaltet vorzugsweise ein Betriebssystem (nicht dargestellt), das den Mehrprogrammbetrieb und eine Applikation zum Empfangen asynchroner Datenübertragungen zur Anzeige unterstützt, wie z.B. ein Video-Streamer-Sichtgerät. Die Applikation zum Empfangen asynchroner Datenübertragungen kann auf den Graphikadapter 118 gleichzeitig mit anderen Prozessen arbeiten.

Die in 1 dargestellte beispielhafte Ausführungsform ist nur für die Zwecke der Erklärung der Erfindung vorgesehen, und der Fachmann erkennt, dass zahlreiche Variationen möglich sind, sowohl in Form als auch nach der Funktion. Zum Beispiel kann das Datenverarbeitungssystem 100 ein CD-ROM- und/oder ein DVD-Laufwerk beinhalten, oder eine Nachschlagtabelle und/oder ein Digital/Analog-Wandler kann zwischen dem Graphikadapter 118 und der Anzeige 120 implementiert sein. Alle diese Variationen fallen unter Wesensart und Umfang der vorliegenden Erfindung.

Nehmen wir jetzt Bezug auf 2; hier wird ein Blockdiagramm eines Graphikanzeige-Untersystems illustriert, das den asynchronen Datentransfer zur linearen Apertur eines Bildspeichers unterstützt, gleichzeitig mit anderen Prozessen, die einen Graphikausgang gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung generieren. In der vorliegenden Erfindung liegt ein Modul 202 zwischen dem Betriebssystem mit den Applikationen 204 und dem Vorrichtungstreiber 206 für den Graphikadapter 118. Das zwischengeschaltete Modul 202 kann selektiv alle Funktionsanforderungen an den Graphikvorrichtungstreiber abfangen, und sieht einen Mechanismus zum Generieren eines Graphikausgangs im Bildspeicher vor, ohne die Graphikbeschleunigungshardware am Graphikadapter 118 zu benutzen. Zusätzlich kann das dazwischengelegte Modul 202 selektiv Anforderungen an den Graphikvorrichtungstreiber einfach an den Vorrichtungstreiber 206 weiterleiten.

Das Zwischenmodul 202 überwacht Funktionsanforderungen an den Graphikvorrichtungstreiber und merkt, wenn asynchrone Datenübertragungen zum Bildspeicher anlaufen und enden. In der Tat kann das Zwischenmodul 202 selbst optional den Mechanismus zum Starten und Stoppen der Asynchrondatenübertragung beinhalten. Wenn Asynchrondatenübertragungen anlaufen, ruft das Zwischenmodul 202 den Graphikadaptervorrichtungstreiber 206 auf, um auf die Linearapertur des Bildspeichers zuzugreifen, und setzt seinen eigenen internen Status auf aktiv. Ein DMA-Mechanismus kann vom zwischen gelegten Modul 202 benutzt werden, um Asynchrondaten direkt an die physikalische Adresse der linearen Apertur des Graphikadapter-Bildspeichertreibers 206 zu schicken, unabhängig von dem wahren Graphikadaptervorrichtungstreiber 206.

Solange der interne Status des Zwischenmoduls 202 aktiviert ist, fängt das Zwischenmodul 202 alle Anforderungen an den Graphikvorrichtungstreiber ab und benutzt seinen eigenen Mechanismus, um den Graphikausgang im Bildspeicher zu generieren, der diesen Anforderungen entspricht, ohne die Graphikbeschleunigerhardware zu benutzen. Da die Graphikbeschleunigerhardware nicht benutzt wird, bleibt die Linearapertur des Bildspeichers immer aktiv.

Wenn die Asynchrondatenübertragung endet, setzt das Zwischenmodul 202 seinen internen Status auf inaktiv. Solange es inaktiv ist, gibt das Zwischenmodul 202 einfach alle Graphikvorrichtungstreiber-Anforderungen an den wahren Graphikvorrichtungstreiber weiter, der frei ist, die Linearapertur des Bildspeichers ohne nachteilige Wirkung zu deaktivieren.

Das Zwischenmodul 202 ist vorzugsweise gemäß dem GRADD-Architekturmodell (Graphics Adapter Device Driver – Graphikadaptervorrichtungstreiber) implementiert, das in US-Patent 5,715,459 mit dem Titel Advanced Graphics Driver Architekture geoffenbart und beschrieben ist und das hier durch Querverweis angezogen wird. Das Zwischenmodul 202 ist vorzugsweise, obschon nicht notwendigerweise, ein GRADD-Filter, und der Mechanismus zum Generieren eines Graphikausgangs im Bildspeicher wird von den Video-Manager-(VMAN)- und SOFTDRAW-Graphikbibliotheken vorgesehen, die dem GRADD-Architekturmodell zugeordnet sind und bei International Business Machines Corporation in Armonk, New York, erhältlich sind.

Die vorliegende Erfindung kann z.B. in einem Videoerfassungs- und -anzeigesystem implementiert werden, das das GRADD-Modell für eine allgemeine Treiberlösung ausnutzt. Die Videoerfassungshardware kann einen DMA-Mechanismus einsetzen, um den digitalen Videostrom in einen physikalischen Speicher zu übertragen. Die Erfindung kann mit Graphikchipsätzen benutzt werden, in denen die Linearapertur des Bildspeichers deaktiviert wird, wenn konkurrierende Prozesse Graphikbeschleunigerfunktionen benutzen.

Nehmen wir jetzt Bezug auf 3; hier wird ein Zustandsdiagramm auf höherer Ebene für einen Prozess zum Unterstützen der Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur eines Bildspeichers gleichzeitig mit anderen Prozessen gezeigt, die im Bildspeicher einen Graphikausgang gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung generieren. Der Prozess wird durch das oben beschriebene Datenverarbeitungssystem und Graphikanzeige-Untersystem implementiert.

Der Prozess beginnt im Zustand 302, der das Anlaufen des Graphiksystems zeigt. Dann geht der Prozess zum Zustand 304 über, der ein Zwischenmodul an der Schnittstelle eines Vorrichtungstreibers zeigt, der alle eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen einfach an den Vorrichtungstreiber weitersendet. Der Prozess bleibt im Zustand 304, bis ein asynchroner Datentransfer anläuft, der vom Zwischenmodul erfasst werden kann und zu einem Wechsel des internen Zustands des Zwischenmoduls, wie oben beschrieben, führen kann. So lange keine Asynchrondatenübertragung anläuft, bleibt der Prozess im Zustand 304.

Sobald eine Asynchrondatenübertragung eingeleitet wird geht der Prozess zunächst in den Zustand 306 über, der darstellt, wie das Zwischenmodul den Vorrichtungstreiber aufruft, auf die Linearapertur des Bildspeichers für die Asynchrondatenübertragung zuzugreifen, und dann in den Zustand 308, der darstellt, wie das Zwischenmodul – mit dem Mechanismus zum Bearbeiten der Graphikadaptervorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen innerhalb des Zwischenmoduls wie oben beschrieben – alle Graphikadaptervorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen abfängt und bearbeitet. Das schließt aus, dass die Beschleunigerhardware am Graphikadapter benutzt wird, und verhindert somit, dass die Linearapertur des Bildspeichers deaktiviert wird.

Solange die Asynchrondatenübertragung anhält, bleibt der Prozess im Zustand 308. Sobald aber die Asynchrondatenübertragung endet, springt der Prozess zurück zum Zustand 304 und geht wieder dazu über, alle Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen an den Vorrichtungstreiber weiterzuleiten, wieder begleitet von einem internen Statuswechsel innerhalb des Zwischenmoduls. Der Prozess verbleibt im Zustand 304, bis eine nachfolgende Asynchrondatenübertragung eingeleitet wird.

Die vorliegende Erfindung sieht ein allgemeines vorrichtungsunabhängiges Verfahren vor, das asynchrone Datenübertragungen aus einer digitalen Videoquelle zum Graphikadapterbildspeicher gleichzeitig mit anderen Prozessen zulässt, die einen Graphikausgang im Bildspeicher generieren, während bekannte Implementierungen entweder vorrichtungsabhängig sind oder Zeit-Multiplexen benutzen. Zum Beispiel wird ein Vorrichtungstreiber für Videoerfassungshardware in der Regel mit dem Graphikanzeigehardwarevorrichtungstreiber integriert oder eng gekoppelt. Die vorliegende Erfindung jedoch koppelt den Videoquellentreiber vom graphischen Anzeigevorrichtungstreiber ab und sieht eine allgemeine und vorrichtungsunabhängige Lösung vor, die die Kosten reduziert, zusammen mit echten asynchronen gleichzeitigen Operationen und potentiell verbesserter Leistung.

Hier muss unbedingt angemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung zwar im Kontext mit einer voll funktionsfähigen Vorrichtung beschrieben wurde, jedoch ist dem Fachmann bewusst, dass der Mechanismus der vorliegenden Erfindung und/oder Aspekte derselben auch in der Form eines rechneranwendbaren Mediums mit Anweisungen in den verschiedensten Formen ablaufen kann, und dass sich die vorliegende Erfindung gleicherweise anwenden lässt, unabhängig von einem bestimmten Typ des signaltragenden Mediums, das dann tatsächlich zur Durchführung des Verlaufs benutzt wird. Beispiele für rechneranwendbare Medien sind: Nichtflüchtige, fest codierte Medien wie Nurlesespeicher (ROM) oder löschbare elektrisch programmierbare Nurlesespeicher (EEPROM), Medien vom Aufzeichnungstyp wie Floppydisks, Festplattenlaufwerke und CD-ROMs, und Medien vom Übertragungstyp wie digitale und analoge Nachrichtenverbindungen.


Anspruch[de]
  1. Ein Verfahren zum Unterstützen asynchroner Datenübertragungen gleichzeitig mit anderen Prozessen unter Generierung eines Graphikausganges in einem Bildspeicher, enthaltend die folgenden Schritte:

    Bestimmen, ob ein asynchroner Datentransfer auf eine Linearapertur eines Bildspeichers für einen Graphikadapter (118) im Gang ist;

    als Reaktion auf die Bestimmung, dass kein asynchroner Datentransfer auf die Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist, Weiterleiten einer eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung an einen Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118); und

    als Reaktion auf die Bestimmung, dass ein asynchroner Datentransfer auf die Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist, Abfangen der eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung und Bearbeiten der eingegangenen Graphikvorrichtungstreiberanforderung ohne Benutzen der Beschleuniger-Hardware für den Graphikadapter (118).
  2. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, in dem der Schritt des Bestimmens, ob eine asynchrone Datenübertragung auf die Linearapertur eines Bildspeichers für einen Graphikadapter (118) im Gang ist, weiter umfasst:

    Überprüfen eines internen Status eines Moduls, das zwischen ein Betriebssystem und den Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118) gelegt ist.
  3. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, in dem der Schritt des Weiterleitens einer eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung zu einem Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118) ferner beinhaltet:

    Weiterleiten aller eingegangenen Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen an den Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118), während keine Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist.
  4. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, in dem der Schritt Abfangen der eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung und Bearbeiten der eingegangenen Graphikvorrichtungstreiberanforderung ohne Benutzen der Beschleunigerhardware für den Graphikadapter (118) ferner beinhaltet:

    Abfangen aller eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen an den Vorrichtungstreiber für den Graphikadapter, während die Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist, und Bearbeitung der abgefangenen Vorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen ohne Verwenden der Beschleuniger-Hardware für den Graphikadapter.
  5. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das ferner umfasst:

    Legen eines Moduls zwischen ein Betriebssystem und den Vorrichtungstreiber für den Graphikadapter (118), wobei das Zwischenmodul (202) das Anlaufen jeder beliebigen asynchronen Datenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers erfasst.
  6. Das Verfahren gemäß Anspruch 5, das ferner umfasst:

    Aufrufen des Vorrichtungstreibers für den Graphikadapter mit dem Zwischenmodul, um auf die Linearapertur des Bildspeichers zuzugreifen.
  7. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das ferner umfasst:

    Legen eines Moduls zwischen ein Betriebssystem und den Vorrichtungstreiber für den Graphikadapter, wobei das Zwischenmodul das Beendigen jeder asynchronen Datenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers erfasst.
  8. Ein System zum Unterstützen von asynchronen Datenübertragungen gleichzeitig mit anderen Prozessen unter Generieren eines Graphikausgangs in einem Bildspeicher, enthaltend:

    einen Vorrichtungstreiber (206) für einen Graphikadapter (118);

    eine Quelle asynchroner Daten für eine Linearapertur eines Bildspeichers oder Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen für den Vorrichtungstreiber (206); und

    ein Modul (202), das zwischen den Vorrichtungstreiber (206) und die Quelle gelegt ist, wobei das Zwischenmodul (202):

    bestimmt, ob eine Asynchrondatenübertragung zur Linearaperturm eines Bildspeichers für den Graphikadapter (118) im Gang ist;

    als Reaktion auf die Bestimmung, dass keine Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur eines Bildspeichers im Gang ist, eine Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung an den Vorrichtungstreiber (206) weiterleitet; und

    als Reaktion auf die Bestimmung, dass eine asynchrone Datenübertragung zur Linearapertur eines Bildspeichers im Gang ist, die Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung abfängt und die empfangene Graphikvorrichtungstreiberanforderung ohne Benutzen von Beschleuniger-Hardware für den Graphikadapter (118) bearbeitet.
  9. Das System gemäß Anspruch 8, in dem das Zwischenmodul (202) einen inneren Zustand überprüft, um festzulegen, ob eine Asynchrondatenübertragung im Gang ist.
  10. Das System gemäß Anspruch 8, in dem das Zwischenmodul (202) bei Anlaufen einer Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers in einen ersten internen Zustand versetzt wird.
  11. Das System gemäß Anspruch 10, in dem das Zwischenmodul (202) bei Beendigung einer Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers in einen zweiten internen Zustand versetzt wird.
  12. Das System gemäß Anspruch 8, in dem das Zwischenmodul (202) alle Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen an den Vorrichtungstreiber (206) weiterleitet, wenn keine Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist.
  13. Das System gemäß Anspruch 8, in dem das Zwischenmodul (202) alle Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen abfängt während die Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist, und die abgefangenen Vorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen ohne Benutzen von Beschleuniger-Hardware für den Graphikadapter (118) bearbeitet.
  14. Das System gemäß Anspruch 8, in dem das Zwischenmodul (202) den Vorrichtungstreiber für den Graphikadapter aufruft, um auf die Linearapertur (206) des Bildspeichers zuzugreifen, während das Anlaufen einer Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist.
  15. Ein Rechnerprogrammprodukt zum Unterstützen von asynchronen Datenübertragungen gleichzeitig mit anderen Prozessen unter Generierung eines Graphikausganges in einem Bildspeicher, enthaltend:

    Anweisungen zum Bestimmen, ob eine asynchrone Datenübertragung zu einer Linearapertur eines Bildspeichers für einen Graphikadapter (118) im Gang ist;

    als Reaktion auf die Bestimmung, dass keine asynchrone Datenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist, Anweisungen zum Weiterleiten einer eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung auf einen Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118); und

    als Reaktion auf die Bestimmung, dass eine asynchrone Datenübertragung auf die Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist, Anweisungen zum Abfangen der eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung und Bearbeiten der eingegangenen Graphikvorrichtungstreiberanforderung ohne Benutzen der Beschleuniger-Hardware für den Graphikadapter (118).
  16. Das Rechnerprogrammprodukt gemäß Anspruch 15, in dem die Anweisungen zum Bestimmen, ob eine asynchrone Datenübertragung zu einer Linearapertur eines Bildspeichers für einen Graphikadapter (118) im Gang ist, ferner umfassen:

    Anweisungen zum Überprüfen eines inneren Zustands eines Moduls, das zwischen ein Betriebsystem und den Vorrichtungstreiber für den Graphikadapter (118) gelegt ist.
  17. Das Rechnerprogrammprodukt gemäß Anspruch 15, in dem die Anweisungen zum Weiterleiten einer eingegangenen Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung an einen Vorrichtungstreiber für den Graphikadapter (118) ferner umfassen:

    Anweisungen zum Weiterleiten aller eingegangenen Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen an den Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118), während keine Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist.
  18. Das Rechnerprogrammprodukt gemäß Anspruch 15, in dem die Anweisungen zum Abfangen der eingegangenen Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderung und Bearbeiten der eingegangenen Graphikvorrichtungstreiberanforderung ohne Benutzen der Beschleuniger-Hardware für den Graphikadapter ferner umfassen:

    Anweisungen zum Abfangen aller eingehenden Graphikvorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen an den Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118), während die Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers im Gang ist, und bearbeiten der abgefangenen Vorrichtungstreiber-Funktionsanforderungen ohne Benutzen der Beschleuniger-Hardware für den Graphikadapter (118).
  19. Das Rechnerprogrammprodukt gemäß Anspruch 15, das ferner enthält:

    Anweisungen zum Erfassen des Anlaufens einer Asynchrondatenübertragung zur Linearapertur des Bildspeichers an einem Modul, das zwischen ein Betriebssystem und den Vorrichtungstreiber (206) für den Graphikadapter (118) gelegt ist.
  20. Das Rechnerprogrammprodukt gemäß Anspruch 19, das ferner enthält:

    Anweisungen zum Aufrufen des Vorrichtungstreibers (206) für den Graphikadapter (118) mit dem Zwischenmodul (202), um bei Anlaufen einer Asynchrondatenübertragung an die Linearapertur des Bildspeichers auf die Linearapertur des Bildspeichers zuzugreifen.
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